[labournet:] Nach Italien abgeschoben: Ein Mitorganisator der Proteste in Ellwangen berichtet – Petition für Rückkehr!

Dossier

Solidarität mit Alassa Mfouapon gegen die rechte Hetze der BILD-Zeitung (Bild: Rebell)Die Abschie­bung war bru­tal und gewalt­tä­tig. Ich wur­de wie ein gro­ßer Ver­bre­cher in Hand­schel­len gelegt und von der ras­sis­ti­schen Poli­zei ver­wun­det, die mich auf dem Boden fixier­te. (…) Sie haben mich abge­scho­ben, da der Dub­lin-Pro­zess weni­ge Mona­te zuvor begon­nen hat­te und sie mei­nen Fin­ger­ab­druck in Ita­li­en gefun­den haben. Des­halb soll mein Asyl­ver­fah­ren in Ita­li­en abge­schlos­sen wer­den. Nach unse­rem Pro­test vom 30. April wur­de ich am 3. Mai von der Poli­zei in mei­ner Unter­kunft ver­haf­tet. Doch vie­le Ankla­ge­punk­te blie­ben mir vor­ent­hal­ten. Am 9. Mai ent­schie­den wir uns, die Situa­ti­on selbst zu klä­ren, indem wir uns selbst erklär­ten. Ich war einer der Anfüh­rer der Demo, die Migran­ten auf­rief, für ihr Recht zu kämp­fen. Im Anschluss wur­de ich beschul­digt, gefälsch­tes Geld zu ver­wen­den. Es folg­ten vie­le Vor­wür­fe, bis letzt­lich die Abschie­bung nach Ita­li­en statt­fand. (…) Nach mei­ner Abschie­bung wur­de mir vor­ge­wor­fen, gefälsch­te Geld­mit­tel ver­wen­det zu haben, und am Tag der Abschie­bung selbst wur­de ich von der Poli­zei miss­han­delt. Ich möch­te anpran­gern, was sie mir ange­tan haben – und das was sie mir vor­wer­fen, ist nicht begrün­det. Es gibt nun eine Peti­ti­on, die man unter­schrei­ben kann. Dar­in wird gefor­dert, dass ich wie­der nach Deutsch­land zurück­keh­ren kann. Wer außer­dem unter­stüt­zen möch­te, kann eine Mail an den Freundeskreis-​alassa@​gmx.​de schrei­ben…“ – aus dem Inter­view „Abge­scho­be­ner Flücht­lings­ak­ti­vist: „Tags­über lebe ich in der Kir­che, nachts schla­fe ich am Bahn­hof.““ am 19. August 2018 bei Per­spek­ti­ve Online externer Link mit Alas­sa Mfoua­pon. Sie­he dazu auch die Soli­da­ri­täts-Peti­ti­on mit Alas­sa Mfoua­pon – und den Hin­weis auf den bis­her letz­ten unse­rer zahl­rei­chen Bei­trä­ge zu „Ell­wan­gen“ – und hier spe­zi­ell zum “Fall” Alas­sa Mfoua­pon:

  • Alas­sa Mfoua­pon gegen Ali­ce Weidel/​AfD: Kla­ge auf Unter­las­sung der Behaup­tung er sei ein „Rädels­füh­rer“ – münd­li­che Ver­hand­lung am 31. Juli New
    Am 31. Juli wird ab 11:30 Uhr in münd­li­cher Ver­hand­lung erneut die Kla­ge von Alas­sa Mfoua­pon gegen Ali­ce Weidel/​AfD in Ham­burg vor Gericht ver­han­delt. Gegen­stand ist sei­ne For­de­rung auf Unter­las­sung ihrer Behaup­tung, er sei 2018 „Rädels­füh­rer“ bei den Pro­tes­ten im Zuge des Poli­zei­ein­sat­zes in der Lan­des­erst­auf­nah­me­stel­le Ell­wan­gen/­Ba­den-Würt­tem­berg gewe­sen. „Rädels­füh­rer“ – damit ist gemeint: Auf­wieg­ler, Unru­he­stif­ter, ein ein­deu­tig nega­tiv besetz­ter Begriff, mit dem bewuss­ter Ruf­mord zum Scha­den von Alas­sa Mfoua­pon betrie­ben wur­de. Tat­säch­lich hat er sich im Gegen­teil gro­ße Sym­pa­thien und Aner­ken­nung erwor­ben durch sei­nen muti­gen Ein­satz für die Men­schen­rech­te von Flücht­lin­gen, aber auch als Bera­ter und Unter­stüt­zer, der Ver­zag­ten Mut zuspricht und Ver­zwei­fel­te trös­tet. Beim letz­ten Ver­hand­lungs­tag im Janu­ar wur­de Alas­sa Mfoua­pon auf­ge­for­dert, dem Gericht bis zum nächs­ten Ver­hand­lungs­ter­min nach­zu­wei­sen, dass er sich nicht als „Rädels­füh­rer“ betä­tigt habe. Dazu Adel­heid Gru­ber, Spre­che­rin des „Freun­des­kreis Flücht­lings­so­li­da­ri­tät“ (vor­mals „Freun­des­kreis Alas­sa“): „Die­sen Nach­weis hat Alas­sa voll­stän­dig erbracht! Dem­nach soll­te sei­ner Kla­ge nun end­lich statt­ge­ge­ben wer­den. Ein Sieg gegen die AfD-Spit­zen­funk­tio­nä­rin Ali­ce Wei­del wäre ein wich­ti­ges Signal gegen die Ruf­mord-Kam­pa­gne gegen­über Alas­sa Mfoua­pon als pro­mi­nen­tem Ver­tre­ter der Flücht­lings­selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und gegen ras­sis­ti­sche Het­ze als Stim­mungs­ma­che für wei­te­ren Abbau der Rech­te von Asyl­be­wer­bern. Wir wün­schen Alas­sa Mfoua­pon viel Erfolg und hof­fen, dass hier ein Zei­chen gesetzt wer­den wird gegen die ras­sis­ti­sche Het­ze der AfD.“ Auf­grund der Coro­na­schutz­ver­ord­nung wird die münd­li­che Ver­hand­lung in Ham­burg als Video­kon­fe­renz durch­ge­führt wer­den. Alas­sa Mfoua­pon und sein Anwalt wer­den daher nicht nach Ham­burg rei­sen, son­dern per Video an der Ver­hand­lung teil­neh­men. Es gibt aber die Mög­lich­keit, den Pro­zess per­sön­lich im Gerichts­saal zu ver­fol­gen (Land­ge­richt Ham­burg, Sit­zungs­saal B335, Land­ge­richt Ham­burg, Sie­ve­king­platz 1).” Pres­se­mit­tei­lung von Freun­des­kreis Flüchtlngs­so­li­da­ri­tät vom 28.7.2020 per e‑mail (Sie­he Infos zur Kla­ge hier wei­ter unten)
  • Teil­erfolg für Alas­sa vor Gericht. Rich­ter wür­digt ihn als “Mann der Zeit­ge­schich­te” – doch wegen Wider­stan­des gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te schul­dig gespro­chen 
    Der Pro­zess gegen Alas­sa Mfoua­pon wegen zwei­ma­li­ger angeb­lich ille­ga­ler Ein­rei­se und Wider­stands gegen Poli­zei­be­am­te bei sei­ner Abschie­bung nach Ita­li­en vor dem Land­ge­richt in Ell­wan­gen ende­te nach mehr als 4 Stun­den mit einem wich­ti­gen Teil­erfolg: Die Ein­rei­se war in bei­den Fäl­len rech­tens. Damit hat der Rich­ter die Auf­fas­sung des Anwalts Roland Meis­ter bestä­tigt: Nach der Gen­fer Flücht­lings­kon­ven­ti­on ist die Ein­rei­se zur Asyl­an­trags­stel­lung nicht ille­gal! Der Rich­ter leg­te früh­zei­tig nahe, man sol­le über eine Ein­stel­lung die­ser Ver­fah­ren nach­den­ken. Aber es dau­er­te, bis die Staats­an­walt­schaft den Vor­wurf der ille­ga­len Ein­rei­se zurück zog und die­se bei­den Ver­fah­ren auf Kos­ten der Lan­des­kas­se ein­ge­stellt wur­den. Sie woll­te unbe­dingt einen Schuld­spruch. (…) Im zwei­ten Punkt der Ankla­ge wegen Wider­stan­des gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te wur­de Alas­sa Mfoua­pon schul­dig gespro­chen und zu 40 Tages­sät­zen a 10 Euro ver­ur­teilt, obwohl die Zeu­gen­ver­neh­mung ergab, das Alas­sa Mfoua­pon eher koope­ra­tiv war. Sein „Wider­stand“ hat dar­in bestan­den, sich zu wei­gern, ins Poli­zei­au­to zu stei­gen, solan­ge er nicht sei­nen Anwalt ver­stän­di­gen konn­te und Han­dy, Aus­weis und Geld­bör­se zurück erhal­ten hat. Dar­auf­hin brach­ten ihn 5 Beam­te zu Boden. (…) Roland Meis­ter sag­te abschlie­ßend: „Wir wer­den die­ses Urteil nicht akzep­tie­ren, wir wer­den dage­gen wei­ter vor­ge­hen, juris­tisch, aber auch poli­tisch, weil es von Bedeu­tung ist, nicht nur für Alas­sa, son­dern die Flücht­lings­be­we­gung und die inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät ins­ge­samt. Wir wol­len, dass die Kri­mi­na­li­sie­rung der Flücht­lin­ge und der inter­na­tio­na­len Soli­da­ri­tät been­det wird.“” Mel­dung vom 21. Juni 2020 von Adel­heid Gru­ber bei chan​ge​.org externer Link
  • Alas­sa Mfou­pon am 19.06.2020 vor dem Amts­ge­richt Ell­wan­gen wg „Wider­stand“ gegen sei­ne Abschie­bung am 20.06.2018! 
    Freun­des­kreis for­dert: Frei­spruch für Alas­sa Mfou­pon! Alas­sa Mfoua­pon soll am 19.06.2020 vor dem Amts­ge­richt Ell­wan­gen erschei­nen: Angeb­lich habe er „Wider­stand“ geleis­tet gegen sei­ne Abschie­bung am 20.06.2018. Dazu sagt er selbst: “Ich glau­be, sie woll­ten mich an dem Tag wie ein Opfer aus­se­hen las­sen – ich habe mich über­haupt nicht gewehrt, son­dern nur dar­um gebe­ten, mei­nen Anwalt zu kon­tak­tie­ren. Sie haben mich mit Gewalt in ihr Auto gezwun­gen.” Sein Rechts­an­walt, Roland Meis­ter, betont, dass die Poli­zei damals wider­recht­lich sein Zim­mer betre­ten habe. Außer­dem wird Alas­sa Mfoua­pon vor­ge­wor­fen, er sei zwei­mal „ille­gal ein­ge­reist“, um einen Asyl­an­trag in Deutsch­land zu stel­len. Es stellt sich die Fra­ge, wie denn ein poli­tisch ver­folg­ter Mensch anders in Deutsch­land um Asyl nach­su­chen kann, als indem er ein­reist? Dazu Roland Meis­ter: „nach inter­na­tio­na­lem Völ­ker­recht (Gen­fer Kon­ven­ti­on) und auch nach bür­ger­li­chem Recht (ist) die Ein­rei­se zur Stel­lung des Asyl­an­tra­ges nicht rechts­wid­rig, son­dern eine lega­le Ein­rei­se.“
    Die­ser Pro­zess fin­det zwei Jah­re nach der Abschie­bung und nach lan­gem Zögern am Amts­ge­richt Ell­wan­gen statt – eigent­lich soll­te erst das Ergeb­nis des Ver­fah­rens abge­war­tet wer­den, das gegen das Land Baden-Würt­tem­berg anhän­gig ist. Alas­sa Mfoua­pon wirft näm­lich sei­ner­seits dem Land Baden-Würt­tem­berg vor, anläss­lich des bru­ta­len Poli­zei­ein­sat­zes im Mai 2018 ille­gal die Wohn­räu­me der Bewoh­ner in der LEA Ell­wan­gen betre­ten zu haben. Doch die­se Kla­ge wird und wird nicht ver­han­delt…
    Die­ser Pro­zess bekommt eine beson­de­re Bri­sanz durch den Umstand, dass Bun­des­in­nen­mi­nis­ter See­hofer die in Kür­ze begin­nen­de EU-Rats­prä­si­dent­schaft erklär­ter­ma­ßen dazu nut­zen will, euro­pa­weit das Asyl­recht wei­ter aus­zu­höh­len: „Wir müs­sen da end­lich Fort­schrit­te machen”, so See­hofer gegen­über den Zei­tun­gen der Fun­ke Medi­en­grup­pe. Nach sei­nen Plä­nen soll näm­lich künf­tig bereits an den Außen­gren­zen der EU geprüft wer­den, ob ein Asyl­grund vor­liegt – erst nach posi­ti­vem Bescheid soll der Asyl­su­chen­de ein­rei­sen dür­fen. Im Ableh­nungs­fall sol­le er sofort zurück­ge­schickt wer­den. Doch die­ses Vor­ha­ben See­hofers stößt auf mas­si­ve Kri­tik: “Wir leh­nen Mas­sen­ver­fah­ren an den Gren­zen ab”, sagt der Geschäfts­füh­rer der Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on Pro Asyl, Gün­ter Burk­hardt. Den Asyl­su­chen­den stün­de dann kein Rechts­an­walt zur Sei­te, und Fehl­ent­schei­dun­gen könn­ten nicht mehr gericht­lich über­prüft wer­den, da sie unmit­tel­bar die Rück­füh­rung zur Fol­ge hät­ten.
    Die­se Kla­ge muss rest­los vom Tisch! Der Freun­des­kreis Alas­sa & Friends ruft auf: Kommt zahl­reich zur Gerichts­ver­hand­lung über die Kla­ge gegen Alas­sa Mfoua­pon am 19.06.2020 um 9.00 Uhr, Amts­ge­richt Ell­wan­gen, Markt­platz 6, Sit­zungs­saal 1, I. OG. Treff­punkt um 8.30 Uhr vor dem Amts­ge­richt.” Mel­dung des Freun­des­kreis Alas­sa & friends vom 10.6.2020 (per e‑mail)
  • Wich­ti­ge Erfol­ge im Kampf um ein Blei­be­recht für Alas­sa: Abschie­be­an­ord­nung auf­ge­ho­ben 
    Im Kampf um ein Blei­be­recht für Alas­sa und für die Rech­te von Flücht­lin­gen haben wir wich­ti­ge Erfol­ge errun­gen: End­lich – nach einem Jahr! – wur­de auf den Eil­an­trag (!) gegen die Abschie­be­ver­fü­gung für Alas­sa reagiert. Das Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge muss­te die Abschie­be­an­ord­nung auf­he­ben. Dem­nach ist der Asyl­an­trag von Alas­sa Mfoua­pon in Deutsch­land zuläs­sig und muss hier befasst wer­den. Das ist ein Rie­sen­er­folg der gro­ßen bun­des­wei­ten Soli­da­ri­tät! Es ist auch ein Schlag ins Gesicht von BILD und AfD – ihrer Het­ze („Asyl­be­trü­ger“, „Kri­mi­nel­ler“) wur­de voll­stän­dig der Boden ent­zo­gen, das muss­te die Behör­de unmiss­ver­ständ­lich zuge­ste­hen. Die­se Ent­schei­dung ist auch wich­tig für alle ande­ren Flücht­lin­ge, die in die unmensch­li­chen Ver­hält­nis­se nach Ita­li­en abge­scho­ben wer­den sol­len. Nicht zuletzt ist es von Bedeu­tung für die Kla­ge Alas­sa Mfoua­pons gegen das Land Baden-Würt­tem­berg gegen den Poli­zei­ein­satz im Mai 2018 in der LEA Ell­wan­gen –sein Rechts­an­walt, Roland Meis­ter, rech­net noch in die­sem Jahr mit der Ver­hand­lung vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart.
