[EMRAWI:] (FAZ) Wegen alledem – Reaktion auf Kommentar zu Feministischen Autonomen Zellen im ‚Zündlumpen’ (ENGLISH BELOW)

Wir ent­neh­men dem Arti­kel fol­gen­de Haupt­strän­ge:
(1) Kri­tik an der (aus­führ­li­chen) öffent­li­chen Begrün­dung von Aktio­nen der FAZ,
(2) Kri­tik an der Samm­lung von Aktio­nen unter einem Grup­pen­na­men, dem
(3) dar­aus resul­tie­ren­den Ent­ste­hen von (ver­meint­li­chem) Expert*innenstatus und Bin­dung von Auf­merk­sam­keit auf benann­te Grup­pen und der fol­gen­den
(4) Unsicht­bar­ma­chung von Aktio­nen ohne Grup­pen­na­men.

Anhand aus­ge­wähl­ter Text­stel­len aus dem Zünd­lum­pen-Arti­kel möch­ten wir der Kri­tik in den Wor­ten der*s Autor*in Platz geben und for­mu­lie­ren anschlie­ßend ein paar Gedan­ken dazu. Der kom­plet­te Arti­kel ist zu fin­den unter zuend​lum​pen​.noblogs​.org/​p​o​s​t​/​2​0​2​0​/​0​1​/​1​5​/​w​o​z​u​-​d​a​n​n​-​d​e​r​-​n​a​me/, Zünd­lum­pen Aus­ga­be Nr. 048. Für den eng­li­schen Text (s.u.) waren wir so frei, die aus­ge­wähl­ten Text­aus­schnit­te mög­lichst ori­gi­nal­ge­treu in Wort­wahl und Ton zu über­set­zen.

(1) „Inter­es­sier­te [kön­nen auf indy­m­e­dia] ein Bekennt­nis einer »Femi­nis­ti­schen Auto­no­men Zel­le« (…) nach­le­sen, dass sich die­ser Brand­an­schlag [Dezem­ber 2019 gegen ein Bosch-Auto in Ham­burg, bar​ri​ka​de​.info/​a​r​t​i​c​l​e​/​2​957] (…) gegen Bosch als Ent­wick­ler von Sicher­heits- und Über­wa­chungs­tech­nik rich­te­te und zum Glück erlaubt es die­ses Bekennt­nis (…), Kri­tik an die­sem Angriff zu üben (…) und außer­dem fest[zu]stellen, dass unter dem Namen »Femi­nis­ti­sche Auto­no­me Zel­le« (…) noch ganz ande­re Aktio­nen statt­ge­fun­den haben (…) Spricht ein sol­cher Angriff nicht für sich? Und wenn nicht: War­um nicht? Zuge­ge­ben, ich könn­te mir Situa­tio­nen vor­stel­len, in denen ich das Bedürf­nis haben könn­te, einen Angriff kurz zu erläu­tern. Ein Hin­weis auf das Betä­ti­gungs­feld eines Unter­neh­mens, die Erkennt­nis, dass die*der Besitzer*in eines Autos Politiker*in ist, die Infor­ma­ti­on, dass ein Auto ein Zivil­fahr­zeug der Poli­zei ist, usw. Aber spä­tes­tens dann, wenn ich das Gefühl hät­te, dass ich ein gan­zes Mani­fest ver­fas­sen müss­te, um mei­nen Angriff zu erklä­ren, wür­de sich mir die Fra­ge stel­len, inwie­fern mein Angriff als Vor­schlag die­nen kann, die Herr­schaft anzu­grei­fen. Viel­leicht soll er das ja gar nicht. Wenn ich häu­fig die sei­ten­lan­gen Erklä­run­gen lese, die Per­so­nen anläss­lich eines Angrif­fes abge­ben, gewin­ne ich nicht sel­ten den Ein­druck, dass die­se Angrif­fe nur Vor­wand sind, um sich und den eige­nen Ideen Gehör zu ver­schaf­fen. Eine Stra­te­gie, um Auf­merk­sam­keit zu erre­gen, sei es inner­halb einer »Sze­ne« oder auch dar­über hin­aus. Eine Stra­te­gie, die lei­der viel zu häu­fig auf­geht.“

(Lan­ge) Bekenner*innenschreiben sind für uns kei­ne Recht­fer­ti­gung oder Ver­su­che, unse­rer Sache abge­neig­te Leu­te für unser Han­deln zu erwär­men. Aber: Für uns ist zen­tral, Aktio­nen zu wäh­len, die wir rich­tig, mach­bar und effek­tiv fin­den – denn Mili­tanz bedeu­tet auch Ver­ant­wor­tung für sorg­fäl­ti­ge Arbeit, gera­de, weil es danach kei­nen Dia­log geben kann. Dafür betrei­ben wir aus­führ­li­che Recher­chen und wol­len unser Wis­sen tei­len – auch, wenn lan­ge Hin­ter­grund­tex­te sicher höher­schwel­li­ger sind und nicht von allen (zu Ende) gele­sen wer­den. Genau so, wie wir Recher­chen Ande­rer nut­zen, kön­nen dann Wei­te­re von uns­rer Arbeit pro­fi­tie­ren. Dass das funk­tio­niert, zei­gen etwa die Ver­wei­se auf die Recher­che der FAZ in Bekenner*innenschreiben zu auf unse­re fol­gen­de Aktio­nen gegen Bosch. Die Vor­stel­lung, (bestimm­te) Aktio­nen und poli­ti­sche Gegner*innenschaften sei­en sowie­so selbst­er­klä­rend, hal­ten wir zudem für eine Posi­ti­on Erfah­re­ner und Älte­rer in der „Sze­ne“, die hier­ar­chie­bil­dend wirkt: Wenn als selbst­ver­ständ­lich dar­ge­stellt wird, war­um etwas auf eine bestimm­te Wei­se getan, war­um die*derjenige nicht gemocht wird, kann das nur noch schwer er- oder hin­ter­fragt wer­den. Nied­rig­schwel­lig han­deln heißt daher für uns auch, uns noch­mal neu dar­auf zu befra­gen, was und war­um wir Din­ge tun, und das sicht­bar bzw. les­bar zu machen. Zum Vor­wurf, „Angrif­fe [sei­en] nur Vor­wand (…), um sich und den eige­nen Ideen Gehör zu ver­schaf­fen“: Nein, denn direk­te Aktio­nen gegen Herr­schaft und Unter­drü­ckung sind und blei­ben für uns Selbst­zweck. Und: Ja, denn natür­lich wol­len wir mit unse­ren Aktio­nen Effek­te erzie­len – durch die Ver­brei­tung femi­nis­ti­scher Ideen, mög­lichst gro­ße Sach­schä­den, Kon­se­quen­zen für unse­re Anschlags­zie­le, z.B. auch durch media­le Auf­merk­sam­keit, wie etwa die brei­te öffent­li­che Kri­tik an der reak­tio­nä­ren christ­li­chen Poli­tik der ‚Tübin­ger Offen­si­ve Stadt­mis­si­on’ im Anschluss an die FAZ-Akti­on um Weih­nach­ten 2019 (https://​de​.indy​m​e​dia​.org/​n​o​d​e​/​5​6​865), die sogar kirch­li­che Insti­tu­tio­nen teil­ten.
Quee­re, arme, „kran­ke“, ras­si­fi­zier­te und FLINT* Men­schen und alle, die von gesell­schaft­li­chen Nor­men abwei­chen, sind stän­dig gezwun­gen, mehr oder min­der öffent­li­che „Bekennt­nis­se“, „outings“ zu pro­du­zie­ren. Als Medi­um für selbst­be­stimm­te State­ments über unse­re poli­ti­schen Stand­punk­te, unse­re Hand­lun­gen, wird es für uns ein eman­zi­pa­to­ri­sches Tool. Das umzu­dre­hen und uns des­halb ein „per­sön­li­ches Gel­tungs­be­dürf­nis“ (Zitat 2) zu attes­tie­ren, steht für uns in einer Tra­di­ti­on der (oh, so pro­jek­ti­ven) Patho­lo­gi­sie­rung von star­ken Frau­en­fi­gu­ren, ins­be­son­de­re Frau­en of Color, Queers & Feminist*innen. War­um könnt ihr uns nicht ertra­gen? Und wie­so wird eigent­lich im gan­zen Arti­kel kein Wort über unse­re femi­nis­ti­sche Posi­tio­nie­rung oder die (lei­der so rare) Ver­bin­dung von Femi­nis­mus und Mili­tanz ver­lo­ren? Femi­nis­ti­sche Wehr­haf­tig­keit und ins­be­son­de­re femi­nis­ti­sche Mili­tanz wer­den immer und immer wie­der unsicht­bar gemacht und weg­ge­re­det. Ent­we­der wer­den kon­fron­ta­ti­ven Aktio­nen femi­nis­ti­sche Inhal­te abge­spro­chen oder femi­nis­ti­sche Kämp­fe unter­lie­gen dem Dog­ma der ‚Gewalt­frei­heit’. Daher fin­den wir wich­tig, die­ser Ver­bin­dung Auf­merk­sam­keit zukom­men zu las­sen. Dass Femi­nis­mus als das Grund­the­ma unse­rer Tex­te und Orga­ni­sie­rung im gesam­ten Zünd­lum­pen-Text igno­riert wird, zeigt lei­der deut­lich, was wir mit Unsicht­bar­ma­chung unse­rer Sache im lin­ken mili­tan­ten Dis­kurs mei­nen.

