[labournet:] Warnstreiks an der Charité CFM ab 2016: Für Löhne die zum Leben reichen! Gegen Tarifflucht und prekäre Beschäftigung an der Charité

Dossier

Warnstreik an der Charité CFM und Solidemo am 07.09.2016: Für Löhne die zum Leben reichen! Gegen Tarifflucht und prekäre Beschäftigung an der CharitéIn der Ser­vice-Toch­ter der Cha­ri­té, der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) arbei­ten vie­le Beschäf­tig­te zu Löh­nen, die nicht zum Leben rei­chen. Des­halb strei­ken sie am 7.9.2016 für mehr Lohn: “Wir strei­ken für gute Löh­ne an der Cha­ri­té. Denn die CFM (aus­ge­grün­de­te Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment) gehört zur Cha­ri­té. Wir machen Cha­ri­té mög­lich. Die CFM wur­de auf Grund einer Ent­schei­dung des Ber­li­ner Senats gegrün­det. Er ist also mit ver­ant­wort­lich für unse­re Nied­rig­löh­ne. Des­halb tra­gen wir unse­ren Streik heu­te auch zu den poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen am Roten Rat­haus.” Auf­ruf der Ver­di Betriebs­grup­pe CFM unter­stützt vom Bünd­nis Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner für mehr Per­so­nal im Kran­ken­haus. Sie­he dazu auch unser Dos­sier: [Rekom­mu­na­li­sie­rung] Cha­ri­té Ber­lin: Ver­di besteht auf Tarif­be­zah­lung bei CFM und hier Infos und Auf­ru­fe seit­her:

  • Kein Ver­lass auf Senat. Arbeits­be­rei­che der Ber­li­ner Cha­ri­té-Toch­ter CFM wer­den wei­ter aus­ge­glie­dert New
    “… Wie aus einem aktu­el­len Bericht des CFM-Betriebs­rats, der jW vor­liegt, her­vor­geht, set­zen Senat und Betrei­ber Aus­glie­de­run­gen und Lohn­dum­ping fort. Kol­le­gen aus dem Wirt­schafts­trans­port des Cam­pus Virchow-Kli­ni­kum berich­ten, dass nach den bereits fremd­ver­ge­be­nen Arbeits­auf­ga­ben des Hol- und Bring­diens­tes am Stand­ort, nun­mehr wei­te­re Auf­ga­ben an die »Fir­ma Go« aus­ge­glie­dert wer­den. Der Betriebs­rats sei nicht, wie gesetz­lich vor­ge­se­hen, über den Vor­gang und die Aus­schrei­bung infor­miert wor­den. Der Koali­ti­ons­ver­trag ist offen­bar das Papier nicht wert, auf dem er geschrie­ben steht. (…) Nach jW-Infor­ma­tio­nen wer­den aktu­ell am Betriebs­rat vor­bei vom Unter­neh­men soge­nann­te Neben­ab­re­den gekün­digt. Die­se sind Bestand­teil des Arbeits­ver­tra­ges und ver­spre­chen den Beschäf­tig­ten eine Anwe­sen­heits­prä­mie von 100 Euro pro Monat. Wenn sie krank sind oder strei­ken, wer­den den Beschäf­tig­ten aller­dings 20 Euro pro Tag wie­der abge­zo­gen. Die­se Rege­lung, die »finan­zi­el­le Anrei­ze« setzt, krank zur Arbeit zu kom­men, ist in Pan­de­mie­zei­ten wohl nicht län­ger trag­bar. Der neue Grund­lohn von 12,50 Euro soll nur dann aus­ge­zahlt wer­den, wenn die Beschäf­tig­ten den Kün­di­gun­gen der Neben­ab­re­den zustim­men. Kern­kon­flikt bleibt indes das durch den Ber­li­ner Senat geför­der­te Out­sour­cing bei der Cha­ri­té. Ein Beschäf­tig­ter, der unge­nannt blei­ben möch­te, sag­te am Frei­tag gegen­über jW: »Mit den neu­en Fremd­ver­ga­ben ver­sucht man uns ein­zu­schüch­tern und von unse­rer For­de­rung glei­cher Lohn für glei­che Arbeit abzu­brin­gen.«” Arti­kel von Las­se Rein­bo­eng in der jun­gen Welt vom 01.08.2020 externer Link
  • [War­um Geschäfts­füh­run­gen Not­dienst­ver­ein­ba­run­gen ver­wei­gern] Ein Streik der nicht weh­tut, ist kein Streik! 
    Immer wie­der rich­tet sich der Zorn der Öffent­lich­keit gegen Strei­ken­de. Soll­ten Streiks des­we­gen abge­bro­chen oder gemä­ßigt wer­den? Nein, fin­det Las­se Rein­bo­eng, denn erst dann fängt der Kampf an, erfolg­reich zu wer­den! Jeder Beschäf­tig­te, der schon mal gestreikt hat, kennt die Situa­ti­on: Die Streiks zei­gen Wir­kung und die Unter­neh­men begin­nen mit ihren Ver­bin­dun­gen zur kon­ser­va­ti­ven Pres­se Streiks zu ver­un­glimp­fen und die Bevöl­ke­rung gegen die Beschäf­tig­ten auf­zu­brin­gen. Vie­le Streik­lei­tun­gen und Strei­ken­de sind, wie Politiker*innen, nega­ti­ve Kam­pa­gnen nicht gewöhnt. Des­we­gen ver­su­chen sie stark, die Streiks so zu gestal­ten, dass die Öffent­lich­keit für die eige­nen Zie­le gewon­nen wer­den kann und auf kei­nen Fall ver­är­gert wird. Natür­lich ist das grund­sätz­lich rich­tig, denn ein Streik ist auch immer ein Kampf um die Hoheit in der Öffent­lich­keit. Beson­ders dort, wo der Senat oder ande­re Regie­run­gen Unter­neh­mer ist, wird er immer ver­su­chen, die Wähler*innenschaft auf sei­ne Sei­te, und gegen die Strei­ken­den zu zie­hen. Den­noch, ein Streik ist nicht dazu da, es jedem Recht zu machen. Es gibt kei­ne erfolg­rei­chen Kämp­fe, bei denen die Beleg­schaft durch ihre Streik­maß­nah­men nicht auch unter hef­ti­ge Kri­tik gera­ten ist. (…) Noch etwas hef­ti­ger sind die Reak­tio­nen bei Kämp­fen an den Kran­ken­häu­sern, wäh­rend denen nicht Pflan­zen, son­dern die Gesund­heit der Men­schen in Mit­lei­den­schaft gezo­gen wird. Des­halb gibt es die Mög­lich­keit von Not­dienst­ver­ein­ba­run­gen, die den Unter­neh­men eine Grund­ver­sor­gung garan­tie­ren. Über eine sol­che Ver­ein­ba­rung kann zum Bei­spiel gere­gelt wer­den, dass die Ver­sor­gung mit Trink­was­ser auf den Kran­ken­haus­sta­tio­nen gewähr­leis­tet oder dass der Kran­ken­trans­port sicher­ge­stellt bleibt. Beim der­zei­ti­gen Arbeits­kampf der Cha­ri­té­toch­ter Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) ver­wei­gert die Geschäfts­füh­rung eine Not­dienst­ver­ein­ba­rung. Das liegt nicht an feh­len­dem Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein, son­dern ist stra­te­gi­sches Kal­kül. Das media­le Dreck­schmei­ßen auf Beschäf­tig­ten wäh­rend Streiks ist gewöhn­li­ches Hand­werks­zeug der Unternehmer*innen, benutzt seit es Streiks gibt. (…) Gäbe es eine Not­dienst­ver­ein­ba­rung, die die Ver­sor­gung sicher­stellt, also die Aus­wir­kun­gen auf Kun­den oder Patient*innen nicht gra­vie­rend sind, dann wird es dem Unter­neh­mer auch nicht gelin­gen Men­schen gegen die Strei­ken­den auf­zu­brin­gen. Für den Kampf an der Cha­ri­té kann das also bedeu­ten, dass der Senat, die Cha­ri­té und die Geschäfts­füh­rung der CFM ganz bewusst kei­ne Not­dienst­ver­ein­ba­rung abschlie­ßen um dann zu ver­su­chen, den Speer gegen die Beschäf­tig­ten zu rich­ten. Damit neh­men die Ver­ant­wort­li­chen Män­gel bei der Pati­en­ten­ver­sor­gung bil­li­gend in Kauf. Nur des­halb leh­nen die Geschäfts­füh­rer der CFM eine Not­dienst­ver­ein­ba­rung ab. (…) Für den Kampf an der Cha­ri­té könn­te das bedeu­ten, dass es not­wen­dig ist, dass er nicht nur bun­des­weit son­dern euro­pa­weit über Wochen von der Pres­se the­ma­ti­siert wird, sofern man den Weg zum TVöD kon­se­quent geht und sich nicht mit einem Haus­ta­rif­ver­trag, der die Armut nur legi­ti­miert, begnü­gen will. Es könn­te die här­tes­te Aus­ein­an­der­set­zung seit Jahr­zehn­ten wer­den, denn die Strei­ken­den der CFM set­zen eine neue Richt­schnur, nicht nur für den eige­nen Betrieb son­dern bun­des­weit. Unter­stüt­zen wir sie mit all unse­ren Kräf­ten indem was auf sie zukommt, wenn sie unwei­ger­lich den Weg der Sozi­al­part­ner­schaft für ihre Zie­le ver­las­sen müs­sen.” Arti­kel von Las­se Rein­bo­eng vom 14. Jul 2020 bei Klas­se gegen Klas­se externer Link – Las­se Rein­bo­eng ist Arbei­ter an der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin
  • Streik bei der CFM
    Am 10. Juli 2020 gab es eine Kund­ge­bung in Soli­da­ri­tät mit den Strei­ken­den der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM). Die Beschäf­tig­ten der CFM kämp­fen seit ihrer Aus­la­ge­rung 2006 dafür, in die Cha­ri­té zurück­ge­führt und wie­der nach TVöD bezahlt zu wer­den. Orga­ni­siert wur­de die­se Kund­ge­bung von der “Ber­li­ner Kam­pa­gne gegen Out­sour­cing und Befris­tung”, in der ein knap­pes Dut­zend Grup­pen zusam­men­ar­bei­ten, um Arbeits­kämp­fe in der Stadt zu unter­stüt­zen…Video bei labour​net​.tv externer Link (deutsch | 5 min | 2020)
  • CFM-Streik: Auf­ruf zur Kund­ge­bung am Frei­tag, den 10. Juli: “Ihre Gesund­heit, Coro­na und die Beschäf­tig­ten bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) und zu Soli-Erklä­run­gen an die Streik­lei­tung 
    Es war ein Pau­ken­schlag, was Coro­na offen­bar­te. Die sim­pels­ten Din­ge wie ein­fa­cher Mund­schutz konn­ten nicht bereit­ge­stellt wer­den; wir alle wis­sen heu­te nicht nur durch Coro­na, wie weit unser Gesund­heits­sys­tem seit vie­len Jah­ren schon ver­fal­len ist. Gera­de unse­re Stadt – Ber­lin – ist wie ein Brenn­glas für die dra­ma­ti­sche Situa­ti­on der Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ten sel­ber. Seit Lan­gem füh­ren die Arbeit­neh­me­rIn­nen des größ­ten Kran­ken­hau­ses Euro­pas, auf das „wir“ ach so stolz sind, die Cha­ri­tè, einen Kampf bei­spiels­wei­se dar­um, im Kran­ken­haus­all­tag nicht in kür­zes­ter Zeit aus­zu­bren­nen („Burn-Out“) oder dar­um nicht ein­mal die Zeit zu haben, einem/​r Ster­ben­den die Hand zu hal­ten. Am unters­ten Ende die­ser Ska­la sind die tau­sen­den Beschäf­tig­ten in den aus­ge­glie­der­ten Tei­len der Kran­ken­häu­ser. Die größ­ten „Müt­ter“ Cha­ri­tè und Vivan­tes haben Dut­zen­de „ver­sto­ße­ne“ Töchter/​Tochterunternehmen. Die­se ver­sto­ße­nen Töch­ter füh­ren eine Aus­ein­an­der­set­zung um ihre Men­schen­wür­de, gegen Alters­ar­mut oder das Nicht-Auf­sto­cken- zu-müs­sen trotz 40 Stun­den Arbeit. So auch die recht gro­ße Cha­ri­tè-Toch­ter CFM, die im März für einen Tarif­ver­trag streik­te. Seit 14 Jah­ren, seit­dem die CFM out­ge­sourct wur­de, herrscht ein tarifloser Zustand. Doch der rot-rot-grü­ne Senat schert sich einen Dreck dar­um. WAS HAT DIE SITUATION DER CFM-BESCHÄFTIGTEN MIT MEINER GESUNDHEIT ZU TUN? Die­se Fra­ge hat Coro­na rest­los