[labournet:] Drohnen: Ein echtes Trauerspiel

Dossier

Kampfdrohnen Als Droh­nen wer­den im all­ge­mei­nen unbe­mann­te bzw. unbe­mensch­te Flug­ge­rä­te bezeich­net. Also Flug­zeu­ge, Hub­schrau­ber, Qua­dro­kop­ter usw., die ohne Besat­zung, also fern­ge­steu­ert oder völ­lig auto­nom flie­gen. Zum Teil wer­den die Droh­nen von weit ent­fernt fern­ge­steu­ert- Bei­spiel: die Droh­ne fliegt und bombt in Paki­stan, der “Pilot” sitzt in einem kli­ma­ti­sier­ten Raum irgend­wo in den USA. Poli­ti­ke­rIn­nen und Mili­tär­an­ge­hö­ri­ge spre­chen manch­mal auch von UAV. Das ist die eng­li­sche Bezeich­nung für unbe­mann­te Luft­fahr­zeu­ge und hört sich tech­ni­scher und weni­ger schlimm an (…) Mili­tär­droh­nen wer­den immer häu­fi­ger dazu ver­wen­det, in Gebie­ten, die kei­ne Kriegs­ge­bie­te sind, Men­schen mehr oder weni­ger “gezielt” zu beschie­ßen und zu töten – ohne dass es eine Gerichts­ver­hand­lung oder eine Chan­ce zur Ver­tei­di­gung oder Fest­nah­me gege­ben hat...” Aus der Defi­ni­ti­on der Droh­nen-Kam­pa­gne. Sie­he dazu im Labour­Net unter Bran­chen » Rüs­tungs­in­dus­trie: Droh­nen­pro­gramm könn­te 1500 Arbeits­plät­ze sichern [“Licht­blick” für die IG Metall] und auch unser Dos­sier Kam­pa­gne Stopp Ram­stein: Kein Droh­nen­krieg! sowie hier all­ge­mein zu Droh­nen:

  • In jedem Fall ver­dammt … Beschlos­se­ne Sache: Die Bun­des­wehr kann künf­tig auch mit Droh­nen töten New
    “Die Erpro­bung läuft. Erfolg­reich. Im Sin­ne der Kun­den. Am 26. Juli 2020 star­te­te in Isra­el die Droh­ne Heron TP zu ihrem Erst­flug. Das unbe­mann­te Flug­ge­rät wur­de von Isra­el Aero­space Indus­tries (IAI) auf der Basis der Droh­ne Eit­an ent­wi­ckelt, die bereits seit rund zehn Jah­ren von den israe­li­schen Streit­kräf­ten im wort­wört­li­chen schar­fen Schuss über den Paläs­ti­nen­ser­ge­bie­ten ein­ge­setzt wird. Der Nach­fol­ger Heron TP dage­gen trägt das Eiser­ne Kreuz am Rumpf und die deut­sche Fah­ne an den Leit­wer­ken. (…) Seit den ers­ten Über­le­gun­gen zu einem mög­li­chen Umstieg auf bewaff­ne­te Droh­nen ver­sprach die Bun­des­re­gie­rung, dass es eine brei­te gesell­schaft­li­che Debat­te geben soll, bevor ent­schie­den wird. Das Ver­spre­chen wur­de nicht ein­ge­löst. Auch nicht mit der vom Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um insze­nier­ten Talk­show im ver­gan­ge­nen Monat. Bei die­sen Coro­na beding­ten Livechats wur­de auch kein Wort ver­lo­ren über die Pro­fi­te, die Ent­wick­lung und die Pro­duk­ti­on mili­tä­ri­scher Droh­nen ver­spre­chen. Deutsch­land hat fünf Heron TP und vier Boden­sta­tio­nen bis 2029 geleast. Die Kos­ten wer­den mit 1,024 Mil­li­ar­den Euro bezif­fert. Die Flug­ge­rä­te rei­chen für den gleich­zei­ti­gen Kampf in zwei Ein­satz­ge­bie­ten. Dort küm­mert sich der Indus­trie­part­ner ADAS um die War­tung und sam­melt nöti­ge Erfah­run­gen, um eine eige­ne Droh­ne zu bau­en. Deutsch­land, Frank­reich und Ita­li­en haben sich dafür zusam­men­ge­tan. Sie wol­len wei­te­re Inter­es­sen­ten ins Boot holen. Spa­ni­en hat zuge­sagt. Tsche­chi­en, Bel­gi­en und Grie­chen­land zei­gen Inter­es­se. 2027 soll die Seri­en­fer­ti­gung begin­nen. Die Pro­fit­aus­sich­ten sind bes­tens.” Bei­trag von René Hei­lig bei neu­es Deutsch­land vom 3. August 2020 externer Link
  • Haupt­sa­che neue Mord­werk­zeu­ge: Die angeb­lich ergeb­nis­of­fe­ne Debat­te um Droh­nen-Bewaff­nung wird trotz Pro­tes­ten durch­ge­zo­gen 
    „… Statt­des­sen dreht sich die deut­sche Debat­te um eine Auf­rüs­tung des Sta­tus quo. Schon heu­te besitzt die Bun­des­wehr Droh­nen, die sie mit in Ein­sät­ze nimmt. Pilo­tIn­nen in den Ein­satz­län­dern steu­ern sie durch Auf­klä­rungs­ein­sät­ze, bei denen sie nach poten­zi­el­len Angrei­fe­rIn­nen suchen. Wer­den sie fün­dig, kön­nen sie ihre Kame­ra­dIn­nen bis­her nur war­nen. Mit bewaff­ne­ten Droh­nen könn­ten sie in Zukunft direkt schie­ßen. Laut Tau­ber geht es dabei um den „Anspruch auf best­mög­li­chen Schutz“ für die Sol­da­tIn­nen im Ein­satz. Bun­des­wehr­an­ge­hö­ri­ge auf dem Podi­um teil­ten die­se Ansicht. Kla­re Geg­ne­rIn­nen bewaff­ne­ter Droh­nen waren – zumin­dest in einem ers­ten Dis­kus­si­ons­pa­nel am Nach­mit­tag – nicht ver­tre­ten. Dafür gab es aller­dings Zwi­schen­tö­ne und Mah­nun­gen. Es gehe um eine „mora­li­sche und ethi­sche Güter­ab­wä­gung“, sag­te etwa der evan­ge­li­sche Mili­tär­bi­schof Sigurd Rink. Man müs­se sich auch der „Kehr­sei­te der Medail­le bewusst sein“ und im Ein­zel­fall Vor­keh­run­gen tref­fen. Grund­sätz­li­che Kri­tik brach­te die Deut­sche Frie­dens­ge­sell­schaft ein – in Form eines Tweets, den das Minis­te­ri­um selbst auf­griff und auf dem Podi­um dis­ku­tie­ren ließ. „Wir leh­nen bewaff­ne­te Droh­nen unter ande­rem ab, weil sie die Schwel­le zur Kriegs­füh­rung erheb­lich sen­ken“, hat­te die Frie­dens­or­ga­ni­sa­ti­on geschrie­ben…“ aus dem Debat­ten-Bericht „Fern­ge­steu­er­ter Krieg“ von Tobi­as Schul­ze am 11. Mai 2020 in der taz online externer Link. Sie­he dazu auch die Stel­lung­nah­me der DFG-VK – und einen älte­ren (Video) Bei­trag aus völ­lig unver­däch­ti­ger Quel­le, der deut­lich macht, dass die ent­schei­den­den Fra­gen schon seit Beginn der Droh­nen-Bestre­bun­gen der Bun­des­wehr 2012 bekannt sind:
    • „Debat­te und Ent­schei­dung über Bewaff­nung von Droh­nen auf Eis legen!“ am 10. Mai 2020 bei der DFG-VK externer Link war die Stel­lung­nah­me am Tag vor der soge­nann­ten Debat­te, in der unter ande­rem unter­stri­chen wur­de: „… Die Podi­ums­dis­kus­si­on, die mit einer begrenz­ten Anzahl von Abge­ord­ne­ten aller Bun­des­tags­frak­tio­nen sowie mit durch das BMVg aus­ge­wähl­ten Vertreter*innen der Kir­chen, NGOs und Medi­en statt­fin­den soll, kann eine ech­te brei­te gesell­schaft­li­che Debat­te nicht erset­zen. Eben­so wenig wie die geplan­te zwei­te Ver­an­stal­tung zum The­ma im Bun­des­tag am 25. Mai 2020. Bereits bis Juni 2020 und nach “fina­ler Abstim­mung” im Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um soll den Gre­mi­en des Bun­des­ta­ges ein Dis­kus­si­ons­pa­pier vor­ge­legt wer­den. Das wür­de bedeu­ten, dass schon im Juni 2020 ein Bewaff­nungs­an­trag im Bun­des­tag in die Wege gelei­tet wer­den könn­te. Seit 2012 ver­sucht die Bun­des­re­gie­rung bewaff­ne­te Droh­nen für die Bun­des­wehr zu beschaf­fen. Jedoch hat­te die SPD im Jahr 2017 eine Sit­zung des Haus­haltsau­schus­ses zum The­ma plat­zen las­sen, sodass eine Ent­schei­dung vor­erst aus­blieb. Grund für den Wider­stand der SPD war unter ande­rem die nicht aus­rei­chen­de Debat­te über die Ent­schei­dung im Par­la­ment und in der Öffent­lich­keit.
