[GWR:] Dystopische Zukunft?

Der seit eini­gen Jah­ren zu beob­ach­ten­de infla­tio­nä­re Gebrauch des Begriffs Dys­to­pie im poli­ti­schen Dis­kurs offen­bart das Ver­sa­gen des neo­li­be­ra­len Sys­tems gegen­über den gegen­wär­ti­gen Mensch­heits­fra­gen: dem sich abzeich­nen­den Zusam­men­bruch des Öko-Sys­tems Erde, dem Bei­na­he-Crash des glo­ba­len Finanz­mark­tes, aus­ge­löst durch eine über­hitz­te Immo­bi­li­en­spe­ku­la­ti­on, und nun einer Pan­de­mie, die sich im rasen­den Tem­po über den Erd­ball aus­ge­brei­tet hat. Dass die­se drei hier her­aus­ge­grif­fe­nen Kri­sen zusam­men­ge­dacht wer­den müs­sen, steht nicht auf dem Zet­tel der inter­na­tio­nal agie­ren­den Krisenmanager*innen, die sich in Gestalt diver­ser Bera­ter-Fir­men eine gol­de­ne Nase ver­die­nen. Man darf sich fra­gen, wel­che „Schock-The­ra­pien“ sie sich die­ses Mal aus­ge­dacht haben. Das muss nicht gleich in die dau­er­haf­te Auf­he­bung der demo­kra­ti­schen Ver­fasst­heit von Staa­ten mün­den, wie es uns Ungarn und Polen vor­ma­chen. Doch unse­re Kämp­fe gegen den Über­wa­chungs­staat in den 80er Jah­ren – Stich­wort Volks­zäh­lung – muten gera­de­zu mit­tel­al­ter­lich an ange­sichts der Über­le­gun­gen zur Ein­füh­rung einer „frei­wil­li­gen“ App, die uns auf Schritt und Tritt kon­trol­liert.

Viren

Nicht jedes Virus hat den glei­chen Stel­len­wert. Ent­schei­dend ist, wer davon betrof­fen ist. Das immer wie­der aus­bre­chen­de Ebo­la-Fie­ber lie­fert erschre­cken­de Bil­der aus dem schwar­zen Afri­ka, von denen man sich schau­dernd abwen­det. Ähn­lich geschah es mit den HIV-Infi­zier­ten für lan­ge Zeit. Hät­te das HIV-Virus nicht sei­ne Opfer bis tief hin­ein in die wei­ße bür­ger­li­che Mit­tel­schicht gefor­dert, hät­ten die Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on der Betrof­fe­nen und ihr jah­re­lan­ger Kampf um Aner­ken­nung als schutz­wür­di­ge Men­schen, vor denen die Ach­tung der Men­schen­rech­te nicht halt­ma­chen darf, kaum eine Chan­ce gehabt. Die­ses Mal ist alles anders. COVID 19 bedroht die glo­ba­le Wirt­schaft und die Ren­di­te der Mäch­ti­gen. COVID 19 lässt sich nicht von den Schutz­mau­ern und bewaff­ne­ten Wäch­tern der Gated Com­mu­nities auf­hal­ten. „Viren in Flug­zeu­gen oder auf Kreuz­fahrt­schif­fen, die die Schlag­adern des Welt­han­dels über­que­ren und aus der ers­ten Klas­se nicht mehr her­aus­zu­hal­ten sind, sind etwas ande­res als ein Virus, das durch mar­gi­na­li­sier­te und ver­letz­li­che Bevöl­ke­rungs­grup­pen oder die Slums der Armen läuft“, schreibt der süd­afri­ka­ni­sche Men­schen­rechts­ak­ti­vist Mark Hay­wood. (1)

Wo liegen die Ursachen der COVID-19-Pandemie?

