[labournet:] “Fridays for Future”: Schulstreiks für mehr Klimaschutz

Dossier

"Fridays for Future": Schulstreiks für mehr Klimaschutz“In zahl­rei­chen euro­päi­schen Städ­ten demons­trier­ten am Frei­tag Zehn­tau­sen­de Jugend­li­che für effek­ti­ve­ren Kli­ma­schutz. Unter dem Mot­to “Fri­days for Future” externer Link fan­den heu­te in Bel­gi­en der Schweiz und Deutsch­land Schü­ler­streiks und ‑demons­tra­tio­nen für mehr Kli­ma­schutz statt. Den Auf­takt mach­ten am Mor­gen in Brüs­sel 12.500 jun­ge Men­schen, die durch die dor­ti­ge Innen­stadt zogen. Hier­zu­lan­de gab es von Aachen bis Zwei­brü­cken in 55 Städ­ten Aktio­nen in recht unter­schied­li­cher Grö­ße. Am Frei­tag­nach­mit­tag schrie­ben die Ver­an­stal­ter auf Twit­ter externer Link von ins­ge­samt 25.000 Teil­neh­mern deutsch­land­weit. Die ver­mut­lich größ­te Demo gab es mit etwa 4000 Teil­neh­mern in Frei­burg. Auf Twit­ter bedank­ten sich dort Schü­ler bei den Schul­lei­tun­gen und Behör­den, da sie mit der Andro­hung von Repres­sa­li­en den Streik erst so ordent­lich befeu­ert hät­ten. In Nürn­berg gin­gen mehr als 400 auf die Stra­ße, in Ham­burg waren es nach Poli­zei­an­ga­ben, die der NDR zitiert, bis zu 2000, in Han­no­ver haben die Beam­ten 2300 gezählt, in Hil­des­heim rund 350. Aus Ber­lin wird von 1000 Teil­neh­mern berich­tet, die sich vor dem Reichs­tags­ge­bäu­de tra­fen, aus Mainz wer­den 1400 gemel­det, aus Kiel 700 bis 1000, aus Leip­zig über 700. In man­chen Städ­ten ver­such­ten Schul­lei­tun­gen und Schul­be­hör­den die Schü­ler mit der Andro­hung von Sank­tio­nen von der Teil­na­hem abzu­hal­ten, doch die set­zen ande­re Maß­stä­be: “Wir müs­sen unse­re Schul­pflicht nicht erfül­len, wenn die Erwach­se­nen ihren Job beim Kli­ma­schutz nicht machen”, zitiert die oben ver­link­te Han­no­ver All­ge­mei­ne Zei­tung eine Demo-Teil­neh­me­rin aus Han­no­ver. In Hei­del­berg wur­de die Schü­ler-Demo kurz­fris­tig wegen unhalt­ba­rer Auf­la­gen abge­sagt. Angeb­lich war der Anmel­de­rin Haft ange­droht wor­den…” Bericht von Wolf­gang Pom­rehn vom 18. Janu­ar 2019 bei Tele­po­lis externer Link, sie­he nun auch Kli­ma-Bewe­gung “Extinc­tion Rebel­li­on”: “Wir sind der Auf­stand für das Leben” und nun spe­zi­ell zum glo­ba­len Streik unser Dos­sier Kli­ma­st­reik am 20. Sep­tem­ber 2019 – öko­lo­gi­sche Not­wen­dig­keit und gewerk­schaft­li­che Debat­te (um das Streik­recht) und Novem­ber 2019: 4. Glo­ba­ler Kli­ma­st­reik sowie hier zu den Fri­days for Future externer Link:

  • Fri­days for Future: Glo­ba­ler Kli­ma­st­reik am 25. Sep­tem­ber 2020 – Save the date – Save the cli­ma­te! New
    “… Ein Jahr nach unse­rem bis­her größ­ten Streik­tag und nach unzäh­li­gen Onlin­est­reiks ist es wie­der so weit: wir rufen zum gro­ßen Off­line-Pro­test­tag am 25. Sep­tem­ber auf. Am 25.9. geht es wie­der auf die Stra­ßen, am 25.9. das wir noch da und lau­ter als je zu vor sind, am 25.9. rufen wir in vie­len hun­dert deut­schen und inter­na­tio­na­len Städ­ten zum gro­ßen Kli­ma­st­reik auf. Denn wenn die Coro­na-Kri­se eines gezeigt hat, dann: Tre­at every cri­sis like a cri­sis. Wir haben gese­hen: die Poli­tik kann han­deln, wenn es dar­auf ankommt. Jetzt for­dern wir: tut das auch bei der Kli­ma­ka­ta­stro­phe! Kurz nach Ende der Bun­des­tags-Som­mer­pau­se flu­ten wir also die Stra­ßen und zei­gen, dass gute Kli­ma­po­li­tik wich­ti­ger ist, denn je und Kli­ma­ge­rech­tig­keit unver­meid­bar für eine Zukunft, in der wir gut und ger­ne leben. Aber das schaf­fen wir nicht allein – dafür brau­chen wir dich! Tra­ge den Ter­min jetzt in Dei­nen Kalen­der ein, tei­le ihn mit all Dei­nen Freun­den und orga­ni­sie­re einen Streik auch in Dei­ner Stadt. Natür­lich wird bei allen unse­ren Aktio­nen auf die Ein­hal­tung wich­ti­ger Coro­na-Maß­nah­men geach­tet!” Auf­ruf von Fri­days for Future vom Juli 2020 externer Link
  • Schul­streiks: For­de­run­gen an die EU – Schü­ler­ak­tio­nen gehen wei­ter. Offe­ner Brief an EU wird auch von zahl­rei­chen Wis­sen­schaft­lern unter­stützt. “Wer­te­uni­on” stän­kert 
    “… Aus den Rei­hen der inter­na­tio­na­len Fri­days-for-Future-Bewe­gung ist in die­sen Tagen ein offe­ner Brief an die Staats- und Regie­rungs­chefs der EU geschrie­ben wor­den, die sich der­zeit zu einem Gip­fel tref­fen, auf dem vor allem über den Haus­halt für die kom­men­den Jah­re bera­ten wird. Der noch zur Zeich­nung offe­ne Brief wur­de bis­her von über 300 Wis­sen­schaft­lern, eini­gen Nobel­preis­trä­ger und Pro­mi­nen­ten sowie von über 50.000 wei­te­ren Per­so­nen aus 50 Län­dern unter­schrie­ben. In dem Brief wird unter ande­rem gefor­dert, sofort alle neu­en Inves­ti­tio­nen in fos­si­le Ener­gie­trä­ger und ihre Infra­struk­tur ein­zu­stel­len und fes­te und bin­den­de Treib­haus­gas­bud­gets für alle EU-Län­der ein­zu­füh­ren. (…) Die Poli­ti­ker wür­den eine unver­ant­wort­li­che Wet­te (“irre­spon­si­ble gam­ble”) ein­ge­hen. Die EU-Kli­ma­zie­le sei­en unzu­rei­chend und bedeu­te­ten eine Auf­ga­be des Kli­ma­schut­zes. “Das ist für uns ein­fach kei­ne Opti­on.” Die Unter­zeich­ner for­dern zugleich unmiss­ver­ständ­lich ein, was sie Kli­ma­ge­rech­tig­keit nen­nen: “Ent­wi­ckeln sie Kli­ma­po­li­tik, die die Arbei­ter und die am meis­ten Gefähr­de­ten schützt und alle For­men der Ungleich­heit – sei es öko­no­mi­sche, ras­si­sche oder geschlechts­ba­sier­te – abbaut.” Hans-Georg Maaßen, Mit­glied der “Wer­te­uni­on” und ehe­ma­li­ger Prä­si­dent des Inlands­ge­heim­diens­tes, der unter sei­ner Lei­tung vor allem durch die mas­si­ve, wil­lent­li­che oder ver­se­hent­li­che Behin­de­rung der Ermitt­lun­gen rund um das NSU-Ter­ror­netz­werk auf­fiel, nimmt der­weil den offe­nen Brief zum Anlass, jun­ge Frau­en zu denun­zie­ren. Lui­sa Neu­bau­er und Gre­ta Thun­berg, die zu den Initia­to­rin­nen des Briefs gehö­ren, könn­ten womög­lich so ver­stan­den wer­den, dass sie die Abschaf­fung der Demo­kra­tie und die Errich­tung einer Kli­ma­dik­ta­tur ver­lan­gen, twit­ter­te er am Don­ners­tag. Wie absurd die­ser Vor­wurf ist, zeigt unter ande­rem ein Blick in den Brief, der die EU-Regie­run­gen expli­zit auf­for­dert, die Demo­kra­tie zu schüt­zen. Offen­sicht­lich hat Maaßen aber eine ganz ande­re Vor­stel­lung vom Inhalt der Demo­kra­tie. Inter­es­sant jeden­falls, dass sich der Wer­te­unio­nist an den bei Rech­ten so belieb­ten dif­fa­mie­ren­den Angrif­fe auf selbst­be­wuss­te pro­mi­nen­te Frau­en betei­ligt, die zuletzt in einer Serie von Mord­dro­hun­gen gegen lin­ke Poli­ti­ke­rin­nen, Medi­en­schaf­fen­de und Anwäl­tin­nen gip­fel­ten…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 18. Juli 2020 bei Tele­po­lis externer Link – zu den For­de­run­gen und zum Mit­un­ter­zeich­nen sie­he den eng­lisch­spra­chi­gen offe­nen Brief “Face the Cli­ma­te Emer­gen­cy” bei Cli­ma­te Emer­gen­cy EU​.org externer Link
  • 24.4.20: #NETZSTREIKFÜRSKLIMA /​Zwei­ter Offe­ner Brief von #FFF­bleib­tAk­tiv 
    • 24.4.20: #NETZSTREIKFÜRSKLIMA
      “… Wir brin­gen den Pro­test von der Stra­ße ins Netz – unse­re Demo­schil­der plat­zie­ren wir sicht­bar in Fens­tern, an Brief­käs­ten, am Arbeits­platz, im Baum vor der Haus­tür, im Laden­ein­gang oder wo sonst es gut sicht­bar ist!...” Auf­ruf bei fri​days​for​fu​ture​.de externer Link
    • Zwei­ter Offe­ner Brief von #FFF­bleib­tAk­tiv
      Offe­ner Brief vom 11.04.2020 bei indy­m­e­dia externer Link v.a. mit umfang­rei­chen Bericht von Akti­ons­tag #Lea­veNoOn­eBe­hind
  • Fri­days For Future: Zwei Kri­sen gerecht wer­den. Schü­le­rin­nen und Schü­ler pro­tes­tie­ren im Inter­net für Kli­ma­schutz und Soli­da­ri­tät mit dem Pfle­ge­per­so­nal 
    Auch am ver­gan­ge­nen Frei­tag war für die inter­na­tio­nal Jugend­be­we­gung Fri­days For Future wie­der Akti­ons­tag. In vie­len Län­dern sind die Schu­len inzwi­schen geschlos­sen und Ver­samm­lun­gen nicht mög­lich, also wur­de der Pro­test für mehr Kli­ma­schutz und Kli­ma­ge­rech­tig­keit ins Inter­net ver­legt.
    Dort pos­te­ten dann Jugend­li­che zum Bei­spiel aus Schott­land, Indi­en oder Russ­land, aus dem Sene­gal, Groß­bri­tan­ni­en und Sier­ra Leo­ne oder aus Ugan­da Fotos von sich mit ihren Pro­test­schil­dern. (…) Der­weil haben Umwelt- und Kli­ma­schüt­zer nicht nur in Deutsch­land Angst vor ver­meid­ba­ren Neben­wir­kun­gen der Kon­junk­tur­pa­ke­te, die der durch die Coro­na­kri­se schwer ange­schla­ge­nen – und schon vor­her kri­seln­de – Wirt­schaft auf die Bei­ne hel­fen sol­len. In Kana­da macht ein Akti­vist mit sei­nem Schild dar­auf auf­merk­sam, dass “die fos­si­len Indus­trien”, also Ölkon­zer­ne, Kraft­werks­be­trei­ber, Auto­in­dus­trie und ähn­li­ches, 15 Mil­li­ar­den kana­di­sche Dol­lar (9,6 Mil­li­ar­den Euro) an Unter­stüt­zung erhal­ten sol­len. Für Ber­li­ner Fri­days-For-Future-Akti­vis­ten steht der­zeit die Unter­stüt­zung des Pfle­ge­per­so­nals im Vor­der­grund
    …”Bericht von Wolf­gang Pom­rehn vom 29. März 2020 in tele­po­lis externer Link
  • Schü­ler ver­le­gen ihre Kli­ma­schutz-Aktio­nen ins Netz und in Klein­grup­pen, um der Aus­brei­tung des Coro­na-Virus kei­nen Vor­schub zu leis­ten. Glo­ba­le Tem­pe­ra­tur klet­tert wei­ter
    Über die – völ­lig berech­tig­te – Auf­re­gung wegen der Coro­na-Pan­de­mie gerät in der schnell­le­bi­gen Medi­en­welt eine der ande­ren Kri­sen, vor denen die glo­ba­le Mensch­heit steht, etwas aus dem Blick: die Kli­ma­kri­se. Nicht so aller­dings bei den Schü­lern, die zwar in Deutsch­land, Ita­li­en, Spa­ni­en und ver­mut­lich noch man­chem ande­ren Land die meis­ten Demos abge­sagt haben, aber statt des­sen einen #Netz­streik­Fürs­Kli­ma (auch unter dem Hash­tag #Cli­ma­te­Stri­ke­On­line) in den sozia­len Medi­en wie Twit­ter und Insta­gram orga­ni­siert haben. Natür­lich fehl­te es nicht an der Häme jeder Men­ge rech­ter Trol­le. Doch letzt­lich haben die Orga­ni­sa­to­rin­nen und Orga­ni­sa­to­ren der Fri­days-for-Future-Pro­tes­te nach Rück­spra­che mit Viro­lo­gen und Epi­de­mio­lo­gen das getan, was sie auch sonst immer wie­der beto­nen und von den poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen for­dern: Sie haben auf die Wis­sen­schaft gehört und rufen zur Rück­sicht auf die beson­ders Gefähr­de­ten auf. In der Schweiz, wo die Aus­brei­tung der deut­schen eini­ge Tage vor­aus ist, wird von den Schü­lern ver­sucht, Hil­fe zu orga­ni­sie­ren. Statt grö­ße­rer Demos gab es also am ver­gan­ge­nen Frei­tag außer den Akti­vi­tä­ten im Netz in Euro­pa und Nord­ame­ri­ka nur klei­ne­re Aktio­nen am Stra­ßen­rand. Aus Afri­ka gibt es Tweets wie hier aus Sier­ra Leo­ne, Kenia und Gha­na, von klei­nen Hap­pe­nings in Schu­len…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 14. März 2020 bei tele­po­lis externer Link
  • Kli­ma­schutz in Zei­ten der Coro­na-Epi­de­mie 
    Die Ener­gie- und Kli­ma­wo­chen­schau: Fri­days-For-Future demons­triert künf­tig im Netz, öster­rei­chi­sche Rich­ter kri­ti­sie­ren Poli­zei­ge­walt gegen Kli­ma­schüt­zer und Japans Regie­rung will mit Olym­pia­de Reak­tor­ka­ta­stro­phe ver­ges­sen machen (…) Doch die Demons­tra­tio­nen der Schü­ler für ernst­haf­ten Kli­ma­schutz gehen wei­ter, wenn auch mit Ein­schrän­kun­gen. Auch am ver­gan­ge­nen Frei­tag waren wie­der in zahl­rei­chen Städ­ten im In- und Aus­land Schü­ler für das Kli­ma auf der Stra­ße, ohne dabei den Kampf gegen den neu­en Faschis­mus zu ver­ges­sen. Nur Ita­li­en, bis­her einer der Schwer­punk­te der inter­na­tio­na­len Bewe­gung, wird wohl bis auf Wei­te­res aus­fal­len. (…) Bis­her hal­ten die umtrie­bi­gen Jugend­li­chen jedoch dran fest, am 24. April einen glo­ba­len Akti­ons­tag zu orga­ni­sie­ren. Es gebe kei­nen Koh­le-Kon­sens und das Koh­le­kraft­werk Dat­teln 4 dür­fe nicht ans Netz. Es gehe um Kli­ma­ge­rech­tig­keit, die Zer­stö­rung gan­zer Land­stri­che durch Ölkon­zer­ne in Nige­ria, gegen die Brand­ro­dun­gen am Ama­zo­nas, für die Rech­te der indi­schen Klein­bäue­rin­nen und ‑bau­ern und gegen die Zer­stö­rung sibi­ri­scher Dör­fer für den Abbau von Stein­koh­le, heißt es in dem kur­zen Auf­ruf für die Aktio­nen in Deutsch­land. In der Schweiz schei­nen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler externer Link schon einen Schritt wei­ter und haben den Schul­ter­schluss mit den Gewerk­schaf­ten geschafft. Für den 15. Mai plant man dort einen natio­na­len Kli­ma­st­reik gemein­sam mit den Beschäf­tig­ten in Büros und Betrie­ben externer Link. Am 15.3. soll es dafür in diver­sen Schwei­zer Städ­ten Kli­ma­ver­samm­lun­gen geben. Man wird aller­dings sehen müs­sen, was in Zei­ten der Coro­na-Kri­se noch mög­lich ist. Eben­falls am 15.3. wird in Bay­ern das Wahl­volk an die Urnen geru­fen, um die Gemein­de­rä­te, Rats­ver­samm­lun­gen und Kreis­ta­ge zu wäh­len. Die dor­ti­gen Schü­le­rin­nen und Schü­ler wol­len daher für Frei­tag, den 13. März, beson­ders stark mobi­li­sie­ren, um die Kom­mu­nal­wahl zur “Kli­ma­wahl” zu machen. (…) Am kom­men­den Frei­tag wol­le man in den sozia­len Netz­wer­ken unter dem Hash­tag #Netz­streik­Fürs­Kli­ma Prä­senz zei­gen…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 10. März 2020 bei tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: Rat­schlag und nächs­te Höhe­punk­te. Auch die Bay­ern­wahl soll zur Kli­ma­wahl gemacht wer­den. Aus­tra­li­er freu­en sich über Erfolg 
    “… Am ver­gan­ge­nen Frei­tag wur­de wie­der in zahl­rei­chen Städ­ten hier­zu­lan­de und in vie­len ande­ren Län­dern demons­triert. Zum Bei­spiel in Russ­lands hohem Nor­den am Wei­ßen Meer und an ande­ren Orten in dem gro­ßen Land, im US-ame­ri­ka­ni­schen New York City und im bri­ti­schen Bris­tol, wo Gre­ta Thun­berg zu Gast war, in Däne­mark und Ugan­da, in Olden­burg, am Boden­see und in Neu Delhi. Im aus­tra­li­schen Syd­ney wur­de auch die Schu­le bestreikt und zugleich hat­te man dort einen Grund zum fei­ern. Das nor­we­gi­sche Unter­neh­men Equi­nor hat­te, wie berich­tet sei­ne Plä­ne auf­ge­ge­ben, in der Tief­see vor Aus­tra­li­ens Süd­küs­te nach Öl zu boh­ren. Nächs­ter Mei­len­stein für die Kli­ma­schüt­zer Down under wird nun sein, den geplan­ten Koh­le-Tage­bau von Ada­ni zu ver­hin­dern, für des­sen Koh­le­bahn Sie­mens die Signal­tech­nik lie­fern soll. Die Chan­cen ste­hen gar nicht so schlecht, denn womög­lich wird das indi­sche Unter­neh­men Schwie­rig­kei­ten haben, Abneh­mer zu fin­den. In Indi­en mein­te kürz­lich der zustän­di­ge Minis­ter, dass man ab dem Finanz­jahr 23/​24 kei­ne Koh­le mehr impor­tie­ren wol­le. Der­weil bera­ten hier­zu­lan­de übers Wochen­en­de Schü­ler und Stu­die­ren­de auf einem Rat­schlag in Köln externer Link, wie es mit der Kli­ma­schutz­be­we­gung wei­ter gehen soll. Klar ist, dass am 13.3., kurz vor den Kom­mu­nal­wah­len in Bay­ern, ein Schwer­punkt im Frei­staat externer Link gesetzt wer­den soll. Außer­dem steht bereits der 24. April als Datum externer Link für den nächs­ten glo­ba­len Akti­ons­tag fest. In Ber­lin tanz­te man sich externer Link dafür schon mal am Sams­tag­nach­mit­tag warm. Mit einer Akti­on “Den roten Tep­pich erobern“ externer Link wur­de am Ran­de der dor­ti­gen Ber­li­na­le das Ram­pen­licht der inter­na­tio­na­len Pres­se genutzt, um auf Kli­ma­kri­se und Arten­ster­ben auf­merk­sam zu machen.” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 01. März 2020 bei tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: Zehn­tau­sen­de in Ham­burg auf der Stra­ße /​Am 24. April 2020 ist der nächs­te glo­ba­le Kli­ma­st­reik
    • Schul­streiks: Zehn­tau­sen­de in Ham­burg auf der Stra­ße
      Soll­te jemand gemeint haben, die um das glo­ba­le Kli­ma besorg­ten Schü­ler wür­den lang­sam erlah­men, der wur­de am gest­ri­gen Frei­tag in Ham­burg eines bes­se­ren belehrt. 60.000 Men­schen gin­gen dort nach Zäh­lung der Ver­an­stal­ter externer Link auf die Stra­ße, um vor den mor­gi­gen Bür­ger­schafts­wah­len in der alten Han­se­stadt ein Zei­chen für den Kli­ma­schutz zu set­zen. Die Poli­zei hat­te – wie üblich – mit 20.000 deut­lich weni­ger Teil­neh­mer gezählt, ist einem aus­führ­li­chen Berichtexterner Link des NDRs zu ent­neh­men. Wie dem auch sei, auf Twit­ter gibt es jeden­falls beein­dru­cken­de Bil­der externer Link der Demons­tra­ti­on zu der auch Gre­ta Thun­berg externer Link aus Stock­holm ange­reist war. Auch Beschäf­tig­te aus dem Gesund­heits­sek­tor, die sich als Health For Future externer Link orga­ni­sie­ren, betei­lig­ten sich mit der For­de­rung “Gesund­heit braucht Kli­ma­schutz”. (Hier externer Link ein lan­ger Mit­schnitt der Kund­ge­bung mit den meis­ten Reden.) (…) Der­weil gehen auch in vie­len ande­ren die Schul­streiks für ernst­haf­ten Kli­ma­schutz wei­ter. In Deutsch­land gab es am Frei­tag Aktio­nen in 16 Städ­ten. Demons­tra­ti­on, Kund­ge­bun­gen oder ande­re Akti­on­nen gab es außer­dem unter ande­rem im sibi­ri­schen Kras­no­jarsk, im indi­schen Mum­bai, auf der iri­schen Cla­re Island, im ugan­di­schen Kam­pa­la, im US-ame­ri­ka­ni­schen Seat­tle, im schwe­di­schen Göte­brog, im paki­sta­ni­schen Gil­git oder im bri­ti­schen Wood­bridge.” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 22. Febru­ar 2020 bei tele­po­lis externer Link
    • Am 24. April 2020 ist der nächs­te glo­ba­le Kli­ma­st­reik
      Die Brän­de in Aus­tra­li­en und im Ama­zo­nas, die Dür­ren in Flo­ri­da und Kenia, die Über­schwem­mun­gen von Tuva­lu und Vene­dig sind nur eini­ge Bei­spie­le für die schreck­li­che Rea­li­tät der Kli­ma­kri­se für Mil­lio­nen von Men­schen. Gleich­zei­tig sind die Pro­tes­te für Kli­ma­ge­rech­tig­keit grö­ßer denn je – gegen die Zer­stö­rung von Land­stri­chen in Nige­ria durch gro­ße Ölkon­zer­ne, für den Erhalt ihrer Dör­fer statt den Abbau von Stein­koh­le in Sibi­ri­en, für die Rech­te von Kleinbäuer*innen in Indi­en, gegen die Brand­ro­dun­gen im Ama­zo­nas. Mit den Bil­dern von tau­sen­den Kli­ma­st­reiks welt­weit im Hin­ter­kopf wer­den wir 2020 noch ein­mal mehr zei­gen, wie groß, viel­fäl­tig und stark wir gemein­sam sind. Am 24. April machen wir welt­weit und in Deutsch­land klar, dass eine kli­ma­ge­rech­te Welt mög­lich ist. Alt­mai­ers Koh­le­kom­pro­miss ist kein Kon­sens. Kein wei­te­res Dorf darf für Koh­le ver­nich­tet, Datteln4 nicht ange­schal­tet und dem Ham­bi nicht das Was­ser abge­bag­gert wer­den. (…) Wir tra­gen unse­ren Pro­test vor die Rat­häu­ser und auf die Markt­plät­ze, vor die Minis­te­ri­en und in die Klas­sen­zim­mer, in Kon­zern­zen­tra­len und auf Stra­ßen­kreu­zun­gen. Am 24. April wer­den wir über­all laut, wütend und unbe­quem sein – wir ste­hen zu unse­rer For­de­rung: 1,5‑Grad-Ziel ein­hal­ten, Kli­ma­ge­rech­tig­keit jetzt!.” Aus dem Auf­ruf bei fri​days​for​fu​ture​.de externer Link mit ers­ten teil­neh­men­den Städ­ten – sie­he auch die glo­ba­le Mobi­li­sie­rung externer Link
  • Nicht kau­fen las­sen: Über die neue Stra­te­gie von »Fri­days for Future«
    “Hun­der­te Schü­ler von »Fri­days for Future« (FfF) haben in Mün­chen gegen die Aktio­närs­ver­samm­lung von Sie­mens demons­triert. Sie kri­ti­sier­ten die Ent­schei­dung des Kon­zerns, ein Koh­le­mi­nen­pro­jekt in Aus­tra­li­en zu unter­stüt­zen. Die Pro­test­ak­ti­on steht sinn­bild­lich für einen Stra­te­gie­wech­sel von FfF: Über ein Jahr lang hat­ten die Akti­vis­ten den Unter­richt bestreikt, um auf die Poli­tik Druck aus­zu­üben. Doch trotz groß­spu­ri­ger Lip­pen­be­kennt­nis­se erwies sich die Bun­des­re­gie­rung als unfä­hig zur Ein­hal­tung der Pari­ser Kli­ma­zie­le. Anfang des Jah­res beschloss FfF nun, auch wei­te­re kli­ma­schäd­li­che Akteu­re anzu­grei­fen. Der ers­te Geg­ner: Sie­mens. Die Ent­schei­dung für die Stra­te­gie­än­de­rung ist ver­ständ­lich – sie birgt neben Chan­cen jedoch auch Risi­ken. Wenn man sich mit Kon­zer­nen anlegt, gilt es, klas­si­sche Fett­näpf­chen zu ver­mei­den. Einer­seits droht die Gefahr, mit einer ver­kürz­ten und per­so­na­li­sier­ten Kri­tik an der »Gier« Ein­zel­ner, den sys­te­mi­schen Zusam­men­hang von Kapi­ta­lis­mus und Umwelt­zer­stö­rung aus dem Blick zu ver­lie­ren. Ande­rer­seits darf man sich durch Gesprä­che mit Unter­neh­mens­spit­zen nicht für ein »Green­wa­shing« instru­men­ta­li­sie­ren las­sen. Es kann somit der Bewe­gung nicht scha­den, fle­xi­bel zu blei­ben und auch ande­re Pro­fi­teu­re der Kli­ma­kri­se zu mar­kie­ren. Sie darf dabei jedoch das gro­ße Gan­ze nicht aus dem Blick ver­lie­ren – und muss eine kla­re Gren­ze zu ihren Geg­nern wah­ren.” Kom­men­tar von Sebas­ti­an Bähr bei neu­es Deutsch­land vom 5. Febru­ar 2020 externer Link
  • Fri­days for Future gegen Kon­zer­ne: Euer Haus, euer Auto, euer Boot 
    “Der Pro­test gegen Sie­mens sorg­te für Furo­re. Des­halb den­ken die Klimaschützer*innen dar­über nach, ver­stärkt Unter­neh­men ins Visier zu neh­men. (…) Die wöchent­li­chen Streiks sind über die Win­ter­wo­chen in vie­len Städ­ten zu klein gewor­den, um die Öffent­lich­keit noch zu inter­es­sie­ren. Zu kräf­te­zeh­rend sind sie, dafür, dass sie kaum rea­le Effek­te erzie­len. Des­halb hat Fri­days for Future ange­fan­gen, sich über neue Stra­te­gien Gedan­ken zu machen – und Unter­neh­men in den Fokus der Kri­tik zu rücken. Die Idee für die Kam­pa­gne gegen Sie­mens ent­stand Anfang Janu­ar auf dem Nord­kon­gress. 300 Aktivist*innen hat­ten sich in Ham­burg zu einer Tagung mit Work­shops und Ple­na getrof­fen. Auch dabei: die NGO Urge­wald, die sich mit der Finanz­in­dus­trie beschäf­tigt (…) Zwar konn­ten die Schüler*innen den Kon­zern nicht stop­pen. Aber ihnen ist etwas klar gewor­den. „Wir haben einen Nerv getrof­fen“, sagt Blasel. Dass sich Kae­ser über­haupt mit Neu­bau­er getrof­fen habe, dass er ner­vös gewe­sen sei – das habe deut­lich gemacht, dass es für Sie­mens um mehr gegan­gen sei als nur um Signal­an­la­gen. „Unter­neh­men sind in vie­ler­lei Hin­sicht bes­se­re Adres­sa­ten als Politiker*innen“, sagt Reem­ts­ma, „ihre Ent­schei­dun­gen sind vola­ti­ler.“ Die wöchent­li­chen Schul­streiks haben auch gezeigt, wie trä­ge die Poli­tik reagiert – egal wie vie­le Men­schen ein The­ma bewegt. Die Vertreter*innen der Par­tei­en den­ken in Legis­la­tur­pe­ri­oden, im Zeit­plan von Aus­schuss- und Kom­mis­si­ons­sit­zun­gen, und sie hal­ten 2038 für ein aus­rei­chen­des Datum für den Koh­le­aus­stieg. Unternehmenschef*innen hin­ge­gen kön­nen sofort reagie­ren, poten­zi­el­le Kund*innen kön­nen sich sofort gegen sie ent­schei­den. Trotz­dem den­ken vor allem fami­li­en­geführ­te Unter­neh­men lang­fris­tig, schließ­lich sol­len ihre Unter­neh­men mög­lichst in jahr­hun­der­te­lan­ger Fami­li­en­tra­di­ti­on an Kin­der und Enkel ver­erbt wer­den. Konzernchef*innen sind angreif­ba­rer, bes­ser erreich­bar und fle­xi­bler. (…) Ein ziem­lich gro­ßer Kli­ma­kil­ler ist die Finanz­in­dus­trie. Über 92 Mil­li­ar­den Euro sind laut Recher­chen von Urge­wald seit der Unter­zeich­nung des Pari­ser Abkom­mens von euro­päi­schen Ban­ken an Fir­men geflos­sen, die neue Koh­le­kraft­wer­ke bau­en. In Euro­pa gehö­ren dazu Ener­gie­rie­sen wie Uni­per, For­t­um aus Finn­land oder PGE aus Polen. Die Deut­sche Bank, San­tan­der, Bar­clays und BNP Pari­bas inves­tie­ren in die Koh­le-Unter­neh­men, geben ihnen Kre­di­te, bera­ten sie. „Alle deut­schen Finanz­in­sti­tu­te sind in kli­ma­schäd­li­che Geschäf­te ver­wi­ckelt“, sagt die Geschäfts­füh­re­rin von Urge­wald, Hef­fa Schücking…” Arti­kel von Katha­ri­na Schip­kow­ski vom 26. Janu­ar 2020 bei der taz online externer Link
  • Schul­streiks: Gegen Dat­teln 4. Kli­ma­de­mons­tra­tio­nen der Jugend in zahl­rei­chen Län­dern. For­de­run­gen an Wirt­schaft und Poli­tik