(2) „Wäh­rend ich in einer Erklä­rung durch­aus den Ver­such sehen kann, die Hin­ter­grün­de eines Angriffs zu erklä­ren, scheint mir die Eta­blie­rung eines Namens viel eher Aus­druck eines per­sön­li­chen Gel­tungs­be­dürf­nis­ses oder, wie es eine »Femi­nis­ti­sche Auto­no­me Zel­le« aus­drück­te, der ins­ge­hei­me Wunsh [sic] nach »Sta­tus« zu sein. Ich ver­ste­he nicht, war­um ein wie­der­keh­ren­der Name »Kri­ti­sier­bar­keit« schaf­fen soll­te. Immer­hin kann ich einen Angriff ja auch ohne ein sol­ches Namens­be­kennt­nis kri­ti­sie­ren. Egal ob ich mei­ne Kri­tik mit »Unbe­kann­te haben ein Auto abge­fa­ckelt« oder mit »Eine Femi­nis­ti­sche Auto­no­me Zel­le hat ein Auto abge­fa­ckelt« ein­lei­te, so kann sie doch in bei­den Fäl­len mit »Des­halb hal­te ich die­sen Angriff für fehl­ge­lei­tet« enden. Das glei­che gilt übri­gens für eine posi­ti­ve Rezep­ti­on eines Angriffs. (…) [E]s erscheint mir nicht beson­ders sinn­voll, mei­ne Mei­nung zu einer Hand­lung an einer Iden­ti­tät, an einer Rei­he von Hand­lun­gen aus der Ver­gan­gen­heit, die ein Pro­fil einer Per­son oder gar einer Per­so­nen­grup­pe schaf­fen, fest­zu­ma­chen. Wozu die­ser mili­tan­te »Lebens­lauf« mit all sei­nen Refe­ren­zen?“

Im von der*m Autor*in zitier­ten FAZ-Grün­dungs­text wur­den eini­ge Erfah­run­gen mit ver­schie­de­nen Orga­ni­sie­rungs­for­men reflek­tiert, die mit zur Grün­dung der Zel­len-Struk­tur geführt haben. Kon­kret hier­zu ist unse­re Erfah­rung mit Aktio­nen ohne Grup­pen­na­men – abge­se­hen von lei­der sel­te­nen „outings“ anony­mer Akti­ons­grup­pen als FLINT* Grup­pen – ein Schwei­gen nach außen über Orga­ni­sie­rungs­for­men, Refle­xio­nen und „Pro­blem­be­rich­te“ – das sich unse­rer Ansicht nach über die Not­wen­dig­kei­ten von Sicher­heits­kul­tur hin­aus zu einer Art Tabu in der auto­no­men Sze­ne ver­selbst­stän­digt hat. Somit gab und gibt es aber auch kaum Erfah­run­gen, auf die ande­re und künf­ti­ge Men­schen sich bezie­hen und von denen sie ler­nen (oder sich abgren­zen) könn­ten. Und gleich­zei­tig wird auch inner­halb ein­zel­ner Struk­tu­ren meist geschwie­gen über Zukunfts­plä­ne, grö­ße­re Sor­gen übers Leben und Älter­wer­den mit mili­tan­tem Akti­vis­mus. Wenn Grup­pen es schaf­fen, nach außen anonym und ohne Namen zu han­deln, aber intern nach­hal­ti­ge Struk­tu­ren auf­zu­bau­en, die­se ste­tig zu reflek­tie­ren und ihre Erfah­run­gen zu tei­len, dann fin­den wir das bemer­kens­wert und toll. Für uns hat aber erst die Arbeit als FAZ ein com­mitt­ment zu lang­fris­ti­ger gemein­sa­mer Akti­on und gegen­sei­ti­ger Ver­ant­wor­tung – emo­tio­nal, in Sachen Ver­trau­ens­bil­dung, Anti­re­pres­si­on, gemein­sa­mer Pro­fes­sio­na­li­sie­rung… – bedeu­tet – und die­se Belan­gen teil­wei­se auch schon ver­wirk­licht. Die Wahl eines öffent­li­chen Namens soll aber nicht nur Zwe­cke für uns erfül­len, son­dern soll auch Bezugs­punkt für Wei­te­re sein und mehr kon­ti­nu­ier­li­che Gedan­ken und Dis­kus­sio­nen in der „Sze­ne“ um uns her­um anre­gen. Wann wur­den schon mal (soli­da­risch und abseits der „Mili­tanz­de­bat­te“) ein­zel­ne anony­me no-name-Akti­on öffent­lich bzw. in der „Sze­ne“ dis­ku­tiert? Und das auf dau­er­haf­ter Basis? Und wur­de von den Ange­spro­che­nen dar­auf reagiert? Wir emp­fin­den das als unwahr­schein­lich und rar – auch, weil auto­no­me Klein­grup­pen sich eben meist Event-bezo­gen oder kürz­er­fris­tig bil­den, und oft nach ein­zel­nen Aktio­nen oder spä­tes­tens mit dem nächs­ten „Lebens­ab­schnitt“ ihrer Mit­glie­der zer­fal­len.
Was ist gemeint mit Kri­ti­sier­bar­keit durch einen dau­er­haf­ten Namen? Als FAZ kön­nen wir unse­re Refle­xio­nen, Ent­wick­lun­gen, Umden­ken und Feh­ler über ein­zel­ne Aktio­nen hin­aus sicht­bar machen – was durch von­ein­an­der unab­hän­gi­ge, anony­me Ein­zel­tex­te eben nicht in die­ser Wei­se mög­lich wäre. Und wir kön­nen so auch den größ­ten Teil der Arbeit hin­ter Aktio­nen, der sonst ver­bor­gen bleibt, über ein­zel­ne Events hin­aus the­ma­ti­sie­ren und sichtbar(er) machen – und z.B. akti­ons­un­ab­hän­gi­gen Refle­xi­ons­tex­ten (z.B. emrawijhwegozfze.onion/?FAZ-Auf-das-Feuer-hinter-den-Zellen-504) und Tex­ten über nicht kom­plett erfolg­rei­che Aktio­nen wie die gegen Vono­via 2019 in Ber­lin ( emrawijhwegozfze.onion/?FAZ-Flammende-Solidaritat-mit-der-Liebig34-527) mehr Auf­merk­sam­keit ermög­li­chen, ent­ge­gen der patri­ar­cha­len Vor­stel­lung „alles was zählt, ist die Akti­on“. Denn: Es zäh­len auch die inter­nen Pro­zes­se, Emo­tio­nen, Umgän­ge mit Repres­si­on, Feh­ler und Schei­tern, Spaß und all die Zwi­schen­schrit­te, die halt auch ver­dammt viel Arbeit sind. Schon der Name FAZ posi­tio­niert uns femi­nis­tisch und weist auf die Ver­bin­dung von Femi­nis­mus und klan­des­ti­ner Orga­ni­sie­rung hin, soll zum Dis­ku­tie­ren und Mit­ma­chen bei expli­zit femi­nis­ti­schen Mili­tan­zen anre­gen. Zudem erlaubt der immer wie­der auf­tau­chen­de Name Lesen­den eine Ein­ord­nung von Aktio­nen in eben den theo­re­ti­schen Rah­men, den die FAZ mit ihren ers­ten Tex­ten gesetzt haben, sowie des­sen Erwei­te­rung und Kri­tik. Dass Aktio­nen oder Kon­zep­te unter dem Namen der FAZ nicht nur theo­re­tisch kri­ti­sier­bar sind, son­dern das auch getan wird und hilf­reich sein kann, beweist ja der Zünd­lum­pen-Arti­kel selbst.