Die Welt­ge­mein­schaft hat aus der HIV-Pan­de­mie nichts gelernt. HIV und die Virus­aus­brü­che der jüngs­ten Zeit gehen auf die glo­ba­le Ver­städ­te­rung und mas­si­ven Umwelt­zer­stö­run­gen zurück, die den Lebens­raum der Wild­tie­re ein­schrän­ken. Dadurch erhöht sich die Wahr­schein­lich­keit des unmit­tel­ba­ren Kon­takts mit Men­schen. Der größ­te Teil der Mikro­ben lebt in Tie­ren, ohne ihnen im Gerings­ten zu scha­den. Erst im mensch­li­chen Kör­per ver­wan­deln sie sich in töd­li­che Krank­heits­er­re­ger. Der Aus­bruch des Coro­na-Virus in Chi­na, dem meh­re­re Virus­aus­brü­che (Vogel­grip­pe und SARS) vor­aus­ge­gan­gen waren, macht die­sen Zusam­men­hang deut­lich. Wei­te­re Pan­de­mien dro­hen nicht nur aus dem asia­ti­schen Raum. „Die Bestre­bun­gen der Trump-Regie­rung, die Indus­trie von allen Umwelt­auf­la­gen und sons­ti­gen Ein­schrän­kun­gen zu befrei­en, wird in den USA unwei­ger­lich dazu füh­ren, dass immer mehr Lebens­räu­me zer­stört wer­den, und das begüns­tigt wie­der­um die Über­tra­gung tie­ri­scher Mikro­ben auf den Men­schen.“ (2)

Sozial- und Demokratieabbau

Bis­her haben die Län­der des glo­ba­len Nor­dens, die Haupt­nutz­nie­ßer des seit dem Zusam­men­bruch der Sowjet­uni­on welt­weit vor­herr­schen­den neo­li­be­ra­len Wirt­schafts­mo­dells, an der Demo­kra­tie als Staats­form fest­ge­hal­ten. Doch die Ris­se wer­den grö­ßer, sicht­ba­rer, spür­ba­rer, wie ein Report des Ben­net Insti­tuts der Uni­ver­si­ty of Cam­bridge sei­ne Stu­di­en in West­eu­ro­pa zwi­schen 1973 und 2020 zusam­men­fasst: „Wir stel­len fest, dass die Unzu­frie­den­heit mit der Demo­kra­tie im Lau­fe der Zeit zuge­nom­men und ins­be­son­de­re in den ent­wi­ckel­ten Demo­kra­tien ein glo­ba­les Hoch erreicht hat.“ (3) Die Labi­li­tät der Demo­kra­tie beson­ders in West­eu­ro­pa ist nicht nur das Resul­tat des radi­ka­len Abbaus sozi­al­staat­li­cher Struk­tu­ren, der mit dem Schrö­der-Blair-Papier 1999 sein ideo­lo­gi­sches Fun­da­ment erhielt, son­dern eben­so der Schwä­chung demo­kra­ti­scher Insti­tu­tio­nen und Struk­tu­ren welt­weit.