    Auch an die­sem Frei­tag gin­gen wie­der in zahl­rei­chen Städ­ten in Deutsch­land und in 148 wei­te­ren Län­dern Schü­ler auf die Stra­ße, um mehr Kli­ma­schutz zu for­dern. Hier­zu­lan­de gab es Demons­tra­tio­nen in min­des­tens 31 Städ­ten, welt­weit waren es 1655. Allein in Indi­en gab es nach den Anga­ben auf der inter­na­tio­na­len Fri­days-for-Future-Sei­te 181 Ver­an­stal­tun­gen, in Ita­li­en 72, in den USA 340 und in Schwe­den 104, wobei die­se Anga­ben im ein­zel­nen nicht nach­zu­prü­fen und damit bes­ten­falls ein Hin­weis auf die Grö­ßen­ord­nun­gen sind. Wor­um geht es den jun­gen Men­schen? Im Vor­feld des Davo­ser Welt­wirt­schafts­fo­rums hat­ten eini­ge Spre­che­rin­nen und Spre­cher der Bewe­gung, dar­un­ter Mina Poh­na­ko­va und Gre­ta Thun­berg aus Schwe­den, Lici­pri­ya Kan­gu­jam aus Indi­en, Julia Had­dad aus dem Liba­non, Ola­do­su Ade­ni­ke aus Nige­ri­en, Iqbal Bad­rud­din aus Paki­stan, Arshak Maki­chy­an aus Russ­land, Vanes­sa Naka­te aus Ugan­da und Toka­ta Iron Eyes aus den USA in der bri­ti­schen Zei­tung Guar­di­an ihre For­de­run­gen an die dort ver­sam­mel­ten Wirt­schafts­bos­se for­mu­liert: “Wir ver­lan­gen, dass die Teil­neh­mer von allen Gesell­schaf­ten, Ban­ken, Insti­tu­tio­nen und Regie­run­gen sofort alle Inves­ti­tio­nen in Erschlie­ßung und Aus­beu­tung fos­si­ler Brenn­stof­fe sowie alle Sub­ven­tio­nen für die­se ein­stel­len. (…) Wir wol­len das nicht 2050, 2030 oder 2021, wir ver­lan­gen, dass dies jetzt geschieht. Sofort.” (…) Der­weil spiel­te am Frei­tag in Ber­lin, wo sich nach Augen­zeu­gen­be­rich­ten 300 bis 400 Men­schen betei­lig­ten, auch die Ableh­nung der Inbe­trieb­nah­me eines neu­en Koh­le­kraft­werks in Dat­teln eine wich­ti­ge Rol­le. In der Ruhr­ge­biets­stadt gab es eben­falls eine Demons­tra­ti­on, an der sich auch Erwach­se­ne betei­lig­ten. Die Aus­ein­an­der­set­zung um Dat­teln 4 ver­spricht 2020 zu einem der Knack­punk­te in der bun­des­wei­ten Aus­ein­an­der­set­zung um den Kli­ma­schutz und die Zukunft der Strom­ver­sor­gung zu werden.Die nächs­ten wich­ti­gen Ter­mi­ne sind für die deut­sche Fri­days-for-Future-Bewe­gung der 21. Febru­ar, an dem die Ham­bur­ger unter­stützt wer­den sol­len. Dort wird am 23. Febru­ar die Bür­ger­schaft, das han­sea­ti­sche Lan­des­par­la­ment, gewählt. Die Schü­ler wol­len die Wahl zur Kli­ma­wahl machen. Außer­dem will man zuvor am 5. Febru­ar den Druck auf Sie­mens erhö­hen. An die­sem Tag fin­det in Mün­chen die Haupt­ver­samm­lung der Sie­mens AG statt. Der Kon­zern war in den letz­ten Wochen unter hef­ti­gen Beschuss gera­ten, weil es an den Ver­trä­gen im Zusam­men­hang mit einer Koh­le­bahn für den Car­mi­cha­el Tage­bau fest­hält, den der indi­sche Ada­ni-Kon­zern in Aus­tra­li­en erschlie­ßen will…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 25. Janu­ar 2020 bei tele­po­lis externer Link
  • Fri­days for Future will mehr zivi­len Unge­hor­sam anwen­den
    Die Kli­ma­schutz­be­we­gung »Fri­days for Future« will mit neu­en Bünd­nis­part­nern und Aktio­nen des zivi­len Unge­hor­sams den Druck auf die poli­ti­schen Akteu­re in die­sem Jahr ver­stär­ken. Auf einer Demons­tra­ti­on von rund 5000 Men­schen sag­te der Kli­ma­schutz­ak­ti­vist Mau­rice Con­rad am Frei­tag in Mainz, in den nächs­ten Mona­ten wer­de die in Deutsch­land seit einem Jahr akti­ve Bewe­gung Ant­wor­ten auf die Fra­gen ent­wi­ckeln, wel­che Pro­test­for­men nötig sei­en und wel­che Ver­bün­de­ten gewon­nen wer­den soll­ten. An der Demons­tra­ti­on unter dem Mot­to »Die Uhr tickt« nah­men in Mainz Orts­grup­pen der Schü­ler­be­we­gung aus Rhein­land-Pfalz, Hes­sen und dem Saar­land teil. Con­rad füg­te hin­zu, es gehe um »eine Sym­bio­se aus zivi­lem Unge­hor­sam und der Ver­net­zung mit zivil­ge­sell­schaft­li­chen Grup­pen, viel­leicht auch Par­tei­en«. (…) »Fri­days for Future« will in die­sem Jahr ver­stärkt Unter­neh­men ins Visier neh­men, wie die Kli­ma­ak­ti­vis­tin Lui­sa Neu­bau­er am Don­ners­tag­abend dem »Club Ham­bur­ger Wirt­schafts­jour­na­lis­ten« sag­te. »Wir haben uns im letz­ten Jahr sehr auf die Bun­des­re­gie­rung, die Lan­des­re­gie­run­gen und auch auf Kom­mu­nen kon­zen­triert. Die­ses Jahr wol­len wir uns deut­lich mehr auf wirt­schaft­li­che Akteu­re fokus­sie­ren«, führ­te sie aus. Dazu wol­len die Akti­vis­ten ver­stärkt auf Aktio­närs­ver­samm­lun­gen demons­trie­ren…” Agen­tur­mel­dung vom 17.01.2020 beim ND online externer Link – sie­he auch: Akti­vis­ten, Betrof­fe­ne und Umwelt­ver­bän­de set­zen auf das Ver­fas­sungs­ge­richt externer Link
  • Schul­streiks: Schü­ler geben nicht auf – In Ham­burg und Bay­ern sol­len die Wah­len zur “Kli­ma­wahl” gemacht wer­den
    Wo sind die Demons­tra­tio­nen, fragt ein Forent, ange­sichts der groß­zü­gi­gen Geschen­ke externer Link für einen ver­spä­te­ten Koh­le­aus­stieg, der RWE und EPH (LEAG, Mibrag) das Abschal­ten unren­ta­bler Anla­gen ver­gol­det. Die Ant­wort ist ein­fach: Immer wie­der Frei­tags auf den Stra­ßen aller bewohn­ten Kon­ti­nen­te, so wie die­se Woche. Auch am Frei­tag haben wie­der Schü­ler die Schu­le Schu­le sein las­sen und sind für Kli­ma­schutz und Kli­ma­ge­rech­tig­keit, für einen viel schnel­le­ren Koh­le­aus­stieg und gegen Sie­mens Zusam­men­ar­beit mit Ada­ni externer Link auf die Stra­ßen gegan­gen. Auch wenn Poli­ti­ker wenig Ein­sicht zei­gen, wie der jüngs­te Han­del zwi­schen Bun­des- und Lan­des­re­gie­run­gen zeigt, blei­ben die Jugend­li­chen hart­nä­ckig. Über Pro­tes­te wird auf Twit­ter unter ande­rem berich­tet aus ver­schie­de­nen Städ­ten Afri­kas – dort meist sehr klein – aus dem bri­ti­schen Oxford, dem schwe­di­schen Falun, dem US-ame­ri­kai­si­chen Iowa City, Russ­lands Haupt­stadt Mos­kau oder in Irlands Haupt­sadt Dub­lin. Ins­ge­samt waren laut einer Auf­stel­lung externer Link auf der inter­na­tio­na­len Sei­te der Bewe­gung in 1660 Städ­te in 149 Län­dern Aktio­nen ange­mel­det. Unter ande­rem in Ango­la, Argen­ti­ni­en, Aus­tra­li­en, Indi­en (dort immer­hin in 181 Städ­ten), Kame­run, Chi­le, Kana­da, Fin­land, Indo­ne­si­en, im Iran, Japan, Nige­ria, Schwe­den, der Tür­kei und mit 344 die meis­ten in den USA. Mit 15.000 Teil­neh­mern beson­ders groß fiel die Demo im Schwei­zer Lau­sanne externer Link aus, was dar­an gele­gen haben dürf­te, dass sich Gre­ta Thun­berg dort betei­lig­te. Hier­zu­lan­de gab es in min­des­tens 30 Städ­ten Demons­tra­tio­nen…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 18. Janu­ar 2020 bei tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: Auch in den Feri­en – Nicht über­all pau­sie­ren die Schü­ler zwi­schen den Fei­er­ta­gen 
    Zur Zeit sind in vie­len Län­dern Schul­fe­ri­en, aber lan­ge nicht in allen. In Chi­na gibt es erst zum chi­ne­si­schen Neu­jahrs­fest Ende Janu­ar für rund vier Wochen frei – zumin­dest in Bei­jing –, in Indi­en haben die Schü­ler nur in eini­gen Bun­des­staa­ten zwi­schen Weih­nach­ten und Neu­jahr frei und in einem Teil der ortho­do­xen Län­der wird Weih­nach­ten erst am 6. und 7. Janu­ar gefei­ert. In Russ­land war daher bis zum Frei­tag noch Schu­le und Arshak Maki­chy­an aus Mos­kau nutz­te die Gele­gen­heit, um noch ein­mal für mehr Kli­ma­schutz zu demons­trie­ren. Er genießt in der Schü­ler-Sze­ne inzwi­schen inter­na­tio­na­le Bekannt­heit für sei­ne oft ein­sa­men Aktio­nen, die ihn gera­de eine Haft­stra­fe von sie­ben Tagen ein­ge­bracht hat­ten. Auch sonst bedeu­ten die Feri­en noch lan­ge nicht, dass es kei­ne Akti­on der Fri­days-for-Future-Schü­ler gibt. In Wien wur­de zum Bei­spiel demons­triert, in Togo, Ugan­da, Nan­jing, Mum­bai und in Washing­ton DC. In Deutsch­land in nicht so vie­le Städ­ten, aber zum Bei­spiel in in Leip­zig, wo sich Fri­days-for-Future-Schü­ler auch auf dem Kon­gress des Cha­os-Com­pu­ter-Clubs FFF-Demo ein­brin­gen, oder in Ham­burg, wo gemein­sam mit Eltern und Groß­el­tern demons­triert wur­de. (Letz­te­res nur für jene betont, die kei­ne Iro­nie ver­ste­hen.) Außer­dem gab es in meh­re­ren Städ­ten Crit­cal-Mass-Fah­r­add­de­mons­tra­tio­nen, an denen sich of auch die ört­li­chen Fri­days-for-Future-Grup­pen betei­lig­ten. Dabei han­delt es sich um unor­ga­ni­sier­te Demons­tra­tio­nen grö­ße­rer Grup­pen von Fahr­rad­fah­rern, die gemein­sam auf einer spon­ta­nen Rou­te durch die jewei­li­ge Stadt fah­ren. In Ber­lin gehen die Teil­neh­mer­zah­len jeweils am letz­ten Frei­tag im Monat schon mal in die Tau­sen­de. In Aus­tra­li­en sind die dor­ti­gen Schü­ler­ak­ti­vis­ten auf­ge­bracht ange­sichts der Untä­tig­keit ihrer Regie­rung, die trotz der wei­ter wüten­den Wald­brän­de neue Koh­le­mi­nen – übri­gens mit der Betei­li­gung von Sie­mens – erschlie­ßen will. Natür­lich muss dafür wie­der ein­mal das Arbeits­platz­ar­gu­ment her­hal­ten…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 29. Dezem­ber 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: CDU-Minis­ter­prä­si­dent fin­det Schü­ler zu frech und die­se ihn ver­mut­lich zu faul
    Auch am gest­ri­gen Frei­tag gin­gen wie­der rund um den Glo­bus in zahl­rei­chen Städ­ten Jugend­li­che auf die Stra­ße, um effek­ti­ven Kli­ma­schutz zu for­dern. Nach der Auf­lis­tung auf der offi­zi­el­len Sei­te der Bewe­gung gab es Aktio­nen in 148 Län­dern und 1639 Städ­ten. Beson­ders vie­le Kund­ge­bun­gen und Demons­tra­tio­nen wur­den wie­der aus den USA (331 Städ­te), Indi­en (179), Schwe­den (101) und Spa­ni­en (67) gemel­det, aber auch aus Mexi­ko (42), Bra­si­li­en (20), Süd­afri­ka (16), den Phil­ip­pi­nen (16) und Soma­lia (4). Auch aus Chi­le gab es 24 Mel­dun­gen, aber dort gehen die Aktio­nen völ­lig in den Aus­ein­an­der­set­zun­gen um eine neu­en Ver­fas­sung unter. Viel­fach wer­den sich die jun­gen Kli­ma­schüt­zer ein­fach, wie letz­te Woche in Sant­ia­go de Chi­le, an den frei­täg­li­chen Demons­tra­tio­nen gegen die rech­te Regie­rung betei­li­gen, die in der Haupt­stadt und vie­len ande­ren Städ­ten statt­fin­den. Das chi­le­ni­sche Fern­se­hen zeig­te ges­tern Abend eine viel tau­send­köp­fi­ge Men­schen­men­ge im Zen­trum Sant­ia­gos. In Deutsch­land pro­tes­tier­ten an 36 Orten Schü­ler unter ande­rem gegen die als äußerst man­gel­haft emp­fun­de­ne Poli­tik der Bun­des­re­gie­rung, wie eine Auf­stel­lung auf der deut­schen FFF-Sei­te zeigt. Hier­zu­lan­de wird nun eine Weih­nachts­pau­se ein­ge­legt. Im Janu­ar soll es wei­ter gehen...” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 14. Dezem­ber 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: For­de­run­gen an die SPD 
    Auch am heu­ti­gen Frei­tag gehen wie­der in aller Welt Schü­ler und ande­re für mehr Kli­ma­schutz auf die Stra­ße. Nach dem gro­ßen inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag von letz­ter Woche scheint aber erst ein­mal eine klei­ne Ver­schnauf­pau­se ange­sagt. In Deutsch­land wur­den aus 17 Städ­ten Demons­tra­tio­nen ange­mel­det externer Link, in den ver­gan­ge­nen Mona­ten waren es oft eher 40 gewe­sen. Welt­weit betei­lig­ten sich in 148 Län­dern externer Link Men­schen an diver­sen Aktio­nen. Unter ande­rem gab es in Spa­ni­en, wo gera­de die UN-Kli­ma­kon­fe­renz tagt, in 65 Städ­ten Demons­tra­tio­nen, 15 auf den Phil­ip­pi­nen, eine auf Jamai­ca, 71 in Ita­li­en, 180 in Indi­en. In Sant­ia­go de Chi­le, wo die Kli­ma­kon­fe­renz ursprüng­lich hät­te tagen sol­len, nach­dem Bra­si­li­ens ultra­rech­ter Prä­si­dent Jair Bol­so­na­ro sie aus­ge­la­den hat­te externer Link, war für den Nach­mit­tag (Orts­zeit) eine grö­ße­re Demons­tra­ti­on diver­ser Umwelt­grup­pen geplant. Dort fin­den zur­zeit auch zwei soge­nann­te Gegen­gip­fel statt. In Ber­lin geht es dann am Nach­mit­tag noch wei­ter zur SPD. Die schwä­cheln­de alte Tan­te der deut­schen Par­tei­en­land­schaft hält in der Haupt­stadt ihren Bun­des­par­tei­tag ab, um eine neue Spit­ze zu wäh­len. Die Schü­ler for­dern von ihr, “ech­te Neu­ver­hand­lun­gen des Kli­ma­pa­kets ein­zu­for­dern und im Zwei­fel die Zukunft der Koali­ti­on in Fra­ge zu stel­len“…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 06. Dezem­ber 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: Vor­be­rei­tun­gen für den gro­ßen Tag 
    Frei­tag ist immer noch Streik­tag. Auch ges­tern gab es in zahl­rei­chen Län­dern Demons­tra­tio­nen und klei­ne­re Aktio­nen für schnel­len und effek­ti­ven Kli­ma­schutz, für die Ein­hal­tung der Pari­ser Kli­ma­über­ein­kunft. (…) Den Anfang mit den Kund­ge­bun­gen und Schul­streiks mach­ten, dem Lauf der Son­ne fol­gend, wie­der Japan, wo es zumin­dest eine klei­ne Akti­on gab. In Neu­see­land und Aus­tra­li­en scheint es hin­ge­gen in die­ser Woche kei­ne Streiks gege­ben zu haben. Dort berei­tet man sich aber auf die kom­men­den gro­ßen inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag am 29. Novem­ber vor. Inter­es­sant ist außer­dem an der aus­tra­li­schen Akti­ons­sei­te externer Link, dass der enge Schul­ter­schluss mit den Gewerk­schaf­ten gesucht und gewerk­schafts­feind­li­che Geset­zes­vor­ha­ben der Regie­rung kri­ti­siert wer­den externer Link. Auf dem fünf­ten Kon­ti­nent wüten der­weil wei­ter kata­stro­pha­le Brän­de, aber zugleich tobt eine absur­de öffent­li­che Debat­te, weil die poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen jeden Ver­bin­dung zum Kli­ma­wan­del leug­nen und, wo das nicht mehr zu hal­ten ist, Aus­tra­li­ens Mit­ver­ant­wor­tung für das glo­ba­le Pro­blem her­un­ter spie­len. Scheint ein inter­na­tio­nal belieb­tes Mus­ter zu sein.
    In Russ­land haben die weni­gen Akti­vis­ten, die sich trau­en, mit har­schem Vor­ge­hen der Poli­zei und Jus­tiz zu rech­nen, wie die bri­ti­sche Zei­tung Inde­pen­dent berich­tet. Vor eini­gen Wochen habe man drei Stu­den­ten unter dem Vor­wurf fest­ge­nom­men, einen unge­neh­mig­ten Mas­sen­pro­test orga­ni­siert zu haben. Teil­neh­mer: die drei Fest­ge­nom­me­nen. (…)
    Hier­zu­lan­de wer­den auf der Lis­te externer Link der bun­des­wei­ten Koor­di­na­ti­on Aktio­nen in 25 Städ­ten ange­führt. Ansons­ten wird sich auch in Deutsch­land kräf­tig auf den gro­ßen glo­ba­len Streik­tag am 29.11. vor­be­rei­tet. Welt­weit haben sich inzwi­schen aus 1741 Städ­ten in 149 Län­dern Schü­ler mit Aktio­nen bi der inter­na­tio­na­len Lis­te externer Link ange­mel­det.
    An den hiei­si­gen Unis soll schon in den Tagen davor der nor­ma­le Lehr­be­trieb boy­kot­tiert wer­den. Ab dem 25. wird es statt­des­sen bis zum Ende der Woche an zahl­rei­chen Hoch­schu­len im Land eine soge­nann­te Public Cli­ma­te School geben, das heißt, Vor­le­sungs­rei­hen, die über The­men rund um Kli­ma­wan­del und Ener­gie­ver­sor­gung und Ver­kehrs­po­li­tik infor­mie­ren. Allein an 13 Ber­li­ner Unis externer Link wur­den Ver­an­stal­tun­gen ange­mel­det.” Wöchent­li­cher Über­blick von Wolf­gang Pom­rehn vom 23. Novem­ber 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Immer wie­der Frei­tags Demos für ernst­haf­ten Kli­ma­schutz – auch von Wis­sen­schaft­lern vorm Kanz­ler­amt 
    “Frei­tag ist Kli­ma-Streik­tag. Den Auf­takt mach­ten dies­mal in Ber­lin rund 200 Wis­sen­schaft­ler, die vor dem Bun­des­kanz­ler­amt mit einer Schwei­ge­ak­ti­on externer Link auf die Untä­tig­keit der Regie­rung auf­merk­sam mach­ten. Mit zuge­kleb­ten Mün­dern ver­sam­mel­ten sich die Teil­neh­mer hin­ter Trans­pa­ren­ten, auf denen stand “Es wur­de alles gesagt! Jetzt han­deln!” und “Jahr­zehn­te der Kli­ma­for­schung igno­riert!”. Das am heu­ti­gen Frei­tag im Bun­des­tag von den Regie­rungs­frak­tio­nen ver­ab­schie­de­te Bun­des-Kli­ma­schutz­ge­setz externer Link reich­te bei wei­tem weder den Wis­sen­schaft­lern noch den Schü­lern. “Uns – Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler – macht das Regie­rungs­ver­sa­gen sprach­los. Seit Jah­ren wei­sen wir auf die hohen Risi­ken der Kli­ma­kri­se hin. Wir wer­den in Gre­mi­en und Kom­mis­sio­nen ein­ge­la­den – aber unse­re Erkennt­nis­se wer­den igno­riert. Wir haben alles gesagt – jetzt muss gehan­delt wer­den!Aus der Erklä­rung externer Link der Wis­sen­schaft­ler zu ihrer heu­ti­gen Akti­on. …“ Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 15.11.2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: Andi Scheu­er lässt kein Fett­näpf­chen aus. Wie jeden Frei­tag Schü­ler­ak­tio­nen in zahl­rei­chen Län­dern, zuneh­mend auch im glo­ba­len Süden 
    Die Schul­streiks für mehr Kli­ma­schutz hal­ten unver­min­dert an. In Deutsch­land gin­gen am heu­ti­gen Frei­tag in 32 Städ­ten zwi­schen Dres­den und Gre­ven­broich, Sylt und Kon­stanz Schü­ler auf die Stra­ße, wie eine Über­sicht externer Link auf der Inter­net­sei­te der bun­des­wei­ten Koor­di­na­ti­on zeigt. Welt­weit waren Aktio­nen in über Tau­send Städ­ten in rund 130 Län­dern ange­mel­det externer Link. Dar­un­ter wie­der auf­fal­lend vie­le in Indi­en und Ban­gla­desch, aber auch eine zuneh­men­de Zahl zum Bei­spiel in Nige­ria, Ost­afri­ka, Nah­ost sowie Indo­ne­si­en und wei­ter zahl­rei­che Demons­tra­tio­nen, Kund­ge­bun­gen und ande­re Aktio­nen in diver­sen euro­päi­schen Län­dern, in bei­den Ame­ri­kas sowie Ozea­ni­en. (…) In Bay­erns Lan­des­haupt­stadt Mün­chen soll­te die­se Woche der dor­ti­ge Koh­levolks­ent­scheid im Mit­tel­punkt ste­hen, der bereits vor zwei Jah­ren mit deut­li­cher Mehr­heit ange­nom­men wor­den war, aber von der Kom­mu­nal­po­li­tik, so die Kri­tik von Fri­days for Future Mün­chen, eher igno­riert wird. Der­weil mach­te Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andi Scheu­er, der wegen der Affä­re um die geschei­ter­te Maut und vor­ei­li­gen Ver­trags­ab­schluss mit Pri­vat­fir­men unter Beschuss der Oppo­si­ti­on steht, mit beson­ders undi­plo­ma­ti­schen Aus­las­sun­gen auf sich auf­merk­sam. Auf dem soge­nann­ten Was­ser­stoff­gip­fel mein­te er auf die Schü­ler gemünzt: “Ich tref­fe lie­ber jun­ge Inge­nieu­re als rück­wärts­ge­wand­te Pro­tes­tie­rer.”…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 08. Novem­ber 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Fri­days for Future: Nicht mehr nur betrof­fen. Eine Ein-Punkt-Bewe­gung fängt an, Zusam­men­hän­ge her­zu­stel­len 
    Das ist nicht mehr die blo­ße Min­der­hei­ten­po­si­ti­on eini­ger beson­ders lin­ker FFF-Grup­pen, son­dern fast schon Kon­sens in der immer noch wach­sen­den Bewe­gung. Dass der kapi­ta­lis­ti­sche Frie­den und der kapi­ta­lis­ti­sche Krieg zwei Sei­ten ein- und der­sel­ben Medail­le sind – für die­se Erkennt­nis ist es viel­leicht noch ein biss­chen früh. Auf jeden Fall lie­ßen die Reak­tio­nen von Neo­na­zis auf die inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät der FFF-Anhän­ger nicht lan­ge auf sich war­ten. Hat also Fri­days for Future die engen Fes­seln der öko­lo­gi­schen Erwe­ckungs­rhe­to­rik hin­ter sich gelas­sen? Das wird sich zei­gen. Es ist sehr unwahr­schein­lich, dass der Sprung vom Fan­club zur neu­en poli­ti­schen Kraft tat­säch­lich schon voll­stän­dig gelun­gen ist. Es gibt beun­ru­hi­gen­de Anzei­chen dafür, dass Tei­le der Kli­masze­ne von der Hei­li­gen­ver­eh­rung zu völ­lig ver­strahl­ten Mys­te­ri­en­spie­len fort­ge­schrit­ten sind. Und selbst­ver­ständ­lich wird das Spek­ta­kel um Gre­ta Thun­berg zumin­dest noch eine Zeit lang wei­ter­ge­hen. Aber lang­sam scheint sich die Per­spek­ti­ve durch­zu­set­zen, dass öko­lo­gi­sche Destruk­ti­vi­tät nicht in einem gesell­schaft­li­chen Vaku­um ent­steht, son­dern dass sie in einem inne­ren Zusam­men­hang mit ande­ren For­men der Destruk­ti­vi­tät steht und folg­lich nicht iso­liert betrach­tet und bekämpft wer­den kann…” Kom­men­tar von Mar­cus Ham­mer­schmitt vom 04. Novem­ber 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • War­um nicht alle gleich von Umwelt­pro­ble­men betrof­fen sind 
    Im Fah­nen­meer von “Fri­days for Future” fal­len Abe­ni und die schwar­zen Kin­der und Jugend­li­chen kaum auf. Rebec­ca Abe­na Ken­ne­dy-Asan­te, genannt Abe­ni ist Teil des “BPoC Envi­ron­men­tal and Cli­ma­te Jus­ti­ce Collec­ti­ve”, einer von vie­len Initia­ti­ven, die sich seit dem gro­ßen Kli­ma­st­reik regel­mä­ßig an den Demos betei­li­gen. BPOC steht für Schwar­ze Men­schen und Peop­le of Color. (…) Im März ver­öf­fent­lich­te das Insti­tut für Pro­test- und Bewe­gungs­for­schung eine Stu­die über die Zusam­men­set­zung von rund 800 FfF-Teil­neh­men­den in Bre­men und Ber­lin. Das Ergeb­nis: 92 Pro­zent haben Abitur oder stre­ben eines an. Vie­le haben stu­diert, mehr als 70 Pro­zent sehen sich als Teil der Mit­tel- und Ober­schicht. Nur 16 Pro­zent hat­ten einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund – dabei hat den inzwi­schen fast jeder vier­te Deut­sche. (Pro­test­in­sti­tut externer Link) Ist die Her­kunft wirk­lich wich­tig für Kli­ma- und Umwelt­ak­ti­vis­mus? Die zen­tra­le For­de­rung von “Fri­days for Future” ist die Begren­zung der glo­ba­len Erwär­mung auf unter 1,5 Grad. Und unter den Fol­gen der Kli­ma­er­wär­mung lei­den wir am Ende alle glei­cher­ma­ßen. Oder? “Die Fra­ge ist, wer in wel­chem Aus­maß lei­det.” Da sei zum einen die geo­gra­fi­sche Dimen­si­on. Bereits ein Durch­schnitts­an­stieg von 1,5 Grad hät­te in einem Land wie Mali ver­hee­ren­de Aus­wir­kun­gen. (Paper externer Link ) In Mali leben etwa 80 Pro­zent der Men­schen von Land­wirt­schaft. Durch feh­len­den Regen dro­hen ihnen Ern­te­aus­fäl­le und Hun­ger. Der Kli­ma­wan­del ent­zö­ge mehr Men­schen die Lebens­grund­la­ge als in Deutsch­land – wo nur 1,4 Pro­zent der Erwerbs­tä­ti­gen im Agrar­sek­tor arbei­ten. (Sta­tis­ta externer Link) Aber nicht nur glo­bal sind Men­schen unter­schied­lich stark von Umwelt­be­las­tun­gen betrof­fen, son­dern auch inner­halb des glo­ba­len Nor­dens. Das ist die sozia­le Dimen­si­on der Umwelt­ge­rech­tig­keit. (…) Die Gefahr, in den USA an den Fol­gen von Luft­ver­schmut­zung zu ster­ben, sind für Schwar­ze drei­mal höher, berich­tet Quartz. Eine der letz­ten gro­ßen men­schen­ge­mach­ten Umwelt­ka­ta­stro­phen, die Flint-Was­ser­kri­se, traf eine über­wie­gend schwar­ze Gemein­de in den USA. (…) Die For­sche­rin­nen ver­gli­chen Daten über indus­tri­el­le Ver­schmut­zung mit demo­gra­phi­schen Daten. Das Ergeb­nis: Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund und Migran­tin­nen sind über­durch­schnitt­lich oft von Umwelt­ver­schmut­zung betrof­fen. Der Zusam­men­hang zeig­te sich sowohl in der gesamt­deut­schen Betrach­tung als auch inner­halb von Städ­ten. (…) Laut einer Stu­die des Bun­des­um­welt­am­tes von 2017 ver­ur­sa­chen ärme­re Men­schen weni­ger Emis­sio­nen als die wohl­ha­ben­de­ren. Wer mehr ver­dient, leis­tet sich mehr Wohn­raum, grö­ße­re Autos und öfter mal Urlaubs­rei­sen in ande­re Län­der. Selbst wenn wohl­ha­ben­de Men­schen sonst bewusst leben (Bio-Lebens­mit­teln kau­fen, auf Fleisch ver­zich­ten und Müll tren­nen), hat das ins­ge­samt gese­hen einen gerin­ge­ren Effekt als man­geln­des Ein­kom­men. (Umwelt­bun­des­amt externer Link) Was heißt das für “Fri­days for Future”? Fair­ness für zukünf­ti­ge Genera­tio­nen zu ver­lan­gen, ist red­lich. Aber bereits jetzt sind wir unter­schied­lich vom men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­del und Umwelt­zer­stö­rung betrof­fen. Umwelt­po­li­tik muss sozi­al gerecht sein – das zeig­te schon die Debat­te um die CO2-Steu­er externer Link …” Arti­kel von Paul Léo­nard Dzied­zic vom 04.11.2019 bei Ben­to externer Link
  • Schul­streiks: Kul­tur­re­vo­lu­ti­on in Thai­land. Auch in Süd­ost­asi­en sind es vor allem jun­ge Frau­en und Mäd­chen, die die Demons­tra­tio­nen orga­ni­sie­ren. Chi­le­nen pro­tes­tie­ren gegen Gip­fel­ab­sa­ge
    Die Schul­streiks für Kli­ma­schutz gehen unver­min­dert wei­ter. In Deutsch­land wur­den Schul­sstreiks in 19 Städ­ten ange­mel­det externer Link. Welt­weit externer Link gibt es am heu­ti­gen Frei­tag Demon­s­tar­tio­nen und Aktio­nen in 1537 Städ­ten in 139 Län­dern. Dar­un­ter 19 in Argen­ti­ni­en, 43 in Ban­gla­desch, 21 in Bra­si­li­en, 84 in Kana­da, 174 in Indi­en und 23 in Chi­le. Dort haben übri­gens die Umwelt­or­ga­ni­sa­tio­nen gegen die Absa­ge der UN-Kli­ma­kon­fe­renz pro­tes­tiert externer Link. Das Land sei von gro­ßer Ungleich­heit gezeich­net und befin­de sich in einer schwe­ren öko­no­mi­schen, sozia­le und Umwelt­kri­se. Es wer­de deut­lich, dass es ohne sozia­le Gerech­tig­keit kei­ne Kli­ma­ge­rech­tig­keit gebe. Auch in Thai­land externer Link wird inzwi­schen flei­ßig für das Kli­ma gestreikt. Dort bedeu­ten die Pro­tes­te auch eine Kul­tur­re­vo­lu­ti­on, weil in Siam bis­her von jün­ge­ren Genera­tio­nen Zurück­hal­tung erwar­tet wird. (…) Am 29.11. wird es den nächs­ten inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag geben. An den hie­si­gen Hoch­schu­len plant das Netz­werk Stu­dents for Future externer Link eine gan­ze Akti­ons- und Streik­wo­che. Dazu wer­den Unter­schrif­ten unter einen Wis­sen­schaft­ler-Auf­ruf externer Link gesam­melt, mit dem für das Vor­ha­ben zusätz­lich gewor­ben wird.” Über­blick von Wolf­gang Pom­rehn vom 31. Okto­ber 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Cli­ma­te Jus­ti­ce Now! Wie viel Umsturz steckt in Fri­days for Future? 