      “Nach der Gro­ßen Anfra­ge der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on vom Okto­ber 2012 zum ‘Erwerb und Ein­satz von Kampf­droh­nen’ hat die SPD immer wie­der die For­de­rung nach ‘einer sub­stan­ti­el­len Dis­kus­si­on’ zu den recht­li­chen und ethi­schen Fra­gen gestellt, der sich die CDU/​CSU immer wie­der ent­zieht”, erklärt Elsa Rass­bach, Ver­tre­te­rin der DFG-VK in der Kam­pa­gne “Kei­ne Kampf­droh­nen!”, und fragt: “Wenn das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um die sub­stan­ti­el­le Dis­kus­si­on nun tat­säch­lich füh­ren will, war­um lädt es kei­ne Expert*innen oder Zeug*innen mit unmit­tel­ba­ren Erfah­run­gen in den Rea­li­tä­ten des Ein­sat­zes von bewaff­ne­ten Droh­nen ein, z.B. Opfer­fa­mi­li­en und Whist­leb­lower des bri­ti­schen sowie des US-Mili­tärs und Geheim­diens­tes?” Im Jahr 2018 wil­lig­te die SPD bei den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen ein, bewaff­nungs­fä­hi­ge Heron TP Droh­nen für Auf­klä­rungs­zwe­cke in den Aus­lands­ein­sät­zen der Bun­des­wehr in Afgha­ni­stan und Mali zu beschaf­fen. Seit Anfang 2019 trai­nie­ren Bundeswehrsoldat*innen in Isra­el für kom­men­de Ein­sät­ze
      …“
    • „Bewaff­ne­te Droh­nen – Sinkt die Schwel­le zur Gewalt?“ bereits am 08. Febru­ar 2013 bei der Deut­schen Wel­le externer Link mel­de­te die damals bereits bestehen­den Beden­ken gegen den neu­en Auf­rüs­tungs­plan in der Prä­sen­ta­ti­on zu einem Videobe­richt: „Das ame­ri­ka­ni­sche Mili­tär setzt sie schon seit Jah­ren ein, vor allem als Waf­fe gegen Isla­mis­ten: bewaff­ne­te Droh­nen. Auch der deut­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter kann sich nun gut vor­stel­len, die unbe­mann­ten Flie­ger ein­zu­set­zen. Und schon debat­tiert die Repu­blik über Fluch und Segen von Kampf­droh­nen“.
  • Droh­nen-Debat­te im inti­men Kreis – selbst­ver­ständ­lich nur wegen der Epi­de­mie. Pro­tes­te gegen Droh­nen-Bewaff­nungs­plä­ne am 11. Mai
    „… Das glo­ba­li­sie­rungs­kri­ti­sche Netz­werk Attac for­dert, alle Droh­nen-Bewaff­nungs­plä­ne wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie zu stop­pen. Anlass ist eine Podi­ums­dis­kus­si­on am Mon­tag im Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um in Ber­lin, mit der die­ses die geplan­te „brei­te gesell­schaft­li­chen Debat­te“ über eine Bewaff­nung der Bun­des­wehr mit Kampf­droh­nen erset­zen will. Das Minis­te­ri­um hat vor, nach „fina­ler Abstim­mung“ bereits im Juni den Gre­mi­en des Bun­des­tags ein Dis­kus­si­ons­pa­pier vor­zu­le­gen, um mög­li­cher­wei­se noch im sel­ben Monat einen Bewaff­nungs­an­trag im Bun­des­tag in die Wege zu lei­ten. (…) Laut Koali­ti­ons­ver­trag darf der Bun­des­tag über die Bewaff­nung von Droh­nen erst „nach aus­führ­li­cher völ­ker­recht­li­cher, ver­fas­sungs­recht­li­cher und ethi­scher Wür­di­gung“ des Ein­sat­zes von töd­li­chen Kampf­droh­nen ent­schei­den, und zwar im Rah­men einer oft­mals ver­spro­che­nen brei­ten gesell­schaft­li­chen Debat­te. Die­se Debat­te hat noch nicht statt­ge­fun­den. Zu der Dis­kus­si­on am Mon­tag hat das Minis­te­ri­um alle Bun­des­tags­frak­ti­ons­vor­sit­zen­den sowie aus­ge­wähl­te Vertreter*innen der Kir­chen, Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen und Medi­en ein­ge­la­den. Wegen „Sitz­ka­pa­zi­tä­ten“ darf nur eine sehr begrenz­te Anzahl von wei­te­ren Abge­ord­ne­ten teil­neh­men…“ – aus der Pres­se­mit­tei­lung „Plä­ne für Droh­nen-Bewaff­nung wäh­rend Coro­na stop­pen!“ von attac vom 10. Mai 2020 externer Link – wor­in auch noch auf­ge­ru­fen wird zur Teil­nah­me an: Kund­ge­bung: Mon­tag, 11. Mai, 11.25 bis 12 Uhr, vor Shell-Haus, Ecke Reichpietschufer/​Stauffenbergstraße, Ber­lin und an der Mahn­wa­che: Mon­tag, 11. Mai, 12 bis 13.30 Uhr, vor Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um, Stauf­fen­berg­stra­ße 18, Ber­lin
  • Bewaff­ne­te Droh­nen: Vor­ent­schei­dung im Juni 2020? 
    “Der „Bun­des­aus­schuss Frie­dens­rat­schlag“ und die „Akti­on Frei­heit statt Angst“ wei­sen dar­auf hin, dass bis Juni 2020 mit­ten in der Coro­na­kri­se eine wich­ti­ge Wei­chen­stel­lung in der Fra­ge bewaff­ne­ter Droh­nen erfol­gen soll. In einer Mail wur­de u.a. auf ein Schrei­ben des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums (BMVg) an den MdB Karl-Heinz Brun­ner ver­linkt, aus dem her­vor­geht, dass eine „Betei­li­gungs­pha­se“ vor allem in Form eines erst­mal ver­scho­be­nen öffent­li­chen Work­shops erfol­gen soll. Der Work­shop soll in jedem Fall wohl noch vor Juni 2020 statt­fin­den, da das BMVg bis zu die­sem Zeit­punkt dem Bun­des­tag ein „Dis­kus­si­ons­pa­pier“ zufüh­ren will, in dem mut­maß­lich dann eine star­ke Prä­fe­renz für die Bewaff­nung von Droh­nen zum Aus­druck kom­men dürf­te. Das Pro­ze­de­re wird vom BMVg in sei­nem Schrei­ben an MdB-Brun­ner jeden­falls fol­gen­der­ma­ßen beschrie­ben: „Am Ende der Betei­li­gungs­pha­se soll ein Dis­kus­si­ons­pa­pier ste­hen, das bereits in der Ent­wurfs­pha­se mit Ihnen geteilt und nach fina­ler Abstim­mung vor­aus­sicht­lich im Juni 2020 an den Deut­schen Bun­des­tag ver­sandt wer­den soll. Die­ses Papier könn­te als Grund­la­ge für die wei­te­re Behand­lung des The­mas in den Gre­mi­en des Deut­schen Bun­des­ta­ges her­an­ge­zo­gen wer­den.“ Mel­dung bei IMI-Aktu­ell 2020/​269 vom 15. April 2020 externer Link
  • Bewaff­nung von Droh­nen: Bun­des­tag wird getäuscht 
    “Hin­ter den Kulis­sen berei­tet die Bun­des­re­gie­rung die Droh­nen­be­waff­nung vor. Das wider­spricht nicht nur dem Koali­ti­ons­ver­trag, son­dern täuscht auch uns Abge­ord­ne­te. Denn eigent­lich soll der Bun­des­tag noch dar­über ent­schei­den, ob die Droh­nen des israe­li­schen Her­stel­lers IAI über­haupt mit Rake­ten und Lenk­bom­ben aus­ge­stat­tet wer­den. Auch die ange­kün­dig­te gesell­schaft­li­che Debat­te zur Bewaff­nung unbe­mann­ter Luft­fahr­zeu­ge steht noch aus“, erklärt der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Andrej Hun­ko zum Beginn des deut­schen Kampf­droh­nen­pro­gramms in Isra­el. Nach ihrer Bestel­lung im Som­mer letz­ten Jah­res soll der Zulauf der Luft­fahr­zeu­ge und Boden­sta­tio­nen ein hal­bes Jahr frü­her als geplant erfol­gen. Die Sys­te­me wer­den mit der „tech­ni­schen Bewaff­nungs­fä­hig­keit“ aus­ge­lie­fert. Die Bun­des­wehr über­prüft die­se Fähig­keit im Rah­men der Nach­weis­füh­rung für eine deut­sche mili­tä­ri­sche Mus­ter­zu­las­sung. Die­se für die Ver­kehrs­si­cher­heit erfor­der­li­chen Maß­nah­men sind mit Air­bus als Haupt­auf­trag­neh­mer in einem Mus­ter­prüf­rah­men­pro­gramm und Mus­ter­prüf­pro­gramm ver­trag­lich ver­ein­bart. Andrej Hun­ko wei­ter: „Das bedeu­tet, dass die Muni­ti­on, die spä­ter ein­ge­rüs­tet wer­den soll, schon fest­steht. Denn auch die Waf­fen müs­sen auf ihre Ver­kehrs­si­cher­heit getes­tet wer­den. Hier­zu wer­den wir von der Bun­des­re­gie­rung getäuscht. Wir haben die Bun­des­wehr und den Her­stel­ler in Isra­el besucht, erfuh­ren aber kei­ne Details zur mög­li­chen Bewaff­nung…” Pres­se­mit­tei­lung von Andrej Hun­ko vom 20. Febru­ar 2019 externer Link
  • [Pro­test am 13. Juni 2018] Bewaff­nungs­fä­hi­ge Droh­nen für Deutsch­land? 
