[labournet:] Zeitarbeit schadet Langzeitarbeitslosen

Ich bin ein LeiharbeiterEin Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis in Zeit­ar­beit ist kein guter Ein­stieg für Lang­zeit­ar­beits­lo­se. Die­ses Ergeb­nis ergibt sich aus einer Stu­die des IAB. Auf­grund der Zeit­ar­beit sinkt die Wahr­schein­lich­keit sei­ne Arbeit zu behal­ten signi­fi­kant. Damit hat die Zeit­ar­beit mit minus 14 Pro­zent­punk­ten den zweit­größ­ten, nega­ti­ven Ein­fluss auf ein sta­bi­les Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis für Lang­zeit­ar­beits­lo­se. Den nega­tivs­ten Effekt hat das Kri­te­ri­um „feh­len­de Zufrie­den­heit mit der Tätig­keit“ mit minus 18 Pro­zent­punk­te. Alle ande­ren Kri­te­ri­en kom­men nicht auf so hohe Wer­te. Das IAB hat knapp 5.500 Lang­zeit­ar­beits­lo­se befragt und die Erwerbs­bio­gra­fie aus­ge­wer­tet. Die Ergeb­nis­se sind reprä­sen­ta­tiv. Zwar rela­ti­viert sich der gro­ße, nega­ti­ve Ein­fluss der Zeit­ar­beit etwas, wenn nicht nur das ers­te Arbeits­ver­hält­nis betrach­tet wird, son­dern Wei­te­re in einem Zeit­raum von 2,5 Jah­ren. Ein nega­ti­ver Ein­fluss bleibt mit minus 6 Pro­zent­punk­ten aber immer noch sta­tis­tisch signi­fi­kant (bei einem Signi­fi­kanz-Niveau von 10 Pro­zent). Zeit­ar­beit ist des­halb kei­ne gute Basis, um Lang­zeit­ar­beits­lo­sen erfolg­reich und nach­hal­tig eine neue Beschäf­ti­gung zu ermög­li­chen. Inso­fern bestä­ti­gen sich noch­mal indi­rekt die Beden­ken des Bun­des­rech­nungs­ho­fes externer Link, der die Sub­ven­tio­nie­rung der Zeit­ar­beits­bran­che mit Ein­glie­de­rungs­zu­schüs­sen grund­sätz­lich für ille­gal hält…” Mel­dung vom 27. Juli 2020 von und bei Fai­re-Arbeit e.V. externer Link zum IAB-Kurz­be­richt vom 21.07.2020 externer Link: Wie­der­ein­stieg nach Lang­zeit­ar­beits­lo­sig­keit: Wel­che Arbeits­ver­hält­nis­se sind sta­bil, wel­che nicht?

Der Bei­trag Zeit­ar­beit scha­det Lang­zeit­ar­beits­lo­sen erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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