    Ein wich­ti­ger Erfolg im Kampf um demo­kra­ti­sche Rech­te von Flücht­lin­gen ist auch die Auf­he­bung des grund­lo­sen Haus­ver­bo­tes der LEA Ell­wan­gen gegen einen ehe­ma­li­gen Bewoh­ner. Sie wur­de aus­ge­spro­chen, als er von dort in eine ande­re LEA “quer­ver­legt” wur­de. Die­ses dis­kri­mi­nie­ren­de „Haus­ver­bot“ war vor Gericht nicht halt­bar: Rechts­an­walt Meis­ter, der auch ihn im heu­ti­gen Ver­fah­ren vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart ver­trat, wies auf die grund­le­gen­de Bedeu­tung hin, dass Flücht­lin­gen glei­cher­ma­ßen die ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Rech­te zuge­stan­den wer­den müs­sen. Die Ver­tre­te­rin der Lan­des­re­gie­rung muss­te zurück­ru­dern: nicht nur wur­de das Haus­ver­bot auf­ge­ho­ben, son­dern sie schluck­te auch die Krö­te, die Kos­ten des Ver­fah­rens zu über­neh­men. Der Freun­des­kreis Alas­sa & Friends unter­stütz­te die­sen Mus­ter­pro­zess und beglei­te­te ihn soli­da­risch. Der Kampf um die Rech­te von Flücht­lin­gen zeigt Wir­kung: Die­se Pra­xis – grund­lo­se Ver­hän­gung von Haus­ver­bo­ten – wird nicht mehr ange­wandt, so die Ver­tre­te­rin der Lan­des­re­gie­rung.” Pres­se­mit­tei­lung des Freun­des­krei­ses Alas­sa & friends am 18.1.2020 per e‑mail
  • Kla­ge gegen Wei­del: Mei­nungs­äu­ße­rung oder Ehr­ver­let­zung? Frei­brief für ras­sis­ti­sche Het­ze: Alas­sa soll den Vor­wurf der „Rädels­füh­rer­schaft“ wider­le­gen – eine Ent­schei­dung am 20. März 
    Am Land­ge­richt Ham­burg hat am Frei­tag ein Pro­zess gegen die AfD-Poli­ti­ke­rin Ali­ce Wei­del begon­nen. Sie habe einen Kame­ru­ner als “Rädels­füh­rer” der Unru­hen in der Lan­des­erst­auf­nah­me­stel­le Ell­wan­gen 2018 bezeich­net. (…) Am ers­ten Ver­hand­lungs­tag der Unter­las­sungs­kla­ge am Frei­tag erschien Ali­ce Wei­del nicht per­sön­lich vor Gericht, son­dern ließ sich durch ihre Anwäl­te ver­tre­ten. Die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung wird das Gericht am 20. Sep­tem­ber ver­kün­den. Sie wird davon abhän­gen, ob die Kam­mer die Äuße­run­gen Wei­dels als noch zuläs­si­ge Mei­nungs­äu­ße­rung oder ehren­rüh­ri­ge Behaup­tung ein­stuft. Im poli­ti­schen Mei­nungs­kampf habe Wei­del als Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te einen wei­ten Spiel­raum, sag­te die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin. Gleich­wohl dür­fe sie dem Klä­ger nicht zu Unrecht eine Rädels­füh­rer­schaft unter­stel­len…” Bericht vom 9.8.2019 beim SWR externer Link – Urteil am 20. Sep­tem­ber, sie­he dazu:
    • [Kla­ge gegen Wei­del] Frei­brief für ras­sis­ti­sche Het­ze: Alas­sa soll den Vor­wurf der „Rädels­füh­rer­schaft“ wider­le­gen – eine Ent­schei­dung am 20. März
      Der Pro­zess von Alas­sa Mfou­pon gegen Ali­ce Wei­del von der AfD am Frei­tag, den 10. Janu­ar 2020 vor dem Land­ge­richt Ham­burg ende­te mit einem Eklat: Gleich zu Beginn erklär­te die Rich­te­rin, dass sei­ne Kla­ge kei­ne Aus­sicht auf Erfolg habe. Man reibt sich ver­wun­dert die Augen, denn die unbe­strit­te­nen Tat­sa­chen sind fol­gen­de: Die AfD behaup­tet, Alas­sa M. sei „Rädels­füh­rer“ gewe­sen bei gewalt­sa­men Aus­schrei­tun­gen gegen die Poli­zei – es ging um die spon­ta­ne Soli­da­ri­tät von Bewoh­nern der LEA Ell­wan­gen gegen die Abschie­bung eines Togo­le­sen. Die zustän­di­ge Poli­zei hin­ge­gen stell­te fest, dass es kei­ner­lei Hin­wei­se gäbe, dass in die­ser Sache etwas gegen ihn vor­lie­ge. Also ist die Aus­sa­ge der AfD unzu­tref­fend. So urteilt der gesun­de Men­schen­ver­stand. Und das Gericht? Es erklärt mit Hin­weis auf die Pro­zess­ord­nung, dass der Begriff „Rädels­füh­rer“ nicht klar defi­niert sei, son­dern einen „wer­ten­den Cha­rak­ter“ habe, somit kei­ne Tat­sa­chen­be­haup­tung sei, son­dern vom Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung gedeckt. Jeder habe das Recht, so oder anders dar­über zu den­ken, und das auch zu ver­brei­ten. Alas­sa sol­le in einem „schlüs­si­gen Vor­trag“ dar­le­gen, was er denn getan habe, was den Vor­wurf der „Rädels­füh­rer­schaft“ wider­legt? Als mög­li­che Bei­spie­le dafür nann­te die vor­sit­zen­de Rich­te­rin: er sei „ledig­lich zufäl­lig zu der Akti­on dazu gekom­men“, habe „10 m wei­ter weg gestan­den“, etc. Dazu Adel­heid Gru­ber, Spre­che­rin des Freun­des­krei­ses Alas­sa & Friends: „Das sagt die Rich­te­rin bewusst in einem gesell­schaft­li­chen Kli­ma, in dem die Gren­zen des „Sag­ba­ren“ immer wei­ter nach rechts ver­scho­ben wer­den, wo ras­sis­ti­sche Het­ze zu Hetz­jag­den auf Flücht­lin­ge führt, zu Ein­schüch­te­run­gen, Mord­dro­hun­gen und zu tät­li­chen Angrif­fen auf Anti­fa­schis­ten bis hin zu Mord – als ob nicht auf Reden Taten fol­gen und bereits erfolgt sind! Die Argu­men­ta­ti­on der Rich­te­rin – die die vol­le Zustim­mung der Anwalts der AfD fand – bedeu­tet im Grun­de: gegen jeden, der die Sache der Flücht­lin­ge unter­stützt und bei Pro­test-Aktio­nen dabei ist, darf in rech­ten Medi­en unge­niert gehetzt wer­den – alles nur „freie Mei­nungs­äu­ße­rung“! Wir sehen dar­in eine bedenk­li­che Rechts­ent­wick­lung. Wenn die­se Argu­men­ta­ti­on durch­kommt; dann wird rech­ter, faschis­to­ider oder faschis­ti­scher Het­ze ein Frei­brief erteilt!. Alas­sas Anwalt kri­ti­sier­te vehe­ment den Stand­punkt des Gerichts und erklär­te, dies kom­me einer Gesin­nungs­jus­tiz gleich. Die Rich­te­rin räum­te dar­auf­hin die ehr­ver­let­zen­de Bedeu­tung die­ser Bezeich­nung „Rädels­füh­rer“ ein und schlug vor, noch nicht sofort zu ent­schei­den, son­dern dem Klä­ger Gele­gen­heit zur schrift­li­chen Stel­lung­nah­me ein­zu­räu­men. Am 20. März soll dann eine Ent­schei­dung ver­kün­det wer­den – ent­we­der ein Urteil, oder die Fort­set­zung des Pro­zes­ses und erneu­te Ver­hand­lung…” Pres­se­mit­tei­lung vom Freun­des­kreis Alas­sa & friends vom 11.1.2020 (per e‑mail), sie­he dazu:
      • Beweis­last umge­kehrt im Zivil­pro­zess: Kame­ru­ner soll Unter­stel­lung von AfD-Frak­ti­ons­chefin wider­le­gen
        Frank Stier­lin war empört. »Mit rechts­staat­li­chem Vor­ge­hen hat das hier nicht mehr viel zu tun«, erklär­te der Anwalt aus Gel­sen­kir­chen am Frei­tag gegen­über jun­ge Welt. Gera­de war vor einer Zivil­kam­mer des Ham­bur­ger Land­ge­richts erneut über die Kla­ge sei­nes Man­dan­ten, des Kame­ru­ners Alas­sa Mfoua­pon, gegen die AfD-Frak­ti­ons­chefin im Bun­des­tag, Ali­ce Wei­del, ver­han­delt wor­den. Und die Kam­mer hat­te eine Ent­schei­dung aber erneut ver­tagt – mit einer aus Stier­lins Sicht absur­den Begrün­dung. (…) Die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin räum­te zwar ein, dass die­ser »ehr­ver­let­zend« sei, aber man befin­de sich mit einer sol­chen Äuße­rung »im Mei­nungs­be­reich« und die Mei­nungs­frei­heit sei weit aus­zu­le­gen. Der Kam­mer feh­le »ein schlüs­si­ger Vor­trag«, was der Kame­ru­ner bei der ver­hin­der­ten Abschie­bung kon­kret getan habe. Es rei­che nicht, wenn die Klä­ger­sei­te nur erklä­re, er sei kein Rädels­füh­rer gewe­sen. Stier­lin erwi­der­te, für ihn sei nicht nach­voll­zieh­bar, dass sich der­je­ni­ge recht­fer­ti­gen sol­le, »der mit einer wahr­heits­wid­ri­gen Behaup­tung ange­grif­fen wird«. Beweis­pflich­tig sei die Gegen­sei­te, die für die »dif­fa­mie­ren­de Äuße­rung« ver­ant­wort­lich sei. Der Anwalt ver­wies auf eine gemein­sa­me Pres­se­er­klä­rung von Poli­zei und Staats­an­walt­schaft, in der bestä­tigt wor­den war, dass Mfoua­pon beim Ver­hin­dern der Abschie­bung kei­ne her­aus­ge­ho­be­ne Rol­le gespielt hat­te. Erst danach habe er sich an der Orga­ni­sa­ti­on des Pro­tes­tes betei­ligt…” Bericht von Kris­ti­an Stemm­ler in der jun­gen Welt vom 11.01.2020 externer Link
    • Kund­ge­bung vor dem Pro­zess Alas­sa M. gegen A. Wei­del AfD am Frei­tag, 10.1.20, 10 Uhr vor dem Land­ge­richt Ham­burg
      Ergän­zend zu unse­rer Pres­se­mit­tei­lung vom 06.01.20 infor­miert der Freun­des­kreis Alas­sa & Friends über die geplan­te Kund­ge­bung vor dem Land­ge­richt Ham­burg. Auch Alas­sa Mfoua­pon wird per­sön­lich vor Ort sein.
