[labournet:] CETA: Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada

Dossier

Freihandelsabkommen CETA stoppen!CETA: Das Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment, kurz CETA, ist ein geplan­tes Euro­pä­isch-Kana­di­sches Han­dels­ab­kom­men. Sie­he das gele­ak­te Doku­ment des Ver­tra­ges bei der ARD externer Link und im Labour­Net Ger­ma­ny auch die Dos­siers Frei­han­dels­ab­kom­men mit den USA – TAFTA /​TTIP sowie [Demos am 17.9.2016] Für einen gerech­ten Welt­han­del: CETA & TTIP stop­pen! – Jetzt wird ent­schie­den! und Dere­gu­lie­rung von Dienst­leis­tun­gen: TiSA. Zu CETA die deut­sche Über­set­zung der CETA-Ent­wür­fe bei der EU und sowie [Demos am 17.9.2016] Für einen gerech­ten Welt­han­del: CETA & TTIP stop­pen! – Jetzt wird ent­schie­den!). Hier zu CETA:

  • Zypern lehnt CETA ab! Das Abkom­men hängt am sei­de­nen Faden New
    “Mit 37 Gegen­stim­men und nur 18 Stim­men dafür hat das Par­la­ment des klei­nen Zypern ver­gan­ge­nen Frei­tag NEIN zum EU-Kana­da-Frei­han­dels­ver­trag gesagt. Alle Par­tei­en, mit Aus­nah­me der Rech­ten, stimm­ten gegen CETA, und zwar aus meh­re­ren Grün­den: von den Risi­ken des Inter­na­tio­na­len Schiedds­ge­richts­hofs ISDS, der auf mul­ti­na­tio­na­le Unter­neh­men zuge­schnit­ten ist, die Staa­ten ver­kla­gen wol­len, bis hin zum man­geln­den Schutz lan­des­ty­pi­scher Pro­duk­te, die der Lebens­mit­tel­pi­ra­te­rie von Über­see aus­ge­setzt wären. Dazu kom­men die Gefah­ren des hem­mungs­lo­sen Ein­sat­zes von Pes­ti­zi­den wie Gly­pho­sat, das in Kana­da sogar zum Aus­trock­nen von Getrei­de vor der Ern­te ver­wen­det wird (Sik­ka­ti­on; Anm.d.Ü.), sowie die Angst, die Macht des Groß­ka­pi­tals noch wei­ter zu ver­grö­ßern. Alles Grün­de, für die Kam­pa­gne Stop TTIP/​CETA Ita­lia immer gekämpft hat, und die in der euro­päi­sche Zivil­ge­sell­schaft schon seit Län­ge­rem Mil­lio­nen von Men­schen im Wider­stand ver­ei­nen. (…) Aber nun hat ein klei­ner Mit­glied­staat end­lich den Mut gehabt, Nein zu sagen. Jetzt könn­te der Ver­trag, der sich bereits in pro­vi­so­ri­scher Anwen­dung befin­det, obwohl er erst von 15 Mit­glied­staa­ten rati­fi­ziert wur­de (dar­un­ter Spa­ni­en, Öster­reich, Schwe­den, Por­tu­gal und das Ver­ei­nig­te König­reich, das inzwi­schen aus der EU aus­ge­tre­ten ist), plat­zen und sei­ne Bestim­mun­gen hin­fäl­lig wer­den. Zypern wird die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on über sei­ne Ableh­nung in Kennt­nis set­zen müs­sen. Auf die­se Wei­se könn­te der Frei­han­dels­ver­trag defi­ni­tiv und unum­kehr­bar gestoppt wer­den. (…) Das Nein Zyperns zu CETA ist ein Sieg für uns alle und muss jetzt zu einem Ende gebracht wer­den…” Mel­dung vom 3. August 2020 beim Glo­bal-Maga­zin externer Link (Über­set­zung aus dem Ita­lie­ni­schen von Eve­lyn Rot­ten­gat­ter)
  • CETA: Dre­cki­ger Frei­han­del – Erd­öl­in­dus­trie gehört zu den größ­ten Pro­fi­teu­ren des EU-Abkom­mens mit Kana­da 
    “Seit Sep­tem­ber 2017 wer­den Tei­le des EU-Frei­han­dels­ab­kom­mens mit Kana­da vor­läu­fig ange­wen­det. Nach zwei Jah­ren zeich­nen sich ers­te Ergeb­nis­se ab – und die­se sind über­aus schlecht, vor allem für den Kli­ma­schutz. (…) Das kana­di­sche For­schungs­in­sti­tut IRIS (Insti­tut de recher­che et d’informations socio-éco­no­mi­ques) ver­öf­fent­lich­te im Okto­ber 2019 eine der ers­ten Fol­gen­ab­schät­zun­gen von CETA seit sei­ner vor­läu­fi­gen Anwen­dung. Dem­nach ver­grö­ßer­te sich der Han­dels­über­schuss der EU gegen­über Kana­da, wäh­rend auf kana­di­scher Sei­te ein­zig die Roh­stoff­in­dus­trie pro­fi­tier­te, dar­un­ter beson­ders die Erd­öl­er­zeu­ger. Die­ser ernüch­tern­de Befund deckt sich mit den Han­dels­da­ten der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on. So wuchs der EU-Über­schuss im Güter­han­del mit Kana­da zwi­schen 2017 und 2018 kräf­tig an: von 6 Mil­li­ar­den Euro auf über 10 Mil­li­ar­den Euro. (…) Weit über die Hälf­te der deut­schen Kana­da-Expor­te ent­fiel dabei auf Autos, die hier­zu­lan­de beson­ders pro­te­gier­ten Kli­ma­kil­ler. (…) In der Gegen­rich­tung nah­men vor allem die Impor­te fos­si­ler Treib­stof­fe aus Kana­da kräf­tig zu. Allein der Absatz von kana­di­schem Roh­öl in der EU ver­dop­pel­te sich zwi­schen 2017 und 2018. Zur Freu­de der kana­di­schen Indus­trie erhöh­te sich dabei auch die EU-Ein­fuhr des beson­ders kli­ma­schäd­li­chen Schweröls, das vor allem aus den Teer­san­den der west­ka­na­di­schen Pro­vinz Alber­ta gewon­nen wird (…) Die kana­di­schen Erd­öl­er­zeu­ger pro­fi­tie­ren heu­te davon, dass die EU wäh­rend der CETA-Ver­hand­lun­gen auf eine Ver­schär­fung der Kraft­stoff­qua­li­täts­richt­li­nie ver­zich­te­te. Die­se hät­te den Absatz des Teer­sand­öls in der EU fak­tisch unter­bun­den, woge­gen die kana­di­sche Indus­trie jedoch erfolg­reich lob­by­ier­te. (…) Noch mehr Druck kann die Ölin­dus­trie aus­üben, wenn die EU-Mit­glieds­staa­ten CETA voll­stän­dig rati­fi­zie­ren soll­ten und das Inves­tor-Staat-Ver­fah­ren des Ver­trags in Kraft tritt. (…) Auch deut­sche Kon­zer­ne nut­zen die Son­der­kla­ge­rech­te gegen Umwelt­maß­nah­men. (…) Doch in meh­re­ren EU-Län­dern besteht noch die Chan­ce, die end­gül­ti­ge Rati­fi­zie­rung von CETA mit­samt der Son­der­kla­ge­rech­te zu ver­hin­dern. In Deutsch­land könn­te der Bun­des­rat das kli­ma­schäd­li­che Abkom­men zu Fall brin­gen. Da aber von CDU, CSU und SPD kaum eine Ableh­nung zu erwar­ten ist, wäre es an Grü­nen und Lin­ken, CETA zu stop­pen. (…) Zum Ver­druss der Kli­ma­schüt­ze­rIn­nen knick­ten die hes­si­schen Grü­nen aller­dings schon ein…” Bei­trag von Tho­mas Fritz vom Okto­ber 2019 auf sei­ner Home­page externer Link
  • CETA: EuGH macht Weg frei für Kon­zern-Par­al­lel­jus­tiz – CETA bleibt Gefahr für Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz, Sozi­al­stan­dards und Demo­kra­tie 
    Die im Han­dels- und Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men der EU mit Kana­da (CETA) vor­ge­se­he­nen Son­der­kla­ge­rech­te für Inves­to­ren (Inves­tor-Staat-Schieds­ge­richts­bar­keit) sind mit dem EU-Recht ver­ein­bar. Zu die­sem Ergeb­nis kommt der Euro­päi­sche Gerichts­hof (EuGH) in sei­nem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Gut­ach­ten. Das Netz­werk Gerech­ter Welt­han­del, dem 56 zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen ange­hö­ren, bedau­ert die­se Ent­schei­dung und betont, dass Son­der­kla­ge­rech­te für Kon­zer­ne nicht kom­pa­ti­bel mit der Demo­kra­tie, dem Kli­ma­schutz sowie Sozi­al- und Arbeits­rech­ten sind. Das Urteil des EuGH macht den Weg frei für eine Par­al­lel­jus­tiz für Kon­zer­ne in Frei­han­dels­ab­kom­men. Kana­di­sche Kon­zer­ne kön­nen nach Rati­fi­zie­rung des Abkom­mens EU-Staa­ten auf Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen in Mil­li­ar­den­hö­he ver­kla­gen, wenn sie ihre Pro­fi­te durch Geset­ze zum Schutz der Ver­brau­che­rIn­nen oder der Umwelt gefähr­det sehen. Umge­kehrt gilt das auch für euro­päi­sche Kon­zer­ne in Kana­da…” Pres­se­mit­tei­lung vom 30.4.2019 von und beim Netz­werk Gerech­ter Welt­han­del externer Link, sie­he auch:
    • Ist CETA der „Gol­den Stan­dard“? EuGH hält CETA-Gericht für uni­ons­rechts­kon­form
      “… Das EuGH-Gut­ach­ten räumt eine wich­ti­ge Hür­de für die end­gül­ti­ge Rati­fi­ka­ti­on des CETA aus dem Weg. Vie­le Mit­glied­staa­ten hat­ten auf das Gut­ach­ten gewar­tet und dürf­ten nun die Rati­fi­ka­ti­ons­fra­ge wie­der auf die Tages­ord­nung set­zen. Damit wer­den auch man­che bis­lang auf Eis geleg­ten poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zun­gen um CETA wie­der an Bedeu­tung gewin­nen. Für zukünf­ti­ge EU-Han­dels- und Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men bedeu­tet das Urteil vor allem, dass die EU nicht mehr hin­ter den Stand des CETA zurück­fal­len darf. Die bereits neu aus­ge­han­del­ten Abkom­men mit Sin­ga­pur und Viet­nam dürf­ten dem ent­spre­chen. Für das noch zu ver­han­deln­de Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men mit Japan dürf­te das EuGH-Gut­ach­ten hohe Hür­den auf­stel­len, da sich Japan eher kri­tisch gegen­über dem CETA-Gerichts­sys­tem geäu­ßert hat. Immer­hin hat die EU-Kom­mis­si­on nun einen Trumpf in der Hand: Ent­we­der Inves­ti­ti­ons­schutz zu den Bedin­gun­gen des EuGH oder gar nicht. Damit wer­den jedoch auch Hand­lungs­spiel­räu­me ein­ge­schränkt. Dage­gen stärkt das EuGH-Gut­ach­ten die Bemü­hun­gen der EU-Kom­mis­si­on, einen Mul­ti­la­te­ra­len Inves­ti­ti­ons­ge­richts­hof auf glo­ba­ler Ebe­ne zu eta­blie­ren und bestä­tigt die Kom­mis­si­on in ihrem Ansatz, in CETA den „Gol­den Stan­dard“ zu sehen (…) Sicher wird man in Karls­ru­he auf das Gut­ach­ten gewar­tet haben und sich nun wie­der inten­si­ver mit dem CETA befas­sen. Die von den Klä­gern gerüg­ten Ver­fas­sungs­ver­let­zun­gen und die wei­te­ren im Raum ste­hen­den EU-recht­li­chen Fra­gen wur­den durch das EuGH-Gut­ach­ten 1/​17 jedoch nicht berührt. Inso­fern wird Karls­ru­he die Fra­ge, ob CETA ver­fas­sungs­recht­lich als „Gol­den Stan­dard“ taugt, noch beant­wor­ten müs­sen.” Bei­trag von Mar­kus Kra­jew­ski vom 30. April 2019 beim Ver­fas­sungs­blog externer Link
    • Euro­päi­scher Gerichts­hof: Ceta-Abkom­men mit EU-Recht ver­ein­bar
      Die umstrit­te­nen Schieds­ge­rich­te im Han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und Kana­da sind recht­mä­ßig. Bel­gi­en hat­te auf Druck der Wal­lo­nie den EUGH ange­ru­fen. Das im Frei­han­dels­ab­kom­men Ceta zwi­schen der EU und Kana­da vor­ge­se­he­ne Sys­tem zur Streit­schlich­tung zwi­schen Inves­to­ren und Staa­ten ist mit dem Uni­ons­recht ver­ein­bar. Das Frei­han­dels­ab­kom­men Ceta, das zwi­schen der EU und Kana­da gilt, sieht ein Sys­tem zur Streit­schlich­tung zwi­schen Inves­to­ren und Staa­ten vor. Bel­gi­en hat­te eine Prü­fung des Mecha­nis­mus’ beim Euro­päi­schen Gerichts­hof (EuGH) bean­tragt. Die Rich­ter soll­ten fest­stel­len, ob die Rege­lung mit dem Uni­ons­recht ver­ein­bar ist. Die Rich­ter urteil­ten, dass die Auto­no­mie der Rechts­ord­nung der Uni­on durch das Abkom­men nicht beein­träch­tigt wer­de. Das Abkom­men über­tra­ge den vor­ge­se­he­nen Gerich­ten nicht die Zustän­dig­keit, ande­re Vor­schrif­ten des Uni­ons­rechts aus­zu­le­gen oder anzu­wen­den, so die Rich­ter. Es gebe zudem Vor­schrif­ten, nach denen das Ceta-Gericht demo­kra­tisch getrof­fe­ne Ent­schei­dun­gen nicht infra­ge stel­len kön­ne. Dies betref­fe etwa den Schutz der öffent­li­chen Sicher­heit oder des Lebens und der Gesund­heit von Men­schen und Tie­ren, aber auch die Lebens­mit­tel­si­cher­heit oder den Umwelt- und Ver­brau­cher­schutz…” Agen­tur­mel­dung vom 30. April 2019 bei der Zeit online externer Link
  • EuGH-Antrag: Kein Frei­brief für Kon­zer­ne – Ein Rüf­fel für Face­book 
    Das umstrit­te­ne Frei­han­dels­ab­kom­men CETA ver­stößt nicht gegen EU-Recht. Aller­dings stellt der Ver­trag zwi­schen der EU und Kana­da auch kei­nen Frei­brief für Inves­to­ren dar, um Staa­ten zu Geset­zes­än­de­run­gen zu zwin­gen. Mit die­ser Ein­schät­zung hat der Gene­ral­an­walt am Euro­päi­schen Gerichts­hof (EuGH), Yves Bot, eine Kla­ge Bel­gi­ens abge­schmet­tert – aber auch eini­ge Leit­plan­ken ein­ge­zo­gen. Bel­gi­en hat­te das Abkom­men im Herbst 2016 nach wochen­lan­gem erbit­ter­ten Wider­stand vor allem aus der Regi­on Wal­lo­nie gebil­ligt, aller­dings gleich­zei­tig den EuGH ange­ru­fen. Die Bel­gi­er woll­ten von den höchs­ten EU-Rich­tern in Luxem­burg wis­sen, ob die in CETA ent­hal­te­nen Son­der­rech­te für Inves­to­ren und ein neu­ar­ti­ges Schieds­ge­richt (frü­her: ISDS) mit Uni­ons­recht ver­ein­bar sind. (…)Die Zustän­dig­keit des neu­en Schieds­ge­richts sei eng begrenzt und bezie­he sich ledig­lich auf finan­zi­el­le Ent­schä­di­gun­gen. Es sei jedoch nicht befugt, staat­li­che Regeln auf­zu­he­ben oder Ände­run­gen anzu­ord­nen. Die Mit­glied­staa­ten könn­ten des­halb auch künf­tig Geset­ze erlas­sen, “um legi­ti­me Zie­le des All­ge­mein­wohls etwa im Bereich der öffent­li­chen Gesund­heit, der Sicher­heit, des Umwelt- oder des sozia­len Schut­zes zu errei­chen“. Soll­te sich die­se Rechts­auf­fas­sung durch­set­zen, so wären schwer­wie­gen­de Ein­grif­fe in die Umwelt- und Sozi­al­ge­setz­ge­bung durch CETA wohl nicht mehr zu befürch­ten. Jeden­falls könn­ten Kon­zer­ne das Schieds­ge­richt nicht als Hebel gegen die EU-Staa­ten nut­zen. Ein end­gül­ti­ges Urteil steht zwar noch aus. Doch in aller Regel über­nimmt der EuGH die Ein­schät­zung des Gene­ral­an­walts…” Bei­trag vom 30. Janu­ar 2019 bei Lost in EU externer Link – sie­he dazu: Rech­te für Men­schen, Regeln für Kon­zer­ne – Stopp ISDS! Über 100 euro­päi­sche Orga­ni­sa­tio­nen star­ten gemein­sa­me Kam­pa­gne
  • Frei­han­del zwi­schen EU und Kana­da: Schon wie­der Geheim­nis­se 
    Das Frei­han­dels­ab­kom­men CETA ist kei­nes­wegs zufrie­den­stel­lend gelöst. Gera­de geht es um Kern­fra­gen – unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit. Neu­er Ärger um CETA: Die EU-Kom­mis­si­on in Brüs­sel wei­gert sich, Sit­zungs-Pro­to­kol­le zum umstrit­te­nen euro­pä­isch-kana­di­schen Frei­han­dels­ab­kom­men offen­zu­le­gen. Bei den Ge-sprä­chen, die seit der vor­läu­fi­gen Inkraft­set­zung von CETA im Sep­tem­ber 2017 statt fan­den, ging es um bri­san­te The­men wie Gly­pho­sat oder Gen­tech­nik. Selbst das Euro­pa­par­la­ment erhielt kei­nen Ein­blick. Dage­gen regt sich Wider­stand. Das Umwelt­in­sti­tut Mün­chen hat Kla­ge beim EU-Gericht in Luxem­burg ein­ge­reicht, um Zugang zu den Doku­men­ten zu bekom­men. (…) Nach Anga­ben der EU-Kom­mis­si­on haben im Rah­men von CETA bereits 20 bila­te­ra­le Exper­ten­run­den getagt. Dabei gab es auch Streit – etwa im Agrar­ko­mi­tee, das am 19. Sep­tem­ber in Brüs­sel zusam­men­trat. Die Kana­di­er beschwer­ten sich über die Fleisch­quo­te der Euro­pä­er, die EU sorgt sich um frei­en Markt­zu­gang für Milch­pro­te­ine. Doch längst nicht alle Details wur­den offen­ge­legt, klagt das Umwelt­in­sti­tut. Beson­ders zuge­knöpft gibt sich der „gemisch­te Ver­wal­tungs­aus­schuss für gesund­heits­po­li­zei­li­che und pflan­zen­schutz­recht­li­che Maß­nah­men“. Dar­un­ter fal­len Grenz­wer­te für Rück­stän­de in Lebens­mit­teln, die Zulas­sung von Pes­ti­zi­den oder Maß­nah­men für Tier­ge­sund­heit. Der Aus­schuss ist hoch­ka­rä­tig besetzt und kann Ände­run­gen an Tei­len des Abkom­mens vor­neh­men…” Arti­kel von Eric Bon­se vom 8.12.2018 bei der taz online externer Link
  • Bun­des­wei­ter CETA-Akti­ons­tag am 29. Sep­tem­ber: Das EU-Kana­da-Abkom­men muss The­ma der Land­tags­wah­len und Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen in Bay­ern und Hes­sen wer­den! 
    “Das Netz­werk Gerech­ter Welt­han­del ruft für den 29. Sep­tem­ber zu einem bun­des­wei­ten dezen­tra­len Akti­ons­tag gegen das Han­dels- und Inves­ti­ti­ons­schutz­ab­kom­men der EU mit Kana­da (CETA) auf. Zwei Wochen vor den Land­tags­wah­len in Bay­ern und vier Wochen vor den Land­tags­wah­len in Hes­sen wer­den zahl­rei­che loka­le Bünd­nis­se sowie bun­des­wei­te zivil­ge­sell­schaft­li­che Orga­ni­sa­tio­nen – dar­un­ter Attac, BUND, Green­peace, Mehr Demo­kra­tie und Natur­Freun­de – ihren Pro­test gegen das Abkom­men auf die Stra­ße tra­gen. CETA wird bereits vor­läu­fig ange­wandt, muss jedoch noch von den Par­la­men­ten aller EU-Mit­glied­staa­ten rati­fi­ziert wer­den – auch von Bun­des­tag und Bun­des­rat. “Im Bun­des­rat kann CETA noch gestoppt wer­den. Ins­be­son­de­re die Grü­nen und Lin­ken haben unse­re brei­ten Pro­tes­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren aktiv unter­stützt und sich auf Bun­des­ebe­ne gegen das Abkom­men aus­ge­spro­chen. Mit krea­ti­ven Aktio­nen wer­den wir sie nun an ihre Posi­ti­on erin­nern. Wir for­dern, dass sie im Fal­le einer Regie­rungs­be­tei­li­gung eine Ableh­nung oder Ent­hal­tung im Bun­des­rat garan­tie­ren”, erklärt Uwe Hiksch von den Natur­freun­den….” attac-Mel­dung vom 7. Sep­tem­ber 2018 externer Link
  • Euro­päi­scher Gerichts­hof soll CETA-Ver­trag prü­fen 
    food­watch hat gemein­sam mit Cam­pact und Mehr Demo­kra­tie beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt bean­tragt, das CETA-Frei­han­dels­ab­kom­men dem Euro­päi­schen Gerichts­hof zur Prü­fung vor­zu­le­gen. Die Luxem­bur­ger Rich­te­rin­nen und Rich­ter sol­len klä­ren, ob das umstrit­te­ne EU-Kana­da-Abkom­men mit euro­päi­schem Recht ver­ein­bar ist. In einem Akti­ons­bünd­nis mit Cam­pact und Mehr Demo­kra­tie hat­te food­watch im August 2016 in Karls­ru­he Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen CETA ein­ge­reicht. Mehr als 125.000 Men­schen unter­stüt­zen die Kla­ge – es ist damit die größ­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Geschich­te. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt soll klä­ren, ob der Han­dels­ver­trag mit dem deut­schen Grund­ge­setz ver­ein­bar ist. Eine Ent­schei­dung in dem Haupt­sa­che­ver­fah­ren steht noch aus. Da der Han­dels­ver­trag aber unmit­tel­bar EU-Recht berührt, ist es sinn­voll, wesent­li­che Fra­gen auch vom obers­ten euro­päi­schen Gericht zu klä­ren, bevor ein Urteil fällt. Einen ent­spre­chen­den Schrift­satz haben die Orga­ni­sa­tio­nen beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ein­ge­reicht… ” food­watch-Pres­se­mit­tei­lung vom 01.06.2018 externer Link
  • Auf zur Akti­ons- und Stra­te­gie­kon­fe­renz am 15./16. Juni 2018 vom Netz­werk Gerech­ter Welt­han­del! 
