[labournet:] [Dresden] Arbeitskonflikt in TagZwei-Bäckerei: Standards einhalten – Gegen Arbeitsbedingungen von vorgestern

[FAU Dresden] Arbeitskonflikt in TagZwei-Bäckerei: Standards einhalten – Gegen Arbeitsbedingungen von vorgesternAktu­ell befin­den wir uns in einem Arbeits­kon­flikt mit dem Chef der Tag­Zwei-Bäcke­rei auf der Kamen­zer Stra­ße. Das Unter­neh­men ver­treibt Back­wa­ren ande­rer Bäcke­rei­en vom Vor­tag, um der Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung ent­ge­gen zu wir­ken. Eigent­lich ein schö­nes Kon­zept. Lei­der sind auch die arbeits­recht­li­chen Auf­fas­sun­gen des Chefs von Vor­ges­tern. Die FAU Dres­den for­dert die Aus­zah­lung aus­ste­hen­der Löh­ne, die Aus­zah­lung von Urlaubs­ent­gelt und die Rück­nah­me eine ille­ga­len Kün­di­gung für eine Beschäf­tig­te. Wir raten Kund_​innen zu über­le­gen, ob sie wäh­rend der Dau­er des Arbeits­kon­flik­tes wirk­lich die Bäcke­rei auf­su­chen wol­len und bit­ten um rege Teil­nah­me an der Pro­test­kund­ge­bung am 24. Juli um 15 Uhr auf der Kamen­zer Stra­ße 42b (vor dem Laden). Außer­dem freu­en wir uns über soli­da­ri­sche Beglei­tung der Güte­ver­hand­lung am 31. Juli um 10:45 Uhr vorm Arbeits­ge­richt Dres­den, Hans-Oster-Stra­ße 4. Bei die­sem Kon­flikt geht es lei­der nicht um die gro­ßen Ver­bes­se­run­gen in der Arbeits­welt, im Gegen­teil, es geht um die Ein­hal­tung grund­sätz­li­cher Arbeits­rechts­stan­dards: Arbeits­stun­den müs­sen bezahlt wer­den, Urlaubs­ent­gelt steht uns auch im Mini­job zu, für frist­lo­se Kün­di­gun­gen gibt es kla­re Kri­te­ri­en...” Mit­tei­lung der FAU Dres­den vom 20. Juli 2020 externer Link mit wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zum Kon­flikt und nun das Urteil:

  • Basis­ge­werk­schaft gewinnt gegen Tag­Zwei-Bäcke­rei: Sich weh­ren lohnt sich! Über 3100,- im Kon­flikt mit Tag­Zwei erstrit­ten New
    Im Arbeits­kon­flikt um die frist­lo­se Kün­di­gung eines Gewerk­schafts­mit­glie­des in der Tag­Zwei-Bäcke­rei auf der Kamen­zer Stra­ße sieg­te die Basis­ge­werk­schaft FAU Dres­den am 31. Juli in einer Güte­ver­hand­lung. Das im Mini­job beschäf­tig­te Mit­glied erreich­te zusam­men mit der FAU Lohn­nach­zah­lun­gen und Abfin­dung von über 3100,-€, eine ordent­li­che Kün­di­gung und ein wohl­wol­len­des Arbeits­zeug­nis. Vor­aus­ge­gan­gen waren u.a. Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gnen zu Arbeits­rech­ten für Minijobber_​innen in der Dresd­ner Neu­stadt und eine Kund­ge­bung vor dem beklag­ten Betrieb. (…) Am 31. Juli 2020 erschie­nen die Basis­ge­werk­schaft FAU und der beklag­te Unter­neh­mer J. Zschei­le vor der drit­ten Kam­mer des Arbeits­ge­rich­tes. Nach ca. halb­stün­di­ger Ver­hand­lung konn­te ein für die Gewerk­schaft und die betrof­fe­ne Kol­le­gin zufrie­den­stel­len­der Ver­gleich im Streit­fall erzielt wer­den. Der Unter­neh­mer Zschei­le, der behaup­tet selbst bei der DPDHL Betriebs­rats- und Gewerk­schafts­mit­glied zu sein, mach­te vor Gericht kei­nen Hehl aus sei­nen mut­wil­li­gen Ver­stö­ßen gegen das Arbeits­recht. So gab er u.a. erneut offen zu, dass er in sei­nem Betrieb allen Minijobber_​innen die Urlaubs­ent­gel­te unter­schlägt. Dass dies nach Bun­des­ur­laubs­ge­setz ohne Aus­nah­me ille­gal ist, merk­te auch Rich­te­rin Hart­mann an…” Pres­se­mit­tei­lung vom 3.8.2020 von und bei der FAU Dres­den externer Link

Der Bei­trag [Dres­den] Arbeits­kon­flikt in Tag­Zwei-Bäcke­rei: Stan­dards ein­hal­ten – Gegen Arbeits­be­din­gun­gen von vor­ges­tern erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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