      Der Freun­des­kreis weist jede Het­ze gegen Flücht­lin­ge zurück, wie sie erneut in der BILD-Zei­tung im Nach­gang zum kürz­lich statt­ge­fun­de­nen 1. Flücht­lings­po­li­ti­schen Kon­gress des Freun­des­krei­ses erschie­nen ist: Anstel­le einer sach­li­chen Bericht­erstat­tung über den Kon­gress Ende Novem­ber in Stutt­gart, titel­te BILD: „Hier sitzt der abge­scho­be­ne Alas­sa M. und schimpft über Euro­pa“. Beim Kon­gress waren zwei Her­ren der BILD erschie­nen, denen selbst­ver­ständ­lich die Teil­nah­me ermög­licht wur­de – trotz ver­gan­ge­ner übler Erfah­run­gen mit der Bericht­erstat­tung der BILD. Schließ­lich gab es rein gar nichts vor der Medi­en­öf­fent­lich­keit zu ver­ber­gen! Prompt wur­de erneut von BILD im Inter­net behaup­tet „nach Ran­da­le im Flücht­lings­heim wur­de er aus­ge­wie­sen“. Die Ein­zi­gen, die „Ran­da­le“ gut geplant und koor­di­niert in der LEA Ell­wan­gen durch­führ­ten, waren die Poli­zei­ein­satz­kräf­te auf Anwei­sung des Innen­mi­nis­te­ri­ums. Sie schlu­gen des Nachts Türen der per­sön­li­chen Schlaf­räu­me der Flücht­lin­ge ein und ver­brei­te­ten Angst und Schre­cken. Erneu­te Trau­ma­ti­sie­rung vie­ler Flücht­lin­ge war das Ergeb­nis und es folg­te eine Kla­ge von Alas­sa gegen die­sen bru­ta­len Poli­zei­ein­satz gegen die grün-schwar­ze Lan­des­re­gie­rung. Ein Pro­zess­ter­min dafür steht jedoch nach über einem Jahr immer noch nicht fest! Kein Wort dazu in BILD. Statt­des­sen hetzt sie: „ Unfass­bar: Alas­sa M. ver­glich euro­päi­sche Flücht­lings­la­ger mit Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern.“ Euro­päi­sche Flücht­lings­la­ger sind nach­weis­lich Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger: In ihnen wer­den Flücht­lin­ge kon­zen­triert unter­ge­bracht, um sie leich­ter abschie­ben zu kön­nen. Selbst der Papst hat sie so benannt. Den Zusam­men­hang mit den faschis­ti­schen Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern in Hit­ler-Deutsch­land hat Alas­sa nicht gezo­gen – ohne­hin aus einem Kul­tur­kreis kom­mend, dem die­se Wort­be­deu­tung nicht geläu­fig ist. Faschis­ti­sche Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger für Flücht­lin­ge aller­dings gibt es in Liby­en: Dort sind Fol­ter und Ver­ge­wal­ti­gun­gen an der Tages­ord­nung, und Alas­sa wur­de selbst Opfer bzw. Augen­zeu­ge davon. Wohl wis­send, dass rei­ße­risch auf­ge­mach­te „fake news“ ein­zel­ne gewalt­be­rei­te Faschis­ten ermu­ti­gen, ihre Gewalt­auf­ru­fe in die Tat umzu­set­zen, wur­de erneut von den Bild-Redak­teu­ren der Wohn­ort von Alas­sa M. bekannt gege­ben. Dazu die Spre­che­rin des Freun­des­krei­ses: „Der Bericht der BILD Zei­tung folgt der ras­sis­ti­schen Logik, dass Flücht­lin­gen jeg­li­che demo­kra­ti­schen Rech­te ver­wehrt wer­den kön­nen: Mei­nungs­frei­heit, Rede­recht, Rechts­an­spruch auf ein ordent­li­ches Asyl­ver­fah­ren. Dage­gen haben sich die über 180 Teil­neh­mer des 1. Flücht­lings­po­li­ti­schen Kon­gress ent­schie­den posi­tio­niert. Und wir bekräf­ti­gen das mit unse­rer Unter­stüt­zung des Pro­zes­ses gegen Ali­ce Wei­del. Kommt zur Kund­ge­bung am 10.1., 10 Uhr vor dem Land­ge­richt!“” Pres­se­mit­tei­lung vom 09.01.2020
    • Alas­sa Mfoua­pon ver­klagt Ali­ce Wei­del auf Unter­las­sung von Het­ze: Kla­ge wird am 10. Janu­ar in Ham­burg ver­han­delt 
      Der „Freun­des­kreis Alas­sa & Friends“ infor­miert über die Ver­hand­lung, die am Frei­tag, 10. Janu­ar in Ham­burg (Beginn: 10.30 Uhr, Land­ge­richt Ham­burg, Sie­ve­king­platz 1) statt­fin­den wird: „Wor­um geht es? Wahr­heits­wid­rig hat­te die AfD auf Ihrer Bun­des­tags-Web­site behaup­tet, dass Alas­sa „Rädels­füh­rer“ von gewalt­sa­men Angrif­fen auf die Poli­zei am 3. Mai 2018 gewe­sen sei. Das war in zwei­er­lei Hin­sicht falsch – zum einen, weil von gewalt­sa­men Angrif­fen auf die Poli­zei über­haupt kei­ne Rede sein konn­te, zum ande­ren, weil selbst die Aale­ner Poli­zei bekannt gegen hat­te, dass es kei­ner­lei Anlass gebe, gegen Alas­sa in die­sem Zusam­men­hang zu ermit­teln. Bei einem ers­ten Pro­zess im ver­gan­gen Jahr wur­de Ali­ce Wei­del dann dazu ver­pflich­tet, die­sen Ein­trag zu löschen, was auch geschah – gleich­zei­tig tauch­te aber die Behaup­tung in ande­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen aus dem AfD-Spek­trum immer wie­der auf. Dar­um wird nun gegen Wei­del auf Unter­las­sungs­er­klä­rung die­ser ehr­ver­let­zen­den und Alas­sa in sei­nen Per­sön­lich­keits­rech­ten beein­träch­ti­gen­den Behaup­tung geklagt. Den bil­li­gen Vor­wand, eine Unter­las­sungs­er­klä­rung nur abge­ben zu kön­nen, wenn Alassa’s Wohn­an­schrift bekannt gege­ben wür­de, kann man kei­nes­wegs gel­ten las­sen: durch die viel­fa­che Het­ze wur­de er auch zur Ziel­schei­be von Hass­an­grif­fen – u.a. durch die Bild­zei­tung, die ihn wie­der­holt atta­ckier­te und Anfang letz­ten Jah­res sogar mit ganz­sei­ti­gem Bild und Anga­be sei­ner dama­li­gen Anschrift qua­si „Zum Abschuss frei“ gab“, so die Spre­che­rin des Freun­des­krei­ses, Adel­heid Gru­ber, die den Pro­zess beob­ach­ten wird. „Wir wer­den Alas­sa den Rücken stär­ken und zei­gen, dass wir kei­ner­lei Ras­sis­mus dul­den!“” Mel­dung von Freun­des­kreis Alas­sa & friends vom 6.1.2020 – wir drü­cken die Dau­men!
    • Geflüch­te­ter wehrt sich gegen Fake News: Alas­sa Mfoua­pon ver­klagt Wei­del
      Der Geflüch­te­te Alas­sa Mfoua­pon geht gericht­lich gegen AfD-Frak­ti­ons­chefin Ali­ce Wei­del vor. Sie hat­te ihn als „Rädels­füh­rer“ einer Demo ver­un­glimpft. (…) Beim Pro­zess­auf­takt am Frei­tag in Ham­burg durf­te Alas­sa Mfoua­pon selbst aber nicht dabei sein: Er müs­se als Flücht­ling in der Nähe der Unter­kunft blei­ben, erklär­te sein Anwalt. In einer Gruß­bot­schaft zeig­te sich der Kame­ru­ner opti­mis­tisch und kämp­fe­risch: „Lasst uns wei­ter gegen Aus­beu­tung und Unter­drü­ckung kämp­fen.“ Von Wei­del for­der­te sein Anwalt eine Unter­las­sungs­er­klä­rung für die getä­tig­te Aus­sa­ge. Ali­ce Wei­del selbst erschien nicht im Gericht­saal. Ihre Anwäl­te wie­sen die For­de­rung Mfoua­pons zurück. Am Frei­tag kamen die Streit­par­tei­en zu kei­nem Ergeb­nis. Die Ver­hand­lung wur­de ver­tagt. Klar ist, dass Wei­del die Falsch­aus­sa­gen nicht mehr wie­der­ho­len darf. Ob sie das aller­dings in der recht­li­chen Form einer Unter­las­sungs­er­klä­rung ver­si­chert, ist noch nicht ent­schie­den. Im Herbst soll wei­ter ver­han­delt wer­den.” Bericht von Inga Kem­per vom 9.8.2019 in der taz online externer Link
    • Frei­tag, 9. August 2019: Alas­sa M. gegen Ali­ce Wei­del – Güte­ver­hand­lung vor dem Land­ge­richt Ham­burg 
      Alas­sa Mfoua­pon, Flücht­ling aus Kame­run, hat­te gegen Dr. Ali­ce Wei­del von der AfD-Frak­ti­on geklagt, weil sie wahr­heits­wid­rig behaup­tet hat­te, der Klä­ger sei als „einer der Rädels­füh­rer von Aus­schrei­tun­gen von Asyl­be­wer­bern in Ell­wan­gen, bei denen deut­sche Poli­zis­ten bru­tal ange­grif­fen wur­den“ nach Ita­li­en abge­scho­ben wor­den. Die Dif­fa­mie­rung der AfD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Wei­del reih­te sich ein in die von der BILD-Zei­tung aus­ge­hen­den Het­ze gegen den Flücht­ling als Kri­mi­nel­len. Alas­sa Mfoua­pon erhob Kla­ge beim Land­ge­richt Ham­burg gegen die­se fal­sche Behaup­tung und die Ver­let­zung sei­ner Per­sön­lich­keits­rech­te. Am Frei­tag muss sich das Land­ge­richt Ham­burg nun damit beschäf­ti­gen. Vor der Ver­hand­lung fin­det um 10:30 Uhr eine Soli­da­ri­täts-Kund­ge­bung vor dem Land­ge­richt Ham­burg, Sie­ve­king­platz 1 in 20355 Ham­burg statt.” Pres­se­mit­tei­lung von Freun­des­kreis Alas­sa & friends sowie des­sen Anwäl­te vom 7.8.2019 (per e‑mail) zur Ver­hand­lung am Land­ge­richt Ham­burg, Sie­ve­king­platz 1, Sit­zungs­saal B 335, Haus B, 3. Eta­ge, ab 11.30 Uhr
  • Wich­ti­ger Erfolg – RP Karls­ru­he hebt Arbeits­ver­bot und Resi­denz­be­schrän­kung von Alas­sa Mfoua­pon auf! 
    Im Kampf um das Blei­be­recht von Alas­sa Mfoua­pon kön­nen wir einen wich­ti­gen Erfolg fei­ern: Seit über 10 Mona­ten kämpft Alas­sa M. mit sei­nen Freun­den im Freun­des­kreis nach sei­ner lega­len Wie­der­ein­rei­se nun um sein Blei­be­recht. Dafür muss­te er durch eine üble Hetz­kam­pa­gne der BILD Zei­tung durch, sich anhö­ren wie AfD Poli­ti­ker sei­nen Tod for­dern, durf­te über Mona­te Karls­ru­he nicht ver­las­sen, erleb­te Schi­ka­ne um Schi­ka­ne. Schon seit Mona­ten hat er ein Aus­bil­dungs­an­ge­bot zum Medi­en­ge­stal­ter, das er bis­her nicht antre­ten durf­te auf­grund des Arbeits­ver­bots und der Resi­denz­pflicht. Sich in Deutsch­land frei zu bewe­gen und end­lich eine Aus­bil­dung anzu­fan­gen soll­te eigent­lich eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein, aber es wur­de ihm mona­te­lang ver­wei­gert. End­lich ist es ihm mög­lich – das ist ein Rie­sen Erfolg der Soli­da­ri­täts­be­we­gung!…” Mel­dung des Freun­des­krei­ses Alas­sa vom 21.11.2019 per e‑mail
  • Alas­sa M. wird Locke­rung der Resi­denz­pflicht wie­der gestri­chen 
    “… Erst­mals zum 11. Neckar­fest am 6. Juli in Stutt­gart prä­sen­tier­ten wir unse­re Doku­men­ta­ti­on des Tri­bu­nals gegen die reak­tio­nä­re Flücht­lings­po­li­tik: „Jetzt reden wir“. Alas­sa M. ist der Haupt­anklä­ger. Sei­ne Kla­ge stüt­zen über 30 Zeu­gen. Alas­sa M. stell­te die Doku­men­ta­ti­on beim Fest meh­re­ren hun­dert gebann­ten und begeis­ter­ten Besu­chern vor – gemein­sam mit 20 ande­ren afri­ka­ni­schen Flücht­lin­gen – ernst­haft, anzie­hend, kul­tur­voll, frei gespro­chen in deut­scher Spra­che. Über 130 Exem­pla­re der Doku­men­ta­ti­on wur­den an die­sem Tag ver­brei­tet. Dass er über­haupt selbst dort sein konn­te, war nach 6 Mona­ten abso­lu­ten Rei­se­ver­bo­tes ein klei­nes Auf­at­men: end­lich Karls­ru­he wie­der ver­las­sen kön­nen, wenigs­tens in Baden-Würt­tem­berg sich bewe­gen dür­fen. Die Locke­rung der Resi­denz­pflicht war längst über­fäl­lig. Doch die Retour­kut­sche ließ nicht lan­ge auf sich war­ten: völ­lig will­kür­lich wur­de ihm die­se sowie­so schon ein­ge­schränk­te Rei­se­frei­heit am 8. Juli wie­der genom­men. Mit einem schwar­zen Edding Stift streicht der Beam­te in der LEA Karls­ru­he auf sei­nem Ersatz­aus­weis den ent­spre­chen­den Ein­trag durch. Kei­ne Begrün­dung. Ab sofort gilt wie­der Frei­luft­ge­fäng­nis Karls­ru­he. Zufall? Oder Furcht davor, dass Alas­sa die­ses Buch womög­lich lan­des­weit bewer­ben könn­te? Der Freun­des­kreis Alas­sa & Friends for­dert die sofor­ti­ge Been­di­gung der Resi­denz­pflicht für Alas­sa Mfoua­pon!..” Mit­tei­lung des Freun­des­krei­ses Alas­sa & Friends vom 18.7.2019 per e‑mail
  • Ent­schei­dung des Deut­schen Pres­se­ra­tes: Beschwer­de von Alas­sa M. gegen BILD Online begrün­det – Bericht­erstat­tung ver­letz­te Zif­fer 2 des Pres­se­ko­dex 
    1.) Am 5. Juli 2019 gab der Deut­sche Pres­se­rat ein­stim­mig der Beschwer­de von Alas­sa M. gegen Bild Online wegen Ver­sto­ßes gegen die Zif­fer 2 des Pres­se­ko­dex statt. 2.) Gegen­stand der Beschwer­de war ein Arti­kel von Bild Online vom 8. Janu­ar 2019 mit der Über­schrift „So ein­fach kam ich zurück nach Deutsch­land“ über den soge­nann­ten „Skan­dal-Asyl­be­wer­ber“. Dort heißt es unter ande­rem: „Ende April 2018 zet­tel­te er mit ande­ren in einer Flücht­lings­ein­rich­tung in Ell­wan­gen (Baden-Würt­tem­berg) einen Auf­stand an, um die Abschie­bung eines Togo­le­sen zu ver­hin­dern.“ Dies ist unwahr…” Pres­se­mit­tei­lung der Anwalts­kanz­lei Meis­ter & Part­ner vom 13.07.2019 bei Rote-Fah­ne-News externer Link
  • Pro­zess Alas­sa M. gegen BILD beim Land­ge­richt Ham­burg: Hat BILD – Redak­teur das Gericht belo­gen? /​Land­ge­richt Köln ver­hängt Ord­nungs­geld gegen Her­aus­ge­be­rin des „Deutsch­land Kurier“ 
    Gegen­stand der von unse­rer Kanz­lei im Janu­ar die­ses Jah­res beim Land­ge­richt Ham­burg bean­trag­ten einst­wei­li­gen Ver­fü­gung war u.a. die in dem BILD – Arti­kel vom 04.01.2019 auf­ge­stell­te Behaup­tung, Alas­sa M. sei im Dezem­ber 2018 „ent­ge­gen einem bestehen­den Ein­rei­se­ver­bot“ wie­der nach Deutsch­land ein­ge­reist und habe sich dadurch straf­bar gemacht. Tat­säch­lich war die­ses Ein­rei­se­ver­bot auf sechs Mona­te befris­tet und zum Zeit­punkt der Wie­der­ein­rei­se am 21.12.2018 abge­lau­fen. BILD leg­te im Pro­zess eine eides­statt­li­che Ver­si­che­rung eines der für den Arti­kel ver­ant­wort­li­chen Redak­teu­re vor, wonach die­sem in einem Tele­fo­nat mit einem Pres­se­spre­cher des Innen­mi­nis­te­ri­ums Baden-Würt­tem­berg mit­ge­teilt wor­den sei, das Ein­rei­se­ver­bot gegen unse­ren Man­dan­ten habe zum Zeit­punkt des­sen Wie­der­ein­rei­se noch bestan­den. Das Land­ge­richt Ham­burg wies dar­auf­hin unse­ren Unter­las­sungs­an­trag mit der Begrün­dung ab, BILD habe sich ja auf die ent­spre­chen­de Aus­kunft des Innen­mi­nis­te­ri­ums ver­las­sen kön­nen. Auf Nach­fra­ge unse­rer Kanz­lei bestritt das Innen­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg mit Schrei­ben vom 28.05.2019 jedoch ener­gisch, BILD eine sol­che Aus­kunft erteilt zu haben. Zudem habe der Pres­se­spre­cher mit dem Redak­teur, von dem die eides­statt­li­che Ver­si­che­rung stammt, über­haupt nicht gespro­chen. Soll­te die­se Dar­stel­lung des Minis­te­ri­ums zutref­fen, so begrün­det sie gegen den BILD ‑Redak­teur zumin­dest den Anfangs­ver­dacht einer fal­schen Ver­si­che­rung an Eides statt, straf­bar nach § 156 StGB. Unse­re Kanz­lei hat daher bei der Staats­an­walt­schaft Stutt­gart Straf­an­zei­ge erstat­tet.”