    “… am 13. Juni 2018 wer­den der Ver­tei­di­gungs­aus­schuss und der Haus­halts­aus­schuss im Bun­des­tag vor­aus­sicht­lich über ein umstrit­te­nes Rüs­tungs­pro­jekt ent­schei­den: Die erst­ma­li­ge Anschaf­fung von bewaff­nungs­fä­hi­gen Droh­nen für die Bun­des­wehr. (…) Durch eine visu­ell krea­ti­ve Akti­on wird die Besorg­nis der Bevöl­ke­rung und vie­len poli­ti­scher Vertreter*innen über die rasche inter­na­tio­na­le Ent­wick­lung und Ver­brei­tung von auto­ma­ti­sier­ten und digi­ta­li­sier­ten Waf­fen­sys­te­men sowie über den oft­mals völ­ker­rechts­wid­ri­gen Ein­satz zum Aus­druck gebracht. Anschlie­ßend lädt die Frie­dens­ko­or­di­na­ti­on Ber­lin im Auf­trag der bun­des­wei­ten “Droh­nen-Kam­pa­gne”, die von 150 Orga­ni­sa­tio­nen getra­ge­nen wird, zu einer Ver­an­stal­tung unter dem Titel unter dem Titel „Bewaff­nungs­fä­hi­ge Droh­nen für Deutschland?“ein. Sie fin­det von 12 bis 13 Uhr zwi­schen dem Paul-Löbe-Haus und dem Platz der Repu­blik statt…” Pres­se­mit­tei­lung vom 7. Juni 2018 von IPPNW, pax chris­ti, attac Deutsch­land, DFG-VK externer Link
  • Men­schen­recht­ler for­dern Ende der Auf­wei­chung des Völ­ker­rechts bei Kampf­droh­nen
    “… In einer völ­ker­recht­li­chen Ana­ly­se for­dern Men­schen­recht­ler die Bun­des­re­gie­rung auf, zu einer engen Aus­le­gung des Völ­ker­rechts zurück­zu­keh­ren und Unter­stüt­zungs­hand­lun­gen für US-Droh­nen­an­grif­fe ein­zu­stel­len. Für die Bun­des­wehr sol­len kei­ne Kampf­droh­nen ange­schafft wer­den, ohne völ­ker­recht­li­che Fra­gen vor­her neu zu bewer­ten. (…) Andre­as Schül­ler, der Lei­ter des Pro­gramm­be­reichs Völ­ker­straf­ta­ten und recht­li­che Ver­ant­wor­tung beim ECCHR, for­dert auf Grund­la­ge der recht­li­chen Ana­ly­se des ECCHR-Posi­ti­ons­pa­piers für die vor­erst ver­scho­be­ne Ent­schei­dung über Kampf­droh­nen von einer neu­en Bun­des­re­gie­rung nach der Wahl: Eine Ent­schei­dung über die Anschaf­fung bewaff­ne­ter Droh­nen durch eine neue Bun­des­re­gie­rung soll­te recht­li­che Stan­dards klar for­mu­lie­ren unter einer engen, restrik­ti­ven Aus­le­gung des Völ­ker­rechts. (…) Die recht­li­chen Nor­men, die Schül­ler anspricht, sind in dem Posi­ti­ons­pa­pier bewer­tet und abge­druckt (…) Das ECCHR hat neben dem Posi­ti­ons­pa­pier aus Kon­fe­renz­bei­trä­gen und Gesprä­chen auch eine Video­samm­lung über die Droh­nen­krie­ge zusam­men­ge­stellt.” Bei­trag von Con­stan­ze Kurz vom 6. Sep­tem­ber 2017 bei Netz­po­li­tik externer Link, zu Details der recht­li­chen Bewer­tung sie­he das Posi­ti­ons­pa­pier des ECCRH vom August 2017 externer Link
  • Der Auf­trag für eine neue Kampf­droh­ne bleibt – Par­la­ments­de­bat­te (wie­der ein­mal) über­flüs­sig 
    Was die SPD als nicht wün­schens­wer­te Zukunft dar­stellt, hat mit ihrem Zutun und ihrer Pro­tek­ti­on längst begon­nen. Mehr Pan­zer, mehr Schif­fe, mehr Muni­ti­on, neue Hub­schrau­ber, moder­ne Funk­tech­nik. In der ver­gan­ge­nen schwarz-roten Legis­la­tur­pe­ri­ode hat die Mehr­heit des Haus­halts­aus­schus­ses fast 80 soge­nann­te 25-Mil­lio­nen-Vor­la­gen im Gesamt­vo­lu­men von 30 Mil­li­ar­den Euro zur wei­te­ren Auf­rüs­tung der Bun­des­wehr beschlos­sen. Eine beson­ders ener­gisch vor­an­ge­trie­be­ne Beschaf­fung kam aller­dings noch nicht durch. Es han­delt sich um die »bewaff­nungs­fä­hi­ge Droh­ne« Heron TP, die unter ande­rem von der Links­frak­ti­on abge­lehnt wird. Auf eine Anfra­ge des LIN­KE-Haus­häl­ters Micha­el Leu­tert bestä­tigt das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um, dass wegen der noch aus­ste­hen­den Debat­ten noch kein Ver­trag geschlos­sen wer­den kann. Doch man hal­te an die­sem wie ande­ren Pro­jek­ten fest und ana­ly­sie­re bereits, wel­che finan­zi­el­len und zeit­li­chen Aus­wir­kun­gen sich durch eine »spä­te­re Beauf­tra­gung« erge­ben wer­den. Eine neue Aus­schrei­bung für so eine Kampf­droh­ne wer­de es nicht geben“ – aus dem Arti­kel „Bun­des­wehr bekommt »EuroHawk«-Ersatz“ von René Hei­lig am 08. August 2017 in neu­es deutsch­land externer Link in dem der Droh­nen­plan zusam­men gese­hen wird mit dem all­ge­mei­nen Auf­rüs­tungs­pro­gramm und der 2% Klau­sel.
  • Der Charme des Droh­nen­kriegs: Krieg zu füh­ren wird leich­ter, das eige­ne Volk spürt ihn nicht.