geklärt. Nicht nur feh­len­des Schutz­ma­te­ri­al usw., son­dern auch die Lage der Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ten defi­nie­ren unmit­tel­bar 1:1, ob wir ein gutes Gesund­heits­sys­tem haben oder nicht. Die Kran­ken­haus­be­schäf­tig­ten sind zurecht zu Hel­den­In­nen erklärt wor­den. KLATSCHEN FÜR LAU? Mit­ten wäh­rend Coro­na wur­den die Dau­men­schrau­ben bei den Hel­den­In­nen der CFM ange­zo­gen. Wie Die­be wur­den sie Taschen­kon­trol­len unter­zo­gen. Der Betriebs­rat soll­te den Ver­zicht auf sei­ne gesetz­lich ver­brief­ten Rech­te unter­schrei­ben. Als Dan­ke­schön wei­ger­te sich die Geschäfts­füh­rung dem vom Senat beschlos­se­nen und für CFM bereit­ge­stell­ten Min­dest­lohn von 12,50 €/​Std für staat­li­che Töch­ter aus­zu­zah­len; statt­des­sen wei­ter den Armuts­lohn von 11,50 €/​Std. IN WELCHER GESELLSCHAFT WOLLEN WIR LEBEN? Der umwelt­ver­nich­ten­den Auto- und Luft­fahrt­in­dus­trie wer­den Mil­li­ar­den an Coro­na-Hil­fen in den Rachen gewor­fen, wäh­rend sie mun­ter „Per­so­nal“ „abbau­en“. Der Kno­chen­bre­cher, Groß­pro­fit­jä­ger und Fleisch­fürst Tön­nies wur­de bis vor Kur­zem als natio­na­ler Fleisch­held (!) gefei­ert. Und wir? DIE KRANKENHAUSBESCHÄFTIGTEN KÖNNEN SICH NUR SELBER HELFEN! Die CFM-Beschäf­tig­ten strei­ken seit Län­ge­rem und end­lich die­se Woche wie­der für den TvöD-Tarif­ver­trag: Das ein­zi­ge Mit­tel ihre Wür­de zu erlan­gen. Eine star­ke und direk­te Soli­da­ri­tät zu orga­ni­sie­ren bedeu­tet u.a. einen macht­vol­len Soli­da­ri­täts­streik der Beleg­schaf­ten aller betrof­fe­nen Kran­ken­häu­ser durch­zu­füh­ren. Es geht dabei lan­ge nicht nur um sie, son­dern um unse­re Gesund­heit und dar­um, in was für einer Gesell­schaft wir leben wol­len. Unter­stüt­zen wir die Strei­ken­den! AKTUELLES VOM STREIK !!! In der Sta­ti­on 8 im Virchow-Kran­ken­haus in Wed­ding gab es am 08.07.2020 gegen Mit­tag kei­ne Modul­ver­sor­gung mehr und es wur­de mit der Eva­ku­ie­rung der Pacu-Sta­ti­on (Inten­siv­sta­ti­on) gedroht. Die bei­den Hub­schrau­ber­lan­de­plät­ze für die Ret­tungs­stel­le sind mit war­ten­den Hub­schrau­bern belegt, weil der Kran­ken­trans­port nicht funk­tio­niert. Ein drit­ter Hub­schrau­ber sei im Anflug und kön­ne nicht mehr lan­den, müs­se also umge­lei­tet wer­den. Die Mög­lich­keit einer Not­dienst­ver­ein­ba­rung wird arbeit­ge­ber­sei­tig nicht in Anspruch genom­men. Ein Skan­dal!!! Das Pati­en­ten­wohl wird von den Ver­ant­wort­li­chen der Cha­ri­té unter­ge­ord­net. Wich­ti­ger scheint es zu sein das Lohn­dum­ping auf­recht zu erhal­ten und sich unter kei­nen Umstän­den auf die Strei­ken­den zuzu­be­we­gen!!! Soli­da­risch!” Auf­ruf zur Kund­ge­bung am Frei­tag, den 10. Juli 12:30 Uhr der Kam­pa­gne gegen Out­sour­cing und Befris­tun­gen, per e‑mail wei­ter­ge­lei­tet durch Ber­li­ner Akti­on Gegen Arbeit­ge­ber­un­recht. Schickt Eure Soli-Erklä­run­gen an die Streik­lei­tung: Verdi_​cfm_​streikleitung@​yahoo.​com
  • Zwei­ter Streik­tag bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment
    “Am heu­ti­gen Diens­tag, dem 7. Juli 2020 wur­de der ges­tern begon­ne­ne Streik bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) fort­ge­setzt. An den Cha­ri­té-Stand­or­ten betei­lig­ten sich wäh­rend der Früh­schicht min­des­tens 350 Beschäf­tig­te. Die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) hat die CFM-Beschäf­tig­ten zum Streik an allen Stand­or­ten der Kli­nik auf­ge­ru­fen, weil Tarif­ver­hand­lun­gen zum erst­ma­li­gen Abschluss eines Tarif­ver­tra­ges bis­lang zu kei­nem Ergeb­nis geführt haben. Bis heu­te Nach­mit­tag haben die Arbeit­ge­ber nicht mit einem ver­bes­ser­ten Ver­hand­lungs­an­ge­bot auf den ver.di-Streik reagiert. Durch den Streik kam es jedoch zu Stö­run­gen u.a. beim Kran­ken­trans­port, der OP-Ver­sor­gung, bei der Rei­ni­gung und Logis­tik. An einem Stand­ort hat ein lei­ten­der Ange­stell­ter aus der Unter­neh­mens­füh­rung mit dem Ver­spre­chen, einen Euro pro Stun­de mehr zah­len zu wol­len, ver­sucht, Rei­ni­gungs­kräf­te vom Streik abzu­hal­ten. ver.di will erst­mals einen Tarif­ver­trag für die CFM ver­ein­ba­ren, der sich am Tarif­ver­trag für den öffent­li­chen Dienst (TVöD) ori­en­tiert. Außer­dem will ver.di einen Man­tel­ta­rif­ver­trag abschlie­ßen, der u.a. eine ein­heit­li­che Urlaubs­re­ge­lung- 30 Tage Urlaub für alle – und ein­heit­li­che Rege­lun­gen zur Arbeits­zeit ent­hal­ten soll. „Wir sind gesprächs­be­reit und wür­den bei einem ver­bes­ser­ten Ange­bot der Arbeit­ge­ber ger­ne wie­der ver­han­deln. Die Arbeit­ge­ber­sei­te hat es in der Hand, den Streik zu been­den. Kommt kein ver­bes­ser­tes Ange­bot, wird der Streik wie ange­kün­digt bis zum Beginn der Früh­schicht am kom­men­den Sonn­abend fort­ge­setzt“, sag­te Mar­co Pav­lik, ver.di-Verhandlungsführer und Streik­lei­ter. Die CFM war ursprüng­lich eine Aus­grün­dung aus der Cha­ri­té mit dem Ziel, Lohn- und Sozi­al­dum­ping zu betrei­ben. Jah­re­lang war die Bil­lig­toch­ter CFM ein Public-Pri­va­te-Part­ners­hip-Pro­jekt und tariflos. Die CFM ist seit dem 1. Janu­ar 2019 wie­der eine 100prozentige Toch­ter der Cha­ri­té. Die CFM beschäf­tigt rund 2.500 eige­ne Beschäf­tig­te, die von den Tarif­ver­hand­lun­gen und dem Kon­flikt betrof­fen sind. Außer­dem arbei­ten bei der CFM auch gestell­te Mitarbeiter/​innen, die aller­dings orga­ni­sa­to­risch zur Cha­ri­té und dem dort gel­ten­den Tarif­ver­trag gehö­ren. Die CFM erbringt an den Cha­ri­té-Stand­or­ten diver­se tech­ni­sche und logis­ti­sche Dienst­leis­tun­gen, zu denen z.B. die Abfall­ent­sor­gung, Kran­ken­trans­por­te, Rei­ni­gung, Ste­ri­li­sa­ti­on und die gesam­te Essens­ver­sor­gung für die Pati­en­ten gehö­ren.“ ver.di-Berlin-Pressemitteilung vom 07.07.2020 externer Link
  • Ein Streik für uns alle: Der Arbeits­kampf der CFM-Beschäf­tig­ten geht in eine neue Run­de
    “Seit Mon­tag strei­ken die Beschäf­tig­ten der Cha­ri­té-Toch­ter­fir­ma CFM erneut für einen Tarif­ver­trag. Dies ist die Fort­set­zung eines lan­gen Arbeits­kamp­fes, der zuletzt im März zu Streiks geführt hat, wel­cher aber damals ohne Ein­fluss­nah­me der Mehr­heit der Beschäf­tig­ten aus­ge­setzt wur­de. Bis zu 1000 € weni­ger ver­die­nen die CFM-Beschäf­tig­ten im Ver­gleich mit den Kolleg*innen der Stamm­be­leg­schaft. Des­we­gen for­dern sie bes­se­re Löh­ne und eine Ein­glie­de­rung in den Tarif­ver­trag des öffent­li­chen Diens­tes (TVöD), der für die Beschäf­tig­ten der Cha­ri­té gilt. Am Mon­tag tra­ten sie des­halb erneut in den Streik, der bis zum 10. Juli gehen soll. (…) Doch der Kampf geht auch über die CFM hin­aus. Denn der Kampf der Beschäf­tig­ten ist ein Kampf für uns alle! Denn in Zei­ten der Kri­se sind schlech­te Arbeits­be­din­gun­gen und bra­chi­al nied­ri­ge Löh­ne All­tag gewor­den. Die Arbeits­lo­sen­zah­len stei­gen täg­lich, fast 40% aller Stu­die­ren­den haben ihre Neben­jobs ver­lo­ren. Die Kolleg*innen der CFM gehen mit gutem Bei­spiel vor­an: Sie zei­gen, dass man für wirk­li­che Ver­än­de­run­gen kämp­fen muss. Damit ihr Kampf erfolg­reich sein kann, braucht es eine brei­te Soli­da­ri­tät – aber auch eine Zusam­men­füh­rung der Kämp­fe. In Ber­lin exis­tie­ren 140 aus­ge­glie­der­te Toch­ter­fir­men im öffent­li­chen Dienst. Wenn alle die­se Toch­ter­fir­men gemein­sam strei­ken wür­den, gegen Out­sour­cing, für die Wie­der­ein­glie­de­rung und für den TVöD, dann könn­te eine kraft­vol­le Bewe­gung ent­ste­hen. Und auch der gemein­sa­me Kampf mit der Stamm­be­leg­schaft ist not­wen­dig. Im August und Sep­tem­ber ste­hen neue Arbeits­kämp­fe im öffent­li­chen Dienst an, denn der TVöD wird neu ver­han­delt. Ein gemein­sa­mer Streik der gesam­ten Cha­ri­té – Stamm­be­leg­schaft und out­ge­sourc­te CFM – könn­te einen gro­ßen Schritt hin zur Been­di­gung des Out­sour­cing gehen. Für einen gemein­sa­men Streik mit den Stamm­be­leg­schaf­ten, gegen Out­sour­cing und Pfle­ge­man­gel, für die Wie­der­ein­glie­de­rung der Toch­ter­fir­men mit TVöD!“ Bei­trag von Paul Kov vom 07.07.2020 bei KLASSEGEGENKLASSE externer Link
  • [6.–9.7.20] Warn­streik bei Cha­ri­té-Toch­ter­fir­ma CFM 
    Nach Mil­lio­nen­ver­lus­ten durch die Coro­na­vi­rus-Pan­de­mie strei­ken Beschäf­tig­te an der Cha­ri­té. Es geht um die Nied­rig­lohn-Toch­ter der Hoch­schul­kli­nik. Beschäf­tig­te der Cha­ri­té-Toch­ter­fir­ma CFM sind am Mon­tag in den Aus­stand getre­ten. Bis Don­ners­tag wol­len die in Ver­di orga­ni­sier­ten CFM-Mit­ar­bei­ter strei­ken: Die Gewerk­schaft for­dert für die fast 2500 Wach­leu­te, Rei­ni­gungs­kräf­te und Trans­port­mit­ar­bei­ter der CFM jene Löh­ne, die auch in den Stamm­häu­sern der lan­des­ei­ge­nen Uni­ver­si­täts­kli­nik gezahlt wer­den. Dort gilt der Tarif­ver­trag für den öffent­li­chen Dienst, was bis zu 300 Euro Brut­to mehr für einen Voll­zeit­mit­ar­bei­ter bedeu­tet. Wegen der Pan­de­mie wer­de beim CFM-Warn­streik auf öffent­li­che Aktio­nen ver­zich­tet, teil­te Ver­di mit. Die Ver­sor­gung von Pati­en­ten, von denen es an der Cha­ri­té pan­de­mie­be­dingt ohne­hin weni­ger gibt, ist vor­erst nicht beein­träch­tigt…” Arti­kel von Han­nes Hei­ne vom 6.7.2020 im Tages­spie­gel online externer Link
  • Wie kann es nach der Aus­set­zung des Streiks bei der CFM nun wei­ter­ge­hen? CFM: Nicht auf­ge­ben – wei­ter­kämp­fen! Demo-Block am 8. März 
    Wie kann es nach der Aus­set­zung des Streiks bei der CFM nun wei­ter­ge­hen? Für soli­da­ri­sche ver.di-Kolleg*innen ist es klar: Sich nicht demo­ra­li­sie­ren las­sen, son­dern wei­ter­kämp­fen! Wenn alle Strei­ken­den gemein­sam mit der Streik­lei­tung für wei­te­re Streiks an einem Strang zie­hen, kann wei­ter­ge­streikt wer­den!