(3) „[Sol­che Dyna­mi­ken, dass] ich einem Namen, unter dem bereits vie­le Angrif­fe began­gen wur­den, einen Expert*innenstatus ein­räu­me, (…) sind (…) abseh­bar und – ich behaup­te – von den­je­ni­gen, die sich einen wie­der­keh­ren­den Namen geben, in der Regel gewollt. Wer Angrif­fe als Hand­lungs­vor­schlä­ge ver­steht – und davon gehe ich aus, wenn von Repro­du­zier­bar­keit und Ein­fach­heit, sowie einem DIY-Cha­rak­ter die Rede ist –, die*der soll­te viel­leicht auch dar­auf ach­ten, dass das eige­ne Auf­tre­ten die­sen nicht im Wege steht. (…) [Es geht] (schein­bar) gar nicht dar­um (…), Angrif­fe im All­ge­mei­nen, wie sie täg­lich statt­fin­den, sicht­bar zu machen, son­dern eher dar­um, die eige­nen Angrif­fe in gro­ße Wor­te zu klei­den.(…) [F)ür mich fal­len dar­un­ter nicht nur die – oft betrun­ke­nen – Bekennt­nis­se, um ande­ren zu impo­nie­ren oder sie zu beein­dru­cken, son­dern auch die ver­gleichs­wei­se nüch­ter­nen Bekennt­nis­se unter einem wie­der­keh­ren­den Namen. Auch die­se Bekennt­nis­se füh­ren zu einer Ido­li­sie­rung einer bestimm­ten Grup­pe oder auch nur eines Namens.“

Bestimmt haben Ent­schei­dun­gen für und gegen Orga­ni­sie­rungs­for­men sol­che und sol­che Fol­gen: Sie ermög­li­chen Din­ge, die wir uns erhof­fen, haben aber auch nicht abge­se­he­ne oder uner­wünsch­te Neben­wir­kun­gen. Gleich­zei­tig wün­schen wir uns, dass die Unter­stel­lung einer absicht­li­cher Her­stel­lung von Hier­ar­chie mal nicht (nur) femi­nis­tisch-herr­schafts­kri­ti­schen Struk­tu­ren vor­ge­wor­fen wür­den, son­dern auch und vor allem eben sol­chen Polit-Struk­tu­ren, in denen Macker­tum und Ange­be­rei ganz offen und unhin­ter­fragt bestehen, akzep­tiert oder sogar stolz vor sich her­ge­tra­gen wer­den. Die hier vor­ge­tra­ge­ne Argu­men­ta­ti­ons­wei­se erle­ben wir oft als Dop­pel­mo­ral, mit der z.B. queere_​feministische Akteur*innen dele­gi­ti­miert wer­den. Auf wel­cher Ebe­ne oder von wo her­ab wird hier theo­re­tisch kri­ti­siert und wes­sen Aner­ken­nung sol­len wir da erstre­ben?
In gesell­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen, in denen uns Gehor­sam vor Auto­ri­tä­ten, Indi­vi­dua­lis­mus, Wis­sens­hier­ar­chien und Infor­ma­ti­ons­ho­hei­ten als nor­mal und rich­tig dar­ge­stellt wer­den, läuft eman­zi­pa­to­ri­schen Pro­jek­ten alles zuwi­der. Aber wir pro­bie­ren es – expli­zit nicht mit dem Anspruch, „Expert*innenstatus“ inne­zu­ha­ben, son­dern weil wir es ganz not­wen­dig fin­den, mit dem, was wir eben zum aktu­el­len Zeit­punkt kön­nen und wis­sen – anzu­fan­gen. Wenn wir Din­ge her­aus­fin­den und ler­nen, die Ande­ren hel­fen kön­nen, dann geben wir sie ger­ne wei­ter. Wenn wir etwa ein­zel­ne Akti­ons­for­men genau beschrei­ben, dient das dazu, sie nied­rig­schwel­li­ger zu machen; und bewusst wur­den von Zel­len auch immer wie­der Aktio­nen mit gerin­ge­rem Akti­ons­le­vel aus­ge­wählt, z.B. die Angrif­fe auf Ama­zon Locker mit Far­be und Werk­zeug in Frei­burg und Ber­lin 2019 (bar​ri​ka​de​.info/​a​r​t​i​c​l​e​/​2​517 und emrawijhwegozfze.onion/?FAZ-Auch-Amazon-ist-kein-guter-Nachbar-Amazon-Locker-angegriffen-528).
Unse­re Orga­ni­sie­rungs­form bedeu­tet für uns viel Arbeit unter hohen Sicher­heits­stan­dards und Risi­ken und läuft stets anonym. Sta­tus, der FAZ-Aktio­nen viel­leicht oder viel­leicht auch nicht zuge­schrie­ben wird, wer­den wir also ohne­hin nie per­sön­lich „genie­ßen“ – aller Fame gilt femi­nis­ti­schen Ideen und Stra­te­gien, aller Auf­wand der nach­hal­ti­gen Orga­ni­sa­ti­on mili­tan­ten Wider­stands gegen die auto­ri­tä­re, patri­ar­cha­le Gesell­schaft.

(4) „[Beein­druck­te Reak­tio­nen auf FAZ-Aktio­nen schei­nen mir] bei­na­he unver­meid­bar, wäh­rend gleich­ar­ti­ge Angrif­fe, viel­leicht sogar krea­ti­ve­re, inhalt­lich aus­ge­feil­te­re, ele­gan­te­re und vor allem repro­du­zier­ba­re­re zugleich meist unge­hört ver­hal­len.“ (…) „Dadurch, dass sich zu die­sem Angriff [auf einen Ama­zon-Locker mit Far­be in Ber­lin] als »FAZ« bekannt wur­de, erfuhr die­ser, so behaup­te ich, ins­ge­samt mehr Auf­merk­sam­keit als vie­le ande­re, in die­ser Zeit eben­falls statt­fin­den­den Angrif­fe ähn­li­chen Inhalts (…). Indem (…) der eine Angriff unter einen wie­der­keh­ren­den Namen gestellt wird, der ihn mit wei­te­ren Angrif­fen und zum Teil auch einer theo­re­ti­schen Ein­bet­tung bün­delt, scheint er mir ver­hält­nis­mä­ßig stär­ker wahr­ge­nom­men zu wer­den. Das liegt mei­nes Erach­tens nach dar­an, dass auch ein Name, unter dem sich zu Angrif­fen bekannt wird, ido­li­siert wird. Frei­lich ist das zumin­dest auch die Schuld derer, die einem Namen eine sol­che Auto­ri­tät zuge­ste­hen, aber da ich in einem sol­chen Namen kaum einen ande­ren Sinn sehe, den­ke ich, dass auch die­je­ni­gen, die ihre Angrif­fe mit einem Namen signie­ren, ihren Teil dazu bei­tra­gen.“