    “Fri­days for Future: Was als klei­ner Schü­ler­pro­test begann, ist eine welt­wei­te Bewe­gung gewor­den. Wohin ent­wi­ckelt sie sich? Autor Fer­di­nand Mey­en hat Fri­days For Future fast ein Jahr beglei­tet und beob­ach­tet: Eini­ge Aktivist*innen begin­nen, ihren Ton zu ver­schär­fen. (…) „How dare you“, sagt Gre­ta Thun­berg in ihrer Rede auf dem UN-Kli­ma­gip­fel, vier Tage nach dem gro­ßen Kli­ma­st­reik im Sep­tem­ber. Schluss mit den Mär­chen vom ewi­gen Wirt­schafts­wachs­tum. Die Poli­tik soll ihr Han­deln auf die Kli­ma­kri­se aus­rich­ten, nicht auf Pro­fit. Gre­ta Thun­berg greift nicht nur die indi­vi­du­el­le Lebens­wei­se an, son­dern auch die Wirt­schafts­wei­se an sich. (…) „Wir müs­sen die Welt ver­än­dern.“ Das sagt der ecua­do­ria­ni­sche Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler Alber­to Acos­ta. Er hat selbst gese­hen, wie trans­na­tio­na­le Unter­neh­men Res­sour­cen aus dem glo­ba­len Süden steh­len. Res­sour­cen, die eigent­lich von der Bevöl­ke­rung vor Ort benö­tigt wer­den. (…) Acos­ta sagt: Der Regen­wald in Bra­si­li­en brennt nicht zufäl­lig. Er brennt, weil Unter­neh­men aus Län­dern des glo­ba­len Nor­dens die Roh­stof­fe im glo­ba­len Süden steh­len, also Regie­run­gen wie Bol­so­na­ro dazu anhal­ten, ihre Wäl­der Wei­de­flä­chen zu opfern. (…) Wer sich genau­er mit den Pro­tes­ten von Fri­days for Future aus­ein­an­der­setzt, merkt, dass die Paro­len und For­de­run­gen auf den Demos nicht nur Ver­än­de­run­gen der indi­vi­du­el­len Lebens­wei­se betref­fen. Es geht eben nicht nur dar­um, dass wir weni­ger flie­gen, weni­ger Fleisch essen und weni­ger Auto­fah­ren. Akti­vis­tin Pia for­dert zum Bei­spiel eine Abkehr vom glo­ba­len Kapi­ta­lis­mus. (…) Doch Demons­tran­tin­nen wie Pia sind nur die eine Sei­te der Medail­le. Fri­days for Future ist auch des­halb so erfolg­reich, weil der Sys­tem­wan­del nicht sofort offen arti­ku­liert wird. Die Ziel­set­zung bleibt vage – und das führt zu einer gro­ßen Offen­heit für alle mög­li­chen poli­ti­schen Ideen. Das Insti­tut über Pro­test und Bewe­gungs­for­schung hat Fri­days for Future in einer Stu­die unter­sucht und kommt zu dem Ergeb­nis, dass die Viel­falt der Umwelt­be­we­gung ent­schei­dend für ihren Erfolg ist. So sagt Pro­fes­so­rin Sabri­na Zajak, eine der Her­aus­ge­be­rin­nen der Stu­die, die enor­me Viel­falt und Mas­se an Men­schen kön­ne nur mobi­li­siert wer­den, weil das Ziel klar ist, nicht aber der Weg. (…) Die Wis­sen­schaft bestä­tigt zum Bei­spiel seit lan­gem, dass die Ener­gie­spei­cher für Solar­ener­gie oder Wind­kraft längst zur Ver­fü­gung stün­den. Auch eine Umstel­lung auf ticket­lo­sen Nah­ver­kehr ist theo­re­tisch mög­lich. Aber nicht in die­sem Sys­tem…” Radio­fea­ture von Fer­di­nand Mey­en vom 24. Okto­ber 2019 beim Zünd­funk Gene­ra­tor BR2 externer LinkAudio Datei (Audio­län­ge: 47:20 Min.)
  • Frei­tag ist Streik­tag: In Deutsch­land wird auf den Demos Soli­da­ri­tät mit der syri­schen Regi­on Roja­va gezeigt und Recht­ex­tre­me bedro­hen Akti­vis­ten 
    “… In der 45. Woche gin­gen heu­te in Deutsch­land und der gan­zen Welt Schü­ler auf die Stra­ße, um für ernst­haf­ten Kli­ma­schutz zu demons­trie­ren. In eini­gen Län­dern bereits etwas län­ger als hier­zu­lan­de – nament­lich in Schwe­den – in ande­ren noch nicht so lan­ge. In den letz­ten Mona­ten haben sich Indi­en und Ban­gla­desch zu neu­en Schwer­punk­ten der Jugend­be­we­gung ent­wi­ckelt. Auch in Ost- und Süd­ost­asi­en neh­men die Aktio­nen zu. Eine Lis­te der heu­ti­gen Aktio­nen externer Link führt Demons­tra­tio­nen und Kund­ge­bun­gen in 138 Län­dern und 1.555 Städ­ten auf. (…)In Deutsch­land gin­gen Schü­ler in 51 Städ­ten zwi­schen Sylt und Über­lin­gen, zwi­schen Stral­sund und Saar­lou­is auf die Stra­ße. Das geht aus den Daten auf der deut­schen Fri­days-For-Future-Sei­te externer Link her­vor. Aus dem säch­si­schen Chem­nitz berich­ten die dor­ti­gen Orga­ni­sa­to­ren, dass sie bei ihrer Demons­tra­ti­on von Rechts­ex­tre­men bedroht wor­den sei­en. Als eini­ge Teil­neh­mer ein Trans­pa­rent als Sicht­schutz vor einen Teil der Kund­ge­bung hiel­ten, um nicht von den Rech­ten foto­gra­fiert wer­den zu kön­nen, sei dies von der Poli­zei mit dem Ver­weis auf das Ver­mum­mungs­ver­bot unter­sagt wor­den. Bei einer Pegi­da-Demons­tra­ti­on am Wochen­en­de in Dres­den hat­te die Poli­zei hin­ge­gen kei­ne Ein­wän­de gegen einen lan­gen, min­des­tens zwei Meter hohen Sicht­schutz der rech­ten Demons­tran­ten gehabt. Auch nicht, als aus den Rei­hen der Rechts­ex­tre­men But­ter­säu­re auf die nach Ver­an­stal­ter­an­ga­ben 8.000 Gegen­de­mons­tran­ten gewor­fen wur­de. Die Chem­nit­zer Demons­tra­ti­on ging auch zum ört­li­chen CDU-Büro, das am heu­ti­gen Frei­tag zeit­wei­se aus Pro­test gegen den Angriff auf die kur­di­schen, arme­ni­schen und ara­bi­schen Anti-IS-Kämp­fer in Nord­sy­ri­en besetzt wor­den war. Die Beset­zer wer­fen der Uni­on und ihrer Vor­sit­zen­den Kum­pa­nei mit den tür­ki­schen Angrei­fern und isla­mis­ti­schen Mili­zen vor. Die CDU sei mit­schul­dig an den Ver­bre­chen, die nun in Nord­sy­ri­en gesche­hen wür­den, heißt es in einer Pres­se­er­klä­rung der Beset­zer. Die Fri­days-For-Future-Schü­ler soli­da­ri­sier­ten sich mit der Beset­zung; sie berich­ten von gewalt­tä­ti­gen Angrif­fen durch zwei Rech­te auf ihre Demo vor dem CDU-Büro. …“ Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 25.10.2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks am 18.10. in über 1.500 Städ­ten welt­weit und in Deutsch­land ging es auch gegen Rüs­tungs­ex­por­te und um Soli­da­ri­tät mit Roja­va 
    “… In 37 deut­schen Städ­ten gin­gen heu­te die Schü­ler auf die Stra­ße, um für effek­ti­ven Kli­ma­schutz zu demons­trie­ren, wie eine Lis­te der bun­des­wei­ten Koor­di­na­ti­on zeigt. In eini­gen Bun­des­län­dern wie Ber­lin und Schles­wig-Hol­stein sind der­zeit noch Feri­en. Demos gab es unter ande­rem in Mün­chen, in Dort­mund, in Ber­lin und in Göt­tin­gen. Viel­fach ging es dabei auch um Soli­da­ri­tät mit den Bewoh­nern Nord­sy­ri­ens und ins­be­son­de­re mit der dor­ti­gen Umwelt­be­we­gung externer Link. Zum Teil führ­ten die Demons­tra­tio­nen daher vor ört­li­che Rüs­tungs­be­trie­be. Auf einer inter­na­tio­na­len Lis­te sind für heu­te 1.547 Aktio­nen in 141 Län­dern ver­zeich­net. Dar­un­ter sind Län­der wie Afgha­ni­stan und Alge­ri­en, die Tür­kei, Ban­gla­desch, Aser­bai­dschan, Chi­na, Ägyp­ten, Gha­na, Kenia, Grie­chen­land, Russ­land, Mexi­ko und nicht zuletzt Schwe­den. Kli­ma­schutz hat natür­lich viel mit einem Aus­stieg aus der Koh­le und mit einem Umbau der Ener­gie­ver­sor­gung zu tun. Und hier haben die Schü­ler nicht nur die Wis­sen­schaft, son­dern auch die Mehr­heit der Gesell­schaft ein­deu­tig auf ihrer Sei­te. Ent­ge­gen lau­tem Geun­ke von inter­es­sier­ter Sei­te scheint näm­lich die Zustim­mung der Bevöl­ke­rung zur Ener­gie­wen­de nach wie vor sehr hoch zu sein. Das ist zumin­dest das Ergeb­nis einer Umfra­ge externer Link, die von der Agen­tur für Erneu­er­ba­re Ener­gien in Auf­trag gege­ben wur­de. …“ Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 18.10.2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks gehen wei­ter. Jugend­li­che poli­ti­sie­ren sich zuneh­mend und stel­len Zusam­men­hän­ge mit ande­ren Bewe­gun­gen her 
    “Auch am heu­ti­gen Frei­tag wur­den wie­der in aller Welt Schu­len bestreikt und demons­triert, um von den Regie­run­gen wirk­sa­men Kli­ma­schutz und die Begren­zung der glo­ba­len Erwär­mung ein­zu­for­dern. Eine unvoll­stän­di­ge inter­na­tio­na­le Lis­te zeigt Ein­trä­ge aus 141 Län­dern, dar­un­ter Afgha­ni­stan, Argen­ti­ni­en, Alge­ri­en, Ban­gla­desch, Bra­si­li­en, Frank­reich, Indi­en, die Tsche­chi­sche Repu­blik, Russ­land, die Nie­der­lan­de, Tan­sa­nia, Uganda,Thailand und Togo. (…) Der­weil sehen die jugend­li­chen Akti­vis­ten ihren Kampf für Kli­ma­schutz offen­sicht­lich nicht los­ge­löst von ande­ren Aus­ein­an­der­set­zun­gen in der Gesell­schaft. In den letz­ten Mona­ten hat sich zum Bei­spiel eine zuneh­men­de Zahl der Orts­grup­pen expli­zit als anti­fa­schis­tisch bezeich­net. Das ist heu­te lei­der nicht mehr ganz selbst­ver­ständ­lich, nach­dem bür­ger­li­che Par­tei­en, Poli­zei und Ver­fas­sungs­schutz in den letz­ten Jah­ren viel Ener­gie dar­auf ver­wen­det haben, den in den 1980ern in West­deutsch­land erreich­ten anti­fa­schis­ti­schen Grund­kon­sens auf­zu­wei­chen und den Begriff zu stig­ma­ti­sie­ren. Auch der Angriff der tür­ki­schen Armee auf die kur­di­sche Selbst­ver­wal­tung in Nord­sy­ri­en stößt auf expli­zi­te Kri­tik. So soli­da­ri­sie­ren sich zum Bei­spiel Aurich for Future und Ende Gelän­de auf Twit­ter mit den Ein­woh­nern der Regi­on die “mit­tels Gewalt des tür­ki­schen Mili­tärs grau­sam bekämpft und ver­trie­ben wer­den”. Eine per Email ver­schick­te Erklä­rung der Anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Platt­form inner­halb Fri­days For Future erin­nert dar­an, dass die betrof­fe­ne Regi­on vom kle­ri­kal-faschis­ti­schen IS befreit wer­den muss­te und zwar von jenen Kräf­ten, die jetzt ange­grif­fen und als Ter­ro­ris­ten bezeich­net wer­den. Femi­nis­mus, Öko­lo­gie und Basis­de­mo­kra­tie sei­en die Grund­pfei­ler der dort ein­ge­rich­te­ten Ver­wal­tung und auch dort gebe es eine Initia­ti­ve Fri­days-For-Future-Roja­va sowie eine Kam­pa­gne “Make Roja­va Green Again”…” Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 11. Okto­ber 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: “Regie­rung im Tief­schlaf”. Die Streiks gehen wei­ter, eben­so “Aktio­nen des zivi­len Unge­hor­sams” 
    “… Die Schü­ler rufen der­weil den nächs­ten inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag aus. Da man weder auf der natio­na­len wie inter­na­tio­na­len Ebe­ne Fort­schrit­te im Kli­ma­schutz erken­nen kann, heißt es bei Fri­days-For-Future-Deutsch­land, rufe man zu Streiks und Aktio­nen am 29.11. auf. Drei Tage spä­ter beginnt in Chi­les Haupt­stadt Sant­ia­go die dies­jäh­ri­ge UN-Kli­ma­kon­fe­renz, auf der sich die Ver­trags­staa­ten der UN-Kli­ma­rah­men­kon­ven­ti­on und der Pari­ser Über­ein­kunft tref­fen. Aus über 100 deut­schen Städ­ten gebe es bereits Ankün­di­gun­gen für Pro­tes­te am 29.11. Die Schü­ler erneu­er­ten auch ihre For­de­rung, noch in die­sem Jahr mit dem Koh­le­aus­stieg zu begin­nen. (…) In einem offe­nen Brief externer Linkan Regie­rung und Koali­ti­ons­spit­zen wirft die deut­sche Fri­days-For-Future-Koor­di­na­ti­on den Emp­fän­gern vor, dass sie sich wei­ter im Tief­schlaf befin­den und die Pari­ser Über­ein­kunft fort­wäh­rend miss­ach­ten…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 05. Okto­ber 2019 bei tele­po­lis externer Link, sie­he dazu:
    • „Fri­days for Future“ und „Extinc­tion Rebel­li­on“: Neue Pro­tes­te ange­kün­digt
      “Die Kli­ma­schutz­be­we­gung „Fri­days for Future“ und die Grup­pe „Extinc­tion Rebel­li­on“ haben neue Aktio­nen ange­kün­digt. „Fri­days for Future“ ruft für den 29. Novem­ber zu einem wei­te­ren welt­wei­ten Pro­test­tag auf. Weni­ge Tage spä­ter beginnt in Chi­le die UNO-Kli­ma­kon­fe­renz. In einem Offe­nen Brief externer Link reagier­te „Fri­days for Future“ auch auf das von der Bun­des­re­gie­rung ver­ab­re­de­te Kli­ma­pa­ket. Es hand­le sich um eine poli­ti­sche Bank­rott­erklä­rung. (…) Auch die Bewe­gung „Extinc­tion Rebel­li­on“ erhöht den Druck auf die Poli­tik. Sie hat in Ber­lin zu einer Woche des zivi­len Unge­hor­sams auf­ge­ru­fen. Ab kom­men­dem Mon­tag sol­len Stra­ßen und Plät­ze blo­ckiert wer­den. Auch welt­weit sind Pro­tes­te ange­kün­digt. Geplant sind nach Anga­ben von „Extinc­tion Rebel­li­on“ über zwei Wochen Aktio­nen zivi­len Unge­hor­sams vor allem in Städ­ten in Euro­pa, Nord­ame­ri­ka und Aus­tra­li­en, aber auch in Argen­ti­ni­en, Süd­afri­ka und Indi­en. (…) Nach Infor­ma­tio­nen der “Süd­deut­schen Zei­tungexterner Link haben etwa 90 Pro­mi­nen­te einen Offe­nen Brief an die Bun­des­re­gie­rung unter­zeich­net. Dar­in erklä­ren sie sich mit den Zie­len und Pro­test­for­men der Bewe­gung soli­da­risch.” Bei­trag vom 04.10.2019 beim Deutsch­land­funk online externer Link
    • Sie­he dazu auch unser Dos­sier: Kli­ma-Bewe­gung “Extinc­tion Rebel­li­on”: “Wir sind der Auf­stand für das Leben”
  • Rote Hil­fe e.V.: Stoppt die Repres­si­on gegen die Kli­ma­be­we­gung! 
    Die mas­sen­haf­ten Schul­streiks der „Fri­days for Future“-Bewegung haben das The­ma Kli­ma­ge­rech­tig­keit mit Groß­de­mons­tra­tio­nen in die Innen­städ­te getra­gen und die not­wen­di­ge gesell­schaft­li­che Debat­te wei­ter ange­facht. (…) Schon gegen ande­re Akti­ons­for­men und Initia­ti­ven aus die­sem The­men­be­reich wie „Ende Gelän­de“ oder die Wald­be­set­zun­gen im Ham­ba­cher Forst hat­te der Repres­si­ons­ap­pa­rat zuneh­mend bru­tal durch­ge­grif­fen und von sei­nem gesam­ten Unter­drü­ckungs­ar­se­nal Gebrauch gemacht: mar­tia­li­sche Poli­zei­ein­sät­ze unter Ein­satz von exzes­si­ver Gewalt, mona­te­lan­ge Unter­su­chungs­haft nach der Beset­zung von Koh­le­bag­gern und hohe Geld­stra­fen soll­ten die Betrof­fe­nen ein­schüch­tern und die Bewe­gung schwä­chen. Inzwi­schen nimmt der Staat auch die „Fri­days for Future“ zuneh­mend als Bedro­hung wahr und tes­tet ver­schie­de­ne Repres­si­ons­for­men, um die jugend­li­chen Aktivist*innen von ihrem poli­ti­schen Enga­ge­ment abzu­hal­ten. Ers­te Sank­tio­nen waren Buß­gel­der, die im Fall von Ver­säu­men des Unter­richts ange­droht und in weni­gen Ein­zel­fäl­len auch ver­hängt wur­den. Vor­rei­te­rin war dabei das Land Baden-Würt­tem­berg, des­sen grü­ner Minis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann ein poli­ti­scher Unter­stüt­zer die­ser absur­den Maß­nah­me ist. Auf­grund brei­ter Mas­sen­pro­tes­te sah sich die Stadt Mann­heim, die die Buß­gel­der ver­hängt hat­te, Mit­te Juli 2019 inner­halb weni­ger Stun­den gezwun­gen, die­se zurück­zu­neh­men. Den­noch steht die Dro­hung mit Stra­fen im teil­wei­se drei­stel­li­gen Bereich wei­ter im Raum. Dass sich die Situa­ti­on nun wei­ter zuspitzt, war bei der bra­chia­len Räu­mung der Blo­cka­de zu sehen, die am 20. Sep­tem­ber im Anschluss an die Demons­tra­ti­on von „Fri­days for Future“ in Ham­burg statt­fand. (…) Die Rote Hil­fe e.V. erklärt sich soli­da­risch mit den Klimaaktivist*innen. Wir ver­ur­tei­len die Poli­zei­ge­walt gegen Sitz­blo­cka­den in Ham­burg wäh­rend des glo­ba­len Kli­ma­st­reiks eben­so wie die Andro­hung von Buß­gel­dern im Fall der Teil­nah­me an den wöchent­li­chen Demons­tra­tio­nen. Betrof­fe­ne kön­nen sich an unse­re Orts­grup­pen wen­den und wer­den dort soli­da­risch bera­ten und poli­tisch unter­stützt. Ob bei Demons­tra­tio­nen in den Innen­städ­ten, im Koh­le­re­vier oder im Ham­bi: im Fall von Repres­si­on ste­hen wir an eurer Sei­te.“ Mel­dung vom 02.10.19 von und bei Rote Hil­fe externer Link
  • Die glo­ba­le Akti­ons­wo­che der Schü­ler für kon­se­quen­ten Kli­ma­schutz ist am Sams­tag (28.09.2019) zu Ende gegan­gen – Über sie­ben Mil­lio­nen Men­schen welt­weit auf der Stra­ße 
    “Eine unvoll­stän­di­ge Über­sicht externer Link spricht von 7,6 Mil­lio­nen Teil­neh­mern an mehr als 6.100 Aktio­nen in 185 Län­dern zwi­schen dem 20. und 28. Sep­tem­ber. Dabei hat­te Ita­li­en mit 1,5 Mil­lio­nen strei­ken­den Schü­lern und unter­stüt­zen­den Demons­tran­ten knapp die Nase vor Deutsch­land, wo 1,4 Mil­lio­nen gezählt wur­den. Im Gegen­satz zu Deutsch­land, wo der wich­tigs­te Tag der Akti­ons­wo­che bereits am 20. Sep­tem­ber war, hat­ten ande­re Län­der den Schwer­punkt auf den 27. oder in ein­zel­nen Fäl­len auch auf den 28. gelegt. (…) Inter­es­sant am Ran­de, dass nicht über­all in Euro­pa und Nord­ame­ri­ka die Schul­streiks eine so migran­ten­fer­ne Ver­an­stal­tung zu sein schei­nen wie in Deutsch­land. Aus Lon­don berich­tet eine Beob­ach­te­rin, dass dort vie­le Spre­cher aus Ein­wan­de­rer­fa­mi­li­en kamen und auch hier in Los Ange­les, wo man offen­sicht­lich auch über die Beschränkt­heit des Kapi­ta­lis­mus nach­zu­den­ken beginnt, gab es nicht nur wei­ße Red­ner. (…) Der­weil gab es nach dem ver­gan­ge­nen Wochen­en­de in Ham­burg – regiert von SPD und Grü­nen – Kri­tik an der mas­si­ven Poli­zei­ge­walt gegen gewalt­freie Sitz­blo­ckie­rer. Die mit diver­sen Vide­os und Bil­dern beleg­ten geziel­ten Schmerz­grif­fe der Beam­tin­nen und Beam­ten las­sen die Fra­ge auf­kom­men, ob hier nicht von geziel­ter Fol­ter gespro­chen wer­den muss, wie die Frank­fur­ter Rund­schau mein­te. Die jun­gen Akti­vis­ten wol­len sich auf jeden Fall von der behörd­li­chen Gewalt weder ein­schüch­tern noch pro­vo­zie­ren las­sen son­dern wei­ter machen, wie sie in einer Erklä­rung externer Link zum Abschluss ihrer Akti­on erläu­ter­ten.“ Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 30.September 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Inter­na­tio­na­le Schul­streik­be­we­gung Fri­days For Future geht in ihre 51. Woche 
    Die inter­na­tio­na­le Schul­streik­be­we­gung Fri­days For Future geht in ihre 51. Woche. In Deutsch­land wird seit letz­tem Dezem­ber gestreikt. Am heu­ti­gen Frei­tag gin­gen hier­zu­lan­de in 30 Städ­ten Schü­ler auf die Stra­ße, dar­un­ter in Ber­lin, Ravens­burg, Osna­brück, Jena, Weil­burg, Lübeck, Frank­furt am Main und Zwi­ckau. Meist fan­den die Ver­an­stal­tun­gen außer­halb der Schul­zeit statt, denn in vie­len Bun­des­län­dern sind noch Schul­fe­ri­en. Schon am gest­ri­gen Don­ners­tag hat­te es in 17 deut­schen Städ­ten spon­ta­ne Schü­ler­de­mos gege­ben. Anlass war die Ver­öf­fent­li­chung eines Son­der­be­richts des IPCC (Inter­go­vern­men­tal Panel on Cli­ma­te Chan­ge, Zwi­schen­staat­li­cher Aus­schuss für Fra­gen des Kli­ma­wan­dels), in dem die­ser den Wis­sen­stand über den Zusam­men­hang zwi­schen Land­nut­zung und Kli­ma­wan­del zusam­men­fasst. (…)Welt­weit betei­lig­ten sich unter­des­sen am heu­ti­gen Frei­tag nach einer Auf­stel­lung externer Link auf der inter­na­tio­na­len Sei­te der Fri­days-for-Future-Bewe­gung in 102 Län­der und 749 Städ­te Schü­ler an Aktio­nen für mehr Kli­ma­schutz. Auch in Lau­sanne ging man auf die Stra­ße. Dort­hin hat­te der sehr akti­ve Schwei­zer Able­ger externer Link der inter­na­tio­na­len Bewe­gung zu einem Euro­pa-Tref­fen der jun­gen Kli­ma­schüt­zer ein­ge­la­den, das am heu­ti­gen Frei­tag zu Ende ging. Über 450 Teil­neh­mer aus 38 Län­dern wur­den gezählt. Der Kon­gress habe gezeigt, dass die FFF-Bewe­gung über die Som­mer­fe­ri­en stär­ker gewor­den sei, heißt es in einer zum Abschluss ver­brei­te­ten Pres­se­er­klä­rung externer Link. Auf der einen Sei­te müs­se die Bewe­gung die Not­brem­se zie­hen, in dem sie mit Mit­teln des zivi­len Unge­hor­sams gegen die Untä­tig­keit der Regie­run­gen vor­ge­he. Zum ande­ren suche sie aber auch Wege zu einer nach­hal­ti­gen Gesell­schaft…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 09. August 2019 bei tele­po­lis externer Link: Schul­streiks: Unter­stüt­zung von den Gewerk­schaf­ten
  • Fri­days for Future Som­mer­kon­gress: Alle müs­sen strei­ken 
    “Die meis­ten Leu­te ver­ste­hen nun, dass der Pla­net brennt. Jetzt müs­sen alle han­deln. FFF plant einen Gene­ral­streik, die Poli­tik stellt sich noch quer. Fri­days for Future – FFF. Som­mer­kon­gress. Etwa 1.400 Men­schen sind aus über 200 Orten zu der mehr­tä­gi­gen Ver­an­stal­tung in Dort­mund ange­reist; die Hälf­te min­der­jäh­rig. Über 200 Ver­an­stal­tun­gen mit Gewerkschaftler*innen, Wissenschaftler*innen, Aktivist*innen, Klimaschutz-Lobbyist*in­nen, Pro­mi­nen­ten ste­hen auf dem Pro­gramm. Die Stim­mung ist ange­spannt. Denn anders als vie­le, die den Kli­ma­wan­del wie ein Phä­no­men from outer space betrach­ten, lesen die vor­wie­gend jun­gen Men­schen die Berich­te des Welt­kli­ma­rats. Die ver­hei­ßen nichts Gutes. (…) Anne Klein-Hitpaß vom Think­tank Ago­ra Ver­kehrs­wen­de, die an der Schnitt­stel­le zwi­schen Poli­tik und Wis­sen­schaft arbei­tet, ist da opti­mis­ti­scher. Die jun­gen Leu­te hät­ten gar kei­ne Ahnung, wie sehr sie stör­ten. Fri­days for Future sei es zu ver­dan­ken, dass sich das gan­ze Land in Sachen Kli­ma­wan­del nun posi­tio­nie­ren müs­se. Posi­tio­nie­ren indes reicht nicht. Schließ­lich steht auf den Schil­dern von FFF nicht: „Wir strei­ken, bis ihr euch posi­tio­niert.“ Auf den Schil­dern steht: „Wir strei­ken, bis ihr han­delt.“ (…) Nun also statt Schul­streik Gene­ral­streik. Aber poli­ti­scher Streik: ist der in Deutsch­land nicht ver­bo­ten? (…) Das juris­tisch umstrit­te­ne Ver­bot von Gene­ral­streiks basiert auf einem Gut­ach­ten von 1955. Dort steht, Streiks sei­en nur im Rah­men von Tarif­for­de­run­gen zuläs­sig. Ver­fasst hat es der dama­li­ge Prä­si­dent des Bun­des­ar­beits­ge­richts, Hans Carl Nip­per­dey – ein Kar­rie­rist im Drit­ten Reich. Bis heu­te wird sein Gut­ach­ten als gene­rel­les Ver­bot poli­ti­scher Streiks in Deutsch­land inter­pre­tiert. „Kli­ma­schutz, da darf uns der Mund nicht ver­bo­ten wer­den“, sagt Luca Sam­li­dis von Fri­days for Future. „Da geht es um die Zukunft unser aller und der­je­ni­gen, die nach uns auf die­sem Pla­ne­ten leben wol­len.“ Zuletzt fand 1948 ein Gene­ral­streik statt. Geht es nach Fri­days for Future, wird sich das am 20. Sep­tem­ber 2019 ändern.”Arti­kel von Anett Sel­le vom 2.8.2019 bei der taz online externer Link – sie­he für Details unser neu­es Dos­sier Kli­ma­st­reik am 20. Sep­tem­ber 2019 – öko­lo­gi­sche Not­wen­dig­keit und gewerk­schaft­li­che Debat­te (um das Streik­recht)
  • Schul­streiks: Aktio­nen in 101 Län­dern – Schü­ler­pro­tes­te hal­ten an. Bun­des­wei­ter Kon­gress und euro­pa­wei­tes Tref­fen in den Feri­en 
    “Die Schü­ler­ak­tio­nen für schnel­len Kli­ma­schutz gehen wei­ter. Am gest­ri­gen Frei­tag wur­de wie­der in in 101 Län­dern in über 800 Städ­ten demons­triert und zum Teil auch gestreikt, wo es noch kei­ne Feri­en gibt. 102 Städ­te waren allein in den USA betei­ligt, 26 in Mexi­ko, 12 in der Tür­kei, vier in Nige­ria, je 62 in Indi­en und Ita­li­en sowie 43 in Deutsch­land. Demons­tra­tio­nen gabe es unter ande­rem in Ber­lin, aber auch in diver­sen Städ­ten im am Frei­tag noch beson­ders hei­ßen Wes­ten. An einem Tage­bau im rhei­ni­schen Braun­koh­le­re­vier wur­de eben­falls pro­tes­tiert. Eben­so in Öster­reichs Haupt­stadt Wien, in Ugan­das Kapi­ta­le Kam­pa­la oder in dem klei­nen ost­in­di­schen Dorf Ukhra. In Stutt­gart gab es zur Abwechs­lung mal kei­ne Akti­on in der Innen­stadt. Statt des­sen tra­fen sich die Pro­tes­tie­ren­den am dor­ti­gen Flug­ha­fen, wie der SWR berich­tet. Mit Pla­kat­auf­schrif­ten wie “Weni­ger flie­gen bes­ser leben”, “No more Bil­lig­flie­ger” und “Kli­ma­schutz jetzt” mach­ten sie auf die schäd­li­chen Fol­gen des Flie­gens für das Kli­ma auf­merk­sam. (…) Auch in Groß­bri­tan­ni­en fan­den in 36 Städ­ten Aktio­nen der Schü­ler statt. Dort hat die­ser Tage eine Umfra­ge erge­ben, dass 71 Pro­zent der Bri­ten der Ansicht sind, der Kli­ma­wan­del sei lang­fris­tig wich­ti­ger als die Bre­x­it­fra­ge. Sie­ben von zehn Erwach­se­nen hät­ten geant­wor­tet, dass die Regie­rung auf die­sem Feld zu wenig mache, wobei die­se Mei­nung von Frau­en sowie die jün­ge­ren Befrag­ten häu­fi­ger ver­tre­ten wer­de. Hier­zu­lan­de tref­fen sich die Schü­ler nächs­te Woche zu einem bun­des­wei­ten Som­mer­kon­gress in Dort­mund. Im Anschluss geht es denn gleich wei­ter zu einem offe­nen Euro­pa­tref­fen ins schwei­ze­ri­sche Lau­sanne, wo vom 5. bis zum 9. August über Stra­te­gien und Per­spek­ti­ven dis­ku­tiert wer­den soll.” Bericht von Wolf­gang Pom­rehn vom 27. Juli 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: Pro­tes­te auch in den Feri­en 
    “… Auch am gest­ri­gen Frei­tag gin­gen wie­der in zahl­rei­chen Län­dern Schü­ler auf die Stra­ße, um für schnel­len Kli­ma­schutz zu demons­trie­ren. In Deutsch­land waren in 42 Städ­ten Aktio­nen ange­mel­det. In Köln ging eine gan­ze Streik­wo­che zu Ende. In Ber­lin hat­te sich Gre­ta Thun­berg ange­kün­digt, jene jun­ge Schwe­din, die zu Beginn des aus­ge­hen­den Schul­jah­res die inzwi­schen fast welt­wei­ten Aktio­nen mit ihrem Sitz­streik vor dem Stock­hol­mer Par­la­ment ins Rol­len gebracht hat­te. In Ber­lin, wo Thun­berg vor vie­len hun­dert Men­schen sprach, sind bereits seit Juni Schul­fe­ri­en und inzwi­schen haben sie auch in den meis­ten ande­ren Bun­des­län­dern begon­nen. Trotz­dem hält ein har­ter Kern von Akti­vis­ten wei­ter durch und will Ende Juli zu einem Som­mer­kon­gress in Dort­mund zusam­men kom­men. In Groß­bri­tan­ni­en war ges­tern der letz­te Schul­tag. In Lon­don kamen viel­leicht 200 bis 300 Schü­ler vor dem Par­la­ment zusam­men. Im Anschluss blo­ckier­ten sie gemein­sam mit Akti­vis­ten der Extinc­tion Rebel­li­on die benach­bar­te West­mins­ter Brü­cke. (…) Auch in Schwe­den, Aus­tra­li­en, Bra­si­li­en, Spa­ni­en, Indi­en, Ita­li­en, Argen­ti­ni­en und in 94 wei­te­ren Län­dern fan­den Schul­streiks, Demons­tra­tio­nen und ande­re Aktio­nen statt. Mit 101 die meis­ten in den USA, wäh­rend Schwe­den mit 78 Städ­ten gemes­sen an der Bevöl­ke­rung die höchs­te Pro­test­dich­te haben dürf­te. In eini­gen Län­dern, wie etwa Polen, sind es aller­dings nur ein­zel­ne Akti­ve…” Bericht von Wolf­gang Pom­rehn vom 20. Juli 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Ber­li­ner Rechts­an­wäl­tin: „Fri­days for Future ist kein Schul­schwän­zen“ 
    Die jun­gen Kli­ma-Demons­tran­ten bekom­men juris­ti­sche Unter­stüt­zung. Die Ber­li­ner Rechts­an­wäl­tin Sis­sy Bru­cker (45) hat unter­sucht, ob die „Fri­days For Future“-Demonstranten sich ins Unrecht set­zen – und kommt zu dem Schluss: Nein! Der Kampf für das Kli­ma ist eine höhe­re Sache, also ein Men­schen­recht und damit wich­ti­ger als ein Gesetz mit Ord­nungs­maß­nah­men zur Durch­set­zung der Schul­pflicht“, so die pro­mo­vier­te Ver­tei­di­ge­rin mit Kudamm-Kanz­lei, die Fach­an­wäl­tin für Straf­recht, Vor­stand der Ber­li­ner Rechts­an­walts­kam­mer, Exper­tin für Men­schen­rech­te und Dozen­tin der Ber­li­ner Poli­zei­fach­hoch­schu­le ist. Sie will die Schü­ler über ihre Rech­te auf­klä­ren. „Sie haben mich mit ihrer Akti­on berührt. Es geht dar­um, dass sie argu­men­tie­ren kön­nen, wenn ihnen das nächs­te Mal Schul­schwän­zen vor­ge­wor­fen wird.“…” Arti­kel von Kat­ja Col­men­a­res vom 20. Juli 2019 bei der Ber­li­ner Zei­tung online externer Link
  • Mann­heim: Stadt hebt Buß­gel­der gegen „Fri­days for Future“-Teilnehmer wie­der auf
    “Die Stadt Mann­heim hebt die zuvor von ihr erho­be­nen Buß­geld­be­schei­de gegen vier Teil­neh­mer der „Fri­days for Future“-Proteste wie­der auf. Das teil­te die Ver­wal­tung am Don­ners­tag­nach­mit­tag mit. Man habe sich „nach einer umfas­sen­den Prü­fung dazu ent­schlos­sen“. Dem­nach sei­en die Beschei­de „rou­ti­ne­mä­ßig“ auf Initia­ti­ve der der Geschwis­ter-Scholl-Schu­le ver­schickt wor­den und „for­mal kor­rekt – aber nicht gebo­ten“. (…) Die vier Buß­geld­be­schei­de sei­en noch nicht rechts­kräf­tig. Mit der Auf­he­bung der Beschei­de ent­fal­le auch die Zah­lungs­pflicht. „Die Schul­lei­tung der Geschwis­ter-Scholl-Schu­le hat­te Anfang Juni in fünf Fäl­len bei der Stadt Mann­heim Anzei­ge erstat­tet, weil die Schü­ler wie­der­holt wäh­rend der Unter­richts­zeit gefehlt hat­ten, um zu demons­trie­ren. In vier Fäl­len wur­den Buß­geld­be­schei­de erlas­sen. Nur in einem wei­te­ren Fall wur­den von dem Betrof­fe­nen Aus­sa­gen zur Sache gemacht, wes­halb eine ver­tief­te Prü­fung durch die Stadt Mann­heim statt­fand und kein Buß­geld­be­scheid erlas­sen wur­de“, so die Stadt am Don­ners­tag­nach­mit­tag. Die Buß­geld­hö­he der vier erlas­se­nen Beschei­de lag dem­nach bei 60 Euro zuzüg­lich 25 Euro Ver­wal­tungs­ge­bühr sowie 3,50 Euro für die Zustel­lung des Bescheids.” Mel­dung vom 18. Juli 2019 vom und beim Mann­hei­mer Mor­gen online externer Link
  • GEW und ver.di rufen auf zur Fri­days for Future Som­mer­de­mo am Frei­tag 12.7. in Düsseldorf/​Neuss 
    Am kom­men­den Frei­tag 12.7. wird es in Düsseldorf/​Neuss eine Groß­de­mo von Fri­days for Future mit anschliessender/​m Kundgebung/​Konzert geben. Dazu haben erst­ma­lig auch die Gewerk­schaf­ten GEW und ver.di auf­ge­ru­fen: 12.07.2019, 13:00h – Treff­punkt: Am Süd­fried­hof 16, 40000 Düs­sel­dorf. Sie­he Auf­ruf und Infos beim ver.di Bezirk Düs­sel-Rhein-Wup­per externer Link – Kli­mage­werk­schaf­te­rIn­nen sind natür­lich dabei!