    UND:
    Land­ge­richt Köln ver­hängt Ord­nungs­geld gegen Her­aus­ge­be­rin des „Deutsch­land Kurier“
    Mit Beschluss vom 16.04.2019 (Az. 28 O 112/​19) ver­bot das Land­ge­richt Köln dem faschis­to­iden und der AfD zumin­dest nahe­ste­hen­den „Deutsch­land- Kurier“, den von uns ver­tre­te­nen kame­ru­ni­schen Flücht­ling Alas­sa M. als „Asyl­be­trü­ger“ und „Ran­da­lie­rer“ zu bezeich­nen und zu behaup­ten, er sei „einer der Rädels­füh­rer der Ran­da­lie­rer von Ell­wan­gen“ gewe­sen (sie­he unse­re Pres­se­mit­tei­lung vom 23.04.2019). Da die „Con­ser­va­re Com­mu­ni­ca­ti­on GmbH“ als Her­aus­ge­be­rin des „Deutsch­land-Kurier“ den Hetz­ar­ti­kel trotz­dem nicht lösch­te, ver­häng­te das Gericht auf unse­ren Antrag gegen den „Deutsch­land-Kurier“ wegen Zuwi­der­hand­lung gegen den Gerichts­be­schluss ein Ord­nungs­geld von 750 Euro. Der Hetz­ar­ti­kel ist jetzt end­lich aus dem Netz ver­schwun­den.”
    Pres­se­mit­tei­lung vom 1.7.2019 des Anwalts­bü­ro Meis­ter & Part­ner. Sie­he dazu auch:
    • Hetz­kam­pa­gne gegen Alas­sa Mfoua­pon: “Was in der eides­staat­li­chen Ver­si­che­rung des Bild­zei­tungs­re­dak­teurs gestan­den hat, ist so nicht zutref­fend.”
      “Alas­sa Mfoua­pon wur­de Ziel einer media­len Hass­kam­pa­gne. Aus­gangs­punkt waren die Demons­tra­tio­nen in der Lan­des­erst­auf­nah­me­ein­rich­tung in Ell­wan­gen und der dar­auf­fol­gen­de gewalt­tä­ti­ge Poli­zei­ein­satz. Obwohl Poli­zei und Staats­an­walt­schaft bestä­ti­gen, dass Alas­sa Mfoua­pon mit den Ereig­nis­sen vom 3.Mai nichts zu tun hat, behaup­tet die Bild­zei­tung, er habe “einen gewalt­tä­ti­gen Auf­stand ange­zet­telt”. Auch spä­ter berich­tet die Bild­zei­tung immer wie­der über Alas­sa Mfoua­pon und ver­brei­tet fal­sche Aus­sa­gen über ihn. Alas­sa Mfoua­pons Anwäl­te haben gegen die Bericht­erstat­tung geklagt. Im Janu­ar gab der Redak­teur der Bild­zei­tung eine eides­staat­li­che Ver­si­che­rung ab, er habe sei­ne fal­schen Infor­ma­tio­nen vom Innen­mi­nis­tier­um des Lan­des Baden-Würt­tem­berg. Doch das Innen­mi­nis­te­ri­um bestrei­tet das. In dem Zeit­raum war ledig­lich ein Mit­ar­bei­ter für sol­che Aus­künf­te anprech­bar. Die­ser Mit­ar­bei­ter ver­si­chert, er habe so etwas nicht gesagt.” Inter­view von RDL Frei­burg mit RA Roland Meis­ter vom 2. Juli 2019 beim Audio­por­tal Frei­er Radi­os externer LinkAudio Datei (Audio­län­ge: 12:42 Min.)
  • Noch ein Erfolg nach dem gegen die „BILD“-Zeitung: Land­ge­richt Köln ver­bie­tet dem „Deutsch­land-Kurier“, Alas­sa Mfoua­pon als „Asyl­be­trü­ger“ und „Ran­da­lie­rer“ zu bezeich­nen 
    Am 6. März hat­te der faschis­to­ide und der AfD zumin­dest nahe­ste­hen­de „Deutsch­land- Kurier“ in sei­ner Inter­net-Prä­senz einen Hetz­ar­ti­kel ver­öf­fent­licht, in dem der von uns ver­tre­te­ne kame­ru­ni­sche Flücht­ling Alas­sa Mfoua­pon als „Asyl­be­trü­ger“ und „Ran­da­lie­rer“ bezeich­net und wahr­heits­wid­rig behaup­tet wur­de, er sei „einer der Rädels­füh­rer der Ran­da­lie­rer von Ell­wan­gen“ gewe­sen.
    Auf Antrag unse­rer Kanz­lei hat das Land­ge­richt Köln jetzt der „Con­ser­va­re Com­mu­ni­ca­ti­on GmbH“ als Her­aus­ge­be­rin des „Deutsch­land-Kurier“ die­se Belei­di­gun­gen und Ver­leum­dun­gen ver­bo­ten und für jeden Fall der Zuwi­der­hand­lung ein Ord­nungs­geld bis zu 250.000 Euro, ersatz­wei­se Ord­nungs­haft bis zu 6 Mona­ten, ange­droht (Beschluss vom 16. April 2019, Az. 28 O 112/​19).
    Das Gericht bestä­tig­te, dass die Ver­het­zung unse­res Man­dan­ten als „Ran­da­lie­rer“ bzw. „Rädels­füh­rer der Ran­da­lie­rer“ unwah­re Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen sind. Da unser Man­dant nicht betro­gen hat, wur­de auch die Ver­un­glimp­fung als „Asyl­be­trü­ger“ für rechts­wid­rig erklärt.
    Wir sehen dar­in einen Erfolg im Kampf gegen ras­sis­ti­sche Het­ze gegen Flücht­lin­ge, ihre Verun­glimpfung in der Öffent­lich­keit und für ihre demo­kra­ti­schen Rech­te und Frei­hei­ten. Es ist eine wei­te­re recht­li­che Nie­der­la­ge für die von der „BILD“-Zeitung aus­ge­hen­de Hetz- und Schmutz­kam­pa­gne
    .” Pres­se­mit­tei­lung der Anwäl­te Meis­ter & Part­ner in Gel­sen­kir­chen vom 23.4.2019 (per e‑mail) – wir gra­tu­lie­ren!
  • Ableh­nung der Behand­lung des Asyl­an­trags von Yolan­de Fleur (Frau von Alas­sa Mfoua­pon) rechts­wid­rig – Anwäl­te rei­chen Kla­ge ein 
    Am 9. April wur­de die Behand­lung des Asyl­an­trags von Yolan­de Fleur, der Frau von Alas­sa Mfoua­pon, in einer Blitz­ent­schei­dung durch das BAMF abge­lehnt – gegen jede Recht­mä­ßig­keit! Fleur hat in einer über 3 Tage andau­ern­den Anhö­rung ihre schreck­li­chen Erleb­nis­se dar­ge­legt – allein das ist eine Pro­ze­dur, die einer Frau, die Ent­setz­li­ches erlebt hat, eigent­lich nie­mals zuge­mu­tet wer­den dürf­te. Was sie erlebt hat, soll­te kein Mensch erle­ben müs­sen:
    – in ihrer Hei­mat Kame­run mit dem Leben bedroht und nach einem Mord­an­schlag schwer ver­letzt, weil sie sich als Chris­tin nicht von ihrem mus­li­mi­schen Ehe­mann tren­nen woll­te;
    – bei der Flucht in Tri­po­lis inhaf­tiert, gefol­tert, sys­te­ma­ti­scher sexu­el­ler Gewalt aus­ge­lie­fert;
    – beim Ver­such, auf einem Boot nach Ita­li­en zu gelan­gen mit­an­ge­se­hen, wie die Mehr­heit der ande­ren Boots­flücht­lin­ge und ihr zwei Jah­re altes Kind ertrin­ken,
    – beim erfolg­rei­chen Aus­bruch aus dem liby­schen Gefäng­nis Zeu­gin von Erschie­ßun­gen von Mit­ge­fan­ge­nen gewor­den, ein Bein gebro­chen – eine Ver­let­zung, die wie die Schuss­ver­let­zung in Kame­run ohne jeg­li­che medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung blieb. Auf­grund die­ser unver­sorg­ten Ver­let­zun­gen kann sie heu­te nur unter Schmer­zen gehen;
    – schließ­lich doch in Ita­li­en ange­langt, zwei Jah­re ohne medi­zi­ni­sche und psy­cho­lo­gi­sche Hil­fe, ohne dass ihr Asyl­be­geh­ren auch nur ordent­lich auf­ge­nom­men, geschwei­ge denn bear­bei­tet wur­de. So etwas kann den stärks­ten Men­schen bre­chen – sie begann sich zu fra­gen, ob die­ses Leben noch lebens­wert ist.
    Doch Fleur gibt nicht auf. Sie hat Mut und Lebens­wil­len – sie ent­schließt sich, nach Deutsch­land zu kom­men, wo ihr Mann inzwi­schen zu einem aner­kann­ten Akti­vis­ten für die Rech­te Geflüch­te­ter gewor­den ist.
    Unfass­bar, dass das alles für das BAMF kein Grund ist, ihr Asyl zu gewäh­ren, damit sie end­lich – in der Nähe ihres Man­nes, in der Nähe von Freun­den – zur Ruhe kom­men und gene­sen kann. Die Kla­ge­schrift der Anwäl­te Meis­ter & Part­ner führt aus, wie die­ser BAMF-Bescheid völ­lig die Bedin­gun­gen in Ita­li­en igno­riert: dort herr­schen seit dem Regie­rungs­an­tritt von Sal­vi­ni und dem Erlass sei­ner Dekre­te Zustän­de, die selbst für gesun­de Men­schen unzu­mut­bar sind. Sal­vi­ni hat­te bei sei­ner Wahl ange­kün­digt, die Kos­ten für die Ver­sor­gung Geflüch­te­ter dras­tisch zu sen­ken. Das setzt er rück­sichts­los durch, wobei gegen die Ver­fas­sung des ita­lie­ni­schen Staa­tes ver­sto­ßen wird. Dazu Adel­heid Gru­ber, Spre­che­rin des Freun­des­krei­ses: „Für eine psy­chisch schwer ange­schla­ge­ne Frau sind die­se Bedin­gun­gen lebens­be­droh­lich. Das hat Fleur bereits erfah­ren und bei ihrer Anhö­rung geschil­dert. Doch das hat für das BAMF kei­ner­lei Beweis­kraft – ganz im Sin­ne der ‘Sal­vi­ni­sie­rung’ der Flücht­lings­po­li­tik in Deutsch­land unter Feder­füh­rung von Innen­mi­nis­ter See­hofer wird auf eine Zustän­dig­keits­er­klä­rung von Ita­li­en ver­wie­sen. Die­se ist jedoch nicht das Papier wert, auf dem sie steht! Die aner­kann­te schwei­ze­ri­sche Flücht­lings­hil­fe­or­ga­ni­sa­ti­on SFH hat zuletzt in ihrem Bericht vom März 2019 ein­dring­lich auf die feh­len­de psych­ia­tri­sche Ver­sor­gung Geflüch­te­ter in Ita­li­en hin­ge­wie­sen und die Ver­än­de­run­gen durch die Sal­vi­ni-Dekre­te auf­ge­zeigt. So gibt es zum Bei­spiel eine Behand­lung in den spezialisierten”SPRAR-Zentren” nur noch für aner­kann­te Geflüch­te­te und Min­der­jäh­ri­ge – auf­grund der dras­ti­schen Mit­tel­kür­zun­gen. Seit­dem die Dekre­te Sal­vi­nis in Ita­li­en Geset­zes­kraft haben, kann Ita­li­en sei­ne Garan­tien nach der Dub­lin III-Ver­ein­ba­run­gen fak­tisch nicht mehr ein­hal­ten. Doch die­se Ver­än­de­run­gen igno­riert das BAMF geflis­sent­lich. Eben­so die Gefahr einer Ket­ten­ab­schie­bung, das heißt, dass Fleur schnell aus Ita­li­en nach Kame­run oder Liby­en abscho­ben wer­den kann. Ita­li­en hat den UN-Migra­ti­ons­pakt nicht unter­zeich­net!“
    Der Bescheid des BAMF ver­stößt damit gleich gegen meh­re­re ele­men­ta­re huma­ni­tä­re Grund­sät­ze: das Refoulment-Ver­bot, die Äch­tung von Ket­ten­ab­schie­bun­gen, den Schutz von Fol­ter­op­fern – Grund­sät­ze, denen Deutsch­land auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne zuge­stimmt hat. Grund­sät­ze auch, die vie­le Men­schen in Deutsch­land für einen wesent­li­chen Bestand­teil unse­rer Ver­fas­sung hal­ten
    .” Pres­se­mit­tei­lung vom 17.04.2019 des Freun­des­kreis Alas­sa & Friends
  • Wei­te­rer Ver­such der Kri­mi­na­li­sie­rung des Pro­tests von Ell­wan­ger Geflüch­te­ten: Straf­be­fehl gegen Alas­sa M. wegen angeb­lich uner­laub­ter Ein­rei­se und Wider­stands gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te 
    Am 07.03.2019 wur­de dem Ver­tei­di­ger von Alas­sa M. ein Straf­be­fehl des Amts­ge­richts Ell­wan­gen über 140 Tages­sät­ze zu je 8,00 € Geld­stra­fe wegen angeb­lich uner­laub­ter Ein­rei­se in zwei Fäl­len und Wider­stand gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te im Zusam­men­hang mit sei­ner Abschie­bung nach Ita­li­en am 20.06.2018 zuge­stellt. Gegen den Straf­be­fehl wur­de unver­züg­lich Wider­spruch ein­ge­legt. (…) Inter­es­san­ter­wei­se stel­len Staats­an­walt­schaft und Amts­ge­richt Ell­wan­gen im Straf­be­fehl aller­dings aus­drück­lich fest, dass der Vor­wurf gegen Alas­sa M., er sei trotz bestehen­der Ein­rei­se­sper­re erneut in das Bun­des­ge­biet ein­ge­reist, nicht zutrifft. Die­se Behaup­tung spiel­te in den Hetz­ar­ti­keln wie der „BILD“-Zeitung oder Pres­se­mit­tei­lun­gen der AfD eine zen­tra­le Rol­le. Die­se Falsch­be­haup­tung kann damit ad acta gelegt wer­den. Der nun­meh­ri­ge Ver­such der Kri­mi­na­li­sie­rung von Alas­sa M. reiht sich zudem ein in die Ver­su­che, den berech­tig­ten Pro­test der Geflüch­te­ten in der LEA Ell­wan­gen und ihrer Spre­cher ins­ge­samt zu kri­mi­na­li­sie­ren, aus­ge­hend vom Innen­mi­nis­te­ri­um des Lan­des Baden-Würt­tem­berg unter CDU-Innen­mi­nis­ter Stro­bel. (…) Die nun­meh­ri­ge ver­such­te Bestra­fung von Alas­sa M. ist so nicht zuletzt auch ein durch­sich­ti­ger Ver­such der Lan­des­re­gie­rung Baden-Würt­tem­berg, ihren Kri­ti­ker, aber auch den demo­kra­ti­schen Flücht­lings­pro­test zu iso­lie­ren und zu kri­mi­na­li­sie­ren…” Aus der Pres­se­mit­tei­lung der Anwäl­te vom 8. März 2019 (per e‑mail am 11.3.)
