[labournet:] Erst eingesperrt, dann ausgesetzt: Zentralamerikanische Migrant*innen wurden in Sammelunterkünften festgehalten, während sich das Corona-Virus weiter ausbreitete

Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantenDie Zahl der an Covid-19 Erkrank­ten in Mexi­ko steigt täg­lich an. Bis Mit­te Juli hat­ten sich nach offi­zi­el­len Zah­len rund 331.000 Einwohner*innen infi­ziert und mehr als 38.000 Men­schen sind in Mexi­ko an den Fol­gen gestor­ben. Das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um dia­gnos­ti­ziert in min­des­tens 15 Bun­des­staa­ten „maxi­ma­le Anste­ckungs­ge­fahr“. Wäh­rend­des­sen wird die restrik­ti­ve Migra­ti­ons­po­li­tik ver­schärft und Asyl­su­chen­de und Migrant*innen wer­den der Coro­na-Pan­de­mie schutz­los aus­ge­setzt. (…) Erkrank­te Migrant*innen etwa wür­den nicht behan­delt und ande­ren kein Schutz vor einer Anste­ckung gebo­ten. (…) Auf­grund ähn­lich pre­kä­rer Zustän­de kom­me es laut Rita Robles lan­des­weit immer wie­der zu Pro­tes­ten in den estacio­nes migra­to­ri­as. Es bestün­de ein ste­ti­ger Man­gel an Nah­rungs­mit­teln und ande­ren lebens­not­wen­di­gen Res­sour­cen. Auch flie­ßen­des Was­ser sei ein sel­te­nes Luxus­gut. Außer­dem sei der Umgang der Regierungsbeamt*innen mit den Migrant*innen her­ab­las­send und von Ras­sis­mus geprägt. Voces Mes­o­ame­ri­ca­nas und Fray Matí­as Cór­do­va unter­schrie­ben daher gemein­sam mit wei­te­ren Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NRO), Wissenschaftler*innen und zivil­ge­sell­schaft­li­chen Aktivist*innen am zwei­ten April die For­de­rung nach der Frei­las­sung der Migrant*innen aus den staat­li­chen Unter­künf­ten. Tat­säch­lich wur­de dies Ende April durch einen rich­ter­li­chen Beschluss geneh­migt und Migrant*innen aus den estacio­nes migra­to­ri­as der Städ­te Mexi­ko-Stadt, Mon­ter­rey, Tapa­chu­la, Teno­si­que, Tijua­na und Vil­laher­mo­sa ent­las­sen. Was zunächst wie ein ers­ter Erfolg für den Kampf um den gesund­heit­li­chen Schutz der Migrant*innen erschien, ent­pupp­te sich schon bald als eigent­li­che Ver­schlim­me­rung der bereits dras­ti­schen Situa­ti­on…” Arti­kel von Nina Bag­he­ry in Latein­ame­ri­ka Nach­rich­ten vom Juli/​August 2020 externer Link

Der Bei­trag Erst ein­ge­sperrt, dann aus­ge­setzt: Zen­tral­ame­ri­ka­ni­sche Migrant*innen wur­den in Sam­mel­un­ter­künf­ten fest­ge­hal­ten, wäh­rend sich das Coro­na-Virus wei­ter aus­brei­te­te erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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