    … „Die US-Regie­rung setzt Droh­nen ein, um das Risi­ko für ihre Sol­da­ten und damit die inne­re Oppo­si­ti­on gegen den Krieg zu mini­mie­ren.“ Das ist die Ein­schät­zung des ehe­ma­li­gen US-Geheim­dienst­mit­ar­bei­ters Ray McGo­vern. Sie leuch­tet ein. Des­halb hat Jose­fa Zim­mer­mann für die Lese­rin­nen und Leser der Nach­Denk­Sei­ten den ein­schlä­gi­gen Bei­trag von McGo­vern über­setzt. (…) Gleich­zei­tig infor­mie­ren wir (…) über Vor­be­rei­tun­gen und Pro­gramm des Pro­tes­tes in Ram­stein am 8. und 9. 9. 2017 gegen den Droh­nen­krieg…” Bei­trag von Ray McGo­vern in der Über­set­zung von Jose­fa Zim­mer­mann bei den Nach­Denk­Sei­ten vom 21. Juli 2017 externer Link
  • Kampf­droh­nen-Ent­schei­dung: Pro­test am Mitt­woch, 21. Juni vor dem Bun­des­tag. Frie­dens­ak­ti­vis­ten for­dern inter­na­tio­na­les Ver­bot bewaff­ne­ter Droh­nen 
    Die Koope­ra­ti­on für den Frie­den, ein Dach­ver­band der Frie­dens­be­we­gung aus mehr als 50 frie­dens­po­li­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen und Initia­ti­ven, lehnt die Anschaf­fung von waf­fen­fä­hi­gen Droh­nen für die Bun­des­wehr ent­schie­den ab. Sie for­dert statt­des­sen von der Bun­des­re­gie­rung, sich mit aller Kraft für eine völ­ker­recht­lich ver­bind­li­che Äch­tung die­ser Waf­fen­sys­te­me ein­zu­set­zen. Am 21. Juni ent­schei­det der Haus­halts­aus­schuss des Bun­des­ta­ges über das Anlie­gen, mit­tels eines Dienst­leis­tungs­ver­tra­ges und eines Regie­rungs­ab­kom­men zumin­dest fünf israe­li­sche Droh­nen des Typ Heron TP zu mie­ten. (…) Am 21. Juni um 13 Uhr fin­det in Ber­lin vor dem Paul-Löbe-Haus, gegen­über dem Kanz­ler­amt, eine Pro­test­ak­ti­on gegen eine mög­li­che Droh­nen­ent­schei­dung der Abge­ord­ne­ten statt…” Aus dem Auf­ruf bei der Koope­ra­ti­on für den Frie­den externer Link
  • Eine Mil­li­ar­de Euro für Kampf­droh­nen aus Isra­el – das ruft Wider­stand her­vor 
    Die deut­sche Bun­des­re­gie­rung plant Kampf­droh­nen aus Isra­el anzu­mie­ten. Am 14.6.17 wur­de bekannt, dass die­ser Erwerb von bewaff­nungs­fä­hi­gen Droh­nen den deut­schen Staat, von dem nie wie­der Krieg aus­ge­hen soll, min­des­tens eine Mil­li­ar­de Euro kos­ten wird. Wir for­dern die Abge­ord­ne­ten auf, dem nicht zuzu­stim­men! (…) Die Kam­pa­gne Stopp Air Base Ram­stein*, die seit 2015 mit jähr­li­chen gro­ßen Aktio­nen gegen den von deut­schem Boden aus­ge­hen­den Droh­nen­krieg pro­tes­tiert, for­dert die Abge­ord­ne­ten des Haus­halts- und Ver­tei­di­gungs­aus­aus­schus­ses auf, der geplan­ten Anschaf­fung von Kampf­droh­nen für die Bun­des­re­pu­blik am 21.06.2017 nicht zuzu­stim­men“ – aus der Pres­se­mit­tei­lung „Droh­nen töten täg­lich – Droh­nen pro­du­zie­ren Ter­ro­ris­ten“ am 15. Juni 2017 bei der Ramm­stein-Kam­pa­gne externer Link, wor­in es auch noch heißt: „Nach Ver­trags­schluss sol­len die Droh­nen in spä­tes­tens 27 Mona­ten gelie­fert wer­den und wären damit Ende 2019 ein­satz­fä­hig. Bis 2025 will Air­bus mit Part­nern aus Frank­reich, Ita­li­en und Spa­ni­en eine euro­päi­sche Kampf­droh­ne ent­wi­ckeln; seit 2016 sind vier Her­stel­ler mit einer Vor­stu­die beauf­tragt. Der Zuschlag für die israe­li­schen Droh­nen erfolg­te dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um zufol­ge zur Stär­kung der ein­hei­mi­schen Droh­nen­fä­hig­kei­ten. Die mit der Heron TP gewon­ne­ne prak­ti­sche Erfah­rung mit Bewaff­nung soll Air­bus einen Vor­teil ver­schaf­fen. Gegen die Ver­ga­be ohne Aus­schrei­bung hat­te der US-Kon­kur­rent Gene­ral Ato­mics eine Über­prü­fung bei der Ver­ga­be­kam­mer des Bun­des ver­langt. Dort wur­de die Ver­ga­be­ent­schei­dung für recht­mä­ßig erklärt. Dage­gen leg­te Gene­ral Ato­mics Wider­spruch ein. Im Mai hat das Düs­sel­dor­fer Ober­lan­des­ge­richt bestä­tigt, dass Air­bus für die Beschaf­fung, den Betrieb, die War­tung und die Repa­ra­tur zustän­dig ist
  • Grü­nes Licht für Kampf­droh­nen: Gerichts­ent­schei­dung ist dop­pelt fatal 
    Das Ober­lan­des­ge­richt (OLG) in Düs­sel­dorf hat heu­te die Ent­schei­dung der Ver­ga­be­kam­mer des Bun­des bestä­tigt, dass die Bun­des­wehr Kampf­droh­nen des Typs HERON TP aus Isra­el beschaf­fen darf. Haupt­auf­trag­neh­mer ist der Air­bus-Kon­zern. Die im Dienst­leis­tungs­ver­trag vor­ge­se­he­nen Droh­nen stam­men vom israe­li­schen Her­stel­ler Isra­el Aero­space Indus­tries. Geklagt hat­te der US-Kon­kur­rent Gene­ral Ato­mics. Hier­zu erklärt der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Andrej Hun­ko: „Mit der Ent­schei­dung für eine israe­li­sche Droh­ne wird die hei­mi­sche Rüs­tungs­in­dus­trie gebauch­pin­selt. Als Haupt­auf­trag­neh­mer des Droh­nen-Deals erhält der Rüs­tungs­kon­zern Air­bus erst­mals die Mög­lich­keit, Erfah­run­gen mit War­tung, Tests und Ein­sät­zen bewaff­ne­ter Bun­des­wehr­droh­nen zu sam­meln. Air­bus hat das feder­füh­ren­de Man­dat zur Ent­wick­lung einer euro­päi­schen Kil­ler­droh­ne, die bis 2025 seri­en­reif sein soll. Aus die­sem Grund ist die heu­ti­ge Gerichts­ent­schei­dung dop­pelt fatal. Die geplan­te Sta­tio­nie­rung der fünf HERON TP außer­halb Deutsch­lands wird die par­la­men­ta­ri­sche Kon­trol­le wei­ter erschwe­ren. Isra­el kann den Besuch deut­scher Abge­ord­ne­ter auf der Droh­nen­ba­sis Tel Nof jeder­zeit unter­sa­gen. Aus­künf­te über die Bewaff­nung der deut­schen Flug­ro­bo­ter unter­lie­gen auf Wunsch der dor­ti­gen Regie­rung schon jetzt der Geheim­hal­tung. Die Geheim­nis­krä­me­rei betrifft auch die Kon­trol­le der Kos­ten…” Pres­se­mit­tei­lung vom 31. Mai 2017 von und bei Andrej Hun­ko externer Link
  • „Geziel­te Tötun­gen“ durch Droh­nen: Bun­des­re­gie­rung zieht kei­ne Kon­se­quen­zen
    “Wel­che Ver­ant­wor­tung trägt Deutsch­land beim Droh­nen­krieg? Einen Fra­gen­ka­ta­log von Par­la­men­ta­ri­ern der Lin­ken zur Rol­le des US-Luft­waf­fen­stütz­punk­tes in Ram­stein beant­wor­tet die Bun­des­re­gie­rung aus­wei­chend: Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten hät­ten ver­si­chert, beim Ein­satz von bewaff­ne­ten Droh­nen das huma­ni­tä­re Völ­ker­recht ein­zu­hal­ten. Über­prüft wird das jedoch nicht. Wir ver­öf­fent­li­chen die Ant­wor­ten. (…) So laviert sich die Bun­des­re­gie­rung um tat­säch­li­che Ant­wor­ten her­um und führt die schon bekann­te Hin­hal­te­tak­tik fort: gar nicht oder nur aus­wei­chend ant­wor­ten, ansons­ten auf den Dia­log mit der US-Sei­te ver­wei­sen. Das Trau­er­spiel, das Men­schen das Leben kos­tet, wird nun unter dem US-Prä­si­den­ten Donald Trump fort­ge­setzt.” Ana­ly­se von Con­stan­ze Kurz vom 30. Janu­ar 2017 bei Netz​po​li​tik​.org externer Link, sie­he dazu auch die von Netz​po​li​tik​.org ver­öf­fent­lich­te Ant­wort vom 24. Janu­ar 2017 auf die Anfra­ge der LINKEN vom 13. Dezem­ber 2016, BTD Nr. 18–10618 externer Link
