[SAV:] Tarifrunde im Öffentlichen Dienst: Massive Angriffe drohen

Bei Son­die­rungs­ge­sprä­chen im Juni haben Bund und VKA (Ver­ei­ni­gung der Kom­mu­na­len Arbeit­ge­ber­ver­bän­de) das Ange­bot der Gewerk­schaf­ten abge­lehnt, den TVÖD ohne regu­lä­re Tarif­aus­ein­an­der­set­zung bis 2021 mit einer Ein­mal­zah­lung zu ver­län­gern. Wenn die öffent­li­chen Arbeit­ge­ber eine tabel­len­wirk­sa­me Null­run­de ableh­nen, kann man davon aus­ge­hen, dass sie nach dem Ablauf des TVÖD zum 30.8. Ver­schlech­te­run­gen durch­set­zen wol­len. Mög­lich sind Lohn­sen­kun­gen und Angrif­fe auf den Kün­di­gungs­schutz, begrün­det durch die Kri­se und lee­re öffent­li­che Kas­sen. Even­tu­ell wer­den sol­che Angrif­fe auch nur ange­droht, um die Gewerk­schaf­ten dazu zu brin­gen, für die nächs­ten Jah­re auf Lohn­er­hö­hun­gen zu ver­zich­ten und die­sen Ver­zicht durch eine lan­ge Lauf­zeit fest­zu­schrei­ben.

Gegenwehr nötig

Dage­gen müs­sen sich die Gewerk­schaf­ten im öffent­li­chen Dienst weh­ren und kla­re For­de­run­gen nach Lohn­er­hö­hun­gen, Erhalt aller Arbeits­plät­ze und einer Lauf­zeit von einem Jahr auf­stel­len. Die Vor­aus­set­zun­gen für eine kämp­fe­ri­sche Tarif­run­de sind güns­tig, denn der TVÖD gilt auch für vie­le Beschäf­tig­te in der Pfle­ge, deren schlech­te Löh­ne und Arbeits­be­din­gun­gen durch Coro­na ins Bewusst­sein der Gesell­schaft gekom­men sind und deren For­de­run­gen brei­te Unter­stüt­zung bekom­men wer­den.

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