  • Gesell­schaft­li­ches Enga­ge­ment uner­wünscht – Arbei­ten ver­bo­ten – staat­lich ver­ord­ne­te Lebens­rea­li­tät von Flücht­lin­gen in Deutsch­land 
    Alas­sa Mfoua­pon – bun­des­weit bekannt für sei­nen fried­li­chen und selbst­lo­sen Ein­satz für demo­kra­ti­sche Rech­te und Frei­hei­ten von Flücht­lin­gen sowie gegen Poli­zei­ge­walt, wie er sie am 3. Mai 2018 beim rechts­wid­ri­gen Poli­zei­groß­ein­satz in der LEA Ell­wan­gen selbst erlebt hat, erhielt eine Ein­la­dung zum Kon­gress des Grund­rech­te­kom­mit­tee, der am 16. Febru­ar in Köln statt­fand. Sein Antrag für die Teil­nah­me an die­sem Kon­gress Karls­ru­he ver­las­sen zu dür­fen, lehn­te das Regie­rungs­prä­si­di­um ab, da er „voll­zieh­bar aus­rei­se­pflich­tig“ sei. „Zur Sicher­stel­lung der Anwe­sen­heit und Erreich­bar­keit wäh­rend des lau­fen­den Ver­fah­rens ist der Auf­ent­halt (…) im Stadt­kreis Karls­ru­he zwin­gend erfor­der­lich.“ Dazu Adel­heid Gru­ber, Spre­che­rin des Freun­des­kreis Alas­sa: „Die­se Ableh­nung ist schi­ka­nös und dient in ers­ter Linie dazu, das gesell­schaft­li­che Enga­ge­ment von Alas­sa Mfoua­pon zu unter­drü­cken. Die Begrün­dung des zwin­gend erfor­der­li­chen Auf­ent­halts in Karls­ru­he ist ein schlech­ter Witz ange­sichts der Tat­sa­che, dass genau bekannt gewe­sen wäre, wo Alas­sa sich an die­sem Tag auf­hält. Ver­hin­dert wer­den soll­te, dass sich Alas­sa bei die­sem Kon­gress mit wei­te­ren Men­schen­rechts­ak­ti­vis­ten ver­bin­det.“
    Auch einen kürz­lich gestell­ten Antrag auf Arbeits­er­laub­nis lehn­te das Regie­rungs­prä­si­di­um Karls­ru­he ab, da Alas­sa in einer Erst­auf­nah­me­rich­tung lebt. So lan­ge Flücht­lin­ge dort leben, dür­fen sie nicht arbei­ten. Dabei sind sie in den ers­ten 6 Mona­ten ver­pflich­tet, dort zu woh­nen. Gleich­zei­tig miss­brauch­te die BILD Zei­tung mit ihrer Hetz­kam­pa­gne gegen Alas­sa M. im Janu­ar 2019 das Arbeits­ver­bot, um ihn als arbeits­un­wil­li­ge Per­son, die auf Kos­ten ande­rer lebt, dar­zu­stel­len. Es gibt das kon­kre­te Ange­bot für ein Prak­ti­kum und einen Aus­bil­dungs­platz als Medi­en­ge­stal­ter, das Alas­sa Mfoua­pon anneh­men möch­te, was ihm ver­wehrt wird. Ange­sichts einer sol­chen Behand­lung erscheint doch „Inte­gra­ti­on“, die als Wort nur zu ger­ne im Mund geführt wird, von staat­li­chen Behör­den wie dem Bun­des­amt für Migra­ti­on und dem Regie­rungs­prä­si­di­um Karls­ru­he gar nicht erwünscht zu sein.
    Der Freun­des­kreis Alas­sa pro­tes­tiert ent­schie­den dage­gen und for­dert Bewe­gungs­frei­heit und die sofor­ti­ge Auf­he­bung des Arbeits­ver­bots – nicht nur für Alas­sa, son­dern für alle Geflüch­te­ten!
    ” Pres­se­mit­tei­lung vom 26. Febru­ar 2019 des Freun­des­kreis Alas­sa (per e‑mail)
  • Gegen erschli­che­nes „BILD“-Interview mit Alas­sa Mfoua­pon Beschwer­de beim Deut­schen Pres­se­rat ein­ge­reicht 
    Am 08. Febru­ar 2019 hat unse­re Kanz­lei gegen den am 08. Janu­ar 2019 auf BILD-plus und am 09. Janu­ar 2019 in der Print­aus­ga­be erschie­ne­nen Arti­kel „Skan­dal-Asyl­be­wer­ber Alas­sa M. spricht in BILD: So ein­fach kam ich zurück nach Deutsch­land“ Beschwer­de beim Deut­schen Pres­se­rat ein­ge­reicht. Die Beschwer­de bezieht sich zum einen auf die nach­weis­lich fal­sche Dar­stel­lung in dem Arti­kel, unser Man­dant habe Ende April 2018 in der LEA Ell­wan­gen „einen Auf­stand ange­zet­telt“. Sie stellt eine Vor­ver­ur­tei­lung nach Richt­li­nie 13.1 des Pres­se­ko­de­xes
    „Ein Ver­däch­ti­ger darf vor einem gericht­li­chen Urteil nicht als Schul­di­ger hin­ge­stellt wer­den“
    dar. Sie ist zudem durch die bereits am 4. Janu­ar her­aus­ge­ge­be­ne Pres­se­mit­tei­lung des Poli­zei­prä­si­di­ums Aalen und der Staats­an­walt­schaft Ell­wan­gen wider­legt, was der/​die ver­ant­wort­li­che Redakteur/​in bei pflicht­ge­mä­ßer Recher­che hät­te fest­stel­len kön­nen und müs­sen. Zum ande­ren ist das Vor­ge­hen der für das „Inter­view“ mit unse­rem Man­dan­ten ver­ant­wort­li­chen Ver­fas­se­rin des Arti­kels Gegen­stand der Beschwer­de. Sie stell­te sich bei unse­rem Man­dan­ten per SMS als „Stef­fi“ vor, die über sei­ne „tap­fe­re Flucht“ mehr erfah­ren und „ein­fach ein locke­res Gespräch“ füh­ren wol­le (die Bele­ge dazu lie­gen bei uns vor und wur­den auch an den Deut­schen Pres­se­rat über­sandt). Dass sie für eine Zei­tung arbei­tet und zumal für „BILD“, ver­schwieg sie dabei trotz Nach­fra­ge. Sie täusch­te gezielt über ihre wah­re Iden­ti­tät, heu­chel­te ehr­li­ches Inter­es­se am Schick­sal unse­ren Man­dan­ten – obgleich „BILD“ bereits zuvor Hetz­ar­ti­kel über ihn ver­öf­fent­licht hat­te. Erst beim Gespräch gaben sie und der plötz­lich auf­tau­chen­de Foto­graf sich dann als „BILD“-Journalisten zu erken­nen, wodurch unser Man­dant völ­lig über­rum­pelt wur­de. In Kennt­nis der Tat­sa­che, dass es sich um „BILD“-Journalisten han­delt, hät­te unser Man­dant das Gespräch nie­mals geführt. In die­sem Vor­ge­hen liegt ein Ver­stoß gegen die Richt­li­nie Ziff. 4.1, wonach sich Jour­na­lis­ten grund­sätz­lich zu erken­nen geben müs­sen und unwah­re Anga­ben über ihre Iden­ti­tät und das hin­ter ihnen ste­hen­de Pres­se­or­gan mit dem Anse­hen und der Funk­ti­on der Pres­se unver­ein­bar sind.” Pres­se­mit­tei­lung vom 11. Febru­ar 2019 des Anwalts­bü­ro Meis­ter & Part­ner
  • AfD erlei­det erneut Nie­der­la­ge – Innen­mi­nis­te­ri­um des Lan­des Baden-Würt­tem­berg bestä­tigt recht­mä­ßi­ge Ein­rei­se von Alas­sa M. 
    Mit Datum vom 18. Dezem­ber 2018 reich­te Lars Patrick Berg für die AfD einen Antrag beim Land­tag ein mit 15 ver­het­zen­den Fra­gen zur Rück­kehr von Alas­sa M. nach Deutsch­land, die die Lan­des­re­gie­rung unter­su­chen soll­te (Druck­sa­che 16/​5469). Mit der Stel­lung­nah­me des Minis­te­ri­ums für Inne­res, Digi­ta­li­sie­rung und Migra­ti­on vom 29. Janu­ar 2019 wird nun sogar von die­ser Stel­le bestä­tigt: das Ver­hal­ten von Alas­sa M. und sei­nen Unter­stüt­zern ist recht­mä­ßig. Die Kri­mi­na­li­sie­rung von Alas­sa M. und sei­nen viel­fäl­ti­gen Unter­stüt­zern ist unhalt­bar und unsäg­lich. So ant­wor­tet das Innen­mi­nis­te­ri­um auf die Fra­ge ob gegen Alas­sa M. „Straf­an­zei­ge wegen Land­frie­dens­bruch und/​oder ande­rer Straf­ta­ten in Zusam­men­hang mit sei­ner Rädels­füh­rer­schaft bei den Atta­cken gegen Beam­te der Poli­zei gestellt wur­de;“ wie folgt: „Dem Poli­zei­prä­si­di­um Aalen lie­gen kein Hin­wei­se auf eine unmit­tel­ba­re Betei­li­gung des Herrn A. M. An den Vor­komm­nis­sen vom 30. April 2018 bzw. 3. Mai 2018 in der LEA Ell­wan­gen bzw. hin­sicht­lich einer Rädels­füh­rer­schaft sei­ner Per­son an den genann­ten Vor­fäl­len vor.“
    Zur Fra­ge „wie es zu erklä­ren ist ist, dass er trotz Ver­fü­gung von Innen­mi­nis­ter See­hofer aus 2018, dass alle Asyl­su­chen­den mit Ein­rei­se­sper­ren zurück­zu­wei­sen sind, ein­rei­sen konn­te;“ lau­tet die Ant­wort ein­deu­tig: „Die erneu­te Ein­rei­se des A.M. in das Bun­des­ge­biet erfolg­te am 21. Dezem­ber 2018, mit­hin nach Ablauf des Ein­rei­se- und Auf­ent­halts­ver­bots.“
    Im 14. Punkt ihrer het­ze­ri­schen Anfra­ge for­dert die AfD dass „in Anbe­tracht des beson­ders reni­ten­ten und „revo­lu­tio­nä­ren“ Ver­hal­tens des Betrof­fe­nen mit einem kopf­star­ken Unter­stüt­zungs­kreis im Rücken das aus­län­der­recht­li­che Ver­fah­ren des Lan­des vom „Son­der­stab gefähr­li­che Aus­län­der“ geführt“ und Alas­sa M. „beson­ders über­wacht wird“. Dazu erklärt Adel­heid Gru­ber, Spre­che­rin des Freun­des­kreis Alas­sa: „Ein beson­de­rer Dorn im Auge ist der AfD offen­sicht­lich dass Alas­sa M. inzwi­schen von einer brei­ten Soli­da­ri­täts­be­we­gung gestärkt wird, die sich unter ande­rem in über 23 000 Unter­stüt­zern der online Peti­tio­nen des Ell­wan­gen Appell (chan​ge​.org/​a​l​a​ssa) sowie „Alas­sa Alarm! Abschie­bung droht!“ (open­Pe­ti­ti­on) aus­drückt und sich über­haupt gegen die unmensch­li­che Flücht­lings­po­li­tik rich­tet. Uner­träg­lich ist es für die AfD wohl auch, dass Alas­sa M. nicht nur dafür kämpft in Deutsch­land blei­ben zu kön­nen, son­dern sich mit Herz und Ver­stand dafür ein­setzt, dass die Flucht­ur­sa­chen und nicht die Flücht­lin­ge bekämpft wer­den. Dass die­se gan­ze Soli­da­ri­tät in einer welt­an­schau­li­chen Band­brei­te von reli­giö­sen bis zu vom Kom­mu­nis­mus über­zeug­ten Men­schen getra­gen wird, geht der AfD über ihren Hori­zont
    .“ Pres­se­mit­tei­lung des Freun­des­kreis Alas­sa vom 9. Febru­ar 2019
  • Wich­ti­ger Erfolg von Alas­sa M. gegen BILD: Land­ge­richt Ham­burg erlässt einst­wei­li­ge Ver­fü­gung gegen „BILD“ – Zen­tra­le Dif­fa­mie­rung von Alas­sa M. ab sofort unter­sagt 
    Mit Beschluss des Land­ge­richts Ham­burg vom 29.01.2019 (Akten­zei­chen: 324 O 11/​19) wur­de dem Axel Sprin­ger-Ver­lag bzw. der „BILD“-Zeitung gegen Andro­hung unter­sagt, wei­ter­hin im Hin­blick auf die Pro­test­ak­ti­on der Flücht­lin­ge in der LEA Ell­wan­gen vom 03.05.2018 wahr­heits­wid­rig zu behaup­ten: „Es kam zu Tumul­ten. Wie­der mit­ten­drin Alas­sa M.“ Bei einem Ver­stoß dage­gen wird ein Ord­nungs­geld bis zu 250.000,00 € bzw. Ord­nungs­haft bis zu 6 Mona­ten ange­droht. Das ist ein wich­ti­ger Erfolg unse­res Man­dan­ten Alas­sa M., der von der „BILD“-Zeitung öffent­lich kri­mi­na­li­siert und dif­fa­miert wur­de. Es ist auch ein Erfolg gegen die sys­te­ma­ti­sche flücht­lings­feind­li­che Mei­nungs­ma­che der „BILD“-Zeitung und wird sicher vie­le Men­schen in Deutsch­land freu­en. In ande­ren Punk­ten ist die Ent­schei­dung frag­wür­dig. Das Gericht stell­te zudem erfreu­li­cher­wei­se fest, dass es von der „Unwahr­heit“ der Behaup­tung, Alas­sa M. sei trotz Ein­rei­se­ver­bot wie­der ein­ge­reist, aus­geht. Trotz­dem wird der „BILD“-Zeitung die­se Behaup­tung nicht unter­sagt, da sich die­se auf eine – eben­so fal­sche – Aus­kunft des Innen­mi­nis­te­ri­ums Baden-Würt­tem­berg von Minis­ter Stro­bl (CDU) stüt­ze. Die „BILD“-Zeitung macht die publi­zis­ti­sche Begleit­mu­sik für die reak­tio­nä­re Flücht­lings­po­li­tik Stro­bls – und sei­ne Aus­sa­gen recht­fer­ti­gen dann die Unwahr­heit in eben die­ser Bericht­erstat­tung. Auch wenn wir nicht in allen Punk­ten Recht beka­men, zeigt es doch, dass es sich lohnt, für demo­kra­ti­sche Rech­te zu strei­ten und sich nicht jede Het­ze gefal­len zu las­sen.” Pres­se­mit­tei­lung des Anwalts­bü­ro Meis­ter & Part­ner vom 31.1.2019 – wir gra­tu­lie­ren!