    • Fünf-Tage-Non­stop für das Kli­ma. Dau­er­pro­test in Köln beginnt am Mon­tag /​Akti­vis­ten wol­len nach den Feri­en Kli­ma­st­reiks fort­set­zen
      Die »Fri­days for Future«-Bewegung will in die­ser Woche fünf Tage am Stück in Köln demons­trie­ren. Die Teil­neh­mer wol­len ab Mon­tag­mor­gen 9 Uhr fünf Tage und um die Uhr auf dem Alten Markt in der Alt­stadt prä­sent sein und für den Kli­ma­schutz ein­tre­ten. Das Gan­ze ende am Frei­tag – dem letz­ten Tag vor den Som­mer­fe­ri­en – mit einer Abschluss­kund­ge­bung, sag­te eine Spre­che­rin. Danach ver­ab­schie­de man sich in die Som­mer­pau­se. Die Orga­ni­sa­to­ren erwar­ten, dass an allen Tagen jeweils 30 bis 50 Teil­neh­mer anwe­send sind. Es sol­le in ver­schie­de­nen Schich­ten demons­triert wer­den. In der letz­ten Woche vor den Som­mer­fe­ri­en fin­de in den Schu­len ohne­hin meist nicht mehr viel Unter­richt statt, so dass die Zeit bes­ser für einen guten Zweck genutzt wer­den kön­ne, sag­te die Spre­che­rin. Nach den Som­mer­fe­ri­en will die Bewe­gung ihre Streiks für den Kli­ma­schutz fort­set­zen. Für den 20. Sep­tem­ber sei­en auch die Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer welt­weit zum Strei­ken auf­ge­ru­fen…” Mel­dung vom 08.07.2019 beim ND online externer Link
  • Schul­streiks: Lob von der OPEC – In 100 Län­dern waren heu­te Schü­ler auf der Stra­ße um mehr Kli­ma­schutz zu for­dern. Deut­sche Rechts­ex­tre­mis­ten schü­ren blan­ken Hass gegen sie
    Auch die­sen Frei­tag gin­gen wie­der in zahl­rei­chen Län­dern Schü­ler auf die Stra­ße, um mehr Kli­ma­schutz zu for­dern. Meist han­del­te es sich um Schul­streiks, aber auch in Ber­lin, wo bereits Som­mer­fe­ri­en sind, gab es Aktio­nen. Am Nach­mit­tag hat­te wie jeden Frei­tag das ört­li­che Natur­kun­de Muse­um sei­ne Tore für den Nach­wuchs geöff­net und lud zu einer Som­mer­schu­le Kli­ma­wis­sen ein. Robert Pietz­cker vom Pots­dam Insti­tut für Kli­ma­fol­gen­for­schung sprach mit den Jugend­li­chen über deut­sche und euro­päi­sche Kli­ma­po­li­tik. Ins­ge­samt waren für Deutsch­land am heu­ti­gen Frei­tag Demons­tra­tio­nen in 50 Städ­ten ange­kün­digt. Welt­weit woll­ten in 811 Städ­ten in 100 Län­dern Jugend­li­che demons­trie­ren. Dar­un­ter waren zum Bei­spiel 57 Städ­te in Indi­en, 62 in Ita­li­en, drei in Russ­land, je eine auf Vanua­tu und auf Mau­ri­ti­us, 25 in Mexi­ko, vier in Nige­ria, 53 in Spa­ni­en, 11 in der Tür­kei, 76 in Schwe­den und 95 in den USA. Der­weil schla­gen ver­hetz­te Äuße­run­gen von PEGI­DA-Demons­tran­ten über den ermor­de­ten CDU-Poli­ti­ker Wal­ter Lübgcke medi­al hohe Wel­len, die am Don­ners­tag das ARD-Maga­zin Kon­tras­te doku­men­tiert hat­te. Nach Anga­ben der Neu­en Osna­brü­cker Zei­tung hat die Staats­an­walt­schaft Dres­den inzwi­schen Ermitt­lun­gen gegen Unbe­kannt ein­ge­lei­tet. Im glei­chen Kon­tras­te-Bei­trag wird auch abgrund­tie­fer Hass der rechts­ex­tre­men Demons­tran­ten, die man­cher Jour­na­list noch immer für “besorg­te Bür­ger” zu hal­ten scheint, gegen Kli­ma­schüt­zer und ‑wis­sen­schaft­ler belegt. (…) Unter­des­sen fühlt sich Thun­berg durch eine ande­re Kri­tik geadelt. Jüngs­te Äuße­run­gen des Gene­ral­se­kre­tärs der OPEC, Moham­med Bar­kin­do, bezeich­ne­te sie als bis­her größ­te Bedro­hung. Bar­kin­do hat­te Anfang der Woche auf einer Sit­zung sei­ner Orga­ni­sa­ti­on in Wien laut Agen­tur­be­rich­ten geäu­ßert, dass es eine “wach­sen­de Mas­sen­mo­bi­li­sie­rung der welt­wei­ten öffent­li­chen Mei­nung gegen das Öl” gebe. Die­se “beginnt die Poli­tik und Kon­zern­ent­schei­dun­gen zu dik­tie­ren, auch Ent­schei­dun­gen über Inves­ti­tio­nen in die Indus­trie”. Dies sei womög­lich die größ­te Bedro­hung für die Ölin­dus­trie.” Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 5. Juli 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Kli­ma ret­ten vor den Som­mer­fe­ri­en: »Fri­days for Future« kün­digt Fünf-Tage-Demo in Köln an 
    “Die »Fri­days for Future«-Bewegung in Köln will in der kom­men­den Woche fünf Tage am Stück demons­trie­ren. Die Teil­neh­mer wol­len von Mon­tag bis Frei­tag (8. bis 12. Juli) rund um die Uhr auf dem Alter Markt in der Alt­stadt prä­sent sein und für den Kli­ma­schutz ein­tre­ten, teil­te die Köl­ner Grup­pe von »Fri­days for Future« mit. Geplant sei ein bun­tes Pro­gramm mit Work­shops, Dis­kus­sio­nen und Live-Musik. So sol­le ein ver­stärk­tes Signal an die Köl­ner Poli­ti­ker gesen­det wer­den, die Kli­ma­kri­se end­lich ernst zu neh­men und ent­spre­chend zu han­deln. Die Orga­ni­sa­to­ren erwar­ten nach Anga­ben einer Spre­che­rin, dass an allen Tagen jeweils 30 bis 50 Teil­neh­mer anwe­send sind. Es sol­le in ver­schie­de­nen Schich­ten gear­bei­tet wer­den. In der letz­ten Woche vor den Som­mer­fe­ri­en fän­de in den Schu­len ohne­hin meist nicht mehr viel Unter­richt statt, so dass die Zeit bes­ser für einen guten Zweck genutzt wer­den kön­ne, sag­te die Spre­che­rin…” Mel­dung von und bei neu­es Deutsch­land vom 3. Juli 2019 externer Link

  • Schul­streiks: Men­schen­ket­te um den Bun­des­tag 
    “… Die Schü­ler las­sen nicht locker. Auch am heu­ti­gen Frei­tag fin­den wie­der rund um den Glo­bus Schul­streiks und ande­re Aktio­nen für mehr Kli­ma­schutz statt. In einer ver­mut­lich unvoll­stän­di­gen Lis­te wer­den 785 Städ­te ange­führt, in denen sich Jugend­li­che ver­sam­meln wol­len. Unter ande­rem gibt es 53 Mel­dun­gen aus Kana­da, 13 aus Bra­si­li­en, 14 aus Chi­le, 16 aus der Tsche­chi­schen Repu­blik, 29 aus Frank­reich, 99 aus den USA, 4 von Tai­wan, zehn aus Indo­ne­si­en und 59 aus Indi­en, wo noch immer diver­se Lan­des­tei­le unter einer schwe­ren Dür­re lei­den, wäh­rend Mum­bai unter sint­flut­ar­ti­gen Nie­der­schlä­gen stöhnt. In Deutsch­land soll es, so eine Auf­zäh­lung der hie­si­gen Fri­days-for-Future-Bewe­gung, in 56 Städ­ten Kund­ge­bun­gen, Men­schen­ket­ten, Demons­tra­tio­nen und Fahr­rad­kor­sos geben. Dar­un­ter auf Feh­marn, in Neu­bran­den­burg, Kas­sel, Jena, Kiel, Leip­zig, Mün­chen, Ful­da und Worms. In Ber­lin, wo bereits Schul­fe­ri­en sind, gibt es zur Stun­de eine Men­schen­ket­te um den Bun­des­tag. (…) Pas­send dazu hat der Sach­ver­stän­di­gen­rat für Umwelt­fra­gen der Bun­des­re­gie­rung ges­tern sein Son­der­gut­ach­ten “Demo­kra­tisch regie­ren in öko­lo­gi­schen Gren­zen – Zur Legi­ti­ma­ti­on von Umwelt­po­li­tik” über­ge­ben. Dar­in wer­den pro­ze­du­ra­le und insti­tu­tio­nel­le Ver­än­de­run­gen vor­ge­schla­gen, “um ein demo­kra­ti­sches Regie­ren inner­halb öko­lo­gi­scher Belas­tungs­gren­zen zu ermög­li­chen”. Zum Bei­spiel könn­te das Bun­des­um­welt­mi­nis­te­ri­um auch Geset­ze außer­halb sei­nes Zustän­dig­keits­be­reichs zu initi­ie­ren, bei­spiels­wei­se für Land­wirt­schaft oder Ver­kehr. “Ein neu ein­zu­rich­ten­der ‘Rat für Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit’ könn­te hel­fen, Inter­es­sen der jun­gen und künf­ti­gen Genera­tio­nen im Zyklus der Wahl­pe­ri­oden eine Stim­me zu geben”, heißt es beim SRU. Für die­sen wird ein beding­tes Veto-Recht mit auf­schie­ben­der Wir­kung für Geset­zes­vor­ha­ben mit Umwelt­aus­wir­kun­gen gefor­dert. Das wür­de sicher­lich für mehr öffent­li­che Debat­te sor­gen, wie auch der SRU meint. Eine Min­der­heit des SRU sieht das aller­dings kri­tisch und befürch­tet eine Läh­mung der Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren…” Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 28. Juni 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Zen­tra­ler, inter­na­tio­na­ler FFF-Streik am 21. Juni in Aachen  /​Demons­tra­ti­on am 22.6 
    Am Frei­tag, den 21.06, fin­det der ers­te inter­na­tio­na­le, zen­tra­le Streik von Fri­days for Future in Aachen statt. Aus ins­ge­samt 16 Län­dern kom­men Schüler*innen, Stu­die­ren­de, Eltern, Wissenschaftler*innen, Lehrer*innen, Künstler*innen und alle Ande­ren in die Kai­ser­stadt, um für eine gerech­te und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Kli­ma­po­li­tik zu demons­trie­ren. Hier hat Geschich­te statt­ge­fun­den, und jetzt wol­len wir die Zukunft schaf­fen. Aachen liegt direkt am rhei­ni­schen Braun­koh­le­re­vier, wel­ches die größ­te CO2-Quel­le in ganz Euro­pa ist. Wir kön­nen nicht län­ger zuse­hen und wol­len es auch nicht: Vor unse­ren Augen wird aktiv unser Kli­ma zer­stört. Das neh­men wir nicht hin! War­um gera­de in Aachen liegt auf der Hand: Durch die Lage im Drei-Län­der-Eck bringt die Stadt her­vor­ra­gen­de inter­na­tio­na­le Vor­aus­set­zun­gen mit sich. Zudem ist Kli­ma­schutz kei­ne Län­der­sa­che. Die­ses glo­ba­le Pro­blem gilt es gemein­sam zu lösen. Dafür gehen wir auf die Stra­ße mit unse­rem Mot­to „Cli­ma­te Jus­ti­ce without bor­ders – United For a Future“.” Auf­ruf mit Video externer Link auf der Akti­ons­sei­te, dort Infos zum Ablauf und mehr. Sie­he auch News­blog zu Ende Gelän­de beim ND online externer Link und hier:
    • So gut sor­tiert wie nie – Selbst für die Poli­zei: bere­chen­bar 
      Die größ­te Schü­ler­be­we­gung der Geschich­te Fri­days for Future ver­än­dert auch die radi­ka­le Lin­ke: Sie ist ein­fühl­sam gewor­den. (…) Über ein­tau­send Men­schen erstürm­ten am Wochen­en­de den Tage­bau in Garz­wei­ler, Hun­der­te blo­ckier­ten über Stun­den und Tage die nahe gele­ge­nen Schie­nen­glei­se am Koh­le­kraft­werk Neurath und am rund 40 Kilo­me­ter ent­fern­ten Ham­ba­cher Forst. Zehn­tau­sen­de gin­gen zuvor in Aachen und Hoch­neu­kirch für ein rasches Ende der Koh­le­för­de­rung und eine effek­ti­ve­re Kli­ma­schutz­po­li­tik auf die Stra­ßen. Es waren wie­der vie­le Bewe­gungs­re­kor­de dabei, eine Neu­ge­burt der Anti-Koh­le-Bewe­gung in Deutsch­land und vor allem: Aus­druck einer Ver­än­de­rung. Die radi­ka­le Umwelt­be­we­gung ist ein­fühl­sam gewor­den über die Jah­re, erwach­sen, eta­bliert und heu­te wohl so orga­ni­siert wie nie zuvor. Wäre die­se Bewe­gung ein Mensch, dann ein Eltern­teil. Hät­te sie eine Küche, dann eine sau­be­re. Jetzt hat die­se Bewe­gung Nach­wuchs bekom­men: Die Schü­le­rin­nen sind da und die Schü­ler, die Kin­der von Fri­days for Future, die in weni­ger als einem Jahr schaff­ten, was radi­ka­le Kraft­werks- und Tage­bau­be­set­zer seit über zehn Jah­ren ver­su­chen: dass ganz Deutsch­land über Kli­ma­wan­del redet. (…) Ein gutes Jahr­zehnt bereits reif­te die einst sehr über­schau­ba­re Kli­ma­be­we­gung in Deutsch­land zu die­sem Moment her­an. Erst waren es klei­ne Kli­ma­camps, oft besucht von nur ein paar Dut­zend Teil­neh­mern, vor allem aus anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Grup­pen, die den Begriff der Kli­ma­ge­rech­tig­keit in Deutsch­land ein­führ­ten. Gemeint war damit: dar­an zu den­ken, dass die Emis­si­ons­quo­ten in Deutsch­land Aus­wir­kun­gen vor allem auf die armen Bevöl­ke­rungs­tei­le am ande­ren Ende der Welt haben wür­den. Nun ist die­se Bot­schaft ange­kom­men, spä­tes­tens wohl, seit ein You­Tube-Star namens Rezo es sei­nen Zuschau­ern neu­lich in einem Inter­net­vi­deo zu erklä­ren ver­such­te. Mit dem Erwach­sen­wer­den, mit dem Vor­drin­gen in die gesell­schaft­li­che Mit­te hat sich auch die radi­ka­le Lin­ke ver­än­dert. So sor­tiert war sie noch nie. Selbst für die Poli­zei: bere­chen­bar…” Arti­kel von Mar­tin Kaul vom 23. 6. 2019 bei der taz online externer Link
    • [Fri­days for Future] “Wir strei­ken, bis Poli­ti­ker end­lich ihren Job machen” 
      “… Wäh­rend die EU-Regie­run­gen sich auf ihrem Gip­fel­tref­fen nicht ein­mal auf das unzu­rei­chen­de Ziel der Kli­ma­neu­tra­li­tät bis 2050 eini­gen konn­te, demons­trie­ren und strei­ken die Schü­ler unver­dros­sen wei­ter. Für 796 Städ­te in 100 Län­dern waren für den heu­ti­gen Frei­tag Schul­streiks und Pro­test­ak­tio­nen ange­mel­det. In Deutsch­land waren es zwi­schen Fried­richs­ha­fen und Nie­büll 32 – und zum Bei­spiel Indi­en, wo die Men­schen gera­de unter einer töd­li­chen Hit­ze­wel­le und einer extre­men Dür­re äch­zen, 58 Städ­te. Hier­zu­lan­de gab es neben den dezen­tra­len Schul­streiks auch eine zen­tra­le, inter­na­tio­na­le Demons­tra­ti­on in Aachen, in der Nach­bar­schaft des rhei­ni­schen Braun­koh­le­re­viers. Min­des­tens 35.000 Men­schen kamen aus dem In- und Aus­land in die alte Kai­ser­stadt, um für Kli­ma­ge­rech­tig­keit und den schnel­len Aus­stieg aus der Koh­le zu demons­trie­ren. Red­ner mach­ten auf den Auf­takt- und Abschluss­kund­ge­bun­gen klar, dass man so lan­ge wei­ter strei­ken wer­de, “bis Poli­ti­ker end­lich ihren Job machen”. Die deut­sche Fri­days-for-Future-Bewe­gung for­dert unter ande­rem den Stopp aller Sub­ven­tio­nen für fos­si­le Ener­gie­trä­ger, einen Koh­le­aus­stieg bis 2030 und die Still­le­gung der ers­ten 25 Pro­zent noch in die­sem Jahr. Die Demons­tra­ti­on war geprägt von den Schü­lern und ihrer guten Stim­mung, aber es waren alle Genera­tio­nen ver­tre­ten…” Bericht von Wolf­gang Pom­rehn vom 21. Juni 2019 bei Tele­po­lis externer Link mit vie­len Fotos – à pro­pos Ent­eig­nung: In Garz­wei­ler darf die RWE immer noch legal die Bewoh­ner gan­zer Dör­fer zwecks Koh­le­ta­ge­bau aus Pro­fit­grün­den ent­eig­nen – trotz Wider­stand externer Link
    • Fri­days for Future in Aachen: Der aktu­el­le Stand zum inter­na­tio­na­len Streik am 21. und der Demons­tra­ti­on am 22.6 
      Am Frei­tag, den 21. Juni, fin­det der ers­te inter­na­tio­na­le, zen­tra­le Streik von Fri­days for Future in Aachen statt. Aus ins­ge­samt 16 Län­dern kom­men Schüler*innen, Stu­die­ren­de, Erwach­se­ne, Wissenschaftler*innen, Leh­rer* innen, Künstler*innen und vie­le mehr in die Kai­ser­stadt, um für eine gerech­te und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Kli­ma­po­li­tik zu demons­trie­ren. Aachen liegt direkt am rhei­ni­schen Braun­koh­le­re­vier. Die­ses Gebiet ist die größ­te CO2-Quel­le in ganz Euro­pa. (…) FREITAG, 21. JUNI IN AACHEN: INTERNATIONALER STREIK
      Nach der Anrei­se am Frei­tag bis 12 Uhr tref­fen sich alle Teil­neh­men­den an den jewei­li­gen Start­punk­ten: am Aache­ner Haupt­bahn­hof (Nor­mal­uhr), im West­park und am C.A.R.L. bei der RWTH. Von den drei Treff­punk­ten aus star­ten die ein­zel­nen Schwei­fe in Rich­tung Innen­stadt, wo sie zusam­men­fin­den und zu einem gro­ßen Demo­zug wer­den. Die­ser Demo­zug macht sich dann geschlos­sen auf den Weg zum Tivo­li. Dort fin­det die gro­ße Kund­ge­bung mit einem viel­fäl­ti­gen Pro­gramm statt. (…) Nach dem gro­ßen Streik in Aachen fin­det am Sams­tag eine Demons­tra­ti­on direkt am Tage­bau Garz­wei­ler statt. Der Treff­punkt für die Demons­tra­ti­on ist auf dem Markt­platz des Dorfs Hoch­neu­kirch um 11 Uhr. Von dort ver­läuft die Rou­te unter der Auto­bahn hin­durch direkt zum Rand des Tage­bau Garz­wei­ler. Die Fri­days pla­nen eine Pres­se­ak­ti­on und bit­ten alle Unterstützer*innen, ein typi­sches »Schul­ob­jekt« wie bspw. einen Col­le­ge-Block, ein Schul­buch oder Ähn­li­ches mit­zu­brin­gen. Die Demo endet bei der Kund­ge­bung von #Alle­Dör­fer-Blei­ben direkt vor Key­en­berg
      …” Pro­gramm aus dem par­ents­for­fu­ture News­let­ter #3 – sie­he die Akti­ons­sei­te externer Link
    • Sie­he auch: Rhei­ni­sches Braun­koh­le­re­vier soll still­ge­legt wer­den – Ende Gelän­de plant Mas­sen­ak­ti­on des zivi­len Unge­hor­sams für Juni 2019
  • Ers­te Schu­le erklärt: Teil­nah­me an Fri­days for Future ist kein Schwän­zen! 