  • Ram­stein: Strö­be­le stellt Straf­an­zei­ge wegen Bei­hil­fe zum Droh­nen­krieg
    … Mit der Rol­le des US-Stütz­punkts Ram­stein im US-Droh­nen­krieg muss sich jetzt auch Gene­ral­bun­des­an­walt Peter Frank beschäf­ti­gen. Der grü­ne Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Hans-Chris­ti­an Strö­be­le hat am Mitt­woch Straf­an­zei­ge in Karls­ru­he gestellt, da sei­ner Ansicht nach die Ver­ant­wort­li­chen für die Mili­tär­ba­sis in der Pfalz an töd­li­chen Ein­sät­zen von US-Kampf­droh­nen in asia­ti­schen, afri­ka­ni­schen und ara­bi­schen Län­dern mit­wir­ken. Zu unter­su­chen sei auch eine Mit­schuld durch “straf­ba­res Unter­las­sen”. (…) Strö­be­le begrün­det die Anzei­ge vor allem damit, dass Washing­ton über Ram­stein Pilo­ten­teams von Armee und CIA Kampf­droh­nen steu­ern las­se. Die Ver­ant­wort­li­chen hät­ten so bei welt­wei­ten Angrif­fen etwa in Afgha­ni­stan, Paki­stan, Soma­lia, Jemen oder Liby­en Hun­der­te Men­schen gezielt oder vor­sätz­lich getö­tet…Bei­trag von Andre­as Wil­kens bei hei­se online vom 16.12.2016 externer Link. Sie­he Anzei­ge und Begrün­dung auf der Web­sei­te von Hans-Chris­ti­an Strö­be­le externer Link
  • Ram­steins zen­tra­le Rol­le im US-Droh­nen­krieg: Washing­ton und Ber­lin schla­gen ganz neue Töne an
    Die US-Regie­rung hat gegen­über dem Aus­wär­ti­gen Amt erst­mals bestä­tigt, dass ihre Mili­tär­ba­sis Ram­stein als Relais­sta­ti­on für Droh­nen­an­grif­fe dient. Dies berich­te­te ein Staats­mi­nis­ter nun im Bun­des­tag. Alles erfol­ge aber im Rah­men des gel­ten­den Rechts…Bei­trag von Kris­ti­na Beer bei hei­se online vom 1. Dezem­ber 2016 externer Link. Dort heißt es: “… Die US-Regie­rung hat­te sich dazu lan­ge nicht direkt äußern wol­len und immer wie­der nur ste­reo­typ betont, dass Droh­nen von Ram­stein aus “weder gestar­tet noch gesteu­ert wer­den”. Auf die Kern­fra­ge, ob die Basis als Signal- und Daten­hub genutzt wer­de, war sie nicht ein­ge­gan­gen. (…)Umfang­rei­che Kon­se­quen­zen will Ber­lin folg­lich bis­lang nicht aus dem Ein­ge­ständ­nis zie­hen. Der Staats­mi­nis­ter unter­strich: “Aus der blo­ßen Tat­sa­che, dass Deutsch­land den USA Gelän­de für die Luft­waf­fen­ba­sis Ram­stein zur Ver­fü­gung stellt, folgt kei­ne all­ge­mei­ne Ver­ant­wor­tung für alle Ein­sät­ze, nur weil für die­se rele­van­te Steue­rungs­si­gna­le mög­li­cher­wei­se auch über Ram­stein gelei­tet wer­den könn­ten.” Ope­ra­tio­nen unbe­mann­ter Luft­fahr­zeu­ge sei­en für die USA “kein völ­ker­recht­li­cher Vor­gang”. Details dazu wer­de Washing­ton sicher auch nicht preis­ge­ben. Die Bun­des­re­gie­rung kön­ne daher allen­falls “den genau­en und kon­kre­ten Ein­zel­fall” unter­su­chen und nicht “gene­rell von einem völ­ker­rechts­wid­ri­gen Ver­hal­ten spre­chen”…
  • Erfolg­rei­che US-Initia­ti­ve: 45 Regie­run­gen für die Ver­schö­ne­rung des Droh­nen­krie­ges
    Min­des­tens 44 Staa­ten betei­li­gen sich an einer Initia­ti­ve der US-Regie­rung zur Regu­lie­rung des Exports und des Ein­sat­zes bewaff­ne­ter Droh­nen. Weil immer mehr Län­der bewaff­ne­te Droh­nen nutz­ten oder ent­wi­ckel­ten, benö­ti­ge es laut dem US-Außen­mi­nis­te­ri­um eine Rege­lung durch die „inter­na­tio­na­le Gemein­schaft“. Zwar hät­ten vie­le Regie­run­gen bereits ent­spre­chen­de Geset­ze erlas­sen, jedoch bedro­he der „Miss­brauch“ bewaff­ne­ter Droh­nen die Sta­bi­li­tät und begüns­ti­ge damit „Ter­ro­ris­mus und orga­ni­sier­te Kri­mi­na­li­tät“. In einer Erklä­rung lis­ten die 45 unter­zeich­nen­den Staa­ten fünf Eck­punk­te auf. Ein­schrän­kend heißt es zu Beginn, dass jeder Staat das Recht haben soll, bewaff­ne­te Droh­nen zu pro­du­zie­ren, zu expor­tie­ren oder zu beschaf­fen. Vor­aus­set­zung sei dem­nach ledig­lich, dass die­se zu recht­mä­ßi­gen Zwe­cken ein­ge­setzt wür­den…Bei­trag von Mat­thi­as Mon­roy vom 13. Okto­ber 2016 bei netz​po​li​tik​.org externer Link. Dazu erschre­ckend pas­send die Mel­dung:
    • Der “Isla­mi­sche Staat” rüs­tet im Irak Droh­nen mit Spreng­sät­zen aus
      Schon lan­ge wur­de befürch­tet, dass klei­ne Droh­nen zu flie­gen­den Spreng­sät­zen wer­den. Kurz vor der schon lan­ge ange­kün­dig­ten, aber jetzt offen­bar bald star­ten­den Offen­si­ve auf die Groß­stadt Mosul hat der im Irak bereits sehr geschrumpf­te “Isla­mi­sche Staat” wohl als ers­te Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on eine Droh­ne mit Spreng­stoff aus­ge­stat­tet. Wie sich jetzt her­aus­stell­te, haben Peschmer­ga-Kämp­fer, beglei­tet von fran­zö­si­schen Sol­da­ten, die sie offi­zi­ell auf die Offen­si­ve vor­be­rei­ten und bera­tend tätig sind, letz­te Woche eine klei­ne Droh­ne in der Pro­vinz Erbil abge­schos­sen. Man ging davon aus, dass es eine der übli­chen Über­wa­chungs­droh­nen ist, die der IS wie auch vie­le ande­re Ter­ror- und Rebel­len­grup­pen seit län­ge­rer Zeit ver­wen­den, um die Umge­bung aus­zu­kund­schaf­ten, Angrif­fe oder Ver­tei­di­gungs­maß­nah­men vor­zu­be­rei­ten oder auch Mate­ri­al für Pro­pa­gan­da­fil­me her­zu­stel­len. Die Droh­ne wur­de in das Mili­tär­la­ger mit­ge­nom­men, um sie dort zu unter­su­chen. Als Peschmer­ga-Kämp­fer sie zer­le­gen woll­ten, explo­dier­te der in der Droh­ne befind­li­che Spreng­kopf und töte­te zwei der Kämp­fer, zwei fran­zö­si­sche Sol­da­ten wur­den schwer, wei­te­re 12 leicht ver­letzt…Bei­trag von Flo­ri­an Röt­zer bei tele­po­lis vom 13.Oktober 2016 externer Link
  • Zah­len ohne Aus­sa­ge­kraft: Der offi­zi­el­le Bericht zu zivi­len Opfern des US-Droh­nen­kriegs