Die Hier­ar­chi­sie­rung von FAZ-Aktio­nen gegen­über Aktio­nen ohne Namen emp­fin­den wir als einen wich­ti­gen Kri­tik­punkt. Wir ste­hen zur Diver­si­tät von (Organisierungs-)Taktiken und soli­da­risch mit allen femi­nis­tisch-herr­schafts­kri­ti­schen Aktio­nen, auch und gera­de, wenn sie anonym ver­übt wer­den, und wün­schen uns für all die­se Auf­merk­sam­keit und Credit, in der Sze­ne und dar­über hin­aus. Und uns ist klar (gewor­den), dass die Arbeit mit Grup­pen­na­men das eher ermög­licht. Das kann für uns aber kein Argu­ment sein, unse­re Aktio­nen (auch) ver­hal­len zu las­sen, zumal auf unse­re spe­zi­el­le Posi­ti­on ver­schie­de­ne Unsicht­bar­ma­chun­gen wir­ken: etwa als lin­ke gegen­über main­stream-The­men, mili­tan­te gegen­über bür­ger­li­chen Pro­test­for­men, femi­nis­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen gegen­über Macke­rei und männ­lich domi­nier­ten lin­ken The­men. Wir den­ken, dass es uner­mess­li­che Kräf­te mobi­li­siert, Bezugs­punk­te zu set­zen, an deren Exis­tenz Ande­re sich freu­en, die sie nach­ma­chen, auf die sie sich – jetzt oder in der Zukunft – bezie­hen kön­nen. Wie das Pro­blem der Hier­ar­chi­sie­rung lösen, dar­auf haben wir kei­ne abschlie­ßen­de Ant­wort – und an sol­che glau­ben wir eh nicht. Als einen Ver­such, Auf­merk­sam­keit auf Aktio­nen bes­ser zu tei­len, schlie­ßen wir an die­sen Text eine Chro­nik ver­schie­de­ner femi­nis­ti­scher mili­tan­ter Aktio­nen der letz­ten Zeit an.

Abschlie­ßend bedan­ken wir uns bei der*m Autor*in und dem Zünd­lum­pen für die kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit FAZ-The­men und deren Ver­öf­fent­li­chung, die uns Anstoß für vie­le Gedan­ken und Gesprä­che gege­ben hat. Mit die­sem Text hof­fen wir, eine ver­ständ­li­che und hilf­rei­che Samm­lung eini­ger Gedan­ken dazu bie­ten zu kön­nen, und freu­en uns auf künf­ti­gen soli­da­ri­schen Aus­tausch. Gruß und Kuss,

eine Femi­nis­ti­sche Auto­no­me Zel­le

Chro­nik: Gegen die Unsicht­bar­keit – für femi­nis­ti­sche Mili­tan­zen!

Wir haben ein biss­chen recher­chiert auf chro­nik, zünd­lum­pen, bar­ri­ka­de, indy und so wei­ter und eini­ge femi­nis­ti­sche Aktio­nen zusam­men­ge­tra­gen. Lasst euch inspi­rie­ren!