    “Hun­dert­tau­sen­de Men­schen sind in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gegen TTIP, CETA und ande­re neo­li­be­ra­le Frei­han­dels- und Inves­ti­ti­ons­schutz­ab­kom­men auf die Stra­ße gegan­gen. (…) Wie geht es nun wei­ter mit der Bewe­gung für eine demo­kra­ti­sche und gerech­te Han­dels­po­li­tik, für den Schutz von Sozi­al- und Umwelt­stan­dards und gegen Son­der­kla­ge­rech­te für Kon­zer­ne? Wo ste­hen wir aktu­ell und was sind unse­re nächs­ten Schrit­te? Was tun wir, wenn ein CETA-Rati­fi­zie­rungs­ge­setz vor­liegt und bei Bun­des­tag und Bun­des­rat zur Abstim­mung steht? Wel­che Mög­lich­kei­ten gibt es, um Son­der­kla­ge­rech­te für Kon­zer­ne ein für alle­mal zu stop­pen? Kurz­um: Wie errei­chen wir die drin­gend benö­tig­te Kehrt­wen­de in der deut­schen und euro­päi­schen Han­dels­po­li­tik und wie lässt sich der brei­te Pro­test der ver­gan­ge­nen Jah­re in tat­säch­li­che poli­ti­sche Ver­än­de­run­gen ummün­zen? Auf einer Stra­te­gie- und Akti­ons­kon­fe­renz am 15. und 16. Juni 2018 in Frank­furt am Main wol­len wir die­se Fra­gen dis­ku­tie­ren. Die Kon­fe­renz rich­tet sich ins­be­son­de­re an alle Akti­ven in loka­len und regio­na­len Bünd­nis­sen und Initia­ti­ven aus dem gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum. Gemein­sam wol­len wir uns wei­ter­bil­den, ver­net­zen und stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen tref­fen…” Auf­ruf des Netz­werks Gerech­ter Welt­han­del vom Mai 2018 externer Link mit Pro­gramm­de­tails und Anmel­de­mög­lich­keit
  • Wider­stand gegen CETA und Co. bün­deln – Bünd­nis will The­ma »Frei­han­del« mit Kon­fe­renz und Aktio­nen im öffent­li­chen Bewusst­sein hal­ten 
    “Man müs­se sich nicht mit dem pro­tek­tio­nis­ti­schen Kurs von US-Prä­si­dent Donald Trump iden­ti­fi­zie­ren, kön­ne die ver­än­der­te Macht­kon­stel­la­ti­on aber nut­zen. Das äußer­te Hans Möl­ler von ATTAC Frank­furt am Main am Mon­tag­abend beim Tref­fen des dor­ti­gen »Bünd­nis­ses gegen TTIP, CETA und TISA«. Dass Trump soge­nann­te Frei­han­dels­ab­kom­men ablehnt und Zöl­le auf Stahl­im­por­te ein­führt, kön­ne für die Befür­wor­ter eines fai­ren Welt­han­del von Vor­teil sein. Die »Steil­vor­la­ge« des Prä­si­den­ten kön­ne die lin­ke Bewe­gung geschickt nut­zen, um wirt­schaft­li­che Alter­na­ti­ven zu dis­ku­tie­ren, so Möl­ler. Es gehe dar­um, sich gegen die Export­ori­en­tie­rung der deut­schen Wirt­schaft und deren Unter­stüt­zung durch die Poli­tik zu wen­den. Wie dies gesche­hen kön­ne, sei bekannt, so der ATTAC-Akti­vist: In der Bun­des­re­pu­blik müss­ten end­lich die Löh­ne stei­gen, um die Kauf­kraft im Inland zu stär­ken. Auch Eva Walt­her von der Umwelt­or­ga­ni­sa­ti­on Green­peace beton­te, es gel­te, das »Export­mo­dell Deutsch­land« grund­sätz­lich in Fra­ge zu stel­len. Das Bünd­nis, das von Umwelt‑, Sozi­al­ver­bän­den und kirch­li­chen Ver­tre­tern getra­gen und von regio­na­len Ver­bän­den von Links­par­tei, SPD, Grü­nen und Pira­ten unter­stützt wird, will die­se Dis­kus­si­on gezielt vor­an­trei­ben. Alter­na­ti­ven zur herr­schen­den Wirt­schafts­po­li­tik sol­len auch auf einer bun­des­wei­ten Akti­ons­kon­fe­renz erör­tert wer­den, die Mit­te Juni in Frank­furt statt­fin­det. Ziel sei es, die Bewe­gung »hand­lungs­fä­hig zu hal­ten«, wenn die Rati­fi­zie­rung von CETA, dem Han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und Kana­da, durch Bun­des­tag und den Bun­des­rat anste­he, sag­te Walt­her. »Wir müs­sen des­halb die Debat­te über die Frei­han­dels­ab­kom­men mit Ver­an­stal­tun­gen und Aktio­nen am Lau­fen hal­ten.«…” Bericht von Git­ta Düper­thal bei der jun­gen Welt vom 14. März 2018 externer Link
  • Ohne Zustim­mung der Par­la­men­te: CETA tritt mor­gen vor­läu­fig in Kraft. Umstrit­te­nes Abkom­men unde­mo­kra­tisch durch­ge­peitscht 
    Obwohl der Bun­des­tag und die meis­ten ande­ren natio­na­len Par­la­men­te in der EU noch nicht über CETA abge­stimmt haben, tritt das umstrit­te­ne Frei­han­dels­ab­kom­men am mor­gi­gen Don­ners­tag größ­ten­teils in Kraft. Der Ver­trag zwi­schen der EU und Kana­da wird vor­läu­fig ange­wandt. Aus­ge­nom­men sind vor allem der Inves­ti­ti­ons­schutz und die Schieds­ge­rich­te, mit denen Kon­zer­ne Staa­ten ver­kla­gen könn­ten. (…) Attac wird den Wider­stand gegen CETA auch nach der Bun­des­tags­wahl fort­set­zen. Um end­gül­tig in Kraft zu tre­ten, muss das gesam­te Abkom­men von den natio­na­len Par­la­men­ten bestä­tigt wer­den. In Deutsch­land sind das der Bun­des­tag und der Bun­des­rat. Aller­dings spielt die jet­zi­ge Bun­des­re­gie­rung mit der Mög­lich­keit, dem Bun­des­rat die Zustän­dig­keit abzu­spre­chen…” Pres­se­mit­tei­lung von und bei Attac Deutsch­land vom 20. Sep­tem­ber 2017 externer Link
  • 9. Sep­tem­ber 2017: Bun­des­wei­ter Akti­ons­tag für gerech­ten Welt­han­del in 30 Städ­ten /​Attac trägt Debat­te um CETA, TTIP und Co. in Wahl­kampf 
    “CETA, JEFTA und TiSA stop­pen – TTIP end­lich ent­sor­gen! Mit einem bun­des­wei­ten Akti­ons­tag unter die­sem Mot­to trägt Attac am Sams­tag gemein­sam mit dem Netz­werk “Gerech­ter Welt­han­del” den Pro­test gegen die geplan­ten Frei­han­dels­ab­kom­men der EU in den Bun­des­tags­wahl­kampf. (…) Von Kiel bis Kon­stanz, von Köln bis Ber­lin klä­ren Attac-Grup­pen und loka­le Bünd­nis­se in mehr als 30 Städ­ten über die Gefah­ren durch CETA und Co. auf. Neben Info­stän­den sind krea­ti­ve Aktio­nen geplant. In Frei­burg etwa kön­nen Pas­san­ten an einer über­di­men­sio­na­len Wahl­ur­ne über die CETA abstim­men, in Bam­berg zei­gen die Akti­ven mit einem Die-In, wie töd­lich die Abkom­men für die Demo­kra­tie sind, in Wup­per­tal ist eine Lesung geplant, in Köln gibt es Kaba­rett, und in Frank­furt am Main erhe­ben zehn Chö­re bereits am Mitt­woch ihre Stim­men gegen die Abkom­men. CETA und Co. müs­sen Wahl­kri­te­ri­um sein!…” Attac-Pres­se­mit­tei­lung vom 5. Sep­tem­ber 2017 externer Link – Wer bei der Akti­on am 9. Sep­tem­ber mit­ma­chen möch­te, fin­det alles Wis­sens­wer­te auf der kom­plet­ten und aktu­el­len Städ­te­über­sicht mit Akti­ons­be­schrei­bun­gen bei Attac externer Link
  • Gegen die EU: Kana­da will durch­setz­ba­re Arbeit­neh­mer­rech­te in CETA
    “In Frei­han­dels­ver­hand­lun­gen stellt sich die EU ger­ne als der Part­ner dar, der sozia­le Rech­te in den Ver­trä­gen ver­an­kert. Bei Ceta scheint es aber umge­kehrt zu sein: Kana­da will etwas für Arbeit­neh­mer tun, Brüs­sel bremst. (…) Kana­da drängt dar­auf, die im Han­dels­ver­trag Ceta mit der EU pro­kla­mier­ten Arbeit­neh­mer­rech­te durch­setz­bar zu machen. Das beton­te Han­dels­mi­nis­ter Fran­cois-Phil­ip­pe Cham­pa­gne in einem Ant­wort­brief an einen EU-Abge­ord­ne­ten. In der EU ist man offen­bar von der Idee nicht begeis­tert. Lin­ke und Gewerk­schaf­ten spü­ren Ober­was­ser. Der Minis­ter schreibt, „Kana­da hät­te zuge­stimmt, durch­setz­ba­re Arbeits­vor­schrif­ten in das Han­dels- und Arbeits­ka­pi­tel von Ceta auf­zu­neh­men“, aber das Ergeb­nis der Ver­hand­lun­gen sei gewe­sen, dass man die Fra­ge der Durch­setz­bar­keit noch­mals über­prü­fen und bespre­chen wol­le, wenn Ceta in Kraft getre­ten ist. „Die kana­di­sche Regie­rung ist bestrebt, so schnell wie mög­lich mit der EU und deren Mit­glied­staa­ten hier­über Gesprä­che auf­zu­neh­men“, heißt es in dem Schrei­ben an Fabio De Masi (Die Lin­ke). (…) „Die EU Kom­mis­si­on ver­spricht, Ceta sei der neue Gold­stan­dard für Arbeit­neh­mer- und Ver­brau­cher­schutz in Han­dels­ab­kom­men“, kom­men­tiert der Abge­ord­ne­te De Masi die For­de­rung nach Här­tung aus Kana­da. Brüs­sel gebe vor, hart ver­han­delt zu haben, aber ent­ge­gen der Dar­stel­lung der Kom­mis­si­on sei­en durch­setz­ba­re Arbeit­neh­mer­rech­te in Ceta nicht vor­ge­se­hen. „Die Kom­mis­si­on woll­te sie nicht“, kri­ti­siert er…” Bei­trag von Nor­bert Häring und Till Hop­pe vom 12. Mai 2017 beim Han­dels­blatt online externer Link
  • Wider­stand gegen CETA geht auch im Rati­fi­zie­rungs­pro­zess wei­ter: Stra­te­gie- und Akti­ons­kon­fe­renz am 24./25. März 2017 in der Uni­ver­si­tät Kas­sel 
    “Der Pro­test gegen TTIP und CETA fand im Herbst 2016 einen neu­er­li­chen Höhe­punkt, als bun­des­weit 320.000 Men­schen demons­trier­ten – wir sind zu einer der größ­ten Bewe­gun­gen seit Lan­gem ange­wach­sen! (…) Heu­te ste­hen wir vor neu­en Fra­gen, die wir nur zusam­men beant­wor­ten kön­nen: Wie steht es jetzt um die Abkom­men und die Agen­da der EU-Han­dels­po­li­tik, die in TTIP, CETA, TiSA und Co. steckt? Mit wel­chen Aktio­nen waren wir erfolg­reich, was haben wir schon erreicht? Irr­weg EU-Frei­han­dels­agen­da – wel­che Aus­ein­an­der­set­zun­gen lie­gen vor uns? Wie plat­zie­ren wir unse­re pro­gres­si­ven Alter­na­ti­ven in Zei­ten von Trump, Rechts­po­pu­lis­mus und Spal­tungs­ten­den­zen in der EU und dekon­stru­ie­ren den fal­schen Gegen­satz „Frei­han­del ver­sus Pro­tek­tio­nis­mus“? Mit wel­chen Akti­vi­tä­ten und Pro­jek­ten bau­en wir in die­sem (Wahl-)Jahr Druck auf gegen Schieds­ge­rich­te, gegen die Pri­va­ti­sie­rung und Dere­gu­lie­rung öffent­li­cher Dienst­leis­tun­gen, gegen die Indus­tria­li­sie­rung der Land­wirt­schaft, für Kli­ma­schutz, für eine demo­kra­ti­sche und gerech­te Gestal­tung der Glo­ba­li­sie­rung? The­re is an Alter­na­ti­ve – wel­che nächs­ten Schrit­te und Aktio­nen brau­chen wir jetzt für eine ande­re Han­dels- und Inves­ti­ti­ons­po­li­tik? Dar­um laden wir erneut zu einer Stra­te­gie- und Akti­ons­kon­fe­renz am 24./25. März 2017 nach Kas­sel ein. Wir freu­en uns auf ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm am Frei­tag und Sams­tag mit drei inter­na­tio­nal besetz­ten Podi­en und 24 Work­shops aus den The­men- und Akti­ons­fel­dern unse­rer Bewe­gung…” Auf­ruf des Akti­ons­bünd­nis­ses TTI­Pun­fair­Han­del­bar und Koope­ra­ti­ons­part­nern vom März 2017 externer Link mit wei­te­ren Details zu Ablauf und Anmel­dung. Sie­he dazu auch die GEW-Pres­se­mit­tei­lung „CETA & TTIP stop­pen! Für einen gerech­ten Welt­han­del!“ vom 23. März 2017 externer Link
  • EU-Par­la­ment winkt CETA durch, eine Gewerk­schaft freut es – doch der Wider­stand geht wei­ter
    Es ist noch nicht vor­bei: Es müs­sen noch 38 natio­na­le und regio­na­le Par­la­men­te zustim­men, bevor das Abkom­men in Kraft tre­ten kann. Daher mel­det nicht nur attac wei­te­ren Wider­stand gegen CETA im Rati­fi­zie­rungs­pro­zess. Und wäh­rend DGB wei­te­re Nach­bes­se­run­gen bei CETA for­dert und ver.di “die­sen Pro­zess kri­tisch beglei­ten” will, begrüßt die IG BCE die Zustim­mung des EU-Par­la­ments als „Star­kes Zei­chen für fai­ren Han­del“! Sie­he all die­se Reak­tio­nen:
    • Die Gren­zen des Frei­han­dels
      Die EU trotzt den USA und über­nimmt die Füh­rung in der Han­dels­po­li­tik. So lau­tet die offi­zi­el­le Deu­tung des CETA-Abkom­mens mit Kana­da. Doch die Wirk­lich­keit sieht anders aus. (…) nun müs­sen noch 38 natio­na­le und regio­na­le Par­la­men­te zustim­men, bevor das Abkom­men in Kraft tre­ten kann. Ein ein­zi­ges Nein genügt, um CETA aus dem Gleis zu wer­fen. Die Nie­der­lan­de berei­ten sich bereits auf eine Volks­ab­stim­mung vor, Aus­gang unge­wiß. Auch in der bel­gi­schen Wal­lo­nie regt sich Wider­stand. (…) Zum ande­ren ist die Logik des Frei­han­dels an ihre Gren­zen gekom­men. Wenn auch die letz­ten Zöl­le gefal­len sind, dann blei­ben nur noch „nicht­ta­rifä­re Han­dels­hemm­nis­se“ – tech­ni­sche, sozia­le und Umwelt-Stan­dards. Die Frei­händ­ler grei­fen des­halb immer tie­fer in Demo­kra­tie und Sozi­al­staat ein, was immer mehr Wider­stand aus­löst. Die Bür­ger fürch­ten – zu Recht – die voll­stän­di­ge Kom­mer­zia­li­sie­rung aller Lebens­be­rei­che. Gleich­zei­tig wird der wirt­schaft­li­che Nut­zen – bes­ser: der Grenz­nut­zen – immer gerin­ger…” Kom­men­tar vom 16. Febru­ar 2017 von und bei Eric Bon­se externer Link
    • [IG BCE] Zustim­mung des EU-Par­la­ments zu Ceta: „Star­kes Zei­chen für fai­ren Han­del“
      Die IG BCE begrüßt die Zustim­mung des EU-Par­la­ments zum euro­pä­isch-kana­di­schen Han­dels­ab­kom­men Ceta. “Ceta ist ein Para­de­bei­spiel dafür, wie ein Han­dels­ab­kom­men mit Pro­tes­ten und sach­li­cher Argu­men­ta­ti­on zum Bes­se­ren gewen­det wer­den kann”, sag­te der Vor­sit­zen­de der IG BCE, Micha­el Vas­si­lia­dis. “In Zei­ten, in denen ande­re dem Pro­tek­tio­nis­mus das Wort reden, set­zen Euro­pä­er und Kana­di­er ein star­kes Zei­chen für fai­ren Han­del zu bei­der­sei­ti­gem Vor­teil.”...” Medi­en­in­for­ma­ti­on der Indus­trie­ge­werk­schaft Berg­bau, Che­mie, Ener­gie vom 15.02.2017 externer Link
    • DGB for­dert wei­te­re Nach­bes­se­run­gen bei CETA“… Zu der Zustim­mung des Euro­pa­par­la­ments zum CETA-Abkom­men äußert sich der DGB-Vor­sit­zen­de Rei­ner Hoff­mann wie folgt: “Das Euro­pa­par­la­ment hat für CETA gestimmt. Für den DGB ist klar: CETA ist in vie­len Punk­ten zwar deut­lich ver­bes­sert wor­den, aber es reicht nicht aus. Der Rati­fi­zie­rungs­pro­zess wird zei­gen, dass meh­re­re euro­päi­sche Mit­glieds­län­der noch Ver­bes­se­run­gen for­dern. Dafür wer­den wir uns ein­set­zen. Die Ant­wort auf die Glo­ba­li­sie­rung kann nur ein fai­rer und gerech­ter Welt­han­del sein, mit dem Arbeit­neh­mer­rech­te nach­hal­tig geschützt und geför­dert wer­den – und zwar nicht nur, wenn es um Kana­da und Euro­pa geht. CETA kann und muss Stan­dards für den Frei­han­del set­zen, des­we­gen sind wei­te­re Nach­bes­se­run­gen zen­tral. Die EU-Kom­mis­si­on ver­han­delt der­zeit rund 20 wei­te­re Abkom­men, vor allem im asia­ti­schen Raum. Kein Han­dels­ab­kom­men der EU darf hin­ter CETA zurück­fal­len. Aus­län­di­sche Inves­to­ren dür­fen nicht pri­vi­le­giert wer­den. Das Vor­sor­ge­prin­zip muss rechts­si­cher ver­an­kert wer­den. Und die öffent­li­che Daseins­vor­sor­ge muss vor unkon­trol­lier­ter Libe­ra­li­sie­rung geschützt wer­den. Es kann nicht sein, dass CETA zum Fei­gen­blatt wird, hin­ter dem Busi­ness-as-usu­al statt­fin­det – CETA muss Grund­la­ge für gerech­te Han­dels­ab­kom­men wer­den!” DGB-Pres­se­mit­tei­lung PM 013 vom 15. Febru­ar 2017 externer Link
    • ver.di zu CETA: Ver­pass­te Chan­ce für ein gutes Abkom­men – Jetzt muss die EU-Kom­mis­si­on lie­fern
      “Die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) zeigt sich ent­täuscht über die heu­ti­ge Zustim­mung zum EU-Kana­da-Abkom­men im Euro­päi­schen Par­la­ment. „Das EU-Par­la­ment hat mit dem Votum die unwie­der­bring­li­che Chan­ce ver­passt, sein ent­schei­den­des poli­ti­sches Gewicht für ein wirk­lich gutes Abkom­men ein­zu­set­zen“, sag­te der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirs­ke nach der Zustim­mung der Abge­ord­ne­ten heu­te Mit­tag in Straß­burg. „Wir sind der Über­zeu­gung, dass wir ein gutes Han­dels­ab­kom­men mit Kana­da brau­chen“, sag­te Bsirs­ke. „Eine Poli­tik des Wie­der­erstar­kens von Pro­tek­tio­nis­mus und Natio­na­lis­mus in den USA, mit unab­seh­ba­ren Wir­kun­gen auf Euro­pa und sei­ne Rechts­po­pu­lis­ten, hät­te ein star­kes Zei­chen der EU für ein fai­res und sozia­les Abkom­men erfor­dert. Eins, das bei der Gestal­tung von offe­nen Märk­ten und frei­em Han­del den Kri­te­ri­en einer fai­ren Glo­ba­li­sie­rung ver­pflich­tet ist und so dazu bei­trägt, das Ver­trau­en der Bür­ger und Bür­ge­rin­nen zu gewin­nen“, so Bsirs­ke. In der nun vor­lie­gen­den Form erfül­le CETA aus Sicht von ver.di die­se Gestal­tungs­an­for­de­run­gen nicht aus­rei­chend. „Mit der heu­ti­gen Zustim­mung ver­lässt sich das EU-Par­la­ment ganz auf die poli­ti­sche Zusi­che­rung der EU-Kom­mis­si­on bei­spiels­wei­se bei Arbeitnehmer*innenrechten im Nach­hin­ein noch nach­bes­sern zu wol­len“, sag­te Bsirs­ke zum Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da. „Das Gan­ze ist mit der hei­ßen Nadel gestrickt. Jetzt kann man nur hof­fen und ein­for­dern, dass die Kom­mis­si­on auch lie­fert!“ CETA muss als gemisch­tes Abkom­men auch noch durch die natio­na­len Par­la­men­te rati­fi­ziert wer­den. „Wir wer­den auch die­sen Pro­zess kri­tisch beglei­ten“, sag­te Frank Bsirs­ke…” ver.di-Pressemitteilung vom 15. Febru­ar 2017 externer Link
    • IG Bau: EU-Par­la­ment stärkt rech­te Euro­pa-Geg­ner
      “Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) bedau­ert die Zustim­mung des EU-Par­la­ments zu Ceta als vor­ei­lig. „Das Abkom­men zwi­schen der EU und Kana­da steht in der jet­zi­gen Form nicht für fai­ren Han­del wie wir ihn for­dern. Die Ver­ein­ba­rung nützt wei­ter­hin über­pro­por­tio­nal Inves­to­ren und schützt Beschäf­tig­te nicht vor einem unfai­ren Wett­be­werb. Die­ses Ungleich­ge­wicht wur­de durch die Nach­bes­se­run­gen im Ver­trag nicht beho­ben. Die in Zusät­zen benann­ten Absich­ten kön­nen ver­bind­li­che Rege­lun­gen nicht erset­zen“, sag­te der IG BAU-Bun­des­vor­sit­zen­de Robert Fei­ger. „Ceta taugt auch nicht als befrei­en­der Gegen­ent­wurf einer Koali­ti­on von Wil­li­gen gegen einen neu­en US-Pro­tek­tio­nis­mus. Wer das behaup­tet über­sieht, dass die Bür­ger in Euro­pa und Kana­da zu Recht befürch­ten, Opfer der Glo­ba­li­sie­rung zu wer­den. Rechts­ge­rich­te­te Euro­pa-Geg­ner bekom­men so nur noch mehr Zulauf.“…” Pres­se­mit­tei­lung der IG Bau vom 15. Febru­ar 2017 externer Link
  • EU-Par­la­ment winkt Glo­ba­li­sie­rung im Kon­zern­in­ter­es­se durch. Wider­stand gegen CETA geht wei­ter im Rati­fi­zie­rungs­pro­zess
    Das Euro­pa­par­la­ment hat dem geplan­ten EU-Kana­da-Frei­han­dels­ab­kom­men CETA am heu­ti­gen Mitt­woch mehr­heit­lich zuge­stimmt. Damit haben die Abge­ord­ne­ten indi­rekt auch den Start­schuss gege­ben dafür, dass Tei­le des Abkom­mens bereits vor der Rati­fi­zie­rung durch die natio­na­len Par­la­men­te vor­läu­fig ange­wen­det wer­den. (…) Bei einer inter­na­tio­na­len Demons­tra­ti­on heu­te in Straß­burg for­der­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus Frank­reich, Spa­ni­en, Por­tu­gal, Bel­gi­en, den Nie­der­lan­den, Deutsch­land, der Schweiz, Öster­reich und vie­len ande­ren Län­dern die Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten auf, CETA abzu­leh­nen…” Pres­se­mit­tei­lung von Attac Deutsch­land vom 15. Febru­ar 2017 externer Link, sie­he Fotos und wei­te­re Infor­ma­tio­nen auf der attac-Son­der­sei­te externer Link
  • 15. Febru­ar: CETA-Ent­schei­dung im Euro­pa­par­la­ment! Kommt für den 14. und 15. Febru­ar nach Straß­burg!
    15. Februar: CETA-Entscheidung im Europaparlament! Kommt für den 14. und 15. Februar nach Straßburg!“Am 15. Febru­ar 2017 soll im Euro­pa­par­la­ment in Straß­burg über CETA abge­stimmt wer­den – und nach Stand der Din­ge wird es ver­ab­schie­det. Doch nicht ohne unse­ren deut­li­chen Pro­test! Nach 3,5 Mil­lio­nen Unter­schrif­ten unter der selbst­or­ga­ni­sier­ten Euro­päi­schen Bür­ger­initia­ti­ve, meh­re­ren beein­dru­cken­den inter­na­tio­na­len Akti­ons­ta­gen und allein 320.000 Demons­trie­ren­den auf den Demos am 17.9. in Deutsch­land ist klar, dass wir auch die maß­geb­li­che Sit­zung des EP (und damit den mit­tel­ba­ren Start der vor­läu­fi­gen Anwen­dung von CETA) nicht schwei­gend zulas­sen las­sen. Kommt für den 14. und 15. Febru­ar nach Straß­burg!…” Demo-Auf­ruf bei Attac externer Link (ohne Datum) mit wei­te­ren Details
    • [Ticker zur Abstim­mung und den Pro­tes­ten] 3,5 Mil­lio­nen Euro­pä­er gegen CETA und TTIP
      EU-Par­la­ment stimmt über Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da ab /​Nach Unter­schrif­ten­ak­ti­on wei­te­re Pro­tes­te geplant. (…) Vor den Türen sam­meln sich seit dem frü­hen Mor­gen meh­re­re Hun­dert CETA-Geg­ner. In Men­schen­ket­ten lie­gen sie vor dem Ein­gang, um die Abge­ord­ne­ten dar­an zu hin­dern, abzu­stim­men. Immer wie­der for­dern die Pro­tes­tie­ren­den die Par­la­men­ta­ri­er auf, mit Nein zu stim­men…” Bericht von Anne Schind­ler und Elsa Koes­ter vom 15.02.2017 beim ND online, wird stän­dig aktua­li­siert externer Link. Die Abstim­mung beginnt erst gegen 12:00, wir ver­wei­sen auf die­sen Ticker oder sons­ti­ge Pres­se
    • Die Demons­tra­ti­on am Mitt­woch in Straß­burg beginnt um 10.30 Uhr auf der Place Klé­ber. Um 11.30 Uhr star­ten eine Kund­ge­bung und Aktio­nen vor dem Euro­pa­par­la­ment. Nach der Ent­schei­dung des Par­la­ments (vor­aus­sicht­lich gegen 14 Uhr) beginnt eine gro­ße inter­na­tio­na­le Ver­samm­lung, bei der wei­te­re Akti­vi­tä­ten gegen CETA bera­ten wer­den. Bereits am Diens­tag­abend gibt es einen Emp­fang und ein Kon­zert mit Anspra­chen. Beginn ist um 18 Uhr im auto­no­men Zen­trum Molo­doï (19, rue du Ban de la Roche).
  • Debat­te Trump und Pro­tes­te gegen Ceta: Feu­er mit Öl löschen
    “… Trump löst Ängs­te aus, um Kli­ma­schutz, Frie­den, Demo­kra­tie und Bür­ger­rech­te. Und er schürt die Furcht vor einer Rezes­si­on. Als Ant­wort dar­auf setzt die EU-Kom­mis­si­on wei­ter­hin auf Ceta und vie­le wei­te­re Han­dels­ab­kom­men, die mit dem Ziel ver­han­delt wer­den, Expor­te zu stei­gern. Dass die Kom­mis­si­on ihrer Linie treu bleibt, ist wenig ver­wun­der­lich. Erschre­ckend ist, dass jetzt auch eini­ge Ceta-Kri­ti­ker das Abkom­men plötz­lich als Anti-Trump-Maß­nah­me sehen. Das ist ver­rückt: Mit Ceta Trump bekämp­fen zu wol­len, ist in etwa so sinn­voll, wie einen Brand mit Öl zu löschen. (…) Um uns Ceta schmack­haft zu machen, grei­fen die Befür­wor­ter noch zu einem rhe­to­ri­schen Kniff: Sie idea­lisieren auf gefähr­li­che Wei­se die kana­di­sche Tru­deau-Regie­rung. So fort­schritt­lich sie in Fra­gen der Bür­ger­rechts- und Flücht­lings­po­li­tik ist, so wenig gilt dies für ihren wirt­schafts- und umwelt­po­li­ti­schen Kurs. (…) Und Ceta ist kein pro­gres­si­ves Abkom­men. Der Deut­sche Gewerk­schafts­bund hält des­halb das Abkom­men so, wie es ist, für nicht zustim­mungs­fä­hig – aus guten Grün­den…” Kom­men­tar von vom 10.2.2017 bei der taz online externer Link
  • Stu­die: Men­schen­rech­te als unein­ge­lös­tes Ver­spre­chen. Nach­hal­tig­keit, Umwelt- und Sozi­al­stan­dards in EU-Han­dels­ab­kom­men
    “… Stu­die, die von Brot für die Welt, dem Forum Umwelt und Ent­wick­lung, Unter­neh­mens­Grün und ver.di in Auf­trag gege­ben wur­de. Sie weist auf Unzu­läng­lich­kei­ten bei den Arbeits- und Sozi­al­stan­dards sowie schwer­wie­gen­de Män­gel bei der Gestal­tung einer men­schen­rechts­ge­lei­te­ten Han­dels­po­li­tik hin. Dem­nach sind die gegen­wär­ti­gen Instru­men­te sowohl in ihrem Regel­um­fang als auch in ihrer prak­ti­schen Anwen­dung unzu­rei­chend. Seit dem Lis­sa­bon-Ver­trag von 2009 ist die EU grund­sätz­lich ver­pflich­tet, Han­dels­ab­kom­men men­schen­rechts­kon­form aus­zu­rich­ten. Dem ver­ein­bar­ten Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da kommt eine beson­de­re Rol­le zu, weil es als Blau­pau­se für zukünf­ti­ge bila­te­ra­le Abkom­men mit Ent­wick­lungs- und Indus­trie­län­dern gilt. Die Stu­die „Men­schen­rech­te als unein­ge­lös­tes Ver­spre­chen. Nach­hal­tig­keit, Umwelt- und Sozi­al­stan­dards in EU-Han­dels­ab­kom­men“ unter­sucht bila­te­ra­le Han­dels­ab­kom­men der EU aus den letz­ten 25 Jah­ren…” ver.di am 7.2.2017 zur Stu­die, dort zum Down­load externer Link
  • CETA – Lesen und Ver­ste­hen: Ana­ly­se des EU-Kana­da-Frei­han­dels­ab­kom­mens. Exper­ten aus Kana­da und Euro­pa erläu­tern Risi­ken des Abkom­mens
    “Das Volks­be­geh­ren gegen TTIP, CETA und TiSA hat die umstrit­te­nen Han­dels­ab­kom­men zurück ins Ram­pen­licht der Medi­en gebracht. Das Euro­päi­sche Par­la­ment wird vor­aus­sicht­lich im Febru­ar über CETA abstim­men. Im Fal­le einer Zustim­mung müss­ten danach alle EU-Staa­ten das Abkom­men rati­fi­zie­ren. Mit “CETA – Lesen und Ver­ste­hen” (… ) liegt nun die umfas­sends­te inter­na­tio­na­le Ana­ly­se des Ver­trags­tex­tes von Sei­ten der Zivil­ge­sell­schaft vor. Sie bie­tet Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­kern, Medi­en sowie Bür­ge­rin­nen und Bür­gern die Mög­lich­keit, sich dif­fe­ren­ziert und detail­liert mit den Inhal­ten des Abkom­mens aus­ein­an­der­zu­set­zen. Neben einer Zusam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Kri­tik­punk­te erör­tern inter­na­tio­na­le Exper­tin­nen und Exper­ten auf 92 Sei­ten [alle wich­ti­gen] The­men­be­rei­che…” Attac-Pres­se­mit­tei­lung vom 26. Janu­ar 2017 zu “CETA – Lesen und ver­ste­hen. Ana­ly­se des EU-Kana­da-Frei­han­dels­ab­kom­mens”, Ber­lin, Otta­wa, vom Janu­ar 2017 externer Link
  • Frei­han­dels­ab­kom­men: Ceta nimmt ers­te Hür­de in Euro­pa
    “Die USA unter ihrem neu­en Prä­si­den­ten mar­schie­ren in Rich­tung Pro­tek­tio­nis­mus und weg vom Frei­han­del. Euro­pa läuft in die ande­re Rich­tung. Der EU-Han­dels­aus­schuss hat Ceta, dem Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da, zuge­stimmt. Nun kommt es auf das Votum des gesam­ten Ple­nums an. Am Ende war es ein rela­tiv deut­li­ches Ergeb­nis: 25 Abge­ord­ne­te stimm­ten im zustän­di­gen Han­dels­aus­schuss des EU-Par­la­ments für das Han­dels­ab­kom­men mit Kana­da, 15 dage­gen. (…) Mit­te Febru­ar soll noch das gesam­te Ple­num abstim­men. Gibt es auch dort eine Mehr­heit, wür­den die EU-Tei­le von Ceta vor­läu­fig in Kraft tre­ten. Also etwa die Absen­kung der Zöl­le, der Markt­zu­gang oder auch die öffent­li­che Beschaf­fung. Der umstrit­te­ne Inves­ti­ti­ons­schieds­ge­richts­hof wird aller­dings erst nach der anschlie­ßen­den Rati­fi­zie­rung durch die Mit­glieds­staa­ten an den Start gehen, da er natio­na­le Belan­ge berührt…” Arti­kel von Jörg Mün­chen­berg vom 24. Janu­ar 2017 beim Deutsch­land­funk externer Link
  • Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt: Wei­te­re Eil­an­trä­ge in Sachen „CETA“ erfolg­los
    “Die Antrag­stel­ler haben sich mit ihren Anträ­gen auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung erneut gegen die vor­läu­fi­ge Anwen­dung des Frei­han­dels­ab­kom­mens zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und Kana­da (Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment – CETA) gewandt. Sie woll­ten errei­chen, dass die nach ihrer Auf­fas­sung nicht beach­te­ten Maß­ga­ben aus dem Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 13. Okto­ber 2016 (…) ein­ge­hal­ten wer­den. Mit heu­te ver­öf­fent­lich­tem Beschluss hat der Zwei­te Senat des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts fest­ge­stellt, dass die Bun­des­re­gie­rung die vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt vor­ge­ge­be­nen Maß­ga­ben vor der Zustim­mung zu den Beschlüs­sen über die Unter­zeich­nung und die vor­läu­fi­ge Anwen­dung von CETA umge­setzt hat.” BVerfG-Pres­se­mit­tei­lung Nr. 2/​2017 vom 12. Janu­ar 2017 zum Beschluss vom 7. Dezem­ber 2016 externer Link
    • Uns in der Begrün­dung zum Beschluss 2 BvR 1444/​16, 2 BvE 3/​16, 2 BvR 1823/​16, 2 BvR 1482/​16 externer Link vom 7. Dezem­ber 2016 beson­ders wich­tig: “… 1. a) Eine einst­wei­li­ge Anord­nung, die dem deut­schen Ver­tre­ter im Rat die Zustim­mung zur vor­läu­fi­gen Anwen­dung unter­sagt hät­te, hät­te dazu geführt, dass es zu dem ursprüng­lich für den 18. Okto­ber 2016 vor­ge­se­he­nen Beschluss des Rates über die vor­läu­fi­ge Anwen­dung des Abkom­mens nicht gekom­men wäre. Fol­ge einer antrags­ge­mäß erlas­se­nen einst­wei­li­gen Anord­nung wäre jeden­falls ein vor­läu­fi­ges Schei­tern des Ver­trags­werks gewe­sen, das nur unter den Vor­aus­set­zun­gen, dass alle Ver­trags­par­tei­en zu Nach- oder Neu­ver­hand­lun­gen bereit gewe­sen wären und die­se auch zu einem für alle Ver­trags­par­tei­en akzep­ta­blen Ergeb­nis geführt hät­ten, nicht end­gül­tig geschei­tert wäre. Die sich aus einer der­ar­ti­gen Ent­schei­dung erge­ben­den Nach­tei­le hat der Senat als über­aus schwer ein­ge­schätzt, da eine einst­wei­li­ge Anord­nung, durch die die Bun­des­re­gie­rung an einer Zustim­mung zur vor­läu­fi­gen Anwen­dung von CETA gehin­dert wor­den wäre, erheb­lich in die – grund­sätz­lich wei­te – Gestal­tungs­frei­heit der Bun­des­re­gie­rung im Rah­men der Europa‑, Außen- und Außen­wirt­schafts­po­li­tik ein­ge­grif­fen und sich dies vor­aus­sicht­lich nega­tiv auf die euro­päi­sche Außen­han­dels­po­li­tik und die inter­na­tio­na­le Stel­lung der Euro­päi­schen Uni­on ins­ge­samt aus­ge­wirkt hät­te. (…) Zwar könn­te sich der Beschluss des Rates über die vor­läu­fi­ge Anwen­dung im Haupt­sa­che­ver­fah­ren als Ultra-vires-Akt her­aus­stel­len, da es der Euro­päi­schen Uni­on hin­sicht­lich eini­ger von CETA erfass­ter Sach­ma­te­ri­en mög­li­cher­wei­se an einer ent­spre­chen­den Ver­trags­schluss­kom­pe­tenz feh­le und mit CETA dar­über hin­aus Hoheits­rech­te auf das Gerichts- und das Aus­schuss­sys­tem wei­ter­über­tra­gen wer­den soll­ten. Auch erschei­ne es nicht völ­lig aus­ge­schlos­sen, dass die Aus­ge­stal­tung des in CETA vor­ge­se­he­nen Aus­schuss­sys­tems die Grund­sät­ze des Demo­kra­tie­prin­zips als Teil der durch Art. 79 Abs. 3 GG geschütz­ten Ver­fas­sungs­iden­ti­tät des Grund­ge­set­zes berüh­ren könn­te. (…) 2. Die­se Risi­ken haben sich nach Auf­fas­sung des Senats jedoch durch unter­schied­li­che Vor­keh­run­gen zumin­dest für die Dau­er der vor­läu­fi­gen Anwen­dung prak­tisch aus­schlie­ßen las­sen…” Unser Kom­men­tar dazu: Die Fra­ge ist jedoch, ob sol­che Grund­ge­setz­in­ter­pre­ta­ti­on über­haupt ver­fas­sungs­kon­form ist, da durch Art. 79 Abs. 3 GG eigent­lich grund­sätz­lich jede Gefähr­dung des Demo­kra­tie­prin­zips aus­ge­schlos­sen ist und folg­lich hier eine höchst­rich­ter­li­che Abwä­gung im Rah­men einer Einst­wei­li­gen Anord­nung nicht mög­lich ist; gera­de beim Demo­kra­tie­prin­zip hat die Bun­des­re­gie­rung laut Grund­ge­setzt kei­ne “Gestal­tungs­frei­heit”
  • Münch­ner Semi­na­re: Inves­to­ren zwei­ter Klas­se
    “Der Jurist Bern­hard Kem­pen hält das Han­dels­ab­kom­men Ceta für ver­fas­sungs­wid­rig. Es sieht gemisch­te Aus­schüs­se vor, die los­ge­löst von der EU Ent­schei­dun­gen tref­fen könn­ten. Zudem bestehe die Gefahr einer Par­al­lel­jus­tiz.