    Lie­be Kolleg*innen, wie ihr wisst, wur­den die Streiks auf­grund des Drucks der Geschäfts­füh­rung auf die TK und die Ent­schei­dung des ver.di Bun­des­vor­stan­des mit dem Vor­wand des Coro­na-Virus vor­erst aus­ge­setzt. Am Mon­tag haben sich jedoch vie­le Kolleg*innen gegen die Aus­set­zung aus­ge­spro­chen. Über 200 Kolleg*innen haben Unter­schrif­ten für eine Erklä­rung gesam­melt, die Fort­set­zung des Streiks for­dert! Es ist klipp und klar: CFM-Beschäf­tig­te wol­len wei­ter­strei­ken. Vie­le von uns sind wegen die­ser unde­mo­kra­ti­schen Ent­schei­dung, die Streiks aus­zu­set­zen, wütend. Mit vol­lem Recht. Es gibt Unmut über die bis­he­ri­gen ver­ein­zel­ten Streik­ta­ge, die nicht aus­rei­chen, weil man am nächs­ten Tag dop­pelt, drei­fach arbei­ten muss. Es gibt Unmut, dass ein so gut orga­ni­sier­ter Streik, ohne eine demo­kra­ti­sche Abstim­mung, aus­ge­setzt wird. Aber es ist nicht die Zeit auf­zu­ge­ben! Genau im Gegen­teil: Sich nicht demo­ra­li­sie­ren las­sen, son­dern wei­ter­kämp­fen! Es gibt Kolleg*innen, die sogar dar­über nach­ge­dacht haben, aus der Gewerk­schaft aus­zu­tre­ten. Die Wut ist ver­ständ­lich, aber das ist nicht der rich­ti­ge Weg! Denn wir müs­sen unse­re Ein­heit als Beschäf­tig­te in allen Fäl­len ver­tei­di­gen. In der Gewerk­schaft blei­ben. Nicht auf­ge­ben. Wenn wir gewin­nen wol­len, dür­fen wir uns als Beschäf­tig­ten nicht spal­ten las­sen! Wenn alle Strei­ken­den gemein­sam mit der Streik­lei­tung für wei­te­re Streiks an einem Strang zie­hen, kön­nen wir genug Druck auf­bau­en, damit die Streiks wei­ter­ge­hen! Am 16. März ste­hen die nächs­ten Ver­hand­lun­gen der TK mit dem Arbeit­ge­ber an. Lasst uns for­dern, dass die Streiks ab dem 16. März mit vol­ler Kraft wei­ter­ge­hen! Es muss am ers­ten Streik­tag in einer Ver­samm­lung mit allen Strei­ken­den demo­kra­tisch ent­schei­den wer­den, wie vie­le Tage gestreikt wer­den soll. Um das zu schaf­fen, müs­sen wir als Beschäf­tig­te genug Druck erzeu­gen und jede Mög­lich­keit nut­zen.
    Lasst uns des­halb: Am 8. März im Rah­men des „Blocks gegen Out­sour­cing und Befris­tungexterner Link mit Kolleg*innen ande­rer Betrie­be gemein­sam demons­trie­ren und als Beschäf­tig­te wei­te­re Streik­ta­ge for­dern. Wir tref­fen uns am Sonn­tag um 13:00 Uhr vor dem Virchow-Kli­ni­kum an der Amru­mer Str. Direkt am Ende der Demons­tra­ti­on ca. um 16 Uhr nahe Alex­an­der­platz kön­nen wir eine Ver­samm­lung orga­ni­sie­ren, in der wir als Kolleg*innen demo­kra­tisch über das wei­te­res Vor­ge­hen dis­ku­tie­ren…” Bei­trag bei Klas­se­Ge­gen­Klas­se vom 4.3.2020 von Yunus Özgür externer Link, Beschäf­tig­ter an der FU Ber­lin, ver.di Mit­glied
  • Skan­dal: CFM-Streik wegen Coro­na­vi­rus aus­ge­setzt – jetzt Pro­test orga­ni­sie­ren!
    Ein Skan­dal: Der Streik der Beschäf­tig­ten der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) wur­de heu­te nach Dro­hun­gen von Sei­ten der Geschäfts­füh­rung aus­ge­setzt – wegen der Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus. Hun­der­te Strei­ken­de wehr­ten sich gegen die­sen anti­de­mo­kra­ti­schen Ein­schnitt in das Streik­recht. Mor­gen bau­en Unterstützer*innen ein Pro­test­zelt vor dem Virchow-Kli­ni­kum auf, um dage­gen zu pro­tes­tie­ren und um Strei­ken­den einen Raum zur Dis­kus­si­on zu geben. Es deu­te­te sich schon letz­te Woche an: Am Frei­tag ver­such­te die Geschäfts­füh­rung der CFM, mit der Tarif­kom­mis­si­on der bei ver.di orga­ni­sier­ten Beschäf­tig­ten eine “Pan­de­mie­ver­ein­ba­rung” abzu­schlie­ßen, um im Fal­le des Auf­tre­tens des Coro­na­vi­rus in Ber­lin den Streik zu unter­bre­chen, an dem sich im Febru­ar schon 470 Kolleg*innen betei­ligt hat­ten. Nach­dem am Sonn­tag abend tat­säch­lich der ers­te Coro­na-Fall an der Cha­ri­té bestä­tigt wur­de, mach­ten die CFM und die Cha­ri­té-Geschäfts­füh­run­gen erneut Druck auf die Tarif­kom­mis­si­on, den Streik zu been­den. Lei­der mit Erfolg: Der Streik wur­de am Mon­tag nach­mit­tag aus­ge­setzt, nach­dem zuvor noch hun­der­te Strei­ken­de vor einer Sit­zung des Auf­sichts­ra­tes der Cha­ri­té demons­triert hat­ten. Noch wäh­rend der Kund­ge­bung hat­te der zustän­di­ge Gewerk­schafts­se­kre­tär Mar­co Pav­lik per­sön­lich davor gewarnt, die Coro­na-Wel­le als Vor­wand gegen den Streik zu nut­zen. Schließ­lich war es das jah­re- und jahr­zehn­te­lan­ge Kaputt­spa­ren des Gesund­heits­sys­tems, das erst dazu geführt hat, dass die Kran­ken­häu­ser Kopf ste­hen und nicht aus­rei­chend auf das Coro­na­vi­rus vor­be­rei­tet sind. Und nicht zu ver­ges­sen: Der Streik der CFM-Kolleg*innen rich­tet sich ja genau gegen die­se Zustän­de. Aber das war wohl nur ein Taschen­spie­ler­trick. Denn offen­bar auf Anwei­sung des Gewerk­schafts­se­kre­tärs und der Gewerk­schafts­füh­rung – offen­bar hat der ver.di-Bundesvorstand die Aus­set­zung von Warn­streiks im gesam­ten Bun­des­ge­biet ver­fügt – gab die Tarif­kom­mis­si­on schließ­lich dem Druck nach und blies den für mor­gen schon auf­ge­ru­fe­nen Streik wie­der ab. Vie­le der anwe­sen­den Strei­ken­den woll­ten sich das nicht gefal­len las­sen: In kür­zes­ter Zeit wur­den gemein­sam mit soli­da­ri­schen Unterstützer*innen fast 200 Unter­schrif­ten von Strei­ken­den gesam­melt, die sich noch wäh­rend der Ver­hand­lun­gen mit der Geschäfts­füh­rung gegen eine Aus­set­zung des Streiks wand­ten (…)In einer spon­ta­nen Streik­ver­samm­lung, die wegen der Wut der Kolleg*innnen über die­sen durch­sich­ti­gen Ver­such, den Streik abzu­wür­gen, par­al­lel zu den Ver­hand­lun­gen statt­fand, spra­chen sich vie­le Strei­ken­de – beson­ders migran­ti­sche Frau­en aus der Rei­ni­gung – für die Fort­füh­rung des Streiks aus. Die Wut der Kolleg*innen über den Druck von Sei­ten der Gewerk­schafts­füh­rung, den Streik aus­zu­set­zen, ohne eine gemein­sa­me demo­kra­ti­sche Ent­schei­dung zu tref­fen, war spür­bar. Der Streik gehört ihnen und sie allein soll­ten ent­schei­den, wann und wie der Streik aus­ge­setzt oder fort­ge­führt wird. Es bahnt sich hier eine erneu­te wich­ti­ge Lek­ti­on für die Kolleg*innen der CFM, für die Arbeiter*innen in ganz Ber­lin und deutsch­land­weit an: Die Kon­trol­le über den Streik müs­sen die Strei­ken­den haben, nicht die Gewerk­schafts­füh­rung. Des­halb müs­sen wir uns orga­ni­sie­ren…” Mel­dung vom 2.3.2020 von und bei Klas­se Gegen Klas­se externer Link, sie­he ebd.:
  • CFM-Streik geht am 2. und 3. März wei­ter: Soli­da­ri­tät ist nötig! Pro­test­zelt vor dem Virchow-Kli­ni­kum 
    Nach drei erfolg­rei­chen Streik­ta­gen im Febru­ar tre­ten die Beschäf­tig­ten der CFM am Mon­tag und Diens­tag wie­der in den Streik. In ihrem erneu­ten Streik­auf­ruf externer Link for­dern sie wei­ter­hin “einen fai­ren Tarif­ver­trag – auf dem Weg zum TVöD!” und “fai­re Löh­ne nicht unter 12,63 EUR /​Stun­de” sowie “gute Ent­wick­lungs­stu­fen für alle”. Denn die CFM-Geschäfts­füh­rung will die unte­ren Lohn­grup­pen der CFM wei­ter­hin mit 12,50€ pro Stun­de ohne Ent­wick­lungs­stu­fen abspei­sen. Das Timing ist gut gewählt: Am Mon­tag tagt der Finanz- und Struk­tur­aus­schuss des Auf­sichts­ra­tes der Cha­ri­té u.a. mit Finanz­se­na­tor Kol­latz. Die Strei­ken­den sagen: “Lasst ihn uns gebüh­rend begrü­ßen und for­dern wir Geld für einen Tarif­ver­trag von ihm!” Unterstützer*innen rufen dazu auf, die Kolleg*innen jeden Tag mit Soli­da­ri­täts­de­le­ga­tio­nen zu unter­stüt­zen: am Mon­tag auf dem Cha­ri­té-Cam­pus Mit­te, am Diens­tag mit einem Pro­test­zelt externer Link vor dem Virchow-Kli­ni­kum am U‑Bahnhof Amru­mer Stra­ße. In einer Pres­se­mit­tei­lung schreibt die Kam­pa­gne gegen Out­sour­cing und Befris­tung externer Link: “Das Pro­test­zelt fin­det im Vor­feld der Betriebs­ver­samm­lung der Beschäf­tig­ten der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) am 4. März statt, um die Beleg­schaft zu unter­stüt­zen. Um 11h wer­den Beschäf­tig­te aus ers­ter Hand dar­über berich­ten, wie ihre Situa­ti­on in der Tarif­aus­ein­an­der­set­zung ist und über ihre Arbeits­be­din­gun­gen spre­chen…” Mel­dung vom 29.2.2020 von und bei Klas­se Gegen Klas­se externer Link, sie­he Infor­ma­tio­nen zum Stand der Ver­hand­lun­gen und den Streik­auf­ruf beim ver.di Cha­ri­té CFM Info­blog externer Link
  • CFM: Beschäf­tig­te erhö­hen Druck 
    “Die Beschäf­tig­ten der Cha­ri­té Ser­vice GmbH erhö­hen den Druck. Ver­gan­ge­ne Woche Diens­tag streik­ten etwa 400 Beschäf­tig­te unter ande­rem aus den Berei­chen Rei­ni­gung, Küche und Logis­tik für einen Tarif­ab­schluss, der den Weg zum Tarif­ver­trag des öffent­li­chen Diens­tes ebnet. Der »Arbeit­ge­ber« sei »kalt erwischt« wor­den, hieß es aus Gewerk­schafts­krei­sen im Anschluss. Die Ver­sor­gung sei ein­ge­schränkt gewe­sen. Auf­grund der Streik­ta­ge am 6. und 7. Febru­ar sei bereits viel Arbeit lie­gen­ge­blie­ben. Das hät­te sich auch in den Tarif­ge­sprä­chen am 10. Febru­ar bemerk­bar gemacht. Noch sind die Ver­hand­lun­gen in dem seit Mona­ten andau­ern­den Kon­flikt nicht abge­schlos­sen. Mit wei­te­ren Arbeits­nie­der­le­gun­gen in den kom­men­den Wochen ist zu rech­nen…“ Mel­dung vom 18.02.2020 in der jun­gen Welt externer Link, sie­he dazu auch die neu­es­te Aus­ga­be von Vit­amin C vom 13.02.2020: Wat Neu­es bei den Ver­hand­lun­gen?
  • Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM): Warn­streik für Tarif­ver­trag ab Don­ners­tag, den 6. Febru­ar 2020 – Berich­te und Soli­da­ri­täts­auf­ru­fe – Streik­auf­ruf der CFM Kol­le­gen für den 11.02. 