17.12.18 Ham­burg, Stei­ne und Far­be gegen die glän­zen­de Fas­sa­de eines Neu­baus, Soli­grü­ße an die Liebig34
01.02.19 Ber­lin, Far­be und Glas­bruch bei Bra­si­lia­ni­scher Bot­schaft in Soli­da­ri­tät mit dem femi­nis­ti­schen, quee­ren und anti­fa­schis­ti­schen Wider­stand in Bra­si­li­en
01.02.19 Ber­lin, Far­be gegen İşb­ank zur Ver­tei­di­gung der femi­nis­ti­schen Revo­lu­ti­on in Roja­va
11.02.19 Ber­lin, Zalan­do Zen­tra­le ange­grif­fen: „Jeder Tag ist queer-femi­nis­ti­scher Kampf­tag!“
07.03.19 Mün­chen, femi­nis­ti­sche Graf­fi­ti von „Fan­ti­fa“ bis „Krieg dem Patri­ar­chat“ in der Nacht vor dem 08. März auf­ge­taucht
08.03.19 Ber­lin, Dr. House Fahr­zeug ange­zün­det: „Für den poly­mor­phen Angriff auf die patri­ar­cha­len Zustän­de!“ (Liebig34 Soli)
11.03.19 Schmid­hau­sen, Far­be gegen Haus und Auto von anti­fe­mi­nis­ti­scher AfD-Poli­ti­ke­rin Caro­la Wol­le
14.03.19 Frank­furt (aM), als Bei­trag zur femi­nis­ti­schen Offen­si­ve Bur­schen­schaft Armi­nia mit Far­be ange­grif­fen
18.03.19 Frank­furt (aM), als Bei­trag zu der aus­ge­ru­fe­nen Femi­nis­ti­schen Offen­si­ve Katho­li­sche Deut­sche Stu­den­ten­ver­bin­dung Bade­nia Straß­burg mit Far­be ange­grif­fen
24.03.19 Han­no­ver, im Nach­klang des 8. März Buschen­schaft „Aka­de­mi­sche Lands­mann­schaft Nie­der­sach­sen“ und „Pen­nä­ler­ver­bin­dung Hono­ve­re“ mit Far­be ange­grif­fen
06.05.19 Ber­lin, femi­nist­si­cher Zusam­men­hang mar­kiert Fas­sa­de von anti­fe­mi­nis­ti­schen Ver­ei­nen und Ein­zel­per­so­nen
23.04.19 Ber­lin, wüten­de Queers zer­stö­ren Fas­sa­de eines Hau­ses (Liebig34 Soli)
20.06.19 Ber­lin, Apos­to­li­sche Nun­tia­tur (Deutsch­land­sitz des Paps­tes) wird mit Far­be ange­grif­fen
24.06.19 Rhein­land, Femi­nis­ti­sche Bag­ger­be­set­zung im Tage­bau Ham­bach
25.06.19 Leip­zig, Stra­ßen­bau­ma­schi­ne von Knast­bau­er Euro­via-Vin­ci brennt in Leip­zig, grü­ße gehen an die gefan­ge­nen Anar­chis­tin­nen Anna und Syl­via im Hun­ger­streik
20.07.19 Ber­lin, ASW Büro­ge­bäu­de von FLINT-Akti­ons­grup­pe ange­grif­fen
24.07.19 Ber­lin, FLTI* Grup­pe gegen Ver­drän­gungs­ak­teur Dr. House
25.07.19 Wup­per­tal, in Soli­da­ri­tät mit Liebig34 Vono­via Trans­por­ter ange­zün­det
29.07.19 Ber­lin, FLINT*-only Grup­pe greift ASW zum 3. Mal in kur­zer Zeit an
06.08.19 Frei­burg, Ama­zon Locker von einer FAZ zer­stört
13.09.19 Ber­lin, drei Autos der Deut­sche Woh­nen ange­zün­det – anti­mi­li­ta­ris­tisch, femi­nis­tisch, anti­fa­schis­tisch und unver­hoh­len gegen die Stadt der Rei­chen
30.09.19 Frei­burg, Vono­via Auto ange­grif­fen in Soli­da­ri­tät mit der gefan­ge­nen Prim­bo
01.10.19 Ber­lin, auto­no­me FLINT*-Gruppe: Farb­at­ta­cke auf das Amts­ge­richt Lich­ten­berg
06.10.19 Ber­lin, „Ein­bruch bei Pro Femi­na e.V. – Für den Femi­nis­mus!“
23.10.19 Ber­lin, Angrif­fe auf Anwalts­bü­ro und Immo­bi­li­en­fir­ma wegen Ver­drän­gung
29.10.19 Ber­lin, Far­be und Glas­bruch auf Bau­stel­le eines Luxus­quar­tiers
02.11.19 Ber­lin, Ran­da­le auf Liebig34 Demo und Angriff auf Buß­geld­stel­le der Poli­zei
11.11.19 Ber­lin, zwei Geld­au­to­ma­ten auf Eigen­tum von Pado­vicz flam­biert (Liebig34 Soli)
13.11.19 Ber­lin, Glas­bruch und SUV mit But­ter­säu­re zer­stört in Akti­on gegen Fami­lie Trags­dort, mit­ver­ant­wort­lich für den Lie­bi­g34-Ver­drän­gungs­ver­such
15.11.19 Gei­sen­heim, am Büro­ge­bäu­de der Rüs­tungs­fir­ma Fer­ro­staal Feu­er gelegt durch das Kom­man­do Hêlîn Qereçox/​Anna Camp­bell
15.11.19 Ber­lin, Lie­bi­g34-Pro­zess ein Desas­ter „Nip­pel, Blut und Bomben/​liebig34 unstopp­a­ble“
01.12.19 Ham­burg, Bosch Auto von einer FAZ abge­fa­ckelt
14.12.19 Ber­lin, eine FAZ greift in Soli­da­ri­tät mit der Liebig34 ein Vono­via Auto an
08.12.19 Ber­lin, SPD-Par­tei­zen­tra­le mit Far­be ange­grif­fen, Soli nach Roja­va und an die Liebig34
13.12.19 Frank­furt (aM), anläss­lich des Pro­zes­ses gegen die Liebig34 mit Ham­mer­schlä­gen und Stin­ke­flüs­sig­keit Gewerk­schaft der Poli­zei einen Besuch abge­stat­tet
16.12.19 Ber­lin, wie­der ein Ama­zon Locker von einer FAZ ange­grif­fen
19.12.19 Ber­lin, Glas­bruch bei der Immo­bi­li­en­agen­tur Next Esta­te GmbH in Soli­da­ri­tät mit der Lie­big und ande­ren bedroh­ten Pro­jek­ten
20.12.19 Ber­lin, FLINT only und gemisch­ten Bezugs­grup­pen grei­fen in Akti­on gegen Ver­drän­gung drei SPD-Büros an
27.12.19 Tübin­gen, Evan­ge­li­ka­le anti­fe­mi­nis­ti­sche TOS von einer FAZ ange­grif­fen
31.12.19 Ber­lin, Dem Lokal­cho­le­ri­ker den SUV genom­men – Anti­fe­m­inst Gun­nar Schu­pe­li­us muss lau­fen.
31.12.19 Ber­lin, Sil­ves­ter zum Frauen*knast! „Das Patri­ar­chat soll sich an uns die Zäh­ne aus­bei­ßen“
09.01.20 Ber­lin, Farb­an­schlag gegen die St. Eli­sa­beth-Kri­che für ihre Pro­pa­gan­da zum „Marsch fürs Leben“
26.01.20 Ber­lin, Fas­sa­de des Bezirks­am­tes Fried­richs­hain-Kreuz­berg in Soli­da­ri­tät mit der Liebig34 beschä­digt
28.01.20 Ham­burg, Tele­kom Kar­re in Ham­burg, in Soli­da­ri­tät mit der Liebig34, in die Knäs­te und an jene in der Klan­des­t­ini­tät
28.01.20 Ber­lin, Soli-Akti­on für die Liebig34, eini­ge flau­schi­ge Uni­corns nut­zen Far­be gegen Grey­Stay Apart­ments: „Lasst uns mit glit­zern­den Pflas­ter­stei­nen ihr Patri­ar­chat ein­rei­ßen!“
30.01.20: Kar­re von Pado­vicz Anwalt (Lie­bi­g34-Ver­drän­ger) Fer­di­nand Wro­bel geschrot­tet
30.01.20 In den Mor­gen­stun­den vor Räu­mungs­pro­zess gegen die Liebig34 Glas­bruch bei zwei Büros
31.01.20 Ber­lin, 3 Thys­sen­krupp Autos ange­zün­det in Soli­da­ri­tät mit Roja­va, den Fest­ge­nom­me­nen bei der links­un­ten-Demo und der Liebig34
02.03.20 Frank­furt (aM), Auto von Pick-Up-Arsch­loch Mar­ko Mitro­vic zer­trüm­mert
08.03.20 Lüne­burg, Farb­beu­tel­wür­fe bei femi­nis­ti­scher FLINT* Spon­ti
08.03.20 Nürn­berg, inspi­riert von kämp­fe­ri­scher 08. März Demo meh­re­re Vono­via-Trans­por­ter beschä­digt
08.03.20 Frank­furt (aM), Auf­ruf und ers­te Akti­on: Sexis­ten beklau­en – Sachen mit sexis­ti­schem Inhalt klau­en
19.03.20 Ber­lin, Fahr­zeug von Bosch in der Ost­see­stra­ße ange­zün­det und in der fol­gen­den Nacht ein Fahr­zeug von Dr. House Solu­ti­ons (gehört zum Fir­men­ge­flecht Pado­vicz)
27.03.20 Han­no­ver, Schei­ben bei Ver­drän­gungs­un­ter­neh­men Del­ta Fonds ein­ge­schla­gen


(FAZ) Becau­se of you – Reac­tion to com­ment on Femi­nist Auto­no­mous Cells (FAZ) in the anar­chist news­pa­per ‚Zünd­lum­pen’

In the fol­lowing text, we want to adress the com­ment on the Femi­nist Auto­no­mous Cells (FAZ) publis­hed on Janu­a­ry 15, 2020, in the ger­man anar­chist paper ‚Zünd­lum­pen’. The FAZ are a struc­tu­re of femi­nist mili­tant cells that have announ­ced their foun­da­ti­on in sum­mer 2019 and com­mit­ting sabo­ta­ge actions all over ger­ma­ny and publi­shing reflec­ti­ve texts sin­ce then. We appre­cia­te the tho­rough ana­ly­sis of our texts, the gene­ral sup­port of our actions and the publi­ca­ti­on of the text, which allows for us to con­si­der and reply to the ques­ti­ons rai­sed. To make it as con­den­sed as pos­si­ble, we deci­ded to use key excerp­ts from the ori­gi­nal arti­cle and tried to not put them out of con­text, trans­la­ted them and each jux­ta­po­sed them with our thoughts on the issue. Find the com­ple­te arti­cle at zuend​lum​pen​.noblogs​.org/​p​o​s​t​/​2​0​2​0​/​0​1​/​1​5​/​w​o​z​u​-​d​a​n​n​-​d​e​r​-​n​a​me/, Zünd­lum­pen issue no. 048.

We reco­gni­zed four main argu­ments in the arti­cle:
(1) a cri­tique of the (long) public action state­ments by FAZ,
(2) a cri­tique of collec­ting mul­ti­ple actions under a group name, the
(3) resul­ting assump­ti­on of „expert sta­tus“ and more atten­ti­on becau­se of a group label, which enhan­ces
(4) invi­si­bi­li­ty of actions com­mit­ted without a group name.