    Das Frei­han­dels­ab­kom­men Ceta zwi­schen der EU und Kana­da ist einer der umstrit­tens­ten Han­dels­ver­trä­ge der ver­gan­ge­nen Jah­re. Noch nie gab es so vie­le Kla­gen am Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt. Bern­hard Kem­pen ist Jurist und Pro­fes­sor für Staats­recht, Völ­ker­recht und Inter­na­tio­na­les Wirt­schafts­recht an der Uni­ver­si­tät zu Köln, und Ceta-Kri­ti­ker. Der 56-Jäh­ri­ge hat die größ­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de von Food­watch, Cam­pact und Mehr Demo­kra­tie vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ver­tre­ten. Er hält Ceta in eini­gen Tei­len für ver­fas­sungs­wid­rig – wie­so, das erklär­te er in einem Vor­trag am Ifo-Insti­tut. Grund­sätz­lich, sagt Kem­pen, sei er für ein Frei­han­dels­ab­kom­men, Ceta aber gefähr­de in eini­gen Aspek­ten die natio­nal­staat­li­chen und demo­kra­ti­schen Prin­zi­pi­en der Mit­glieds­staa­ten. Um die Dimen­sio­nen des Abkom­mens zu ver­an­schau­li­chen, spricht er erst ein­mal dar­über, was die 500 Sei­ten plus 1500 Sei­ten Anhang des Ver­tra­ge über­haupt beinhal­ten. “Es geht nicht nur um die Abschaf­fung von Zöl­len und ande­ren Han­dels­hemm­nis­sen”, sagt er, “Ceta erfasst alle Wirt­schafts­be­rei­che, bis auf die Pres­se.”…” Bei­trag von Sophie Bur­feind vom 18. Dezem­ber 2016 bei der Süd­deut­schen Zei­tung online externer Link
  • Streit um Frei­han­dels­ab­kom­men: DGB jetzt wie­der gegen Ceta
    Der Gewerk­schafts­bund hält die Zusatz­er­klä­run­gen zum Abkom­men mit Kana­da für unzu­rei­chend. Auch der EU-Sozi­al­aus­schuss lehnt ab. Im Okto­ber war der DGB-Chef noch guter Din­ge. „Wir wol­len Ceta“, erklär­te Rei­ner Hoff­mann im Zeit-Inter­view. Zwar gebe es noch an eini­gen Stel­len Nach­bes­se­rungs­be­darf bei dem Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und Kana­da. Doch das kön­ne mit der geplan­ten Zusatz­er­klä­rung zu Ceta gesche­hen, sag­te Hoff­mann: „Die kann die­se Pro­ble­me lösen.“ Zwei Mona­te spä­ter steht für die Gewerk­schaft nun fest: Die­se Hoff­nung hat sich nicht erfüllt. „Der DGB kommt zu dem Schluss, dass die vor­lie­gen­den Doku­men­te unzu­rei­chend sind, die gewerk­schaft­li­chen Beden­ken aus­zu­räu­men“, heißt in einem bis­her unver­öf­fent­lich­ten Beschluss des DGB-Bun­des­vor­stands…” Arti­kel von Mal­te Kreutz­feldt vom 14.12.2016 bei der taz online externer Link
  • 450 kana­di­sche und euro­päi­sche Orga­ni­sa­tio­nen for­dern CETA-Stopp: Offe­ner Brief an Abge­ord­ne­te des Kana­di­schen und des EU-Par­la­ments
    “… In einem offe­nen Brief, den sie am heu­ti­gen Mon­tag unter ande­rem an die Mit­glie­der des Euro­päi­schen und des Kana­di­schen Par­la­ments gesandt haben, war­nen die Unterzeichner_​innen vor den nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen von CETA: Das Abkom­men wür­de Arbeitnehmer_​innenrechte und den Umwelt­schutz schwä­chen sowie aus­län­di­sche Investor_​innen mit star­ken Instru­men­ten aus­stat­ten, um Regu­lie­run­gen zu atta­ckie­ren, die dem öffent­li­chen Inter­es­se die­nen. Zu den Unterzeichner_​innen gehö­ren unter ande­rem Gewerk­schaf­ten, Bau­ern­ver­bän­de, Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen, Gesund­heits­ver­bän­de, Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen und Digi­tal-Rights-Grup­pen von bei­den Sei­ten des Atlan­tiks. Auch Attac Deutsch­land und wei­te­re euro­päi­sche Attac-Orga­ni­sa­tio­nen sind dabei…” attac-Pres­se­mit­tei­lung vom 28. Novem­ber 2016 externer Link, sie­he dazu den offe­nen Brief “Zivil­ge­sell­schaft aus Euro­pa und Kana­da for­dert: CETA muss abge­lehnt wer­den!” vom Novem­ber 2016 externer Link
  • Der nächs­te CETA-Skan­dal
    Ver­gesst die Wal­lo­nie und ihr klei­nes Regio­nal­par­la­ment, war­tet auf die gro­ße Debat­te im Euro­pa­par­la­ment! So tön­ten die EU-Gran­den im Streit um das CETA-Abkom­men mit Kana­da. Doch davon wol­len sie nun nichts mehr wis­sen. Im Gegen­teil: CETA soll im Eil­ver­fah­ren durch die Straß­bur­ger Kam­mer gepeitscht wer­den. Schon am 5.12. ist die fina­le Abstim­mung im Han­dels­aus­schuss geplant, am 13. oder 14.12. die Ple­nar­de­bat­te. Da bleibt kei­ne Zeit für die Fach­aus­schüs­se, für genaue Ana­ly­sen und umfang­rei­che Ände­run­gen. (…) Pro­tes­te von Grü­nen und Lin­ken haben bis­her nichts bewirkt. Wenn die Agen­da so bleibt, so wird die “Stun­de des Par­la­ments”, die die EU-Chefs so groß ange­kün­digt hat­ten, zur Far­ce…” Bei­trag vom 21. Novem­ber 2016 von und bei Eric Bon­se externer Link
  • Noch über­wie­gen die Risi­ken: Der Streit um CETA ist längst noch nicht bei­gelegt
    “Jetzt ist die Tin­te tro­cken. Die Regie­rungs­chefs haben das euro­pä­isch-kana­di­sche Frei­han­dels­ab­kom­men unter­schrie­ben. (…) Bis zum heu­ti­gen Tag ist CETA nicht zustim­mungs­fä­hig. Zwar hat es Dank der euro­päi­schen Pro­test­be­we­gung Ver­bes­se­run­gen gege­ben. Doch unter dem Strich über­wie­gen noch immer die Gefah­ren und Risi­ken. Im aktu­el­len Ver­trag haben aus­län­di­sche Inves­to­ren wei­ter­hin Son­der­kla­ge­rech­te. Dar­an ändert auch die Ein­rich­tung eines öffent­li­chen Schieds­ge­richts nichts. Zudem kön­nen aus­län­di­sche Kon­zer­ne auf ent­gan­ge­ne zukünf­ti­ge Ein­nah­men kla­gen. Doch damit nicht genug. Bei Ver­stö­ßen gegen Arbeit­neh­mer­rech­te sind im Ver­trag kei­ne Sank­tio­nen vor­ge­se­hen. Dar­über hin­aus sind das euro­päi­sche Vor­sor­ge­prin­zip und die Daseins­vor­sor­ge nicht hin­rei­chend geschützt. Rechts­po­li­tisch ist es frag­lich, ob die vie­len neu­en Zusatzerklärun­gen, Aus­le­gungs­hil­fen, Garan­tien und Schutz­klau­seln einen schlech­ten und kom­ple­xen Ver­trag über­haupt nach­träg­lich hei­len kön­nen. Tat­sa­che ist, dass sich Zusatz­do­ku­men­te und Ver­trags­text in vie­len Punk­ten wider­spre­chen. Die Rechts­la­ge bleibt unklar. Wenn der Ver­trag nicht geän­dert wird, wer­den Gerich­te ent­schei­den müs­sen. Der CETA-Streit ist durch die Ver­trags­un­ter­zeich­nung noch lan­ge nicht bei­gelegt…” Bei­trag von Dierk Hirschel in ver.di-Publik 07/​2016 externer Link
  • CETA tritt in Kraft: Mehr bil­li­ges Fleisch für Euro­pa
    20.140 Ton­nen Fleisch aus Kana­da ab 2017: Ernst­haf­te Gefahr für klein­bäu­er­li­che Betrie­be in Euro­pa /​TTIP durch Trump wahr­schein­lich geschei­tert: US-Fir­men wer­den ver­su­chen, über CETA in den EU-Markt zu drän­gen /​Der Berufs­ver­band der Rechts­jour­na­lis­ten e. V. klärt in sei­nem E‑Book über Chan­cen und Risi­ken des Frei­han­dels­ab­kom­mens auf
    Am 30. Okto­ber ging ein wah­rer Ver­hand­lungs­ma­ra­thon zu Ende: Ver­tre­ter der Euro­päi­schen Uni­on und der kana­di­sche Pre­mier­mi­nis­ter Jus­tin Tru­deau unter­zeich­ne­ten das Frei­han­dels­ab­kom­men CETA. Damit wer­den die Tei­le des Ver­tra­ges, wel­che nur die EU-Ebe­ne betref­fen, vor­aus­sicht­lich Anfang 2017 in Kraft tre­ten. Vor­her muss aller­dings noch das Euro­päi­sche Par­la­ment der vor­läu­fi­gen Anwen­dung von CETA zustim­men, was höchst­wahr­schein­lich im Dezem­ber die­ses Jah­res oder Anfang 2017 der Fall sein wird
    …” Pres­se­mit­tei­lung vom 10.11.2016 des Berufs­ver­ban­des der Rechts­jour­na­lis­ten e.V. externer Link, sie­he deren Por­tal: Das Frei­han­dels­ab­kom­men CETA: Ein Vor­spiel für TTIP? externer Link
  • Frank Bsirs­ke zu Ceta „Es muss klar sein, was gilt“
    Ver­di-Chef Frank Bsirs­ke erläu­tert, unter wel­chen Bedin­gun­gen er dem Frei­han­dels­ab­kom­men Ceta zwi­schen Kana­da und der EU zustimmt. Vor weni­gen Woche hat sich Frank Bsirs­ke, Vor­sit­zen­der der Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di, in der FR vehe­ment gegen das Frei­han­dels­ab­kom­men Ceta zwi­schen der EU und Kana­da aus­ge­spro­chen. Nun hält er eine Zustim­mung für denk­bar, sofern bestimm­te Bedin­gun­gen erfüllt sind…” Inter­view von Ste­fan Sau­er vom 08. Novem­ber 2016 bei der FR online externer Link
  • Sicher ist gar nichts: Gabri­el eupho­risch, CETA-Geg­ner set­zen erneut auf Karls­ru­he, und Gün­ther Oettin­ger ent­gleist. Ver­trag bleibt umkämpf­tes Poli­ti­kum
    “CETA ist unter­zeich­net, geht jetzt alles Wei­te­re sei­nen »gere­gel­ten« EU-typi­schen Gang? Kaum anzu­neh­men. In der Bun­des­re­pu­blik, aber auch in ande­ren EU-Mit­glieds­staa­ten, sind des­halb die ver­öf­fent­lich­ten Mei­nun­gen gespal­ten. Anhän­ger des Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment (CETA) zwi­schen EU und Kana­da und des­sen Geg­ner ste­hen sich auch wei­ter in vie­len Punk­ten unver­söhn­lich gegen­über. (…) Statt den Arbeits­sieg zu fei­ern, setz­ten die Pro-CETA-Mit­kämp­fer des SPD-Vor­sit­zen­den gleich ihren Gene­ral­an­griff auf die Rudi­men­te demo­kra­ti­scher Ver­fasst­heit in der EU fort. Poli­tisch sei es ein Feh­ler, CETA als gemisch­tes Abkom­men ein­zu­stu­fen, dem auch die natio­na­len Par­la­men­te zustim­men müs­sen, presch­te der wirt­schafts­po­li­ti­sche Spre­cher der Uni­ons­bun­des­tags­frak­ti­on, Joa­chim Pfeif­fer, in der Welt (…) Der CDU-Poli­ti­ker sieht nun die Hand­lungs­fä­hig­keit der EU bedroht. »Außer­dem ist das gera­de­zu eine Ein­la­dung an links­grü­ne oder rech­te Popu­lis­ten und Rat­ten­fän­ger, dies aus­zu­schlach­ten, und ein Arbeits­be­schaf­fungs­pro­gramm für die Empö­rungs­in­dus­trie von Cam­pact, Food­watch und Kon­sor­ti­en«, sag­te er. In die­ses Horn stieß auch EU-Kom­mis­sar Gün­ther Oettin­ger bei einer Rede in Ham­burg: Dort sag­te er nach Anga­ben eines Anwe­sen­den, die Regi­on Wal­lo­nie wer­de von »Kom­mu­nis­ten« geführt, die ganz Euro­pa blo­ckier­ten, was nicht akzep­ta­bel sei. (…) Die ver­meint­li­chen Chao­ten und geschol­te­nen Ver­tre­ter der »Empö­rungs­in­dus­trie« hat­ten am Sonn­abend bereits eine Ant­wort auf die diver­sen sach­li­chen und unsach­li­chen Atta­cken gege­ben: Cam­pact, Food­watch und Mehr Demo­kra­tie leg­ten dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt einen Eil­an­trag vor. Am Frei­tag hat­te bereits die Par­tei Die Lin­ke einen Eil­an­trag gegen die vor­läu­fi­ge Anwen­dung des »Frei­han­dels­ab­kom­mens« ein­ge­reicht. Die Anträ­ge wür­den »mit der gebo­te­nen Eil­be­dürf­tig­keit geprüft«, sag­te die Spre­che­rin des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts…” Bei­trag von Die­ter Schu­bert bei der jun­gen Welt vom 1. Novem­ber 2016 externer Link
  • EU und Kana­da unter­schrei­ben Ceta. Fest­nah­men bei Pro­tes­ten
    Das euro­pä­isch-kana­di­sche Frei­han­dels­ab­kom­men Ceta ist nach einem tage­lan­gen Dra­ma unter­zeich­net. “Ende gut, alles gut”, sagt EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Juncker. Doch nun sind noch der Bun­des­tag und ande­re natio­na­le Par­la­men­te an der Rei­he. (…) Das Abkom­men zum Abbau von Zöl­len und ande­ren Han­dels­hemm­nis­sen soll nun so schnell wie mög­lich in Kraft tre­ten. Ledig­lich eini­ge Tei­le, bei denen natio­na­le Par­la­men­te wie der Bun­des­tag ein Mit­spra­che­recht haben, kön­nen erst nach deren Zustim­mung ange­wen­det wer­den. Am Ran­de des EU-Kana­da-Gip­fels in Brüs­sel demons­trier­ten rund 250 Ceta-Geg­ner. Nach Anga­ben der Poli­zei wur­den 16 von ihnen vor­läu­fig fest­ge­nom­men, weil sie die Sicher­heits­ab­sper­run­gen über­wun­den hat­ten. Eini­ge war­fen Farb­beu­tel gegen die Glas­fas­sa­de des EU-Rats­ge­bäu­des, in dem der Gip­fel statt­fand…” Agen­tur­mel­dung vom 30. Okto­ber 2016 bei N‑TV externer Link, sie­he dazu die Aus­le­gungs-Erklä­rung vom 27. Okto­ber 2016 externer Link (Joint Inter­pre­ta­ti­ve Instru­ment on the Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment (CETA) bet­ween Cana­da and the Euro­pean Uni­on and its Mem­ber Sta­tes) – dar­in geht es (lt. Erik Bon­se) um das “Right to regu­la­te”, die regu­la­to­ri­sche Zusam­men­ar­beit, die Daseins­vor­sor­ge und (fast) alle bis zuletzt hef­tig umstrit­te­nen The­men
  • Eini­gung in Bel­gi­en: Der neue Fahr­plan für CETA
    Nach der grund­sätz­li­chen Eini­gung über CETA in Bel­gi­en ist ein Schei­tern des Han­dels­ab­kom­mens zunächst abge­wen­det. Doch nicht nur Kana­da sieht noch vie­le Hür­den bis zur end­gül­ti­gen Unter­zeich­nung. Wel­che Schrit­te jetzt fol­gen müs­sen – ein Über­blick…” Bei­trag vom 27.10.2016 bei tages​schau​.de externer Link
    • Sie­he dazu: “… Damit stün­de CETA nichts im Wege. Wie auch. Die Bevöl­ke­rung wur­de ja nicht gefragt. Übri­gens, wo wir gera­de bei CETA waren. Der Magnet­te hat­te in der Libé­ra­ti­on in einem Inter­view erklärt, dass die Kana­di­er über­haupt nicht auf den Schieds­ge­rich­ten behar­ren, im Gegen­teil. Das ist eine For­de­rung der EU-Kom­mis­si­on, nicht der Kana­di­er. Die Kana­di­er haben mit Schieds­ge­rich­ten schon bei NAFTA schlech­te Erfah­run­gen gemacht.” Fefes Blog vom 27.10.2016 externer Link
    • Und: Kör­zell: „Kana­da wäre bereit, Arbeit­neh­mer­rech­te in Ceta sank­ti­ons­fä­hig zu machen“
      DGB-Vor­stands­mit­glied Ste­fan Kör­zell sag­te im Sep­tem­ber auf einer Kund­ge­bung zum Han­dels­ver­trag Ceta, er habe mit dem kana­di­schen Chef­un­ter­händ­ler Ste­ve Ver­heul gespro­chen. Die­ser habe ihm ver­si­chert, Kana­da habe kein Pro­blem damit, Arbeit­neh­mer­rech­te sank­ti­ons­fä­hig zu machen. Aber die EU-Kom­mis­si­on wol­le das nicht…” Mel­dung vom 28.10.2016 von und bei Nor­bert Häring externer Link
  • Wir stel­len uns hin­ter die Wal­lo­nen! NEIN ZU CETA!
    BUND: Wir stellen uns hinter die Wallonen! NEIN ZU CETA!CETA, das geplan­te Han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und Kana­da, ist gera­de rich­tig ins Wackeln gera­ten! Die bel­gi­sche Regi­on Wal­lo­ni­en ver­wei­gert ihre Zustim­mung und kann die Unter­zeich­nung des Abkom­mens am Don­ners­tag beim EU-Kana­da-Gip­fel in Brüs­sel stop­pen. Doch der Druck der EU-Kom­mis­si­on und der EU-Regie­rungs­chefs auf das Regio­nal­par­la­ment ist enorm. Wir stel­len uns hin­ter die Wal­lo­nen und for­dern: Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel und die EU-Kom­mis­si­on dür­fen das Wal­lo­ni­sche Par­la­ment nicht unter Druck set­zen. Sie müs­sen das NEIN der Wal­lo­nen akzep­tie­ren und die Beden­ken der euro­päi­schen CETA-Pro­test­be­we­gung ernst neh­men!...” Eil-Akti­on von und bei BUND zum mit­zeich­nen externer Link
  • 2.087 klei­ne und gro­ße gal­li­sche Dör­fer: Die Wal­lo­nie steht mit ihrer Geg­ner­schaft zu CETA in Euro­pa nicht allei­ne da
    Im öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk heißt es der­zeit, die Wal­lo­nie, in der nur 0,7 Pro­zent der Bür­ger der EU-Mit­glieds­län­der leb­ten, blo­ckie­re für alle 510,06 Mil­lio­nen Ein­woh­ner das Frei­han­dels­ab­kom­men CETA. Das kann man so sehen – oder auch nicht. Geht man näm­lich nicht nur in Bel­gi­en, son­dern auch in ande­ren euro­päi­schen Län­dern auf die Ebe­nen unter­halb der Natio­nal­par­la­men­te, dann stellt sich die Situa­ti­on etwas anders dar: Hier haben sich inzwi­schen 2.087 Regio­nen und Kom­mu­nen expli­zit gegen CETA und des­sen gro­ßen Bru­der TTIP aus­ge­spro­chen – dar­un­ter auch Metro­po­len wie Ams­ter­dam, Edin­burgh, Bar­ce­lo­na, Mai­land und Wien…” Arti­kel von Peter Mühl­bau­er in tele­po­lis vom 26.10.2016 externer Link – wir erin­nern an die inter­na­tio­na­le Akti­ons­sei­te externer Link: 2095 TTIP and CETA free zones in Euro­pe
  • Ceta ist nicht an Bel­gi­en geschei­tert, son­dern an sei­nen Demo­kra­tie-Defi­zi­ten
    Der Frei­han­del wur­de als “Deck­man­tel” miss­braucht, um hart­bei­ni­gen Ideo­lo­gen die Mög­lich­keit zu geben, die Stär­kung von Kon­zern­macht durch­zu­set­zen. Schon früh in die­ser Aus­ein­an­der­set­zung erklär­te mir ein Ken­ner der inter­na­tio­na­len Wirt­schafts­sze­ne, der Wirt­schaft – und damit auch ihren unre­flek­tier­ten Hand­lan­gern in der Poli­tik – gin­ge es gar nicht in ers­ter Linie um den Frei­han­del, der ja viel­leicht allen nüt­zen könn­te, son­dern um die­se Stär­kung der Macht der Kon­zer­ne an den Par­la­men­ten vor­bei.
    Nun ist die­se fal­sche Art von Frei­han­del, der den Frei­han­del nur vor­der­grün­dig “benut­zen” will, um vor allem die Macht der Wirt­schaft zu stär­ken, an Bel­gi­en “geschei­tert”. (http://​www​.attac​.de/​s​t​a​r​t​s​e​i​t​e​/​d​e​t​a​i​l​a​n​s​i​c​h​t​/​n​e​w​s​/​m​e​r​c​i​-​w​a​l​l​o​n​ie/ externer Link) So sehr die nur schein­bar wirt­schafts­li­be­ra­le Pres­se jetzt die Nie­der­la­ge – angeb­lich – für den Frei­han­del bedau­ert, um wah­re Kro­ko­dils­trä­nen über das Schei­tern die­ses fal­schen Spiels zu ver­gie­ßen: “Hun­dert-Tau­sen­de Arbeits­plät­ze sind ihnen egal, die der Kon­ti­nent durch die­sen Frei­han­del bekom­men hät­te,” so schreibt Tho­mas Kirch­ner im Kom­men­tar der Süd­deut­schen zu die­ser Nie­der­la­ge für Ceta.
    Da bleibt es wenigs­tens ein Trost, dass Andre­as Schwarz­kopf im Titel­sei­ten-Kom­men­tar der FR schreibt: “Ceta & Mor­dio” – Der Frei­han­dels­ver­trag schei­tert nicht an Bel­gi­en, son­dern an sei­nen Demo­kra­tie-Defi­zi­ten. (http://​www​.fr​-online​.de/​w​i​r​-​u​e​b​e​r​-​u​n​s​/​r​e​s​s​o​r​t​l​e​i​t​e​r​-​m​e​i​n​u​n​g​,​4​3​5​3​5​0​8​,​1​3​7​8​9​6​2​.​h​tml externer Link)
    Die euro­päi­schen Regie­run­gen hät­ten die Son­der­kla­ge­rech­te für Unter­neh­men nicht zulas­sen dür­fen. Sol­che unde­mo­kra­ti­schen Ver­fah­ren haben in sol­chen Frei­han­dels­ver­trä­gen nichts zu suchen. Nicht nur weil er es den Geg­nern zu ein­fach gemacht wird. Zu guter Letzt wur­den die Par­la­men­te auch noch von die­sen “Frei­han­dels-Eli­ten” aus­ge­he­belt. Erst nach­dem die EU-Kom­mis­si­on (= mit so wenig demo­kra­ti­scher Legi­ti­ma­ti­on) – die­sen Ver­trag aus­ge­han­delt hat­te, soll­te die Par­la­men­te zustim­men dür­fen. Wären sie frü­her ein­ge­bun­den gewe­sen, hät­ten sie ihre Ein­wän­de vor­brin­gen zu kön­nen. So wird die EU die demo­kra­ti­schen Ver­fah­ren neu jus­tie­ren müs­sen, um künf­tig – auch für den Frei­han­del – erfolg­reich sein zu kön­nen. (http://​www​.taz​.de/​!​5​3​4​8​0​64/
    externer Link)” Kur­zer Kom­men­tar von Vol­ker Bahl vom 25.10.2016
  • Cana­di­an aca­de­mics’ open let­ter to Wal­lo­nia on CETA deal
    “… We are hear­ten­ed that your demo­cra­tic pro­ces­ses in Wal­lo­nia have allo­wed for clo­se and care­ful con­si­de­ra­ti­on of the CETA’s flaws as part of a genui­ne and thought­ful deba­te. We wish Cana­di­ans had been per­mit­ted to have a simi­lar deba­te based on a vote in Canada’s Par­lia­ment and pro­vin­cial legis­la­tures, but that has not been the case under the Har­per government or the Tru­deau government. In con­trast to the views expres­sed undi­plo­ma­ti­cal­ly by some Cana­di­an poli­ti­ci­ans and busi­ness repre­sen­ta­ti­ves, it appears to us that Bel­gi­an demo­cra­cy has been exer­cis­ed respon­si­b­ly, as it should be, to allow par­lia­men­ta­ry votes on the qua­si-con­sti­tu­tio­nal struc­tures crea­ted by for­eign inves­tor pro­tec­tion agree­ments like the CETA…” Offe­ner Brief kana­di­scher Wis­sen­schaft­ler, doku­men­tiert am 22.10.2016 bei Cana­di­an Pro­gres­si­ve externer Link
  • CETA: Wie ist es um eine euro­päi­sche Wider­stands­kul­tur bestellt? Wie im letz­ten Jahr Grie­chen­land so wird jetzt Wal­lo­ni­en unter Druck gesetzt
    “”Euro­pa im Wür­ge­griff Wal­lo­ni­ens”, die­se Flos­kel liest man in die­sen Tagen häu­fig. Schließ­lich könn­te sich die Rati­fi­zie­rung des CETA-Abkom­mens ver­zö­gern, weil das Par­la­ment der bel­gi­schen Pro­vinz bis­her die Zustim­mung ver­wei­gert. Des­we­gen kann Bel­gi­en auch nicht zustim­men und die gefor­der­te Ein­stim­mig­keit ist dahin. Bis zum kom­men­den Don­ners­tag, dem anvi­sier­ten Rati­fi­zie­rungs­ter­min, will der EU-Par­la­ments­prä­si­dent Mar­tin Schulz den Wider­stand besei­tigt haben. (…) Dass der Wider­stand aus Wal­lo­ni­en kommt, ist kein Zufall. Es gibt dort neben der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Par­tei noch eine rela­tiv star­ke Frak­ti­on der Par­tei der Arbeit. Sie war einst eine mao­is­ti­sche Grün­dung, fährt hat aber mitt­ler­wei­le einen links­so­zi­al­de­mo­kra­ti­schen Kurs und hat einen gewis­sen Mas­sen­an­hang auch unter Fabrik­ar­bei­tern. Eigent­lich müss­ten in vie­len euro­päi­schen Län­dern die CETA- Kri­ti­ker wie­der auf der Stra­ße sein und sich mit der Mehr­heits­ent­schei­dung des wal­lo­ni­schen Par­la­ments soli­da­ri­sie­ren. Denn die bel­gi­sche Pro­vinz ist nun in der Lage, in der sich Grie­chen­land nach dem Syri­za-Wahl­sieg 2015 befun­den hat. (…) Die auf­ge­bau­te Droh­ku­lis­se ist enorm und eine kana­di­sche Regie­rung, die angeb­lich ent­nervt die Ver­hand­lun­gen abbricht, gehört dazu. Damit soll der Druck auf die wider­stän­di­ge Pro­vinz erhöht wer­den. Dabei hat die kana­di­sche Regie­rung und deren Wirt­schaft an dem CETA-Abschluss min­des­tens ein eben­so gro­ßes Inter­es­se wie die rele­van­ten Wirt­schafts­krei­se in der EU. Eine EU, die einen sol­chen Ver­trag nicht mehr rei­bungs­los über die Büh­ne bekommt, ist für die Inter­es­sen des Kapi­tals dys­funk­tio­nal. (…) Der Ruf nach einem auto­ri­tä­re­rem Durch­re­gie­ren auf EU-Ebe­ne wird wie­der lau­ter und es wer­den auch kon­kre­te Kon­zep­te ange­spro­chen, mit denen die EU-Gre­mi­en gestärkt wer­den sol­len. Doch dabei taucht ein Pro­blem auf: Den euro­päi­schen Gesamt­ka­pi­ta­lis­ten, des­sen Plä­ne dann die euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen durch­set­zen, gibt es nicht. Auch die EU-freund­li­chen Kapi­ta­lis­ten agie­ren noch immer als deut­sche, fran­zö­si­sche etc. Gesamt­ka­pi­ta­lis­ten. Das schafft mas­si­ve Rei­bungs­punk­te und ist ein Teil der EU-Kri­se. (…) Doch reicht es, einer klei­nen Pro­vinz zu dan­ken oder sie zum Durch­hal­ten auf­zu­for­dern, wie das im Früh­jahr 2015 auch gegen­über der grie­chi­schen Regie­rung gesche­hen ist? Müss­te nicht gera­de in Deutsch­land und in ande­ren Län­dern, die jetzt Druck auf die Wal­lo­ni­en aus­üben, der Pro­test lau­ter wer­den? Hier könn­te sich zei­gen, ob es ein Euro­pa von unten gibt, ein Euro­pa des Wider­stands und des Pro­tes­tes…” Arti­kel von Peter Nowak in tele­po­lis vom 23.10.2016 externer Link
  • »Wal­lo­ni­en ist in Euro­pa nicht allein« Die Regie­rung der bel­gi­schen Regi­on blo­ckiert Frei­han­dels­ab­kom­men CETA. Der Wider­stand in der Bevöl­ke­rung ist zu groß.