  • [Neue Peti­ti­on] Alas­sa Alarm! Abschie­bung droht! /​täg­lich „Zelt der Soli­da­ri­tät“ in Karls­ru­he 
    Ange­sichts der sich zuspit­zen­den Gefahr einer erneu­ten Abschie­bung von Alas­sa Mfoua­pon, wei­tet der Freun­des­kreis sei­nen Akti­ons­ra­di­us erheb­lich aus und gewinnt neue Unterstützer*innen. Juris­tisch wur­de eine aus­führ­li­che Klageschrift/​Eilanträge gegen den Bescheid des BAMF ein­ge­reicht. Am Sonn­tag den, 27.01. traf sich der Freun­des­kreis Alas­sa, der bis­her vor allem in Stutt­gart behei­ma­tet war, zum ers­ten Mal in Karls­ru­he und beschloss ein kämp­fe­ri­sches, opti­mis­ti­sches 10-Punk­te Pro­gramm. (…) Ab heu­te führt der Freun­des­kreis täg­lich ein „Zelt der Soli­da­ri­tät“ in der Innen­stadt von Karls­ru­he durch: Kai­ser­stra­ße /​Ecke Wald­stra­ße, 15 bis 18 Uhr. Dort kann am offe­nen Mikro­fon dis­ku­tiert, kann der Freun­des­kreis und sei­ne Arbeit ken­nen gelernt und jeder Inter­es­sier­te selbst aktiv wer­den. (…) Zu Spen­den wird auf­ge­ru­fen, um die Öffent­lich­keits­ar­beit und die beglei­ten­den juris­ti­schen Schrit­te zu finan­zie­ren! Gegen die aku­te Abschie­bungs­an­ord­nung wur­de auch eine neue Peti­ti­on gestar­tet: „Alarm Alas­sa!“ unter www​.open​pe​ti​ti​on​.de/​!​a​l​a​ssa externer Link. Dort kön­nen auch Lis­ten her­un­ter­ge­la­den wer­den, um auf der Stra­ße, vor Schu­len und Betrie­ben Unter­schrif­ten zu sam­meln. Aktu­el­le updates infor­mie­ren dort die Unter­zeich­ner und die gesam­te demo­kra­ti­sche Blei­be­rechts­be­we­gung, denn der „Fall Alas­sa“ ist zu einem Brenn­punkt der gegen­wär­ti­gen fort­schritt­li­chen Flücht­lings­be­we­gung gegen die unmensch­li­che Flücht­lings­po­li­tik der gro­ßen Koali­ti­on mit ihrer Ver­schär­fung der Asyl- und Abschie­be­re­ge­lun­gen mit dem Haupt­draht­zie­her See­hofer gewor­den.” Pres­se­mit­tei­lung des Freun­des­kreis Alas­sa am 28.1.2019
  • Kla­ge und Eil­an­trag in der Asyl­sa­che Alas­sa Mfoua­pon ein­ge­reicht 
    Am 24. Janu­ar 2019 wur­de von dem durch uns ver­tre­te­nen kame­ru­ni­schen Flücht­ling Alas­sa M. Kla­ge (Akten­zei­chen: A 9 K 467/​19) und Antrag auf Anord­nung der auf­schie­ben­den Wir­kung (Akten­zei­chen: A 9 K 468/​19) beim Ver­wal­tungs­ge­richt Karls­ru­he ein­ge­reicht. Die Maß­nah­men rich­ten sich gegen die Ent­schei­dung des Bun­des­amts für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF) vom 14.01.2019. Die­ses lehn­te in einer unge­wöhn­li­chen Eil­ent­schei­dung die Bear­bei­tung des Asyl­an­trags ab und ord­ne­te die Abschie­bung nach Ita­li­en an. In unse­rem Schrift­satz legen wir detail­liert dar, war­um die Ent­schei­dung des BAMF rechts­wid­rig ist und die akut dro­hen­de Abschie­bung zu unter­blei­ben hat – und war­um über den Asyl­an­trag von Alas­sa M. in Deutsch­land ent­schie­den wer­den muss. Sei­ne Abschie­bung nach Ita­li­en wäre eine schwe­re Men­schen­rechts­ver­let­zung und sie ver­stößt gegen deut­sches und euro­päi­sches Recht und ist nicht durch das Dub­lin-III-Abkom­men gedeckt. 1. Alas­sa M. ist schwer erkrankt und befin­det sich in fach­män­ni­scher Behand­lung. Dies wird durch eine ent­spre­chen­de medi­zi­ni­sche Stel­lung­nah­me belegt. (…) Alas­sa M. wur­de Opfer mas­si­ver wahr­heits­wid­ri­ger Dif­fa­mie­run­gen. Dage­gen setzt er sich recht­lich zur Wehr (…) Bestand­teil eines fai­ren Ver­fah­rens im Sin­ne Art. 6 EMRK muss auch sein, die recht­li­chen und tat­säch­li­chen Mög­lich­kei­ten zu haben, auch per­sön­lich die mit den oben genann­ten Vor­gän­gen ver­bun­de­nen Ver­fah­ren und Pro­zes­se zu füh­ren. Es liegt des­halb auch ein inlands­be­zo­ge­nes Abschie­bungs­hin­der­nis vor, das sich aus Art. 6 der Euro­päi­schen Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on (EMRK) – Recht auf ein fai­res Ver­fah­ren – ergibt...” Pres­se­mit­tei­lung der Anwäl­te von Alas­sa M. vom 25. Janu­ar 2019
  • Spen­den­samm­lung für die Pro­zess­kos­ten von Alas­sa M. und sei­nen Kampf gegen ver­leug­ne­ri­sche Pres­se 
    Es gibt eine Spen­den­samm­lung über “Soli­da­ri­tät Inter­na­tio­nal e. V.”, IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84, Stich­wort: “Alas­sa” – wir bit­ten um groß­zü­gi­ge Beach­tung!
  • Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge lehnt in extrem unge­wöhn­li­cher Blitz-Ent­schei­dung die Bear­bei­tung des Asyl­fol­ge­an­trags von Alas­sa M. erneut ab und ord­net sei­ne Abschie­bung an – Rechts­mit­tel wer­den ein­ge­legt – Soli­da­ri­tät not­wen­dig! 
    Der kame­ru­ni­sche Flücht­ling Alas­sa M. hat­te am 21. Dezem­ber 2018 einen erneu­ten Asyl­an­trag in Deutsch­land gestellt. Er wird durch uns anwalt­lich ver­tre­ten. Begin­nend mit einer Titel­ge­schich­te der Bild-Zei­tung vom 04.01.2019 ver­such­ten ver­schie­de­ne Medi­en eine ras­sis­ti­sche Pogrom¬stimmung gegen ihn, Flücht­lin­ge gene­rell und die Bewe­gung der Flücht­lings­so­li­da­ri­tät zu ent­fa­chen. Mitt­ler­wei­le muss­te die FAZ ihre Bericht­erstat­tung kor­ri­gie­ren. Die „Jun­ge Frei­heit“ muss­te bereits eine Unter­las­sungs­er­klä­rung abge­ben. Eine Ent­schei­dung im Ver­fah­ren gegen die Bild-Zei­tung wird in Kür­ze erwar­tet. Wir bedan­ken uns auch namens unse­res Man­dan­ten für die Wel­le der Unter­stüt­zung und Soli­da­ri­tät dage­gen – die jetzt noch drin­gen­der gefragt ist. In einer poli­tisch moti­vier­ten schnel­len Ent­schei­dung des Bun­des­amts für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF) vom 14.01.2019 (zuge­stellt am 17.01.2019) wur­de erneut die Bear­bei­tung sei­nes Asyl­an­trags als unzu­läs­sig abge­lehnt, „fest­ge­stellt“, dass kei­ne Abschie­bungs­ver­bo­te nach § 60 Abs. 5 (Gefahr der men­schen­un­wür­di­gen Behand­lung) und Abs. 7 Satz 1 Auf­ent­halts­ge­setz (dro­hen­de mas­si­ve Ver­schlech­te­rung des Gesundheits¬zu-standes) bezo­gen auf Ita­li­en vor­lie­gen wür­den und eine erneu­te Depor­ta­ti­on nach Ita­li­en ange­ord­net. Der Bescheid ist mehr­fach bezo­gen auf die Dar­stel­lung von Fak­ten falsch, setzt sich in wei­ten Tei­len aus Text­bau­stei­nen zusam­men, igno­riert die schwe­re psy­chi­sche Erkran­kung von Alas­sa M. und die men­schen­un­wür­di­gen Zustän­de für Flücht­lin­ge in Ita­li­en. Der BAMF-Bescheid ist rechts­wid­rig. Wir wer­den im Auf­trag von Alas­sa M. sein demo­kra­ti­sches Recht wahr­neh­men und inner­halb der Rechts­mit­tel­frist von einer Woche Kla­ge und Antrag auf Anord­nung der auf­schie­ben­den Wir­kung der Kla­ge beim Ver­wal­tungs­ge­richt Karls­ru­he erhe­ben…” Pres­se­mit­tei­lung des Anwalts­bü­ros Meis­ter & Part­ner vom 19. Janu­ar 2019
  • Antrag auf Erlass einer Einst­wei­li­gen Ver­fü­gung gegen die „BILD“-Zeitung in Sachen Alas­sa M. beim Land­ge­richt Ham­burg ein­ge­reicht 
    Zum Arti­kel „Der unfass­ba­re Fall des Alas­sa M.“ in der „BILD“-Zeitung vom 4. Janu­ar 2019: Wir hat­ten Sie bereits dar­über infor­miert, dass unse­re Kanz­lei gegen die fal­sche, rei­ße­ri­sche und volks­ver­het­zen­de Dar­stel­lung des Fal­les unse­res Man­dan­ten Alas­sa M. in der „BILD“-Zeitung vom 4. Janu­ar 2019, Sei­te 2 und als Auf­ma­cher sowie auf www​.bild​.de juris­ti­sche Schrit­te ein­lei­ten wird. Am 10.01.2019 haben wir nun­mehr den Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Ver­fü­gung gegen den Her­aus­ge­ber Axel Sprin­ger SE beim Land­ge­richt Ham­burg ein­ge­reicht. U. a. haben wir bean­tragt, dass „BILD“ unter Andro­hung eines Ord­nungs­geld bis 250.000,00 € oder Ord­nungs­haft unter­sagt wird, die Falsch­be­haup­tun­gen (http://​t1p​.de/​u​afu) über unse­ren Man­dan­ten, sei­ne ohne sei­ne Ein­wil­li­gung ver­öf­fent­lich­ten Fotos wei­ter zu ver­brei­ten. Wei­ter wur­de bean­tragt, dass „BILD“ den Arti­kel „Der unfass­ba­re Fall des Alas­sa M.“ von der Web­site von www​.bild​.de zu ent­fer­nen hat. Da die Sprin­ger SE auf unser Abmah­nungs­schrei­ben vom 05.01.2019 „kei­ne Ver­an­las­sung“ zur Abga­be der gefor­der­ten Unter­las­sungs­er­klä­rung sah, hat unse­re Kanz­lei, wie ange­kün­digt, gericht­li­che Schrit­te ein­ge­lei­tet.” Pres­se­mit­tei­lung vom Anwalts­bü­ro Meis­ter & Part­ner zu Alas­sa M. vom 14.1.2019
  • Straf­an­zei­ge gegen BILD-Redak­teu­re wegen Volks­ver­het­zung und Übler Nachrede/​Verleumdung ein­ge­reicht 
    Am 08.01.2018 hat unse­re Kanz­lei in eige­ner Sache und im Namen von Alas­sa M. eine Straf­an­zei­ge bei der Staats­an­walt­schaft Stutt­gart ein­ge­reicht. Die Straf­an­zei­ge rich­tet sich gegen ver­schie­de­ne BILD-Zei­tungs­re­dak­teu­re wegen des Ver­dachts der Volks­ver­het­zung (§ 130 StGB), üblen Nach­re­de (§ 186 StGB) und Ver­leum­dung. (§ 187 StGB) Am 04.01.2019 erschien in der Print-Aus­ga­be der BILD-Zei­tung auf Sei­te 2 ein Arti­kel über unse­ren Man­dan­ten unter der Über­schrift „Der unfass­ba­re Fall des Alas­sa M.“, der bereits auf Sei­te 1 als Auf­ma­cher in 4 cm-gro­ßen Let­tern ange­kün­digt wur­de. In unse­rer Straf­an­zei­ge heißt es dazu: „An meh­re­ren Stel­len des Arti­kels wird behaup­tet, Herrn M. sei trotz einer Ein­rei­se­sper­re in das Bun­des­ge­biet zurück­ge­kehrt und habe sich dadurch straf­bar gemacht. Bereits in der Über­schrift fin­det sich die For­mu­lie­rung ‚Kam trotz Ein­rei­se­sper­re zurück’ (…) Im Kom­men­tar des beschul­dig­ten Redak­teurs Vehle­wald fin­det sich eben­falls die Behaup­tung „Da schleu­sen Links­ak­ti­vis­ten einen abge­lehn­ten Asyl­be­wer­ber mit Ein­rei­se­ver­bot zurück nach Deutsch­land“. Auch in die­sem Kom­men­tar wird daher Herr Mfoua­pon damit unzwei­fel­haft als Straf­tä­ter bezeich­net.“ Alle die­se Behaup­tun­gen sind falsch. (…) Durch die­se menschen­verachtenden For­mu­lie­run­gen wird unser Man­dant öffent­lich dif­fa­miert und als Straf­tä­ter an den Pran­ger gestellt. Der Arti­kel erfüllt damit in sei­ner Gesamt­heit nach Auf­ma­chung und Inhalt den Tat­be­stand der Volks­ver­het­zung. Dazu kommt, dass neben unse­ren Man­dan­ten alle in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land leben­den Asyl­be­wer­ber pau­schal als Straf­tä­ter und Per­so­nen, die sozia­le Leis­tun­gen zu Unrecht bezie­hen, beschimpft wer­den…” Pres­se­mit­tei­lung vom 10.1.2019 des Anwalts­bü­ros Meis­ter & Part­ner per e‑mail