(1) „Inte­res­ted peop­le [can read a state­ment on indy­m­e­dia] by a ‚Femi­nist Auto­no­mous Cell’ say­ing that the arson attack [in Decem­ber 2019 against a Bosch car] (…) was aimed at BOSCH as a deve­lo­per of secu­ri­ty and sur­veil­lan­ce tech­no­lo­gy and luck­i­ly, this state­ment allows (…) for cri­ti­cism of the attack (…) and also to find out that various other attacks took place under the label of ‚Femi­nist Auto­no­mous Cell[s]“ (…) „Does­n’t such an attack speak for its­elf? And if not: Why not? Admit­ted­ly, I could ima­gi­ne situa­tions in which I’d want to exp­lain an attack short­ly. An explana­ti­on on a company’s work field, the infor­ma­ti­on that a car is a politician’s or an unmar­ked poli­ce car, etc. But when I felt like I had to wri­te a who­le mani­festo to exp­lain an attack, I would ask mys­elf in how far the attack can even still be con­si­de­red a sug­ges­ti­on to attack power. May­be it‚s not sup­po­sed to. Whenever I read peo­p­les’ page-long explana­ti­ons at the occa­si­on of an attack, I often get the impres­si­on that the attacks are an excu­se to spread one’s ide­as. A stra­te­gy to crea­te atten­ti­on, eit­her wit­hin a „sce­ne“ or bey­ond. A stra­te­gy that, unfor­tu­n­a­te­ly, works out too often.“

To us, (long) action state­ments aren’t attempts to jus­ti­fy our actions or con­vin­ce oppo­sing peop­le of our beliefs. But it is cen­tral to us to choo­se actions we find jus­ti­fied, doable and effec­ti­ve – as mili­tant actions requi­re respon­si­ble action, espe­cial­ly when we can’t get in dia­lo­gue after­wards. To achie­ve that, we do rese­arch and want to share our know­ledge – even if we reco­gni­ze that lon­ger texts can be more dis­cou­ra­ging and dif­fi­cult to rea­ders. Just as we use the rese­arch of others, we want others to pro­fit from work that we do. The refe­ren­ces to our rese­arch around Bosch in actions against them fol­lowing ours show that this stra­te­gy is working.
Also, we think the idea that (cer­tain) actions and poli­ti­cal oppo­si­ti­ons were self-explana­to­ry is high­ly hier­ar­chi­cal and most­ly a posi­ti­on of (older) acti­vists with more expe­ri­ence. Framing cer­tain actions or (not) liking someo­ne as self-evi­dent makes it hard to impos­si­ble to ask why or chal­len­ge. To us, working with low bar­ri­ers the­re­fo­re means ques­tio­ning once more our own beliefs, why and how we do what we do and sharing our reflec­tions on that. Respon­ding to the author’s reproach that our actions were „an excu­se to spread one’s ide­as“: No, becau­se direct actions against opp­res­si­on are and remain a cau­se in its­elf. And: Yes, of cour­se we want our actions to cau­se maxi­mum effects – by sprea­ding femi­nist ide­as, crea­ting pro­per­ty dama­ges as lar­ge as pos­si­ble, indu­cing con­se­quen­ces for our tar­gets, also through e. g. media atten­ti­on, such as the wide public cri­ti­cism on the reac­tion­a­ry poli­tics of the ‚Tübin­ger Offen­si­ve Stadt­mis­si­on’ church after a FAZ attack around christ­mas 2019, a cri­ti­cism even church insti­tu­ti­ons shared after­wards.
Queer, poor, ’sick’, racia­li­zed and FLINT* peop­le and all others devia­ting from social norms are being for­ced into ‚outings’ and explana­ti­ons all the time. By using that medi­um for auto­no­mous state­ments about our poli­ti­cal stand­points and actions, we turn it into a tool of our eman­ci­pa­ti­on. Tur­ning that against us and cal­ling it a ‚desi­re for reco­gni­ti­on’ (quo­te 2) is part of an (oh-so pro­jec­ti­ve) tra­di­ti­on of patho­lo­gi­zing strong fema­le cha­rac­ters, espe­cial­ly Women of Color, queers, femi­nists. How come you can’t stand us? And why does the who­le arti­cle not once dis­cuss our femi­nist posi­ti­ons and the (rare) con­nec­tion we make bet­ween femi­nism and mili­tant action? Femi­nist self-defen­se and femi­nist mili­tant action espe­cial­ly are being over­loo­ked and made invi­si­ble all the time. Eit­her, con­fron­ta­ti­ve actions are seen as inher­ent­ly non-femi­nist or femi­nist strug­gles are bound to the dog­ma of ’non-vio­lence’. We the­re­fo­re want to put empha­sis on the con­nec­ted­ness of both topics. The fact that the Zünd­lum­pen arti­cle fails to men­ti­on femi­nism as the basis of our texts and actions at all pro­ves once more what we mean by invi­si­bi­li­ty of our strugg­le in a ‚main­stream’ left-wing mili­tant deba­te.

(2) „While I can under­stand how an explana­ti­on attempts to make an attack’s back­ground trans­pa­rent, estab­li­shing a name seems much more like a per­so­nal desi­re for reco­gni­ti­on, or, as a ‚Femi­nist Auto­no­mous Cell’ put it, an under­ly­ing desi­re for ’sta­tus’. I don’t get how a re-occur­ring name would allow for cri­ti­cism. I can cri­ti­ci­ze an attack without a groups’ name. No mat­ter if I cri­ti­ci­ze someo­ne for having bur­ned a car or a ‚Femi­nist Auto­no­mous Cell’ for having bur­ned a car, I can argue why I don’t agree with the attack. The same accounts for posi­ti­ve feed­back. (…) It does­n’t make sen­se to me to base my opi­ni­on on someone’s action on their iden­ti­ty or a num­ber of actions in the past that crea­te a person’s or group’s pro­fi­le. Why this mili­tant ‚bio­gra­phy’ with all its refe­ren­ces?“

In the first FAZ text, several expe­ri­en­ces with dif­fe­rent forms of orga­ni­zing, which resul­ted, among other things, in the foun­da­ti­on of the first FAZ, were reflec­ted. Spe­ci­fi­cal­ly, our expe­ri­ence with ’no-name’ actions, apart from the rare ‚outings’ of anony­mous affi­ni­ty groups as FLINT* groups, is that forms of orga­ni­zing, reflec­tions and pro­blem ana­ly­ses are not tal­ked about at all, and have beco­me a sort of tabu topic on auto­no­mous sce­nes bey­ond needs for secu­ri­ty. The­re­fo­re, there’s few to no expe­ri­en­ces for others and future acti­vists to con­si­der and learn from. Simi­lar­ly, wit­hin such struc­tures, topics such as peo­p­les’ future plans, lar­ger-sca­le worries about living and gro­wing older as a mili­tant acti­vist are most­ly eva­ded. We’d find it remar­kab­le and won­der­ful if groups mana­ged to work anony­mous­ly without a name, while having long-term struc­tures, reflec­ting them con­ti­nuous­ly and sharing their expe­ri­en­ces. For us, only joi­ning a FAZ allo­wed for a com­mit­ment to more long-term actions tog­e­ther and mutu­al accoun­ta­bi­li­ty – emo­tio­nal­ly, in terms of trust, anti-repres­si­on, com­mu­nal lear­ning… and some of the­se endea­vors have been rea­li­zed sin­ce then.
Howe­ver, the usa­ge of a re-occur­ring name intends exter­nal effects, too – as a point of refe­rence for others as well as a(nother) star­ting point for more con­ti­nuous thoughts and dis­cus­sions wit­hin the ’sce­ne’. Whenever has a sin­gle anony­mous no-name action been dis­cus­sed in public or wit­hin our com­mu­nities, in soli­da­ri­ty and asi­de from dis­cus­sing mili­tant tac­tics? On a regu­lar basis? And did the addres­sed react in any way? We think that is unli­kely and rare – espe­cial­ly, becau­se auto­no­mous affi­ni­ty groups do orga­ni­ze most­ly event-based and for shor­ter peri­ods, and dis­as­sem­ble after a sin­gle action or when their mem­bers move on to the next ’sta­ge’ in life. Fur­ther­mo­re, a steady name allows for cri­ti­cism bey­ond sin­gle actions: As FAZ, we can publicly dis­cuss our reflec­tions, deve­lo­p­ments, mista­kes and chan­ges and have them be heard, which wouldn‘t be pos­si­ble in the same way with sin­gle anony­mous texts. And we can make the other­wi­se-hid­den, but lar­gest part of our work behind actions (more) visi­ble – e.g. in non-action-spe­ci­fic reflec­tions and texts about unsuc­cess­ful actions like against Vono­via in Ber­lin 2019. By publi­shing them as FAZ, we hope for them to get more atten­ti­on than they pro­bab­ly would other­wi­se and ther­eby oppo­se the patri­ar­chal nar­ra­ti­ve that ‚the action is ever­ything’. In fact, inter­nal pro­ces­ses, emo­ti­ons, ways of dealing with repres­si­on, mista­kes, fail­u­res, fun and all the small steps that make so much work weigh in con­si­der­ab­ly. The „Femi­nist“ in our name alrea­dy puts our femi­nist stand­points out the­re and implies the con­nec­tion we draw bet­ween femi­nism and clan­des­ti­ne orga­niz­a­ti­on, shall pro­vo­ke dis­cus­sion and for peop­le to join femi­nist mili­tant action. Simi­lar­ly, the name allows for rea­ders of FAZ texts to know the theo­re­ti­cal back­ground of a sin­gle action. Last­ly, the exis­tence of the Zünd­lum­pen arti­cle its­elf pro­ves that the idea of cri­tique is working, and that our texts not only can be cri­ti­ci­zed, but it actual­ly hap­pens and can be hel­pful.