    Seit Mona­ten gehen jun­ge Men­schen, vor allem Schü­le­rin­nen und Schü­ler, jeden Frei­tag gegen den Kli­ma­wan­del auf die Stra­ße. Statt die For­de­run­gen der Jugend, wie auch der Wis­sen­schaft ernst zu neh­men, for­dern Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker von CDU, CSU, FDP und AfD har­te Sank­tio­nen gegen die Demons­trie­ren­den. Eine Dor­mun­der Schu­le hat dar­auf reagiert, aller­dings anders als erwar­tet, sie erklärt, dass die Teil­nah­me an Fri­days for Future kein Schwän­zen ist! Die Gesamt­schu­le Gar­ten­stadt in Dort­mund hat mit ihrer Erklä­rung, dass die Teil­nah­me an der von Gre­ta Thun­berg ins Leben geru­fe­nen Fri­days for Future- Bewe­gung kein Schwän­zen ist, ein Signal gesen­det, denn sie ist die ers­te Schu­le in ganz NRW…” Bei­trag vom 16.6.2019 bei Frei­heits­lie­be externer Link, sie­he dazu:
    • Gesamt­schu­le Gar­ten­stadt arbei­tet mit Fri­days for Future zusam­men [Demons­tra­tio­nen jetzt Bil­dungs­aus­flug]
      “… Eltern, Schü­ler und Leh­rer haben sich für eine offi­zi­el­le Zusam­men­ar­beit mit Fri­days for Future aus­ge­spro­chen. Damit sind die Besu­che der Demons­tra­tio­nen mit kur­zen Vor­trä­gen kein “Schul­schwän­zen” mehr. Sie ist die ers­te Schu­le in NRW, die eine sol­che Zusam­men­ar­beit offi­zi­ell beschließt. Damit reagiert die Schu­le auf die schar­fe Kri­tik der NRW-Bil­dungs­mi­nis­te­rin Yvonne Gebau­er, FDP. (…) Die Gesamt­schu­le Gar­ten­stadt aus Dort­mund beruft sich auf das NRW-Schul­ge­setz. Dort sind Bil­dungs­ko­ope­ra­tio­nen mit exter­nen Part­ner vor­ge­se­hen – wenn sich die Schul­kon­fe­renz aus Eltern, Schü­lern und Leh­rern mit Mehr­heit dafür aus­spricht. So waren in der Ver­gan­gen­heit an Schu­len Auf­trit­te bei­spiels­wei­se der Bun­des­wehr begrün­det wor­den. (…) Har­ry Jääs­keläi­nen, Eltern­ver­tre­ter der Gesamt­schu­le Gar­ten­stadt, hat den Antrag ein­ge­bracht. Er freut sich über den Beschluss…” Mel­dung des WDR vom 14. Juni 2019 externer Link
  • Stel­lung­nah­me von Psycholog*innen, ärztlichen/​psychologischen Psychotherapeut*innen und Kin­der- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen zu den Pro­tes­ten für mehr Kli­ma­schutz
    Die aktu­el­len Pro­tes­te der Kli­ma­be­we­gung sind kon­se­quent, klar und gut begrün­det. Eine wei­ter­hin so schnel­le Erd­er­wär­mung gefähr­det unse­re natür­li­chen Lebens­grund­la­gen sowie unse­re kör­per­li­che und psy­chi­sche Unver­sehrt­heit. Sie ist eine exis­ten­zi­el­le Bedro­hung. Diver­se inter­na­tio­na­le psy­cho­lo­gi­sche und medi­zi­ni­sche Fakul­tä­ten for­schen bereits seit vie­len Jah­ren an den Zusam­men­hän­gen zwi­schen Kli­ma­wan­del und Psy­cho­lo­gie /​Psy­cho­the­ra­pie. Die Ame­ri­can Psy­cho­lo­gi­cal Asso­cia­ti­on bei­spiels­wei­se hat bereits 2008 zu die­sem Zweck eine ent­spre­chen­de „Task For­ce“ gegrün­det. Als Berufs­grup­pe sehen wir uns in der Ver­pflich­tung, unser Exper­ten­wis­sen ein­zu­brin­gen…” Stel­lung­nah­me vom 04.06.2019 auf deren Home­page externer Link – #Psychologists4Future /​#Psychotherapists4Future
  • Schul­streiks: Schü­ler demons­trie­ren, Regie­rung ver­kohlt Jour­na­lis­ten 
    Kli­ma­pro­tes­te der Jugend hal­ten an, Regie­rungs­spre­cher mei­nen der­weil, dass die Bür­ger ein­fach ein biss­chen ihr Ver­hal­ten ändern soll­ten und dann schon alles gut sei
    Auch an die­sem Frei­tag – in eini­gen Bun­des­län­dern ein Feri­en­tag – demons­trier­ten wie­der in vie­len Städ­ten im In- und Aus­land die Schü­ler für kon­se­quen­ten Kli­ma­schutz. In Deutsch­land gab es in min­des­tens 21 Städ­ten Aktio­nen, unter ande­rem in Ber­lin, auf Feh­marn, in Mün­chen, auch in man­cher Klein­stadt und anders­wo in min­des­tens 730 wei­te­ren Orten in aller Welt. Beson­ders vie­le Teil­neh­mer gab es dies­mal mit 32.000 in Wien. Unter­des­sen kam Groß­bri­tan­ni­en, das Mut­ter­land der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on, am Frei­tag bereits seit 14 Tagen gänz­lich ohne Koh­le­kraft­wer­ke für sei­ne Strom­ver­sor­gung aus, wie der bri­ti­sche Sen­der itv auf sei­ner Inter­net­sei­te schreibt. Das sei die längs­te koh­le­freie Peri­ode seit dem Beginn der indus­tri­el­len Revo­lu­ti­on. Hier­zu­lan­de ist der­lei für vie­le Älte­re offen­bar noch immer unvor­stell­bar. Lie­ber droht man Schü­lern, die eben dafür auf die Stra­ße gehen, mit Sank­tio­nen. Wie die Zei­tung die Welt berich­tet, wur­de 13 Schü­le­rin­nen und Schü­lern der 9. und 10. Klas­sen des Les­sing-Gym­na­si­ums in Ber­lin-Wed­ding ange­droht, dass sie nicht ver­setzt wür­den, soll­ten sie bis zu den Som­mer­fe­ri­en noch ein­mal am Frei­tag strei­ken. Unter­des­sen hat sich das Kli­ma­ka­bi­nett, wie berich­tet, ohne Ergeb­nis­se ver­tagt
    …” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 01. Juni 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Stel­lung­nah­me der Päd­ago­gen For Future 
    Wir sind Erzieher*innen, Lehrer*innen, Pädagog*innen und Ehren­amt­li­che im Bil­dungs­be­reich, denen eine gute Zukunft kom­men­der Genera­tio­nen am Her­zen liegt und erklä­ren unse­re Unter­stüt­zung für die For­de­run­gen der „Fri­days For Future“ – Bewe­gung. (…) Wir als Erzieher*innen, Lehrer*innen, Pädagog*innen und Ehren­amt­li­che im Bil­dungs­be­reich neh­men unse­re Ver­ant­wor­tung wahr, im Namen der heu­ti­gen und künf­ti­gen Men­schen auf die­ser Erde auf die Fol­gen unzu­rei­chen­den Han­delns hin­zu­wei­sen. Wir schlie­ßen uns der For­de­rung der jun­gen Men­schen und der Klima-Forscher*innen an und sagen: Unse­re Gesell­schaft muss sich ohne wei­te­res Zögern auf Nach­hal­tig­keit aus­rich­ten. Die in den Bil­dungs­ver­ord­nun­gen ver­an­ker­te Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung (BNE) hat als Grund­la­ge die Ver­bin­dung von Men­schen­wür­de, Erhalt der natür­li­chen Lebens­grund­la­gen und Gerech­tig­keit hin­sicht­lich der Lebens­chan­cen für heu­te leben­de Men­schen und für zukünf­ti­ge Genera­tio­nen (Ber­li­ner Bil­dungs­pro­gramm für Kitas und Kin­der­ta­ges­pfle­ge 2014). Gelin­gen­de BNE bedarf aber ver­än­der­ter struk­tu­rel­ler Rah­men­be­din­gun­gen und brei­ter Unter­stüt­zung, ohne die ein kon­se­quen­ter Wan­del hin zu einer nach­hal­ti­gen Gesell­schaft nicht mög­lich ist. Vor allem aber wird sie von den Kin­dern und Jugend­li­chen zu Recht als unglaub­wür­dig emp­fun­den, wenn sie ande­re Zie­le und Wer­te ver­mit­telt, als sie in Poli­tik, Wirt­schaft und Zivil­ge­sell­schaft vor­ge­lebt wer­den. Wir for­dern, dass jetzt schnell gehan­delt wird, um die­sen Wan­del ein­zu­lei­ten und eine lebens­wer­te Zukunft zu ermög­li­chen…” Stel­lung­nah­me vom 14.05.2019 externer Link von Erzieher*innen, Lehrer*innen, Pädagog*innen und Ehren­amt­li­chen im Bil­dungs­be­reich zu den Schüler*innen-Protesten für mehr Kli­ma­schutz und zu den Stel­lung­nah­men von Wis­sen­schaft­ler* innen und Eltern
  • 2. Glo­ba­ler Akti­ons­tag am 24.5 in 114 Län­dern: Stu­die­ren­de, Schü­ler, Eltern und For­scher rufen welt­weit zu Demos für effek­ti­ven Kli­ma­schutz auf
    Kom­men nach den Schü­lern nun auch die Stu­den­ten in Bewe­gung? An eini­gen Hoch­schu­len, unter ande­rem in Ber­lin und Leip­zig, fan­den am Diens­tag und Mitt­woch Voll­ver­samm­lun­gen statt. In Mann­heim und Köln sind sol­che für Frei­tag vor­mit­tag geplant. (…) In rund 500 deut­schen Städ­ten gibt es inzwi­schen Orts­grup­pen jun­ger Men­schen, die Teil der Bewe­gung »Fri­days for Future« sind. Am mor­gi­gen Frei­tag wol­len sich zumin­dest in eini­gen Städ­ten auch Stu­die­ren­de an einem inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag betei­li­gen. Dar­über hin­aus rufen Eltern und Wis­sen­schaft­ler über die Netz­wer­ke »Par­ents for Future« und »Sci­en­tists for Future« zur Betei­li­gung auf. Einen Appell, in dem die Schü­ler­pro­tes­te als wis­sen­schaft­lich fun­diert und gerecht­fer­tigt bezeich­net wer­den, haben in den deutsch­spra­chi­gen Län­dern mehr als 26.000 akti­ve Wis­sen­schaft­ler unter­zeich­net. An der Ber­li­ner Hum­boldt-Uni­ver­si­tät ver­ab­schie­de­te am spä­ten Diens­tag nach­mit­tag eine Voll­ver­samm­lung einen For­de­rungs­ka­ta­log an die Hoch­schul­ver­wal­tung und die Lan­des­re­gie­rung. (…) Für den mor­gi­gen Frei­tag sind von Use­dom bis Zwi­ckau, von der ost­frie­si­schen Insel Juist bis ins baye­ri­sche Berch­tes­ga­den, von Flens­burg bis nach Lin­dau am Boden­see Schul­streiks und Demons­tra­tio­nen in mehr als 220 Orten ange­mel­det. Welt­weit sind nach einer unvoll­stän­di­gen Lis­te in 1.429 Städ­ten in 114 Län­dern – dar­un­ter neben den meis­ten euro­päi­schen Staa­ten auch Indi­en, Bra­si­li­en, Ugan­da, Süd­afri­ka, den USA und Kana­da – Aktio­nen geplant.” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn in der jun­gen Welt vom 23.05.2019 externer Link
    • Der Auf­ruf samt Kar­te bei FfF externer Link
    • Auf­ruf von “Fri­days for Future”: Streikt mit uns!
      Ein­mal mehr wird man unse­re Stim­men auf den Stra­ßen hören, aber es kann nicht nur an uns hän­gen blei­ben. Des­halb rufen wir alle Men­schen zu einem welt­wei­ten Kli­ma­st­reik auf…” Gast­bei­trag von Gre­ta Thun­berg, Lui­sa Neu­bau­er und Akti­vis­tin­nen von “Fri­days for Future” – Doku am 23. Mai 2019 bei der Süd­deut­schen online externer Link
  • Entre­pre­neurs for Future: “Das Wich­tigs­te ist, dass die jun­gen Leu­te wei­ter ner­ven”
    Sind die For­de­run­gen von “Fri­days for Future” welt­fremd? Nach For­schern wider­spre­chen jetzt auch Unter­neh­mer die­ser Kri­tik. Die “Entre­pre­neurs for Future” externer Link sagen: Die Schü­ler haben recht – und wir die gefor­der­ten Alter­na­ti­ven. (…)Zusam­men mit ande­ren Fir­men­chefs stell­te Mel­zer am Diens­tag in Ber­lin die Initia­ti­ve “Entre­pre­neurs for Future” vor. Sie soli­da­ri­siert sich mit den von der Schwe­din Gre­ta Thun­berg begon­ne­nen Kli­ma­st­reiks – ähn­lich, wie es zuvor schon die Wis­sen­schaft­ler-Initia­ti­ve “Sci­ence for Future” getan hat. Tau­send “Unter­neh­men der inno­va­ti­ven Wirt­schaft” unter­zeich­ne­ten bis­lang einen For­de­rungs­ka­ta­log, der jenem der Schü­ler ähnelt. Zu sei­nen ins­ge­samt acht Punk­ten gehö­ren ein umfas­sen­der CO2-Preis, ein schnel­ler Koh­le­aus­stieg und die Ein­hal­tung des soge­nann­ten 1,5‑Grad-Ziels. Neben eini­gen Groß­un­ter­neh­men wie dem Ver­sor­ger Veo­lia oder dem Recy­cling­kon­zern Remon­dis sind vie­le Mit­tel­ständ­ler ver­tre­ten, etwa der Baby­kost­her­stel­ler Hipp oder der Maschi­nen­bau­er elo­bau…” Arti­kel von David Böcking vom 21.05.2019 beim Spie­gel online externer Link
  • “Die jun­gen Leu­te wer­den igno­riert und ver­ges­sen” – Die Ener­gie- und Kli­ma­wo­chen­schau
    “Die Schü­ler strei­ken wei­ter – in Deutsch­land nun­mehr seit gut fünf Mona­ten – und am kom­men­den Frei­tag soll es beson­ders groß wer­den. Nicht zuletzt auf­grund der bevor­ste­hen­den Wah­len des EU-Par­la­ments ist die­ser zum inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag aus­ge­ru­fen wor­den. Schwer­punk­te sind neben Deutsch­land unter ande­rem Kana­da, die skan­di­na­vi­schen Län­der, eini­ge ande­re EU-Län­der, die USA und Indi­en. Kli­ma­de­mons­tra­tio­nen sind dane­ben auch auf Grön­land, im Iran und in Kenia geplant. Ins­ge­samt wur­den bis­her aus 110 Staa­ten Aktio­nen ange­mel­det. Hier eine unvoll­stän­di­ge Über­sicht. Vor zwei Mona­ten hat­ten sich am 15. März am ers­ten inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag der Schü­ler­streiks knapp 1,9 Mil­lio­nen Men­schen in 134 Staa­ten und Ter­ri­to­ri­en an den Pro­tes­ten betei­ligt. Die inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit ist für die Jugend­li­chen offen­sicht­lich selbst­ver­ständ­lich. Anfang des Monats hat­ten Schü­ler aus ver­schie­de­nen Län­dern vor dem Gip­fel der G‑7-Umwelt­mi­nis­ter im fran­zö­si­schen Metz gemein­sam mit “Gelb­wes­ten” “für öko­lo­gi­sche und sozia­le Gerech­tig­keit” demons­triert. In einem offe­nen Brief beklag­ten Schü­ler aus Kana­da, den USA, Japan, Deutsch­land, Frank­reich, Ita­li­en und Groß­bri­tan­ni­en, dass noch immer gewal­ti­ge Inves­ti­tio­nen in fos­si­le Ener­gie­trä­ger getä­tigt wür­den. Die Zei­chen in der Natur sei­en ein­deu­tig, die War­nun­gen der Wis­sen­schaft eben­falls, aber nichts ände­re sich. “Wir, die jun­gen Leu­te, wer­den igno­riert, ver­ges­sen.” (…) Wie das Mana­ger-Maga­zin am Mon­tag berich­te­te, wei­tet sich in einem bereits seit letz­tem Jahr lau­fen­den Prüf­ver­fah­ren gegen Daim­ler ein Ver­dacht aus. Dem­nach könn­te auch in ande­ren Model­len eine Soft­ware zum Ein­satz kom­men, die den Stick­stoff­oxid-Aus­stoß auf dem Prüf­stand gegen­über den Wer­ten im Nor­mal­be­trieb drückt. (…) Äußerst unan­ge­neh­me Nach­rich­ten kom­men der­weil aus der Ant­ark­tis. Die im Wes­ten des Kon­ti­nents lie­gen­de Eis­mas­se ver­klei­nert sich schnel­ler als bis­her gedacht. Das ist das Ergeb­nis einer Ana­ly­se von Satel­li­ten­da­ten der letz­ten knapp 30 Jah­re, über der bri­ti­sche Guar­di­an berich­tet…” Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 21. Mai 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Immer wie­der frei­tags. Der »Kli­ma­st­reik« der Schü­ler­be­we­gung »Fri­days for Future« bewegt sich zwi­schen öko­lo­gi­scher Moder­ni­sie­rung und Sys­tem­fra­ge 
    “… In der Bun­des­re­pu­blik hat die Dach­or­ga­ni­sa­ti­on Fri­days for Future Deutsch­land (FFFD, »Frei­ta­ge für die Zukunft«) nach eige­nen Anga­ben mitt­ler­wei­le über 400 Orts­grup­pen, die frei­tags mit Tau­sen­den Teil­neh­mern auf die Stra­ße statt in die Schu­le gehen. Am 15. März demons­trier­te beim ers­ten inter­na­tio­na­len Akti­ons­tag in meh­re­ren Dut­zend Staa­ten welt­weit mehr als eine Mil­li­on jun­ge Men­schen »für die Zukunft«. In Deutsch­land haben sich unter­des­sen auch Eltern mit der Initia­ti­ve Par­ents for Future und Wis­sen­schaft­ler mit einer Erklä­rung hin­ter die jun­ge öko­lo­gi­sche Bewe­gung gestellt. In der Bun­des­res­pu­blik reagiert der rech­te Flü­gel des bür­ger­li­chen Blocks bis dato unge­hal­ten auf das gerecht­fer­tig­te Auf­be­geh­ren für eine Kehrt­wen­de in der Kli­ma­po­li­tik. Man ver­sucht die Bewe­gung poli­tisch zu dis­kre­di­tie­ren, indem man den zivi­len Unge­hor­sam der Jugend­li­chen skan­da­li­siert. (…) Die herr­schen­de Klas­se reagiert auf die neue Jugend- und Umwelt­be­we­gung aber kei­nes­wegs ein­heit­lich. Daher hofie­ren ins­be­son­de­re die poli­ti­schen und kul­tu­rel­len Reprä­sen­tan­ten der gesell­schafts­po­li­tisch libe­ra­le­ren Frak­ti­on die Bewe­gung. Sie ver­su­chen zu inte­grie­ren, für ihre Poli­tik zu funk­tio­na­li­sie­ren und poli­ti­sche Radi­ka­li­tät zu kana­li­sie­ren. (…) Neben Anfein­dun­gen und Inte­gra­ti­ons­an­ge­bo­ten wird die FFF-Avant­gar­de in Deutsch­land wie inter­na­tio­nal in Win­des­ei­le poli­tisch und medi­al zu Iko­nen auf­ge­baut. (…) Ins­ge­samt fällt auf, dass die Gren­zen bür­ger­li­cher Öko­no­mie und Poli­tik an kei­nem Punkt über­schrit­ten wer­den. Eigen­tums­fra­gen wer­den nicht gestellt, eine trans­for­ma­to­ri­sche, geschwei­ge denn revo­lu­tio­nä­re Per­spek­ti­ve wird nicht eröff­net. Auch von Ein­grif­fen in die »pri­vat­wirt­schaft­li­che« Pro­duk­ti­on, wo die meis­ten CO2-Emis­sio­nen ent­ste­hen, sieht FFFD mit Aus­nah­me der Koh­le­bran­che ab. Statt des­sen befür­wor­tet die deut­sche Sek­ti­on der jun­gen Öko­lo­gie­be­we­gung mit ihrem Vor­schlag der CO2-Steu­er aus­drück­lich die Inwert­set­zung der Natur. Dabei sind gera­de die Kom­mo­di­fi­zie­rung und der Han­del mit der Natur eines der Kern­pro­ble­me kapi­ta­lis­ti­scher Natur­zer­stö­rung. Dar­über hin­aus wird die öko­lo­gi­sche Fra­ge von FFFD nicht als sozia­le Klas­sen­fra­ge gestellt, son­dern wahl­wei­se als anthro­po­lo­gi­sche oder – häu­fi­ger – als inter­ge­nera­tio­nel­le. (…) Inner­halb von FFFD wer­den auch Alter­na­ti­ven zur domi­nan­ten Aus­rich­tung der Bewe­gung for­mu­liert. Akti­vis­ten aus 31 Orts­grup­pen haben jüngst die »Anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Platt­form in FFF« gegrün­det und aus die­sem Anlass ein Grund­satz­pa­pier mit dem Titel »Die Sys­tem­fra­ge stel­len!« publi­ziert. Sie plä­die­ren dar­in für einen anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Kurs und eine Ver­bin­dung des Kamp­fes für den Umwelt­schutz mit dem für Arbei­ter­rech­te, Frie­den und Flücht­lin­ge. Die »Dik­ta­tur der gro­ßen Kon­zer­ne« müs­se been­det wer­den und »die Arbei­ter­klas­se das Eigen­tum an den Pro­duk­ti­ons­mit­teln« erkämp­fen, »damit die Bedürf­nis­se sowohl des Men­schen als auch sei­ner Umwelt im Mit­tel­punkt« der Gesell­schaft ste­hen könn­ten…” Arti­kel von Chris­ti­an Sta­che in der jun­gen Welt vom 10.05.2019 externer Link
  • »Extinc­tion Rebel­li­on« und »Chan­ge for Future«: Jen­seits von Gre­ta
    “Die »Fri­days for Future«-Bewegung beginnt, sich aus­zu­dif­fe­ren­zie­ren. Man­che suchen radi­ka­le­re For­men des Pro­tests. An einem Mon­tag Mit­te April war an der Ober­baum­brü­cke, die die Ber­li­ner Stadt­tei­le Kreuz­berg und Fried­richs­hain ver­bin­det, für Stun­den kein Durch­kom­men. Es lag nicht am übli­chen ­Berufs­ver­kehr – meh­re­re Hun­dert Kli­ma­ak­ti­vis­ten hat­ten die Brü­cke blo­ckiert. Das geschah im Rah­men der trans­na­tio­na­len »Rebel­li­on Week«. Sie wur­de von einer Bewe­gung initi­iert, die sich »Extinc­tion Rebel­li­on« nennt, also sinn­ge­mäß Rebel­li­on gegen das Aus­ster­ben oder auch gegen das Arten­ster­ben. Das Sym­bol der Bewe­gung ist eine Sand­uhr, die anzei­gen soll, dass die Zeit für eine Ände­rung in der ­Kli­ma­po­li­tik knapp wird. (…) Die Anhän­ger von »Extinc­tion Rebel­li­on« betrach­ten die Pro­tes­te am 15. April in Ber­lin als Erfolg, auch wenn sich nur weni­ge Hun­dert Men­schen dar­an betei­lig­ten. Man sehe sich nicht als Kon­kur­renz, son­dern als Ergän­zung zu »Fri­days for Future« (FFF), der Bewe­gung von Schü­le­rin­nen und Schü­lern für den Kli­ma­schutz, sag­te eine Teil­neh­me­rin. Um über die wöchent­li­chen Frei­tags­de­mons­tra­tio­nen hin­aus­zu­kom­men, habe unter den Akti­ven eine Per­spek­ti­ven­dis­kus­si­on begon­nen. »Wir hat­ten jetzt die maxi­ma­le media­le Auf­merk­sam­keit. Vie­le Poli­ti­ker haben bekun­det, uns zu unter­stüt­zen. Wir wur­den teil­wei­se mit Lob und Glück­wün­schen über­häuft«, berich­te­te eine Stu­den­tin, die sich an den Frei­tags­de­mons­tra­tio­nen betei­ligt. Ihr sei, wie vie­len ihrer Mit­strei­ter, klar, dass sich die media­le Auf­merk­sam­keit der ers­ten Wochen auf die Dau­er nicht auf­recht­erhal­ten las­se. Zudem sei­en vor allem vie­le der sehr jun­gen Pro­test­teil­neh­mer ent­täuscht, dass es trotz vie­ler schö­ner Wor­te wenig hand­fes­te Zusa­gen für eine Ände­rung in der Kli­ma­po­li­tik gibt…” Bei­trag von Peter Nowak vom 2. Mai 2019 bei Jung­le World 2019/​18 externer Link
  • [Peti­ti­on] Fri­day for Future: Kein Buß­geld für Schul­streiks! 
    “Sie strei­ken für unser Kli­ma – und müs­sen jetzt pri­vat Fol­gen fürch­ten. Politiker*innen for­dern Stra­fen für Jugend­li­che, die Teil der #Fri­days­For­Fu­ture-Bewe­gung sind. Sogar der grü­ne Minis­ter­prä­si­dent Kret­sch­mann fin­det Sank­tio­nen rich­tig. Wir wol­len zei­gen: Die Angrif­fe machen die Kli­ma­pro­tes­te nur noch stär­ker. Sei­en Sie dabei! Soli­da­ri­sie­ren Sie sich jetzt mit den Jugend­li­chen und unter­zeich­nen Sie!…” Cam­pact-Online­pe­ti­ti­on vom Mai 2019 externer Link
  • Schul­streiks: Schü­ler schwän­zen die Feri­en 
    “Schü­ler gehen wei­ter auf allen bewohn­ten Kon­ti­nen­ten für Kli­ma­schutz auf die Stra­ße. Auch am heu­ti­gen Frei­tag gin­gen in über 70 deut­schen Städ­ten und in 71 wei­te­ren Län­dern die Schul­streiks für mehr Kli­ma­schutz wei­ter. In man­chem Bun­des­land wur­den auch die Feri­en geschwänzt. Demons­triert wur­de unter ande­rem auch in Paki­stan, der Schweiz und in Spa­ni­en. Nicht unbe­dingt eine Schü­ler­ak­ti­on und Teil der Schul­streik­be­we­gung für effek­ti­ven Kli­ma­schutz, aber trotz­dem ein Zei­chen dafür, dass inter­na­tio­nal immer mehr Men­schen aktiv wer­den, war die Blo­cka­de eines Koh­le­kraft­werks im nie­der­län­di­schen Rot­ter­dam am gest­ri­gen Don­ners­tag. Hier­zu­lan­de wur­de man­cher­orts im Regen demons­triert, wäh­rend der Osten des Lan­des wei­ter nach Nie­der­schlag lechzt und in Meck­len­burg-Vor­pom­mern Sand­stür­me toben (ähn­li­che Pro­ble­me hat auch Nie­der­sach­sen). In Bonn demons­trier­ten der­weil meh­re­re hun­dert Schü­ler vor der Jah­res­haupt­ver­samm­lung der Bay­er AG. Eini­ge von ihnen woll­ten sich das gan­ze aus der Nähe anschau­en und hat­ten dafür Stimm­rechts­kar­ten von Aktio­nä­ren über­tra­gen bekom­men. Trotz­dem wur­den sie offen­bar nicht ein­ge­las­sen, wie auf Twit­ter berich­tet. Die Begrün­dung sei gewe­sen, dass sie noch kei­ne 18 Jah­re alt sei­en…” Bericht von Wolf­gang Pom­rehn vom 26. April 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: Kli­ma-Demos auch in den Feri­en 
    “Auch am Kar­frei­tag, also in den Schul­fe­ri­en, gin­gen in Deutsch­land und in diver­sen ande­ren Län­dern (ins­ge­samt in über 400 Städ­ten u.a. in Argen­ti­ni­en, Gua­te­ma­la, Bel­gi­en, in der Tsche­chi­schen Repu­blik, Maze­do­ni­en, Indi­en, Kenia, Tan­sa­nia, Indo­ne­si­en und Süd­ko­rea) wie­der Zehn­tau­sen­de, wenn nicht gar mehr Schü­ler auf die Stra­ße, um für schnel­len und wirk­sa­men Kli­ma­schutz zu demons­trie­ren. Hier­zu­lan­de gehört, wie berich­tet, der Aus­stieg aus der Koh­le bis 2030, die Erfül­lung der Ver­pflich­tun­gen aus der Pari­ser Kli­ma-Über­ein­kunft und das sofor­ti­ge Ende aller Sub­ven­tio­nen für fos­si­le Ener­gie­trä­ger zu den Kern­for­de­run­gen der jun­gen Bewe­gung. In einem Tweet stellt die deut­sche Koor­di­na­ti­on auf Twit­ter indi­rekt den Zusam­men­hang mit den eben­falls an die­sem Wochen­en­de lau­fen­den Oster­mär­schen her. Der Kli­ma­schutz sei eng ver­bun­den mit der Fra­ge von Frie­den und Sicher­heit. Die Kli­ma­kri­se ver­schär­fe in Län­dern wie Irak, Jemen und Afgha­ni­stan die Res­sour­cen­knapp­heit – gemeint ist ver­mut­lich vor allem die Was­ser­knapp­heit – und damit auch die Kon­flik­te. Schon jetzt gehör­ten zudem Dür­ren und Extrem­wet­ter und der stei­gen­de Mee­res­spie­gel zu den wich­tigs­ten Flucht­ur­sa­chen. Auch dadurch kön­ne es zu Kon­flik­ten kom­men. (…) Unter­des­sen sind die­ser Tage bei der CDU Spen­den der BMW-Eig­ner, der Indus­tri­el­len­fa­mi­lie Quandt, in Höhe von knapp 700.000 Euro ein­ge­gan­gen, wie unter ande­rem das Han­dels­blatt berich­tet. Wun­dert es da noch jeman­den, dass die Auto­in­dus­trie trotz aller Betrü­ge­rei­en fest dar­auf ver­trau­en kann, dass sie weder die geprell­ten Käu­fer ange­mes­sen ent­schä­di­gen, noch wirk­lich stren­ge Abgas-Vor­ga­ben oder gar eine Ver­kehrs­wen­de zu Guns­ten des Kli­mas fürch­ten muss, die öffent­li­chem Nah­ver­kehr und der Bahn end­lich den Vor­rang gegen­über dem Auto geben wür­de.” Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 19. April 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • [Peti­ti­on] Kli­ma­schutz – Ver­ab­schie­dung eines ver­bind­li­chen, sek­tor­über­grei­fen­den Kli­ma­schutz­ge­set­zes
    “Der Deut­sche Bun­des­tag möge beschlie­ßen, inner­halb der nächs­ten sechs Mona­te ein ver­bind­li­ches, sek­tor­über­grei­fen­des Kli­ma­schutz­ge­setz zu ver­ab­schie­den, das zum Ziel hat, die Net­to-Emis­sio­nen von CO2 und ande­ren Treib­haus­ga­sen schnell abzu­sen­ken und bis 2040 mög­lichst auf null zu redu­zie­ren. Die Kli­ma­zie­le müs­sen ver­bind­lich, unauf­schieb­bar und über­prüf­bar sein. Das Kli­ma­schutz­ge­setz muss so schnell wie mög­lich mit dem Ziel die Erd­er­wär­mung auf 1,5 Grad Cel­si­us zu begren­zen, in Kraft tre­ten. Begrün­dung: Fri­days for Future – eine Bewe­gung hat auch Deutsch­land erfasst. Tau­sen­de Schüler*innen und nun auch Erwach­se­ne gehen für ech­ten, effek­ti­ven Kli­ma­schutz auf die Stra­ße. Am 12. März 2019 ver­öf­fent­lich­ten auch über 23.000 aner­kann­te Wissenschaftler*innen als “Scientists4Future” eine Erklä­rung, die schnel­le Taten ein­for­dert und die Kli­ma­st­reiks der Schüler*innen fun­diert unter­stützt. (…) Für die Peten­tin zeigt sich anhand der Dif­fe­ren­zen zwi­schen den Minis­te­ri­en schon jetzt, wie wich­tig eine kla­re und ver­bind­li­che Gesamt­stra­te­gie ist. Sinn- und wir­kungs­vol­le Ein­zel­maß­nah­men sind sicher hilf­reich, aber sie haben sich bis­lang bei wei­tem nicht als aus­rei­chend erwei­sen. Deutsch­land benö­tigt so schnell wie mög­lich ein ver­bind­li­ches Gesetz, um bei der Kli­ma­er­wär­mung eine wirk­sa­me Not­brem­se zu zie­hen. Wir haben lan­ge genug gere­det: Deutsch­land braucht ein Kli­ma­schutz­ge­setz. Jetzt.” E‑Petition 92294 an den Deut­schen Bun­des­tag vom 17. März 2019 externer Link