    Am mor­gi­gen Don­ners­tag, dem 6. Febru­ar 2020 ruft die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) ein­zel­ne Betriebs­tei­le der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) zu einem ganz­tä­gi­gen Warn­streik auf. Der Streik beginnt mit der Früh­schicht gegen 6.00 Uhr und wird nach rund 24 Stun­den mit Ende der nächs­ten Nacht­schicht am 7. Febru­ar –gegen 6.00 Uhr been­det sein. ver.di ruft Berei­che wie den Kran­ken­trans­port, die Medi­ka­men­ten- und Hilfs­mit­tel­trans­por­te sowie die Sicher­heits­diens­te in den Warn­streik. „Wir rech­nen mit 200 bis 300 Strei­ken­den und gehen davon aus, dass es erheb­li­che Stö­run­gen im Kran­ken­haus­be­trieb gibt“, sagt Mar­co Pav­lik, ver.di-Streikleiter. ver.di ruft des­we­gen zum Warn­streik auf, weil Tarif­ver­hand­lun­gen zum erst­ma­li­gen Abschluss eines Tarif­ver­tra­ges bei der CFM bis­lang zu kei­nem Ergeb­nis geführt haben. „Wir betrach­ten es als sehr kri­tisch, dass die Arbeit­ge­ber für die unte­ren Lohn­grup­pen Stun­den­löh­ne unter­halb von 12,50 Euro vor­schla­gen und damit unter der Gren­ze des ange­streb­ten Ber­li­ner Ver­ga­be­min­dest­lohns lie­gen. Wir sind der Auf­fas­sung, dass die Stun­den­löh­ne in den lan­des­ei­ge­nen Unter­neh­men über die­ser Gren­ze lie­gen soll­ten“, so Mar­co Pav­lik. ver.di will erst­mals einen Tarif­ver­trag für die CFM ver­ein­ba­ren, der sich am Tarif­ver­trag für den öffent­li­chen Dienst (TVöD) ori­en­tiert. Kein Stun­den­lohn soll unter 12,63 Euro lie­gen, ein­heit­lich soll 38 Wochen­stun­den gear­bei­tet wer­den. Außer­dem will ver.di einen Man­tel­ta­rif­ver­trag abschlie­ßen, der u.a. eine ein­heit­li­che Urlaubs­re­ge­lung- 30 Tage Urlaub für alle – sowie eine Jah­res­son­der­zah­lung (Weih­nachts­geld) ent­hal­ten soll. Am Don­ners­tag wird es ab ca. 9.30 Uhr eine Zen­tra­le Streik­ver­samm­lung mit Kund­ge­bung auf dem Gelän­de des Rudolf-Virchow-Kli­ni­kums geben…” Pres­se­mit­tei­lung vom 05. Febru­ar 2020 bei ver.di Lan­des­be­zirk Ber­lin-Bran­den­burg externer Link, sie­he diver­se Soli­da­ri­täts­auf­ru­fe und Berich­te:
    • “Bei der CFM strei­ken deut­sche und migran­ti­sche Kolleg*innen Sei­te an Sei­te gegen die neo­li­be­ra­le Poli­tik des rot-rot-grü­nen Senats” 
      Am drit­ten Tag des Warn­streiks der CFM sprach Yunus Özgür dar­über, war­um die AfD kei­ne Alter­na­ti­ve für die Arbeiter*innen ist. Bei der CFM strei­ken deut­sche und migran­ti­sche Kolleg*innen Sei­te an Sei­te gegen die neo­li­be­ra­le Poli­tik des rot-rot-grü­nen Senats…” Bericht des Video­teams von Klas­se Gegen Klas­se vom 11.2.2020 externer Link
    • [Vide­os] Drit­ter Streik­tag bei der CFM: 400 Strei­ken­de vor Rotem Rat­haus
      Fast 400 Strei­ken­de der CFM pro­tes­tie­ren heu­te mor­gen am Cam­pus Mit­te für einen Tarif­ver­trag. Am drit­ten Warn­streik­tag mit rekord­ver­däch­ti­ger Betei­li­gung demons­trier­ten die Kolleg*innen anschlie­ßend zum Roten Rat­haus, um die Ver­ant­wor­tung des Ber­li­ner Senats anzu­pran­gern und die Rück­füh­rung in die Cha­ri­té ein­zu­for­dern. Nach zwei star­ken Warn­streik­ta­gen am Don­ners­tag und Frei­tag und ergeb­nis­lo­sen Ver­hand­lun­gen am Mon­tag fand heu­te der drit­te Warn­streik bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment statt, der 100-pro­zen­ti­gen Ser­vice-Toch­ter des größ­ten Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Euro­pas. Wäh­rend am Don­ners­tag nur Logis­tik, Kran­ken­trans­port und Sicher­heit auf­ge­ru­fen waren, gin­gen Frei­tag auch die Kolleg*innen aus der Zen­tral­ste­ri­li­sa­ti­on mit raus. Heu­te waren dann zusätz­lich noch die Küche und die Rei­ni­gungs­kräf­te mit zum Streik auf­ge­ru­fen. Und was für einen Unter­schied das mach­te: 130 Reiniger*innen ver­stärk­ten den Streik und sorg­ten so dafür, dass es der am bes­ten mobi­li­sier­te Warn­streik in der Geschich­te der CFM wur­de...” Bericht und Vide­os von Ste­fan Schnei­der vom 11.2.2020 bei Klas­se Gegen Klas­se externer Link
    • Streik­auf­ruf der CFM-Kol­le­gIn­nen für den 11.02. 
      Eins, Zwei, Drei und Vier, die CFM bestrei­ken WIR, Fünf Sechs Sie­ben und Acht, der Laden wird mor­gen dicht gemacht, Neun und Zehn Tarif­ver­trag den wol­len Wir sehen!!!!!!!!!!!! Es ist end­lich soweit, jetzt sind zusätz­lich die #Rei­ni­gungs­kräf­te im #Ben­ja­min­Fran­k­lin, #Cha­ri­té­Mit­te, #Virchow­Kli­ni­kum alle #Küchen­mit­ar­bei­ter im #Ben­ja­min­Fran­k­lin und #Cha­ri­té­Mit­te gefragt. Jetzt kön­nen sie alle zei­gen, wie viel Druck auf dem Kes­sel ist. #14JahreTarifluchtSindGenug #TVöD­FürAl­le #Glei­cher­Lohn­Für­Glei­che­Ar­beit #Auf­stand­Der­Töch­ter #Tarif­ver­trag­Jetzt #TVöD­FürAl­le­An­Der­Spree…” Text zum Streik­auf­ruf von ver.di Ber­lin, FB Gesund­heit 
    • Inter­view bei CFM: “Wir sind viel mehr als in den letz­ten Jah­ren”
      “[Wie habt ihr euch orga­ni­siert?] P.: Wir sind viel mehr als in den letz­ten Jah­ren, damals waren wir nur zu dritt – heu­te sind wir über 40. Die Leu­te mer­ken, dass die Arbeit immer mehr und das Per­so­nal immer weni­ger wird. Das bringt sie zum Streik. Wir haben aber auch viel Vor­be­rei­tungs­ar­beit geleis­tet und vie­le Gesprä­che geführt, um die Leu­te zu über­zeu­gen, mit raus­zu­kom­men. [Was ist euer Ziel? Was erwar­tet ihr vom Ber­li­ner Senat?] T.: Wie gesagt, wir wol­len einen Tarif­ver­trag, mit weni­ger Arbeits­stun­den, mehr Urlaub, mehr Lohn. Unser Ziel ist der TVÖD. P.: Der nächs­te Schritt ist jetzt, dass wir noch mehr wer­den müs­sen und noch mehr Berei­che in den Streik tre­ten. Der Ber­li­ner Senat hat einen Ver­ga­be­min­dest­lohn von 12,50€ beschlos­sen, die Geschäfts­füh­rung sagt, dass sie das nicht zah­len kann. Dann müs­sen wir noch mehr Druck auf­bau­en…“ Inter­view von Lil­ly Schön und Ste­fan Schnei­der mit Pinar und Tweelarp vom 08.02.2020 bei Klas­se gegen Klasase externer Link
    • CFM: Zwei­ter Streik­tag mit höhe­rer Betei­li­gung
      “… Erst am Don­ners­tag­nach­mit­tag wur­de der Auf­ruf für den Fol­ge­tag ver­öf­fent­licht. Am ers­ten Tag hat­ten Logis­tik, Kran­ken­trans­port und Sicher­heits­dienst von ver­schie­de­nen Stand­or­ten gestreikt. Die­se wur­den erneut auf­ge­ru­fen. Hin­zu kam der Bereich der Ste­ri­li­sa­ti­on, der unter ande­rem für die Auf­be­rei­tung von Chir­ur­gi­schen Instru­men­ten zustän­dig ist. Die Zahl der Strei­ken­den wuchs damit auf rund 300 an. Dazu gehö­ren auch eini­ge Gestell­te, die trotz Arbeit für die CFM über einen direk­ten Ver­trag mit der Cha­ri­té ver­fü­gen aber soli­da­risch für die Anglei­chung der Gehäl­ter ihrer Kolleg*innen mit­strei­ken. (…) Abge­schlos­sen wur­de der Streik­tag mit einer laut­star­ken Demons­tra­ti­on über den Cam­pus Virchow. Zusätz­lich mach­ten die Strei­ken­den mit einer Pla­kat­ak­ti­on auf ihre wich­tigs­ten For­de­run­gen auf­merk­sam. Jede*r Strei­ken­de hielt mög­lichst kurz – am bes­ten in einem Wort – sei­nen oder ihren wich­tigs­ten Grund für den Streik auf einem A4-Blatt fest. Mit die­sen stell­ten sich die Strei­ken­den ein­mal ent­lang der kom­plet­ten Mit­tel­al­lee auf. (…) Am Mon­tag steht eine neue Ver­hand­lungs­run­de mit der CFM-Geschäfts­füh­rung an. Da anhand der bis­he­ri­gen Erfah­run­gen nicht mit einem ernst zu neh­men­den Ange­bot zu rech­nen ist, kün­dig­te die Streik­lei­tung bereits an, dass der Aus­stand frü­her oder spä­ter aus­ge­wei­tet wird: „In den kom­men­den Tagen und Wochen wer­den alle Berei­che noch ihre Chan­ce bekom­men.“ Bericht von Dus­tin Hirsch­feld vom 07.02.2020 bei Klas­se gegen Klas­se externer Link
    • Inter­view bei CFM: “Wir strei­ken für glei­ches Geld für glei­che Arbeit!” — Inter­view mit zwei Kol­le­gin­nen der CFM
      “… [Wie erlebt ihr es in eurem Arbeits­all­tag an der Cha­ri­té, dass ihr nicht direkt hier ange­stellt seid?] P.: Bei uns im Bereich gibt es noch vie­le Gestell­te, das heißt Leu­te mit einem Arbeits­ver­trag direkt mit der Cha­ri­té. Sie haben mehr Urlaub, mehr Gehalt und weni­ger Arbeits­stun­den. Dadurch kön­nen sie immer mal Über­stun­den machen und die dann in noch mehr Urlaub umwan­deln. Wir spü­ren schon deut­lich einen Unter­schied. D.: Wir mer­ken ein­fach die Unge­rech­tig­keit. Die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen ver­die­nen bei uns unge­fähr 500 Euro mehr. Sie haben auch pro Monat drei Karenz­ta­ge und kön­nen des­halb auch eher mal feh­len. Ich gön­ne ihnen das natür­lich, dar­um geht es gar nicht. Aber ich fin­de es nicht gerecht, denn wir machen ja exakt die glei­che Arbeit. Dann soll­ten wir auch das glei­che ver­die­nen. Manch­mal wird uns auch von den Chefs ver­mit­telt, dass wir vor den Gestell­ten kuschen müs­sen. Das fin­de ich auch nicht rich­tig, wir sind doch eigent­lich Kol­le­gen. [Was bedeu­tet das für euch über die Arbeit hin­aus?] P.: Der Unter­schied zu denen, die direkt bei der Cha­ri­té arbei­ten, ist total spür­bar. Wir kön­nen uns zum Bei­spiel nicht groß leis­ten in den Urlaub zu fah­ren. D.: Es ist oft gar nicht so leicht, mit dem Geld über die Run­den zu kom­men. Und auch bei der Ren­te ist der Unter­schied groß. Die Kol­le­gen haben teil­wei­se jetzt schon dop­pelt so vie­le Ren­ten­punk­te. Und mich erwar­tet Alters­ar­mut. Und wie­der: Ich gön­ne es ja den ande­ren, fin­de es aber unge­recht, dass wir nicht alle gute Löh­ne und gute Ren­ten haben. [Hat der Streik heu­te schon Aus­wir­kun­gen?] D.: Anders als die Cha­ri­té behaup­tet, hat es schon gro­ße Aus­wir­kun­gen. Gera­de von der Inten­siv­sta­ti­on kamen da schon Mel­dun­gen. Die Cha­ri­té-Beschäf­tig­ten sind sau­er und geben den Druck an die Geschäfts­lei­tung hof­fent­lich wei­ter. …“ Inter­view von Lil­ly Schön mit Dia­na und Pia vom 07.02.2020 bei Klas­se gegen Klas­se externer Link
    • CFM: Erfolg­rei­cher Streik­auf­takt – Frei­tag geht es wei­ter
      “Seit Beginn der Früh­schicht gegen 7 Uhr wur­den am Don­ners­tag die Logis­tik, der Kran­ken­trans­port und der Sicher­heits­dienst an meh­re­ren Stand­or­ten der Cha­ri­té bestreikt. Vor­an­ge­gan­gen waren meh­re­re Mona­te ergeb­nis­lo­ser Ver­hand­lun­gen mit der Geschäfts­füh­rung der Cha­ri­té-Toch­ter CFM. Rund 250 Strei­ken­de ver­sam­mel­ten sich am Vor­mit­tag am Virchow-Kli­ni­kum im Wed­ding. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass ledig­lich ein Teil der Beleg­schaft über­haupt zum Streik auf­ge­ru­fen war, han­del­te es sich damit um eine gute Betei­li­gung, die für kom­men­de Streik­ta­ge viel Druck auf Geschäfts­füh­rung, Cha­ri­té und den Senat ver­spricht. Sie for­dern einen Tarif­ver­trag, der sich an den TVöD anlehnt, um der unsäg­li­chen Spal­tung der Kran­ken­haus-Beleg­schaft end­lich ein Ende zu berei­ten. Neben einer deut­li­chen Stei­ge­rung der Löh­ne von aktu­ell oft nur 11,50 Euro ver­lan­gen sie auch eine neue Urlaubs­re­ge­lung, die allen Beschäf­tig­ten 30 freie Tage im Jahr zusi­chert. Unter­stüt­zung erhiel­ten sie dabei auch von einer Soli­da­ri­täts­de­le­ga­ti­on ver­schie­de­ner Grup­pen, die gegen 10 Uhr mit Trans­pa­ren­ten und Sprech­chö­ren zum Streik­lo­kal zog. Ange­sto­ßen wur­de der Soli-Besuch von der Basis­ge­werk­schafts­grup­pe ver.di aktiv und der Kam­pa­gne gegen Out­sour­cing und Befris­tung. Es betei­lig­ten sich unter ande­rem die Stu­die­ren­den­grup­pe organize:strike, das Frauen*streik-Komitee Wed­ding und Aktivist*innen von der Nach­bar­schafts­in­itia­ti­ve „Hän­de weg vom Wed­ding“…“ Bericht von Dus­tin Hirsch­feld vom 06.02.2020 bei Klas­se gegen Klas­se externer Link
    • Soli­da­ri­tät mit den Strei­ken­den der Cha­ri­te CFM /​/​6.2., 10 Uhr Zen­tra­les Streik­tref­fen
      “Mor­gen strei­ken die Beschäf­tig­ten der Cha­ri­té CFM Gegen Nied­rig­löh­ne und Out­sour­cing. Besu­chen und unter­stüt­zen wir die Kolleg*innen beim zen­tra­len Streik­tref­fen am Don­ners­tag, 06.02.2020 ab 10 Uhr CVK, Cha­ri­té Cam­pus Virchow, Augus­ten­bur­ger Platz 1, Nähe U Amru­mer Stra­ße..” Auf­ruf der Ber­li­ner Akti­on Gegen Arbeit­ge­ber­un­recht am 5.2.20 per e‑mail
    • Soli­da­ri­tät mit der Beleg­schaft der CFM gegen die Hin­hal­te­po­li­tik der CFM-Geschäfts­füh­rung
      Lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen bei der CFM, erneut ver­han­deln die Tarif­kom­mis­si­on der Beleg­schaft der CFM und die Gewerk­schaft ver.di (wie seit Mona­ten) mit der Geschäfts­füh­rung der CFM, um einen Tarif­ver­trag zu errei­chen, der den fak­tisch tariflosen Zustand been­det. Der die gröbs­ten Aus­wüch­se der inak­zep­ta­blen und men­schen­un­wür­di­gen Arbeits­be­din­gun­gen, vor allem die pre­kä­re Bezah­lung abschafft und einen Über­gang zum TVöD ebnet. Lei­der bis jetzt alles ver­geb­lich! Die Geschäfts­füh­rung der CFM lässt nichts unver­sucht, um die Durch­set­zung der berech­tig­ten For­de­run­gen Eurer Tarif­kom­mis­si­ons­mit­glie­der zu ver­hin­dern. Die Geschäfts­füh­rung spielt auf Zeit! Durch die Hin­hal­te­po­li­tik und das Hin­aus­zö­gern wol­len sie die Kampf­kraft der Tarif­kom­mis­si­on und der Beleg­schaft zer­mür­ben. Und am Ende wol­len sie – wie bis­her – die Armuts­ge­häl­ter auf­recht­erhal­ten! Lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen der CFM, dass auch ihr Eure gerech­ten For­de­run­gen durch­set­zen könnt, bele­gen die jüngs­ten Arbeits­kämp­fe vie­ler Beleg­schaf­ten, wie die des Bota­ni­schen Gar­tens Ber­lin oder der CPPZ bei der Cha­ri­té. Mit einer weit­aus grö­ße­ren Beleg­schaft und dem­entspre­chend grö­ße­rem Kampf­po­ten­zi­al habt ihr mehr Chan­cen als die Kolleg*innen des Bota­ni­schen Gar­tens oder der CPPZ, auch in einem kur­zem Zeit­raum Eure Zie­le zu errei­chen. Die unmit­tel­ba­re und effek­tivs­te Spra­che, die die Ver­tre­ter der Arbeit­ge­ber­sei­te immer unmiss­ver­ständ­lich ver­ste­hen, ist die des Arbeits­kamp­fes, ist die der Streiks…” Soli-Erklä­rung vom 6. Febru­ar 2020 von und bei Ber­li­ner Akti­on gegen Arbeit­ge­ber­un­recht externer Link
    • Auf­ruf: Unter­stützt den CFM-Streik!
