[IL:] Antifa Enternasyonal – Alle zusammen gegen den Faschismus

Kund­ge­bung am 04.07.20, um 14 Uhr am Leon­hards­platz (nähe U‑Bahn St. Leon­hard)

Soli­da­ri­tät mit den von Faschist*innen ange­grif­fe­nen Demons­tra­tio­nen in Wien und der kur­di­schen Frei­heits­be­we­gung!
Seit knapp 2 Wochen greift die tür­ki­sche Regie­rung erneut kur­di­sche Gebie­te an, die­ses Mal im Nord­irak. Ohne gro­ßes Medi­en­echo wer­den mit einer mas­si­ven Luft- und Boden­of­fen­si­ve beson­ders Gebie­te im Sen­gal und im Kan­dil-Gebir­ge unter dem Vor­wand der Ter­ror­be­kämp­fung atta­ckiert. Hier sol­len Stel­lun­gen der PKK zer­stört wer­den, es trifft jedoch nach Aus­sa­gen von Civa­ka Azad auch das unter UN-Man­dat ste­hen­de Flücht­lings­la­ger Mex­mûr und zivi­le Ein­rich­tun­gen wie eine jesi­di­sche Kran­ken­sta­ti­on im Sind­schar-Gebir­ge. All dies pas­siert neben den völ­ker­rechts­wid­ri­gen Angrif­fen auf Roja­va (Nord-Ost-Syri­en) nicht im Kampf gegen einen, ver­meint­li­chen von der PKK aus­ge­hen­den Ter­ror, son­dern um die Grenz­re­gio­nen des tür­ki­schen Staa­tes so weit als mög­lich in kur­di­sche Auto­no­mie­ge­bie­te zu erwei­tern. 
Dass der Ter­ror nicht von der PKK, son­dern vom tür­ki­schen Staat aus­geht, beweist die­ser ein­drück­lich eini­ge Tage spä­ter. Am 23.06. wer­den drei Akti­vis­tin­nen der kur­di­schen Frau­en­be­we­gung, Zehra Ber­kel, Hebûn Xelîl und Ami­na Way­sî beim Zusam­men­sit­zen in einem Gar­ten in Kobanê wäh­rend einem tür­ki­schen Droh­nen­an­griff ermor­det. Femi­nis­ti­sche kur­di­sche Akti­vis­tin­nen sind sowohl in der Tür­kei als auch in Roja­va per­ma­nent durch den tür­ki­schen Staat und sei­ne isla­mis­ti­schen Ver­bün­de­ten mit ihrer frau­en­feind­li­chen, faschis­to­iden Ideo­lo­gie bedroht. Kobanê ist ein wich­ti­ges Sym­bol inner­halb der kur­di­schen und vor allem auch femi­nis­ti­schen Befrei­ungs­kämp­fe. Dort erfuhr der IS 2015 sei­ne ers­te Nie­der­la­ge und die Stadt wur­de zum Sym­bol des Wider­stands gegen den IS, der maß­geb­lich von den Frau­en­ver­tei­di­gungs­ein­hei­ten der YPJ ange­führt wur­de. 
Wie weit der lan­ge Arm tür­ki­scher Faschist*innen reicht, wur­de auch auf den dar­auf fol­gen­den Soli­da­ri­täts-Demons­tra­tio­nen bspw. in Wien sicht­bar. Hier wur­de den in Kobanê ermor­de­ten Kur­din­nen gedacht und gegen die Offen­si­ve im Nord­irak demons­triert. Wäh­rend der Demons­tra­ti­on kam es zu Angrif­fen von mehr als hun­dert Faschist*innen aus dem Lager der ultra­na­tio­na­lis­ti­schen tür­ki­schen „Grau­en Wöl­fe“. Die­se atta­ckier­ten nicht nur die Demons­tra­ti­on, son­dern auch anschlie­ßend das nahe­ge­le­ge­ne lin­ke Zen­trum, in wel­ches sich die Demonstrant*innen flüch­te­ten. 
Kurd*innen und deren Frei­heits­be­we­gung zäh­len zu den erklär­ten Feind­bil­dern der rechts­ex­tre­men „Grau­en Wöl­fe“, die eng mit der natio­na­lis­ti­schen und im Wahl­bünd­nis mit der AKP regie­ren­den MHP ver­knüpft sind. Die „Grau­en Wöl­fe“ sind unter ver­schie­de­nen Dach­or­ga­ni­sa­tio­nen in meh­re­ren hun­dert Ver­ei­nen nicht nur in Öster­reich, son­dern auch in Deutsch­land orga­ni­siert. Einer ihrer Treff­punk­te befin­det sich bspw. im Nürn­ber­ger Stadt­teil St. Leon­hard. Des­halb rufen wir dort zur Kund­ge­bung gegen die Angrif­fe der Tür­kei und zur Soli­da­ri­tät der ange­grif­fe­nen Demonstrant*innen in Wien auf. 

Wenn wir uns soli­da­risch mit der kur­di­schen Frei­heits­be­we­gung zei­gen, soli­da­ri­sie­ren wir uns auch mit ihrem anti­fa­schis­ti­schen & femi­nis­ti­schen Kampf! Egal ob in St. Leon­hard, Wien oder Kobanê – Wider­stand ist über­all! 
Faşiz­me karşı omuz omu­za! Schul­ter an Schul­ter gegen den Faschis­mus!

Kommt zur Kund­ge­bung am Sams­tag, 04.07.20 um 14 Uhr, am Leonhardsplatz(nähe U- Bahn St. Leon­hard). 
Wir freu­en uns auf vie­le von Euch, Rede­bei­trä­ge eurer Grup­pe oder ander­wei­ti­ger Betei­li­gung bei der Orga­ni­sa­ti­on der Kund­ge­bung. 


Inter­ven­tio­nis­ti­sche Lin­ke Nürn­berg /​AG – Inter­na­tio­na­lis­mus

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