  • Chan­ge for Future: “Ein Wirt­schafts­sys­tem, das auf Wachs­tum und Pro­fit aus­ge­legt ist, kann nicht nach­hal­tig sein” 
    Ein Tele­po­lis-Inter­view von Tomasz Konicz vom 17. April 2019 externer Link“mit Akti­vis­ten der Platt­form Chan­ge for Future, die als anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Strö­mung inner­halb der Schü­ler­be­we­gung Fri­days for Future agiert. (…) Chan­ge for Future: Eine öko­lo­gi­sche Reform­po­li­tik, also Refor­men, die am bestehen­den Sys­tem vor­ge­nom­men wer­den und Sys­tem­zwän­gen unter­wor­fen sind, kön­nen nicht aus­rei­chen, um die dras­ti­schen Aus­ma­ße der kom­men­den welt­wei­ten Kli­ma­ka­ta­stro­phe ein­zu­däm­men. Eine Abwen­dung der schlimms­ten Fol­gen für die gesam­te Mensch­heit lässt sich nicht mit dem Kapi­ta­lis­mus ver­ein­ba­ren. Alle poli­ti­schen Akteu­re, auch unse­re Bun­des­re­gie­rung, sind immer den Zwän­gen des Sys­tems unter­wor­fen. Nichts ande­res geben die vie­len Regie­run­gen die­ser Welt immer wie­der aufs Neue zu, wenn sie von Sach­zwän­gen oder Hemm­nis­sen spre­chen. Auch an den wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en ist zu sehen, dass das Sys­tem bis­her von sich aus immer wie­der gegen den Kli­ma­schutz gelau­fen ist und momen­tan läuft. Es scheint kei­nen Aus­weg aus der Kli­ma­ka­ta­stro­phe zu geben, und falls die­ser Aus­weg kom­men soll­te, dann wahr­schein­lich zu spät. Das erklärt sich dar­aus, dass unser Wirt­schafts­sys­tem auf Wachs­tum und Pro­fit aus­ge­legt ist. (…) Reform­po­li­tik ist inef­fi­zi­ent, stellt sich bei feh­len­den Kon­flik­ten selbst ein und unter­gräbt schließ­lich die lang­fris­ti­gen und pro­gres­si­ven Zie­le der ursprüng­li­chen Gegen­be­we­gung. Sie ist also blo­ße Zeit­ver­schwen­dung und Beru­hi­gung. War­um soll­ten wir sie des­halb über­haupt betrei­ben? (…) Es braucht eine grund­le­gen­de Neu­ori­en­tie­rung, um den Her­aus­for­de­run­gen des Kli­ma­wan­dels gewach­sen zu sein. Wir stre­ben eine Demo­kra­ti­sie­rung der gesam­ten Gesell­schaft an. Eine Gesell­schaft, in der die Pro­duk­ti­ons­mit­tel in den Hän­den der Mehr­heit der Men­schen ist, wel­che mit­ein­an­der und nicht gegen­ein­an­der agie­ren. Eine Welt, in der die inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät hoch geschrie­ben wird und Aus­gren­zung und Aus­beu­tung Geschich­te sind…”
  • Artists4Future: Stel­lung­nah­me von Künstler*innen zu den Pro­tes­ten für mehr Kli­ma- und Umwelt­schutz
    “… Die Pro­tes­te der Fri­days-for-Future-Bewe­gung ver­fol­gen wir mit Respekt und Dank­bar­keit. Sie haben Kraft. Die For­de­run­gen der Schüler*innen sind ein­fach, ohne die Kom­ple­xi­tät des Pro­blems zu ver­leug­nen. Wir wol­len sie in ihrer Hal­tung bestär­ken und unse­re Unter­stüt­zung ein­brin­gen. Auch wir sind auf­ge­for­dert, den von den Schüler*innen auf­ge­bau­ten Druck zu erhö­hen und gemein­sam die Entscheidungsträger*innen zum Han­deln zu bewe­gen. Unse­re Mög­lich­kei­ten das zu tun, lie­gen im künst­le­ri­schen Aus­druck und in der Her­stel­lung von Öffent­lich­keit. Das Kern­an­lie­gen der Pro­tes­te – die Zie­le des Pari­ser Kli­ma­schutz­ab­kom­mens ein­zu­hal­ten – soll­te für unse­re Regie­run­gen eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein. Gera­de im Sin­ne der poli­ti­schen Glaub­wür­dig­keit. Sie selbst haben das Abkom­men ver­han­delt, es unter­zeich­net und rati­fi­ziert. Ganz zu schwei­gen davon, dass sie dem Wohl aller, auch künf­ti­ger Genera­tio­nen, ver­pflich­tet sind. Umso irri­tie­ren­der emp­fin­den wir Tei­le der öffent­li­chen Debat­te über die Pro­tes­te: Wir erle­ben ablen­ken­de Dis­kus­sio­nen zum The­ma Schul­pflicht, die het­ze­ri­sche Dif­fa­mie­rung von Betei­lig­ten in den sozia­len Netz­wer­ken und leicht durch­schau­ba­re Ver­su­che eini­ger Politiker*innen, die Pro­tes­te ohne erkenn­ba­ren Hand­lungs­wil­len in Lob zu ersti­cken…” Stel­lung­nah­me von #Artists4Future vom April 2019 externer Link
  • Schul­streiks: Inter­na­tio­na­le Akti­ons­ta­ge geplant – der nächs­te am 24. Mai – anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Platt­form gegrün­det
    Die besorg­ten Schü­ler zei­gen Aus­dau­er. Auch am heu­ti­gen Frei­tag wur­de wie­der in 72 Län­dern externer Link gestreikt. Zum Bei­spiel auch in Ugan­da und Metro­po­len wie Wien oder Neu Delhi. Der bri­ti­sche Guar­di­an hat einen Ticker über die heu­ti­gen Demos auf der Insel ein­ge­rich­tet. Dort waren lan­des­weit Demos in 58 Städ­ten ange­mel­det, auch in Schott­land, wo bereits Schul­fe­ri­en sind. In Deutsch­land gin­gen in 98 Städ­ten externer Link Schü­ler auf die Stra­ße, unter ande­rem in Leip­zig, Pots­dam, Stutt­gart, Mün­chen, Mann­heim, Ham­burg, Kon­stanz und Koblenz. Mit dabei oft auch orga­ni­sier­te Grup­pen von Eltern, die Par­ents For Future, die inzwi­schen hier und da auch zusätz­lich Wochen­end­de­mons­tra­tio­nen orga­ni­sie­ren. Zum Bei­spiel am mor­gi­gen Sams­tag in Dort­mund. Das Maga­zin Neue Ener­gie, her­aus­ge­ge­ben von Bun­des­ver­band Wind­ener­gie, hat ein sehens­wer­tes Video pro­du­ziert externer Link, dass die inter­na­tio­na­le Bewe­gung vor­stellt. (…) Wie der oben ver­link­te Guar­di­an Ticker zeigt, stellt sich in Groß­bri­tan­ni­en man­cher Jugend­li­cher die Fra­ge, ob der Kapi­ta­lis­mus über­haupt zu der­art tief­grei­fen­den Refor­men fähig ist. Das scheint auch hier­zu­lan­de einen Teil der Jugend umzu­trei­ben. Inner­halb der Fri­days-For-Future-Grup­pen hat sich kürz­lich eine anti­ka­pi­ta­lis­ti­sche Platt­form externer Link gegrün­det, die die “Sys­tem­fra­ge stel­len” will. “Die Umwelt­zer­stö­rung der Kon­zer­ne” durch Appel­le zu ver­hin­dern sei rea­li­täts­fern. Eine ande­re Welt sei nötig und mög­lich. Der­weil wer­den inter­na­tio­nal die nächs­ten Schwer­punk­te geplant. In Aus­tra­li­en wird es zum Bei­spiel der 3.Mai sein. Der soll zum natio­na­len Akti­ons­tag gemacht wer­den, an dem die dor­ti­ge Schul­streik-Bewe­gung externer Link im Vor­feld der Par­la­ments­wah­len Druck auf die Par­tei­en aus­üben will. (…) In Deutsch­land gibt es den Vor­schlag, dass die fast 500 ört­li­chen FFF-Grup­pen die jewei­li­gen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten aus ihrer Regi­on mit den Schü­ler-For­de­run­gen kon­fron­tie­ren und so ver­su­chen, die anste­hen­de Dis­kus­si­on über ein Kli­ma­schutz­ge­setz beein­flus­sen. (…) Der nächs­te gro­ße inter­na­tio­na­le Akti­ons­tag wird dann der 24. Mai sein, für den die ört­li­che Mobi­li­sie­rung bereits hier und da anläuft. In West­eu­ro­pa ist er mit der Idee ver­bun­den, kurz vor der Wahl des EU-Par­la­ments von den antre­ten­den Par­tei­en mehr Kli­ma­schutz zu ver­lan­gen. Rich­tig inter­na­tio­nal soll es dann einen Monat spä­ter in Aachen wer­den, wo im Drei­län­der-Eck Deutsch­land-Bel­gi­en-Nie­der­lan­de eine grenz­über­schrei­ten­de Demo geplant ist, zu der selbst in der Schweiz Vor­be­rei­tun­gen lau­fen.” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 12. April 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Erklä­rung der Far­mers for Future 
    Wir Öko-Bäue­rin­nen und ‑Bau­ern for­dern wirk­sa­me Maß­nah­men zum Schutz des bedroh­ten Welt­kli­mas und soli­da­ri­sie­ren uns mit #Fri­days­for­Fu­ture sowie #Scientists4Future! Denn der Kli­ma­wan­del gefähr­det die Land­wirt­schaft und die Ernäh­rungs­si­cher­heit welt­weit. Die jun­gen Men­schen haben Recht, für ihre Zukunft auf die Stra­ße zu gehen. Die Land­wirt­schaft ist zugleich Mit­ver­ur­sa­che­rin und Betrof­fe­ne des Kli­ma­wan­dels. Schon jetzt sind die Schä­den und Ern­te­aus­fäl­le durch extre­me Stark­re­gen, Hoch­was­ser und Dür­ren gewal­tig. Beson­ders betrof­fen sind Bäue­rin­nen und Bau­ern in den Län­dern des glo­ba­len Südens, aber auch in Deutsch­land, wie der Som­mer 2018 zeig­te. Der Kli­ma­wan­del macht vor­mals frucht­ba­res Land zu Risi­ko­stand­or­ten, wei­te Land­stri­che wer­den land­wirt­schaft­lich nicht mehr nutz­bar sein. Wir for­dern: Die Bun­des­re­gie­rung muss jetzt ent­schlos­sen han­deln! Es sind nun deut­lich grö­ße­re Anstren­gun­gen nötig, um das selbst­ge­steck­te CO2-Reduk­ti­ons­ziel der Bun­des­re­pu­blik von 40 Pro­zent bis 2020 zumin­dest annä­hernd umzu­set­zen. Das lang­fris­ti­ge Ziel der Reduk­ti­on der Treib­haus­gas-Emis­sio­nen um 95 Pro­zent bis 2050 darf kei­nes­falls auf­ge­weicht wer­den! Die Bun­des­re­gie­rung muss außer­dem schon jetzt ver­bind­li­che Zwi­schen­zie­le für die Zeit nach 2020 fest­le­gen, bei­spiels­wei­se 55 Pro­zent bis 2030 als rea­lis­ti­schen Mei­len­stein. Wir for­dern von der Poli­tik ver­bind­li­che und wirk­sa­me Maß­nah­men zur Sen­kung der Treib­haus­gas­emis­sio­nen, die bei den Haupt­ver­ur­sa­chern des Kli­ma­wan­dels anset­zen, um das 1,5 Grad-Ziel noch zu errei­chen…” Erklä­rung von und bei Far­mers for Future externer Link
  • Schul­streiks: Was wol­len die Schü­ler? Koh­le­aus­stieg bis 2030, ein Vier­tel alle Koh­le­kraft­wer­ke sofort abschal­ten 180 Euro pro Ton­ne CO2. Sonst wird wei­ter gestreikt 
    “”Die Natur­ge­set­ze las­sen sich nicht ver­han­deln”, sag­te Sven­ja Kannt, eine der Spre­che­rin­nen der strei­ken­den Schü­ler des deut­schen Able­gers der Fri­days­For­Fu­ture-Bewe­gung, die am Mon­tag in Ber­lin ihre For­de­rung vor­stell­te – ihre For­de­run­gen externer Link an die hie­si­gen Poli­ti­ker und nicht all­ge­mein an die Welt­ge­mein­schaft, denn: “Deutsch­land darf sei­ne Pro­ble­me nicht den armen Län­dern auf­hal­sen”, ergänz­te Šana Stra­hin­jić, eine Mistrei­te­rin von Kannt. Über­haupt spielt Kli­ma­ge­rech­tig­keit für die Schü­ler eine gro­ße Rol­le. Das ist sowohl auf den Demons­tra­tio­nen zu hören und zu sehen, wie es auch im vor­ge­stell­ten kur­zen Grund­satz­pa­pier deut­lich wird. “Sozi­al aus­ge­wo­ge­nen Kli­ma­schutz, der nie­man­den zurück­lässt”, for­der­te Linus Steinmmetz, der am Mon­tag mit auf dem Podi­um saß. Als rei­ches Land habe Deutsch­land eine beson­de­re Ver­ant­wor­tung, so Sebas­ti­an Grie­me, in Ber­lin der Vier­te im Bun­de. Bis 2035 müss­ten die Emis­sio­nen spä­tes­tens auf Null sein, eigent­lich müss­te es sogar noch schnel­ler gehen. (…)Die Schü­ler haben der­weil ihre mit fast 500 Orts­grup­pen externer Link in Deutsch­land abge­stimm­ten For­de­run­gen bewusst all­ge­mein gehal­ten. Man habe nur Zie­le for­mu­lie­ren wol­len. Dort­hin gebe es ver­schie­de­ne Wege, die von Poli­tik und Wis­sen­schaft beschrie­ben wer­den müss­ten. Die Zie­le haben es aber immer­hin in sich. (…) Auf­ge­ben wol­len die Schü­ler jeden­falls noch lan­ge nicht. Man wer­de wei­ter strei­ken, bis Deutsch­land auf den Weg ist, die Pari­ser Zie­le zu errei­chen, so Stein­metz. Trotz allen Dis­kus­sio­nen über Lebens­stil­ver­än­de­run­gen, die bei den Schü­lern offen­sicht­lich beliebt sind, wur­de auch klar, dass es um das gro­ße Gan­ze geht: “Solan­ge die Poli­tik nicht han­delt, kann das Indi­vi­du­um die Welt nicht ret­ten”, so Grie­me…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 09. April 2019 bei tele­po­lis externer Link
    • Kul­tur­wan­del als Ziel: Die „Fri­days for Future“-Organisatoren haben kon­kre­te For­de­run­gen bekräf­tigt. Wich­ti­ger ist: Sie sind dabei, die kul­tu­rel­le ­Hege­mo­nie zu gewin­nen. 
      “Die Orga­ni­sa­to­rIn­nen der Schü­le­rIn­nen­streik­be­we­gung „Fri­days for Future“ haben ein­mal mehr gezeigt, dass sie klug und vor­aus­schau­end sind. In einem am Mon­tag vor­ge­stell­ten Posi­ti­ons­pa­pier haben sie ihre For­de­run­gen für mehr Kli­ma­schutz bekräf­tigt, etwa die Begren­zung der Erd­erwärmung auf eine Zunah­me von maxi­mal 1,5 Grad oder den Koh­le­aus­stieg in Deutsch­land bis 2030 – statt wie von der zustän­di­gen Regie­rungs­kom­mis­si­on vor­ge­se­hen erst bis 2038. Die Spre­che­rIn­nen der Schul­strei­ke­rIn­nen sagen zwar, dass sie bewusst nur Zie­le und kei­ne Maß­nah­men for­dern, aber drei inter­es­san­te sehr kon­kre­te Din­ge benen­nen sie trotz­dem: das Ende aller Sub­ven­tio­nen für fos­si­le Ener­gie­trä­ger, die Ein­füh­rung einer CO2-Steu­er und die Abschal­tung eines Vier­tels der Koh­le­kraft­wer­ke. Die­se drei Maß­nah­men sol­len bis Ende die­ses Jah­res umge­setzt wer­den, also schnell. Das ist kon­kret genug, um die jun­gen Akti­vis­tIn­nen wei­ter in Bewe­gung zu set­zen und gleich­zei­tig all­ge­mein genug, um sich nicht in unpro­duk­ti­ve Detail­dis­kus­si­on ver­stri­cken zu las­sen. Und das reicht auch an Pro­gram­ma­tik. Denn es ist nicht Auf­ga­be der jun­gen Leu­te, en detail den Not­fall­plan gegen die Kli­ma­kri­se zu ent­wer­fen. Ihre selbst gestell­te Auf­ga­be ist, die Gleich­gül­ti­gen und pro­fes­sio­nel­len Auf-das-nächs­te-Mal-Ver­schie­be­rIn­nen wach zu rüt­teln. Das haben sie geschafft. (…) Die Schul­strei­ke­rIn­nen sind auf dem Weg, die kul­tu­rel­le ­Hege­mo­nie zu gewin­nen. Das ist eine sehr wich­ti­ge Vor­aus­set­zung, um im Hier und Jetzt etwas zu ver­än­dern.” Kom­men­tar von Anja Krü­ger vom 8. April 2019 in der taz online externer Link
  • Par­ents for Future rufen in einer Erklä­rung zu welt­wei­ten Kli­ma­st­reiks auf: Eltern und Gross­el­tern für eine siche­re, gerech­te und sau­be­re Zukunft 
    “… Was unse­re Kin­der uns heu­te sagen, ist nichts ande­res als das, wovor uns die Wis­sen­schaft bereits seit vie­len Jah­ren warnt. Wir haben kei­ne Zeit mehr zu ver­lie­ren. Der Kli­ma­wan­del ist kei­ne abs­trak­te Bedro­hung mehr. (…) Die welt­wei­te Jugend­be­we­gung für den Kli­ma­schutz leis­tet aktu­ell den schwie­rigs­ten Bei­trag: Sie lehnt sich gegen die Träg­heit des gegen­wär­ti­gen Sys­tems auf um nicht nur ihre, son­dern auch unse­re Zukunft zu schüt­zen. Unse­re Kin­der gaben uns den Impuls. Es ist jetzt unse­re mora­li­sche Pflicht, als Erwach­se­ne zu reagie­ren. Wir – Eltern, Groß­el­tern und alle, die sich um die jun­gen Men­schen der nächs­ten Genera­ti­on küm­mern – ste­hen für die Zukunft unse­rer Kin­der ein, im engen Schul­ter­schluss mit der wis­sen­schaft­li­chen Gemein­schaft. (…) Des­halb for­dern wir, dass den Zie­len des Pari­ser Kli­ma­schutz­ab­kom­mens und den Emp­feh­lun­gen des Son­der­be­richts des Welt­kli­ma­rats (IPCC) zur glo­ba­len Erwär­mung von 1,5°C zu ent­spre­chen ist. Das bedeu­tet nicht nur, dass die welt­wei­ten Emis­sio­nen ins­ge­samt auf null redu­ziert wer­den müs­sen, son­dern auch, dass dies nun so schnell wie mög­lich und auf der Grund­la­ge der Kli­ma­ge­rech­tig­keit erfol­gen muss. (…) Die Bewe­gung erlebt eine enor­me Dyna­mik. Die­se Dyna­mik wird jedoch nur wei­ter wach­sen, wenn wir sie mit unse­rem eige­nen Han­deln för­dern und sich ihr noch mehr Men­schen anschlie­ßen. Die Unter­stüt­zung der Kin­der und Jugend­li­chen bei ihrem welt­wei­ten Kli­ma­st­reik war der ers­te Schritt. Als Eltern und Groß­el­tern müs­sen wir jetzt ent­schlos­sen han­deln, um die Zukunft unse­rer Kin­der und Enkel zu sichern. Als Bür­ge­rin­nen und Bür­ger müs­sen wir ihren Stim­men die Macht unse­rer Stim­men an der Wahl­ur­ne ver­lei­hen. Wir müs­sen unser Kon­sum­ver­hal­ten hin­ter­fra­gen und bei Kauf­ent­schei­dun­gen Nach­hal­tig­keit in den Vor­der­grund stel­len. (…) Eltern! Wir sind über­all Teil der Gesell­schaft: In Klas­sen­zim­mern, auf Acker­flä­chen, in Fabri­ken, in Kran­ken­häu­sern, in Vor­stands­eta­gen und Par­la­men­ten. Wir haben die Kraft, die­se siche­re, gerech­te und sau­be­re Zukunft für unse­re Kin­der und uns alle zu errei­chen. Die Ein­däm­mung des men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­wan­dels muss die größ­te Errun­gen­schaft die­ses Jahr­hun­derts wer­den. Gemein­sam sind wir bereit!Inter­na­tio­na­ler Auf­ruf in der dt. Ver­si­on externer Link – Par­ents for Future und über 50 ande­re Elternorganisa­tionen haben sich in 19 Län­dern zusam­mengeschlossen und rufen zu welt­wei­ten Kli­ma­st­reiks und ‑aktio­nen auf.
  • [Vor­bild­lich] Schles­wig-Hol­stei­ni­sche Straf­ver­tei­di­ger bie­ten kos­ten­lo­se Bera­tung bei Buß­geld­be­schei­den wegen Fri­days for Future an 
    “Die Schles­wig-Hol­stei­ni­sche Straf­ver­tei­di­ger­ver­ei­ni­gung e.V. erklärt sich mit der Bewe­gung „Fri­days for Future“ soli­da­risch. Es wird eine kos­ten­lo­se Bera­tung ange­bo­ten, wenn auf­grund der Teil­nah­me am Streik ein Buß­geld­be­scheid erlas­sen wer­den soll. Hier fin­den Sie eine Lis­te von Rechts­an­wäl­tin­nen und Rechts­an­wäl­ten, die bereit sind, die Bera­tung kos­ten­los zu über­neh­men.” Lis­te vom April 2019 externer Link – nun eben­so die Straf­ver­tei­di­ger­ver­ei­ni­gung NRW (via Twit­ter) externer Link
  • Mit Buß­geld gegen die Schü­ler­streiks 
    Für die Eltern der “Fri­days for Future”-Demonstranten sol­len künf­tig Buß­gel­der aus­ge­stellt wer­den, wenn deren Kin­der die Schu­le schwän­zen – so will es der Direk­tor des Münch­ner Wil­helm-Hau­sen­stein-Gym­na­si­ums. Ande­re Schu­len sol­len sich ange­schlos­sen haben. “Das gilt ab heu­te”, erklärt Direk­tor Hans­ja­kob. Für die Zukunft sei­en die Spiel­re­geln nun geklärt. (…) Buß­gel­der wegen “Fri­days for Future”, das sei noch nicht dage­we­sen, heißt es von den Münch­ner Orga­ni­sa­to­ren der Demons­tra­tio­nen. Im Orga-Team sei­en sie über die­se Nach­richt scho­ckiert gewe­sen. Auch im Bil­dungs­re­fe­rat, an dem die zustän­di­ge Buß­geld­stel­le ange­sie­delt ist, ist von sol­chen Schrit­ten noch nichts bekannt; man wer­te gera­de das Vor­ge­hen der städ­ti­schen Schu­len aus, damit sei man noch nicht fer­tig. Bis­lang aber sei­en selbst Ver­wei­se nur in ein­zel­nen Fäl­len aus­ge­stellt wor­den…” Arti­kel von Jakob Wet­zel vom 2. April 2019 bei der Süd­deut­schen Zei­tung online externer Link
    • Wil­helm-Hau­sen­stein-Gym­na­si­um: Doch kein Buß­geld wegen Schü­ler­streiks
      Schritt zurück: Ein Münch­ner Gym­na­si­um will nun doch kei­ne Sank­tio­nen gegen Eltern ein­füh­ren, deren Kin­der zu den “Fri­days for Future”-Demos gehen, statt den Unter­richt zu besu­chen. (…) Anzei­gen an die städ­ti­sche Buß­geld­stel­le soll es dem­nach kei­ne geben; statt­des­sen soll eine Rege­lung gefun­den wer­den, wie sich die Schü­ler an den “Fri­days for Future”-Kundgebungen betei­li­gen kön­nen. Zudem soll es neue Ange­bo­te geben, um die Umwelt­bil­dung an der Schu­le zu stär­ken und Ansät­ze zu ver­mit­teln, was die Schü­ler selbst kon­kret für mehr Kli­ma­schutz unter­neh­men kön­nen. Die Ein­zel­hei­ten wer­den dem­nach noch geklärt…” Mel­dung vom 4. April 2019 bei der Süd­deut­schen Zei­tung online externer Link
    • Ihr Bei­trag für sank­tio­nier­te Schüler*innen!
      Buß­gel­der sind ange­droht, weil Schü­le­rin­nen und Schü­ler für Ihre Zukunft kämp­fen und sich bei #fri­days­for­fu­ture enga­gie­ren. Unter­stüt­zen Sie hier betrof­fe­ne Jugend­li­che, denn ihr Pro­test für die Zukunft gehört belohnt, nicht bestraft…” Spen­den­auf­ruf der GLS-Bank externer Link – sie­he dazu auch einen ND-Bericht externer Link
  • [Kurz­gut­ach­ten] Fri­days for Future: Ver­fas­sungs­schran­ken für Sank­tio­nen bei schu­li­scher Abwe­sen­heit
    “Das vor­lie­gen­de Rechts­gut­ach­ten unter­sucht die Gren­zen des (deut­schen) Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­rechts bezo­gen auf schu­li­sche Abwe­sen­hei­ten im Zuge der Fri­days-for-Future-Bewe­gung. Dabei wird beson­ders auch der ver­fas­sungs­recht­li­che Rah­men im Zuge des Kli­ma­wan­dels in die Betrach­tung ein­be­zo­gen, eben­so wie die Reich­wei­te der weit­hin über­se­he­nen oder ver­kann­ten – völ­ker­recht­lich ver­bind­li­chen – Ziel­stel­lun­gen des Paris-Abkom­mens. Eine wich­ti­ge Rol­le spielt inso­weit auch das Ver­hält­nis zum Vor­sor­ge­prin­zip sowie zum gebo­te­nen Men­schen­rechts­schutz von Leben und Gesund­heit im Zei­chen des Kli­ma­wan­dels. (…) Wir haben gese­hen, dass die Ver­let­zung der Schul­pflicht grund­sätz­lich im Recht der 16 Bun­des­län­der (so wie auch in ande­ren Staa­ten) sank­tio­niert wird, dass aber wegen der Kom­pa­ti­bi­li­tät poli­ti­scher Akti­vi­tä­ten mit dem schu­li­schen Bil­dungs­auf­trag schon zwei­fel­haft ist, ob das gele­gent­li­che, mit sehr begrenz­tem schu­li­schem Feh­len ver­bun­de­ne Demons­trie­ren bei den Fri­days for Future über­haupt als unent­schul­dig­tes Feh­len ein­zu­ord­nen ist. Selbst wenn man trotz­dem von unent­schul­dig­tem Feh­len spre­chen woll­te, so wären Sank­tio­nen hier­ge­gen wie gese­hen jedoch unver­hält­nis­mä­ßig. Denn es rich­ten sich die Fri­days-for-Future-Demons­tra­tio­nen auf die Wie­der­her­stel­lung recht­mä­ßi­ger Zustän­de im Kli­ma­schutz. Kommt dies zur gerin­gen Dau­er des Schul­aus­falls (selbst bei regel­mä­ßi­gen Demons­tra­tio­nen), der grund­sätz­li­chen Kom­pa­ti­bi­li­tät mit dem Bil­dungs­an­lie­gen der Schu­le und dem Gewicht der Ver­samm­lungs­frei­heit hin­zu, sind Sank­tio­nen gegen ent­spre­chen­de Schüler/​innen schlech­ter­dings nicht mehr ver­tret­bar. Der Hin­weis, man kön­ne all dies auch außer­halb der Schul­zeit vor­tra­gen, ver­fängt inso­weit wie gezeigt nicht. Denn wie erwähnt ist die Auf­merk­sam­keit für die Fri­days-for-Future-Demons­tra­tio­nen maß­geb­lich auf die bewuss­te –und sehr begrenz­te –Ver­let­zung der Schul­pflicht im Sin­ne zivi­len Unge­hor­sams zurück­zu­füh­ren. Grund­sätz­lich dürf­te die­se Argu­men­ta­ti­on auch außer­halb Deutsch­lands in ande­ren EU-Staa­ten, ggf. sogar über­haupt allen euro­päi­schen Staa­ten tra­gen, ver­mit­telt über die EMRK und die EU-Grund­rech­te­char­ta. Die Betrof­fe­nen soll­ten bei alle­dem beach­ten, dass jeg­li­che schrift­li­che Anord­nun­gen, Sank­tio­nen, Ver­pflich­tun­gen u.a.m. die Mög­lich­keit eines Ein­spruchs oder Wider­spruchs an die erlas­sen­de Behör­de vor­se­hen, die dann in der im Bescheid genann­ten Frist ergrif­fen wer­den muss. Dann wird die Recht­mä­ßig­keit des Ver­wal­tungs­han­delns erneut behörd­lich geprüft.” Kurz­gut­ach­ten von Prof. Dr. Dr. Felix Ekardt, LL.M., M.A., For­schungs­stel­le Nach­hal­tig­keit und Kli­ma­po­li­tik, Leipzig/​Berlin vom 31. März 2019 externer Link im Auf­trag des Solar­ener­gie-För­der­ver­eins Deutsch­land e.V.
  • Schul­streiks: Erst der Anfang des Anfangs 
    “… Auch an die­sem Frei­tag gin­gen wie­der in zahl­rei­chen Län­dern (min­des­tens 69 Staa­ten und Ter­ri­to­ri­en) die Schü­ler auf die Stra­ße, um für schnel­len und effek­ti­ven Kli­ma­schutz zu demons­trie­ren. In Deutsch­land wer­den Aktio­nen aus 44 Städ­ten gemel­det. Die ver­mut­lich größ­te Demo fand in Ber­lin statt, an der sich nach Ver­an­stal­ter­an­ga­ben über 20.000, nach eige­nem Augen­schein auf jeden Fall deut­lich über 10.000 Men­schen betei­lig­ten. Dar­un­ter waren auch vie­le Erwach­se­ne, aber die Schü­ler domi­nier­ten nach wie vor und haben auch wei­ter die Orga­ni­sa­ti­on in der Hand. Zahl­rei­che Schil­der und Reden zeig­ten eine sehr kri­ti­sche Hal­tung gegen­über der Wirt­schaft. “Wir brau­chen nicht eine wirt­schaft­s­taug­li­che Demo­kra­tie, son­dern eine demo­kra­tie­taug­li­che Wirt­schaft”, for­der­te ein Red­ner, offen­sicht­lich auf das von Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel for­mu­lier­te Leit­bild einer “markt­kon­for­men Demo­kra­tie” anspie­lend. In Ber­lin sprach auch die jun­ge Schwe­din Gre­ta Thun­berg, die den Regie­run­gen ver­sprach, die Pro­tes­te sei­en erst der Anfang des Anfangs. Die Ber­li­ner Zei­tung berich­tet, das Thun­berg am Sams­tag im Rah­men der Gol­de­nen Kame­ra ein Son­der­preis ver­lie­hen wer­den soll und sie am Sonn­tag­abend bei Anne Will ein­ge­la­den sei. Dort steht sie mit Grü­nen-Chef Robert Habeck, Rei­ner Haseloff (CDU), Minis­ter­prä­si­dent von Sach­sen-Anhalt, Wolf­gang Kubicki (FDP, MdB, stell­ver­tre­ten­der Par­tei­chef), The­re­se Kah (akti­ve Schul­strei­ke­rin aus Wit­ten) sowie Harald Lesch (Astro­phy­si­ker und Phi­lo­soph) auf der Talk­show-Gäs­te­lis­te. (…) Der­weil ist die Unter­stüt­zung aus der Wis­sen­schaft für die Schü­ler über­wäl­ti­gend. Das Ber­li­ner Natur­kun­de Muse­um – in des­sen Nach­bar­schaft Fri­days­For­Fu­ture sich all­wö­chent­lich zum Auf­takt trifft – hat­te die Schü­ler für den Nach­mit­tag im Anschluss an die Demo zum wie­der­hol­ten Male zum Tref­fen mit Wis­sen­schaft­lern ein­ge­la­den. Und aus der Ant­ark­tis kamen soli­da­ri­sche Foto-Grü­ße von der Besat­zung des deut­schen For­schungs­schiffs “Polar­stern”, das dort gera­de die Nord­spit­ze der Ant­ark­ti­schen Halb­in­sel erkun­det. Es sei gera­de­zu absurd, mein­te eine ande­re Red­ne­rin in Ber­lin, dass die Schü­ler die Wis­sen­schaft­ler gegen­über der Regie­rung ver­tei­di­gen müs­sen.” Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 29. März 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Fri­days for Future: Hört auf, eure Kin­der zu beklat­schen! 