    Zwi­schen 64 und 116 Zivi­lis­ten sol­len laut eines neu­en Berich­tes außer­halb von bewaff­ne­ten Kon­flik­ten durch US-Droh­nen in der Amts­zeit von Prä­si­dent Barack Oba­mas bis Ende 2015 getö­tet wor­den sein. Zudem wur­de ein Dekret erlas­sen, das die Trans­pa­renz und die Rechen­schafts­pflicht der USA in ihrem „war on ter­ror“ erhö­hen soll. Zunächst soll sich näher mit den bei­den Doku­men­ten befasst wer­den, bevor dann in einem zwei­ten Schritt mit Blick auf Medi­en, Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen und Wis­sen­schaft eine Ein­schät­zung zu den Papie­ren gege­ben wer­den soll, wie glaub­haft die Zah­len sind und wel­che Aus­wir­kun­gen das Dekret auf den Droh­nen­krieg haben könn­te…IMI-Ana­ly­se von Mari­us Pletsch bei der Infor­ma­ti­ons­stel­le Mili­ta­ri­sie­rung vom 9. Juli 2016 externer Link. Zu den Zah­len kon­kret heißt es: “… In der Zusam­men­fas­sung wer­den die Zah­len nun wie folgt auf­ge­schlüs­selt: In den 473 Angrif­fen wur­den zwi­schen 2372 und 2581 Kom­bat­tan­ten getö­tet. Min­des­tens 64 aber höchs­tens 116 Nicht-kom­bat­tan­ten sol­len bei den Anti-Ter­ror Maß­nah­men getö­tet wor­den sein. Dass die­se Zahl auf mas­si­ve Kri­tik sto­ßen wür­de, war auch dem DNI klar. Des­halb nimmt in der Zusam­men­fas­sung die Erklä­rung der erheb­li­chen Dis­kre­panz zwi­schen den hier offi­zi­ell genann­ten Zah­len und den gesam­mel­ten Daten von Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NGOs) und Wissenschaftler_​innen andert­halb Sei­ten ein – von ins­ge­samt zwei­ein­halb Sei­ten…
  • Eine Droh­ne für Euro­pa. Wie die euro­päi­sche Rüs­tungs­in­dus­trie auch mit MALE-Droh­nen Geld ver­die­nen möch­te und die EU dafür gute Bedin­gun­gen schafft
    Am 18. Mai 2015 unter­schrie­ben die Verteidigungsminister_​innen Deutsch­lands, Frank­reichs und Ita­li­ens eine Absichts­er­klä­rung (Decla­ra­ti­on of Intent, kurz DoI) am Ran­de eines EU-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter_in­nen­tref­fens in Paris zur Erstel­lung einer Defi­ni­ti­ons­stu­die für eine zukünf­ti­ge euro­päi­sche Droh­ne. Anfang Dezem­ber 2015 wur­de bekannt, dass sich auch Spa­ni­en am Bau der euro­päi­schen Droh­ne betei­li­gen möch­te. Die­se Droh­ne soll der Kate­go­rie der Medi­um Alti­tu­de Long Endu­ran­ce (MALE) ange­hö­ren, also eine Flug­hö­he von bis zu 15.000 Metern errei­chen und min­des­tens 24 Stun­den in der Luft blei­ben kön­nen. Neben Sen­so­ren zur Auf­klä­rung und hoch­auf­lö­sen­den Kame­ras soll die Droh­ne auch Waf­fen tra­gen kön­nen. Nach­dem sie umfang­reich in Lob­by­ar­beit für das Pro­jekt Euro­droh­ne inves­tiert hat­te, begrüß­te die Rüs­tungs­in­dus­trie das Abkom­men. Die Fir­men war­ten schon lan­ge auf eine erfolg­ver­spre­chen­de Umset­zung eines sol­chen Pro­jek­tes und zeig­ten sich koope­ra­ti­ons­freu­dig. Eine euro­päi­sche Droh­nen­ent­wick­lung wur­de auch von den euro­päi­schen Insti­tu­tio­nen, ins­be­son­de­re der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on, dem Euro­päi­schen Rat und der bei der Ent­wick­lung betei­lig­ten Euro­pean Defence Agen­cy (EDA) seit gerau­mer Zeit unter­stützt…Stu­die von Mari­us Pletsch bei der Infor­ma­ti­ons­stel­le Mili­ta­ri­sie­rung vom 26. Janu­ar 2016 externer Link. Dort heißt es unter ande­rem:
    • … In der Bevöl­ke­rungs­um­fra­ge des Jah­res 2013 des Zen­trums für Mili­tär­ge­schich­te und Sozi­al­wis­sen­schaf­ten der Bun­des­wehr (ZMSBw) wur­de hier noch aus­gie­big nach der Akzep­tanz gefragt. Auf die Fra­ge, ob die Bun­des­wehr in Zukunft zu ihrer Aus­rüs­tung auch bewaff­ne­te Droh­nen zäh­len sol­le, beant­wor­te­ten dies neun Pro­zent der Befrag­ten mit „stim­me zu“ und 15 Pro­zent mit „stim­me eher zu“. Mit „leh­ne eher ab“ ant­wor­te­ten 19 Pro­zent, mit einem kla­re­ren „leh­ne ab“ 31 Pro­zent und 26 Pro­zent hat­ten kei­ne Mei­nung, bzw. haben kei­ne Anga­be gemacht.[30] Die Stu­die fass­te dies mit den Wor­ten zusam­men: „Drei Vier­tel der Befrag­ten zei­gen sich folg­lich ableh­nend oder unent­schie­den hin­sicht­lich die­ser Fra­ge­stel­lung“. Eine Mel­dung vom Novem­ber 2015 hin­ter­lässt den Ein­druck, dass nach der von der Minis­te­rin getrof­fe­nen Ent­schei­dung, bewaff­ne­te Droh­nen anzu­schaf­fen, das Inter­es­se des BMVg an der Hal­tung der Bevöl­ke­rung zu dem The­ma nach­zu­las­sen scheint. Aus den noch zu erschei­nen­den „Ers­ten Ergeb­nis­se der Bevöl­ke­rungs­be­fra­gung 2015“ des ZMSBw wur­de vor­ab Fol­gen­des öffent­lich: „Im Ver­gleich zur Vor­jah­res­un­ter­su­chung ent­fie­len auf­grund minis­te­ri­el­ler Wei­sung Fra­gen zum Ukrai­ne­kon­flikt, zur Bewer­tung und zu den Aus­wir­kun­gen des Afgha­ni­stan­ein­sat­zes sowie zur gesell­schaft­li­chen Akzep­tanz von Droh­nen. Damit lie­gen zu die­sen poli­tisch sen­si­blen und rele­van­ten The­men kei­ne aktu­el­len Infor­ma­tio­nen vor.“ Somit ver­zich­tet hier das Minis­te­ri­um bewusst dar­auf, sich von dem eige­nen Insti­tut einen Über­blick über die Stim­mung in die­sen Fra­gen geben zu las­sen. Die Mili­tä­ri­sche Luft­fahrtstra­te­gie 2016 des BMVg zeigt, dass der Ein­satz der euro­päi­schen Droh­ne im Ver­bund mit den bereits ver­füg­ba­ren Kampf­flug­zeu­gen Tor­na­do und dem Euro­figh­ter, bezie­hungs­wei­se dem soge­nann­ten Next Genera­ti­on Wea­pon Sys­tem (Next-GenWS), wel­ches die Tor­na­dos ablö­sen soll und bemannt, unbe­mannt oder optio­nal bemannt sein soll, im Rah­men des FCAS fest ein­ge­plant ist…
  • Bun­des­wehr ent­schei­det sich für bewaff­nungs­fä­hi­ge Droh­ne aus Isra­el
    … Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um hat die Mit­glie­der des Ver­tei­di­gungssaus­schus­ses des Bun­des­tags dar­über infor­miert, wie die seit 2014 dis­ku­tier­te Über­brü­ckung beim Ein­satz von MALE-Droh­nen aus­sieht (MALE = Medi­um Alti­tu­de, Long Endu­ran­ce). Danach mach­te die isrea­li­sche IAI mit ihrer Droh­ne Heron das Ren­nen. Älte­re Heron-Model­le wur­den von der Bun­des­wehr in ihrem Sys­tem zur abbil­den­den Auf­klä­rung der Tie­fe des Ein­satz­ge­bie­tes (SAATEG) bereits in Afgha­ni­stan ein­ge­setzt…Bei­trag von Andre­as Wil­kens bei hei­se online vom 12. Janu­ar 2016 externer Link
  • US-Droh­nen­krieg: Büro­kra­tie des Ter­rors