    Im Inter­view stellt Peter Mer­tens, Vor­sit­zen­der der Par­tei der Arbeit Bel­gi­ens (PTB-PVDA), u.a. dazu klar: “… Die Posi­ti­on der Regio­nal­re­gie­rung ist kor­rekt und mutig. Die Ver­tre­ter der PTB im Par­la­ment Wal­lo­ni­ens unter­stüt­zen die­sen Wider­stand und die Kri­tik an CETA. Minis­ter­prä­si­dent Paul Magnet­te von der Sozia­lis­ti­schen Par­tei, PS, und die Regio­nal­re­gie­rung Wal­lo­ni­ens wer­den jetzt von den Mario­net­ten der Groß­in­dus­trie Bel­gi­ens, der gesam­ten EU und Kana­da belei­digt und unter Druck gesetzt. Das ist ein Hohn für einen demo­kra­ti­schen Pro­zess. In der Bevöl­ke­rung gibt es kei­ne Unter­stüt­zung für die­ses Abkom­men, weder in Wal­lo­ni­en noch im übri­gen Land oder in Euro­pa. (…) Eigent­lich soll­te immer ein euro­päi­sches Refe­ren­dum orga­ni­siert wer­den, wenn es um Abkom­men mit der­ar­ti­gen Aus­wir­kun­gen geht. Aber das geschieht nicht. Die Miss­ach­tung regio­na­ler und natio­na­ler demo­kra­ti­scher Pro­zes­se in Euro­pa hat enor­men Umfang ange­nom­men. Wir sahen das schon frü­her, als das fran­zö­si­sche Nein zur Euro­päi­schen Ver­fas­sung 2005 schlicht in den Müll­ei­mer gewor­fen wur­de. Die Ver­fas­sung wur­de unter ande­rem Namen auf­er­legt. Ähn­li­ches beob­ach­te­ten wir in Grie­chen­land, dem in kei­ner Wei­se erlaubt wur­de, sei­ne eige­nen Wege in der Wirt­schaft zu suchen. Jetzt haben sie mit Wal­lo­ni­en das­sel­be vor…” Peter Mer­tens im Gespräch mit Bert De Bel­der bei der jun­gen Welt vom 22. Okto­ber 2016 externer Link
  • [IG Metall] Gut­ach­ten zum Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da: War­um CETA noch ver­bes­sert wer­den muss
    Inves­to­ren­schutz, Tarif­treu­e­re­ge­lun­gen, Durch­set­zung von Arbeit­neh­mer­rech­ten: Die IG Metall for­dert wei­te­re Nach­bes­se­run­gen beim Frei­han­dels­ab­kom­men CETA. Ein neu­es Rechts­gut­ach­ten stützt die Gewerk­schafts­po­si­tio­nen…” Pres­se­mit­tei­lung vom 20.10.2016 externer Link
    • Sie­he das Gut­ach­ten von Wolf­gang Däub­ler und Her­ta Däub­ler-Gme­lin externer Link für das Hugo-Sinz­hei­mer-Insti­tut (HSI)
    • Sie­he dazu: Kei­ne Chan­ce
      IG Metall-Chef Jörg Hof­mann sieht in CETA also eine Chan­ce für »frei­en und fai­ren Welt­han­del«, wo man ledig­lich bei arbeits­recht­li­chen Fra­gen nach­bes­sern müs­se. Man kann auch mei­nen, dass genau so wie die Ver­fas­sungs­rich­ter in Karls­ru­he auch die Indus­trie­ge­werk­schaft »Ja, aber…« zum Frei­han­dels­ab­kom­men sagt. (…) Viel wich­ti­ger dürf­te sein, dass vie­le ihrer Mit­glie­der in export­ori­en­tier­ten Betrie­ben arbei­ten. Das macht IG Metall-Chef Hof­mann nicht nur zum Gewerk­schaf­ter, son­dern auch zum Ver­tre­ter von Bran­chen, die in EU-Frei­han­dels­ab­kom­men wie CETA mit Kana­da oder TTIP mit den USA eine Chan­ce auf gute Geschäf­te sehen…” Kom­men­tar von Simon Poel­chau vom 21.10.2016 beim ND online externer Link
  • Mer­ci, Wal­lo­nie. Votum des bel­gi­schen Teil­par­la­ments gegen CETA lähmt Han­dels­mi­nis­ter­tref­fen und bringt EU-Gip­fel in Zug­zwang. Hek­tik und star­ker Druck auf Regio­nal­po­li­ti­ker
    “… Das Par­la­ment des fran­ko­pho­nen bel­gi­schen Lan­des­teils hat­te ver­gan­ge­ne Woche sein Veto gegen CETA ein­ge­legt (jW berich­te­te). Damit kann die Zen­tral­re­gie­rung in Brüs­sel dem EU-Kana­da-Deal laut Ver­fas­sung nicht zustim­men. Dafür bedarf es des posi­ti­ven Votums aller drei Regio­nen, also Flan­derns, Wal­lo­ni­ens und Brüs­sels. »Was nun?« frag­ten sich am Diens­tag nicht nur die EU-Han­dels­mi­nis­ter. Die waren nach Luxem­burg gereist, um CETA end­gül­tig auf den Weg zu brin­gen – und muss­ten unver­rich­te­ter Din­ge nach Hau­se fah­ren. Eine Bla­ma­ge für die Antrei­ber, ein Hoff­nungs­schim­mer für die Geg­ner des Abkom­mens. Jetzt rich­ten sich die Bli­cke auf das tur­nus­mä­ßi­ge Tref­fen der Staats- und Regie­rungs­chefs am Don­ners­tag und Frei­tag…” Arti­kel von Klaus Fischer in jun­ge Welt vom vom 19.10.2016 externer Link 
    • Sie­he dazu: “… Getrof­fe­ne Hun­de bel­len, und so kläf­fen nun Lob­by­is­ten, EU-Büro­kra­ten und ihre Sprach­roh­re in den meis­ten Funk­häu­sern und Redak­ti­ons­stu­ben die Wal­lo­nie an. Euro­pa­weit wach­se »das Unver­ständ­nis, dass eine so klei­ne Regi­on CETA zum Plat­zen brin­gen könn­te«, heißt es etwa beim Bel­gi­schen Rund­funk. Dabei gibt es Vor­be­hal­te offen­bar auch aus Rumä­ni­en, Bul­ga­ri­en und Slo­we­ni­en. Mög­lich, dass CETA trotz­dem durch­ge­setzt wird und sich die EU mit irgend­wel­chen Win­kel­zü­gen über die feh­len­de demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on die­ses Ver­trags hin­weg­setzt. Wahr­schein­lich ist auch, dass anschlie­ßend – bzw. nach der US-Prä­si­dent­schafts­wahl – das TTIP wie­der aus der Ver­sen­kung geholt wird. Ziem­lich sicher ist jeden­falls, dass das Votum der Wal­lo­nie den Vor­wand für eine noch wei­te­re Ent­de­mo­kra­ti­sie­rung der EU bie­ten wird. Es wird nicht lan­ge dau­ern, bis aus der EU-Kom­mis­si­on, der Bun­des­re­gie­rung, ger­ne auch aus der EZB, Rufe nach einer »effi­zi­en­te­ren« Uni­on laut wer­den…” Aus dem Kom­men­tar von André Scheer in jun­ge Welt vom 19.10.2016 externer Link: “Getrof­fe­ne Hun­de: CETA, die EU und die Wal­lo­nie”
    • EU ver­tagt Ceta-Ent­scheid: Han­dels­streit geht in Ehren­run­de
      “… Eigent­lich hät­te der Diens­tag end­lich Gewiss­heit dar­über brin­gen sol­len, ob die EU das fer­tig aus­ge­han­del­te Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da (Ceta) auch unter­zeich­nen kann. Doch schon bei Beginn des zur Ver­ab­schie­dung der ein­schlä­gi­gen Beschlüs­se ein­be­ru­fe­nen Tref­fens der EU-Han­dels­mi­nis­ter in Luxem­burg wur­de klar, dass noch kein Durch­bruch mög­lich ist. (…) Die EU braucht die Zustim­mung aller Mit­glied­staa­ten. Wer (noch) nicht an Bord ist, ist Bel­gi­en. Nach bel­gi­schem Recht kann der Staat Ceta nur unter­zeich­nen, wenn neben der Föde­ral­re­gie­rung auch die Regie­run­gen der Regio­nen und Sprach­ge­mein­schaf­ten zustim­men. (…) Das bel­gi­sche Pro­blem führt dazu, dass auch Bul­ga­ri­en und Rumä­ni­en noch einen Vor­be­halt zu Ceta haben. Sie for­dern von Kana­da die Libe­ra­li­sie­rung der Visa­be­stim­mun­gen für ihre Bür­ger. Otta­wa hat ihnen die­se dem Ver­neh­men nach im Prin­zip zuge­si­chert, doch unter Vor­be­halt einer Zustim­mung der Euro­pä­er zu Ceta. (…) Gelöst wur­de am Diens­tag der­weil der Umgang mit den Bedin­gun­gen des deut­schen Ver­fas­sungs­ge­richts. Die­ses hat­te letz­ten Don­ners­tag Eil­an­trä­ge gegen Ceta zwar abge­lehnt, aber zugleich Kon­di­tio­nen for­mu­liert. Der deut­sche Wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Gabri­el sag­te nach der Sit­zung, er sei sehr zufrie­den, da Deutsch­land alle die­se Bedin­gun­gen habe ein­ver­nehm­lich durch­set­zen kön­nen.” Dabei ging es laut Gabri­el um Erklä­run­gen zu drei Punk­ten: die Abgren­zung zwi­schen natio­na­len und euro­päi­schen Zustän­dig­kei­ten; eine Klä­rung zur Been­di­gung der vor­läu­fi­gen Anwen­dung von Ceta, falls zum Bei­spiel ein natio­na­les Par­la­ment nicht zustimmt oder das deut­sche Ver­fas­sungs­ge­richt im Haupt­ver­fah­ren Ein­wän­de erhebt; und die Bestä­ti­gung, dass der geplan­te gemein­sa­me Aus­schuss Ceta nicht in eige­ner Kom­pe­tenz ver­än­dern kann. Gabri­el begrüss­te zudem eine – auch für Öster­reich wich­ti­ge – Zusatz­er­klä­rung, die die Gren­zen von Ceta auf­zeigt und zum Bei­spiel den Schutz von Umwelt- und Arbeit­neh­mer­rech­ten bestä­tigt.” Bei­trag von René Hölt­schi, Luxem­burg, vom 18. Okto­ber 2016 bei der Neu­en Züri­cher Zei­tung online externer Link
  • [Doku­ment] Rat der EU ver­fasst eine Aus­le­gungs­er­klä­rung zu CETA
    Wohl vor allem auf­grund der öffent­li­chen Kri­tik ver­fass­te der Gene­ral­se­kre­tär des EU-Rates am 13. Okto­ber 2016 die von Gabri­el so gelob­te lesen­wer­te Zusatz­er­klä­rung zur Aus­le­gung der CETA-Ver­ein­ba­run­gen externer Link, wel­che auch Kana­da unter­zeich­nen soll. Wir dan­ken CORREKT!V für die Info
  • Aus­blick auf die Zukunft von CETA
    CETA beinhal­tet eine so genann­te Nega­tiv­lis­te, auf der alle Diens­te auf­ge­führt sind, die wie­der in öffent­li­chen Besitz über­nom­men wer­den dür­fen. Das Pro­blem dabei ist, dass alle Diens­te, die nicht expli­zit genannt wer­den, pri­va­ten Inves­to­ren aus allen Ver­trags­staa­ten über­las­sen wer­den müs­sen. Auch zukünf­ti­ge Diens­te, die bis­her noch nicht exis­tie­ren, müs­sen so von vorn­her­ein für pri­va­te Fir­men aus­ge­schrie­ben wer­den. Die Nega­tiv­lis­te von CETA umfasst unter ande­rem Dienst­leis­tun­gen in den Berei­chen Bil­dung, Gesund­heit, sozia­len Diens­ten und Was­ser­ver­sor­gung. Dies bedeu­tet, dass Dienst­leis­ter aus allen ande­ren Berei­chen wie Strom- und Gas­ver­sor­gung, Abwas­ser­ent­sor­gung, aber auch ehe­mals öffent­li­cher Woh­nungs­bau nicht wie­der rekom­mu­na­li­siert wer­den dür­fen, wenn sie ein­mal pri­va­ti­siert wur­den.” Info im Rat­ge­ber von und bei Berufs­ver­band der Rechts­jour­na­lis­ten e.V. externer Link, sie­he den gesam­ten Rat­ge­ber “Das Frei­han­dels­ab­kom­men CETA: Ein Vor­spiel für TTIP?” externer Link – ein umfang­rei­ches Dos­sier
  • Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts: Eil­an­trä­ge in Sachen „CETA“ erfolg­los
    “Mit heu­te ver­kün­de­tem Urteil hat der Zwei­te Senat des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts meh­re­re Anträ­ge auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung abge­lehnt, die sich gegen eine Zustim­mung des deut­schen Ver­tre­ters im Rat der Euro­päi­schen Uni­on zur Unter­zeich­nung, zum Abschluss und zur vor­läu­fi­gen Anwen­dung des Frei­han­dels­ab­kom­mens zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und Kana­da (Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment – CETA) rich­te­ten, über die der Rat der Euro­päi­schen Uni­on vor­aus­sicht­lich am 18. Okto­ber 2016 ent­schei­den wird. Die Bun­des­re­gie­rung muss aller­dings sicher­stel­len, dass ein Rats­be­schluss über die vor­läu­fi­ge Anwen­dung nur die Berei­che von CETA umfas­sen wird, die unstrei­tig in der Zustän­dig­keit der Euro­päi­schen Uni­on lie­gen, dass bis zu einer Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts in der Haupt­sa­che eine hin­rei­chen­de demo­kra­ti­sche Rück­bin­dung der im Gemisch­ten CETA-Aus­schuss gefass­ten Beschlüs­se gewähr­leis­tet ist, und dass die Aus­le­gung des Art. 30.7 Abs. 3 Buch­sta­be c CETA eine ein­sei­ti­ge Been­di­gung der vor­läu­fi­gen Anwen­dung durch Deutsch­land ermög­licht. Bei Ein­hal­tung die­ser Maß­ga­ben bestehen für die Rech­te der Beschwer­de­füh­rer sowie für die Mit­wir­kungs­rech­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges kei­ne schwe­ren Nach­tei­le, die im Rah­men einer Fol­gen­ab­wä­gung den Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung gebo­ten erschei­nen lie­ßen…” BVerfG-Pres­se­mit­tei­lung Nr. 71/​2016 vom 13. Okto­ber 2016 externer Link zum Urteil vom 13. Okto­ber 2016 zu 2 BvR 1368/​16, 2 BvR 1444/​16, 2 BvR 1823/​16, 2 BvR 1482/​16, 2 BvE 3/​16. Sie­he dazu:
    • Wich­ti­ges aus der Begrün­dung: “… Eine einst­wei­li­ge Anord­nung, durch die die Bun­des­re­gie­rung an einer Zustim­mung zur vor­läu­fi­gen Anwen­dung von CETA gehin­dert wür­de, wür­de in erheb­li­chem Maße in die – grund­sätz­lich wei­te – Gestal­tungs­frei­heit der Bun­des­re­gie­rung im Rah­men der Europa‑, Außen- und Außen­wirt­schafts­po­li­tik ein­grei­fen. Dies gäl­te in ver­gleich­ba­rer Wei­se auch für die Euro­päi­sche Uni­on. Ein – auch nur vor­läu­fi­ges – Schei­tern von CETA dürf­te über eine Beein­träch­ti­gung der Außen­han­dels­be­zie­hun­gen zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und Kana­da hin­aus weit rei­chen­de Aus­wir­kun­gen auf die Ver­hand­lung und den Abschluss künf­ti­ger Außen­han­dels­ab­kom­men haben. Inso­fern erscheint es nahe­lie­gend, dass sich der Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung nega­tiv auf die euro­päi­sche Außen­han­dels­po­li­tik und die inter­na­tio­na­le Stel­lung der Euro­päi­schen Uni­on ins­ge­samt aus­wir­ken wür­de. Die mit dem Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung bei spä­te­rer Erfolg­lo­sig­keit der Haupt­sa­che ver­bun­de­nen Nach­tei­le könn­ten sich mit hoher Wahr­schein­lich­keit als irrever­si­bel erwei­sen. Die zu erwar­ten­de Ein­bu­ße an Ver­läss­lich­keit sowohl der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land – als Ver­an­las­ser einer der­ar­ti­gen Ent­wick­lung – als auch der Euro­päi­schen Uni­on ins­ge­samt könn­te sich dau­er­haft nega­tiv auf den Hand­lungs- und Ent­schei­dungs­spiel­raum aller euro­päi­schen Akteu­re bei der Gestal­tung der glo­ba­len Han­dels­be­zie­hun­gen aus­wir­ken. (…) Soll­te sich ent­ge­gen der Annah­me des Senats erge­ben oder abzeich­nen, dass die Bun­des­re­gie­rung die von ihr ange­kün­dig­ten Hand­lungs­op­tio­nen zur Ver­mei­dung eines mög­li­chen Ultra-vires-Aktes oder einer Ver­let­zung der Ver­fas­sungs­iden­ti­tät des Grund­ge­set­zes (Art. 79 Abs. 3 GG) nicht rea­li­sie­ren kann, ver­bleibt ihr in letz­ter Kon­se­quenz die Mög­lich­keit, die vor­läu­fi­ge Anwen­dung des Abkom­mens für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land durch schrift­li­che Noti­fi­zie­rung zu been­den (Art. 30.7 Abs. 3 Buch­sta­be c CETA). Zwar erscheint die Aus­le­gung der genann­ten Norm nicht zwin­gend [sic!]. Sie ist aber von der Bun­des­re­gie­rung als zutref­fend vor­ge­tra­gen wor­den. Die­ses Ver­ständ­nis hat sie in völ­ker­recht­lich erheb­li­cher Wei­se zu erklä­ren und ihren Ver­trags­part­nern zu noti­fi­zie­ren.”
    • Teil­erfolg vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt: Eil-Antrag abge­wie­sen, CETA wird im Haupt­sa­che­ver­fah­ren behan­delt, wich­ti­ge Leit­plan­ken fest­ge­legt.
      Pres­se­mit­tei­lung vom 13. Okto­ber 2016 von und bei der Initia­ti­ve zur Sam­mel­kla­ge externer Link, dort auch umfang­rei­che Kom­men­tie­rung des Urteils
  • [DGB] CETA: Pro­ble­me vor Unter­zeich­nung rechts­ver­bind­lich lösen: “So wie CETA jetzt auf dem Tisch liegt, ist es für die Gewerk­schaf­ten nicht zustim­mungs­fä­hig”
    “Der DGB warnt EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Juncker davor, CETA in sei­ner jet­zi­gen Form zuzu­stim­men. Der DGB-Bun­des­vor­stand hat in einer Reso­lu­ti­on die EU-Kom­mis­si­on und die kana­di­sche Regie­rung auf­ge­ru­fen, die drin­gend not­wen­di­gen Nach­bes­se­run­gen bei CETA vor einer Unter­zeich­nung rechts­ver­bind­lich zu lösen. (…) Ers­tens müs­se der Schutz aus­län­di­scher Inves­to­ren stär­ker begrenzt wer­den. Zwei­tens müs­se die öffent­li­che Daseins­vor­sor­ge kla­rer vom Ver­trag aus­ge­nom­men wer­den. Auch dürf­ten, drit­tens, Sozi­al- und Umwelt­stan­dards nicht als Han­dels­hemm­nis­se inter­pre­tiert wer­den. Vier­tens müs­se das euro­päi­sche Vor­sor­ge­prin­zip stär­ker wir­ken als alle Regeln des CETA-Ver­tra­ges. Zudem müs­se, fünf­tens, ein Mecha­nis­mus ent­wi­ckelt wer­den, der Ver­stö­ße gegen Arbeit­neh­mer­rech­te und Umwelt­stan­dards ahn­de…” DGB-Stel­lung­nah­me vom 10. Okto­ber 2016 externer Link – mit Down­load des Schrei­bens des DGB an EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean-Clau­de Juncker und EU-Han­dels­kom­mis­sa­rin Ceci­lia Malm­ström in Deutsch und Eng­lisch
  • CETA-Zusatz­er­klä­rung: Geg­ner pran­gern wei­ter­hin bestehen­de Män­gel an
    “… In einer gemein­sa­men Erklä­rung gehen Kana­da und die EU auf Beden­ken zum Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment (CETA) ein. Die Erklä­rung soll dem umstrit­te­nen Frei­han­dels­ab­kom­men ange­hef­tet wer­den, wenn es beim geplan­ten EU-Kana­da Gip­fel Ende Okto­ber end­gül­tig auf den Weg gebracht wer­den soll. Geg­ner nen­nen den gele­ak­ten fünf­sei­ti­gen Ent­wurf bes­ten­falls schlech­te Wer­bung. (…) Geg­ner, wie etwa Green­peace, reagier­ten rasch und wie­sen dar­auf hin, dass die EU und Kana­da dabei unter­schla­gen, dass das Recht zu regu­lie­ren in wich­ti­gen Kapi­teln zu Inves­ti­tio­nen, Arbeit und Umwelt sehr wohl an Bedin­gun­gen geknüpft ist. Bei Re-Pri­va­ti­sie­run­gen, etwa der Was­ser­ver­sor­gung, ris­kie­re die öffent­li­che Hand übri­gens emp­find­li­che Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen. Auf brei­ter Front abge­lehnt wer­den wei­ter­hin die spe­zi­el­len Schieds­ver­fah­ren für Inves­to­ren, auch wenn die Zusatz­er­klä­rung Ver­bes­se­run­gen in CETA gegen­über der bis­he­ri­gen Pra­xis anpreist.” Bei­trag von Moni­ka Ermert vom 7. Okto­ber 2016 bei hei­se online externer Link – die eng­li­sche CETA-Zusatz­ver­ein­bah­rung vom 5. Okto­ber 2016 externer Link ist abruf­bar bei kro​ne​.at
  • CETA: Ein Damm­bruch mit Vor­satz
    Bei CETA geht es nur zweit­ran­gig um Kana­da. Denn – soweit sind sich Befür­wor­te­rIn­nen und Geg­ne­rIn­nen einig – mit der CETA-Debat­te wird die Zukunft der euro­päi­schen Han­dels­po­li­tik bestimmt. Wäh­rend die nächs­ten Abkom­men schon in den Start­lö­chern ste­hen, sind die Fol­gen für staat­li­che Hand­lungs­fä­hig­keit mög­li­cher­wei­se ver­hee­rend. (…) Frei­han­del, Demo­kra­tie und Natio­nal­staat (…) ver­tra­gen sich nicht. Einer der drei muss den Kür­ze­ren zie­hen und das sol­le bes­ser nicht Demo­kra­tie oder Natio­nal­staat sein, wenn all­ge­mei­ner Wohl­stand erhal­ten blei­ben soll. Danach sieht es aber ganz und gar nicht aus – im Gegen­teil knab­bert CETA mas­siv an staat­li­cher Regu­lie­rungs­fä­hig­keit und Demo­kra­tie…” Bei­trag von Flo­ri­an Stei­nin­ger vom 4. Okto­ber 2016 bei blog​.arbeit​-wirt​schaft​.at externer Link
  • Mit Zusatz­er­klä­rung kann CETA 2017 vor­läu­fig in Kraft tre­ten
    Nach­ver­hand­lun­gen zu CETA wird es nicht geben, aber noch eine “Zusatz­er­klä­rung“ mit wei­te­ren „Klar­stel­lun­gen“ zum Inves­ti­ti­ons­schutz, öffent­li­chen Dienst­leis­tun­gen und Umwelt­stan­dards. Beim ihrem infor­mel­len Tref­fen in Bra­tis­la­va haben sich die EU-Wirt­schafts- und Han­dels­mi­nis­ter in Bra­tis­la­va heu­te (23.9.16) auf den Fahr­plan zum Abschluss des Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment (CETA) mit Kana­da geei­nigt. Anfang kom­men­den Jah­res soll das Abkom­men vor­läu­fig in Kraft tre­ten, abge­se­hen von ein­zel­nen Punk­ten, sag­te EU Han­dels­kom­mis­sa­rin Ceci­lia Malm­stro­em im Anschluss an das Tref­fen. CETA gilt den Befür­wor­tern als neu­er Gold-Stan­dard eines Han­dels­ab­kom­mens. Geg­ner befürch­ten nega­ti­ve Effek­te unter ande­rem für die Daseins­vor­sor­ge, aber auch die Land­wir­te ver­schie­de­ner Sek­to­ren auf bei­den Sei­ten…Bei­trag von Axel Kan­nen­berg bei hei­se online vom 23.09.2016 externer Link
  • US-Stu­die: CETA kos­tet 200.000 Arbeit­plät­ze in Euro­pa und 30.000 in Kana­da
    Stu­die mit rea­lis­ti­schen Annah­men errech­net Sin­ken der Löh­ne und Zunah­me der Ungleich­heit: CETA wür­de bis 2023 in Euro­pa zu einem Ver­lust von 200.000 Arbeits­plät­ze füh­ren. Kana­da wür­de 30.000 Arbeits­plät­zen ver­lie­ren. Auch die Ungleich­heit bei Ein­kom­men wür­de das Abkom­men ver­stär­ken: Wäh­rend der Anteil der Kapi­tal­ge­win­ne am Brut­to­in­lands­pro­dukt stei­gen wür­de, ist ein Sin­ken der Lohn­quo­te zu erwar­ten. In Kana­da wür­den die jähr­li­chen Lohn­ein­kom­men bis 2023 durch­schnitt­lich um 1776 Euro schrump­fen, in Euro­pa je nach Land um 316 bis 1331 Euro. Vor allem in euro­päi­schen Län­der mit einer noch rela­tiv höhe­ren Lohn­quo­te wie Ita­li­en oder Frank­reich wären die Lohn­ver­lus­te am stärks­ten. Mit den Löh­nen wür­den auch Steu­er­ein­nah­men und Brut­to­in­lands­pro­duk­te sin­ken. Zu die­sen Ergeb­nis­sen kommt eine aktu­el­le Stu­die der Tufts Uni­ve­ri­ty in Bos­ton, Mas­sa­chu­setts. Sie basiert auf Model­len der Ver­ein­ten Natio­nen, dem United Nati­ons Glo­bal Poli­cy Model, GPM…Bei­trag von und bei Attac Öster­reich vom 21. Sep­tem­ber 2016 externer Link. Sie­he dazu: CETA Without Blin­ders: How Cut­ting ‘Tra­de Cos­ts and More’ Will Cau­se Unem­ploy­ment, Ine­qua­li­ty and Wel­fa­re Los­ses. Stu­die von Pierre Koh­ler und Ser­v­aas Storm – GDAE Working Paper 16–03 vom Sep­tem­ber 2016 externer Link
  • Deut­scher Städ­te­tag: Chan­cen beim Frei­han­dels­ab­kom­men CETA nut­zen – Schutz der kom­mu­na­len Daseins­vor­sor­ge bes­ser absi­chern
    “Die deut­schen Städ­te for­dern den Bund und die EU auf, beim Frei­han­dels­ab­kom­men CETA sicher­zu­stel­len, dass die hohe Qua­li­tät der öffent­li­chen Daseins­vor­sor­ge in kom­mu­na­ler Ver­ant­wor­tung geschützt wird. Grund­sätz­lich unter­stüt­zen die Städ­te die Zie­le von Frei­han­dels­ab­kom­men, Han­dels­hemm­nis­se abzu­bau­en, Inves­ti­ti­ons­be­din­gun­gen für Unter­neh­men zu ver­bes­sern sowie mit­tels ver­ein­bar­ter Stan­dards Aus­wir­kun­gen der Glo­ba­li­sie­rung fai­rer zu gestal­ten (…) Im Frei­han­dels­ab­kom­men CETA wird auf die von den Kom­mu­nen favo­ri­sier­te Posi­tiv­lis­te ver­zich­tet. Durch eine Posi­tiv­lis­te wür­den alle Auf­ga­ben­be­rei­che expli­zit benannt, die unter das Han­dels­ab­kom­men fal­len. Die öffent­li­che Daseins­vor­sor­ge könn­te damit kom­plett in ein­fa­cher Wei­se aus­ge­nom­men wer­den. Dage­gen wird bei CETA eine Nega­tiv­lis­te ver­wen­det, es wer­den also Berei­che benannt, auf die das Abkom­men nicht zutref­fen soll. Genannt wer­den hier “public uti­li­ties”, was in der deut­schen Sprach­fas­sung mit “Öffent­li­che Ver­sor­gungs­leis­tun­gen” über­setzt wird. Damit wird ein Begriff gewählt, der weder im deut­schen Ver­ga­be- noch im Bei­hil­fe­recht ver­wen­det wird und somit Inter­pre­ta­tio­nen zum Anwen­dungs­be­reich zulässt. Dies gilt auch für neue Dienst­leis­tun­gen, egal ob digi­tal oder ana­log erbracht…” Pres­se­mit­tei­lung des Deut­schen Städ­te­ta­ges vom 21. Sep­tem­ber 2016 externer Link
  • CETA: In den Müll damit
    … Wahr­schein­lich kommt der Frei­han­dels­ver­trag TTIP zwi­schen den USA und der Euro­päi­schen Uni­on erst ein­mal nicht zustan­de. Umso mehr set­zen sich die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on und die deut­sche Regie­rung für CETA ein: Die­ses Abkom­men mit Kana­da wäre “TTIP durch die Hin­ter­tür”. Dafür gibt es zahl­rei­che Grün­de. Es reicht allein, sich den Ver­trags­part­ner Kana­da ein­mal genau­er anzu­se­hen…Bei­trag von Wer­ner Rüge­mer bei ver.di publik online vom 16.09.2016 externer Link
  • Gemein­sa­me Erklä­rung der kana­di­schen Gewerk­schaf­ten zu CETA: Kana­da darf das „grund­sätz­lich bedenk­li­che“ Han­dels­ab­kom­men mit Euro­pa nicht rati­fi­zie­ren
    “… In Soli­da­ri­tät mit den Groß­kund­ge­bun­gen in Euro­pa wie­der­ho­len die unter­zeich­ne­ten kana­di­schen Gewerk­schaf­ten noch ein­mal die jüngs­te Bot­schaft des Cana­di­an Labour Con­gress (Dach­ver­band der kana­di­schen Gewerk­schaf­ten) und sei­ner 3,3 Mil­lio­nen Mit­glie­der: Das umfas­sen­de Wirt­schafts- und Han­dels­ab­kom­men zwi­schen Kana­da und der Euro­päi­schen Uni­on ent­hält vie­le frag­wür­di­ge Aspek­te, wes­halb wir unse­re libe­ra­le Bun­des­re­gie­rung drin­gend auf­ru­fen, CETA nicht zu rati­fi­zie­ren. Wie umstrit­ten CETA ist, lässt sich an den über drei Mil­lio­nen Euro­päe­rin­nen und Euro­pä­ern able­sen, die den Auf­ruf gegen CETA und sein Zwil­lings­ab­kom­men, das trans­at­lan­ti­sche Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP mit den USA, unter­schrie­ben haben. Und der Wider­stand der Euro­pä­er gegen CETA, der sich in ers­ter Linie gegen die Inves­to­ren­rech­te und den man­geln­den Schutz für öffent­li­che Diens­te rich­tet, wächst. Die­se Beden­ken, die das Abkom­men in Euro­pa noch zu Fall brin­gen könn­ten, wer­den auf der ande­ren Sei­te des Atlan­tiks von kana­di­schen Gewerk­schaf­ten, Umwelt­schutz- und Bür­ger­rechts­grup­pen geteilt. „Wir rufen die kana­di­sche Regie­rung auf, CETA nicht zu rati­fi­zie­ren. Die­ses Han­dels­ab­kom­men ist eine Gefahr für die öffent­li­chen Dienst, unse­re Gesund­heits­ver­sor­gung und die kana­di­schen Arbeits­plät­ze“, sag­te Mark Han­cock, Prä­si­dent der kana­di­schen Gewerk­schaft der öffent­lich Bediens­te­ten. „Die kana­di­sche Minis­te­rin für inter­na­tio­na­len Han­del Chrys­tia Free­land bewirbt das Abkom­men zwi­schen Kana­da und der EU als ‚pro­gres­siv‘, aber nichts könn­te wei­ter von der Wahr­heit ent­fernt sein. CETA ent­hält in sei­ner der­zei­ti­gen Ver­si­on grund­le­gen­de Män­gel und begüns­tigt die Inter­es­sen der Kon­zer­ne gegen­über jenen der Kana­di­er“, füg­te Ken Neu­mann, natio­na­ler Direk­tor der Gewerk­schaft der ver­ei­nig­ten Stahl­ar­bei­ter hin­zu…” Doku­men­ta­ti­on der Gemein­sa­me Erklä­rung der kana­di­schen Gewerk­schaf­ten zu CETA vom 16. Sep­tem­ber 2016 bei anno​ta​zio​ni​.de externer Link – Ganz anders die Auto­lob­by in der IG Metall:
  • Erklä­rung des Auto­mo­bil­aus­schus­ses der IG Metall: TTIP und Ceta nur mit sozia­len und öko­lo­gi­schen Stan­dards
    “Die IG Metall und die Betriebs­rä­te der Auto­mo­bil­in­dus­trie tre­ten für einen frei­en, fai­ren und gerech­ten Han­del ein. Hier­zu kön­nen Han­dels­ab­kom­men bei­tra­gen. (…) Die IG Metall und ihre Betriebs­rä­te in der Auto­mo­bil­in­dus­trie sind sich der hohen Export­ab­hän­gig­keit der deut­schen Unter­neh­men voll und ganz bewusst. Gera­de des­halb ver­folgt die IG Metall das Ziel, trans­pa­ren­te, fai­re und sozia­le Wett­be­werbs­be­din­gun­gen ver­bind­lich durch­zu­set­zen…” Erklä­rung der IG Metall und ihre Betriebs­rä­te in der Auto­mo­bil­in­dus­trie vom 16. Sep­tem­ber 2016 externer Link
  • [ver.di] CETA so nicht zustim­men!