    “Ein­fach mal die Welt ret­ten las­sen: Eltern gra­tu­lie­ren sich zum kli­ma­be­wuss­ten Nach­wuchs und twit­tern begeis­tert über Gre­ta Thun­berg. Wo bleibt “Satur­days for Future”? (…) Frü­her war das anders, da fan­den es Eltern nicht aus­nahms­los super, wenn sich der Nach­wuchs in Wackers­dorf Schlach­ten mit der Poli­zei lie­fer­te oder sich im Wend­land an die Glei­se ket­te­te. Aber seit Eltern und Kin­der die bes­ten Freun­de sind, unter­stützt man sich eben gegen­sei­tig. Das kann man in die­sem Fall für eine vor­bild­li­che Erzie­hungs­me­tho­de hal­ten. Oder ein­fach nur für bequem. Im elter­li­chen Applaus für die jun­gen Kli­ma­de­mons­tran­ten schwingt schon eine gewis­se Selbst­ge­fäl­lig­keit mit: Fri­days for Future ist die It-Bag moder­ner Groß­stadt­el­tern. Man schmückt sich mit dem Enga­ge­ment der Kin­der, twit­tert voll Ergrif­fen­heit, wie sich das Fami­li­en­le­ben von heu­te auf mor­gen geän­dert habe (kein Plas­tik mehr, jetzt aber wirk­lich mit den Öffis). Und so ein Pro­tes­te­vent mit Gre­ta Thun­berg in Ber­lin und dem enga­gier­ten Nach­wuchs gibt auch ein super Han­dy­film­chen ab. Ein biss­chen Wood­stock-Fee­ling für die Fami­li­en­chro­nik. Zei­gen, dass man dabei war. Dabei? Was haben sie denn eigent­lich bis­her so gemacht, die Eltern der Fri­day-Kids? Sind sie viel­leicht jetzt so eupho­ri­siert, weil die Pro­test­ak­tio­nen ihr Gewis­sen erleich­tern? (…) War­um gibt es noch kein grenz­über­schrei­ten­des Erwach­se­nen­schwän­zen? War­um kei­ne gro­ße Kli­ma­st­reik­be­we­gung? Werk­tag for Future? Huch, da wür­de doch das Brut­to­in­lands­pro­dukt ein­kni­cken. Na gut, dann gern auch Satur­day For Future. Ach so, geht nicht, wegen der Eröff­nung der East-West-Mall und dem Wochen­end­trip nach Bar­ce­lo­na, schon klar. Ver­än­de­rung fängt erst an, wenn es weh­tut. Also Schluss mit dem Applau­die­ren, Loben und Hoch­le­ben­las­sen. Eltern auf die Stra­ße, aktiv wer­den, an wel­chem Wochen­tag auch immer…” Kom­men­tar von Caro­lin Strö­be­le vom 29. März 2019 bei der Zeit online externer Link
  • Schul­streiks: Wer sind die Schü­ler? Befra­gung von Sozi­al­wis­sen­schaft­lern gibt Auf­schluss über Moti­ve und Selbst­ein­schät­zung der neu­en Pro­test­be­we­gung 
    Wer sind eigent­lich die Schü­ler, die Woche für Woche auf die Stra­ße gehen, um für den schnel­len Koh­le­aus­stieg, gegen das Flie­gen und gegen Mas­sen­tier­hal­tung, für eine rasche Ver­kehrs­wen­de, für schnel­len und effek­ti­ven Kli­ma­schutz also zu demons­trie­ren? Ange­sichts der fast glo­ba­len Aus­ma­ße externer Link der Bewe­gung ist das natür­lich eine schwie­ri­ge Fra­ge – in min­des­tens 144 Län­dern und Ter­ri­to­ri­en haben bereits Aktio­nen statt­ge­fun­den. Für Deutsch­land gibt es jedoch schon ein paar empi­ri­sche Ant­wor­ten. Das Insti­tut für Pro­test- und Bewe­gungs­for­schung hat ers­te Ergeb­nis­se externer Link einer Befra­gung hie­si­ger Teil­neh­mer der Pro­tes­te ver­öf­fent­licht. (…) Ähn­li­che Erhe­bun­gen wur­den auch in Schwe­den, dem Ver­ei­nig­ten König­reich, den Nie­der­lan­den, Bel­gi­en, Polen, der Schweiz, Öster­reich und Ita­li­en von Wis­sen­schaft­lern durch­ge­führt, doch lie­gen von dort noch kei­ne Ergeb­nis­se vor. (…) Knapp 25 Pro­zent der Befrag­ten schätz­ten sich selbst als “ganz links” und wei­te­re 53 Pro­zent als “links” ein. In der Mit­te sahen sich nicht ganz 21 Pro­zent. Ent­spre­chend sieht das Ver­trau­en in Par­tei­en aus. 40 Pro­zent gaben an, kei­ne Par­tei­prä­fe­renz zu haben, 36 Pro­zent bevor­zu­gen die Grü­nen, 12 Pro­zent die Links­par­tei. (Alle Zah­len gerun­det.) Dass die Regie­rung etwas zum Kli­ma­schutz bei­trägt, glaub­te kaum einer der Befrag­ten, das Ver­trau­en in die Wirt­schaft sieht noch schlech­ter aus. (…)Inzwi­schen gibt es hier­zu­lan­de übri­gens neben Par­ents­For­Fu­ture externer Link, Scientists4Future externer Link und Teachers4Future externer Link auch Lawy­ers­For­Fu­ture externer Link, die die strei­ken­den Schü­ler unter­stüt­zen wol­len. Par­ents­For­Fu­ture hat vor eini­gen Tagen eine Bun­des­tags­pe­ti­ti­on externer Link gestar­tet, die ein all­ge­mei­nes Tem­po­li­mit von 130 km/​h auf den Auto­bah­nen for­dert und bereits knapp 37.000 Zeich­ner hat.” Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 27. März 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Offe­ner Brief der Wind­ra­ther Tal­schu­le an Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet und Schul­mi­nis­te­rin Yvonne Gebau­er gegen Stra­fen und Straf­an­dro­hun­gen 
    “… [In] einem Brief an alle Schul­lei­te­rin­nen und Schul­lei­ter des Lan­des for­dert das Schul­mi­nis­te­ri­um dazu auf, im Zusam­men­hang mit den haupt­säch­lich von Schü­le­rin­nen und Schü­lern getra­ge­nen Demons­tra­tio­nen „Fri­days for Future“, die „Schul­pflicht durch­zu­set­zen“, und bezeich­net die Pro­tes­te als „grund­sätz­lich unzu­läs­sig“. Wir, die Schul­ge­mein­schaft der Wind­ra­ther Tal­schu­le, möch­ten in die­sem offe­nen, eini­gen Medi­en zuge­stell­ten Brief bekun­den, dass wir der in die­ser Wei­se erho­be­nen For­de­rung, die ver­bun­den sein kann mit Stra­fen und Straf­an­dro­hun­gen für betrof­fe­ne Schü­le­rin­nen und Schü­ler bzw. deren Eltern, nicht nach­kom­men wol­len und können.Wir sind uns der bestehen­den Schul­pflicht bewusst, ver­mis­sen aber eine recht­lich belast­ba­re Abwä­gung die­ser Ver­pflich­tung mit den Zukunfts­in­ter­es­sen der nach­wach­sen­den Genera­ti­on. Die UN-Kin­der­rechts­kon­ven­ti­on und eben­so die UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on hal­ten dazu an, bei allen Maß­nah­men, die Kin­der betref­fen, im Kon­flikt unter­schied­li­cher Inter­es­sen das Wohl des Kin­des vor­ran­gig zu berück­sich­ti­gen. Der Prä­si­dent der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz hat in zwei von ihm erstell­ten völ­ker­recht­li­chen Gut­ach­ten fest­ge­stellt, dass behörd­li­che Maß­nah­men ohne die­se expli­zi­te, gerichts­fest begrün­de­te Abwä­gung rechts­wid­rig sind. Zur Abwä­gung ste­hen hier die Schul­pflicht und die durch die Kli­ma­er­wär­mung in Fra­ge gestell­te Zukunft der nächs­ten Genera­ti­on und deren Recht, für einen Poli­tik­wech­sel zu demons­trie­ren. Dies ent­spricht der staat­li­chen Ver-pflich­tung, in Ver­ant­wor­tung für die künf­ti­gen Genera­tio­nen die natür­li­chen Lebens­grund­la­gen zu schüt­zen, sodass die Schü­le­rin­nen und Schü­ler nur ver­tre­ten, was ihnen völ­ker­recht­lich und nach dem Grund­ge­setz zusteht. Dem­ge­gen­über die Schul­pflicht höher zu bewer­ten, leuch­tet schon des­halb nicht ein, weil ande­re euro­päi­sche Län­der es zur Umset­zung des Rechts auf Bil­dung mit guten Grün­den bei einer Bil­dungs­pflicht belas­sen. Ange­sichts der auch von der Wis­sen­schaft als extrem dra­ma­tisch ein­ge­schätz­ten Situa­ti­on begrün­den die Jugend­li­chen die Durch­füh­rung wäh­rend der Unter­richts­zeit über­zeu­gend damit, dass auch sonst bei Streiks mög­lichst effek­ti­ve For­men gewählt wer­den. Auch damit müss­te sich das Minis­te­ri­um aus­ein­an­der­set­zen…” Offe­ner Brief der Schul­lei­tung und des Kol­le­gi­ums der Wind­ra­ther Tal­schu­le vom 21. März 2019 externer Link zum Erlass des Schul­mi­nis­te­ri­ums vom 13. Febru­ar 2019
  • Offe­ner Brief NRW von Par­ents for Future – Schluss mit dem Druck auf Schüler*innen und Schu­len! Soli­da­ri­tät mit den Fri­days for Future Pro­tes­ten! [mit der Bit­te um Unter­schrift] 
    “Die Lan­des­re­gie­rung von Nord­rhein-West­fa­len ver­sucht durch Druck auf die Schu­len und Her­ab­wür­di­gung der pro­tes­tie­ren­den Schüler*innen die Fri­days for Future Bewe­gung zu dis­kre­di­tie­ren. Wir von Par­ents for Future wei­sen die­sen Ver­such in einem offe­nen Brief an Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet und Schul­mi­nis­te­rin Yvonne Gebau­er deut­lich zurück.” Aus dem offe­nen Brief von Par­ents for Future vom März 2019 externer Link: “ Sehr geehr­ter Herr Laschet, sehr geehr­te Frau Gebau­er, in öffent­li­chen Stel­lung­nah­men sowie in einem Brief des Schul­mi­nis­te­ri­ums an alle Schu­len im Land NRW kri­ti­sie­ren Sie die Schüler*innen, die seit Wochen in NRW, aber auch in ganz Deutsch­land und welt­weit unter dem Mot­to „Fri­days for Future“ auf die Stra­ße gehen. Sie argu­men­tie­ren, dass die Schul­pflicht ein regel­mäs­si­ges Fern­blei­ben vom Unter­richt, wie es ein „Streik“ dar­stellt, ver­bie­tet. Die Schüler*innen sol­len außer­halb der Schul­zeit demons­trie­ren, statt „den leich­ten Weg zu gehen und die Schu­le zu schwän­zen“ (Armin Laschet). Dies sei „glaub­wür­di­ger“. Die Unter­zeich­nen­den, Eltern, Groß­el­tern und Freund*innen der von Ihnen ange­spro­che­nen Schüler*innen wei­sen Ihre Kri­tik in aller Deut­lich­keit zurück. Wir for­dern Sie auf, nicht län­ger mit Dro­hun­gen (Schul­pflicht-Durch­set­zung) oder Her­ab­set­zung („schwän­zen, leich­ter Weg“) den Pro­test der jun­gen Men­schen zu dis­kre­di­tie­ren! Wir sind der Über­zeu­gung, dass der Kli­ma­pro­test der Schüler*innen abso­lut not­wen­dig und auch in sei­ner Form drin­gend gebo­ten ist. Wir sind stolz dar­auf, dass hier eine Genera­ti­on auf­steht und mit Nach­druck das fort­ge­setz­te Ver­sa­gen der älte­ren Genera­ti­on und vor allem der poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tungs­trä­ger anpran­gert…”
  • Fri­days For Future: Schul­schwän­zen muss bestraft wer­den, Zukunfts­miss­brauch nicht? 
    ” Lie­be klei­ne Leu­te, die ihr jeden Frei­tag demons­triert für eine bes­se­re Zukunft, wel­che euch von den Gro­ßen »Pro­fis« ver­saut wird. Mal But­ter bei die Fische: Hät­ten im Drit­ten Reich auch alle deut­schen Schü­ler gegen die mil­lio­nen­fa­che Mas­sen­ver­nich­tung von Men­schen durch eure Vor­fah­ren pro­tes­tiert, hät­te es in der Fol­ge kei­ne klu­gen Köp­fe geben kön­nen, wel­che in Deutsch­land in den Fol­ge­jah­ren des Drit­ten Rei­ches bis heu­te dafür sor­gen hät­ten kön­nen, dass die Ver­bre­chen des deut­schen Staa­tes nicht geahn­det wer­den und alle hoch­ran­gi­gen dar­an Betei­lig­ten, allen vor­an die furcht­ba­ren Juris­ten, nie­mals einer emp­find­li­chen Stra­fe zuge­führt wur­den. Die­se klu­gen Köp­fe hät­ten auch nicht dafür sor­gen kön­nen, dass heu­te noch natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Geset­ze exis­tie­ren, nach denen eure Eltern z.B. ihre Ein­kom­men­steu­ern zah­len müs­sen, oder dass deut­sche Schul­pflicht über der Pflicht zur Schaf­fung einer bes­se­ren Zukunft steht. Das müsst ihr doch ein­se­hen. Also hal­tet euch an die Schul­ge­set­ze, auch wenn die für den Miss­brauch eurer Zukunft Ver­ant­wort­li­chen alle Geset­ze bre­chen und Men­schen­rech­te ver­let­zen wer­den, derer sie hab­haft wer­den kön­nen durch den Wil­len eines gro­ßen Teils unse­res Vol­kes, wel­cher euch am liebs­ten hin­ter Git­tern sehen wür­de – mit Schul­zwang selbst­ver­ständ­lich, damit aus euch ein­mal etwas so Ordent­li­ches wird, wie aus den Schü­lern des Drit­ten Rei­ches. (…) Es ist eure Zukunft. Unse­re Zukunft ist bald vor­bei. Tragt die Schu­le des Lebens auf die Stra­ßen in die Öffent­lich­keit. Lasst unse­re Gegen­wart nicht eure Zukunft wer­den. Stu­diert das Grund­ge­setz und lasst euch nicht ein­re­den, die­je­ni­gen, wel­che eure Zukunft zer­stö­ren, hät­ten die Deu­tungs­ho­heit über eure Grund­rech­te auf eine gute Zukunft. Eure Grund­rech­te sind unmit­tel­bar gel­ten­des Ver­fas­sungs­recht und ste­hen über jeder Schul­pflicht in einer Schu­le, die euch dar­auf vor­be­rei­tet, euch nicht zu weh­ren, son­dern eure Welt immer bes­ser zu zer­stö­ren…” Bei­trag von Ing­mar Vet­ter vom 16. März 2019 bei Grund​rech​te​.org externer Link
  • Streik ist ein Bil­dungs­ziel. Was pas­siert mit den Schü­lern, die gegen die Kli­ma­ka­ta­stro­phe auf die Stra­ße gehen? 
    “Hand in Hand gehen Grund­schü­ler an mir vor­bei, in Zwei­er­grup­pen. Sie sin­gen nicht »Later­ne, Later­ne«, son­dern rufen in die Öffent­lich­keit: »Wir sind hier! Wir sind laut! Weil Ihr uns die Zukunft klaut!« Zu mei­ner Lin­ken läuft ein etwa 16-jäh­ri­ges Mäd­chen mit Kopf­tuch und wei­ßen Turn­schu­hen und streckt dabei ein Pla­kat in die Luft: »Frie­den für die Erde.« An ihrer Sei­te geht ein gleich­alt­ri­ges Mäd­chen mit bun­ten Haa­ren und einem abge­nutz­ten, dün­nen Leder­man­tel, die eben­falls auf einem Pla­kat etwas zu mit­zu­tei­len hat: »Fickt euch! Nicht das Kli­ma.« Etwa zwei Meter vor mir bil­den jun­ge Men­schen einen Kreis. Das erin­nert mich an Ärger oder eine Schlä­ge­rei auf dem Pau­sen­hof, was beob­ach­ten­de Mit­schü­ler aus Lan­ge­wei­le zum Spek­ta­kel machen – Irr­tum. Auf dem Boden hockt ein Schü­ler. Sei­ne brau­nen Locken, bedeckt mit einer schwar­zen Adi­das-Kap­pe, fal­len ihm über Ohren und Wan­gen. Er zieht mit Krei­de Stri­che auf den Asphalt: »Chan­ge the Sys­tem”…” Bericht von Mesut Bay­raktar bei neu­es Deutsch­land vom 20. März 2019 externer Link (im Abo!)
  • Schul­streiks: Die Jugend will Taten sehen 
    “… Der glo­ba­le Schul­streik für mehr Kli­ma­schutz, des­sen Aktio­nen am Frei­tag­nach­mit­tag (MEZ) in den bei­den Ame­ri­kas noch andau­er­ten oder noch begin­nen soll­ten, scheint ein vol­ler Erfolg zu wer­den. Allein in Deutsch­land wur­de in über 222 Städ­ten demons­triert. An die 300.000 Men­schen sol­len sich betei­ligt haben. 5.000 zum Bei­spiel in Kiel, 1.000 in Reck­ling­hau­sen, 25.000 in Ber­lin 5.000 in Bonn, 7.000 in Düs­sel­dorf, 3000 in Kas­sel, 3.000 im ver­reg­ne­ten Aachen, 700 in Erfurt (alle Anga­ben hier und in wei­te­ren jeweils nach Anga­ben der Ver­an­stal­ter, wenn nicht anders ver­merkt.) Aus einer inter­na­tio­na­len Zusam­men­stel­lung geht her­vor, dass in 125 Län­dern und Ter­ri­to­ri­en Aktio­nen statt­fan­den oder in den nächs­ten Stun­den noch statt­fin­den wer­den, dar­un­ter auch eine vor einer For­schungs­sta­ti­on in der Ant­ark­tis. Der Anfang wur­de in Neu­see­land gemacht, wo in etwa 30 Städ­ten Schü­ler auf die Stra­ße gin­gen. Eine Erklä­rung von über 1.000 Wis­sen­schaft­lern und Leh­rern hat­te sie dar­in bestärkt. Im benach­bar­ten Aus­tra­li­en betei­lig­ten sich ins­ge­samt 150.000 Men­schen an den Kli­ma­pro­tes­ten, davon allein 20.000 in Mel­bourne. 30.000 waren es in Syd­ney schätzt der Guar­di­an. Auch in Hong­kong gab es eine klei­ne Kli­ma­de­mons­tra­ti­on, Eben­so in Japan, auf Tai­wan und in eini­gen chi­ne­si­schen Städ­ten auf dem Fest­land. Neben Deutsch­land gab es auch in Ita­li­en, den USA und Frank­reich in über 200 Städ­ten Aktio­nen, die meis­ten mit fast 250 in Ita­li­en. Im deut­lich dün­ner besie­del­ten Schwe­den (rund zehn Mil­lio­nen Ein­woh­ner) wur­den aller­dings auch beacht­li­che 178 Schul­streiks ange­mel­det. Aus dem spa­ni­schen Madrid Spa­ni­en sind auf Twit­ter Bil­der dicht besuch­ter Plät­ze zu fin­den, eben­so aus Por­tu­gal.(…) Inzwi­schen haben über 23.000 Wis­sen­schaft­ler aus der Schweiz, Öster­reich und Deutsch­land die Stel­lung­nah­me der Initia­ti­ve Sci­en­tists for Future unter­schrie­ben, die heu­te auf zahl­rei­chen Kund­ge­bun­gen in den genann­ten Län­dern vor­ge­stellt wur­de…” Bericht von Wolf­gang Pom­rehn vom 15. März 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Groß­de­mons­tra­tio­nen #Fri­days­for­fu­ture: “An die­sem Frei­tag müs­sen die Schu­len beur­lau­ben” 
    Auch an die­sem Frei­tag wer­den welt­weit Schü­ler gegen den Kli­ma­wan­del demons­trie­ren. Die Ner­ven lie­gen blank, in NRW gehen Gerüch­te von Denun­zia­tio­nen um. Juris­tisch geht es um Grund­rechts­kol­li­sio­nen – und um Sank­tio­nen gegen die Schü­ler. (…) Das Ver­samm­lungs­recht aus Art. 8 Grund­ge­setz (GG) kol­li­diert mit dem Recht auf Bil­dung aus Art 7 GG, aus dem nach fast ganz herr­schen­der Mei­nung auch die Schul­pflicht abge­lei­tet wird. Wich­ti­ger Aspekt: “Die Ver­samm­lungs­frei­heit erfor­dert Gründ­rechts­mün­dig­keit, die aber selbst­ver­ständ­lich auch bei Min­der­jäh­ri­gen gege­ben ist, soweit sie die Bedeu­tung ihrer poli­ti­schen Frei­heits­rech­te ver­ste­hen”, sagt Prof. Dr. Klaus Fer­di­nand Gär­ditz. (…) Die Demons­tran­ten brau­chen aller­dings eine Beur­lau­bung von der Schu­le – oder sie müs­sen mit Sank­tio­nen rech­nen. “So mora­lisch nach­voll­zieh­bar eine sol­che Demons­tra­ti­on sein mag, die Schul­pflicht kann das Ver­samm­lungs­recht ein­schrän­ken”, erklärt Gär­ditz. Weil die Ver­samm­lung aller­dings nicht ille­gal ist, muss die Schul­lei­tung ihr Ermes­sen pflicht­ge­mäß aus­üben, wenn Schü­ler eine Beur­lau­bung bean­tra­gen. (…) Die mög­li­chen Sank­tio­nen haben in Nord­rhein-West­pa­len der­weil beson­de­re Blü­ten getrie­ben. Wäh­rend NRW-Bil­dungs­mi­nis­te­rin Yvonne Gebau­er im Land­tag und in einem Brief an die Schu­len dar­über infor­miert hat­te, dass eine Teil­nah­me am welt­wei­ten Akti­ons­tag als Pro­jekt­tag mög­lich sei, war über Twit­ter am Don­ners­tag zu lesen, dass die Bezirks­re­gie­rung Düs­sel­dorf die Schu­len bit­te, die Schü­ler nament­lich zu benen­nen, die am Frei­tag an der #fri­days­for­fu­ture-Demons­tra­ti­on teil­neh­men. Das stimmt so nicht. (…) Die Bezirks­re­gie­rung in Düs­sel­dorf hin­ge­gen teil­te als mög­li­che Sank­tio­nen mit: erzie­he­ri­sche Maß­nah­men als päd­ago­gi­sche Ein­wir­kung (z.B. Hin­wei­se, Ermah­nun­gen, Ein­trag ins Klas­sen­buch, Anspra­che des Direk­tors), Ord­nungs­maß­nah­men (z.B. Andro­hung eines Schul­ver­wei­ses), Zwangs­zu­füh­rung durch das Ord­nungs­amt oder die Poli­zei oder die Ein­lei­tung eines Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­rens (kann mit der Fest­set­zung eines Buß­gel­des enden). Zwangs­vor­füh­run­gen oder Buß­gel­der sind Maß­nah­men, die nor­ma­ler­wei­se bei noto­ri­schen “Kei­nen Bock”-Schulschwänzern ergrif­fen wer­den…” Arti­kel von Tan­ja Podol­ski vom 14.03.2019 bei LTO online externer Link
  • Schul­streiks: Unter­stüt­zung aus der Wis­sen­schaft /​Glo­bal­strike am 15.3. in In 98 Län­dern, in 190 dt. Städ­ten 
    Global Strike for Future am 15.03.19“… Ähn­li­che Wis­sen­schaft­ler Initia­ti­ven gibt es auch in ande­ren Län­dern wie etwa Aus­tra­li­en, Groß­bri­tan­ni­en und Bel­gi­en. Der­weil zie­hen die Vor­be­rei­tun­gen für den glo­ba­len Schul­streik am kom­men­den Frei­tag immer wei­te­re Krei­se. In 98 Län­dern wer­den Aktio­nen vor­be­rei­tet externer Link. Allein in Deutsch­land externer Link wird es in 190 Städ­ten Streiks und Demons­tra­tio­nen geben. Selbst auf so unter­schied­li­chen wie ent­le­ge­nen Inseln wie Spitz­ber­gen und Mau­ri­ti­us wird es Demons­tra­tio­nen von Schü­lern geben. Die Schwer­punk­te lie­gen in Aus­tra­li­en, West­eu­ro­pa und den bei­den Ame­ri­kas, aber auch in ver­schie­de­nen afri­ka­ni­schen Staa­ten, Russ­land und selbst in Chi­na wird es Schü­ler­ak­tio­nen geben.” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 13. März 2019 bei tele­po­lis externer Link
    • Fotos: fri­days for future welt­weit
      Am ers­ten Inter­na­tio­na­len „Fri­days for Future“-Streik am 15. März betei­lig­ten sich Schüler*innen aus 2000 Städ­ten in 125 Län­dern. Welt­weit gin­gen über eine Mil­li­on jun­ge Men­schen gemein­sam auf die Stra­ße, um für einen kon­se­quen­ten Kli­ma­schutz zu demons­trie­ren. In Ber­lin zogen rund 20 000 Men­schen vom Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um am Inva­li­den­park durch das Regie­rungs­vier­tel zum Bun­des­kanz­ler­amt. Über 23.000 nam­haf­te Wissenschaftler*innen unter­stütz­ten die „Fri­days for Future“-Bewegung in einer Stel­lung­nah­me und mit einer Unter­schrif­ten­lis­te, die sie auf der Ber­li­ner Demons­tra­ti­on über­reich­ten.” Sie­he Foto­ga­le­rie von und bei Umbruch-Bild­ar­chiv externer Link
    • Sie­he Welt­wei­te Kli­ma-Pro­tes­te: Live Ticker zu #Fri­days­For­Fu­ture bei Anten­ne Düs­sel­dorf externer Link
  • Die Kli­ma­kri­se ist ein medi­zi­ni­scher Not­fall – Gesund­heits­be­ru­fe unter­stüt­zen den Schüler*innen-Streik 
    Als Ange­hö­ri­ge der Gesund­heits­be­ru­fe unter­stüt­zen wir den welt­wei­ten Streik der Schüler*innen gegen eine Kli­ma­po­li­tik der Untä­tig­keit und Halb­her­zig­keit. Die Bewe­gung Fri­days for future ist ein wich­ti­ger Impuls zur brei­ten Mobi­li­sie­rung für einen effek­ti­ven Kli­ma­schutz! KLUG ist die „Deut­sche Alli­anz Kli­ma­wan­del und Gesund­heit“, ein Netz­werk aus Gesund­heits­be­ru­fen und Patient*innenvertreter*innen, des­sen Ziel es ist, deut­lich zu machen, dass der Kli­ma­wan­del eine wich­ti­ge Her­aus­for­de­rung für den Gesund­heits­sek­tor ist und zum Ziel­punkt des Han­delns wer­den muss. Spä­tes­tens seit dem letz­ten Bericht des Welt­kli­ma­ra­tes ist klar, dass die Kli­ma­kri­se eine Dra­ma­tik und Dring­lich­keit erreicht hat, die sofor­ti­ges Han­deln erfor­dert. Wenn wir nicht ent­schie­den und schnell gegen­steu­ern, ist die mensch­li­che Zivi­li­sa­ti­on in Gefahr. So erklärt auch der Risi­ko­be­richt 2019 des Welt­wirt­schafts­fo­rums Davos, die Welt gehe „schlaf­wan­delnd einer Kata­stro­phe ent­ge­gen“. Die Erd­er­hit­zung und die fort­schrei­ten­de Umwelt­zer­stö­rung bedro­hen die natür­li­chen Grund­la­gen, von denen alles Leben abhängt. Ärzt*innen und Gesundheitswissenschaftler*innen spre­chen daher von der glo­ba­len Erwär­mung als medi­zi­ni­schem Not­fall. Der Kampf gegen die Kli­ma­kri­se ist des­halb auch eine Pflicht der Gesund­heits­be­ru­fe…” Erklä­rung der Deut­schen Alli­anz Kli­ma­wan­del und Gesund­heit (KLUG) zum inter­na­tio­na­len Kli­ma­st­reik am 15. März 2019 vom 14.03.2019 externer Link
  • Stu­dents for future – Auf­ruf zum Kli­ma­st­reik am 15.03.
    “”Wir for­dern beson­ders Hoch­schu­len auf, öffent­lich klar Stel­lung für den Kampf gegen den Kli­ma­wan­del zu bezie­hen und ihren Wor­ten Taten fol­gen zu las­sen. Hoch­schu­len als wich­ti­ge gesell­schaft­li­che Akteu­rin­nen soll­ten eine Vor­bild­funk­ti­on ein­neh­men. Außer­dem sind alle Wissenschaftler*innen auf­ge­for­dert, sich den Sci­en­tists For Futures anzu­schlie­ßen” (…) Das Enga­ge­ment der strei­ken­den Schüler*innen betrach­tet der fzs als vor­bild­lich: “Wir unter­stüt­zen, dass Schüler*innen und Student*innen die Poli­tik selbst in die Hand neh­men. Das soll­te auch das Ziel von Bil­dung in Schu­le und Hoch­schu­le sein: Sich mit einem The­ma so aus­ein­an­der­zu­set­zen, dass man sich dazu eine Mei­nung bil­den kann und gemein­sam mit ande­ren das eige­ne und das gesell­schaf­lti­che Leben gestal­ten kann. Es ist also völ­lig legi­tim und ein demo­kra­ti­sches Mit­tel, dass die Schu­le oder Hoch­schu­le bestreikt wird. Politiker*innen, die das klein­re­den oder ver­hin­dern wol­len, fürch­ten nur basis­de­mo­kra­ti­sches Enga­ge­ment”, kri­ti­siert Mar­cus Lam­precht, Vor­stands­mit­glied des fzs…” Pres­se­mit­tei­lung des frei­en zusam­men­schlus­ses von student*innenschaften, fzs, zum inter­na­tio­na­len Kli­ma­st­reik am 15. März externer Link
  • Sci­en­tists for Future: „Die Anlie­gen der demons­trie­ren­den jun­gen Men­schen sind berech­tigt“ 
    “„Die Anlie­gen der demons­trie­ren­den jun­gen Men­schen sind berech­tigt“ – so die Über­schrift einer Stel­lung­nah­me von Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern externer Link, die unter dem Namen „Sci­en­tists For Future“ die seit Wochen demons­trie­ren­den Jugend­li­chen unter­stüt­zen und deren For­de­run­gen nach schnel­lem Han­deln wis­sen­schaft­lich bekräf­ti­gen. Bis heu­te (Stand 12.3.2019) haben 12.155 Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler aus Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz den Auf­ruf bereits unter­zeich­net. (…) Die Stel­lung­nah­me kann noch bis Don­ners­tag, 14.3.2019, 23.59 Uhr von Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern unter www​.sci​en​tist​s4​fu​ture​.org externer Link unter­zeich­net wer­den. Die end­gül­ti­ge Zahl der Unter­zeich­nen­den wird am Frei­tag, 15.3.2019 auf der Fri­days For Future-Demons­tra­ti­on ver­kün­det.” Pres­se­mit­tei­lung der Initia­ti­ve Sci­en­tists for Future vom 12. März 2019 externer Link
  • Spen­den­kam­pa­gne: Unter­stüt­ze Fri­days for Future Deutsch­land 
    “… Dafür brau­chen wir Eure Unter­stüt­zung. Es ist schwie­rig und teu­er, einen inter­na­tio­na­len Streik­tag zu orga­ni­sie­ren – hier­für brau­chen wir Geld um Rei­se­kos­ten mit dem Bus zu decken, Mate­ri­al zu pro­du­zie­ren, Tech­nik und Laut­spre­cher zu mie­ten, für den Auf­bau und Abbau, Vor­be­rei­tung und Nach­be­rei­tung des Tages und vie­les mehr. Es wird ein lan­ger Weg, um unser Ziel zu errei­chen. Ins­be­son­de­re wenn du selbst nicht mit streikst, weil du viel­leicht nicht mehr zur Schu­le gehst: Wir kön­nen dei­ne Hil­fe gebrau­chen. Wir haben bis­her alles – jeden Fly­er, unse­re Tele­fo­na­te oder unse­re Web­site, eher chao­tisch finan­ziert. Dabei haben eini­ge auch ihr Taschen­geld benutzt. Damit wir unse­re ehren­amt­li­che Arbeit Woche für Woche in Zukunft noch unab­hän­gi­ger und noch eigen­stän­di­ger orga­ni­sie­ren kön­nen, brau­chen wir dei­ne Spen­de. Egal ob viel oder wenig. Egal ob ein­ma­lig oder regel­mä­ßig. Wir kön­nen jede Unter­stüt­zung gebrau­chen! Das Geld geht auf unser Spen­den­kon­to – wir finan­zie­ren damit die Bewe­gungs­ar­beit und ver­tei­len es an unse­re über 200 Regio­nal­grup­pen…” Spen­den­auf­ruf von von Fri­days for Future Deutsch­land bei GoFund­Me externer Link
  • Schul­streiks und Kli­ma­schutz: 40.000 in Ams­ter­dam auf der Stra­ße /​geplan­te Aktio­nen und Demons­tra­tio­nen in fast 1.000 Städ­ten in 82 Län­dern am 15.3. 