Die Ausbreitung des neoliberalen Wirtschaftsmodells

Mit dem Ende der bipo­la­ren Welt nach dem Zusam­men­bruch der Sowjet­uni­on und dem Ende des Wett­be­werbs der Sys­te­me konn­ten die ein­fluss­reichs­ten Groß­un­ter­neh­men des Glo­bus in Zusam­men­ar­beit mit dem dama­li­gen UN-Gene­ral­se­kre­tär Kofi Ann­an die wahr­schein­lich wirk­mäch­tigs­te Lob­by-Gemein­schaft der Welt auf den Weg brin­gen: 1999 in Davos gegrün­det sind aus den ursprüng­lich 50 betei­lig­ten Kon­zer­nen inzwi­schen 10.000 gewor­den. „United Nati­ons Glo­bal Com­pact“, die „welt­weit größ­te Nach­hal­tig­keits­in­itia­ti­ve von Unter­neh­men“, will nach eige­ner Aus­sa­ge welt­weit alle Unter­neh­men dazu auf­ru­fen, ihre „Stra­te­gien und Ope­ra­tio­nen mit uni­ver­sel­len Prin­zi­pi­en in den Berei­chen Men­schen­rech­te, Arbeit, Umwelt und Kor­rup­ti­ons­be­kämp­fung in Ein­klang zu brin­gen und Maß­nah­men zu ergrei­fen, die gesell­schaft­li­che Zie­le för­dern.“ Die­se in einem Zehn-Punk­te-Pro­gramm fest­ge­leg­ten Zie­le wer­den in der Rea­li­tät nicht ein­ge­hal­ten. Die­ser Pakt ist in ers­ter Linie eine PR-Maschi­ne ohne jede Ver­pflich­tung, der es mäch­ti­gen mul­ti­na­tio­na­len Kon­zer­nen erlaubt, ihr beschä­dig­tes Image weiß bzw. „blau“ zu waschen. Empi­ri­sche For­schun­gen zei­gen, dass der Glo­bal Com­pact sei­nen Teil­neh­mern ziem­lich bil­lig Legi­ti­mi­tät ver­schaf­fen kann, weil die UNO in den Augen der Sta­ke­hol­der eine der ver­trau­ens­wür­digs­ten Orga­ni­sa­ti­ons­ein­hei­ten bleibt. (4) Mit dem mör­de­ri­schen Regime in Sau­di-Ara­bi­en – um nur ein Bei­spiel her­aus­zu­grei­fen – machen die Glo­bal Play­er exor­bi­tan­te Geschäf­te. Und die deut­sche Bun­des­re­gie­rung knickt vor den Inter­es­sen der deut­schen Rüs­tungs­kon­zer­ne ein, die wei­ter Waf­fen zum Bei­spiel auch an die Tür­kei lie­fern dür­fen, die die­se in ihrem völ­ker­rechts­wid­ri­gen Angriff auf Nord­sy­ri­en ein­setzt, um dort dem hoff­nungs­vol­len eman­zi­pa­to­ri­sches Gesell­schafts­pro­jekt der Kur­den und der mit ihnen ver­bün­de­ten eth­ni­schen Min­der­hei­ten den Gar­aus zu machen. Man darf sich also nicht wun­dern, dass der uni­ver­sel­le Cha­rak­ter der Men­schen­rech­te von vie­len Län­dern nicht nur des glo­ba­len Südens als west­li­che Ideo­lo­gie abge­lehnt wird: als ein Vor­wand für die Aus­brei­tung des neo­li­be­ra­len Wirt­schafts­mo­dells. Die Durch­drin­gung aller Lebens­räu­me des Pla­ne­ten durch die kapi­ta­lis­ti­sche Pro­duk­ti­ons­wei­se ist ver­bun­den mit dem Ver­fall der Welt­ord­nung, wie sie 1945 in Fol­ge des Zwei­ten Welt­krie­ges ent­stand. Oder wie es der ehe­ma­li­ge UN-Son­der­be­richt­erstat­ter und Insi­der Jean Zieg­ler for­mu­liert: „Die Welt wird nicht mehr von sou­ve­rä­nen Natio­nal­staa­ten und der UN als über­ge­ord­ne­ter Instanz regiert. Der Welt­markt ist zur zen­tra­len Regu­la­ti­ons­in­stanz gewor­den, und eine klei­ne Olig­ar­chie des Finanz­ka­pi­tals hat die Macht an sich geris­sen. Die­se Olig­ar­chie ver­fügt über mehr Macht, als jeder Kai­ser oder Papst jemals hat­te.“ (5)