(3) „[The dyna­mic of] attri­bu­ting expert sta­tus to a group name under which many actions have taken place in the past is fore­see­ab­le and, as I would argue, wan­ted by tho­se who make use of it. Whoever under­stands actions as calls for fur­ther action – and I’m assuming that’s the case when they [the FAZ] talk about actions that are both easy, easy-to-recrea­te and have DIY cha­rac­ter – should be awa­re of not stan­ding in the way of their own goal. (…) Appar­ent­ly, it is not about (…) making attacks in gene­ral that hap­pen every day visi­ble, but making one’s own actions appe­ar important. That does not only con­cern the – often drunk – deli­be­ra­ti­ons inten­ded to impress others, but also the rela­tively sober state­ments under a re-occur­ring name. The lat­ter also lead to the ido­liz­a­ti­on of a group or name.“

Surely, orga­ni­zing tac­tics have their pro’s and con’s: They rea­li­ze some of our plans, but come with side effects. None­theless, we wish that for once, it was­n’t (only) femi­nist, anti-hier­ar­chi­cal indi­vi­du­als and groups that are bla­med for crea­ting hier­ar­chies, but (also) struc­tures whe­re macho cul­tu­re, ido­liz­a­ti­on and careless­ness per­tain unchal­len­ged. The argu­men­ta­ti­on here often occurs to us as a result of a dou­ble stan­dard who­se effect is a dele­gi­ti­miz­a­ti­on e.g. of queers and femi­nists. Which place does this theo­re­ti­cal cri­tique come from and who­se appro­val are we sup­po­sed to stri­ve for?
In a socie­ty whe­re obedience to aut­ho­ri­ty, indi­vi­dua­lism, know­ledge hier­ar­chies and infor­ma­ti­on supe­rio­ri­ty are con­si­de­red nor­mal and right, ever­ything is set against eman­ci­pa­to­ry pro­jects. Yet, we deci­ded to start some­thing with the skills and know­ledge we had that time – and expli­ci­tly not as experts. Whenever we learn some­thing rele­vant to others, we make it public and try to exp­lain our actions as detail­ed as pos­si­ble. Con­scious­ly, FAZ cells repeated­ly cho­se forms of actions with a rather low skill level requi­red – like the attacks on Ama­zon lockers with color and tools in Frei­burg and Ber­lin in 2019.
Our form of orga­ni­zing deman­ds lots of work at a high risk, under high secu­ri­ty stan­dards and always anony­mous. The­re­fo­re, we will never even per­so­nal­ly come to ‚enjoy’ sta­tus that FAZ actions may or may not get. All attri­bu­t­ed fame shall be aimed at femi­nist ide­as and stra­te­gies, all of our work the long-term resis­tance against the aut­ho­ri­ta­ri­an, patri­ar­chal socie­ty.

(4) „[Impres­sed reac­tions on FAZ actions seem] almost ine­vi­ta­ble, while simi­lar actions, may­be even more crea­ti­ve, more con­si­de­red, more ele­gant, and, most import­ant­ly, easier-to-repro­du­ce ones go most­ly unno­ti­ced.“ (…) „I would argue becau­se FAZ clai­med the attack [on an Ama­zon locker in Ber­lin in 2019], it recei­ved more atten­ti­on than many others with simi­lar objec­ti­ves around the same time (…). By (…) incor­po­ra­ting this sin­gle attack into a named group’s work, con­nec­ting it with other actions and part­ly with a theo­re­ti­cal back­ground, it seems to reso­na­te more. In my opi­ni­on, this is why even a name attri­bu­t­ed to an action leads to ido­liz­a­ti­on. Of cour­se, this is at least part­ly on tho­se who admit aut­ho­ri­ty to a name, but I think, as naming rare­ly has ano­t­her effect, tho­se who sign actions with a name do have a part in it.“

We agree that taking atten­ti­on from ’no-name’ actions by publi­shing as FAZ is an important con­si­de­ra­ti­on. We stand by the diver­si­ty of (orga­ni­zing) tac­tics and in soli­da­ri­ty with all femi­nist and anti-hier­ar­chi­cal actions, also and espe­cial­ly when com­mit­ted anony­mous­ly, and wish for them to recei­ve all thin­ka­ble acc­laim wit­hin our sub­cul­tures and bey­ond. And we did rea­li­ze that publi­shing under a name hel­ps to accom­plish that. Howe­ver, for us, that can’t mean to let our actions (also) disap­pe­ar in silence, espe­cial­ly when so many forms of silen­cing affect us: e. g. on lef­tist oppo­sed to main­stream topics, mili­tant action oppo­sed to the ’non-vio­lent’ acti­vism of the NGO-indus­tri­al-com­plex, femi­nist work oppo­sed to male-domi­na­ted, macho lef­tist dis­cour­se. We belie­ve crea­ting points of refe­rence for others – now and in the future – to enjoy, feel empowe­red by, copy,… crea­tes enor­mous powers. How to sol­ve the pro­blem of hier­ar­chies bet­ween each other? We don’t have a final ans­wer to that (and don’t belie­ve in tho­se any­ways). As an attempt to share atten­ti­on on our actions bet­ter, we con­clu­de this text with a chro­no­lo­gy of some recent femi­nist mili­tant actions.

We thank the aut­hor and the maga­zi­ne Zünd­lum­pen for enga­ging with FAZ texts and publi­shing their con­si­de­ra­ti­ons. The arti­cle fos­te­r­ed some hel­pful thoughts and dis­cus­sions. We hope our ans­wer pro­vi­des a com­pre­hen­si­ve and hel­pful reac­tion and look for­ward to future exchan­ge. Gree­tings and kis­ses,

a Femi­nist Auto­no­mous Cell

Chro­no­lo­gy: Against invi­si­bi­li­ty – for femi­nist mili­tant actions!