      Lie­be Mitstreiter*innen im Kampf gegen Out­sour­cing, bei der Cha­ri­té-Toch­ter­fir­ma CFM wird dem­nächst gestreikt. Das ist ein schlech­tes Zei­chen, denn ers­te Streiks gegen mie­se Arbeits­be­din­gun­gen und Dum­ping­löh­ne gab es bei der CFM schon 2011. Seit­dem haben sie sich eini­ge Ver­bes­se­run­gen erstrit­ten aber die grund­le­gen­den Pro­ble­me bestehen wei­ter: Sie wer­den nicht nach dem Tarif­ver­trag der Cha­ri­té (ange­lehnt am TVöD) bezahlt, son­dern nach Nase. Für wich­ti­ge Arbei­ten wie Ste­ri­li­sa­ti­on von Ope­ra­ti­ons­be­steck, Kran­ken­trans­port oder Rei­ni­gung des Kran­ken­hau­ses wer­den teils nur 11 Euro pro Stun­de gezahlt. Dass nun neue Streiks bevor­ste­hen, ist aber auch ein gutes Zei­chen. Denn die Kolleg*innen sind wei­ter­hin bereit, zu kämp­fen. Und sie sind bes­ser auf­ge­stellt als je zuvor: Meh­re­re hun­dert neue Gewerk­schafts­mit­glie­der wur­den seit dem letz­ten Streik gewon­nen und die vie­len Dis­kus­sio­nen der letz­ten Mona­te dürf­ten dafür sor­gen, dass die gro­ße Mehr­heit von ihnen auch mit­streikt. (lei­der kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit) (…)Des­halb laden wir alle von euch ein, mit uns das Streik­lo­kal zu besu­chen und den Kolleg*innen zei­gen, dass sie nicht allei­ne ste­hen. Sobald der ers­te Streik­tag bekannt ist, wol­len wir um 10 Uhr als Soli­da­ri­täts­de­le­ga­ti­on am jewei­li­gen Treff­punkt der Strei­ken­den sein. (Um der Gegen­sei­te kei­ne Zeit zur Vor­be­rei­tung zu las­sen, wer­den die Streik­ta­ge erst kurz­fris­tig ange­kün­digt) Zudem fin­det am Mitt­woch, den 12. Febru­ar um 17 Uhr das nächs­te Tref­fen der Kam­pa­gne gegen Out­sour­cing statt (Ota­wi­stra­ße 15, 13351 Ber­lin), an der sich auch Kolleg*innen von Cha­ri­té und CFM betei­li­gen. Das wäre eine gute Gele­gen­heit, gemein­sam mit mög­lichst vie­len Unterstützer*innen über Wege zu einem Sieg des CFM-Streiks zu dis­ku­tie­ren, eben­so wie über die Ver­bin­dung mit ande­ren Kämp­fen wie dem der Rei­ni­gungs­kräf­te an der ASH und ande­ren.” Auf­ruf vom 5. Febru­ar 2020 der Kam­pa­gne gegen Out­sour­cing externer Link
    • CFM streikt am Don­ners­tag: Soli­be­such um 10 Uhr am Virchow-Kli­ni­kum
      Die Tarif­kom­mis­si­on der CFM hat am Mitt­woch­abend ange­kün­digt, dass Tei­le der Beleg­schaft am Don­ners­tag in den Streik tre­ten wer­den. Der Sicher­heits­dienst und die Logis­tik sind ab der Früh­schicht auf­ge­ru­fen, die Arbeit nie­der­zu­le­gen. Die Strei­ken­den wer­den sich im Lau­fe des Vor­mit­tags am Kli­ni­kum Virchow im Wed­ding ver­sam­meln. Die Basis­ge­werk­schafts­grup­pe ver­di aktiv externer Link und die Kam­pa­gne gegen Out­sour­cing und Befris­tung rufen dazu auf externer Link den Strei­ken­den um 10 Uhr einen Soli­da­ri­täts­be­such abzu­stat­ten…” Mel­dung vom 5.2.2020 der Redak­ti­on von Klas­se Gegen Klas­se externer Link
  • Akti­on von CFM Kol­le­gIn­nen zum Bun­des­par­tei­tag der SPD am 07.12.2019 – Ein Betrieb – eine Gewerk­schaft – ein Tarif­ver­trag! 
    Die Kolleg*innen der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) rufen auf zu einer Kund­ge­bung anläss­lich des SPD-Bun­des­par­tei­ta­ges in Ber­lin am kom­men­den Sonn­abend, 7. Dezem­ber 2019, 8–10 Uhr (City­Cu­be Ber­lin, Mes­se­damm 26, 14055 Ber­lin, S‑Bahn Mes­se-Süd). Sie kämp­fen immer noch für einen Tarif­ver­trag und die Rück­kehr in die Cha­ri­te.“ Auf­ruf der Ber­li­ner Akti­on Gegen Arbeit­ge­ber­un­recht
  • Demo am 31.08.2019 in Ber­lin: Wombat’s Shut Down – CFM Insour­cing! 
    Am Sams­tag, 31.08.2019, rufen wir zur Demons­tra­ti­on gegen Aus­la­ge­rung und will­kür­li­che Betriebs­schlie­ßun­gen auf! Wir zie­hen am 31.08. kei­nen Schluss­strich, son­dern set­zen einen Dop­pel­punkt: Kommt alle, seid laut und unbe­quem mit uns.
    Wir pro­tes­tie­ren dies­mal nicht nur gegen Uni­on Bus­ting und die Wom­bats-Hos­tel-Schlie­ßung, son­dern soli­da­ri­sie­ren uns auch mit den Beschäf­tig­ten des Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ments, die seit 13 Jah­ren für Insour­cing kämp­fen. (…) Für die Ange­stell­ten des Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ments geht es um die Wie­der Ein­glie­de­rung in den Mut­ter­be­trieb. Betrof­fen sind rund 1000 Beschäf­tig­te, die seit der Aus­glie­de­rung an die cha­ri­té­gei­ge­ne Toch­ter­fir­ma deut­li­che schlech­ter ver­dient haben, als die Kol­le­gIn­nen in direk­ter Anstel­lung bei der Cha­ri­té. Die Wie­der­ein­glie­de­rung wur­de vom Senat für 2019 beschlos­sen. Trotz­dem brau­chen die Betrof­fen unse­re Unter­stüt­zung. Denn ohne Druck bewegt sich in Ber­lin offen­bar nichts. Soli­da­ri­tät gegen Aus­la­ge­rung und Unter­neh­mer­will­kür!.