    In Ams­ter­dam haben sich am Sams­tag bei strö­men­den Regen nach Anga­ben der Ver­an­stal­ter an die 40.000 Men­schen an einem “Kli­maat­mars”, das heißt an einem Kli­ma­marsch, betei­ligt. Bei der Umwelt­or­ga­ni­sa­ti­on Milieu­de­fen­sie spricht man von einem der größ­ten Demons­tra­tio­nen für Kli­ma­schutz, die das Land je gese­hen habe. Zum Auf­takt hät­ten neben Wis­sen­schaft­lern auch Ver­tre­ter der strei­ken­den Schü­ler gespro­chen. (…) In den Nie­der­lan­den lau­fen noch fünf Koh­le­kraft­wer­ke. Ansons­ten besteht der kon­ven­tio­nel­le Kraft­werks­park aus Gas­kraft­wer­ken – und einem mit fast 46 Jah­ren Betriebs­zeit bereits ziem­lich betag­ten Atom­kraft­werk. Die bei­den ältes­ten Koh­le­kraft­wer­ke soll­ten nach bis­he­ri­ger Pla­nung eigent­lich 2024 vom Netz gehen und die rest­li­chen drei 2030 (…) Die Pro­tes­te sind also auch in den Nie­der­lan­den noch lan­ge nicht am Ziel ange­langt, wes­halb es dort wie in vie­len ande­ren Län­dern in die­ser Woche wie­der Schul­streiks geben wird. Für den kom­men­den Frei­tag, den 15. März, haben Schü­ler in zahl­rei­chen Län­dern zu einem glo­ba­len Streik­tag für das Kli­ma auf­ge­ru­fen. Eine Über­sicht zeigt geplan­te Aktio­nen und Demons­tra­tio­nen in fast 1.000 Städ­ten in 82 Län­dern externer Link. Schwer­punk­te sind unter ande­rem Schwe­den, Ita­li­en, Aus­tra­li­en, die USA und Deutsch­land, aber auch in Frank­reich und Spa­ni­en wer­den in beson­ders vie­len Orten Vor­be­rei­tun­gen getrof­fen.” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 11. März 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: CSU mag kei­ne selbst­be­wuss­ten Jugend­li­chen. Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Andre­as Scheu­er drischt am Ascher­mitt­woch auf die strei­ken­den Schü­ler ein 
    Die CSU will offen­sicht­lich kei­ne empa­thi­schen, jun­gen, um die Zukunft besorg­ten Wäh­ler. Es reicht ihr, die Ober­ho­heit über den Stamm­ti­schen der Schen­kel­klop­fer zu ver­tei­di­gen. Die­ser Ein­druck drängt sich ange­sichts des Ascher­mitt­wochs in Pas­sau auf. Dort kan­zel­te Andre­as Scheu­er, jener Minis­ter, der Ver­kehrs­pol­tik vor allem als Auto­po­litk ver­steht, der Minis­ter, der die Die­sel-Pkw-Besit­zer im Regen ste­hen lässt, statt sie gegen betrü­ge­ri­sche Machen­schaf­ten der Her­stel­ler zu schüt­zen, der die Kon­zer­ne wei­ter gewäh­ren lässt und lie­ber gegen zu hohe Grenz­wer­te wet­tert, die er noch höher set­zen möch­te, die strei­ken­den Schü­ler als Schul­schwän­zer ab, die man nicht brau­che. Der Applaus sei­ner Par­tei war ihm sicher. Offen­bar möch­te man sei­ne Gemüt­lich­keit, sein Leben auf Kos­ten ande­rer und auf Kos­ten zukünf­ti­ger Genera­tio­nen, nicht von einer neu­en, auf­müp­fi­gen Jugend­be­we­gung in Fra­ge stel­len las­sen. Die lässt sich indes nicht beir­ren. Für den mor­gi­gen Frei­tag sind Aktio­nen in 23 deut­schen Städ­ten geplant. Auch in diver­sen ande­ren Län­dern, dar­un­ter zum Bei­spiel auch in der Tür­kei, im Liba­non, in Malay­sia, Süd­ko­rea und Mau­re­ta­ni­en, fin­den Schul­streiks und Demons­tra­tio­nen statt. (…) Der 15. März wur­de zum inter­na­tio­na­len Schul­streik­tag aus­ge­ru­fen. Allein in Deutsch­land wer­den in 130 Städ­ten Aktio­nen vor­be­rei­tet. Eine glo­ba­le Über­sichts­kar­te externer Link zeigt Vor­be­rei­tun­gen in dut­zen­den Staa­ten auf allen bewohn­ten Kon­ti­nen­ten.” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 07. März 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • #Scientists4future. Eine gemein­sa­me Stel­lung­nah­me Deut­scher, Öster­rei­chi­scher und Schwei­zer Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler zu den Pro­tes­ten für mehr Kli­ma­schutz 
    Zur­zeit demons­trie­ren regel­mä­ßig vie­le jun­ge Men­schen für Kli­ma­schutz und den Erhalt unse­rer natür­li­chen Lebens­grund­la­gen. Als Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen-schaft­ler erklä­ren wir auf Grund­la­ge gesi­cher­ter wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se: Die­se Anlie­gen sind berech­tigt und gut begrün­det. Die der­zei­ti­gen Maß­nah­men zum Klima‑, Arten‑, Wald‑, Mee­res- und Boden­schutz rei­chen bei wei­tem nicht aus. (…) Die jun­gen Men­schen for­dern zu Recht, dass sich unse­re Gesell­schaft ohne wei­te­res Zögern auf Nach­hal­tig­keit aus­rich­tet. Ohne tief­grei­fen­den und kon­se­quen­ten Wan­del ist ihre Zukunft in Gefahr. Die­ser Wan­del bedeu­tet unter ande­rem: Wir füh­ren mit neu­em Mut und mit der not­wen­di­gen Geschwin­dig­keit erneu­er­ba­re Ener­gie­quel­len ein. Wir set­zen Ener­gie­spar­maß­nah­men kon­se­quent um. Und wir ver­än­dern unse­re Ernährungs‑, Mobi­li­täts- und Kon­sum­mus­ter grund­le­gend. (…) Die enor­me Mobi­li­sie­rung der „Fri­days for Future“-Bewegung zeigt, dass die jun­gen Men­schen die Situa­ti­on ver­stan­den haben. Ihre For­de­rung nach schnel­lem und kon­se­quen­tem Han­deln kön­nen wir als Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler nur nach­drück­lich unter­strei­chen. Als Men­schen, die mit wis­sen­schaft­li­chem Arbei­ten ver­traut sind und denen die der­zei­ti­gen Ent­wick­lun­gen gro­ße Sor­gen berei­ten, sehen wir es als unse­re gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung an, auf die Fol­gen unzu­rei­chen­den Han­delns hin­zu­wei­sen…” Stel­lung­nah­me von 700 Wissenschaftler*innen externer Link , die wei­te­re sucht externer Link
  • Die Schul­streiks für Kli­ma­schutz sind bür­ger­li­cher Unge­hor­sam 
    “Nichts zu ver­än­dern, passt bes­ser zur kurz­fris­ti­gen Gewinn­sucht der Akti­en­märk­te, die Regie­run­gen machen zu wenig. Bür­ger­li­cher Unge­hor­sam: So muss man wohl die aktu­el­len Schul­streiks nen­nen – die­se Streiks, die bewusst durch ent­gan­ge­ne Schul­zeit pro­vo­zie­ren. Wie­der sind ihm Tau­sen­de gefolgt, wie schon so oft an Frei­ta­gen am Monats­an­fang. Das Ziel: Tut mehr für den Kli­ma­schutz! Denn sonst ist unse­re Zukunft fins­ter – und dann brau­chen wir kei­ne Bil­dung. Wenn man sich den Blick auf die Rea­li­tä­ten spart, könn­te man die­ses “Schul­schwän­zen” für abmah­nungs­wür­dig hal­ten – so wie vie­le der Schul­di­rek­to­ren ja reagiert haben, mit Ver­wei­sen wegen Fern­blei­bens vom Unter­richt. Nur so ein­fach ist das nicht, nicht ein­mal der Rechts­stand­punkt, vom päd­ago­gi­schen Geschick ganz abge­se­hen. Denn bis­her ist es unse­ren Regie­run­gen nicht gelun­gen, den Kli­ma­wan­del ernst­haft ein­zu­brem­sen. Viel­mehr blei­ben in Deutsch­land die kli­ma­schäd­li­chen Emis­sio­nen seit Jah­ren kon­stant und die Welt läuft auf eine mitt­le­re Erhö­hung von drei bis fünf Grad zu. Das führt zu Auf­stei­lun­gen im Wet­ter­ab­lauf, bei denen nach Mei­nung vie­ler Wis­sen­schaft­ler der Glo­bus in eini­gen Jahr­zehn­ten in vie­len heu­te bewohn­ten Gegen­den nicht mehr bewohn­bar sein wird. (…) Die Situa­ti­on erin­nert an den Weg zum gen­frei­en Euro­pa, der in Deutsch­land begann. Auch da war unklar, ob die Gen­tech­nik tat­säch­lich frei von jedem Risi­ko ist. Baga­tel­li­sie­ren konn­te man sie nicht. Des­halb wur­den die gen­ver­än­der­ten Mais- und Kar­tof­fel­pflan­zun­gen der Ver­suchs­an­stal­ten immer wie­der von Akti­vis­ten zer­stört. Die­se wur­den gefasst, kamen vor Gericht – aber wur­den schließ­lich, nach meh­re­ren Gerichts­ver­fah­ren, frei­ge­spro­chen! Wenn der Staat den Schutz sei­ner Bür­ger nicht kon­se­quent gewähr­leis­tet, kann “bür­ger­li­cher Unge­hor­sam” ange­bracht sein, so war die Begrün­dung. Ob ein Ver­ge­hen vor­lag, wur­de also zur rich­ter­li­chen Ermes­sens­fra­ge. Genau sol­che “Ein­mi­schung” kommt jetzt von den Schü­lern. Die­se Gier der Wirt­schaft und das Zögern der Poli­tik gehen sie schließ­lich am meis­ten an als die Genera­ti­on von mor­gen. Und über ihre Sor­gen zu den Risi­ken von Kli­ma­ver­än­de­run­gen gibt es einen viel ein­deu­ti­ge­ren wis­sen­schaft­li­chen Kon­sens als bei der Gen­tech­nik. Die Streiks schei­nen in jedem Fall berech­tigt und erzeu­gen deut­lich ver­stärk­te Auf­merk­sam­keit, viel mehr, als die 35.000 Teil­neh­mer eines Streiks gegen die Braun­koh­le in Ber­lin vor eini­gen Mona­ten. Die Wahl der Schul­zeit könn­te also viel­leicht rich­ter­li­che Mil­de fin­den…” Bei­trag von Peter H. Grass­mann vom 2. März 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Schul­streiks: Unbe­irrt fürs Kli­ma – Gre­ta Thun­berg spricht in Ham­burg. Eltern rufen auf, den inter­na­tio­na­len Kli­ma­st­reik am 15.3. zu unter­stüt­zen 
    “Auch in die­ser Woche gehen wie­der Zehn­tau­sen­de, wenn nicht Hun­dert­tau­sen­de Schü­ler in zahl­rei­chen Län­dern auf die Stra­ße, um für wirk­sa­men Kli­ma­schutz zu demons­trie­ren. Am gest­ri­gen Don­ners­tag waren bereits 3.000 in Ant­wer­pen und eine unbe­kann­te Zahl in ande­ren bel­gi­schen Städ­ten unter­wegs. In Deutsch­land gin­gen am heu­ti­gen Frei­tag in min­des­tens 29 Städ­ten Schü­ler auf die Stra­ße, wenn die bei Fri­days­For­Fu­ture ver­öf­fent­li­che Lis­te halb­wegs voll­stän­dig ist. Zum Bei­spiel auch im west­fä­li­schen Müns­ter oder in Osna­brück. Die größ­te hie­si­ge Demons­tra­ti­on dürf­te am Vor­mit­tag in Ham­burg statt­ge­fun­den haben. Dort ist an die­sem Frei­tag auch Gre­ta Thun­berg dabei, jene jun­ge Schwe­din, die mit ihrem zunächst ein­sa­men Sitz­streik vor dem Stock­hol­mer Par­la­ment den Anstoß zu den inzwi­schen in ganz West­eu­ro­pa und dar­über hin­aus ver­brei­te­ten Pro­tes­ten geben hat. (…) Der­weil fällt Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Anja Kar­lis­zek (CDU) zu den anhal­ten­den Pro­tes­ten der Schü­ler nicht viel mehr ein, als auf die Ein­hal­tung der Schul­pflicht zu pochen, wie die Ber­li­ner Tages­zei­tung taz schreibt. Das unter­stüt­zens­wer­te Enga­ge­ment gehö­re in die Frei­zeit. Eine Ansicht, die auch Ham­burgs Schul­se­na­tor Ties Rabe (SPD) zu tei­len scheint. Er droh­te laut taz den Schü­lern mit Ein­trä­gen in die Zeug­nis­se. Eine Ham­bur­ger Schü­le­rin schil­dert hin­ge­gen in einem Pan­ora­ma-Bei­trag (Video) ihre Moti­ve und ver­weist dar­auf, dass die Schü­ler ohne den Regel­bruch gar nicht die not­wen­di­ge Auf­merk­sam­keit bekä­men. Inzwi­schen hat sich eine Eltern­in­itia­ti­ve namens Par­ents for Future gegrün­det…” Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 1. März 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Minis­te­rin pocht auf Schul­pflicht – Akti­vis­tin Gre­ta Thun­berg unter­stützt am Frei­tag deut­sche Schü­le­rIn­nen bei Kli­ma­pro­tes­ten. Die sol­len in ihrer Frei­zeit demons­trie­ren, for­dert Kar­li­c­zek.
    “Im Vor­feld der erst­ma­li­gen Teil­nah­me der schwe­di­schen Akti­vis­tin Gre­ta Thun­berg an den Schü­le­rIn­nen­ak­tio­nen für Kli­ma­schutz in Deutsch­land hat Bil­dungs­mi­nis­te­rin Anja Kar­li­c­zek (CDU) die Ein­hal­tung der Schul­pflicht ange­mahnt. Dass Schü­le­rin­nen und Schü­ler sich gesell­schaft­lich für Kli­ma- und Umwelt­schutz enga­gier­ten, begrü­ße sie sehr, sag­te die CDU-Poli­ti­ke­rin der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung“. Trotz­dem gel­te: „Auch unter­stüt­zens­wer­tes Enga­ge­ment gehört in die Frei­zeit und recht­fer­tigt nicht das Schul­schwän­zen.“ (…) Auch die Ham­bur­ger Schul­be­hör­de plä­dier­te für Aktio­nen nach Unter­richts­schluss oder am Wochen­en­de. Die Teil­nah­me an einer Demo sei kei­ne beson­de­re Form des Unter­richts, sag­te der Ham­bur­ger Schul­se­na­tor Ties Rabe (SPD). „Wer unent­schul­digt fehlt, hat den ver­pass­ten Unter­richts­stoff selbst­stän­dig nach­zu­ho­len, ver­pass­te münd­li­che Leis­tun­gen, Tests oder Klau­su­ren wer­den mit null Punk­ten gewer­tet, und es erfolgt ein Ein­trag ins Zeug­nis“, kün­dig­te er in der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung“ an. (…) Susan­ne Eisen­mann, erklär­te, sie wol­le das The­ma „von der Stra­ße ins Klas­sen­zim­mer holen und den Schü­lern damit zei­gen, dass wir ihre Sor­gen ernst neh­men und dass ihr Enga­ge­ment etwas bewirkt“.” Mel­dung vom 1. März 2019 von und bei der taz online externer Link
  • Auf­ruf: Lehrer*innen fürs Kli­ma. Lehrer*innen soli­da­ri­sie­ren sich mit strei­ken­den Schüler*innen im Vor­feld des glo­ba­len Schul­streiks am 15. März 2019 
    Die groß­ar­ti­gen Bil­der der letz­ten Wochen haben gezeigt: Die Fri­days for Future Schul­streiks wer­den zur Mas­sen­be­we­gung für Kli­ma­ge­rech­tig­keit. In Deutsch­land, in Frank­reich, in Bel­gi­en, in der Schweiz, und in vie­len ande­ren Län­dern der Welt. Enga­gier­te Lehrer*innen und Eltern tun sich gera­de vie­ler­orts zusam­men, um die strei­ken­de Kin­der zu unter­stüt­zen. Nach­dem die Schüler*innen von Fri­days for Future in Deutsch­land für ihr Enga­ge­ment teil­wei­se hef­tig ange­grif­fen wur­den, hat sich die Grup­pe “Par­ents for Future” gegrün­det. In Frank­reich haben inner­halb von weni­gen Tagen tau­sen­de Lehrer*innen einen Auf­ruf zur Soli­da­ri­tät unter­schrie­ben. Ange­lehnt am fran­zö­si­schen Appel wol­len Lehrer*innen in Deutsch­land nun sich mit den strei­ken­den Schüler*innen soli­da­ri­sie­ren. Bist du Lehrer*in? Oder viel­leicht jemand aus dei­ner Fami­lie oder in dei­nem Freun­des­kreis? Wenn dir der Kli­ma­schutz wich­tig ist und du dich enga­gie­ren willst, unter­stüt­ze den Schul­streik indem du unse­ren Auf­ruf unter­zeich­nest…” Auf­ruf vom 27.2.2019 bei Fos­sil Free Deutsch­land externer Link – Am 15 März 2019 gehen jun­ge Men­schen in ganz Deutsch­land und welt­weit gemein­sam auf die Stra­ße. Bun­des­weit sind bis­her weit über 100 Streiks geplant externer Link
  • Soli­da­ri­tät mit Fri­days for Future! “Wir sind auf eurer Sei­te – ihr seid wun­der­bar!” Offe­ner Brief an die NRW Lan­des­re­gie­rung von Par­ents for Future 
    Die Lan­des­re­gie­rung von Nord­rhein-West­fa­len ver­sucht durch Druck auf die Schu­len und Her­ab­wür­di­gung der pro­tes­tie­ren­den Schüler*innen die Fri­days for Future Bewe­gung zu dis­kre­di­tie­ren. Wir von Par­ents for Future wei­sen die­sen Ver­such in einem offe­nen Brief an Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet und Schul­mi­nis­te­rin Yvonne Gebau­er deut­lich zurück. (…) Sie argu­men­tie­ren, dass die Schul­pflicht ein regel­mäs­si­ges Fern­blei­ben vom Unter­richt, wie es ein „Streik“ dar­stellt, ver­bie­tet. Die Schüler*innen sol­len außer­halb der Schul­zeit demons­trie­ren, statt „den leich­ten Weg zu gehen und die Schu­le zu schwän­zen“ (Armin Laschet). Dies sei „glaub­wür­di­ger“. Die Unter­zeich­nen­den, Eltern, Groß­el­tern und Freund*innen der von Ihnen ange­spro­che­nen Schüler*innen wei­sen Ihre Kri­tik in aller Deut­lich­keit zurück. Wir for­dern Sie auf, nicht län­ger mit Dro­hun­gen (Schul­pflicht-Durch­set­zung) oder Her­ab­set­zung („schwän­zen, leich­ter Weg“) den Pro­test der jun­gen Men­schen zu dis­kre­di­tie­ren! Wir sind der Über­zeu­gung, dass der Kli­ma­pro­test der Schüler*innen abso­lut not­wen­dig und auch in sei­ner Form drin­gend gebo­ten ist. Wir sind stolz dar­auf, dass hier eine Genera­ti­on auf­steht und mit Nach­druck das fort­ge­setz­te Ver­sa­gen der älte­ren Genera­ti­on und vor allem der poli­ti­schen und wirt­schaft­li­chen Ver­ant­wor­tungs­trä­ger anpran­gert. (…) Been­den Sie die Ver­un­glimp­fung der Pro­tes­te – spre­chen Sie den Schüler*innen nicht das Enga­ge­ment ab, das Sie selbst als Ver­ant­wort­li­che beim Kli­ma­schutz ver­mis­sen las­sen. Geben Sie den Schu­len die Frei­heit, sich eigen­ver­ant­wort­lich und krea­tiv für den Kli­ma­schutz ein­zu­set­zen, statt die Schul­ge­mein­schaf­ten zu spal­ten und Lehrer*innen und Schul­lei­tun­gen zu Gehil­fen Ihrer Ein­schüch­te­rungs­ver­su­che zu machen. (…) Und allen Schüler*innen, die frei­tags auf die Stra­ße gehen, um für Ihre Zukunft zu kämp­fen, ver­spre­chen wir: Wir sind auf eurer Sei­te – ihr seid wun­der­bar!” Offe­ner Brief an die NRW Lan­des­re­gie­rung zum Mit­zeich­nen von und bei Par­ents for Future externer Link
  • Schul­streiks: Ent­schlos­sen­heit und Dro­hun­gen 
    “… Am Don­ners­tag und am Frei­tag haben erneut Schü­ler in zahl­rei­chen Städ­ten im In- und Aus­land für Kli­ma­schutz demons­triert. In Ber­lin waren es knapp Tau­send nach eige­nem Augen­schein, die bei son­ni­gen Wet­ter und ent­schlos­se­ner Stim­mung vor das Kanz­ler­amt zogen. “Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut”, war einer der belieb­tes­ten Slo­gans. Der Inter­net­auf­tritt der hie­si­gen Orga­ni­sa­to­ren weist 38 wei­te­re Städ­te in Deutsch­land aus, in denen Schü­ler wäh­rend des Unter­richts auf die Stra­ße gegan­gen waren. Am Don­ners­tag hat­ten bereits rund 11.000 Men­schen in Brüs­sel demons­triert. Ges­tern pro­tes­tier­ten außer­dem meh­re­re Tau­send im öster­rei­chi­schen Graz für mehr Kli­ma­schutz. Über den Ärmel­ka­nal hat es die Bewe­gung eben­falls inzwi­schen geschafft. In Groß­bri­tan­ni­en gab es in 55 Städ­ten Schul­streiks. Auch in der Schweiz mach­ten Jugend­li­che wie­der mobil, unter ande­rem in Bern, Zürich, Schaff­hau­sen, St. Gal­len und Basel. Eine sicher­lich unvoll­stän­di­ge Welt­kar­te zeigt Aktio­nen vor allem in West­eu­ro­pa, Aus­tra­li­en und Nord­ame­ri­ka, aber auch in Seo­ul (Süd­ko­rea), Bama­ko (Mali), Kam­pa­la (Ugan­da), Aru­sha (Tan­sa­nia), Pan­ch­ga­ni (Indi­en) und Istan­bul (Tür­kei). Am 15. März soll es einen gro­ßen inter­na­tio­na­len Streik­tag geben. In eini­gen Län­dern rufen die Schü­ler auch die Gewerk­schaf­ten auf, sich dar­an zu betei­li­gen. Der­weil hat in Nord­rhein-West­fa­len nach einem Bericht des WDR das Schul­mi­nis­te­ri­um eine Dienst­an­wei­sung an die Schu­len ver­schickt, in der von “zwangs­wei­ser Zufüh­rung” und “Ord­nungs­wid­rig­keits­ver­fah­ren” bei dau­er­haf­tem Fort­blei­ben vom Unter­richt die Rede ist. Pas­send dazu ver­sucht die Lan­des­re­gie­rung in Düs­sel­dorf beim Ergeb­nis der Koh­le­kom­mis­si­on zu trick­sen und bis 2022 einen Braun­koh­leblock weni­ger als von der Koh­le­kom­mis­si­on vor­ge­se­hen vom Netz zu neh­men, wie die Süd­deut­sche Zei­tung berich­tet…” Bei­trag von Wolf­gang Pom­rehn vom 16. Febru­ar 2019 bei Tele­po­lis externer Link
  • Fri­days for future – “Das kann eine Lang­zeit­be­we­gung wer­den”
    Tau­sen­de Schü­ler haben ges­tern wie­der für bes­se­ren Kli­ma­schutz demons­triert. Mehr als ein Gre­ta-Effekt? Ja, sagt Klaus Hur­rel­mann. Die Jugend hat poli­ti­sche Kraft wie lan­ge nicht. (…) Wir müs­sen lan­ge zurück­den­ken, dass sich so vie­le jun­ge Leu­te an einer poli­ti­schen Demons­tra­ti­on betei­ligt haben. Und zwar nicht nur als Mit­läu­fer, son­dern als Initia­to­ren und mit akti­ver Rol­le. Das ist etwas Beson­de­res. (…) Es ist auf­fäl­lig, dass wir hier ein Ele­ment von zivi­lem Unge­hor­sam haben. Man demons­triert nicht in der Frei­zeit, son­dern in der Schul­pflicht­zeit. Das ist ein bewuss­ter kal­ku­lier­ter Ver­stoß gegen bestehen­de Regeln. Und die Schü­ler müs­sen in Kauf neh­men, dass sie dafür sank­tio­niert wer­den. Ich hof­fe, sie wer­den sank­tio­niert! Denn wenn das nicht geschä­he, also wenn man das still­schwei­gend in den Schu­len durch­ge­hen lie­ße, dann wür­de man die Bewe­gung ent­wer­ten. Die jun­gen Leu­te den­ken sich ja was dabei. Sie wol­len zei­gen: Wir sind zor­nig, wir leh­nen uns auf, wir pro­tes­tie­ren. (…) Zum ers­ten Mal seit lan­gem haben wir eine Anti-älte­re-Genera­tio­nen-Stim­mung. Die jun­gen Leu­te sagen: Ihr Älte­ren habt nicht dafür gesorgt, dass alles in der Kli­ma­po­li­tik in Ord­nung ist. Ihr habt ver­sagt! Die­sen Ton haben wir schon lan­ge nicht mehr gehört. Aus der gewis­sen Aggres­si­vi­tät schlie­ße ich auch, dass das eine Lang­zeit­be­we­gung wer­den könn­te. Es sieht momen­tan so aus, also es nicht nur ein kur­zes Auf­fla­ckern zu einem The­ma ist…” Inter­view von Lars Bohn­sack vom 16.02.2019 bei heu​te​.de externer Link
  • Schul­streiks: Eine glo­ba­le Jugend­be­we­gung 
    Auch heu­te streik­ten wie­der in diver­sen Län­dern und zahl­rei­chen Städ­ten Schü­ler für mehr Kli­ma­schutz. In Ber­lin gin­gen sie trotz Schul­fe­ri­en auf die Stra­ße
    Die Schul­streiks für Kli­ma­schutz gehen wei­ter und zie­hen auch inter­na­tio­nal immer wei­te­re Krei­se. Im nie­der­län­di­schen Den Haag waren bereits ges­tern rund 10.000 Men­schen auf der Stra­ße. In Bel­gi­en wur­de erneut in ver­schie­de­nen Städ­ten demons­triert. 20.000 sol­len es im gan­zen Land gewe­sen sein, 11.000 allein in Löwen. Die bel­gi­sche Umwelt­mi­nis­te­rin Joke Schauvlieg hat inzwi­schen, wie unter ande­rem der Guar­di­an berich­tet, zurück­tre­ten müs­sen, da sie die neue Jugend­be­we­gung mit wir­ren Ver­schwö­rungs­theo­rien erklä­ren woll­te. Der Geheim­dienst habe sie infor­miert, wer wirk­lich hin­ter den Pro­tes­ten ste­cke und das die­se orches­triert sei­en. 38 hie­si­ge Städ­te lis­tet die deut­sche Web­sei­te Fri​days​For​Fu​ture​.de auf. In Flens­burg, wo heu­te zum ers­ten Mal gestreikt wur­de, betei­lig­ten sich nach einem Tweet des Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten der Links­par­tei Lorenz Gös­ta Beu­tin über 700 Men­schen. Wei­te­re Aktio­nen gab es am heu­ti­gen Frei­tag unter ande­rem in Mai­land und Genua. Auch in Ita­li­en haben sich inzwi­schen in zahl­rei­chen Städ­ten Grup­pen gebil­det, die Aktio­nen vor­be­rei­ten. (…) In Aus­tra­li­en haben Wis­sen­schaft­ler inzwi­schen eine Soli­da­ri­täts­adres­se externer Link an die Schü­ler for­mu­liert, in der sie den Akti­ons­tag am 15. März unter­stüt­zen. Das Schrei­ben trägt bis­her über 200 meist aus­tra­li­sche Unter­schrif­ten, beginnt aber sich auch inter­na­tio­nal aus­zu­brei­ten
    .” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 8. Febru­ar 2019 bei tele­po­lis externer Link
  • Brüs­sel und Ber­lin: Schü­ler strei­ken fürs Kli­ma 
    Heu­te gehen in Ber­lin vor­aus­sicht­lich Tau­sen­de Schü­ler auf die Stra­ße um von der Koh­le-Kom­mis­si­on einen ernst­haf­ten Vor­schlag zu ver­lan­gen. Doch dort liegt der Ent­wurf eines fau­len Kom­pro­mis­ses auf dem Tisch
    In Brüs­sel haben am gest­ri­gen Don­ners­tag 32.000 Schü­ler und Stu­den­ten für effek­ti­ven Kli­ma­schutz demons­triert, schreibt der Spie­gel. Das war dort bereits die drit­te der­ar­ti­ge Demons­tra­ti­on in drei Wochen. Es begann mit 3.000 Teil­neh­mern, letz­te Wochen waren es 15.000. Die bel­gi­schen Schü­ler fol­gen damit einer Initia­ti­ve der Stock­hol­mer Schü­le­rin Gre­ta Thun­berg, die seit dem ver­gan­ge­nen Som­mer jeden Frei­tag vor dem dor­ti­gen Par­la­ment sitzt und einen “Schul­streik für das Kli­ma” durch­führt. Nur am heu­ti­gen Frei­tag nicht. Da ist sie im Schwei­zer Davos, um auf dem Welt­wirt­schafts­fo­rum den Mäch­ti­gen die­ser Welt ins Gewis­sen zu reden. (…) Anlass ist das ver­mut­lich letz­te Tref­fen der Koh­le­kom­mis­si­on. Vor deren Tagungs­ort, im Ber­li­ner Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um, soll es heu­te Mit­tag eine gro­ße Schü­ler­de­mo geben, zu der Bus­se aus allen Tei­len der Repu­blik anrei­sen. In rund 100 deut­schen Städ­ten gibt es inzwi­schen Regio­nal­grup­pen der neu­en Schul­streik­be­we­gung. Von der Kom­mis­si­on ist in den ver­gan­ge­nen Tagen der Ent­wurf eines Abschluss­be­richts durch­ge­si­ckert. Der zeich­net sich unter ande­rem dadurch aus, dass er kein fes­tes Datum für das Ende des letz­ten Koh­le­kraft­werks vor­sieht…” Arti­kel von Wolf­gang Pom­rehn vom 25. Janu­ar 2019 bei tele­po­lis externer Link

Der Bei­trag “Fri­days for Future”: Schul­streiks für mehr Kli­ma­schutz erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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