[KgK:] Eine Generation ohne Zukunft? #CoronaRealität

Foto: M.Balk, pic­tu­re-alli­an­ce/d­pa

Coro­na ist gesund­heit­lich vor allem für die älte­re Genera­ti­on eine gro­ße Gefahr. Vie­le von ihnen sind zudem von Arbeits­lo­sig­keit oder Alters­ar­mut bedroht. Doch auch wir Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne sind von den sozia­len und wirt­schaft­li­chen Fol­ge von Coro­na stark betrof­fen.

Die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit in Ber­lin ist im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat um 45 Pro­zent gestie­gen und eine Mil­li­on Stu­dis befin­den sich in finan­zi­el­ler Not­la­ge. Wir arbei­ten häu­fig in beson­ders unsi­che­ren Arbeits­ver­hält­nis­sen, leben von befris­te­ten oder Hono­rar­jobs, sind auf das Trink­geld beim Kell­nern drin­gend ange­wie­sen oder arbei­ten auf Mes­sen und ande­ren Groß­ver­an­stal­tun­gen.

Ein gan­zer Jahr­gang hat­te schwe­re­re Bedin­gun­gen bei den Schul­ab­schluss­prü­fun­gen und muss jetzt hof­fen, trotz­dem einen Stu­di­en­platz zu fin­den oder sich auf Aus­bil­dun­gen bewer­ben, wäh­rend im gan­zen Land Stel­len abge­baut und Betrie­be geschlos­sen wer­den.

Wei­ter­hin wer­den Mil­li­ar­den für gro­ße Unter­neh­men bereit gestellt, wäh­rend wir uns fra­gen, wie wir die nächs­ten Mona­te packen sol­len.

In klei­nen, vol­len Woh­nun­gen kön­nen wir schlecht ler­nen. Mit Sor­ge bli­cken vie­le von uns auf den Win­ter – wenn eine mög­li­che zwei­te Wel­le kommt und wir nicht mehr am See oder im Park für Schu­le, Uni oder Zwi­schen­prü­fun­gen ler­nen kön­nen. Die Spar­maß­nah­men der letz­ten Jah­re in der Bil­dung machen sich schmerz­haft bemerk­bar: Über­for­der­te Leh­ren­de, die von jetzt auf gleich online arbei­ten sol­len, tech­ni­sche Pro­ble­me und weni­ge Chan­cen, Unter­stüt­zung zu bekom­men.

Wäh­rend­des­sen wird in Bay­ern der Volks­ent­scheid zum Mie­ten­stopp abge­lehnt und bezahl­ba­rer Wohn­raum ist ins­be­son­de­re in den Uni­städ­ten Man­gel­wa­re.

Die Coro­na-Beschrän­kun­gen wur­den als Mög­lich­keit genutzt, die inne­re Mili­ta­ri­sie­rung zu ver­stär­ken: Bul­len patrouil­lie­ren durch Parks und kon­trol­lie­ren und schi­ka­nie­ren Peop­le of Color. Jugend­li­che of Color wer­den unter Gene­ral­ver­dacht gestellt, wie am Eng­li­schen Gar­ten in Mün­chen, als zwei Jugend­li­chen der Zutritt ver­wehrt wur­de.

Wäh­rend die Regie­rung sich vor allem um die Wirt­schaft sorgt, wol­len wir wis­sen, wie es euch mit den Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Kri­se geht.

Wie sieht es aus in den Stu­di-WGs, in den Berufs­schu­len, hin­ter den The­ken? Schick uns dei­ne Erleb­nis­se der letz­ten Mona­te.

Wie hat sich dein Leben ver­än­dert seit Coro­na? Wie läuft’s mit Online-Stu­di­um oder Job­su­che? Wel­che Erfah­run­gen machst du mit der erhöh­ten Poli­zei­prä­senz? Wie sehen die nächs­ten Mona­te aus?

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