    .” Auf­ruf bei Arbeits­un­recht externer Link zur Demo am Cha­ri­té­platz in 10117 Ber­lin am Sams­tag 31.08.2019, 16.30 Uhr. Abschluss­kund­ge­bung vor dem Wombat‘s City Hos­tel, Alte Schön­hau­ser Str., 10119 Ber­lin
  • CFM: Pro­test bei Micha­el Mül­lers Mär­chen­stun­de 
    Am Ran­de einer Fei­er­stun­de vor dem 1. Mai ließ sich der regie­ren­de Bür­ger­meis­ter Micha­el Mül­ler zu einer uner­war­tet kla­ren Aus­sa­ge gegen­über den Beschäf­tig­ten der aus­ge­la­ger­ten Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment GmbH (CFM) hin­rei­ßen: Die Wie­der­ein­glie­de­rung sei bereits beschlos­se­ne Sache . Doch die Kolleg*innen trau­en ihm nicht über den Weg. (…) Da Nied­rig­löh­ne und unglei­che Bezah­lung dort immer noch der Nor­mal­zu­stand sind, nutz­ten eini­ge der Kolleg*innen die Gele­gen­heit der Fei­er­stun­de, um Mül­lers Selbst­in­sze­nie­rung etwas zu stö­ren: Sie ent­roll­ten inmit­ten der Gäs­te ihr Trans­pa­rent, hiel­ten Schil­der mit der Auf­schrift „Cha­ri­té ist unteil­bar!“ und skan­dier­ten „Tarif­ver­trag jetzt!“. Damit unter­bra­chen sie die durch­ge­plan­te Fei­er­stun­de zumin­dest für einen Moment und erin­ner­ten dar­an, dass Mül­lers SPD kei­nes­falls eine Poli­tik im Sin­ne der Arbeiter*innen macht, son­dern Angrif­fe auf deren Lebens­be­din­gun­gen immer wie­der selbst durch­setzt. In sei­ner Rede hat­te er noch behaup­tet, die For­de­rung nach „Glei­chem Geld für glei­che Arbeit“ zu unter­stüt­zen – doch für aus­ge­la­ger­te Beschäf­tig­te im öffent­li­chen Dienst ist das blan­ker Hohn. Sie erle­ben seit Jah­ren, dass sich die Regie­rung unter Mül­ler nur dann rührt, wenn sie star­ken Druck durch Streiks und schlech­te Pres­se bekommt. Im Anschluss besuch­ten die Kolleg*innen Mül­ler per­sön­lich, um zu erfah­ren, wie er sei­ne Anbie­de­rung an die Gewerk­schaf­ten mit einer Poli­tik der Nied­rig­löh­ne in Ein­klang bringt. Im Gegen­satz zu frü­he­ren Gele­gen­hei­ten, gab es dies­mal eine über­ra­schend kla­re Ant­wort: Laut Bür­ger­meis­ter Mül­ler sei die Wie­der­ein­glie­de­rung der CFM bereits „Beschluss­la­ge im Auf­sichts­rat der Cha­ri­té“. Soll­te sich die­se Ankün­di­gung bewahr­hei­ten, wäre das ein Sieg vie­ler Kolleg*innen: Nicht nur von der CFM, die zuletzt 2017 eine Lohn­er­hö­hung erkämpft hat­ten aber damals noch nicht die Wie­der­ein­glie­de­rung durch­set­zen konn­ten. Es wäre auch ein Sieg all der ande­ren Streiks an Ber­li­ner Toch­ter­un­ter­neh­men. (…) Doch solan­ge es sich nur um eine Behaup­tung Mül­lers han­delt und der Beschluss nicht öffent­lich vor­liegt, kann nichts als sicher ange­se­hen wer­den. Ganz im Gegen­teil: Die Aus­sa­ge dien­te offen­sicht­lich dazu, die Beschäf­tig­ten zu beschwich­tig­ten. Einer­seits, um ihren boh­ren­den Fra­gen beim Emp­fang ein Ende zu set­zen. Ande­rer­seits, um sie von einem Streik zur Anglei­chung ihrer Löh­ne und für die Rück­füh­rung abzu­hal­ten. Denn genau so ein Streik ist bald zu erwar­ten: Am 1. Juli endet die Frie­dens­pflicht, die nach dem letz­ten Tarif­kampf an der CFM gilt. Dem­entspre­chend lau­te­te die ers­te Reak­ti­on der CFM-Kolleg*innen: „Das war doch Mül­lers Mär­chen­stun­de. Wir glau­ben dem kein Wort.“…” Arti­kel von Dus­tin Hirsch­feld vom 6. Mai 2019 bei Klas­se gegen Klas­se externer Link
  • Eini­gung zwi­schen ver.di und Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) 
    In dem jah­re­lan­gen Tarif­streit zwi­schen ver.di und der CFM gibt es eine Eini­gung. ver.di und CFM haben sich auf eine Ver­ein­ba­rung ver­stän­digt, nach der die CFM rück­wir­kend ab Dezem­ber 2017 einen Grund­lohn von 11€/Stunde bezahlt. Dies bedeu­tet für ca. 1.600 Beschäf­tig­te in den unte­ren Gehalts­grup­pen Gehalts­stei­ge­run­gen zwi­schen 10 und 16 Pro­zent. In den Ver­hand­lun­gen war zuletzt die Lauf­zeit der Rege­lung umstrit­ten. Mit der nun zustan­de gekom­me­nen Ver­ein­ba­rung wer­den Ver­hand­lun­gen über die wei­te­re tarif­li­che Ent­wick­lung spä­tes­tes ab dem 1. Juli 2019 wie­der mög­lich…” Pres­se­mit­tei­lung vom 08.03.2018 von und bei ver­di Ber­lin-Bran­den­burg externer Link. Sie­he dazu:
    • [Inter­view] »Beweis, dass es sich lohnt zu kämp­fen« .Aus­ein­an­der­set­zung bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment endet mit einem Etap­pen­sieg der Beschäf­tig­ten 
      Johan­nes Supe im Gespräch mit Kal­le Kun­kel bei der jun­gen Welt vom 12. März 2018 externer Link, in dem der ver.di-Gewerkschaftsekretär das Ergeb­nis der Aus­ein­an­der­set­zung bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment als “Erfolg” bezeich­net: “Bis­her wur­den dem Sicher­heits­per­so­nal 9,45 Euro in der Stun­de gezahlt, in der Logis­tik – zu dem Bereich gehört auch der Kran­ken­trans­port – waren es 9,75 Euro, in der Rei­ni­gung zehn Euro. Das heißt, die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen erhal­ten nun zwi­schen 170 und 280 Euro mehr im Monat. Das ist ein ers­ter Schritt zur Anglei­chung an die Löh­ne, die dem Kli­nik­per­so­nal gezahlt wer­den, womit die CFM-Beschäf­tig­ten zufrie­den sind. (…) Die Gegen­sei­te woll­te uns auf drei Jah­re an den Ver­trag bin­den. Dar­über gab es hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen, schließ­lich auch eine Abstim­mung unter den Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, die das Ange­bot dann ablehn­ten. Aber eben nur die lan­ge Dau­er des Ver­trags, nicht die Erhö­hung an sich. Jetzt haben wir erreicht, dass bereits ab dem 1. Juli 2019 erneut über die Löh­ne ver­han­delt wird. Es gab ein­fach ein gro­ßes Inter­es­se der CFM wie auch der Cha­ri­té, end­lich Ruhe bei die­sem Punkt zu bekom­men. Nun haben wir noch mal öffent­li­chen Druck erzeugt – und schließ­lich hat die CFM-Füh­rung gemerkt, dass sie nicht auf ihrer Posi­ti­on behar­ren kann, uns so lan­ge zu bin­den. In andert­halb Jah­ren neu zu ver­han­deln ist für uns güns­tig, denn dann sind die pri­va­ten Anteils­eig­ner der CFM weg. Und wir kön­nen die Zeit nut­zen, um mit noch mehr Beschäf­tig­ten zu dis­ku­tie­ren, war­um mehr Ein­satz nötig ist…”
  • ver.di Mit­glie­der leh­nen Tarif­an­ge­bot der CFM ab 
    In einer ver.di Mit­glie­der­be­fra­gung haben mehr als zwei Drit­tel der Gewerk­schafts­mit­glie­der das Tarif­an­ge­bot der CFM Geschäfts­füh­rung abge­lehnt. Die Geschäfts­füh­rung hat­te für einen Tarif­ver­trag über einen Grund­lohn eine Lauf­zeit von 37 Mona­ten gefor­dert. Die Poli­tik hat­te zuvor die Tari­fie­rung eines Grund­lohns als eine Zwi­schen­lö­sung ange­kün­digt, bis die CFM wie­der voll­stän­dig in der Hand des Lan­des ist. „In der Befra­gung ist deut­lich gewor­den: die Ableh­nung bezieht sich nicht auf die Höhe des Grund­lohns, son­dern auf die lan­ge Lauf­zeit. Der Wider­spruch zwi­schen Ver­laut­ba­run­gen der Poli­ti­ker und rea­lem Han­deln war für die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen ein­fach zu groß“, erklärt ver.di Ver­hand­lungs­füh­rer Kal­le Kun­kel…” Mel­dung vom 26.01.2018 von und bei ver.di Ber­lin-Bran­den­burg externer Link
  • Flug­blatt zur Abstim­mung: Wahn­vor­stel­lung bei der CFM-Geschäfts­füh­rung
    Ver.di ruft zur Umfra­ge, ob wir uns nach über 10 Jah­ren Kampf um einen Tarif­ver­trag an der CFM mit 11€ oder ab Dezem­ber 2019 mit 11,50€ zufrie­den geben wer­den. Wir sind Kol­le­gen und emp­fin­den die­ses Ange­bot der Geschäfts­füh­rung als klat­schen­de Ohr­fei­ge. 11.50€ sol­len erst ab Dezem­ber 2019 gezahlt wer­den, die 11€ ab Dezem­ber 2017, aber bei­de Ange­bo­te sehen eine Lauf­zeit von 2,5 bis 3 Jah­ren vor. Eine Anglei­chung unse­rer Löh­ne an den Tarif­ver­trag des Öffent­li­chen Diens­tes (TVöD) ist aber in die­sen Ange­bo­ten nicht ent­hal­ten. Doch die Cha­ri­té, deren 100%ige Toch­ter wir wer­den sol­len, ist nun mal Öffent­li­cher Dienst. Es ist eine Frech­heit, dass Ange­bo­te vor­ge­legt wer­den, abge­stimmt mit der Poli­tik, wel­che nicht mal eine zukünf­ti­ge Anwen­dung des TVöD fest­schrei­ben. Wie in unse­rer letz­ten Betriebs­ver­samm­lung deut­lich wur­de, führt ein Lohn von 11€ oder auch 11,50€ ganz sicher in die Alters­ar­mut. (…) Vie­le von uns emp­fin­den die Annah­me von die­sem Ange­bot als Nie­der­la­ge und ob wir die Ent­täu­schung über die­se Nie­der­la­ge bis 2020 über­win­den kön­nen, um erneut in den Arbeits­kampf zu kom­men, ist uns nicht klar. Drei wei­te­re Jah­re Still­stand wer­den Spu­ren hin­ter­las­sen. Wir for­dern euch alle auf, gegen die Alters­ar­mut mit 11,50€ zu stim­men! Denn wir haben eine Per­spek­ti­ve in unse­rem Kampf um den TVöD…” Aus dem Flug­blatt, das am 8. Janu­ar 2018 bei Klas­se gegen Klas­se ver­öf­fent­licht wur­de externer Link unter dem Titel “CFM-Beschäf­tig­te sagen: Stimmt gegen die Ange­bo­te! Ein Betrieb, ein Tarif­ver­trag!”
  • Tarif­ver­hand­lung Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM): ver.di fragt Mit­glie­der 
    In den Ver­hand­lun­gen zwi­schen ver.di und der CFM ist die CFM-Geschäfts­füh­rung nicht von Ihrer For­de­rung nach einer Lauf­zeit des Tarif­ver­trags von min­des­tens 31 Mona­ten abge­wi­chen. Die Geschäfts­füh­rung ging nur inso­weit auf ver.di ein, als sie bereit wäre, eine wei­te­re Gehalts­er­hö­hung wäh­rend der Lauf­zeit umzu­set­zen. Das jedoch nur, wenn wie Lauf­zeit dann sogar 37 Mona­te beträgt. (…) Für die ver.di-Aktiven an der CFM bedeu­tet die aktu­el­le Situa­ti­on: ent­we­der sie stim­men einer Ver­trags­lauf­zeit zu, die nichts mehr mit einer Über­gangs­re­ge­lung zu tun hat, oder die von Micha­el Mül­ler bereits im Früh­jahr ange­kün­dig­ten Lohn­er­hö­hun­gen blei­ben aus. Vor die­sem Hin­ter­grund hat die ver.di-Tarifkommission beschlos­sen, die Mit­glie­der und ins­be­son­de­re die im Streik akti­ven Kolleg/​innen zu befra­gen, wie mit die­sem Ver­hand­lungs­stand umge­gan­gen wer­den soll. Die Befra­gung star­tet am 2. Janu­ar 2018…” Pres­se­mit­tei­lung vom 18.12.2017 von und bei Ber­lin Bran­den­burg externer Link
  • Am 8. und 11. Dezem­ber 2017 Streik an der CFM – Kund­ge­bung vor dem Cha­ri­té-Auf­sichts­rat am 11. Dezem­ber 2017 
    Am 8. und 11. Dezem­ber 2017 ruft die Gewerk­schaft ver.di die Beschäf­tig­ten der Cha­ri­té-Faci­li­ty-Manage­ment (CFM) zum Streik auf. Hin­ter­grund ist die Blo­cka­de eines Abschlus­ses durch die CFM-Geschäfts­füh­rung. Der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter hat­te öffent­lich die Ein­füh­rung eines Grund­lohns von 11 € als Über­gangs­lö­sung ange­kün­digt. Mit der Über­gangs­lö­sung soll­te die Zeit über­brückt wer­den, in der noch pri­va­te Inves­to­ren an der CFM betei­ligt sind. Die­se Betei­li­gung endet am 31. Dezem­ber 2018. Die CFM-Geschäfts­füh­rung for­dert jedoch von ver.di eine Lauf­zeit des Tarif­ver­trags bis 30. Juni 2020 und blo­ckiert damit eine Tarif­er­hö­hung ab Dezem­ber 2017. Der zustän­di­ge Staats­se­kre­tär Stef­fen Krach hat­te auf dem SPD Par­tei­tag am 11.11.2017 wört­lich ange­kün­digt, die CFM sol­le nach sei­nen Vor­stel­lun­gen „dann ab dem 1.1.2019 einen Tarif­ver­trag abschlie­ßen, der eine Annä­he­rung an den TVöD beinhal­ten muss“. (…) Am 11. Dezem­ber 2017 fin­det ab 14:00 Uhr eine Kund­ge­bung vor dem Cha­ri­té-Auf­sichts­rat (Sit­zungs­ort: Cha­ri­té­platz 1 statt.Pres­se­mit­tei­lung bei ver.di Ber­lin-Bran­den­burg vom 08.12.2017 externer Link
    • Sie­he den Auf­ruf im ver.di CFM Tarif­in­fo 18 externer Link (Gra­fik­da­tei)
    • CFM Soli­ko­mi­tee schreibt dazu am 8.12. (per e‑mail): Kei­ne Ruhe bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment – Warn­streik
      es war etwas ruhi­ger gewor­den um die CFM. Der Weg zu einem Tarif­ver­trag für alle Beschäf­tig­ten in der CFM schien poli­tisch ziem­lich klar vor­ge­ge­ben vom Auf­sichts­rat der Cha­ri­té beschlos­sen und auch die pri­va­ten Gesell­schaf­ter haben sich dem Druck, wenn auch wider­wil­lig gefügt und sich wie­der mit ver.di an den Ver­hand­lungs­tisch gesetzt. Die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen schöpf­ten Hoff­nung in dem seit 2011 andau­ern­den Tarif­kon­flikt. Immer wie­der haben die Kol­le­gin­nen in den Warn­streiks der letz­ten Jah­re bewie­sen, dass sie nicht der Spiel­ball zwi­schen Finanz­se­na­tor, Cha­ri­té und pri­va­tem Gesell­schaf­tern wer­den zu wol­len. Es geht um einen Grund­lohn von 11 Euro die ab Dezem­ber 2017 gezahlt wer­den sol­len, wenn die Tarif­kom­mis­si­on dem Tarif­ver­trag mit einer Lauf­zeit von 37 Mona­ten zustimmt. Das ist den Kol­le­gin­nen deut­lich zu lang. Eine Redu­zie­rung auf 31 Mona­te wäre noch mög­lich. Aber auch hier wird kei­ne Aus­sicht auf eine Tarif­stei­ge­rung in Rich­tung TVÖD Aus­sicht gestellt auch nicht wenn die CFM Ende 2019 zu 100% ein Unter­neh­men des Ber­li­ner Senats ist. Die Wirt­schaft­lich­keit der Dienst­leis­tun­gen wird in wie­der in den Vor­der­grund gestellt. Hun­ger­lohn und Alters­ar­mut wer­den damit auf wei­te­re drei Jah­re fest gelegt. (…) Unter­stützt die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen und kommt am Mon­tag den 11.12.2017 um 13:30 Uhr in die Cha­ri­té nach Mit­te!