  • Bild­Blog: Ein unfass­ba­rer Fall 
    Manch­mal gibt es so Glücks­ta­ge in der „Bild“-Redaktion, da gleicht die Titel­sei­te am Ende einem vol­len Spiel­schein beim The­men­bin­go (…) Ein Ran­da­lie­rer, der abge­scho­ben wur­de, gegen den ein Ein­rei­se­ver­bot ver­hängt wur­de, und der jetzt wie­der dem deut­schen Staat auf der Tasche liegt — das per­fek­te Auf­re­ger-The­ma eines noch jun­gen Jah­res! Es gibt aller­dings Grün­de, an die­ser Ver­si­on der Geschich­te zu zwei­feln: Die Anwäl­te von Alas­sa M. hal­ten die Bericht­erstat­tung von „Bild“ näm­lich für so falsch, rei­ße­risch und „auf­het­zend“, dass sie nicht nur zivil­recht­li­che Schrit­te, son­dern gleich auch noch Straf­an­zei­ge gegen den Axel-Sprin­ger-Ver­lag ange­kün­digt haben. (…) Auch nach der „unfass­ba­ren“ Titel­ge­schich­te vom ver­gan­ge­nen Frei­tag blieb „Bild“ am Ball: Die Zei­tung befrag­te für die Sams­tag-Aus­ga­be „eine Regie­rungs­spre­che­rin“ („Bit­te sehen Sie mir nach, wenn ich zu die­sem kon­kre­ten Ein­zel­fall kei­ne Stel­lung neh­men kann …“) sowie den baden-würt­tem­ber­gi­schen Innen­mi­nis­ter Tho­mas Stro­bl (CDU) und brach­te ges­tern ein „Inter­view“ mit Alas­sa M.: “So ein­fach kam ich zurück nach Deutsch­land!” Wie uns sei­ne Anwäl­te erzäh­len, habe sich „Bild“ das Inter­view „erschli­chen“: Per­so­nen, die sich nicht als Jour­na­lis­ten vor­ge­stellt, son­dern als Unter­stüt­zer des Asyl­rechts aus­ge­ge­ben hät­ten, hät­ten sich mit Alas­sa M. unter­hal­ten und sei­ne Äuße­run­gen anschlie­ßend auf­ge­schrie­ben. „Wenn er gewusst hät­te, dass das für ‚Bild‘ ist, hät­te er natür­lich nie mit denen gespro­chen!“ (…) Wir haben bei „Bild“ nach­ge­fragt, was die Redak­ti­on zur inhalt­li­chen Kri­tik der Anwäl­te sagt, ob ihr schon juris­ti­sche Schrit­te bekannt sind, und wie das „Inter­view“ mit Alas­sa M. zustan­de gekom­men ist. Die Pres­se­stel­le des Axel-Sprin­ger-Ver­lags bat uns um Ver­ständ­nis, „dass wir uns zu redak­tio­nel­len Vor­gän­gen und Ent­schei­dun­gen grund­sätz­lich nicht äußern“. Die von Alas­sa M.s Anwäl­ten bean­stan­de­ten Arti­kel sind nach wie vor online.” Bei­trag von Lukas Hein­ser vom 9.1.2019 beim Bild­Blog externer Link
  • BILD lernt nichts dazu. Pro­test­kund­ge­bung am Mitt­woch, 9.1.19, 17 Uhr vor dem BILD-Redak­ti­ons­bü­ro Stutt­gart 
    BILD lernt nichts dazu: Auch das neue angeb­li­che Inter­view mit Alas­sa ist ein fake. Wir wer­den am Mitt­woch, 9. Janu­ar, um 17 Uhr vor der BILD-Redak­ti­on in Stutt­gart (im Tag­blatt-Turm) pro­tes­tie­ren, kommt zur Pro­test­kund­ge­bung am Mitt­woch, 9.1.2019, 17 Uhr, Stutt­gart Mit­te, Eber­hard­stra­ße 3” Auf­ruf des Freun­des­krei­ses Alas­sa
  • Straf­an­zei­ge wegen Volks­ver­het­zung gegen den AfD Abge­ord­ne­ten Tho­mas Seitz 
    Unse­re Kanz­lei ver­tritt die Rech­te von Alas­sa M., der am 20. Juni 2018 nach Ita­li­en abge­scho­ben wur­de. Er war einer der Spre­cher der Flücht­lin­ge nach dem rechts­wid­ri­gen Poli­zei­über­fall auf die LEA Ell­wan­gen vom 03. Mai 2018.
    Seit der Abschie­bung von Alas­sa Mfoua­pon nach Ita­li­en kämpf­te der „Freun­des­kreis Alas­sa“ für des­sen Rück­kehr. Mit Erfolg. Seit dem 21. Dezem­ber befin­det sich Alas­sa M. wie­der in Deutsch­land. „Wie eine Spre­che­rin des Regie­rungs­prä­si­di­ums in Stutt­gart wei­ter bestä­tig­te, ist dies laut deut­scher Rechts­la­ge mög­lich.“ (welt​-online​.de vom 29.12.18) Herr Mfoua­pon bean­trag­te noch am sel­ben Tag die Zuer­ken­nung der Flücht­lings­ei­gen­schaft im Sin­ne der Gen­fer Flücht­lings­kon­ven­ti­on.
    Zu einem Bericht der Zei­tung „Die Welt“ über die Rück­kehr von Alas­sa M. twit­ter­te der AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Tho­mas Seitz am 30. Dezem­ber 2018 fol­gen­den Text: „Für sol­che Fäl­le braucht es einer wirk­sa­men Abschre­ckung. Dafür darf eine Ände­rung des Art. 102 GG kein Tabu sein.“
    Art. 102 GG lau­tet: „Die Todes­stra­fe ist abge­schafft.“ Die Äuße­rung von Seitz bedeu­tet daher nichts ande­res als die öffent­li­che For­de­rung nach Wie­der­ein­füh­rung der Todes­stra­fe für Flücht­lin­ge, deren ein­zi­ges „Ver­bre­chen“ es ist, ihre Rech­te ein­zu­for­dern.
    In der Straf­an­zei­ge unse­rer Kanz­lei gegen Tho­mas Seitz an die Staats­an­walt­schaft Stutt­gart heißt es dazu: „Die o.g. dar­ge­stell­te Äuße­rung des Beschul­dig­ten erfüllt den Tat­be­stand der Volks­ver­het­zung gem. § 130 StGB. … Die For­de­rung nach Anwen­dung der Todes­stra­fe auf die­se Grup­pe der Bevöl­ke­rung for­dert zum einen unter Miss­ach­tung des in Art. 2 GG ver­fas­sungs­recht­lich garan­tier­ten Schut­zes des Lebens und der kör­per­li­chen Unver­sehrt­heit jedes Men­schen zu Gewalt gegen die­se Grup­pe und zu ihrer Tötung auf.“(…) „Die­se Wir­kung sei­ner Äuße­rung war dem Beschul­dig­ten bekannt und von ihm zum Zwe­cke der eige­nen Pro­fi­lie­rung auch gewollt. Es kam ihm zudem dar­auf an, die o.g. Bevöl­ke­rungs­grup­pe als Per­so­nen ver­ächt­lich zu machen, gegen die man ohne wei­te­res mit der Todes­stra­fe vor­ge­hen kann. Ermitt­lun­gen wegen des Ver­dachts der Volks­ver­het­zung sind daher gebo­ten
    .“” Pres­se­mit­tei­lung des Anwalts­bü­ros Meis­ter & Part­ner vom 8.1.2019
  • Erklä­rung von Alas­sa Mfoua­pon zur Het­ze der BILD Zei­tung: Jetzt rede ich!
    “… Ich bin sehr wütend und empört, dass etli­che Medi­en anstel­le einer sach­li­chen und wahr­heits­ge­mä­ßen Bericht­erstat­tung nichts als Unwahr­hei­ten und offe­ne Lügen ver­brei­ten, dass BILD, Par­tei­en wie die AfD und sozia­le Netz­wer­ke mich angrei­fen. Sie trei­ben ihr ras­sis­ti­sches und unde­mo­kra­ti­sches Spiel damit. Es ist wirk­lich eine neue Stu­fe der Angrif­fe. Und wenn sie mich angrei­fen, grei­fen sie alle Flücht­lin­ge. Der AfD Abge­ord­ne­te Tho­mas Seitz aus Frei­burg for­dert sogar die Wie­der­ein­füh­rung der Todes­stra­fe für Flücht­lin­ge wie mich – und das nur, weil wir unse­re Rech­te wahr­neh­men. (…) Offen­sicht­lich sol­len Flücht­lin­ge nach BILD Mei­nung wie Haus­tie­re behan­delt wer­den, so dass die Her­ren belie­big mit ihnen umge­hen kön­nen. Ist der Flücht­ling kein Mensch mehr wie es die Men­schen­rech­te fest­set­zen?? Hat ein Flücht­ling kei­ne Wür­de mehr? Im deut­schen Grund­ge­setz steht doch, dass die Wür­de des Men­schen unan­tast­bar ist! Nach der Mei­nung der BILD Zei­tung und der AfD sol­len alle Flücht­lin­ge als “Ter­ro­ris­ten” ange­se­hen wer­den, vor denen man sich schüt­zen müs­se. Kann ein Mensch wie ich, der sei­ne Hei­mat wegen poli­ti­scher Ver­fol­gung ver­las­sen muss­te, der sein Kind auf der Flucht im Mit­tel­meer ver­lo­ren hat und von sei­ner Frau getrennt leben muss, denn kein Asyl in Deutsch­land bekom­men?? Haben sich die Jour­na­lis­ten bis hin­auf zum Minis­ter­prä­si­den­ten Kret­sch­mann und sei­nem Innen­mi­nis­ter Stro­bl ein­mal in die Lage eines trau­ma­ti­sier­ten Flücht­lings ver­setzt, der nachts kaum schla­fen kann, weil so vie­le furcht­ba­ren Erleb­nis­se ihn ver­fol­gen und sei­ne Zukunft in Deutsch­land so unsi­cher ist? Es ist sehr leicht zu urtei­len und sol­che Arti­kel zu schrei­ben, wenn man auf der ande­ren Sei­te steht und kein Flücht­ling ist. (…) Und jetzt sol­len selbst unse­re Unter­stüt­zer vom Freun­des­kreis und den ver­schie­de­nen Flücht­lings­in­itia­ti­ven im gan­zen Land von der BILD als „Links­ak­ti­vis­ten“ dis­kri­mi­niert wer­den. Ich möch­te sagen, dass ich nicht ille­gal hier bin, wie BILD ver­brei­tet. Nach 6 Mona­ten Abschie­bung nach Ita­li­en war ich berech­tigt, wie­der nach Deutsch­land ein zu rei­sen, was ich dann völ­lig legal tat. Ich mel­de­te mich ord­nungs­ge­mäß mit mei­nem Rechts­an­walt umge­hend bei dem BAMF Büro in der LEA Ell­wan­gen an. Mein Asyl­fol­ge­an­trag wur­de akzep­tiert und ver­an­lasst, dass ich in die LEA Karls­ru­he über­wie­sen wur­de. Es kam kei­ne Poli­zei, um mich zu ver­haf­ten wegen irgend­wel­cher ille­ga­len Sachen. War­um lügt BILD? Sie müss­ten das doch alles wis­sen! Wer hat ein Inter­es­se an so einer Het­ze und so einer Kri­mi­na­li­sie­rung von mir, mei­ner Fami­lie und allen Flücht­lin­gen und mei­nen Freun­den?? Es ist doch offen­sicht­lich so, dass die BILD im engs­ten Kon­takt mit Herrn See­hofer, Stro­bl, Kret­sch­mann bis hin zu Frau Mer­kel steht. War­um wur­de bis­her mei­ne Kla­ge gegen das Land Baden-Würt­tem­berg wegen mei­ner Abschie­bung nicht beant­wor­tet? War­um darf ich nicht arbei­ten? Ich möch­te nie­man­dem auf der Tasche lie­gen. Dabei sol­len doch alle Men­schen vor dem Gesetz gleich behan­delt wer­den! Die Angrif­fe auf mei­ne Per­son sind offen­sicht­lich nicht iso­liert zu betrach­ten…” Erklä­rung von Alas­sa Mfoua­pon, Kame­run, z.Zt. LEA Karls­ru­he, vom 5. Janu­ar 2019
  • Ras­sis­ti­sche Atta­cken auf Spre­che­rin des Freun­des­krei­ses Alas­sa!
