[perspektive:] Geflüchtete ArbeiterInnen besonders stark von Wirtschaftskrise betroffen

Seit Beginn der Wirtschaftskrise ist die Arbeitslosigkeit auch in Deutschland stark angewachsen. Unter anderem geflüchtete ArbeiterInnen sind davon besonders stark betroffen.

So gab Dani­el Ter­zen­bach, Vor­stands­mit­glied der Bun­des­agen­tur für Arbeit, gegen­über der Deut­schen Pres­se-Agen­tur bekannt, dass die Arbeits­lo­sig­keit in den Mona­ten März bis Juni um 22 Pro­zent gestie­gen sei. Bei Arbei­te­rIn­nen aus Asyl­her­kunfts­län­dern liegt der Anstieg mit 26 Pro­zent über dem Durch­schnitt.

Zwar habe rund die Hälf­te der in den letz­ten fünf Jah­ren nach Deutsch­land Geflüch­te­ten einen Arbeits­platz, ein Vier­tel von ihnen auf Fach­kraft­ni­veau. Vie­le von ihnen sei­en jedoch „gering qua­li­fi­ziert“. Ihnen feh­len bei­spiels­wei­se Sprach­kennt­nis­se. Oft wer­den auch Berufs­aus­bil­dun­gen in Deutsch­land gar nicht aner­kannt.

Des­halb wür­den vie­le von ihnen ihre Jobs als ers­te ver­lie­ren, so Ter­zen­bach. Den­noch schnei­de Deutsch­land im inter­na­tio­na­len Ver­gleich bei der Inte­gra­ti­on Geflüch­te­ter in den Arbeits­markt bes­ser ab als ande­re Län­der und die Arbeits­äm­ter wür­den ver­su­chen, Geflüch­te­te zu unter­stüt­zen.

Trotz­dem steigt die Arbeits­lo­sig­keit unter Geflüch­te­ten über­durch­schnitt­lich stark.

Schon zu Beginn der Kri­se fiel auf, dass vor allem Arbei­te­rIn­nen ohne abge­schlos­se­ne oder aner­kann­te Aus­bil­dung die ers­ten waren, die ihren Job ver­lo­ren. So waren unter ande­rem Stu­die­ren­de sehr stark betrof­fen. Sie stan­den wie Geflüch­te­te oft in sehr recht­lo­sen Arbeits­ver­hält­nis­sen.

Kommt die dro­hen­de Plei­te­wel­le im Herbst, dürf­te mit einem noch viel höhe­ren und brei­te­ren Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit zu rech­nen sein.

Wirt­schafts­kri­se: Kommt im Herbst die gro­ße Plei­te­wel­le?

Der Bei­trag Geflüch­te­te Arbei­te­rIn­nen beson­ders stark von Wirt­schafts­kri­se betrof­fen erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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