    “… das euro­pä­isch-kana­di­sche Frei­han­dels­ab­kom­men CETA soll Ende Okto­ber von den Regie­rungs­chefs der EU-Staa­ten und Kana­das unter­zeich­net wer­den. Nach wie vor ent­hält der Ver­trags­text aber Rege­lun­gen und For­mu­lie­run­gen, die gefähr­lich für Beschäf­tig­te sind. Am 17. Sep­tem­ber machen ver.di, der DGB und vie­le ande­re Gewerk­schaf­ten und Orga­ni­sa­tio­nen des­halb bei Groß­de­mons­tra­tio­nen in sie­ben Städ­ten gemein­sam deut­lich: Gerech­ter Welt­han­del geht anders – der aktu­el­le Ver­trag ist nicht zustim­mungs­fä­hig!Bekräf­ti­gung der Posi­ti­on von ver.di in Wirt­schafts­po­li­tik aktu­ell 14 /​2016 vom 13.9.2016 externer Link (zum vori­gen The­ma in unse­rem Dosier: DGB schlin­gert bei Ceta)
  • Mit CETA droht Dum­ping. Stu­die über Han­dels­ab­kom­men zwi­schen EU und Kana­da warnt vor Absen­kung von Min­dest­stan­dards
    Nur weni­ge Details sind der Öffent­lich­keit bis­her über das CETA bekannt. Das Han­dels­ab­kom­men zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und Kana­da wird von Lob­by­is­ten hin­ter ver­schlos­se­nen Türen vor­be­rei­tet. Vor den Risi­ken warn­ten ver­schie­de­ne Ver­brau­cher­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen bei der Vor­stel­lung einer Ana­ly­se des geplan­ten Ver­trags am Diens­tag in Ber­lin. (…) Arbeits­rech­te dürf­ten über die ISDS hin­ge­gen nicht ein­ge­klagt wer­den. Im Fal­le eines Kon­flikts zwi­schen den Par­tei­en bezüg­lich einer Ver­let­zung von Arbeits­stan­dards sehe das CETA ledig­lich unver­bind­li­che Kon­sul­ta­tio­nen zur Bei­le­gung vor. Diver­se EU-Mit­glieds­staa­ten wie auch Kana­da haben die Kern­ar­beits­nor­men der Inter­na­tio­na­len Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on (ILO) und eini­ge von deren prio­ri­tä­ren Gover­nan­ce-Über­ein­kom­men noch nicht rati­fi­ziert…” Arti­kel von Simon Zei­se in jun­ge Welt vom 14.09.2016 externer Link
  • DGB schlin­gert bei Ceta
    Hin­ter den Kulis­sen des Deut­schen Gewerk­schafts­bunds brö­ckelt die Pro­test­front. So äußert DGB-Chef Hoff­mann offe­ne Unter­stüt­zung für den Ceta-Kurs der SPD-Spit­ze. (…) Der SPD-Vor­stand hat­te mit gro­ßer Mehr­heit einen Leit­an­trag beschlos­sen, der sich grund­sätz­lich für Ceta aus­spricht. Aller­dings sei­en wäh­rend des par­la­men­ta­ri­schen Ver­fah­rens noch Klar­stel­lun­gen bei meh­re­ren strit­ti­gen Punk­ten erfor­der­lich. DGB-Chef Hoff­mann hat­te als Gast an der Gre­mi­en­sit­zung im Wil­ly-Brandt-Haus teil­ge­nom­men. Am Diens­tag äußer­te er sich ganz ähn­lich: Beim Inves­to­ren­schutz, bei der Daseins­vor­sor­ge und der Über­nah­me der inter­na­tio­na­len Kern­ar­beits­nor­men bestehe noch Nach­bes­se­rungs­be­darf. Grund­sätz­lich sei er aber dafür, Chan­cen zu nut­zen. Auf die Nach­fra­ge der FR, ob der DGB das SPD-Papier unter­stüt­ze, sag­te er: „Wir unter­stüt­zen das.“ (…) Am Diens­tag­nach­mit­tag rela­ti­vier­te Hoff­mann sei­ne Äuße­run­gen: „Das SPD-Papier ent­hält wesent­li­che For­de­run­gen der Gewerk­schaf­ten, die einen ers­ten Schritt hin zu dem von uns gefor­der­ten fai­ren Han­del bedeu­ten. Inso­fern begrü­ßen wir den Beschluss der SPD, die­se For­de­run­gen anzu­er­ken­nen.“ Dies hei­ße nicht, dass die Gewerk­schaf­ten Ceta in der jet­zi­gen Form zustim­men. Hin­ter­grund sind Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zwi­schen den Ein­zel­ge­werk­schaf­ten. Wäh­rend die IG BCE das Ceta-Abkom­men offen und die IG Metall es eher ver­hal­ten unter­stützt, lehnt Ver­di den Ver­trag ab…” Arti­kel von Karl Doemens vom 06. Sep­tem­ber 2016 bei der FR online externer Link Sie­he dazu:
    • Gewerk­schaf­ten gera­ten bei CETA ins Schlin­gern: Seit Mona­ten mobi­li­sie­ren DGB und Gewerk­schaf­ten auch gegen CETA – doch nun weicht ihre Hal­tung auf
      “Pro­mi­nent mobi­li­sie­ren DGB und Gewerk­schaf­ten seit Wochen gegen das euro­pä­isch-kana­di­sche Frei­han­dels­ab­kom­men CETA – womit zugleich auch das euro­pä­isch-US-ame­ri­ka­ni­sche TTIP gemeint ist, als des­sen »Blau­pau­se« CETA gilt. Doch wie ernst ist das gemeint? SPD-Chef Sig­mar Gabri­el will, zwei Tage nach den Demons­tra­tio­nen am 17. Sep­tem­ber, auf einem klei­nen Par­tei­tag ein »Ja, aber« zu CETA durch­set­zen. Er schlägt vor, im par­la­men­ta­ri­schen Beschluss­ver­fah­ren ein paar Fuß­no­ten zu for­mu­lie­ren, deren Reich­wei­te schon juris­tisch unklar ist. Sind DGB und die – weit über­wie­gend sozi­al­de­mo­kra­ti­schen – Gewerk­schafts­füh­run­gen nicht längst auf sei­nen Kurs ein­ge­schwenkt? Dies war jüngst der Tenor eines Tex­tes im »Tages­spie­gel«, der sich auf »Gewerk­schafts­krei­se« berief und in den unte­ren Gewerk­schafts­e­ta­gen für Auf­re­gung sorg­te: Die Kana­dar­ei­se von DGB-Chef Rei­ner Hoff­mann etwa, der dort mit Gewerk­schafts­funk­tio­nä­ren reden woll­te, erfol­ge »in Abstim­mung mit Sig­mar Gabri­el«; die Kri­tik­punk­te der Gewerk­schaf­ten sei­en in »Gabri­els Leit­an­trag für den SPD-Kon­vent« ein­ge­gan­gen. Des­halb wer­de »kei­ner der Gewerk­schafts­vor­sit­zen­den, nicht ein­mal ver.di-Chef Frank Bsirs­ke«, bei den Demos auf­tre­ten – ein »Frie­dens­si­gnal gegen­über Gabri­el«, den die Gewerk­schaf­ter »nicht schwä­chen« woll­ten. Natür­lich demen­tie­ren die Gewerk­schafts­spit­zen, doch lohnt sich ein genaue­rer Blick…” Bei­trag von Vel­ten Schä­fer bei neu­es Deutsch­land vom 10. Sep­tem­ber 2016 externer Link
    • Gewerk­schaf­ten rin­gen um Ceta. Die Basis will jeden­falls nicht
      Der DGB-Chef stellt sich erst hin­ter einen SPD-Antrag, rückt dann wie­der davon ab. Der Ver­di-Chef hält Ceta wei­ter für „nicht zustim­mungs­fä­hig“. (…) Die Basis sieht Ceta extrem kri­tisch. Auch die DGB-Spit­zen for­der­ten noch im Juni in einer gemein­sa­men Erklä­rung mit dem kana­di­schen Gewerk­schafts­bund unmiss­ver­ständ­lich, dass „die Regie­run­gen von Kana­da und Deutsch­land“ Ceta ableh­nen. Am Mitt­woch ruder­te Hoff­mann dar­um zurück. (…) Auch Frank Bsirk­se, Vor­sit­zen­der der Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di, beton­te am Mitt­woch, dass sich an sei­ner Posi­ti­on nichts geän­dert habe. „In der vor­lie­gen­den Fas­sung ist Ceta nicht zustim­mungs­fä­hig, weil eine Rei­he von roten Lini­en über­schrit­ten wer­den, die die Gewerk­schaf­ten ein­stim­mig auf­ge­stellt haben“, sag­te er der taz…” Arti­kel von Mal­te Kreutz­feldt vom 7.9.2016 bei der taz online externer Link
    • So steht die IG Metall zu TTIP und CETA
      [TTIP] “… Die IG Metall tritt des­halb für einen Neu­start der Ver­hand­lun­gen nach den US-Wah­len ein. Dabei muss gewähr­leis­tet sein: ein prä­zi­ses, demo­kra­tisch abge­si­cher­tes Ver­hand­lungs­man­dat; trans­pa­ren­te und in der Öffent­lich­keit nach­voll­zieh­ba­re Ver­hand­lungs­be­din­gun­gen; Kri­tik­punk­te an Ver­fah­ren und Inhal­ten des TTIP-Pro­zes­ses müs­sen ernst­ge­nom­men und auch auf­ge­nom­men wer­den. Die Fort­set­zung der Ver­hand­lun­gen unter den der­zei­ti­gen Bedin­gun­gen macht kei­nen Sinn. Die IG Metall wird des­halb unter dem Dach des DGB auch wei­ter Pro­tes­te gegen den Abschluss von TTIP auf dem jet­zi­gen Ver­hand­lungs­stand unter­stüt­zen. (…) CETA ist aus­ver­han­delt. Kein ande­res Han­dels­ab­kom­men der EU kommt gewerk­schaft­li­chen Anlie­gen in so vie­len Punk­ten näher. Wich­ti­ge Ver­än­de­run­gen wur­den erreicht – nicht zuletzt durch das mas­si­ve Ein­tre­ten der Gewerk­schaf­ten und ande­rer zivil­ge­sell­schaft­li­cher Akteu­re für fai­ren Han­del (…) DGB und IG Metall wer­den wei­ter auf Nach­bes­se­run­gen in den genann­ten Punk­ten drän­gen – sowohl bei der Beschluss­fas­sung durch den EU-Han­dels­mi­nis­ter­rat als auch bei der wei­te­ren par­la­men­ta­ri­schen Bera­tung von CETA im euro­päi­schen Par­la­ment und im Bun­des­tag. Die IG Metall erwar­tet, dass die Bun­des­re­gie­rung sie dabei unter­stützt…” IG Metall-Fra­gen und Ant­wor­ten vom 07.09.2016 externer Link – ein kla­res Nein zu CETA sieht anders aus…
  • Bereits 2000 CETA- und TTIP-freie Zonen in der EU: Städ­te, Gemein­den und Regio­nen sagen Nein zu den Frei­han­dels­ab­kom­men
    Bereits 2000 Städ­te, Gemein­den und Regio­nen in der Euro­päi­schen Uni­on haben sich zu CETA- und TTIP-frei­en Zonen erklärt. Als 2000. Stadt hat sich Kar­no­bat in Bul­ga­ri­en der wach­sen­den euro­päi­schen Bewe­gung gegen die umstrit­te­nen Frei­han­dels­ab­kom­men der EU mit Kana­da und den USA ange­schlos­sen (www​.ttip​-free​-zones​.eu externer Link). Allein in Deutsch­land stel­len sich bereits mehr als 350 Kom­mu­nen und Land­krei­se gegen die Abkom­men (www​.attac​.de/​t​t​i​p​-​i​n​-​k​o​m​m​u​nen externer Link). (…) Am 20. Okto­ber tref­fen sich Bür­ger­meis­ter und Kom­mu­nal­ver­tre­ter zu einem CETA-Bür­ger­gip­fel in Brüs­sel.” Pres­se­mit­tei­lung von Attac Deutsch­land vom 8. Sep­tem­ber 2016 externer Link
  • CETA und TTIP an Rhein und Ruhr
    Was droht Nord­rhein-West­fa­len und sei­nen Kom­mu­nen durch die trans­at­lan­ti­schen Han­dels­ab­kom­men? Pünkt­lich zur Volks­in­itia­ti­ve in NRW gegen TTIP und CETA ver­öf­fent­licht die Dele­ga­ti­on DIE LINKE. im Euro­pa­par­la­ment eine Stu­die des Han­dels­ex­per­ten Tho­mas Fritz zum Down­load. (…) Die kri­ti­sche Ana­ly­se der Ver­trags­tex­te zeigt: Die Ver­spre­chun­gen von Wachs­tum und Wohl­stand ste­hen auf töner­nen Füßen. Viel­mehr ver­stär­ken die Abkom­men die sozia­le Ungleich­heit. Wäh­rend intee­na­tio­na­le Kon­zer­ne sich Vor­tei­le erhof­fen, haben Beschäf­tig­te nichts zu gewin­nen. Im Gegen­teil: Der ver­schärf­te Wett­be­werb droht, ihre Arbeits­be­din­gun­gen wei­ter zu ver­schlech­tern. Black­Rock, Exxon­Mo­bil oder Uber gehö­ren eben­so zu den Nutz­nie­ßern wie Bay­er, RWE oder E.ON. Als beson­de­rer Pro­fi­teur erweist sich die glo­ba­le Finanz­in­dus­trie, denn die Ver­trä­ge schüt­zen deren ris­kan­te Geschäfts­mo­del­le. Eini­ge davon bescher­ten NRW-Kom­mu­nen bereits erheb­li­che Ver­lus­te, etwa Zins­wet­ten und Fremd­wäh­rungs­ge­schäf­te…” Zusam­men­fas­sung und Down­load bei Fabio de Masi externer Link
  • 125.047 gegen CETA: Größ­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Geschich­te
    food­watch, Cam­pact und Mehr Demo­kra­tie haben heu­te beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karls­ru­he Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen das Han­dels­ab­kom­men CETA ein­ge­reicht. Die Voll­mach­ten der mehr als 125.000 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die sich an der Kla­ge betei­li­gen, fül­len mehr als 70 Kar­tons – per Las­ter sind sie jetzt auf dem Weg nach Karls­ru­he und sol­len dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt mor­gen über­ge­ben wer­den…” Pres­se­mit­tei­lung vom 30.08.2016 bei food­watch externer Link
  • Was gegen TTIP spricht, spricht auch gegen CETA
    “Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) begrüßt die Fest­stel­lung von Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Gabri­el, die Ver­hand­lun­gen zu TTIP sei­en prak­tisch geschei­tert. „Alles was zum Inhalt der Ver­hand­lun­gen zwi­schen EU und den USA bekannt gewor­den ist, wider­spricht unse­rer Vor­stel­lung von einem Zusam­men­le­ben in Euro­pa. Dazu zäh­len Son­der­rech­te für Inves­to­ren eben­so wie die Schwä­chung von Arbeit­neh­mer- und Ver­brau­cher­rech­ten sowie ein Ersatz des Vor­sor­ge- durch das ame­ri­ka­ni­sche Nach­sor­ge­prin­zip“, sag­te der IG BAU-Bun­des­vor­sit­zen­de Robert Fei­ger. „Die glei­chen Grün­de, die gegen TTIP spre­chen, spre­chen aber auch gegen CETA. Des­halb muss das Han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und Kana­da grund­le­gend neu ver­han­delt wer­den. Eine wei­te­re Gefahr für unse­re euro­päi­sche Form des Zusam­men­le­bens droht zudem durch TiSA. Die Ver­hand­lun­gen zu die­sem Dienst­leis­tungs­ab­kom­men müs­sen gestoppt wer­den.“…” Pres­se­mit­tei­lung der IG BAU vom 29. August 2016 externer Link
  • CETA: „vor­läu­fi­ge“ Anwen­dung kann Dau­er­zu­stand wer­den
    Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on plant, das CETA-Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da „vor­läu­fig“ in Kraft zu set­zen – ohne Zustim­mung der natio­na­len Par­la­men­te in den EU-Mit­glieds­staa­ten. Ein neu­es Rechts­gut­ach­ten zeigt, wel­che gra­vie­ren­den Fol­gen dies haben könn­te…” Mel­dung vom 22.08.2016 samt Link zum Gut­ach­ten bei Food­watch externer Link
  • Die vor­läu­fi­ge Anwen­dung von CETA
    Offi­zi­ell dient die „vor­läu­fi­ge Anwen­dung“ eines inter­na­tio­na­len Ver­trags der Über­brü­ckung eines zeit­auf­wän­di­gen Rati­fi­zie­rungs­pro­zes­ses. Im Rah­men der EU, mit ihren kom­pli­zier­ten Ver­fah­ren, Aus­hand­lungs­pro­zes­sen und juris­ti­schen Unklar­hei­ten, stärkt sie jedoch in ers­ter Linie die Spiel­räu­me der Exe­ku­ti­ve. Dabei ent­puppt sich die vor­läu­fi­ge Anwen­dung als gro­ße Gefahr: Mit ihrer Hil­fe kön­nen Fak­ten geschaf­fen wer­den – gegen die Inter­es­sen der Mit­glieds­staa­ten und deren Bevöl­ke­rung. (…) Das Insti­tut der vor­läu­fi­gen Anwen­dung ist völ­ker­recht­lich nicht unbe­kannt, unter­liegt nor­ma­ler­wei­se aber stren­gen Regeln, ist kurz­fris­tig – auf weni­ge Mona­te – ange­legt und leicht rück­hol­bar. Im EU-Ver­trag von Ams­ter­dam wur­de die vor­läu­fi­ge Anwen­dung 1997 ohne die­se Ein­schrän­kun­gen ein­ge­führt – seit­dem ist sie bei vie­len EU-Han­dels­ver­trä­gen übli­che Pra­xis, in ein­zel­nen Fäl­len mit einer Gel­tungs­dau­er von fast fünf Jah­ren (Ver­trag mit Süd­ko­rea). Es ist höchs­te Zeit, die Öffent­lich­keit zu alar­mie­ren und die Poli­tik dazu zu brin­gen, die­se Ermäch­ti­gung der Exe­ku­ti­ve zurück­zu­neh­men…” Mel­dung vom 7. August 2016 von und bei attac​.de externer Link
  • Gewerk­schaft für Frei­han­dels­ab­kom­men: Ceta und Mor­dio bei der IG BCE
    “… Im Gewerk­schafts­la­ger gibt es Streit über das umstrit­te­ne euro­pä­isch-kana­di­sche Han­dels­ab­kom­men Ceta. Der Vor­sit­zen­de der Gewerk­schaft Berg­bau, Che­mie, Ener­gie (IG BCE) Micha­el Vas­si­lia­dis drängt auf eine Zustim­mung zu dem Abkom­men. Er stellt sich damit gegen den Deut­schen Gewerk­schafts­bund (DGB), in dem die IG BCE das dritt­größ­te von acht Mit­glie­dern ist. Noch im Juni hat der Bun­des­vor­stand des DGB die Unter­stüt­zung der Stopp-Ceta-Pro­test­ak­tio­nen in sie­ben Städ­ten am 17. Sep­tem­ber ein­stim­mig beschlos­sen – mit der Stim­me der IG BCE. (…) In einem Inter­view hat­te Vas­si­lia­dis nicht nur gesagt, Ceta sei ins­ge­samt ein gutes Abkom­men. Er warn­te auch die Gewerk­schaf­ten davor, in „einem emo­tio­na­len Kam­pa­gnen­mo­dus“ gefan­gen zu blei­ben. „Wir soll­ten Ceta zustim­men“, for­der­te er. Der Gewerk­schafts­boss begrün­de­te das mit Zoll­sen­kun­gen, die Arbeits­plät­ze in Deutsch­land sichern, und der Siche­rung euro­päi­scher Stan­dards etwa bei der Zulas­sung von Chemieprodukten.Das sei nicht nur sei­ne per­sön­li­che Mei­nung, son­dern die der IG BCE, sag­te eine Spre­che­rin der IG BCE. Mehr wol­le man zu dem The­ma nicht sagen. Für Fra­gen stand Vas­si­lia­dis nicht zur Ver­fü­gung…” Bericht von Anja Krü­ger bei der taz vom 29. Juli 2016 externer Link – Sie­he dazu die IG BCE-Mel­dung vom 25.07.2016 externer Link: Frei­han­del zwi­schen EU und Kana­da: Vor­tei­le nicht ver­schwei­gen – jetzt erst ent­deckt, aber dadurch nicht weni­ger schlimm…
  • Ver­fas­sungs­be­schwer­de “Nein zu CETA”
    Die Zeit drängt. Der EU-Minis­ter­rat will schon in weni­gen Wochen über den CETA-Han­dels­ver­trag mit Kana­da ent­schei­den – und den Ver­trag zugleich für “vor­läu­fig” anwend­bar erklä­ren. Das wür­de bedeu­ten: Das Abkom­men tritt in Kraft, ohne dass die Par­la­men­ta­ri­er im Bun­des­tag und den ande­ren EU-Mit­glied­staa­ten zuge­stimmt haben. Das ist ein ech­ter Demo­kra­tie­skan­dal!food­watch erin­nert an die Voll­macht für die Bür­ger­kla­ge “Nein zu CETA!” externer Link
  • CETA stop­pen ist Pflicht. Was der DGB über­sieht: Im Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen EU und Kana­da ste­hen arbeits­recht­li­che Kern­ele­men­te zur Dis­po­si­ti­on
    “Der Deut­sche Gewerk­schafts­bund (DGB) hat das »Frei­han­dels­ab­kom­men« zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und Kana­da (Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment, CETA) bereits Ende 2014 in einem Posi­ti­ons­pa­pier als »nicht zustim­mungs­fä­hig« bezeich­net. Das ist gut so. Die Kri­tik des Dach­ver­ban­des bezieht sich aller­dings nur dar­auf, dass ein Ver­stoß gegen die im Ver­trags­ka­pi­tel 23 (»Han­del und Arbeit«) genann­ten Kern­nor­men der Inter­na­tio­na­len Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on der UN (ILO) nicht mit Sank­tio­nen ver­se­hen ist. Der DGB über­sieht, dass CETA die­se Nor­men noch deut­li­cher ent­wer­tet und dass ande­re ILO-Essen­ti­als gänz­lich her­aus­fal­len…” Die DGB-Erklä­run­gen “klam­mern fol­gen­des aus: Ers­tens die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen, die zu jeder ILO-Norm gehö­ren. Bei­spiels­wei­se dür­fen Unter­neh­mer kei­ne abhän­gi­gen, »gel­ben« Beschäf­tig­ten­ver­tre­tun­gen unter­stüt­zen. Zwei­tens die Über­prü­fung der Ein­hal­tung durch Gre­mi­en der Arbeits­or­ga­ni­sa­ti­on. Somit ersetzt CETA hier die ILO-Gre­mi­en und ‑mecha­nis­men durch eige­ne, extra geschaf­fe­ne: durch den »Aus­schuss für Han­del und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung« (Arti­kel 23.8, 3) sowie durch »eine neue Bera­tungs­grup­pe für Arbeit und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung« jeweils in Kana­da und in der EU (23.8, 4). Die­se sol­len den Anfor­de­run­gen der ILO ledig­lich »Rech­nung tra­gen« (23.8, 6)…” Bei­trag von Wer­ner Rüge­mer in der jun­gen Welt vom 23. Juli 2016 externer Link
  • [Bro­schü­ren] Kurz erklärt: Wel­che Gefah­ren dro­hen durch CETA?