  • Arbeit für die Cha­ri­té heißt Stress – CFM-Ange­stell­te und Gewerk­schafts­mit­glie­der reden Klar­text über ihre Arbeits­be­din­gun­gen
    “Dani­el Turek und Sascha Kraft sind sau­er. Bei­de sind seit eini­gen Jah­ren bei der Toch­ter­ge­sell­schaft der Cha­ri­té, der CFM (Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment GmbH), ange­stellt. Seit mitt­ler­wei­le einem Jahr gibt es in ihrem Unter­neh­men Tarif­ver­hand­lun­gen, doch ihre Löh­ne sind bis­her kaum gestie­gen. Sie arbei­ten in sehr unter­schied­li­chen Beru­fen, sind aber bei­de akti­ve Gewerk­schafts­mit­glie­der von ver.di. Seit 2016 neh­men Turek und Kraft als Mit­glie­der der Tarif­kom­mis­si­on an den Ver­hand­lun­gen mit der Geschäfts­füh­rung der CFM teil. (…) Bei aller Klar­heit der Pro­ble­me, wird gewerk­schaft­li­ches Enga­ge­ment bei der CFM nicht gera­de beför­dert. »Anfang des Jah­res wur­de ich straf­ver­setzt«, sagt Turek. Seit­her wird er nicht mehr auf der kar­dio­lo­gi­schen und neph­rolo­gi­schen Sta­ti­on ein­ge­setzt. (…)»Man kann das schon als Schi­ka­ne bezeich­nen«, meint Kraft, der ähn­li­che Erfah­run­gen gemacht hat. »Seit­dem es die Tarif­ver­hand­lun­gen gibt, wer­de ich per­ma­nent iso­liert«, sagt er. So wer­de er der­zeit nicht mehr für LKW-Fahr­ten ein­ge­teilt. Statt­des­sen über­nimmt er die Innen­diens­te, bei wel­chen er über­wie­gend allei­ne Pati­en­ten­ak­ten sor­tie­re oder ver­pa­cke. Trotz die­ser Erfah­rung ist sich Kraft sicher, dass sich sein Enga­ge­ment bei ver.di lohnt: »In Gesprä­chen mit mei­nen Vor­ge­setz­ten mer­ke ich, dass mich mein Arbeit­ge­ber respek­tiert.« Turek machen die erfolg­rei­chen Tarif­ver­hand­lun­gen der Ange­stell­ten am Bota­ni­schen Gar­ten Mut. »Dort wur­de eine stu­fen­wei­se Anglei­chung an den TVöD erreicht«, sagt er. Auch Kraft setzt auf die­ses Bei­spiel. Zudem hofft er auch auf ein »Macht­ge­spräch inner­halb der SPD, in wel­chem sich Mül­ler und Kol­latz-Ahnen mal einig wer­den«.” Arti­kel von Katha­ri­na Schwir­kus vom 1. Sep­tem­ber 2017 in Neu­es Deutsch­land online externer Link
  • [Kund­ge­bung am 12.07.2017 ab 12:30] Aus­ver­kauf, was bekommt die CFM? 
    Am Mitt­woch den 12.07.2017 fin­det im Mit­te eine Son­der­sit­zung des Auf­sichts­ra­tes der Cha­ri­té statt. Ein­zi­ges The­ma wird die Zukunft der CFM sein. Die Cha­ri­té als Haupt­an­teils­eig­ner der CFM steht in direk­ter Ver­ant­wor­tung für die pre­kä­ren Arbeits­be­din­gun­gen von vie­len Kolleg*innen in die­ser Toch­ter­fir­ma. An die­sem wei­te­ren Streik­tag wer­den die Kolleg*innen der CFM und der VSG die Ent­schei­der im Auf­sichts­ra­tes der Cha­ri­té und die Poli­tik in die Pflicht neh­men und noch­mals die Ver­spre­chen aus dem Koali­ti­ons­ver­trag erin­nern. Aus die­sem Grund fin­det am Cam­pus Mit­te, Cha­ri­té­platz 1, ab 12:30 Uhr eine Kund­ge­bung statt. Die Kolleg*innen hal­ten an den For­de­run­gen auf Wie­der­ein­glie­de­rung und einen fai­re Tarif­ver­trä­ge fest und wol­len Resul­ta­te sehen.” Mel­dung des CFM Soli­ko­mi­tee vom 9.7.2017
  • ver.di-Streik an der Cha­ri­té Faci­li­tiy Manage­ment (CFM) ab 17. bis zum 21. Mai 2017
    Die Gewerk­schaft ver.di ruft die Beschäf­tig­ten der CFM ab Mitt­woch, dem 17. Mai 2017 bis zum 21. Mai zum Streik auf. Hin­ter­grund sind die sto­cken­den Tarif­ver­hand­lun­gen um bes­se­re Bezah­lung zwi­schen ver.di und der CFM. „Wäh­rend der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter Michal Mül­ler wie­der­holt öffent­lich eine Inte­gra­ti­on der CFM in die Cha­ri­té ver­spricht, tut sich am Ver­hand­lungs­tisch seit fast einem Jahr gar nichts“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Kal­le Kun­kel. ver.di for­dert die Anglei­chung der Löh­ne in der CFM an die Gehäl­ter der Beschäf­tig­ten bei der Cha­ri­té. Dies wur­de auch im Koali­ti­ons­ver­trag so ver­ein­bart. „Auch nach vier Mona­ten rot-rot-grüber Koal­ti­on mer­ken die Beschäf­tig­ten von die­ser Ver­ein­ba­rung nichts…” Pres­se­mit­tei­lung vom 15.05.2017 von und bei ver.di Lan­des­be­zirk Ber­lin-Bran­den­burg externer Link, sie­he dazu
    • die aktu­el­len Infor­ma­tio­nen der ver.di CFM Betriebs­grup­pe externer Link und dort:
    • Jetzt machen wir ernst! Warn­streik­auf­ruf der Gewerk­schaft ver.di für die Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment GmbH vom Mi. 17.05.- So. 21.05.2017
      “… Die CFM hat auch nach acht Mona­ten Ver­hand­lung noch immer kein Ange­bot vor­ge­legt, das die not­wen­di­ge Ver­bes­se­rung unse­rer Löh­ne brin­gen wür­de – 10 Euro sind bei wei­tem nicht genug! Nicht mal bei der Redu­zie­rung der Befris­tun­gen oder der erzwun­ge­nen Teil­zeit will sich die CFM bewe­gen. Jetzt wird es Zeit zu zei­gen, dass wir auch anders kön­nen. (…) Zum Streik auf­ge­ru­fen sind alle Beschäf­tig­te der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) an allen Stand­or­ten, sowie alle von der Cha­ri­té an die CFM gestell­ten Beschäf­tig­ten. (…) Wir for­dern: – Die Anwen­dung des Tarif­ver­trags der Cha­ri­té für die CFM – kei­ne sach­grund­lo­sen Befris­tun­gen mehr – Recht auf Stun­den­auf­sto­ckung für Teil­zeit­kräf­te Der Streik beginnt am 17.05.2017 mit der Früh­schicht. Auf­ge­ru­fen sind alle Beschäf­tig­ten, bis ein­schließ­lich der voll­stän­di­gen Nacht­schicht. Treff­punkt Streik­lo­kal immer ab 8:00 Uhr. Streikversammlung/​Kundgebung um 11 Uhr. 17.05.: CVK – Mit­tel­al­lee /​18.05.: Mit­te – CCO /​19.05.: CBF – West­ram­pe. Betei­ligt Euch am Streik. Moti­viert Eure Kol­le­gIn­nen sich am Streik zu betei­li­gen! Orga­ni­siert Euch in ver.di!…” Aus dem Streik­auf­ruf der ver.di Tarif­kom­mis­si­on vom 16. Mai 2017 externer Link (mit wei­te­ren Infor­ma­tio­nen und Down­load­mög­lich­keit)
  • »Aus­la­ge­run­gen machen alles kom­pli­zier­ter« Bei der Ser­vice­ge­sell­schaft der Cha­ri­té kämpft ver.di um die Bil­dung des Auf­sichts­rats – und für einen Tarif­ver­trag. Gespräch mit Kal­le Kun­kel
    “An der Ber­li­ner Uni­ver­si­täts­kli­nik Cha­ri­té kehrt kei­ne Ruhe ein. Seit Mona­ten kämp­fen die Beschäf­tig­ten der aus­ge­la­ger­ten Ser­vice­ge­sell­schaft Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment, CFM, dar­um, dass für sie der­sel­be Tarif­ver­trag gilt wie für die Beleg­schaft des Kran­ken­hau­ses. Auch vor Gericht füh­ren Sie eine Aus­ein­an­der­set­zung mit der CFM, die jetzt in eine neue Run­de geht. Bit­te brin­gen Sie uns auf den neus­ten Stand.” Kal­le Kun­kel: “Es geht dar­um, auf wel­cher Grund­la­ge die CFM einen Auf­sichts­rat bil­det. Dafür gibt es zwei Vari­an­ten: Ent­we­der ein Auf­sichts­rat wird nach dem soge­nann­ten Drit­tel­be­tei­li­gungs­ge­setz gebil­det oder nach dem Mit­be­stim­mungs­ge­setz. Letz­te­res sieht mehr Rech­te für die Arbeit­neh­mer vor und gesteht ihnen eine stär­ke­re Ver­tre­tung zu. Das Mit­be­stim­mungs­ge­setz gilt, wenn im Betrieb regel­mä­ßig mehr als 2.000 Beschäf­tig­te arbei­ten. Und das ist in der CFM zwei­fel­los der Fall. Das Unter­neh­men gibt das auf sei­ner Home­page bekannt und hat es in Tarif­ge­sprä­chen uns gegen­über mehr­fach bestä­tigt. Vor Gericht wird dar­über gestrit­ten, ob die von der Cha­ri­té an die CFM aus­ge­lie­he­nen Beschäf­tig­ten dabei mit­ge­zählt wer­den müs­sen. Doch selbst wenn das nicht der Fall wäre, arbei­ten dort mehr als 2.000 Men­schen. Der CFM geht es nicht mehr um die­se juris­ti­schen Fra­gen. Sie will Zeit schin­den und die Beschäf­tig­ten mög­lichst lan­ge von Infor­ma­tio­nen fern­hal­ten.(…) Der Auf­sichts­rat müss­te über alle wirt­schaft­li­chen Ent­schei­dun­gen und über die Grund­da­ten des Unter­neh­mens infor­miert wer­den. Das betrifft gera­de die Ver­trä­ge, die die CFM mit Exter­nen geschlos­sen hat – etwa mit der Cha­ri­té. Und gera­de die­se Infor­ma­tio­nen wer­den bald sehr rele­vant sein, denn es beginnt der­zeit eine Debat­te dar­über, wie es mit der CFM wei­ter­ge­hen soll…” Johan­nes Supe im Gespräch mit dem ver.di- Gewerk­schafts­se­kre­tär Kal­le Kun­kel bei der jun­gen Welt vom 7. März 2017 externer Link
  • 1.3.2017: Gemein­sa­mer Warn­streik Cha­ri­té CFM und Vian­tes VSG in Ber­lin
    Am Mitt­woch wer­den die Kol­le­gIn­nen der Vivan­tes Ser­vice GmbH und der CFM zusam­men strei­ken! Wir haben glei­che For­de­run­gen und einen gemein­sa­men Adres­sa­ten: die poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen in die­ser Stadt. Am 1.3. 2017 fin­det eine Klau­sur­ta­gung des Aus­sichts­rats der Vivan­tes GmbH zum The­ma “Vivan­tes 2020” statt. Die Gele­gen­heit wol­len wir nut­zen um mit Herrn Sena­tor Kol­latz-Ahnen und Frau Sena­to­rin Kol­lat direkt an das Koali­ti­ons­pa­pier erin­nern und die Umset­zung kon­kre­te Ergeb­nis­se ein­zu­for­dern. Treff­punkt ist die Aro­ser Allee 72–76 ab 8:00Uhr. Unter­stüt­ze­rin­nen sind sehr gern gese­hen.” Info des CFM Soli­ko­mi­tees vom 28.2.2017, sie­he den Auf­ruf bei den ver.di-Vertrauensleuten bei CFM externer Link
  • 17.2.2017: CFM sagt kurz­fris­tig Ver­hand­lun­gen ab – erneu­ter Warn­streik!