17.12.18 Ham­burg: stones and color against the shiny house front of a new buil­ding – soli­da­ri­ty with Liebig34, queer_​anarcha_​feminist house pro­ject in Ber­lin
01.02.19 Ber­lin: color and bro­ken glass at Bra­zi­li­an embas­sy in soli­da­ri­ty with the femi­nist, queer and anti­fa­scist resis­tance in Bra­zil
01.02.19 Ber­lin: color against İşb­ank for the defen­se of the femi­nist revo­lu­ti­on in Roja­va
11.02.19 Ber­lin: attack against Zalan­do head­quar­ters: „Every day is queer-femi­nist fight day!“
07.03.19 Munich: femi­nist graf­fi­ti from „Fan­ti­fa“ to „War against patri­ar­chy“ appe­ar the night befo­re March 8th
08.03.19 Ber­lin: Dr. House Fahr­zeug set on fire: „For the poly­morph attack on patri­ar­chal con­di­ti­ons!“ (Liebig34 soli­da­ri­ty)
11.03.19 Schmid­hau­sen: Color against house and car of anti­fe­mi­nist AfD poli­ti­ci­an Caro­la Wol­le
14.03.19 Frank­furt (aM): color attack against right-wing fra­ter­ini­ty Armi­nia as part of the femi­nist offen­si­ve
18.03.19 Frank­furt (aM): color attack against catho­lic ger­man fra­ter­ini­ty Bade­nia Straß­burg as part of the femi­nist offen­si­ve
24.03.19 Han­no­ver: color attack against fra­ter­inities „Aka­de­mi­sche Lands­mann­schaft Nie­der­sach­sen“ and „Pen­nä­ler­ver­bin­dung Hono­ve­re“ after March 8
06.05.19 Ber­lin: femi­nist affi­ni­ty group marks house front of anti­fe­mi­nist socie­ties and indi­vi­du­als
23.04.19 Ber­lin: angry queers des­troy house front (Liebig34 Soli)
20.06.19 Ber­lin: color attack on Apos­to­li­sche Nun­tia­tur (ger­man resi­dence of the pope)
24.06.19 Rhi­ne­land: Femi­nist FLINT* (women, les­bi­an, inter, non-bina­ry and trans*) group squats coal dig­ger in Tage­bau Ham­bach
25.06.19 Leip­zig: Street buil­ding machi­ne by pri­son buil­der com­pa­ny burns, gree­tings to the incarce­r­a­ted anar­chists Anna and Syl­via on hun­ger­strike
20.07.19 Ber­lin: ASW office buil­ding atta­cked by FLINT group
24.07.19 Ber­lin: FLTI* group against gen­tri­fi­ca­ti­on play­er Dr. House
25.07.19 Wup­per­tal: Vono­via transpo­rer set on fire in soli­da­ri­ty with Liebig34
29.07.19 Ber­lin: FLINT*-only Grup­pe attacks ASW for the 3rd time in a short peri­od
06.08.19 Frei­burg: Ama­zon Locker des­troy­ed by a Femi­nist Auto­no­mous Cell (FAZ)
13.09.19 Ber­lin: three cars by gen­tri­fi­ca­ti­on play­er ‚Deut­sche Woh­nen’ set on fire. anti-mili­ta­rist, femi­nist, anti­fa­scist and against the city of the rich
30.09.19 Frei­burg: Vono­via car atta­cked in soli­da­ri­ty with the incarce­r­a­ted Prim­bo
01.10.19 Ber­lin: auto­no­mous FLINT* group: color attack against the Lich­ten­berg court
06.10.19 Ber­lin: ‚Break-in at Pro Femi­na e.V. – For femi­nism’
23.10.19 Ber­lin: attacks on lawyer’s office and real esta­te com­pa­ny becau­se of gen­tri­fi­ca­ti­on
29.10.19 Ber­lin: color and bro­ken glass on buil­ding site of a luxu­ry quar­ter
02.11.19 Ber­lin: riot at Liebig34 demo and attack against poli­ce fine sta­ti­on
11.11.19 Ber­lin: two ATMs on Pado­vicz (Liebig34 buy­er) esta­te flam­béd (Liebig34 soli)
13.11.19 Ber­lin: glass bro­ken and des­troy­ed with but­ter acid on SUV of Trags­dort fami­ly, part of gen­tri­fi­ca­ti­on of Liebig34
15.11.19 Gei­sen­heim: fire set to office of arma­ment com­pa­ny Fer­ro­staal by com­man­dment Hêlîn Qereçox/​Anna Camp­bell
15.11.19 Ber­lin: Liebig34 pro­cess a dis­as­ter: „nipp­les, blood and bombs/​liebig34 unstopp­a­ble“
01.12.19 Ham­burg: Bosch car bur­ned by an FAZ
14.12.19 Ber­lin: FAZ attacks Vono­via car in soli­da­ri­ty with Liebig34
08.12.19 Ber­lin: SPD par­ty head­quar­ters atta­cked with color, soli­da­ri­ty with Roja­va and Liebig34
13.12.19 Frank­furt (aM): Poli­ce uni­on atta­cked with ham­mers and stin­king liquid on the occa­si­on of Lie­big pro­cess
16.12.19 Ber­lin: ano­t­her Ama­zon Locker atta­cked by FAZ
19.12.19 Ber­lin: bro­ken glass at real esta­te agen­cy Next Esta­te GmbH in soli­da­ri­ty with Lie­big and other end­an­ge­red pro­jects
20.12.19 Ber­lin: FLINT only and mixed affi­ni­ty groups attack three SPD offices in action against gen­tri­fi­ca­ti­on
27.12.19 Tübin­gen: Evan­ge­li­cal and anti-femi­nist TOS atta­cked by FAZ
31.12.19 Ber­lin: Local cho­le­ric now without SUV – anti-fem­inst Gun­nar Schu­pe­li­us has to walk
31.12.19 Ber­lin: New Year’s Eve at the womens’ pri­son!
09.01.20 Ber­lin: color attack against St. Eli­sa­beth church for their ‚March for life’ pro­pa­gan­da
26.01.20 Ber­lin: house front of admi­nis­tra­ti­ve district office dama­ged in soli­da­ri­ty with Liebig34
28.01.20 Ham­burg: Tele­kom car atta­cked Ham­burg, in soli­da­ri­ty with Liebig34, to tho­se in pri­sons and the under­ground
28.01.20 Ber­lin: Soli action for Liebig34, several fluffy uni­corns use color against Grey­Stay Apart­ments: „Let’s break their patri­ar­chy with spar­k­ling paving stones!“
30.01.20: car of Pado­vicz lawy­er Fer­di­nand Wro­bel rui­ned
30.01.20: bro­ken glass in two offices in the morning hours befo­re pro­cess against Liebig34
31.01.20 Ber­lin: 3 Thys­sen­krupp cars set on fire in soli­da­ri­ty with Roja­va, the ones arres­ted at the ‚links­un­ten’ demo and Liebig34
02.03.20 Frank­furt (aM): car by Pick-Up ass­ho­le Mar­ko Mitro­vic smas­hed
08.03.20 Lüne­burg: color thrown at femi­nist FLINT* spon­ti demo
08.03.20 Nur­em­berg: several Vono­via trans­por­ters dama­ged inspi­red by March 8th demo
08.03.20 Frank­furt (aM): call and first action: ste­al from sexists – ste­al sexist items
19.03.20 Ber­lin: Bosch car in Ost­see­stra­ße set on fire and car by Dr. House Solu­ti­ons (part of Pado­vicz firms) set on fire the fol­lowing night
27.03.20 Han­no­ver: win­dows of gen­tri­fi­ca­ti­on com­pa­ny Del­ta Fonds smas­hed

Anm. Mod: Die­ser Arti­kel ist Teil einer Debat­te, die im Zünd­lum­pen, einer anar­chis­ti­schen Zei­tung aus Mün­chen, geführt wird.

Die Debat­te begann mit Wozu dann der Name ?.

Eine FAZ ant­wor­te­te mit Wegen alle­dem.

Ant­wort auf den FAZ Bei­trag: Von der Hand­lung zur Iden­ti­tät

Read More