    “Was macht das Frei­han­dels­ab­kom­men CETA zwi­schen der EU und Kana­da so pro­ble­ma­tisch? Vier Bro­schü­ren des DGB, des Öster­rei­chi­schen Gewerk­schafts­bun­des (ÖGB) und der Kam­mer für Arbei­ter und Ange­stell­te Wien (AK Wien) erläu­tern das kurz, knapp und prä­gnant.” Vier Bro­schü­re wer­den dazu zum kos­ten­lo­sen Down­load ange­bo­ten: “Bro­schü­re 1: Arbeit­neh­mer­rech­te und Arbeits­stan­dards (…) Bro­schü­re 2: Daseins­vor­sor­ge (…) Bro­schü­re 3: Demo­kra­tie (…) Bro­schü­re 4: Son­der­kla­ge­rech­te für Kon­zer­ne…” DGB-Mit­tei­lung vom 19. Juli 2016 externer Link mit detail­lier­ten Inhalts­an­ga­ben und allen Bro­schü­ren zum Down­load
  • CETA liegt zur Unter­schrift bereit. Rati­fi­zie­rung des Frei­han­dels­ab­kom­mens mit Kana­da sorgt wei­ter für Streit
    Als Blau­pau­se für das Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP mit den USA gilt CETA. Nach dem Wil­len der EU-Kom­mis­si­on soll der Ver­trag mit Kana­da mög­lichst schnell in Kraft tre­ten. (…) Wann das Par­la­ment über CETA ent­schei­det, steht noch nicht fest. In der Län­der­kam­mer kommt den Grü­nen eine ent­schei­den­de Rol­le zu. Im Bun­des­tag zeich­net sich – neben der Ableh­nung durch die Oppo­si­ti­on – vor allem bei den Sozi­al­de­mo­kra­ten Wider­stand ab. Auf ihrem Par­tei­kon­vent im Sep­tem­ber wird es zwei Anträ­ge geben, CETA abzu­leh­nen. Die Oppo­si­ti­on will zudem auf die vor­läu­fi­ge Anwen­dung ver­zich­ten…”Arti­kel von Haidy Damm vom 15.07.2016 beim ND online externer Link
  • CETA: ver.di for­dert Ent­schei­dung von Bun­des­tag und Bun­des­rat
    Nach der Ent­schei­dung der EU-Kom­mis­si­on, es den Mit­glied­staa­ten zu über­las­sen, ob sich deren natio­na­len Par­la­men­te mit dem kana­disch-euro­päi­sche Han­dels- und Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men (CETA) befas­sen, for­dert der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirs­ke eine ver­pflich­ten­de Ent­schei­dung von Bun­des­tag und Bun­des­rat und warnt vor einer vor­läu­fi­gen Anwen­dung des Abkom­mens. Die Lan­des­re­gie­rung Thü­rin­gens hat­te in die­sem Zusam­men­hang bereits am 8. Juli 2016 den Antrag in den Bun­des­rat ein­ge­bracht, dass das CETA-Abkom­men auch der Län­der­kam­mer zur Abstim­mung vor­ge­legt wer­den müs­se. ver.di begrüßt dies und appel­liert an die ande­ren Lan­des­re­gie­run­gen, sich die­ser Initia­ti­ve anzu­schlie­ßen…” ver.di-Pressemitteilung vom 10. Juli 2016 externer Link
  • EU-Kom­mis­si­on gibt nach: Par­la­men­te sol­len doch über Ceta abstim­men
    Der Bun­des­tag und ande­re natio­na­le EU-Par­la­men­te sol­len nun doch über das bereits aus­ge­han­del­te Frei­han­dels­ab­kom­men der EU mit Kana­da (Ceta) abstim­men. Die EU-Kom­mis­si­on beschloss am Diens­tag, das Abkom­men ent­ge­gen einem juris­ti­schen Gut­ach­ten nicht als rei­ne EU-Ange­le­gen­heit zu behan­deln. Sie wol­le damit Ver­zö­ge­run­gen ver­mei­den, sag­te EU-Han­dels­kom­mis­sa­rin Ceci­lia Malm­ström am Diens­tag in Straß­burg zur Begrün­dung. Sobald die EU-Staa­ten sich einig sei­en und das Euro­pa­par­la­ment abge­stimmt habe, sol­le Ceta vor­läu­fig ange­wen­det wer­den…” LTO-Agen­tu­ren-Mel­dung vom 05.07.2016 externer Link. Aber: CETA: Malm­ström [betreibt] wei­ter Ein­füh­rung durch die Hin­ter­tür. Vor­läu­fi­ge Anwen­dung lie­ße natio­na­le Par­la­men­te außen vor. attac-Mel­dung vom 05.07.2016 externer Link
  • Haf­tung durch die Hin­ter­tür /​CETA ist gut für Inves­to­ren: Sie könn­ten bei Staats­plei­ten künf­tig die EU ver­kla­gen
    “Die Deut­sche Regie­rung warn­te früh, dass CETA eine Haf­tung der EU-Mit­glieds­staa­ten für Schul­den­schnit­te mög­lich macht. Trotz eini­ger Ände­run­gen lässt das Abkom­men Schlupf­lö­cher zu, über die pri­va­te Fonds hohen Scha­dens­er­satz vor einem Schieds­ge­richt ein­kla­gen kön­nen. Die Bun­des­re­gie­rung ver­tei­digt den­noch das Ergeb­nis. Am 5. Juli will die EU-Kom­mis­si­on bekannt geben, ob natio­na­le Par­la­men­te wie der Bun­des­tag über das Frei­han­dels­ab­kom­men CETA über­haupt abstim­men dür­fen. Im Som­mer soll CETA dann von den EU-Regie­rungs­chefs end­gül­tig abge­seg­net wer­den. Doch das Abkom­men ist in man­cher Hin­sicht pro­ble­ma­tisch: Es ermög­licht zum Bei­spiel Finanz­in­ves­to­ren, ihr Geld bei Schul­den­schnit­ten von der EU zurück­zu­for­dern. Die­se mil­li­ar­den­schwe­ren Scha­den­er­satz­kla­gen vor Schieds­ge­rich­ten könn­ten auch die Steu­er­zah­ler ande­rer EU-Län­der betref­fen. Der Fall ist nicht aus der Luft gegrif­fen: In Grie­chen­land besteht nach wie vor die Mög­lich­keit, dass das Land erklärt, einen Teil sei­ner Schul­den nicht mehr zurück zu zah­len. Auch durch den beschlos­se­nen Aus­tritt Groß­bri­tan­ni­ens aus der EU wächst die Unsi­cher­heit für Staa­ten wie Ita­li­en oder Spa­ni­en. Finanz­in­ves­to­ren hat­ten schon nach der Grie­chen­land­kri­se ers­te Kla­gen über ande­re Han­dels­ver­trä­ge gegen Grie­chen­land erho­ben…” Bei­trag von Jus­tus von Dani­els und Mar­ta Orosz vom 2. Juli 2016 bei CORRECT!V externer Link (Bei­trag erschien gekürzt am 2. Juli 2016 auch beim Focus)
  • CETA und TTIP: Jetzt dre­hen sie durch
    EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean-Clau­de Juncker hat offen­bar den Bre­x­it-Knall nicht gehört. Statt Euro­pa jetzt demo­kra­ti­scher zu gestal­ten, will er die Par­la­men­te über­ge­hen – um CETA und TTIP durch­zu­set­zen. Die­se Woche ver­kün­de­te er: Das umstrit­te­ne CETA-Han­dels­ab­kom­men mit Kana­da soll durch­ge­peitscht wer­den – ohne dass Bun­des­tag und Bun­des­rat betei­ligt wer­den. Die Blau­pau­se für TTIP, die Son­der­kla­ge­rech­te für Kon­zer­ne und nied­ri­ge­re Umwelt- und Ver­brau­cher­stan­dards brin­gen wür­de, könn­te dann schon im Win­ter in Kraft tre­ten! Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) will offen­bar mit­spie­len und den Bun­des­tag ledig­lich „um eine Mei­nungs­bil­dung” bit­ten. (…) Jetzt müs­sen wir Bürger/​innen Euro­pas dafür kämp­fen, dass Mer­kel und die ande­ren Regie­rungs­chefs der EU-Mit­glieds­staa­ten Junckers Plä­ne stop­pen. Gemein­sam mit unse­rer Schwes­ter-Orga­ni­sa­ti­on WeMo­ve star­ten wir einen euro­pa­wei­ten Appell an alle Regie­rungs­chefs…” Appell gegen den CETA-Schnell­schuss bei Cam­pact externer Link. Sie­he eini­ge Bei­trä­ge zu den aktu­el­len Hin­ter­grün­den:
    • EU: Streit über natio­na­le Mit­spra­che­rech­te bei Ceta
      “Die EU-Kom­mis­si­on drängt auf Aus­blen­dung der natio­na­len Par­la­men­te. Gabri­el bezeich­net dies als töricht und dumm. Das Kon­flikt­po­ten­ti­al, das der Rati­fi­zie­rung des Ceta-Abkom­mens zwi­schen der EU und Kana­da inne­wohnt, zeig­te sich schon län­ger. Zu sehen etwa am Datum des Rechts­gut­ach­tens, das sich das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um dazu ein­hol­te: 28. August 2014. Der beauf­trag­te Rechts­wis­sen­schaft­ler Franz C. May­er hat­te die Fra­ge zu klä­ren, ob es sich bei dem Frei­han­dels­ab­kom­men um ein “gemisch­tes Abkom­men” han­delt, d.h. ob Tei­le des Abkom­mens in mit­glied­staat­li­cher Zustän­dig­keit lie­gen und daher von natio­na­len Par­la­men­ten rati­fi­ziert wer­den müss­ten. Der Gut­ach­ter stimm­te der Ansicht der Bun­des­re­gie­rung zu, dass dem so sei. Nach­zu­le­sen ist die Posi­ti­on auf der Web­sei­te des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums zum The­ma Ceta. (…) Von Juncker wird die Ansicht über­mit­telt, dass die Annah­me falsch sei, nur natio­na­le Par­la­men­te könn­ten demo­kra­ti­sche Kon­trol­le gewäh­ren. Damit wür­de die Grund­idee der EU geschwächt. Die Grund­ideen der EU sind gera­de der wun­de Punkt. …” Bericht von Tho­mas Pany vom 29. Juni 2016 bei Tele­po­lis externer Link
    • CETA: Junckers Vor­stoß ist Bei­spiel für Demo­kra­tie­de­fi­zit
      “Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) kri­ti­siert scharf die Vor­stel­lung von EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Jean-Clau­de Juncker, CETA als rei­nes EU-Abkom­men ein­zu­stu­fen. Mit die­ser Bewer­tung soll es den natio­na­len Par­la­men­ten unmög­lich gemacht wer­den, über das Han­dels­ab­kom­men der EU mit Kana­da abzu­stim­men. „Die Mit­tei­lung des EU-Prä­si­den­ten ist ein Para­de­bei­spiel für das Demo­kra­tie­de­fi­zit in Brüs­sel. Dabei ist es noch nicht ein­mal eine Woche her, dass die Bri­ten genau des­we­gen für den EU-Aus­tritt gestimmt haben. Man muss schon sehr instinkt­los und ler­n­un­wil­lig sein, um aus­ge­rech­net jetzt die natio­na­len Par­la­men­te von einer Ent­schei­dung aus­schlie­ßen zu wol­len, die alle Bür­ger bis ins Pri­va­tes­te hin­ein betrifft“, sag­te der IG BAU-Bun­des­vor­sit­zen­de Robert Fei­ger. (…) Des­halb ruft die IG BAU gemein­sam mit dem DGB zu Demons­tra­tio­nen am 17. Sep­tem­ber 2016 in sie­ben Groß­städ­ten auf. Sie for­dert einen gerech­ten Welt­han­del und den Stopp von CETA und TTIP…” Pres­se­mit­tei­lung der IG BAU vom 29. Juni 2016 externer Link
    • Wie Mer­kel und Gabri­el mit Juncker gemein­sa­me Sache machen, um CETA durch­zu­schum­meln
      “Wir erle­ben gera­de ein Schmie­ren­thea­ter ers­ter Güte, mit dem Sig­mar Gabri­el und sei­ne SPD zusam­men mit Ange­la Mer­kel und ihrer CDU ver­ber­gen wol­len, dass sie einen per­fi­den Plan der EU-Kom­mis­si­on unter dem Wenn-es-ernst-wird-musst-du-Lüg­ner Jean-Clau­de Juncker stüt­zen. Die­ser will das von der Bevöl­ke­rung weit­hin abge­lehn­te Han­dels- und Inves­to­ren­pri­vi­le­gi­en­ab­kom­men CETA mit Kana­da EU-rechts­wid­rig an den Par­la­men­ten vor­bei­sch­leu­sen. Die Kom­mis­si­on, die CETA unbe­dingt will, und die Regie­rungs­ver­tre­ter, die CETA unbe­dingt wol­len, haben offen­kun­dig einen aus­ge­feil­ten Plan ent­wi­ckelt, wie sie das anstel­len, ohne dass die natio­na­len Poli­ti­ker zu viel Stress krie­gen, weil die Par­la­men­te, die nach den Regeln der EU alles auf­hal­ten könn­ten, aus­ge­bo­tet wer­den…” Bei­trag von und bei Nor­bert Häring vom 29. Juni 2016 externer Link
  • Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen EU und Kana­da: DGB for­dert Regie­rung auf: “CETA in der­zei­ti­ger Form ableh­nen”
    Der DGB-Vor­sit­zen­de Rei­ner Hoff­mann und der Vor­sit­zen­de des kana­di­schen Gewerk­schafts­bun­des CLC, Hassan Yussuff, leh­nen in einer gemein­sa­men Erklä­rung die vor­lie­gen­de Fas­sung des Frei­han­dels­ab­kom­mens CETA zwi­schen der EU und Kana­da ab…” DGB-Mit­tei­lung vom 22.06.2016 externer Link, dar­in im Wort­laut die Gemein­sa­me Erklä­rung der Vor­sit­zen­den des Cana­di­an Labour Con­gress (CLC), Hassan Yussuff, und des Deut­schen Gewerk­schafts­bun­des (DGB), Rei­ner Hoff­mann, zum fina­len Text des Frei­han­dels­ab­kom­mens zwi­schen der EU und Kana­da (CETA)
  • Ver­fas­sungs­be­schwer­de “Nein zu CETA”
    “Das Frei­han­dels­ab­kom­men CETA zwi­schen der EU und Kana­da wur­de im Gehei­men aus­ge­han­delt. Jetzt droht CETA sogar in Kraft zu tre­ten, noch bevor ein ein­zi­ges Par­la­ment in den Mit­glied­staa­ten sei­ne Zustim­mung erteilt hat. Wir – ein Bünd­nis der Orga­ni­sa­tio­nen Cam­pact, food­watch und Mehr Demo­kra­tie – hal­ten CETA nicht nur für demo­kra­tie­po­li­tisch gefähr­lich, son­dern auch für ver­fas­sungs­recht­lich bedenk­lich. Des­we­gen wen­den wir uns an das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt: Wir wol­len über­prü­fen las­sen, ob die vor­läu­fi­ge Anwen­dung und CETA selbst mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar sind. Sei­en Sie dabei!…” Auf­ruf zur Betei­li­gung an einer Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen CETA bei ceta​-ver​fas​sungs​be​schwer​de​.de externer Link (ohne Datums­an­ga­be)
  • CETA ist so nicht akzep­ta­bel. Die Gestal­tung­rech­te von Staa­ten, Län­dern und Kom­mu­nen wür­den mas­siv ein­ge­schränkt.
    Wir sind ja schon eini­ges gewohnt, aber der jüngs­te G7-Gip­fel vom 26. und 27. Mai 2016 der Len­ker der reichs­ten Wirt­schafts­na­tio­nen, Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel und die EU-Spit­zen ein­ge­schlos­sen, kann einem schon die Zor­nes­rö­te ins Gesicht trei­ben. Da gin­gen schö­ne Bil­der um die Welt. Gehan­delt wur­de jedoch wie­der in die fal­sche Rich­tung mit der Paro­le: „Wachs­tum und regio­na­le Frei­han­dels­ab­kom­men. Und bei­des schnell“. Dabei sind mehr und mehr Men­schen auch bei uns durch die Krie­ge und Kon­flik­te, die welt­weit wach­sen­den Flucht­be­we­gun­gen und Kata­stro­phen an immer mehr Ecken der Welt beun­ru­higt, und immer mehr von ihnen haben längst ver­stan­den, dass fal­sche Poli­tik gera­de auch aus Krei­sen der G‑7-Staa­ten das alles ver­stärkt. Sie haben längst kein Ver­ständ­nis mehr dafür, dass die Gip­fel-Gran­den immer nur ihr Bekennt­nis zu noch mehr neo­li­be­ra­ler Wachs­tums- und eben­sol­cher Frei­han­dels­po­li­tik wie­der­ho­len und damit die Fehl­ent­wick­lun­gen zu „markt­kon­for­mer Demo­kra­tie“ à la Mer­kel und zur völ­ker­recht­li­chen Fes­se­lung der durch Bür­ger­wil­len und Wah­len legi­ti­mier­ten Par­la­men­te und Poli­tik bestä­ti­gen und ver­stär­ken…” Arti­kel von Her­ta Däub­ler-Gme­lin vom 30.05.2016 im ipg-jour­nal externer Link – Debat­ten­platt­form für Fra­gen inter­na­tio­na­ler und euro­päi­scher Poli­tik der Fried­rich-Ebert-Stif­tung
  • CETA im Rat der EU-Han­dels­mi­nis­ter – Euro­päi­sche Gewerk­schaf­ten for­dern Nach­ver­hand­lun­gen
    Der Rat der EU-Han­dels­mi­nis­ter dis­ku­tiert heu­te in Brüs­sel über CETA, das Han­dels­ab­kom­men der EU mit Kana­da. In einem offe­nen Brief an die nie­der­län­di­sche EU-Rats­prä­si­dent­schaft weist der Euro­päi­sche Gewerk­schafts­bund (EGB) dar­auf hin, dass CETA nach wie vor nicht den gewerk­schaft­li­chen Anfor­de­run­gen genügt: Öffent­li­che Dienst­leis­tun­gen sei­en nicht aus­rei­chend geschützt und auch das refor­mier­te Inves­ti­ti­ons­schutz­ka­pi­tel gewäh­re aus­län­di­schen Inves­to­ren Son­der­kla­ge­rech­te. Dar­über hin­aus fehl­ten effek­ti­ve Sank­ti­ons­me­cha­nis­men im Fal­le von Ver­stö­ßen gegen Arbeit­neh­mer­rech­te…Mit­tei­lung des DGB vom 13. Mai 2016 externer Link. Die eng­li­sche Ori­gi­nal­fas­sung des Brie­fes ist beim DGB doku­men­tiert externer Link
  • Par­la­men­te dür­fen bei CETA nicht über­gan­gen wer­den
    “Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) for­dert die Bun­des­re­gie­rung auf, eine ver­meint­lich vor­läu­fi­ge Anwen­dung des Frei­han­dels­ab­kom­mens CETA zwi­schen der EU und Kana­da im Euro­päi­schen Rat zu ver­hin­dern. „Die Bun­des­re­gie­rung muss sich in Brüs­sel dafür stark machen, dass bei einer so weit­rei­chen­den Ent­schei­dung wie der Anwen­dung des CETA-Abkom­mens, die Par­la­men­te nicht außen vor blei­ben. Das schließt eine soge­nann­te vor­läu­fi­ge Anwen­dung aus. Damit wür­den durch die Hin­ter­tür womög­lich unum­kehr­ba­re Fak­ten geschaf­fen“, sag­te der IG BAU-Bun­des­vor­sit­zen­de Robert Fei­ger. „Bei einer Ent­schei­dung, die alle Arbeit­neh­mer, Ver­brau­cher und die Umwelt betrifft, muss eine brei­te demo­kra­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on selbst­ver­ständ­lich sein…” Pres­se­mit­tei­lung der IG Bau vom 11. Mai 2016 externer Link
  • Euro­pa tappt in die TTIP-Fal­le
    TTIP ist tot. Die USA haben kei­ne Lust mehr dar­auf, weil sie dafür Kom­pro­mis­se ein­ge­hen müss­ten. Aber noch eine Wei­le wird so getan wer­den, als wol­le man TTIP reani­mie­ren und doch noch abschlie­ßen. Denn das lenkt die Geg­ner so schön von der viel grö­ße­ren Gefahr ab, die es jetzt zu ver­hin­dern gäl­te: dem bereits aus­ver­han­del­ten CETA-Abkom­men mit Kana­da…” Arti­kel von Nor­bert Häring vom 10. Mai 2016 bei den Nach­denk­sei­ten externer Link
  • CETA: Frei­han­del zer­stört Arbeits­rech­te
    Wirt­schafts­ab­kom­men mit Kana­da: war­nen­des Vor­bild für TTIP /​Der alte nie­der­län­di­sche Möbel­wachs Ceta-Bever ist in Deutsch­land eher unbe­kannt.
    Die füh­ren­den Kon­zer­ne und die Regie­run­gen des Wes­tens wol­len mit einer Serie von „Freihandels“verträgen ihre Vor­herr­schaft noch wei­ter aus­bau­en. Zwi­schen den USA und 11 pazi­fi­schen Staa­ten wur­de das TPP (Trans-Paci­fic Part­ners­hip) zu Ende ver­han­delt. Auch das Abkom­men CETA (Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment) zwi­schen der EU und Kana­da ist aus­ver­han­delt
    …” Arti­kel von Wer­ner Rüge­mer vom 26. April 2016 bei Arbeits­un­recht externer Link
  • CETA: Kei­ne VIP-Jus­tiz für Inves­to­ren
    “Der Euro­päi­sche Gewerk­schafts­bund (EGB) und der kana­di­sche Gewerk­schafts­bund CLC haben eine Rei­he von Ände­run­gen beim geplan­ten Frei­han­dels­ab­kom­men CETA zwi­schen der EU und Kana­da gefor­dert. EGB und CLC stel­len zum Bei­spiel die “VIP-Pro­zes­se” für aus­län­di­sche Inves­to­ren infra­ge, wie sie beim Inves­ti­ti­ons­schutz geplant sind. (…) Ob ISDS oder ICS – bei­de Gewerk­schafts­bün­de sehen kei­nen Grund, war­um zwi­schen Län­dern mit voll ent­wi­ckel­ten und effek­ti­ven Rechts­sys­te­men ein Son­der­sys­tem für Inves­to­ren geschaf­fen wer­den müs­se. Inves­to­ren-Staats-Schieds­ver­fah­ren wür­den unterm Strich nicht ande­res “VIP-Pro­zes­se für aus­län­di­sche Inves­to­ren” bedeu­ten…” –  DGB-Pres­se­mit­tei­lung vom 20. April 2016 externer Link mit Upload-Mög­lich­keit der Gemein­sa­men Erklä­rung von EGB und CLC in Eng­lisch
  • CETA nicht ver­ein­bar mit Grund­ge­setz. Juris­tin­nen und Juris­ten, Men­schen­recht­ler und Men­schen­recht­le­rin­nen gegen CETA
    “Sie­ben Juris­ten- und Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen rufen gemein­sam auf: Juris­tin­nen und Juris­ten, Men­schen­recht­ler und Men­schen­recht­le­rin­nen gegen CETA. Die unter­zeich­nen­den Juris­ten­ver­bän­de und Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen aus Deutsch­land hal­ten das zwi­schen EU und Kana­da aus­ge­han­del­te “Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment” (CETA) für nicht ver­ein­bar mit dem Grund­ge­setz…” Gemein­sa­me Pres­se­mit­tei­lung vom 4. April 2016 beim Grund­rech­te­ko­mi­tee externer Link zusam­men mit dem Bun­des­fach­aus­schuss Rich­te­rin­nen und Rich­ter, Staats­an­wäl­tin­nen und Staats­an­wäl­te in Ver.di, der Huma­nis­ti­schen Uni­on, der Inter­na­tio­na­len Liga für Men­schen­rech­te e.V., der Neu­en Rich­ter­ver­ei­ni­gung e.V. und dem Repu­bli­ka­ni­schen Anwäl­tin­nen- und Anwäl­te­ver­ein e.V. sowie der Ver­ei­ni­gung Demo­kra­ti­scher Juris­tin­nen und Juris­ten e.V., dar­in der Auf­ruf. Dort heißt es zur Begrün­dung u.a.:
    • “…Die im Grund­ge­setz ver­an­ker­ten Grund­prin­zi­pi­en des Sozi­al­staa­tes (Art. 20 Abs. 1 GG) und des Umwelt­schut­zes (Art. 20 a GG) müs­sen von Schieds­ge­rich­ten bei Abwä­gun­gen nicht berück­sich­tigt wer­den, da der CETA-Ver­trag kei­ne dem Grund­ge­setz ver­gleich­ba­ren Rech­te, Garan­tien und Ver­pflich­tun­gen ent­hält. (…) Es besteht die Gefahr, dass demo­kra­ti­sche Ent­schei­dungs­ver­fah­ren unter­lau­fen und ent­leert wer­den, wenn Schieds­ge­rich­te die Staa­ten zu hohen Scha­dens­er­satz­leis­tun­gen ver­pflich­ten kön­nen, weil Erwar­tun­gen von Inves­to­ren z.B. durch Umwelt‑, Ver­brau­cher­schutz- oder Sozi­al­ge­set­ze ein­ge­schränkt wer­den. (…) Umwelt­rech­te und sozia­le Rech­te kön­nen nach CETA nicht ein­ge­klagt und durch­ge­setzt wer­den…”
  • Stel­lung­nah­me von Prof. Fisahn zu der vor­läu­fi­gen Anwend­bar­keit von CETA
    Der Rat der EU kann beschlie­ßen, dass völ­ker­recht­li­che Ver­trä­ge vor­läu­fig anwend­bar sind. Vor der for­mel­len Annah­me durch das Par­la­ment und der Rati­fi­zie­rung, wer­den die ver­ein­bar­ten Regeln schon ange­wen­det. In der Bun­des­re­pu­blik gibt es kein ver­gleich­ba­res Ver­fah­ren: Regeln gel­ten erst, wenn das Par­la­ment zuge­stimmt hat. Es gibt nun eine „vor­läu­fi­ge Tages­ord­nung“ für die Rats­sit­zung am 13 Mai 2016. Dort soll ein Beschluss über die „vor­läu­fi­ge Anwend­bar­keit“ von CETA gefasst wer­den. Dane­ben gibt es vie­le wider­sprüch­li­che Infor­ma­tio­nen dar­über, wann, ob und wie über CETA beschlos­sen wird. Wir sind der Auf­fas­sung, dass die Bun­des­re­gie­rung gegen das GG ver­sto­ßen wür­de, wenn sie der vor­läu­fi­gen Anwend­bar­keit zustimmt. Des­halb erscheint dies als rich­ti­ger Zeit­punkt, um beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt den Antrag zu stel­len, die Zustim­mung der Bun­des­re­gie­rung zur vor­läu­fi­gen Anwen­dung zu unter­sa­gen. Dabei ist jedoch zu beden­ken, dass es sich nur um eine vor­läu­fi­ge Tages­ord­nung han­delt, die also noch geän­dert wer­den kann, so dass sich der Ter­min ver­schie­ben könn­te…“ Stel­lung­nah­me von Prof. Fisahn, doku­men­tiert am 31.3.2016 auf der Peti­ti­ons­sei­te von chan​ge​.org externer Link
  • Par­la­men­te stö­ren beim Frei­han­del
    “Das trans­at­lan­ti­sche Abkom­men CETA soll ohne Zustim­mung der natio­na­len Volks­ver­tre­tun­gen vor­läu­fig in Kraft tre­ten. SPD-Chef Sig­mar Gabri­el macht sich in der Frei­han­dels­po­li­tik unglaub­wür­dig. Sein Minis­te­ri­um sieht kein Pro­blem dar­in, dass Abge­ord­ne­te bei wich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zunächst über­gan­gen wer­den…” Arti­kel von Aert van Riel bei Neu­es Deutsch­land online vom 30. März 2016 externer Link
  • Wirt­schafts­mi­nis­ter Gabri­el plant Ent­mach­tung des Bun­des­ta­ges
    Das euro­pä­isch-kana­di­sche Frei­han­dels­ab­kom­men CETA soll vor­läu­fig in Kraft tre­ten – ohne dass der Bun­des­tag über­haupt dar­über abstimmt. Das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um spricht sich dafür aus, dass die EU-Staa­ten das Abkom­men per Beschluss vor­läu­fig anwen­den. Das sei „übli­che Pra­xis“ und „voll­stän­dig demo­kra­tisch“, erklär­te das Minis­te­ri­um in einer Unter­rich­tung vor dem Deut­schen Bun­des­tag. (…) food­watch for­dert die Bun­des­re­gie­rung auf, die vor­läu­fi­ge Anwen­dung abzu­leh­nen: Bei den Frei­han­dels­ab­kom­men der neu­en Genera­ti­on geht es um weit mehr als Zoll­sen­kun­gen – CETA und TTIP kön­nen in die Rege­lungs­ho­heit des deut­schen Par­la­ments ein­grei­fen. Unse­re gewähl­ten Ver­tre­ter müs­sen dar­über mit­ent­schei­den, sonst kommt unse­re Demo­kra­tie zu scha­den!...” food­watch-News­let­ter vom 24.03.2016 externer Link
  • Oba­ma und Mer­kel kom­men: TTIP&CETA stop­pen! Für einen gerech­ten Welt­han­del! Demons­tra­ti­on am 23. April 2016 in Han­no­ver
    Obama und Merkel kommen: TTIP&CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel! Demonstration am 23. April 2016 in HannoverDie Han­no­ver Mes­se 2016 wird zusam­men von Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel und US-Prä­si­dent Barack Oba­ma eröff­net: Ihr Ziel ist es, die TTIP-Ver­hand­lun­gen gemein­sam vor­an­zu­brin­gen. Doch das Han­dels-und Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men der EU mit den USA droht Demo­kra­tie und Rechts­staat­lich­keit zu unter­gra­ben. Eben­falls in die­sem Jahr will die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on das CETA-Abkom­men mit Kana­da dem Rat und dem Euro­päi­schen Par­la­ment zur Rati­fi­zie­rung vor­le­gen. Es dient als Blau­pau­se für TTIP. Schon mit ihm könn­ten Groß­un­ter­neh­men über kana­di­sche Toch­ter­ge­sell­schaf­ten EU-Mit­glieds­staa­ten auf Scha­dens­er­satz ver­kla­gen, wenn neue Geset­ze ihre Pro­fi­te schmä­lern. Dage­gen tra­gen wir unse­ren Pro­test auf die Stra­ße! Getra­gen von einem brei­ten Bünd­nis demons­trie­ren wir mit zehn­tau­sen­den Men­schen am Sams­tag, den 23. April in Han­no­ver – unmit­tel­bar vor dem Besuch Oba­mas…Auf­ruf zur über­re­gio­na­len Demons­tra­ti­on am 23. April 2016 in Han­no­ver externer Link: 12Uhr, Opern­platz
  • Inves­ti­ti­ons­schutz in TTIP & ande­ren inter­na­tio­na­len Ver­trä­gen – DGB lehnt Inves­ti­ti­ons­schutz ab
    Der DGB und sei­ne Mit­glieds­ge­werk­schaf­ten leh­nen Rege­lun­gen zum Inves­ti­ti­ons­schutz in Abkom­men zwi­schen Staa­ten mit hoch ent­wi­ckel­ten Rechts­sys­te­men ab. Die EU, die USA und Kana­da als Ver­trags­part­ner von TTIP und CETA schüt­zen die Eigen­tums­rech­te in aus­rei­chen­dem Umfang. Dass die Inves­to­ren auf die Recht­sys­te­me ver­trau­en, zeigt auch der Umfang an gegen­sei­ti­gen trans­at­lan­ti­schen Direkt­in­ves­ti­tio­nen. Der DGB for­dert ins­be­son­de­re eine Über­ar­bei­tung von CETA. Die­ses Abkom­men ist in sei­nem jet­zi­gen Zustand ist unter ande­rem auf Grund die­ses Inves­ti­ti­ons­schutz­ka­pi­tels aus gewerk­schaft­li­cher Sicht nicht zustim­mungs­fä­hig und sei­ne Rati­fi­ka­ti­on muss abge­lehnt wer­den.” DGB am 4.3. zur Dar­le­gung der DGB-Posi­ti­on zum Inves­ti­ti­ons­schutz durch Nora Roh­de und Flo­ri­an Moritz vom 24. Febru­ar 2016 externer Link
  • Bür­ger­kla­ge gegen CETA
    “… Die ein­zi­ge Mög­lich­keit CETA rechts­ver­bind­lich zu kip­pen, ist eine neue, gut begrün­de­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de, die von einem renom­mier­ten Rechts­pro­fes­sor aus­ge­ar­bei­tet wird. Prof. Dr. Andre­as Fisahn von der Uni­ver­si­tät Bie­le­feld hat sich bereit erklärt, die neue Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen CETA zu ver­fas­sen und die Ver­tre­tung zu über­neh­men. (…) Eine Teil­nah­me ist kos­ten­los. Dar­um bit­te ich jeden mög­lichst die Voll­macht­er­klä­rung her­un­ter­zu­la­den, gut leser­lich aus­zu­fül­len, per­sön­lich zu unter­schrei­ben und mir per Post schnells­tens, aber spä­tes­tens bis zum 12. März 2016 zuzu­sen­den. Bit­te ver­brei­ten Sie die Voll­macht­er­klä­rung auch unter Ihren Freun­den und Bekann­ten…” Auf­ruf zur Kla­ge von Mari­an­ne Grim­men­stein externer Link (mit bereits 32.000 Mitkläger/​innen) bei Chan­ge, dort auch ein Link zu Voll­macht­er­klä­rung. Sie­he dazu:
    • »Eine Regie­rung, die Rechts­ver­stö­ße igno­riert, ver­tritt nicht ihre Bür­ger«
      Leh­re­rin sam­melt Voll­machts­er­klä­run­gen für Ver­fas­sungs­kla­ge gegen CETA-Abkom­men. Gespräch mit Mari­an­ne Grim­men­stein. Inter­view von Ben Men­del­son in jun­ge Welt vom vom 09.03.2015 externer Link. Mari­an­ne Grim­men­stein ist Musik­leh­re­rin aus Lüden­scheid und hat die Ver­fas­sungs­kla­ge gegen CETA bei Chan​ge​.org externer Link initi­iert. Aus dem Text: “… Die EU-Kom­mis­si­on hat kein Recht, das Abkom­men abzu­schlie­ßen, weil sie nur Direkt­in­ves­ti­tio­nen ver­han­deln darf – aber kei­ne Finanz­dienst­leis­tun­gen. Außer­dem wird das Wahl­recht durch die Ver­hand­lun­gen hin­ter ver­schlos­se­nen Türen ver­letzt. Die Schieds­ge­richts­re­ge­lun­gen, die Nega­tiv­lis­te und die Rat­chet-Klau­seln (Ver­bot von Rekom­mu­na­li­sie­run­gen) ver­sto­ßen gegen Völ­ker­recht wie den EU-Ver­trag von Lis­sa­bon. (…) Wir haben mit Pro­fes­sor Fisahn einen Juris­ten ins Boot geholt. Ver­fas­sungs­kla­gen sind zwar ohne Anwalt mög­lich, haben aber sel­ten Aus­sicht auf Erfolg. Unse­re Kla­ge soll zugleich von Tau­sen­den Mit­klä­gern unter­stützt wer­den, die uns mit ihrer Voll­machts­er­klä­rung unter­stüt­zen. Wir sam­meln dafür seit dem 15. Febru­ar die Voll­mach­ten und wer­den das noch bis min­des­tens 23. März tun…”
  • Wie Han­dels­po­li­ti­ker die Par­la­men­te aus­he­beln /​Wäh­rend alle über TTIP strei­ten, boxt Brüs­sel ein ande­res Han­dels­ab­kom­men durch – und die umstrit­te­nen Schieds­ge­rich­te
    “Deutsch­land, so ler­nen Kin­der schon in der Schu­le, ist ein Rechts­staat. Geset­ze tre­ten dort erst in Kraft, wenn das Par­la­ment dar­über bera­ten und abge­stimmt hat – und der Bun­des­prä­si­dent sie dann unter­schreibt. Vor­her sind sie nur das Papier wert, auf dem sie ste­hen. Ent­spre­chend wird das auch in der Euro­päi­schen Uni­on gehand­habt. Denn die ver­steht sich als Rechts­ge­mein­schaft. Das ist lei­der falsch. Zumin­dest in der Han­dels­po­li­tik gel­ten eigen­tüm­li­che Regeln. Am 13. Mai soll in Brüs­sel das euro­pä­isch-kana­di­sche Frei­han­dels­ab­kom­men CETA ver­ab­schie­det wer­den. Und das könn­te bereits kurz dar­auf ange­wen­det wer­den – ohne dass je ein Par­la­ment dar­über abge­stimmt hät­te. So wünscht es zumin­dest die EU-Kom­mis­si­on, und so könn­te es der Rat der Regie­run­gen dann beschlie­ßen…” Arti­kel von Petra Pinz­ler bei der Zeit online vom 25. Febru­ar 2016 externer Link
  • Cana­di­an Labour Con­gress und DGB: CETA nicht rati­fi­zie­ren
    Nach dem Regie­rungs­wech­sel in Kana­da for­dern der Vor­sit­zen­de des Cana­di­an Labour Con­gress (CLC) Hassan Yuss­uf und der DGB-Vor­sit­zen­de Rei­ner Hoff­mann in einer gemein­sa­men Erklä­rung, das Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen Kana­da und der EU, Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment (CETA) nicht wei­ter­zu­ver­fol­gen…” DGB-Pres­se­mit­tei­lung vom 23.10.2015 externer Link, dar­in die Erklä­rung im Wort­laut: “… In sei­ner jet­zi­gen Fas­sung erfüllt CETA kei­ne der genann­ten Anfor­de­run­gen, im Gegen­teil. CETA ist umso bedeut­sa­mer, da es als Blau­pau­se für das Trans­at­lan­tic Tra­de and Invest­ment Part­ners­hip (TTIP) zwi­schen den USA und der EU dient. Für TTIP wer­den eben­so weit­rei­chen­de For­de­run­gen nach Dere­gu­lie­rung und Inves­ti­ti­ons­schutz laut wer­den, wenn sie erst ein­mal durch CETA ein­ge­führt wor­den sind….” Die auf­ge­führ­ten Anfor­de­run­gen klin­gen arg nach einer Weih­nachts­wunsch­lis­te fai­rer Arbeits­be­din­gun­gen im Kapi­ta­lis­mus, u.E. hät­te “CETA nicht rati­fi­zie­ren!” voll­kom­men gereicht!