    Die Rück­kehr von Alas­sa und die Öffent­lich­keits­ar­beit des Freun­des­krei­ses wur­den in ver­schie­de­nen rech­ten Netz­wer­ken, in BILD und FAZ mit Lügen, mit Het­ze und Ver­leum­dun­gen kom­men­tiert – in die­sem Kli­ma füh­len sich offen­bar ras­sis­ti­sche Kräf­te zu Über­grif­fen und per­sön­li­chen Atta­cken ermu­tigt: So gesche­hen am 2. Janu­ar, wo ein Anru­fer der Spre­che­rin des Freun­des­krei­ses , Adel­heid Gru­ber, in ras­sis­tisch-sexis­ti­scher Fäkal­spra­che wünsch­te, sie möge „ver­re­cken“, sowie am 4. Janu­ar, wo eine Grup­pe Jugend­li­cher vor ihrer Woh­nung mit ras­sis­ti­schen Paro­len ran­da­lier­te. Gegen die­se Angrif­fe pro­tes­tiert der Freun­des­kreis auf Schärfs­te! Anzu­pran­gern sind aber nicht nur die Angrei­fer selbst, son­dern auch die Grup­pie­run­gen – vor­ne­weg AfD- und Pegi­da-nahe Krei­se, die in den sozia­len Netz­wer­ken einen wider­li­chen shit­s­torm gegen Alas­sa Mfoua­pon und den Freun­des­kreis ent­fach­ten und Medi­en wie BILD, die bewusst Lügen ver­brei­ten und eine Pogrom­stim­mung erzeu­gen. Ins­be­son­de­re die Bericht­erstat­tung der BILD wird von die­sen Krei­sen offen­bar als Auf­for­de­rung zur Hetz­jagd auf alle die­je­ni­gen ver­stan­den, die sich für Geflüch­te­te und für selbst­ver­ständ­li­che demo­kra­ti­sche Rech­te ein­set­zen! Es sind die­se ultra­rech­ten, ras­sis­ti­schen und faschis­to­iden Kräf­te, die die Demo­kra­tie bedro­hen und „rechts­freie Räu­me“ schaf­fen. Weh­ret den Anfän­gen! Mit freund­li­chen Grü­ßen, Freun­des­kreis Alas­sa” Pres­se­mit­tei­lung vom 07.01.2019
  • Anwäl­te von Alas­sa M. zur Straf­an­zei­ge gegen Arti­kel „Der unfass­ba­re Fall des Alas­sa M.“ in der „BILD“-Zeitung vom 4. Janu­ar 2019 
    Unse­re Kanz­lei pro­tes­tiert mit Nach­druck gegen die fal­sche, rei­ße­ri­sche und auf­het­zen­de Dar­stel­lung des Fal­les unse­res Man­dan­ten Alas­sa M. in der „BILD“-Zeitung vom 4. Janu­ar 2019, Sei­te 2, sowie auf www​.bild​.de. BILD hat seit Jahr­zehn­ten unter Beweis gestellt, dass sei­ne Bericht­erstat­tung mit seriö­sem Jour­na­lis­mus wenig zu tun hat. Mit die­sem Arti­kel wird jedoch ein­deu­tig eine rote Linie über­schrit­ten und in unver­ant­wort­li­cher Wei­se eine regel­rech­te Pogrom­stim­mung geschürt. (…) Wohl wis­send, dass die ras­sis­ti­sche und frem­den­feind­li­che Het­ze in den sozia­len Netz­wer­ken ein uner­träg­li­ches Maß erreicht hat und – wie das Bei­spiel des Amok­fah­rers von Bot­trop zeigt – sich ein­zel­ne bereits dazu beru­fen füh­len, Gewalt­auf­ru­fe gegen Flücht­lin­ge in die Tat umzu­set­zen, hat BILD nichts bes­se­res zu tun, als den ultrare­ak­tio­nä­ren und offen faschis­ti­schen Urhe­bern durch sol­che rei­ße­risch auf­ge­mach­ten fake news auch noch Schüt­zen­hil­fe zu leis­ten. Als Krö­nung des gan­zen wird (mit Foto) die Flücht­lings­un­ter­kunft in Karls­ru­he gezeigt, in der sich unser Man­dant jetzt auf­hält. Müs­sen erst wie­der Flücht­lings­hei­me bren­nen, bis die ver­ant­wort­li­chen BILD-Redak­teu­re begrei­fen, wel­che Fol­gen das haben kann? Oder ist ihnen das sogar egal? (…) Unser Man­dant und unse­re Kanz­lei las­sen sich die­sen Hetz­ar­ti­kel nicht bie­ten. Wir wer­den dage­gen die erfor­der­li­chen recht­li­chen Schrit­te auf Unter­las­sung und Ent­schä­di­gung ein­lei­ten sowie Straf­an­zei­ge erstat­ten.” Aus der Pres­se­mit­tei­lung des Anwalts­bü­ro Meis­ter & Part­ner vom 5.1.2019 (per e‑mail), nun auch online bei jus­tiz­watch externer Link. Ähn­lich äußert sich der Freun­des­kreis Alas­sa am 4.1.:
    • “Kampf­an­sa­ge und juris­ti­sche Maß­nah­men gegen die Pogrom­stim­mung gegen Alas­sa M.Angriff auf die gesam­te demo­kra­ti­sche Flücht­lings­be­we­gung”: “In ihrer heu­ti­gen Aus­ga­be ver­leum­det, bedroht und hetzt die BILD-Zei­tung in ihrer Titel­ge­schich­te gegen den bun­des­weit bekannt gewor­de­nen demo­kra­ti­schen Flücht­lings­ak­ti­vis­ten Alas­sa M. , sei­ne Unter­stüt­zer und damit die gesam­te demo­kra­ti­sche Flücht­lings­be­we­gung.
      Er ver­leum­det Alas­sa M. als Kri­mi­nel­len, den Freun­des­kreis Alas­sa sowie die inzwi­schen 20.840 Unter­stüt­zer des Ell­wan­gen-Appell als Links­ak­ti­vis­ten und sei­nen enga­gier­ten Rechts­an­walt als Geschäf­te­ma­cher. Dies mit ehr­ab­schnei­den­den und wahr­heits­wid­ri­gen Behaup­tun­gen und irre­füh­ren­den ultrare­ak­tio­nä­ren Kom­men­ta­ren. Der Arti­kel ver­letzt die Per­sön­lich­keits­rech­te von Alas­sa M. und bedroht sein Leib und Leben, wenn sein Foto in Groß­auf­nah­me sowie sei­ne Flücht­lings­un­ter­kunft abge­bil­det sind. Dage­gen wird der Freun­des­kreis auch juris­tisch vor­ge­hen. Meh­re­re Lügen auf ein­mal wer­den ver­brei­tet:
      1. Die Ein­rei­se­sper­re nach Deutsch­land nach der Abschie­bung am 20. Juni 2018 ist am 20. Dezem­ber 2018 nach 6 Mona­ten abge­lau­fen. Nach die­sen 6 Mona­ten hat Alas­sa M. das Recht, einen Asyl­fol­ge­an­trag zu stel­len. Die­ses demo­kra­ti­sche Recht hat er wahr­ge­nom­men. Wird jetzt das Wahr­neh­men von demo­kra­ti­schen Rech­ten zu Straf­ta­ten erklärt?
      2. Der ers­te Asyl­an­trag wur­de nicht abge­lehnt, son­dern gar nicht von Deutsch­land geprüft, weil es sich für nicht zustän­dig hält nach dem Dub­lin-III Abkom­men. In Ita­li­en ver­schärft sich durch die soge­nann­ten Sal­vi­ni-Geset­ze die bereits schlech­te Lage der Flücht­lin­ge, die dort obdach­los und recht­los sind.
      3. Bereits am 30.12.18 ver­leum­det die BILD-Zei­tung ehr­ab­schnei­dend und wahr­heits­wid­rig den soli­da­ri­schen, fried­li­chen Wider­stand der Flücht­lin­ge in der LEA Ell­wan­gen am 30.4.18 gegen die Abschie­bung eines togo­le­si­schen Flücht­lings als „Ran­da­le“. Es war tat­säch­lich ein völ­lig gewalt­frei­er Pro­test.
      4. Der nächt­li­che Ein­satz von über 500 Poli­zis­ten in Kampf­mon­tur und mit Hun­den am 3. Mai 2018 war in Wirk­lich­keit ein bru­ta­ler Poli­zei­über­fall mit Ein­tre­ten von unver­schlos­se­nen Türen, meh­re­ren ver­letz­ten und re-trau­ma­ti­sier­ten Flücht­lin­gen. Die­ser war rechts­wid­rig. Des­halb klagt Alas­sa M. gegen das Land Baden-Würt­tem­berg. Auch das ist sein demo­kra­ti­sches Recht.
      5. Die von Alas­sa M. mit orga­ni­sier­te Pres­se­kon­fe­renz, zu der auch die BILD-Zei­tung ein­ge­la­den war, und Demons­tra­ti­on am 9.5.18 in Ell­wan­gen unter dem Mot­to „Viel wur­de über uns gere­det – jetzt reden wir!“ wird als „Tumult“ dif­fa­miert. Tat­säch­lich war es eine strikt sach­be­zo­ge­ne, infor­ma­ti­ve, aber auch durch­aus selbst­be­wuß­te Akti­vi­tät, die bun­des­wei­te posi­ti­ve Reso­nanz bekam.
      Der BILD-Arti­kel ver­brei­tet eine regel­rech­te Pogrom­stim­mung gegen die fort­schritt­li­che Flücht­lings­po­li­tik, die die Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on der Flücht­lin­ge für ihre demo­kra­ti­schen Rech­te und deren Unter­stüt­zung durch die demo­kra­ti­sche Bewe­gung in Deutsch­land för­dert. Das ist Teil der aktu­ell neu betrie­be­nen Ver­schär­fun­gen der Bun­des­re­gie­rung im Abschie­be­recht…” Ähn­lich lau­tet auch eine Per­sön­li­che Stel­lung­nah­me von Rechts­an­walt Roland Meis­ter zur Bild-Bericht­erstat­tung vom 04.01.2019 zum Asyl­fall Alas­sa M. vom 6.1.2019
    • Sie­he zum Hin­ter­grund auch: Ras­sis­mus in der “Bild”: Unfass­bar. Leo Fischer am 5.1.2019 beim ND online externer Link über die gar nicht neue »Bild«-Methode, mit Frem­den­hass Geld zu ver­die­nen
  • Rück­kehr von Alas­sa Mfoua­pon, eines der Initia­to­ren der Flücht­lings­selbst­hil­fe „Jetzt reden wir!“ nach der dif­fa­mie­ren­den Behand­lung der Bewoh­ner der LEA Ell­wan­gen – die Peti­ti­on und Spen­den­samm­lung wer­den fort­ge­führt 
    Lie­be Unterstützer*innen des Ell­wan­gen Appell, Seit 9 Tagen ist Alas­sa Mfoua­pon wie­der zurück in Deutsch­land. Er ist einer der Initia­to­ren der Flücht­lings­selbst­hil­fe „Jetzt reden wir!“ nach der dif­fa­mie­ren­den Behand­lung der Bewoh­ner der LEA Ell­wan­gen im Zusam­men­hang mit dem mar­tia­li­schen Poli­zei­ein­satz am 3.5.2018. Inzwi­schen hat Alas­sa Mfoua­pon – von Ita­li­en aus – gegen die­sen Poli­zei­ein­satz geklagt. (…) Als Dank für sei­nen enga­gier­ten Ein­satz gegen Poli­zei­will­kür und für demo­kra­ti­sche Rech­te und Frei­hei­ten wur­de er dann selbst in einer Nacht und Nebel Akti­on nach Ita­li­en abge­scho­ben. Der Freun­des­kreis Alas­sa hat­te sich nach der Abschie­bung gebil­det, brei­te Öffent­lich­keits­ar­beit und eine Peti­ti­on gestar­tet. Sie fand – für eine poli­tisch der­art expo­nier­te Initia­ti­ve – enor­men Zuspruch mit inzwi­schen 20 774 Unterzeichner*innen. (…) Am 21.12. ist Alas­sa Mfoua­pon nach Deutsch­land zurück­ge­kehrt – emp­fan­gen von ca. 200 begeis­ter­ten Unterstützer*innen auf einer Soli­da­ri­täts­fei­er. Die Rück­kehr von Alas­sa Mfoua­pon sorgt inzwi­schen für brei­tes öffent­li­ches Inter­es­se und wird auf­merk­sam ver­folgt – Innen­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg und BAMF stel­len sich aller­dings tot – und waren nicht ein­mal bereit die Unter­schrif­ten ent­ge­gen zu neh­men. Dazu der Anwalt von Alas­sa Mfoua­pon, Roland Meis­ter: „Die Lan­des­re­gie­rung bringt es fer­tig über 3 Mona­te zur Kla­ge kei­ner­lei Stel­lung zu neh­men. Das Poli­zei­vor­ge­hen am 3.5. war rechts- und ver­fas­sungs­wid­rig. Als Anwalt von Alas­sa Mfoua­pon wei­se ich außer­dem dar­auf hin dass sei­ne Abschie­bung am 20.6.18 eben­falls rechts- und ver­fas­sungs­wid­rig war. Auch hier­zu hat bis­her weder die Lan­des­re­gie­rung noch die Bun­des­re­gie­rung über das BAMF Stel­lung genom­men.“ Auf die aktu­el­le Bericht­erstat­tung über die Rück­kehr von Alas­sa Mfoua­pon reagie­ren nun AfD, Pegi­da und Co.: Über die sozia­len Medi­en und Kom­men­tar­funk­tio­nen wird dif­fa­miert und men­schen­ver­ach­tend gehetzt. Alas­sa Mfoua­pon wird als Straf­tä­ter ver­leum­det. (…) Die Debat­te zeigt deut­lich: der Kampf um den Poli­zei­ein­satz in Ell­wan­gen und die damit ver­bun­de­ne Aus­ein­an­der­set­zung – nicht zuletzt um das Asyl von Alas­sa Mfoua­pon und die Unter­stüt­zung sei­ner Kla­gen – wer­den auch 2019 ein wich­ti­ger Brenn­punkt fort­schritt­li­cher Flücht­lings­po­li­tik und des Ein­sat­zes gegen die Rechts­ent­wick­lung der Bun­des­re­gie­rung, sowie faschis­to­ide und faschis­ti­sche Trie­be aller Art blei­ben. (…) Die Peti­ti­on wird noch bis 6. Janu­ar 2019 wei­ter geführt. Auf zum End­spurt! Spen­det wei­ter für den Fond „Alas­sa“ bei der Soli­da­ri­täts- und Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Soli­da­ri­tät Inter­na­tio­nal e.V.: Frank­fur­ter Volks­bank, IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84, BIC: FFVBDEFF…” Pres­se­mit­tei­lung vom 31. Dez. 2018 beim Ell­wan­gen-Appell bei chan​ge​.org externer Link
  • „Ell­wan­gen-Appell: Holt Alas­sa Mfoua­pon sofort zurück nach Deutsch­land!“ seit dem 17. August 2018 bei chan​ge​.org externer Link ist die erwähn­te Peti­ti­on, die bis­her knapp 500 Men­schen unter­zeich­net haben und in der es unter ande­rem heißt: „Alas­sa Mfoua­pon stellt sich mit vie­len ande­ren öffent­lich dage­gen, wird in Zei­tun­gen zitiert. Er orga­ni­siert mit Freun­den am 9. Mai eine Pres­se­kon­fe­renz und Demons­tra­ti­on und mel­det sie an: „Viel wird über uns gere­det, jetzt reden wir: Wir sind Flücht­lin­ge, kei­ne Kri­mi­nel­len! Stoppt die Abschie­bun­gen!“ Alas­sa steht im Zen­trum öffent­li­cher Bericht­erstat­tung, wird Sym­bol des Pro­tes­tes gegen Ras­sis­mus und ver­schärf­te Asyl­ge­set­ze, spricht bun­des­weit auf Kund­ge­bun­gen und Kon­gres­sen. Dann die Quit­tung! Zyni­scher­wei­se am Welt­flücht­lings­tag der Ver­ein­ten Natio­nen, am 20. Juni, wird Alas­sa früh­mor­gens wie ein Schwer­ver­bre­cher von einem mas­si­ven Poli­zei­auf­ge­bot aus der LEA abge­führt, gefes­selt und sofort nach Ita­li­en abge­scho­ben – eine men­schen­un­wür­di­ge, poli­tisch moti­vier­te Abschie­bung! Eine Rück­kehr­zu­stim­mung der ita­lie­ni­schen Regie­rung – Vor­aus­set­zung für Abschie­bun­gen nach Dub­lin III – liegt nicht vor. Nach bis­he­ri­ger Rechts­la­ge ist das nicht zuläs­sig. Für dpa eine ruhi­ge Abschie­bung. Aber: um ihn zu kri­mi­na­li­sie­ren, wird ihm Wider­stand ange­dich­tet. Eine glat­te Lüge!…

Der Bei­trag Nach Ita­li­en abge­scho­ben: Ein Mit­or­ga­ni­sa­tor der Pro­tes­te in Ell­wan­gen berich­tet – Peti­ti­on für Rück­kehr! erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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