[labournet:] Hartz IV: Jobcenter-Mitarbeiter schnüffeln bei Facebook und Co

Vorsicht Schnüffler!Obwohl kei­ne Wei­sung der Bun­des­agen­tur für Arbeit hier­zu exis­tiert, durch­strei­fen eini­ge Job­cen­ter-Sach­be­ar­bei­ter das Inter­net, um sich über ihre “Kun­den” zu infor­mie­ren. Auf­grund von Online-Recher­chen der Mit­ar­bei­ter wur­den Hartz IV Bezü­ge bereits gestri­chen. (…) Eine Wei­sung der Bun­des­agen­tur für Arbeit exis­tiert hier­zu nicht. Im Gegen­teil, die obers­te Bun­des­be­hör­de ver­bie­tet sogar ein sol­ches Vor­ge­hen. Den­noch: „Bei Miss­brauch akzep­tiert das Sozi­al­ge­richt die Recher­che in sozia­len Netz­wer­ken, obwohl die Bun­des­agen­tur für Arbeit dies ver­bie­tet“, erklär­te schon ein­mal der Lei­ter des Job­cen­ters in Düren, Karl-Josef Cra­nen gegen­über dem Maga­zin von “Cor­rec­tiv”. Auf Nach­fra­ge ruder­te der Job­cen­ter­lei­ter dann wie­der zurück: „Der Sach­ver­halt hat sich doch anders dar­ge­stellt: Der spä­te­ren Rück­for­de­rung von Leis­tun­gen lag eine anony­me Anzei­ge zu Grun­de.“ Eine Spre­che­rin des Daten­schutz­be­auf­trag­te in NRW betont, dass ein Durch­leuch­ten von Hartz IV Bezie­hern im Inter­net oder bei Face­book nicht gerecht­fer­tigt sei. (…) Das Inter­es­se der Sach­be­ar­bei­ter in den Behör­den ist offen­bar groß. Immer wie­der wand­ten sich kom­mu­na­le Job­cen­ter an den Daten­schutz­be­auf­trag­ten, um anzu­fra­gen, ob gewon­ne­ne Daten aus dem Inter­net in wel­cher Form ver­wen­det wer­den kön­nen. Teil­wei­se wur­den die Anfra­gen sogar tele­fo­nisch gestellt…” Mel­dung vom 29.07.2020 von und bei gegen​-hartz​.de externer Link

Der Bei­trag Hartz IV: Job­cen­ter-Mit­ar­bei­ter schnüf­feln bei Face­book und Co erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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