WHO

Die Bekämp­fung der Pan­de­mie durch die WHO, die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on, ist durch den Kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na in den Fokus des öffent­li­chen Inter­es­ses gera­ten. Die US-Regie­rung hat die Zah­lun­gen der USA an die WHO auf Eis gelegt. US-Prä­si­dent Trump ver­sucht die WHO und Chi­na in den USA als Sün­den­bö­cke auf­zu­bau­en, um von sei­ner kata­stro­pha­len Coro­na-Poli­tik abzu­len­ken. Dabei ist die WHO schon lan­ge der Zah­lungs-Säu­mig­keit zahl­rei­cher Staa­ten aus­ge­setzt. Der WHO-Haus­halt wird nur noch zu einem Vier­tel durch die Pflicht­bei­trä­ge der Mit­glieds­staa­ten finan­ziert, der Rest wird durch frei­wil­li­ge staat­li­che Spen­den und pri­va­te Spen­der­or­ga­ni­sa­tio­nen bereit gestellt. „Das hat natür­lich Aus­wir­kun­gen auf die Aus­rich­tung der Orga­ni­sa­ti­on. Wer gibt, möch­te auch mit­re­den.“ (6) Mit der Fra­ge, inwie­weit die WHO sich den Inter­es­sen mäch­ti­ger pri­va­ter Geld­ge­ber beugt, beschäf­tig­te sich 2017 die fun­dier­te Arte-Doku­men­ta­ti­on „Die WHO – im Griff der Lob­by­is­ten“ von Jut­ta Pinz­ler und Tatan­ja Misch­ke.

Der Einfluss der Chicago Boys

Wie kann man die­se nicht­staat­li­chen Akteu­re demo­kra­tisch kon­trol­lie­ren? Wie kann man das poli­ti­sche Ver­sa­gen staat­li­cher und supra-staat­li­cher Insti­tu­tio­nen auf­hal­ten? Ange­sichts welt­weit wach­sen­der sozia­ler Ungleich­heit und der Kri­se des poli­ti­schen Reprä­sen­ta­ti­ons­sys­tems stellt sich die Fra­ge, inwie­weit der Kapi­ta­lis­mus die Demo­kra­tie noch braucht. Wenn der Kapi­ta­lis­mus die Demo­kra­tie nicht mehr braucht, dann braucht die Demo­kra­tie auch kei­nen Kapi­ta­lis­mus. Nicht von unge­fähr gilt der Putsch 1973 an Sal­va­dor Allen­de in Chi­le als die Geburts­stun­de des Neo­li­be­ra­lis­mus. Das Wider­stands­po­ten­ti­al der demo­kra­ti­schen Struk­tu­ren Chi­les, her­vor­ge­gan­gen aus einer lan­gen Geschich­te von Arbeits­kämp­fen, muss­te zer­schla­gen wer­den, um die Ideen des Neo­li­be­ra­lis­mus durch­set­zen zu kön­nen. Der abso­lu­te Glau­ben an den frei­en Markt und gewalt­tä­ti­ger Rechts­ex­tre­mis­mus müs­sen zusam­men­ge­dacht wer­den, wie uns die Poli­tik des Faschis­ten Jair Bol­so­na­ro in Bra­si­li­en lehrt.

Nach Ansicht eini­ger radi­ka­ler Ver­tre­ter der „Chi­ca­go­er Schu­le“ las­sen sich die öko­no­mi­schen Model­le des Markt­fun­da­men­ta­lis­mus auf alle Lebens­be­rei­che und damit auch auf die Poli­tik anwen­den. Dabei ver­wei­sen sie auf die strik­te Neu­tra­li­tät ratio­na­ler wis­sen­schaft­li­cher Posi­tio­nen, um kei­ne gesell­schafts­po­li­ti­sche Ver­ant­wor­tung über­neh­men zu müs­sen. In der Coro­na-Kri­se ver­su­chen sie, mit markt­wirt­schaft­li­chen Lösungs­an­sät­zen Ein­fluss auf den öffent­li­chen Dis­kurs zu gewin­nen. Einer der bekann­tes­ten Öko­no­men der Schweiz ver­tritt die Über­zeu­gung, Poli­tik sei „nichts ande­res als ein Markt für poli­ti­sche und staat­li­che Dienst­leis­tun­gen, was Öko­no­men zu Spe­zia­lis­ten für Poli­tik und Staats­ver­sa­gen und des­sen Hei­lung mache.“ (7) Er gehört einer Grup­pe von Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lern an, die in Deutsch­land Coro­na Immu­ni­täts­aus­wei­se salon­fä­hig machen wol­len. „Zum jet­zi­gen Zeit­punkt der Pan­de­mie gibt es nicht genü­gend Bewei­se für die Wirk­sam­keit der Immu­ni­tät durch Anti­kör­per­bil­dung, um die Rich­tig­keit eines ‚Immu­ni­täts­pas­ses‘ oder eines ‚Risi­ko­frei-Zer­ti­fi­kats‘ zu garan­tie­ren“, schreibt dazu die WHO. (8)