    lie­be Freund_​innen und Unterstützer_​innen des Tarif­kamp­fes der CFM, Für heu­te Mit­tag war eine wei­te­rer Ver­hand­lungs­ter­min geplant. Die­se hat die Geschäfts­füh­rung der CFM ges­tern Nacht abge­sagt. Nach Aus­sa­ge, haben die vier Wochen nicht aus­ge­reicht, um ein Ange­bot für Ent­gelt­stei­ge­run­gen vor­zu­le­gen. Unse­re For­de­run­gen sind der CFM seit über sechs Mona­ten bekannt. Wenn die Kolleg_​innen in der CFM so lang­sam arbei­ten wür­den, wie die­se Geschäfts­füh­rung, wür­de es Abmah­nun­gen wegen Arbeits­ver­wei­ge­rung hageln. Das Ver­hal­ten der CFM ist eine Pro­vo­ka­ti­on. Unse­re Ant­wort: Streik, heu­te Frei­tag den 17.2.2017 ab 12.00 Uhr inklu­si­ve Spät­dienst und Nacht­dienst. Treff ist in Mit­te mit einen Demo zur Geschäfts­füh­rung. Unterstützer_​innen sind gern gese­hen.” Mel­dung per e‑mail vom 17.2.2017, sie­he Infos bei den ver.di-Vertrauensleuten bei CFM externer Link
  • [25.1.2017] Warn­streik bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment – Geschäfts­füh­rung igno­riert Koali­ti­ons­ver­trag
    In ihrem Koali­ti­ons­ver­trag hat die rot-rot-grü­ne Regie­rungs­ko­ali­ti­on ange­kün­digt, sich dafür ein­zu­set­zen „dass auch für Lan­des­un­ter­neh­men und ihre Toch­ter­un­ter­neh­men, die bis­her noch nicht tarif­ge­bun­den sind, zügig mit dem Ziel der Beschäf­ti­gungs­si­che­rung und der Anglei­chung an den TVÖD Tarif­ver­trä­ge abge­schlos­sen wer­den.“ Die Geschäfts­lei­tung der CFM und die Cha­ri­té igno­rie­ren die­se poli­ti­sche Wil­lens­be­kun­dung bis­lang. In den Tarif­ver­hand­lun­gen mit der CFM am 23. Janu­ar 2017 erklär­te die Geschäfts­füh­rung, sie wür­de von Ihrem Mut­ter­un­ter­neh­men der Cha­ri­té kei­ne Spiel­räu­me für eine Anglei­chung an den Tarif­ver­trag für den öffent­li­chen Dienst (TVöD) bekom­men. Wegen die­ser Blo­cka­de­hal­tung strei­ken die Beschäf­tig­ten der CFM am heu­ti­gen Mitt­woch, dem 25. Janu­ar 2017 vor der Auf­sichts­rats­sit­zung der Cha­ri­té…” Pres­se­mi­tei­lung vom 25.01.2017 von und bei ver­di Ber­lin externer Link, sie­he die Auf­ru­fe für Demo und Warn­streik sowie Tarif­in­fos bei den ver.di-Vertrauensleuten bei CFM externer Link
  • 29.11.16: CFM-Beschäf­tig­te for­dern Tarif­ver­trag
    Anläss­lich der Schlüs­sel­über­ga­be für das Bet­ten­haus der Cha­ri­té demons­trier­ten 180 Beschäf­tig­te der CFM für bes­se­re Löh­ne durch Tarif­ver­trag. Sie erin­ner­ten den anwe­sen­den Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter an die Ankün­di­gung aus dem Koali­ti­ons­ver­trag für die neue Senats­ko­ali­ti­on. SPD, LINKE und B´90/DIE GRÜNEN kün­di­gen im Koali­ti­ons­ver­trag an: die Koali­ti­on setzt sich „dafür ein, dass auch für Lan­des­un­ter­neh­men und ihre Toch­ter­un­ter­neh­men, die bis­her noch nicht tarif­ge­bun­den sind, zügig mit dem Ziel der Beschäf­ti­gungs­si­che­rung und der Anglei­chung an den TVÖD Tarif­ver­trä­ge abge­schlos­sen wer­den.“…” Pres­se­mi­tei­lung vom 29.11.2016 von und bei ver­di Ber­lin externer Link, sie­he die Auf­ru­fe für Demo und Warn­streik am 29.11. bei den ver.di-Vertrauensleuten bei CFM externer Link
  • Warn­streiks bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment am 20. und 21. Okto­ber 2016: ver.di kri­ti­siert schwe­ren Ver­stoß gegen Arbeits­zeit­ge­setz
    Bereits am Frei­tag, dem 21. Okto­ber hat­te ver.di mas­si­ve Streik­bruch­tä­tig­kei­ten durch angeb­li­che Werk­ver­trags­neh­mer wäh­rend dei­nes Warn­streiks bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) öffent­lich gemacht. ver.di geht von ver­deck­ter Leih­ar­beit aus. Nun lie­gen ver.di Arbeits­zeit­nach­wei­se eines Leih­ar­bei­ters in der Logis­tik vor, nach denen die­ser am Don­ners­tag, 20. Okto­ber von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr (bei einer Stun­de Pau­se) gear­bei­tet hat. Am Frei­tag hat laut die­ses Nach­wei­ses der­sel­be Beschäf­tig­te um 6:00 Uhr mor­gens wie­der die Arbeit auf­ge­nom­men. Das Arbeits­zeit­ge­setz (ArbZG) schreibt eine täg­li­che Höchst­ar­beits­zeit von acht Stun­den vor, die in Aus­nah­me­fäl­len auf maxi­mal 10 Stun­den ver­län­gert wer­den kann. Dar­über hin­aus schreibt das ArbZG eine Ruhe­zeit von mind. 11 Stun­den vor. Der betrof­fe­ne Beschäf­tig­te wur­de damit fünf Stun­den län­ger beschäf­tigt als gesetz­lich zuläs­sig. Die vor­ge­schrie­be­ne Ruhe­zeit wur­de um drei Stun­den unter­schrit­ten. Für ver.di bestä­tigt die­ser Fall Berich­te von CFM-Beschäf­tig­ten über ähn­li­che Vor­fäl­le aus ande­ren Berei­chen, für die ver.di aber noch kei­ne doku­men­tier­ten Bewei­se vor­lie­gen…” Pres­se­mit­tei­lung vom 25.10.2016 von und bei ver.di Ber­lin Bran­den­burg externer Link
  • Sys­te­ma­ti­scher Streik­bruch durch Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment an zwei­tem Warn­streik­tag – ver.di geht von Ein­satz von Schein­werk­ver­trä­gen aus
    “… Am heu­ti­gen Frei­tag, dem 21.Oktober 2016 ruft die Gewerk­schaft ver.di zu einem zwei­ten ganz­tä­gi­gen Warn­streik bei der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment auf. ver.di muss dabei fest­stel­len, dass es durch die CFM sys­te­ma­tisch zu Streik­bruch­maß­nah­men kommt. ver.di geht dabei vom Ein­satz von Schein­werk­ver­trags­kon­struk­tio­nen aus. Bereits seit eini­gen Mona­ten wur­den durch die CFM sys­te­ma­tisch Leih­ar­beits­kräf­te als Werk­ver­trags­neh­mer umeti­ket­tiert. Dies führt dazu, dass z.T. die­sel­ben Per­so­nen auf den­sel­ben Arbeits­plät­zen von einem Tag auf den ande­ren von der CFM nicht mehr als Leih­ar­bei­ter, son­dern als Werk­ver­trags­neh­mer geführt wer­den. Anlass für die­ses Vor­ge­hen ist nach Ansicht von ver.di, dass die meis­ten Leih­ar­beits­fir­men an einen Tarif­ver­trag mit der DGB-Tarif­ge­mein­schaft gebun­den sind, der den Ein­satz von Leih­ar­bei­tern in bestreik­ten Betrie­ben unter­sagt. Ins­be­son­de­re Leih­ar­bei­ter der Fir­men Pro­me­dis 24 und All­zeit Per­so­nal fir­mie­ren nun for­mal als Werk­ver­trags­neh­mer. Dar­über hin­aus wird der Trans­port von Medi­zin­pro­duk­ten bei­na­he voll­stän­dig an die Logis­tik­fir­ma GO-Logis­tik ver­ge­ben. (…) Es liegt hier der Ver­dacht nahe, dass die Umet­ti­ketie­rung von Leih­ar­bei­tern zu Werk­ver­trags­neh­mern mit dem Ziel betrie­ben wur­de, Streik­bruch zu orga­ni­sie­ren. Dafür wur­de schein­bar ein extra Unter­neh­men gegrün­det [RC Ber­lin Per­so­nal­ser­vice]…” ver.di-Berlin-Pressemitteilung vom 24. Okto­ber 2016 externer Link
  • 20./21.10.2016: ver.di Warn­streik an der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM)
    Am heu­ti­gen Don­ners­tag, dem 20. Okto­ber 2016 hat die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) die Beschäf­tig­ten der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment (CFM) zum Warn­streik auf­ge­ru­fen. Ziel des Warn­streiks ist es, in den Tarif­ver­hand­lun­gen zwi­schen ver.di und der CFM die Geschäfts­füh­rung zur Vor­la­ge eines ver­hand­lungs­fä­hi­gen Ange­bots zu bewe­gen. ver.di for­dert für die 2200 Beschäf­tig­ten Lohn­stei­ge­run­gen und siche­re Arbeits­ver­hält­nis­se durch die Anwen­dung des Tarif­ver­tra­ges der Cha­ri­té auch auf das Toch­ter­un­ter­neh­men. Der nächs­te Ver­hand­lungs­ter­min ist für den 3. Novem­ber 2016 ange­setzt…” Mel­dung der ver.di Betriebs­grup­pe Cha­ri­té vom 20.10.2016 externer Link, sie­he auch Infos bei den ver.di-Vertrauensleuten bei CFM externer Link
  • Wie­der mehr wer­den: Beschäf­tig­te der Ser­vice­ge­sell­schaft des Uni­kli­ni­kums Cha­ri­té leg­ten die Arbeit nie­der. An Kamp­fes­wil­len man­gel­te es ihnen nicht, aber an strei­ken­den Kol­le­gen
    “Am Mitt­woch streik­ten die Beschäf­tig­ten der Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment GmbH (CFM), einer Toch­ter­ge­sell­schaft der Ber­li­ner Uni­ver­si­täts­kli­nik Cha­ri­té. Zum Warn­streik hat­te die Gewerk­schaft ver.di auf­ge­ru­fen. Gut 100 der mehr als 2.000 Beschäf­tig­ten betei­lig­ten sich am Aus­stand. Anlass des Arbeits­kamp­fes ist das Rin­gen der Beleg­schaft um einen Tarif­ver­trag: Die für die Cha­ri­té gül­ti­ge Ver­ein­ba­rung soll auch den Arbei­tern und Ange­stell­ten der Ser­vice­ge­sell­schaft zugu­te kom­men. Zwei Ver­hand­lungs­run­den mit der CFM-Geschäfts­füh­rung waren bis­lang ergeb­nis­los ver­lau­fen. Eine drit­te steht an die­sem Frei­tag an. (…) Den eige­nen Aus­stand betrach­ten die Anwe­sen­den kri­tisch. Die Teil­nah­me an ihm sei »durch­wach­sen«, wie sowohl der Gewerk­schafts­se­kre­tär Kal­le Kun­kel wie auch die Arbei­ter und Ange­stell­ten erklä­ren. Bei­spiel­haft dafür sei die Betei­li­gung der Beleg­schaft am Cha­ri­té-Stand­ort Ben­ja­min Fran­k­lin. Noch bis zum Ende der ver­gan­ge­nen Woche hat­ten mehr als hun­dert der dort ein­ge­setz­ten CFM-Kräf­te ihre Teil­nah­me am Warn­streik zuge­sagt. Bis zum Mitt­woch schrumpf­te die Zahl dann zusam­men – auf nur sechs Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen. Grund dafür sei­en auch Repres­sa­li­en der Cha­ri­té. Doch nicht nur: »Wir müs­sen mehr Akti­ve wer­den, jeder ein­zel­ne von uns muss sich über­le­gen, ob er nicht Ver­trau­ens­per­son an sei­nem Stand­ort sein kann«, ruft Maik Sos­now­sky sei­nen Kol­le­gen bei einer Ver­samm­lung am Mit­tag zu.” Bericht von Johan­nes Supe bei der jun­gen Welt vom 8. Sep­tem­ber 2016 externer Link
  • Am Nach­mit­tag, um 15:00 Uhr, fin­det dazu eine Soli­da­ri­täts­de­mons­tra­ti­on zum Roten Rat­haus statt, Start: Cha­ri­té Cam­pus Mit­te. Sie­he den Demo­auf­ruf externer Link
  • Ber­li­ner Lan­des­un­ter­neh­men: In Toch­ter­fir­men der Kli­ni­ken droht Streik
    Eigent­lich hat­te sich die Lage beru­higt, als die Cha­ri­té sich ver­pflich­te­te mehr Schwes­tern und Pfle­ger ein­zu­stel­len. Doch nun droht Streik bei einer Toch­ter­fir­ma – und auch bei Vivan­tes.
    In den Ber­li­ner Kli­ni­ken spitzt sich der Streit um die Toch­ter­fir­men zu. Zunächst geht es um Rei­ni­gungs­kräf­te, Haus­meis­ter und Boten der Cha­ri­té. Sie sind oft bei der „Cha­ri­té Faci­li­ty Manage­ment“ (CFM) beschäf­tigt, die gerin­ge­re Löh­ne zahlt, als die lan­des­ei­ge­ne Uni­ver­si­täts­kli­nik selbst. Für die meis­ten der mehr als 2000 CFM-Mit­ar­bei­ter gilt kein Tarif­ver­trag. Kal­le Kun­kel von der Gewerk­schaft Ver­di sag­te: „Ange­sicht der Spal­tungs­ver­su­che der CFM-Geschäfts­füh­rung sind Streiks nicht aus­ge­schlos­sen.“
    …” Arti­kel von Han­nes Hei­ne vom 25.08.2016 beim Tages­spie­gel online externer Link

Der Bei­trag Warn­streiks an der Cha­ri­té CFM ab 2016: Für Löh­ne die zum Leben rei­chen! Gegen Tarif­flucht und pre­kä­re Beschäf­ti­gung an der Cha­ri­té erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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