  • CETA-Leak bei food­watch
    Das euro­päi­sche Ver­hand­lungs­man­dat für das CETA-Abkom­men mit Kana­da wur­de bis­her unter Ver­schluss gehal­ten. Nun macht food­watch drei gele­ak­te CETA-Doku­men­te öffent­lich, klas­si­fi­ziert mit der Geheim­hal­tungs­stu­fe „Rest­reint UE/​EU Restric­ted“: Den usprüng­li­chen Man­dats­text von April 2009, einen Ände­rungs­ent­wurf von 2010 sowie die schließ­lich im Juli 2011 vor­ge­nom­me­ne Ergän­zung des Man­dats. Aus den Papie­ren geht her­vor: Die so umstrit­te­nen Schieds­ge­rich­te waren bei der Auf­nah­me der Ver­hand­lun­gen zumin­dest von der EU gar nicht vor­ge­se­hen. Schieds­ge­rich­te waren also kei­nes­wegs immer ein so unver­zicht­ba­rer Bestand­teil von CETA, wie es heu­te auch von der Bun­des­re­gie­rung dar­ge­stellt wird…” Doku­men­te bei food­watch externer Link
  • Den Wahn­sinn stop­pen: CETA und die Wachs­tums­fra­ge
    Als 2013 die öffent­li­che Debat­te um das Wirt­schafts­ab­kom­men TTIP zwi­schen EU und USA los­brach, beteu­er­ten die Befür­wor­ter stets, wie gut die­ser Ver­trag für die Wirt­schaft sei. 0,5 Pro­zent mehr Wachs­tum pro Jahr soll­te er brin­gen, über 500 Euro Ein­kom­mens­plus pro Fami­lie. Die gesam­te TTIP-Wer­bung bau­te auf die­sen Zah­len auf. Um sie zu bele­gen, wur­de eine gan­ze Rei­he von Stu­di­en ein­schlä­gi­ger Insti­tu­te vor­ge­legt…Gast­kom­men­tar von Alex­an­der Ulrich in der jun­gen welt vom 19. Sep­tem­ber 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Aku­ter ist die Aus­ein­an­der­set­zung um CETA, dem bereits ver­han­del­ten Frei­han­dels­ab­kom­men EU-Kana­da. Auch hier­bei wird von den Befür­wor­tern sug­ge­riert, dass es neu­en Schwung in die Wirt­schaft bringt. So ist auf der Web­site des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums zu lesen, die EU-Kom­mis­si­on erwar­te, »dass sich durch CETA das jähr­li­che Brut­to­in­lands­pro­dukt« der EU um »zir­ka zwölf Mil­li­ar­den Euro pro Jahr erhö­hen wird«. (…)Die Erwar­tun­gen Brüs­sels beru­hen auf einer Stu­die, die von der EU-Kom­mis­si­on selbst gemein­sam mit der kana­di­schen Regie­rung, her­aus­ge­ge­ben wur­de. Es wur­de nicht ein­mal ver­sucht, den Anschein poli­ti­scher Neu­tra­li­tät zu erwe­cken…
  • CETA: Par­la­men­ta­ri­er blei­ben außen vor
    Durch das geplan­te CETA-Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und Kana­da könn­ten Regu­lie­rungs­vor­ha­ben zukünf­tig ohne Betei­li­gung des Euro­päi­schen Par­la­men­tes oder der natio­na­len Par­la­ment beschlos­sen wer­den – das hat das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um gegen­über food­watch bestä­tigt…” Food­watch-Mel­dung vom 27.08.2015 externer Link
  • Han­dels­ab­kom­men CETA: Die unter­schätz­te Gefahr
    Deutsch­land debat­tiert über das Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP. Dar­über ver­ges­sen vie­le CETA, das Abkom­men der EU mit Kana­da. Die CETA-Ver­hand­lun­gen sind fast abge­schlos­sen – und ber­gen eine tücki­sche Gefahr. Ber­ge von Papier, bedruckt mit kom­pli­zier­tem Juris­ten­deutsch: Han­dels­ver­trä­ge sind in der Regel nichts, mit dem man vie­le Leu­te hin­ter dem Ofen her­vor­lo­cken könn­te. Doch bei TTIP ist das anders. Das geplan­te Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen den USA und der Euro­päi­schen Uni­on (EU) treibt die Men­schen auf die Stra­ße. Rund zwei Mil­lio­nen EU-Bür­ger haben eine Anti-TTIP-Peti­ti­on unter­schrie­ben. Auch die IG Metall ruft für den 10. Okto­ber zu einer gro­ßen Demons­tra­ti­on in Ber­lin auf. (…) Doch was vie­le über­se­hen: TTIP ist nur der zwei­te Schritt. Viel drän­gen­der ist die Fra­ge nach CETA (…) CETA stellt eine Gefahr dar – für die Demo­kra­tie, den Umwelt­schutz und für Arbeit­neh­mer­rech­te. Die IG Metall lehnt das Abkom­men in sei­ner jet­zi­gen Form ab.” IG Metall-Mel­dung vom 03.08.2015 externer Link. Sie­he dazu:
    • So steht die IG Metall zu TTIP und CETA
      Das Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP soll die Euro­päi­sche Uni­on und die USA zum welt­größ­ten Wirt­schafts­raum ver­bin­den. Doch der Plan birgt vie­le Gefah­ren: für die Demo­kra­tie, für die Umwelt, für die Rech­te der Arbeit­neh­mer. Nach­fol­gend die wich­tigs­ten Fra­gen und Ant­wor­ten im Über­blick und war­um die IG Metall gegen TTIP und CETA ist…” IGM-Mel­dung vom 04.08.2015 externer Link
  • G7-Demo: Mün­chen, 4. Juni 2015
    Anfang Juni tref­fen sich die Regie­rungs­chefs der füh­ren­den Indus­trie­staa­ten zum G7-Gip­fel im Schloss Elmau bei Mün­chen. Mit einer gro­ßen und fried­li­chen Demons­tra­ti­on machen wir ihnen klar: Ihre Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP, CETA und TISA tref­fen auf den brei­ten Wider­stand der Men­schen. Gemein­sam strei­ten wir dafür, dass end­lich beim Kli­ma­schutz ernst gemacht und Armut kon­se­quent bekämpft wird. Demons­trie­ren Sie mit!” Kurz­auf­ruf zur G7-Demo am 4. Juni 2015, 14 Uhr, am Mün­che­ner Sta­chus auf http://​www​.g7​-demo​.de/ externer Link – dort auch wei­te­re Infos
  • CETA steht, TTIP kommt
    Kaum noch zu ändern? In Ber­lin dis­ku­tier­ten Befür­wor­ter und Kri­ti­ker des »Frei­han­dels« recht­li­che Aspek­te der Abkom­men zwi­schen EU und USA bzw. Kana­da. Bericht von Wolf­gang Pom­rehn in jun­ge Welt vom 14.04.2015 externer Link. Aus dem Text: “… Weni­ger erfreu­lich als die mög­li­che Bewe­gung in Sachen Schieds­ge­rich­te ist, dass ver.di zwi­schen­zeit­lich den Wider­stand gegen TTIP und CETA weich­ge­spült zu haben scheint. Zur Podi­ums­dis­kus­si­on am Sonn­abend ließ sich der Vor­sit­zen­de Frank Bsirs­ke ent­schul­di­gen und schick­te Micha­el Fischer vor, der das Res­sort Poli­tik und Pla­nung lei­tet und zuvor bei der SPD-nahen Fried­rich-Ebert-Stif­tung gear­bei­tet hat­te. Fischer durf­te ver­kün­den, dass ver.di zwar irgend­wie dage­gen sei, aber nichts gegen Frei­han­del habe und mit­dis­ku­tie­ren wol­le…”
  • CETA-VERTRAGSTEXT – deut­sche Fas­sung – über­setzt im Auf­trag der Frak­ti­on DIE LINKE. im Bun­des­tag
    Der kon­so­li­dier­te CETA-Ver­trags­text liegt seit Anfang August 2014 vor. In Deutsch­land sind nur weni­ge in der Lage, die­se Juris­ten­spra­che auf Eng­lisch in der Tie­fe zu erfas­sen. Doch der CETA-Text soll erst über­setzt wer­den, wenn die Rechts­förm­lich­keits­prü­fung abge­schlos­sen ist und der CETA-Text end­gül­tig fest­steht. Dann aller­dings wird auch nichts mehr geän­dert. Des­halb hat die Frak­ti­on DIE LINKE. im Bun­des­tag eini­ge wich­ti­ge Kapi­tel über den Spra­chen­dienst des Deut­schen Bun­des­ta­ges als Arbeits­über­set­zung anfer­ti­gen las­sen und stellt sie hier­mit der inter­es­sier­ten Öffent­lich­keit zur Ver­fü­gung.” Der Ver­trags­text externer Link
  • Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen EU und Kana­da: IG BAU: CETA ist eine Lis­te der Zumu­tun­gen
    Für die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) ist das Frei­han­dels­ab­kom­men der EU mit Kana­da (CETA) nicht ansatz­wei­se zustim­mungs­fä­hig. Die IG BAU for­dert das EU-Par­la­ment und den Bun­des­tag auf, den vor­ge­leg­ten Ver­trag abzu­leh­nen, sofern er nicht grund­le­gend geän­dert wird. „Das Abkom­men ist ver­stö­rend. Es ist schon ein­ma­lig, wie unge­niert sich hier die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on mit Unter­stüt­zung von Lob­by­is­ten über rechts­staat­li­che und demo­kra­ti­sche Prin­zi­pi­en ein­fach hin­weg­set­zen“, sag­te der IG BAU-Bun­des­vor­sit­zen­de Robert Fei­ger. „CETA spricht die unge­schmink­te Spra­che einer Cli­que von Inter­es­sen­ver­tre­tern, die nur ein Ziel ver­fol­gen: Sie wol­len ihren Rei­bach auf Kos­ten der All­ge­mein­heit und unter Umge­hung von Par­la­men­ten und Jus­tiz bis in alle Ewig­keit sicher­stel­len.“ Die IG BAU sieht zudem die Gefahr, dass alles Schäd­li­che, was in CETA gere­gelt ist, sich auch bei TTIP wie­der­fin­den wird. Die IG BAU hat eine Lis­te der fünf schlimms­ten Zumu­tun­gen von CETA zusam­men­ge­stellt. Jeder ein­zel­ne Punkt ist Grund genug, das Abkom­men nicht zu rati­fi­zie­ren…” Pres­se­mit­tei­lung vom 14.12.2014 (noch) nicht online
  • DGB: CETA “nicht zustim­mungs­fä­hig”
    Der DGB hält das geplan­te Frei­han­dels­ab­kom­men CETA zwi­schen Kana­da und der EU für “so nicht zustim­mungs­fä­hig”. Die CETA-Ver­hand­lun­gen müss­ten “wie­der auf­ge­nom­men wer­den und der Text muss an ver­schie­de­nen Stel­len grund­le­gend über­ar­bei­tet wer­den”, heißt es in einem Posi­ti­ons­pa­pier des DGB. Vor allem das Inves­ti­ti­ons­schutz­ka­pi­tel stößt beim Gewerk­schafts­bund auf Kri­tik…” Pres­se­mit­tei­lung vom 08.12.2014 externer Link Sie­he dazu: “Nicht zustim­mungs­fä­hig”. DGB-Posi­ti­on zum Frei­han­dels­ab­kom­men CETA. Posi­ti­ons­pa­pier des Deut­schen Gewerk­schafts­bun­des externer Link zu dem Frei­han­dels­ab­kom­men der EU mit Kana­da (Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment, CETA) vom 2. Dezem­ber 2014
  • Ceta und das Klein­ge­druck­te: Die Macht der Kon­zer­ne
    Gerech­te Behand­lung von Inves­ti­tio­nen: Was fair klingt, bedeu­tet im Frei­han­dels­ab­kom­men Ceta mit Kana­da, dass die Poli­tik sich selbst lahm­legt. Zunächst geht es nur um Erkun­dungs­li­zen­zen, die die prin­zi­pi­ell fracking-freund­li­che Regie­rung an einen aus­län­di­schen Kon­zern ver­gibt. Im Gespräch deu­tet sie aber an, dass eine Bohr­li­zenz nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen wer­de, wenn die Tests erfolg­reich sind. Dann kom­men Pro­tes­te, kri­ti­sche Gut­ach­ten. Die Regie­rung stoppt das Vor­ha­ben – und sieht sich mit For­de­run­gen in drei­fa­cher Mil­lio­nen­hö­he kon­fron­tiert, die der Kon­zern über ein pri­va­tes Schieds­ge­richt ein­trei­ben will. So etwas könn­te dem­nächst über­all in der EU pas­sie­ren, wenn ihr Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da, Ceta, rati­fi­ziert wird. Grund­la­ge dafür ist die Klau­sel „Gerech­te und bil­li­ge Behand­lung“ im Kapi­tel „Schutz für aus­län­di­sche Inves­ti­tio­nen“. In der Stu­die „Ver­kauf­te Demo­kra­tie“, die am Mitt­woch von 15 euro­päi­schen und kana­di­schen Ver­bän­den vor­ge­stellt wird, bezeich­net Mit­au­torin Pia Eber­hardt von Cor­po­ra­te Euro­pe Obser­va­to­ry sie als den „gefähr­lichs­ten Stan­dard“ im Ver­trag…Arti­kel von Bea­te Will­ms in der taz online vom 19.11.2014 externer Link. Sie­he dazu die deut­sche Ver­si­on der Stu­die „Ver­kauf­te Demo­kra­tie“ von und bei Cor­po­ra­te Euro­pe Obser­va­to­ry als Zusam­men­fas­sung externer Link  und Voll­fas­sung externer Link
  • CETA muss wohl durch den Bun­des­tag. EU-Kom­mis­sa­rin: Nur noch »Fein­schliff« mög­lich
    Das geplan­te Frei­han­dels­ab­kom­men CETA zwi­schen der EU und Kana­da muss nach Ein­schät­zung der neu­en EU-Han­dels­kom­mis­sa­rin Ceci­lia Malm­ström wohl auch durch den Bun­des­tag. Sie hal­te es für ziem­lich wahr­schein­lich, dass CETA ein soge­nann­tes gemisch­tes Abkom­men sei, sag­te Malm­ström der »Süd­deut­schen Zei­tung« vom Don­ners­tag. Dann müss­ten alle EU-Län­der das von der EU-Kom­mis­si­on aus­ge­han­del­te Abkom­men rati­fi­zie­ren, erläu­ter­te die Schwe­din. Das­sel­be gel­te wahr­schein­lich auch für das TTIP-Abkom­men mit den USA…” Mel­dung vom 14.11.2014 vom ND online externer Link
  • CETA ver­stößt gegen Grund­ge­setz und EU-Recht. Gut­ach­ten von Andre­as Fischer-Lesca­no und Johan Horst im Auf­trag von Attac Mün­chen
    Das geplan­te Han­dels­ab­kom­men CETA zwi­schen Kana­da und der EU ist rechts­wid­rig. Es ver­stößt sowohl gegen das Grundg­setz als auch gegen EU-Recht. Zu die­sem Schluss kommt ein Rechts­gut­ach­ten, das Pro­fes­sor Andre­as Fischer-Lesca­no und und Johan Horst von der Uni­ver­si­tät Bre­men im Auf­trag von Attac Mün­chen erstellt haben. Sie­he das Gut­ach­ten bei attac externer Link
    Aus der Pres­se­mit­tei­lung von attac: “Das Ergeb­nis. In sei­ner jet­zi­gen Form kann CETA von der Bun­des­re­gie­rung nicht unter­zeich­net wer­den. Im Gut­ach­ten wer­den für die­se Ein­schät­zung unter ande­rem fol­gen­den Punk­te ange­führt: CETA ist im Gegen­satz zur Auf­fas­sung der EU-Kom­mis­si­on ein “gemisch­tes Abkom­men”, das auch der Zustim­mung der Par­la­men­te aller EU-Mit­glieds­staa­ten bedarf. Es ver­letzt durch die Ein­rich­tung von Inves­tor-Staat-Schieds­ver­fah­ren den Grund­satz der Auto­no­mie der Uni­ons­rechts­ord­nung und das rich­ter­li­che Recht­spre­chungs­mo­no­pol. Ent­schei­dun­gen eines Schieds­ge­richts kön­nen, so Horst, “fak­tisch einen uni­ons­rechts­wid­ri­gen Zustand her­bei­füh­ren”.
    Dar­über hin­aus gefähr­den die CETA-Regu­lie­rungs­aus­schüs­se die demo­kra­ti­sche Par­ti­zi­pa­ti­on auf natio­na­ler und euro­päi­scher Ebe­ne. Die­se Aus­schüs­se sind mit Exe­ku­tiv­ver­tre­tern der EU und Kana­das besetzt und haben eine Viel­zahl von Kom­pe­ten­zen. Völ­lig unklar sei, so Horst, wie die Betei­li­gung des Euro­pa­par­la­ments und die der Mit­glied­staa­ten an der Arbeit die­ser Aus­schüs­se sicher­ge­stellt wer­den kann. Es besteht die Gefahr, dass mit den Regu­lie­rungs­aus­schüs­sen ein Instru­ment geschaf­fen wird, das Ent­schei­dun­gen mit weit­rei­chen­den Fol­gen trifft, die kei­ne Rück­bin­dung an die unio­na­len und mit­glied­staat­li­chen demo­kra­ti­schen Ver­fah­ren haben.
    Das CETA ver­letzt außer­dem durch Nega­tiv­lis­ten und die so genann­te Rat­chet-Klau­sel die im Grund­ge­setz ver­an­ker­te Garan­tie der kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tung und beschränkt die demo­kra­ti­sche Gestal­tung der Wirt­schafts- und Sozi­al­ord­nung. Es bie­tet dar­über hin­aus kei­nen hin­rei­chen­den Schutz von Men­schen- und Umwelt­rech­ten
    .”
  • Beden­ken gegen Frei­han­del. EU-Kom­mis­si­on weist Gut­ach­ten zur Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit von CETA zurück
    Gegen das geplan­te Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on und Kana­da gibt es erheb­li­che ver­fas­sungs­recht­li­che Beden­ken…” Arti­kel von Rudolf Stum­ber­ger im ND online vom 01.11.2014 externer Link
  • “Schieds­stel­len in CETA im Wider­spruch zu euro­päi­schem Recht”
    Das von Kana­da und der EU-Kom­mis­si­on aus­ge­han­del­te Han­dels­ab­kom­men CETA ist nach einem Gut­ach­ten zwei­er Bre­mer Rechts­wis­sen­schaft­ler weder mit dem deut­schen Ver­fas­sungs­recht noch mit euro­päi­schem Recht ver­ein­bar. Johan Horst, der das von ihm gemein­sam mit Rechts­pro­fes­sor Andre­as Fischer-Lesca­no (Uni­ver­si­tät Bre­men) ver­faß­te Gut­ach­ten am Don­ners­tag erst­mals auf einer von Attac ein­be­ru­fe­nen Pres­se­kon­fe­renz in Mün­chen vor­stell­te, bezwei­fel­te stark, daß das Abkom­men in sei­ner jet­zi­gen Form sowohl vor dem Euro­päi­schen Gerichts­hof (EuGH) als auch vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­richt Bestand haben dürf­te. Das von Attac Mün­chen in Auf­trag gege­be­ne Gut­ach­ten begrün­det die Rechts­wid­rig­keit haupt­säch­lich mit den vor­ge­se­he­nen pri­va­ten Schieds­stel­len, vor denen Kon­zer­ne gegen Staa­ten kla­gen könn­ten. Zugleich hält es aber auch die man­geln­de Ver­an­ke­rung der Men­schen- und Umwelt­rech­te sowie die erheb­li­che Macht, die einem “Gemein­sa­men Aus­schuss” (Joint Com­mit­tee), den die EU und Kana­da neben ande­ren Aus­schüs­sen bil­den sol­len, für hoch­pro­ble­ma­tisch. Als gefähr­det wer­den auch die nach euro­päi­schen Recht geschütz­ten kom­mu­na­len Selbst­ver­wal­tungs­rech­te ange­se­hen…” Arti­kel von Rolf-Hen­ning Hint­ze vom 31. Okto­ber 2014 bei den Nach­denk­sei­ten externer Link
  • Frei­han­dels­ab­kom­men: Gewerk­schaf­ten posi­tio­nie­ren sich kri­tisch zu CETA, TTIP, TISA und Co.