Der Ein­satz digi­ta­ler Tech­no­lo­gien unter dem Man­tel wis­sen­schaft­li­cher Neu­tra­li­tät ist ver­füh­re­risch. Er wiegt uns im Glau­ben tech­no­lo­gi­scher Mach­bar­keit, die auf demo­kra­tisch legi­ti­mier­te Kon­troll­in­stan­zen ver­zich­ten kann. Es wird sich in den kom­men­den Mona­ten her­aus­stel­len, ob der Wunsch nach Sicher­heit über­wiegt und Über­wa­chungs-Apps wider­stands­los hin­ge­nom­men wer­den. Absurd wäre dies nicht nur im Rück­blick auf die abge­wi­ckel­te DDR, deren jahr­zehn­te­lan­ge Wirk­mäch­tig­keit auf dem Ver­spre­chen öko­no­mi­scher und sozia­ler Sicher­heit für alle Staatsbürger*innen beruh­te, wofür letz­te­re aller­dings die Ein­schrän­kung der bür­ger­li­chen Rech­te in Kauf zu neh­men hat­ten.

Fazit

Wir soll­ten „hell­hö­rig wer­den, wenn Men­schen anhand bio­lo­gi­scher Kri­te­ri­en eine gesell­schaft­li­che Nütz­lich­keit attes­tiert, die ande­ren per Ver­brie­fung abge­spro­chen wird.“ (9) Das neo­li­be­ra­le Gesell­schafts­mo­dell redu­ziert den Men­schen auf sei­ne Pro­duk­ti­vi­tät, sei­ne Arbeits­kraft, sein „Human­ka­pi­tal“. Alle mensch­li­chen Wesens­äu­ße­run­gen wer­den dem Kri­te­ri­um der öko­no­mi­schen Brauch­bar­keit unter­wor­fen. Spie­gel­bild­lich ergänzt sich die Nütz­lich­keit durch das gesell­schaft­lich Unnüt­ze, die Inklu­si­on durch Exklu­si­on. Die Euge­nik des 19. Jahr­hun­derts for­mu­lier­te die theo­re­ti­schen Grund­la­gen für die bio­lo­gisch begrün­de­te Aus­son­de­rung unbrauch­ba­rer Men­schen, die in der Ver­nich­tung „lebens­un­wer­ten“ Lebens wäh­rend des Nazi-Regimes ihren Höhe­punkt fand. Auch wenn das im Her­zen Euro­pas nie­mand mehr zu den­ken wagt – der Weg vom bio­lo­gi­schen Deter­mi­nis­mus zu tota­li­tä­ren Hand­lungs­mus­tern ist nicht weit.

Robert Krieg

Robert Krieg ist Doku­men­tar­fil­mer, Autor, pro­mo­vier­ter Sozio­lo­ge und Mit­her­aus­ge­ber u.a. von „Lebens­un­wert? Paul Wulf und Paul Bru­ne. NS-Psych­ia­trie, Zwangs­ste­ri­li­sie­rung und Wider­stand“ (Ver­lag Gras­wur­zel­re­vo­lu­ti­on). In der GWR 440 kom­men­tier­te er unter dem Titel „Beson­ders, nicht krank“ die Plä­ne zum Tri­so­mie-Blut­test.

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