    Die Dis­kus­si­on um Frei­han­dels­ab­kom­men wie TTIP (EU-USA), CETA (EU-Kana­da), TISA und ande­re nimmt an Schär­fe zu. Zu CETA gibt es eine Schluss­fas­sung, zu TTIP und TISA ver­schie­de­ne Ver­hand­lungs­pa­pie­re. Sie alle las­sen auf­hor­chen: Ent­ge­gen der Beschwich­ti­gun­gen von Poli­tik und Wirt­schaft droht der Abbau sozia­ler und öko­lo­gi­scher Stan­dards. In den letz­ten Tagen haben sich ver­schie­de­ne Gewerk­schaf­ten kri­tisch zu den genann­ten Frei­han­dels­ab­kom­men posi­tio­niert…” Arti­kel von und bei Patrick Schrei­ner vom 29. Sep­tem­ber 2014 externer Link
  • Rechts­pro­fes­sor: Zustim­mung zu CETA wäre ver­fas­sungs­wid­rig
    Demo­kra­tie, Rechts­staat­lich­keit, Sou­ve­rä­ni­tät – an die­sen drei Grund­pfei­lern sägt das geplan­te EU-Kana­da-Abkom­men CETA. Den­noch wol­len Sig­mar Gabri­el und Co. das Abkom­men auf jeden Fall – und neh­men mög­li­che Mil­li­ar­den­kla­gen in Kauf. Der Rechts­pro­fes­sor Prof. Dr. Axel Fless­ner ist dar­über ver­wun­dert und ver­rät im Inter­view, was hin­ter die­sen Absich­ten ste­cken könn­te…” Inter­view von Jörg Haas vom 24. Sep­tem­ber 2014 im cam­pact-blog externer Link
  • CETA nicht ver­harm­lo­sen – kei­ne Ent­war­nung beim Inves­to­ren­schutz. Gut­ach­ten spielt Son­der­rech­te für Kon­zer­ne her­un­ter
    Zwei Tage vor dem EU-Kana­da-Gip­fel in Otta­wa warnt Attac davor, die Gefah­ren durch das geplan­te Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und Kana­da (CETA) zu ver­harm­lo­sen. “Es bleibt dabei: CETA darf nicht unter­zeich­net wer­den”, sagt Roland Süß vom bun­des­wei­ten Attac-Koor­di­nie­rungs­kreis. “Ins­be­son­de­re beim geplan­ten Inves­to­ren­schutz gibt es kei­nen Anlass für Ent­war­nung. Der Ver­trags­text strotzt nur so vor unkla­ren For­mu­lie­run­gen, die viel Spiel­raum für Inter­pre­ta­tio­nen im Sin­ne der Kon­zer­ne las­sen. Mit CETA wür­de eine intrans­pa­ren­te Par­al­lel­jus­tiz mit Son­der­rech­ten für Kon­zer­ne eta­bliert. Das ist und bleibt inak­zep­ta­bel.”…” Attac-Mel­dung vom 24.09.2014 externer Link
  • Frei­han­dels­ab­kom­men der EU mit Kana­da und USA: IG BAU warnt vor Nach­tei­len für Beschäf­tig­te und Ver­brau­cher
    “Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt die Poli­tik davor, Wirt­schafts- über Sozi­al­in­ter­es­sen zu stel­len. „Die geplan­ten Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU, Kana­da (CETA) und den USA (TTIP) grei­fen die Rech­te der Beschäf­tig­ten an und unter­gra­ben unse­re Demo­kra­tie“, sag­te der IG BAU-Bun­des­vor­sit­zen­de Robert Fei­ger…” Pres­se­mit­tei­lung der IG BAU vom 18.09.2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Die IG BAU schlägt vor, die Gesprä­che neu zu star­ten. „Die gan­zen Ver­hand­lun­gen sind von Anfang an ver­korkst“, sag­te Fei­ger. „Die­se Geheim­nis­krä­me­rei und die Idee, man könn­te die brei­te Dis­kus­si­on dar­über ver­mei­den, pas­sen ein­fach nicht in eine moder­ne Demo­kra­tie. TTIP wird erst seit einem Jahr ver­han­delt. Es führt zu kei­nem gro­ßen Zeit­ver­lust, die­sen Pro­zess unter trans­pa­ren­ten Bedin­gun­gen wie­der auf­zu­neh­men und das Abkom­men so auf ein ver­läss­li­ches demo­kra­ti­sches Fun­da­ment zu stel­len.“
  • Und zu unse­ren gest­ri­gen Mel­dung zum DGB: DGB und Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um for­mu­lie­ren Anfor­de­run­gen an TTIP
    “Der DGB und das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um (BMWi) haben Anfor­de­run­gen an das geplan­te Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP zwi­schen der EU und den USA for­mu­liert. TTIP dür­fe “Arbeit­neh­mer­rech­te, Verbraucherschutz‑, Sozi­al- und Umwelt­stan­dards nicht gefähr­den.” Außer­dem soll­ten mit TTIP kei­ne Inves­ti­ti­ons­schutz­vor­schrif­ten ein­ge­führt wer­den. Es müs­se eine öffent­li­che Debat­te unter Betei­li­gung der Zivil­ge­sell­schaft geben. In dem Papier sind 14 Punk­te zusam­men­ge­fasst, die aus Sicht des DGB und des BMWi im Rah­men der Ver­hand­lun­gen erfüllt sein müs­sen. Für den DGB ist wei­ter­hin klar: Kein Abbau von Stan­dards, trans­pa­ren­te Ver­hand­lun­gen und kein Inves­ti­ti­ons­schutz…” Bei­trag bei DGB vom 18.09.2014 externer Link Sie­he dazu:
    • DGB und Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um zu TTIP
      Anfor­de­run­gen an Frei­han­dels­ge­sprä­che zwi­schen der EU und den USA unter der Berück­sich­ti­gung von Nach­hal­tig­keit, Arbeit­neh­mer­rech­ten und der Gewähr­leis­tung der Daseins­vor­sor­ge externer Link beim DGB
      Ein wei­te­rer Schritt auf der Co-Manage­ment-Lei­ter…
    • »Offen­heit« statt Pro­test
      „Anfang Sep­tem­ber erst hat­te der Deut­sche Gewerk­schafts­bund (DGB) unter Ver­weis auf eine Allens­bach-Erhe­bung zum trans­at­lan­ti­schen Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP kon­sta­tiert: »Je infor­mier­ter« die Befrag­ten sei­en, »des­to kri­ti­scher« posi­tio­nier­ten sie sich. Von denen, die sich näher mit der geplan­ten Han­dels- und Inves­ti­ti­ons­part­ner­schaft zwi­schen der EU und den USA beschäf­tigt hät­ten, hiel­ten 60 Pro­zent das Vor­ha­ben für »kei­ne gute Sache«. Dabei klang mit: Seht her, der DGB steht auf der Sei­te der Geg­ner, und die per Pres­se­mit­tei­lung erho­be­ne For­de­rung lau­te­te denn auch, die »TTIP-Ver­hand­lun­gen aus­zu­set­zen«. Zwei Wochen spä­ter sieht man die Din­ge beim Gewerk­schafts­dach­ver­band nicht mehr so ver­bis­sen…“ Arti­kel von Ralf Wurz­ba­cher in der jun­gen Welt vom 19.09.2014 externer Link. Aus dem Text: „(…) Gabri­els Ver­stän­di­gung mit dem DGB könn­te den TTIP-Geg­nern in der eige­nen Par­tei indes eini­ges an Wind aus den Segeln neh­men. Das 14-Punk­te-Papier ist zwar kein Frei­brief für einen neo­li­be­ra­len Durch­marsch. Bei­spiels­wei­se dürf­ten nach den Emp­feh­lun­gen Rech­te der Beschäf­tig­ten nicht als »Han­dels­hemm­nis­se« gedeu­tet, demo­kra­ti­sche Rech­te nicht »gefähr­det, aus­ge­he­belt oder umgan­gen« und nicht noch mehr öffent­li­che Dienst­leis­tun­gen pri­va­ti­siert wer­den. Ein »Ja, aber« durch die deut­schen Gewerk­schaf­ten ist für die TTIP-Macher gleich­wohl ein beträcht­li­cher Fort­schritt. Die SZ attes­tier­te dem DGB prompt »wohl­tu­en­de Nüch­tern­heit, ja: Offen­heit«, womit auch fest­steht: Ech­ten Wider­stand wird es kei­nen geben.
  • Frei­han­dels­ab­kom­men und Arbeits­zeit: Ein Bei­spiel für die indi­rek­te Sen­kung von Stan­dards
    Frei­han­dels­ab­kom­men wie TTIP oder CETA sol­len Arbeit und Wohl­stand brin­gen, so heißt es. Dazu sol­len die Ver­trags­part­ner zwar gleich­wer­ti­ge Nor­men und Stan­dards gegen­sei­tig aner­ken­nen – sen­ken aber wol­le man sozia­le und öko­lo­gi­sche Stan­dards nicht. So ver­spre­chen es jeden­falls die Befür­wor­te­rIn­nen von Frei­han­dels­ab­kom­men. Schlüs­sig und über­zeu­gend sind sol­che Beschwich­ti­gun­gen nicht. Denn gera­de die indi­rek­te Sen­kung von Stan­dards ist eine rea­le Gefahr. Dies sei nach­fol­gend an einem klei­nen Bei­spiel auf­ge­zeigt: dem deut­schen Arbeits­zeit­ge­setz…” Arti­kel von Patrick Schrei­ner vom 18. Sep­tem­ber 2014 bei den Nach­denk­sei­ten externer Link
  • Das Inves­ti­ti­ons­schutz­re­gime im geplan­ten CETA-Abkom­men. Eine Kri­tik.
    „Sowohl das geplan­te CETA-Abkom­men zwi­schen der EU und Kana­da als auch das geplan­te TTIP-Abkom­men zwi­schen der EU und den USA ste­hen seit Wochen im Kreuz­feu­er der Kri­tik und dies obwohl bis­lang wenig über die Inhal­te der Ver­hand­lun­gen zwi­schen der EU und den USA sowie zwi­schen der EU und Kana­da bekannt gewor­den ist. Die Kri­tik hat sich mitt­ler­wei­le auch in poli­ti­schen Hand­lun­gen mani­fes­tiert, so wird mit einer euro­päi­schen Bür­ger­initia­ti­ve ver­sucht wer­den die­se Abkom­men zu ver­hin­dern. Doch was ist pro­ble­ma­tisch an CETA und TTIP? Die­ser Fra­ge soll hier anhand des im geplan­ten CETA-Abkom­men garan­tier­ten Inves­ti­tons­schutz­re­gimes nach­ge­gan­gen wer­den…Bei­trag von Andre­as Ker­ke­mey­er auf den Nach­denk­sei­ten vom 15. Sep­tem­ber 2014 externer Link
  • Euro­pä­isch-Kana­di­sches Frei­han­dels­ab­kom­men: Wir ver­öf­fent­li­chen sämt­li­che gehei­me CETA-Doku­men­te (Update)
    „Das geplan­te Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da ist fast fer­tig, aber der Öffent­lich­keit noch immer nicht in vol­lem Umfang bekannt. Wir ver­öf­fent­li­chen an die­ser Stel­le sämt­li­che Doku­men­te des über 1.600-seitigen Ver­trags. Dar­in fin­den sich auch höchst pro­ble­ma­ti­sche Bestim­mun­gen zu Urhe­ber­recht und Daten­schutz. (…) Vor einem Monat hat die Tages­schau das Haupt­do­ku­ment gele­akt. Das waren aber “nur” knapp über 500 Sei­ten, alles in allem ist CETA weit über 1.500 Sei­ten. Still und heim­lich hat die Tages­schau dann den Link durch ein ZIP mit sechs Datei­en aus­ge­tauscht. Das ist aber immer noch nicht alles. Wir ver­öf­fent­li­chen an die­ser Stel­le 19 Doku­men­te mit ins­ge­samt 1.602 Sei­ten. Nach unse­ren Infor­ma­tio­nen sind das die Ver­trags­un­ter­la­gen, wel­che die EU-Kom­mis­si­on an das EU-Par­la­ment und die Bun­des­re­gie­rung geschickt hat…Bei­trag von And­re Meis­ter auf Netz​po​li​tik​.org vom 11. Sep­tem­ber 2014 externer Link
  • Euro­pa­wei­ter, dezen­tra­ler Akti­ons­tag gegen TTIP, CETA, TiSA und die Frei­han­dels­agen­da!
    Europaweiter, dezentraler Aktionstag gegen TTIP, CETA, TiSA und die Freihandelsagenda am 11. Oktober 2014„Attac D ruft gemein­sam mit dem Bünd­nis TTIP Unfair­han­del­bar und der EU-wei­ten Koali­ti­on gegen TTIP zu einem Akti­ons­tag auf, um die lau­fen­den Ver­hand­lun­gen zu TTIP (Trans­at­lan­ti­sches Frei­han­dels- und Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men mit den USA), CETA (umfas­sen­des Frei­han­dels- und Inves­ti­ti­ons­ab­kom­men mit Kana­da), TiSA (Frei­han­dels­ab­kom­men zum Han­del mit Dienst­leis­tun­gen) und ande­ren Frei­han­dels­ver­trä­gen zu stop­pen. Zahl­rei­che loka­le TTIP-Bünd­nis­se und Attac-Grup­pen pla­nen bereits Aktio­nen und Ver­an­stal­tun­gen und mobi­li­sie­ren zu gemein­sa­men Demos! Unten fin­det sich eine Über­sichts­kar­te der der­zeit bekann­ten Aktio­nen…Pres­se­mit­tei­lung von Attac Deutsch­land vom 11. Sep­tem­ber 2014 externer Link . Auf der Sei­te Links zu wei­te­ren Infor­ma­tio­nen. Sie­he dazu: Mach mit beim dezen­tra­len euro­päi­schen Akti­ons­tag gegen TTIP, CETA & TiSA am 11. Okto­ber 2014! Die Akti­ons­sei­te des Bünd­nis­ses externer Link
  • Gast­bei­trag: Das CETA-Abkom­men mit Kana­da ist rechts­wid­rig
    „Jetzt sind wir nicht mehr auf Ver­mu­tun­gen ange­wie­sen: Die 1500 Sei­ten des Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und Kana­da (CETA) lie­gen vor, Ende Sep­tem­ber wol­len die Ver­trags­part­ner sie in Otta­wa unter­schrei­ben. Was sie dort unter­schrei­ben, ist wenig amü­sant. Mehr noch: Es gibt Anlass zu der Fra­ge, ob die EU-Kom­mis­si­on zu den Ver­hand­lun­gen bestimm­ter Kapi­tel des Abkom­mens über­haupt befugt war, mit ande­ren Wor­ten: Ist CETA rechts­wid­rig?...“ Arti­kel von Fritz Glunk auf der Web­sei­te von Dr. Nor­bert Häring vom 07.09.2014 externer Link
  • CETA: Han­del mit schäd­li­chem Öl
    „Im Schat­ten des Frei­han­dels­ab­kom­mens TTIP zwi­schen der EU und den USA steht eine ähn­li­che Ver­ein­ba­rung mit Kana­da vor dem Abschluss – CETA. Der Ver­trags­text zeigt: Auch die­ses Abkom­men könn­te Regie­run­gen den Kla­gen pri­va­ter Inves­to­ren aus­set­zen… Video und Text der Sen­dung “Plusminus”(WDR), der in der ARD aus­ge­strahlt wur­de…“Sen­dung von Mar­kus Schmidt auf Plus­mi­nus vom 03.09.14 externer Link
  • CETA: Eine Inves­to­ren-Waf­fe gegen die Demo­kra­tie
    Mil­li­ar­den­schwe­re Kon­zern­kla­gen gegen unse­re Geset­ze dro­hen, wenn CETA in Kraft tritt: Welch gefähr­li­cher Zünd­stoff sich in Regeln zum „Inves­ti­ti­ons­schutz“ ver­birgt, erschließt sich Nicht-Fach­leu­ten nur schwer. Der Han­dels- und Inves­ti­ti­ons­ex­per­te Peter Fuchs (Power Shift e. V.) hat den Ver­trags­text genau unter die Lupe genom­men – wir doku­men­tie­ren sei­ne Ana­ly­se in meh­re­ren Tei­len. Sie­he dazu die Ana­ly­se auf dem Blog von Cam­pact vom 28. August 2014 von Peter Fuchs externer Link
  • Aus­wer­tung des gele­ak­ten Ver­trags­tex­tes des CETA-Frei­han­dels­ab­kom­mens EU-Kana­da: Invest­ment ohne ange­mes­se­nen Pro­fit kann als “indi­rek­te Ent­eig­nung” gewer­tet wer­den
    Der in Eng­lisch vor­lie­gen­de fer­tig aus­ge­han­del­te Text des CETA-Han­dels­ab­kom­mens (PDF) wur­de am 1. August 2014 schnell zusam­men­ge­stellt, damit er am 5. August der Bun­des­re­gie­rung und den ande­ren 27 EU-Regie­run­gen und der kana­di­schen Regie­run­gen für etwai­ge Ein­sprü­che über­mit­telt wer­den konn­te — gera­de noch recht­zei­tig, bevor das Abkom­men am 25. Sep­tem­ber 2014 vom kana­di­schen Pre­mier­mi­nis­ter Ste­phen Har­per und EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­ten José Manu­el Bar­ro­so wäh­rend eines EU-Kana­da-Gip­fels in Otta­wa offi­zi­ell vor­ge­stellt wer­den soll. Er ent­hält noch kein Inhalts­ver­zeich­nis, muss noch juris­tisch über­ar­bei­tet und in die EU-Spra­chen über­setzt wer­den. Da der gele­ak­te Ver­trags­text in sei­ner Län­ge von 519 Sei­ten und sei­nem Juris­teneng­lisch schwer les­bar ist, wur­de das Bri­san­tes­te die­ses Fach­chi­ne­sisch text­nah zusam­men­ge­fasst…” Arti­kel von Wal­ter Gröh in tele­po­lis vom 18.08.2014 externer Link
  • CETA nimmt Demo­kra­tie in Gei­sel­haft
    Mau­de Bar­low ist scho­ckiert. Die kana­di­sche Trä­ge­rin des Alter­na­ti­ven Nobel­prei­ses hat den gele­ak­ten Text von CETA gese­hen und sagt: “Er besei­tigt, was an demo­kra­ti­scher Regie­rungs­füh­rung noch übrig ist.” Tief besorgt bit­tet sie Euro­pa, das Abkom­men abzu­leh­nen…” Bei­trag von Annet­te Sawatz­ki vom 18. August 2014 im cam­pact-blog externer Link
  • Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da: Auf dem Weg in die Par­al­lel­jus­tiz
    Der Vertragstext von CETAIm Schat­ten des Frei­han­dels­ab­kom­mens TTIP zwi­schen der EU und den USA steht eine ähn­li­che Ver­ein­ba­rung mit Kana­da vor dem Abschluss – CETA. Der Ver­trags­text zeigt: Auch die­ses Abkom­men könn­te Regie­run­gen den Kla­gen pri­va­ter Inves­to­ren aus­set­zen.
    TTIP ist inzwi­schen in aller Mun­de, das Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen EU und USA. Weni­ger bekannt ist bis­her das Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen Kana­da und der EU mit dem Namen CETA (Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment). Dabei soll es Inves­to­ren die glei­chen Rech­te eröff­nen wie TTIP. Dem ARD-Haupt­stadt­stu­dio liegt der aus­ge­han­del­te Ver­trag von etwa 1500 Sei­ten exklu­siv vor
    …” Arti­kel von Tama­ra Antho­ny vom 13.08.2014 bei tages​schau​.de externer Link und das gele­ak­te Doku­ment des Ver­tra­ges ebd. externer Link
  • Direk­te Ver­hand­lun­gen über Frei­han­del mit Kana­da abge­schlos­sen. Attac for­dert sofor­ti­ge Offen­le­gung des CETA-Ver­trags­ent­wurfs
    Am ver­gan­ge­nen Diens­tag wur­de bekannt, dass der Ver­trags­text des Frei­han­dels­ab­kom­mens CETA (Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment) zwi­schen Kana­da und der Euro­päi­schen Uni­on fer­tig ist. Nach meh­re­ren Jah­ren Geheim­ver­hand­lun­gen hat­ten EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­dent Baros­so und der kana­di­sche Pre­mier Har­per bereits im Okto­ber 2013 den Pakt kund­ge­tan. Erst jetzt wur­den die direk­ten Ver­hand­lun­gen abge­schlos­sen. Nur – das 1.500 Sei­ten star­ke Ver­trags­werk ist immer noch Ver­schluss­sa­che. Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger bekom­men es nicht zu Gesicht…” Attac-Mel­dung vom 08.08.2014 externer Link
  • Ceta Ver­hand­lun­gen über Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da abge­schlos­sen
    Ceta gilt als Blau­pau­se für das umstrit­te­ne Abkom­men TTIP mit den USA. Die EU und Kana­da haben die Ver­hand­lun­gen über die­sen Teil des Frei­han­dels­ab­kom­mens nun abge­schlos­sen. Dabei sperrt sich die deut­sche Regie­rung gegen ein beson­ders heik­les Kapi­tel. Mel­dung in der Süd­deut­schen Zei­tung vom 06.08.2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Die EU und Kana­da haben nach mona­te­lan­gem Streit die Ver­hand­lun­gen über das Frei­han­dels­ab­kom­men Ceta (Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment) abge­schlos­sen, erklär­te die Regie­rung in Otta­wa. Bei den ver­blei­ben­den Fra­gen han­de­le es sich um tech­ni­sche Details, heißt es aus Regie­rungs­krei­sen. Das Han­dels­ab­kom­men ist etwa1500 Sei­ten lang, der Inhalt bis­her nicht öffent­lich…“
  • CETA-Steck­brief der EU-Koor­di­na­ti­on des DNR
    Die EU-Koor­di­na­ti­on des DNR hat einen Steck­brief zum CETA erstellt, der den Ver­hand­lungs­pro­zess und die (bis­her) bekann­ten Inhal­te zusam­men­fasst. Sie­he den Steck­brief externer Link
  • CETA zeigt: EU-Han­dels­po­li­tik muss trans­pa­ren­ter wer­den
    Nach fünf Jah­ren steht das Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen Kana­da und der EU (CETA) kurz vor dem Abschluss. In die­ser Woche wird die EU-Kom­mis­si­on den Stand der Ver­hand­lun­gen an die Regie­run­gen der Mit­glied­staa­ten über­mit­teln. Eine öffent­li­che Debat­te dazu hat kaum statt­ge­fun­den. Die­se man­geln­de Trans­pa­renz wird zuneh­mend zu einem Pro­blem für CETA, aber auch für TTIP oder TISA und schließ­lich auch für die EU-Kom­mis­si­on selbst. Nun hat die Bun­des­re­gie­rung ange­kün­digt, CETA in der der­zei­ti­gen Form nicht unter­zeich­nen zu wol­len. Wir mei­nen: Die intrans­pa­ren­te und oft ein­sei­tig Indus­trie­in­ter­es­sen fol­gen­de EU-Han­dels­po­li­tik muss grund­sätz­lich auf den Prüf­stand…” Arti­kel von Max Bank vom 28. Juli 2014 externer Link
  • Streit über Inves­to­ren­schutz: Ber­lin lehnt Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da vor­erst ab
    Aus­län­di­sche Kon­zer­ne wür­den zu viel Macht bekom­men, fürch­tet die Bun­des­re­gie­rung. Sie bremst den kana­di­sche Frei­han­dels­ver­trag aus – mit poten­ti­ell gra­vie­ren­den Fol­gen für das umstrit­te­ne TTIP-Abkom­men mit den USA. Die euro­päi­schen Unter­händ­ler für das ange­streb­te Frei­han­dels­ab­kom­men mit den USA erwar­ten bis Sep­tem­ber eine Ent­schei­dung dar­über, ob das Abkom­men über­haupt eine Chan­ce hat, unter­zeich­net zu wer­den. Ob sich der Dau­men über dem trans­at­lan­ti­schen Frei­han­dels­ab­kom­men (TTIP) hebe oder sen­ke, hän­ge davon ab, ob die 28 natio­na­len Regie­run­gen bereit sei­en, das fer­tig ver­han­del­te Frei­han­dels­ab­kom­men mit Kana­da (Ceta) zu akzep­tie­ren, hieß es am Frei­tag in der Füh­rung der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on. “Der Frei­han­dels­ver­trag mit Kana­da ist ein Test für das Abkom­men mit den USA”, sag­te ein hoher Kom­mis­si­ons­be­am­ter in Brüs­sel. Wer­de das Abkom­men mit Kana­da abge­lehnt, “dann ist auch das mit den USA tot“…” Arti­kel von Cers­tin Gam­melin, Brüs­sel, in der Süd­deut­schen online vom 26. Juli 2014 externer Link
  • Peti­ti­on: Inter­na­tio­na­le Wirt­schafts­be­zie­hun­gen – Kein euro­pä­isch-kana­di­sche Han­dels­ab­kom­men (CETA)
    Der Deut­sche Bun­des­tag möge die Bun­des­re­gie­rung auf­for­dern, sich gegen das euro­pä­isch-kana­di­sche Han­dels­ab­kom­men Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment (CETA) aus­zu­spre­chen. Begrün­dung: CETA ent­hält recht­li­che Rege­lun­gen ver­gleich­bar mit denen in ACTA und TTIP, die von einer gro­ßen Mehr­heit der deut­schen Bevöl­ke­rung abge­lehnt wer­den…” Bun­des­tags­pe­ti­ti­on vom 13.03.2014 externer Link (Mit­zeich­nungs­frist: 20.03.2014 – 17.04.2014)
  • Pira­ten lea­ken CETA-Doku­ment zu IPR
    Ein Aus­schnitt aus dem Ent­wurfstext für ein Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und Kana­da ist auf­ge­taucht. Es geht um Rege­lun­gen zum geis­ti­gen Eigen­tum. Arti­kel von Ilja Braun auf Car­ta vom 29.02.2014 externer Link. Aus dem Text: „… Immer­hin: Bei den Pira­ten ist jetzt ein Kapi­tel (.pdf in Eng­lisch) auf­ge­taucht, näm­lich jenes, das sich um die Rege­lun­gen zum geis­ti­gen Eigen­tum (intel­lec­tu­al pro­per­ty rights, IPR) dreht. Das gab es zuletzt 2012, und damals wies der Urhe­ber­rechts­ex­per­te Micha­el Geist auf auf­fäl­li­ge Ähn­lich­kei­ten mit ACTA hin. Die Kom­mis­si­on demen­tier­te sei­ner­zeit: Der ohne Zustim­mung ver­öf­fent­lich­te Ent­wurf unter­schei­de sich vom aktu­el­len Ver­hand­lungs­stand maß­geb­lich. Seit­dem hat man nie wie­der etwas erfah­ren…“ Sie­he dazu auch:
  • EU-Cana­da Tra­de Agree­ment: More than 100 orga­niz­a­ti­ons oppo­se dan­ge­rous inves­tor “rights” chap­ter in CETA
    Über 100 Orga­ni­sa­tio­nen rufen dazu auf: Stoppt CETA, Lasst nicht die Kon­zer­ne die Regeln bestim­men. Han­dels­ab­kom­men zwi­schen der Euro­päi­schen Uni­on (EU) und Kana­da: Mehr als 100 Orga­ni­sa­tio­nen oppo­nie­ren gegen das gefähr­li­che Kapi­tel über die „Rech­te“ von Inves­to­ren. Der Auf­ruf vom 26. Novem­ber 2013 bei cor­po­ra­te­eur­o­pe (eng­lisch) externer Link
  • Attac Que­bec und 20 Ver­tre­ter/-innen von kana­di­schen Orga­ni­sa­tio­nen leh­nen das Abkom­men ab, sie haben unter ande­rem eine Peti­ti­on initi­iert externer Link
  • Frei­han­del mit Kana­da: EU gibt Euro­pa zur Plün­de­rung frei
    Das Frei­han­dels-Abkom­men der EU mit Kana­da wird die deut­sche Gerichts­bar­keit für aus­län­di­sche Inves­to­ren abschaf­fen. Die EU-Kom­mis­si­on setzt, am EU-Par­la­ment vor­bei, die euro­päi­schen Steu­er­zah­ler gigan­ti­schen wirt­schaft­li­chen und recht­li­chen Risi­ken aus. Weil vie­le US-Unter­neh­men Toch­ter-Fir­men in Kana­da unter­hal­ten, wird mit die­sem Abkom­men fak­tisch die Tür für alle US-Unter­neh­men geöff­net. Im Wind-Schat­ten der gro­tes­ken NSA-Debat­te opfert Brüs­sel die Sou­ve­rä­ni­tät Euro­pas auf dem Altar der glo­ba­len Indus­trie-Lob­by…” Arti­kel vom 19.11.13 in Deut­sche Wirt­schafts Nach­rich­ten online externer Link
  • Frei­han­dels­ab­kom­men: CETA offen legen, TTIP stop­pen! Geheim­ver­hand­lun­gen mit Kana­da als Blau­pau­se für Abkom­men mit USA
    Attac for­dert die EU-Kom­mis­si­on auf, den Ver­trags­ent­wurf des zwi­schen Kana­da und der Euro­päi­schen Uni­on ver­han­del­ten Frei­han­dels­ab­kom­mens CETA (Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic and Tra­de Agree­ment) end­lich offen­zu­le­gen. Der Grund für die Geheim­ver­hand­lun­gen ist offen­sicht­lich: Das Abkom­men mit Kana­da dient als Blau­pau­se für das geplan­te Frei­han­dels­ab­kom­men TTIP zwi­schen den USA und der EU. Wäre der Inhalt von CETA bekannt, wür­de TTIP in der Öffent­lich­keit auf deut­lich mehr Wider­stand sto­ßen. So geht aus einem Memo der EU-Kom­mis­si­on zu CETA vom 18. Okto­ber her­vor, dass das Abkom­men Inves­to­ren und Kon­zer­nen ein beson­de­res Kla­ge­recht gegen Staa­ten ein­räu­men soll…” attac-Mit­tei­lung vom 28.10.2013 externer Link. Sie­he dazu:
  • CETA and Nova Sco­tia: over­sold bene­fits, untold cos­ts
    Accord­ing to pro­jec­tions in the new CCPA-NS report, CETA and NS: Who pays for ‘free’ tra­de?, the CETA could result in bet­ween 510 and 2587 net job los­ses in Nova Sco­tia. A stu­dy of the pro­bable cos­ts and bene­fits of the Com­pre­hen­si­ve Eco­no­mic Tra­de Agree­ment (“CETA”) for Nova Sco­tia, con­duc­ted by the Cana­di­an Cent­re for Poli­cy Alter­na­ti­ves (CCPA-NS), reve­als that the agreement’s bene­fits are being over­sold, while its cos­ts and con­se­quen­ces are mini­mi­zed or even igno­red…” Arti­kel vom 24.10.2012 bei der kana­di­schen Natio­nal Uni­on of Public and Gene­ral Employees (NUPGE) externer Link
  • CETA: ACTA lebt
    Schon im Juni 2011 frag­ten wir uns hier, ob mit dem Han­dels­ab­kom­men EU-Kana­da, das soge­nann­te CETA, eine Art ACTA+ vor­be­rei­tet wird. Mit die­sem Abkom­men wird ein neu­er Ver­such gestar­tet, die Durch­set­zung des Urhe­ber­rechts zu regeln…” Arti­kel von Augus­ta King vom 22.08.2012 bei Netz­po­li­tik externer Link

Der Bei­trag CETA: Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der EU und Kana­da erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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