    Graffiti in Sanaa: Why did you kill my familiy?Ein zwei­ter Snow­den offen­bar­te inter­ne Ver­fah­ren, nach denen die US-Regie­rung «geziel­te Tötun­gen» durch Droh­nen orga­ni­siert. Bei­trag von M. A. vom 31. Okto­ber 2015 – wir dan­ken der Autorin! Aus dem Text: “… «Gezielt» sind die seit 13 Jah­ren per Fern­steue­rung ver­üb­ten Tötun­gen durch Droh­nen oft nicht. Wie es dazu kommt, geht aus Geheim­do­ku­men­ten her­vor, die ein Mensch aus US-Geheim­dienst­krei­sen der Inter­net­platt­form «The Inter­cept» zuspiel­te. (…) Wer bei den Droh­nen-Angrif­fen getö­tet wird, wis­sen die Pilo­tin­nen und Pilo­ten an den Steu­er­kon­so­len im CIA-Haupt­quar­tier in Lan­gley und im US-Luft­waf­fen­stütz­punkt nahe Las Vegas – die ver­mut­lich bei­de über den US-Stütz­punkt Ram­stein in Deutsch­land ope­rie­ren – oft­mals nicht. Damit die Zahl zivi­ler Opfer gerin­ger aus­fällt, klas­si­fi­ziert man alle getö­te­ten Män­ner bzw. Jun­gen, die eine Waf­fe hal­ten kön­nen, kur­zer­hand als «EKIA – enemies kil­led in action» (im Ein­satz getö­te­te Fein­de). (…) Bis­lang hat die US-Regie­rung Schwie­rig­kei­ten bezüg­lich der Ziel­si­cher­heit ihrer Droh­nen-Angrif­fe gegen­über der Öffent­lich­keit ver­harm­lost. In den «Dro­ne Papers» (Droh­nen-Papie­ren), wie der «Inter­cept» die neu auf­ge­deck­ten und am 15. Okto­ber 2015 ver­öf­fent­lich­ten Geheim­do­ku­men­te nennt, wer­den die­se Pro­ble­me ana­ly­siert und Vor­schlä­ge zu ihrer Behe­bung gemacht. Für Ent­schei­de­rin­nen und Ent­schei­der im Pen­ta­gon und Wei­ßem Haus hübsch gestal­te­te Prä­sen­ta­ti­ons­fo­li­en stel­len den US-Droh­nen­krieg als Tötungs­kreis­lauf dar, der mög­lichst rei­bungs­los funk­tio­nie­ren soll…
  • Glo­bal Hawk: US-Droh­nen durch­que­ren deut­schen Luft­raum
    Als Teil von Mis­sio­nen an der Ost­gren­ze der NATO sol­len Auf­klä­rungs­droh­nen der USA bald auch deut­schen Luft­raum durch­flie­gen – über der Ost­see. Dass deren Spio­na­ge­ge­rä­te dabei aus­ge­schal­tet sind, will sich die Bun­des­re­gie­rung schrift­lich zusi­chern las­sen. Bei­trag von Mar­tin Hol­land bei hei­se onlien vom 23.10.2015 externer Link. Aus dem Text: “… Der US-Antrag für die Über­flug­ge­neh­mi­gun­gen hat die zustän­di­gen Minis­te­ri­en dem­nach mona­te­lang beschäf­tigt. Weil die Droh­ne kei­ne zivi­le Flug­zu­las­su­ung hat, hät­ten die ent­schei­den müs­sen, ob die Über­flü­ge ein­mal pau­schal oder jeweils ein­zeln zu geneh­mi­gen sei­en. Da die Droh­nen den Luft­raum aber knapp 5000 Meter über der nor­ma­len Rei­se­flug­hö­he von 10.000 Metern durch­flie­gen sol­len, habe man sich für die pau­scha­le Geneh­mi­gung ent­schie­den. Nor­ma­len Ver­kehrs­flug­zeu­gen kom­men sie dem­nach nicht in die Que­re, direk­te Aus­wir­kun­gen auf den Luft­ver­kehr über Deutsch­land sei­en “wei­test­ge­hend aus­ge­schlos­sen”, erklärt das Minis­te­ri­um…
  • “Gesell­schaft­li­che Debat­te” war Luft­num­mer: Bun­des­re­gie­rung kon­kre­ti­siert Plä­ne für eige­ne Kampf­droh­nen
    In weni­gen Mona­ten will das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um Ver­trags­ver­hand­lun­gen mit Her­stel­lern von Kampf­droh­nen füh­ren, noch im Früh­jahr soll die Kauf­ent­schei­dung fal­len. Die ver­gan­ge­nen Som­mer abge­hal­te­ne ‘gesell­schaft­li­che Debat­te’ zur Beschaf­fung der Kil­ler­waf­fen ent­puppt sich end­gül­tig als vor­ge­scho­ben”, erklärt der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Andrej Hun­ko anläss­lich einer ent­spre­chen­den Aus­füh­rung der Bun­des­re­gie­rung. In einer Par­la­men­ta­ri­schen Initia­ti­ve erkun­dig­te sich Hun­ko zur Bewer­tung der Lösungs­vor­schlä­ge hin­sicht­lich der Beschaf­fungs­plä­ne für zunächst unbe­waff­ne­te und spä­ter mit Lenk­waf­fen oder ‑bom­ben nach­zu­rüs­ten­de Kampf­droh­nen. Laut einer frü­he­ren Ant­wort wer­den nur noch die Model­le “Heron TP” (Isra­el) und “Pre­d­a­tor” (USA) geprüft. Die Aus­wahl­ent­schei­dung durch den Gene­ral­inspek­teur der Bun­des­wehr für bis zu 16 Droh­nen war für das letz­te Quar­tal 2015 ange­kün­digt. Die­ser Zeit­plan wird laut dem Staats­se­kre­tär Ralf Brauk­sie­pe ein­ge­hal­ten. Im Fal­le erfolg­rei­cher Kauf­ver­hand­lun­gen könn­te bis Juni 2016 der Zuschlag für den Kauf von “drei bis fünf bewaff­nungs­fä­hi­gen Luft­fahr­zeu­gen” erfol­gen…” Pres­se­mit­tei­lung von und bei Andrej Hun­ko vom 15. Okto­ber 2014 externer Link und dar­in Ple­nar­pro­to­koll wie die Ant­wort auf die Klei­ne Anfra­ge
  • USA wol­len ihre Droh­nen­flü­ge um 50 % erhö­hen – Rüs­tungs­wett­lauf in vol­lem Gan­ge
    Ein Spre­cher des Pen­ta­gons kün­dig­te am 17. August 2015 an, die USA wür­den beab­sich­ti­gen, die welt­wei­ten Droh­nen­ope­ra­tio­nen wäh­rend der nächs­ten vier Jah­re aus­zu­wei­ten. Der Grund hier­für sei, dass der Bedarf an Droh­nen stän­dig wach­se. Des­halb suche das Pen­ta­gon nach Wegen, die Droh­nen­flü­ge von gegen­wär­tig 60 auf 90 Flü­ge pro Tag bis zum Jahr 2019 zu erhö­hen, wie der Mili­tär­spre­cher erklär­te. Die US-Luft­waf­fe füh­re täg­lich 60 welt­weit gelei­te­te Droh­nen­flü­ge aus, die vor­wie­gend von ört­li­chen Kom­man­deu­ren zu Spio­na­ge­zwe­cken genutzt wür­den, und beinhal­te nicht die tak­ti­schen Droh­nen­flü­ge, die durch Ein­hei­ten in Kampf­zo­nen aus­ge­führt wür­den, so der Pen­ta­gon-Spre­cher wei­ter. Das Pen­ta­gon pla­ne, dass zehn bis 20 Droh­nen­flü­ge täg­lich von der US-Armee, zehn wei­te­re Flü­ge vom US-Kom­man­do für Spe­zi­al­ope­ra­tio­nen sowie zehn Flü­ge mit unbe­waff­ne­ten Droh­nen von pri­va­ten Sicher­heits­dienst­leis­tern aus­ge­führt wer­den könnten.[1] Die Fol­gen die­ser Droh­nen­an­grif­fe kön­nen in fol­gen­der Tabel­le ein­ge­se­hen werden.[2] Als jüngs­te Ent­wick­lung kann her­vor­ge­ho­ben wer­den, dass in Afgha­ni­stan im Juli 2015 mit 17 Angrif­fen mehr aus­ge­führt wur­den als im gesam­ten Halb­jahr zuvor und dass die Anzahl der bestä­tig­ten Droh­nen­an­grif­fe im Jemen die­ses Jahr bereits 15 erreich­te…IMI-Stand­punkt 2015/​030 von Micha­el Haid bei der Infor­ma­ti­ons­stel­le Mili­ta­ri­sie­rung vom 24. August 2015 externer Link
  • Neue Plä­ne für Kampf­droh­nen: Wegen Zulas­sungs­pro­ble­men ver­ab­schie­det sich die Bun­des­wehr von „Pre­d­a­tor B“
    Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um hat das für anvi­sier­te Rüs­tungs­de­als mit den USA vor­ge­se­he­ne Ver­fah­ren „For­eign Mili­ta­ry Sales“ (FMS) für die Droh­ne „MQ‑9 Pre­d­a­tor B“ gestoppt. Dies teil­te der par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tär Mar­kus Grü­bel in der Ant­wort auf eine Klei­ne Anfra­ge mit. Zu den Grün­den heißt es, der US-Her­stel­ler Gene­ral Ato­mics ent­wick­le der­zeit mit der Droh­ne „Pre­d­a­tor CPB“ ein neu­es Modell für euro­päi­sche Märk­te. Falls sich die Bun­des­re­gie­rung für einen Kauf ent­schei­det, sei­en die für Zulas­sungs­ver­fah­ren in Deutsch­land zu beach­ten­den Stan­dards erfüllt. Das Kür­zel steht für „Cer­ti­fia­ble Pre­d­a­tor B“. Das Pro­gramm wur­de 2013 auf­ge­legt, als die deut­schen Droh­nen-Plä­ne wegen Zulas­sungs­schwie­rig­kei­ten ins Tru­deln gerie­ten. Die „Cer­ti­fia­ble Pre­d­a­tor B“ hat kaum etwas mit der „Pre­d­a­tor B“ gemein. Auch das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um quit­tiert dem Modell „weit­ge­hen­de Abwei­chun­gen“, es han­de­le sich sogar um eine „weit­ge­hen­de Neu- bzw. Nach­ent­wick­lung“…Bei­trag von Mat­thi­as Mon­roy bei netz​po​li​tik​.org vom 26. Juli 2015 externer Link
  • Droh­nen im Poli­zei­ein­satz in Deutsch­land
    Meh­re­re Poli­zei­be­hör­den in Deutsch­land nut­zen bereits Droh­nen, teil­wei­se seit etli­chen Jah­ren. Dabei sol­len sie zur Über­wa­chung und Auf­klä­rung von Schleu­sun­gen im Grenz­be­reich, zur Erkun­dung von Gelän­de­ab­schnit­ten im Rah­men von Erpres­s­erla­gen sowie zur Erken­nung von Betäu­bungs­mit­tel­an­bau in Lager­hal­len ein­ge­setzt wor­den sein. Auch zur Über­wa­chung von Gleis­an­la­gen sowie zur Objekt­auf­klä­rung und zur Unter­stüt­zung eines poli­zei­li­chen Zugriffs sei­en Droh­nen bereits zur Anwen­dung gekom­men…Über­blick von Micha­el Haid im IMI-Stand­punkt 2015/​026 bei der Infor­ma­ti­ons­stel­le Mili­ta­ri­sie­rung vom 24. Juli 2015 externer Link
  • Bun­des­wehr plant wei­te­res gro­ßes Droh­nen­pro­gramm
    Die Droh­nen­plä­ne der Bun­des­wehr sind umfang­rei­cher als bis­lang berich­tet. Außer der Beschaf­fung von mil­li­ar­den­schwe­ren Spio­na­ge­droh­nen und von bis zu 16 Kampf­droh­nen wird der Fuhr­park von Droh­nen mitt­le­rer Reich­wei­te kom­plett erneu­ert. Schon ab 2018 sol­len die neu­en Flug­ro­bo­ter ein­satz­be­reit sein. Dann könn­te auch die Bun­des­po­li­zei Inter­es­se anmel­den…Bei­trag von Mat­thi­as Mon­roy bei tele­po­lis vom 7. Juli 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Die neue Serie wird der­zeit noch vor­be­rei­tet und trägt die Arbeits­be­zeich­nung “Hoch­ef­fi­zi­en­tes Unbe­mann­tes Sys­tem zur Auf­klä­rung mitt­le­rer Reich­wei­te” (HUSAR). Es soll sich in das von der Bun­des­wehr ver­folg­te “Gesamt­kon­zept Droh­nen” ein­pas­sen und die noch zu beschaf­fen­den gro­ßen und sehr gro­ßen Droh­nen im unte­ren Flug­hö­hen­be­reich ergän­zen. Das “HUSAR”-System soll gel­ten­den Zulas­sungs­richt­li­ni­en ent­spre­chen. Damit will die Bun­des­wehr ein Desas­ter wie bei der Spio­na­ge­droh­ne “Euro Hawk” ver­mei­den (…) Noch unklar ist, ob für “HUSAR” neue Droh­nen gekauft, bestehen­de Droh­nen ver­bes­sert oder neue Droh­nen ent­wi­ckelt wer­den sol­len…
  • Ent­schei­dung zu Kampf­droh­nen­mo­dell noch in die­sem Jahr – Len­kra­ke­ten wer­den als „Effek­to­ren“ ver­nied­licht
    Bereits Ende die­ses Jah­res könn­te das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um fest­ge­le­gen, mit wel­chem Typ einer bewaff­ne­ten Droh­ne die Bun­des­wehr für die nächs­ten Jah­re aus­ge­rüs­tet wird. Dies teil­te die Bun­des­re­gie­rung auf Anfra­ge mit. Dem­nach ist anvi­siert dass der Gene­ral­inspek­teur der Bun­des­wehr bis zum 4. Quar­tal eine Über­sicht über ent­spre­chen­de Vor­schlä­ge erhält. Nach sei­ner Aus­wahl­ent­schei­dung stün­de der Beschaf­fung nichts mehr im Wege…” Bei­trag von Mat­thi­as Mon­roy bei netz​po​li​tik​.org vom 06. Juni 2015 externer Link
  • Ers­te Rie­sen­droh­ne der NATO kommt an den Start
    Ein mil­li­ar­den­schwe­res Droh­nen­pro­gramm wird zwar haupt­säch­lich von Deutsch­land, Ita­li­en und den USA finan­ziert. Betei­ligt sind aber vor allem ost­eu­ro­päi­sche Staa­ten. Im Fokus steht wohl Russ­land… Bei­trag von Mat­thi­as Mon­roy bei tele­po­lis vom 31.05.2015 externer Link. Aus dem Text: “… Nächs­te Woche will der US-Rüs­tungs­kon­zern Nor­throp Grum­man sei­ne für die NATO bestimm­te Über­wa­chungs­droh­ne “Glo­bal Hawk” vor­stel­len. Fünf die­ser unbe­mann­ten Flug­zeu­ge sol­len ab 2016 auf der ita­lie­ni­schen NATO-Basis Sigonella/​Sizi­li­en sta­tio­niert wer­den. Dort wer­den bereits Droh­nen des glei­chen Typs von der US-Luft­waf­fe geflo­gen. Laut Berich­ten eines litaui­schen Fern­seh­sen­ders könn­ten die NATO-Droh­nen bald über dem Bal­ti­kum krei­sen und rus­si­sche Trup­pen­be­we­gun­gen auf­klä­ren. Die Über­que­rung euro­päi­scher Luft­räu­me für der­ar­ti­ge Ein­sät­ze haben NATO-Staa­ten letz­tes Jahr in einem Manö­ver geübt…
  • Pro­zess gegen Droh­nen­an­grif­fe aus­ge­hend von der US-Luft­waf­fen­ba­sis in Ram­stein: Kund­ge­bung am 27. Mai in Ber­lin
    Am 27. Mai 2015 wird vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Köln der Pro­zess einer jeme­ni­ti­schen Fami­lie gegen die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land eröff­net. Die kla­gen­den Jeme­ni­ten haben im August 2012 einen Droh­nen­an­griff über­lebt, bei dem meh­re­re ihrer Ange­hö­ri­gen ums Leben kamen – einer von ihnen hat­te erst kurz zuvor öffent­lich dazu auf­ge­ru­fen, sich der Ter­ror­grup­pe Al Kai­da ent­ge­gen­zu­stel­len. Unter­stützt wird der Pro­zess von einem Akti­ons­bünd­nis „Stoppt den US-Droh­nen­krieg via Ram­stein“ aus dem Umfeld der „Kam­pa­gne gegen die Eta­blie­rung von Droh­nen­tech­no­lo­gie für Krieg, Über­wa­chung und Unter­drü­ckung“. Die­ses ruft zu einer Kund­ge­bung am Tag des Pro­zess­auf­tak­tes, den 27. Mai, um 11:00 Uhr vor dem Bun­des­tag auf…Bei­trag von Chris­toph Marisch­ka bei der Infor­ma­ti­ons­tel­le Mili­ta­ri­sie­rung vom 11. Mai 2015 externer Link. Sie­he dazu:
    • VG Köln: Kla­ge gegen Droh­nen­krieg unbe­grün­det
      Das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln hat die Kla­ge drei­er Hin­ter­blie­be­ner von Droh­nen­op­fern gegen die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land als zuläs­sig, aber unbe­grün­det abge­wie­sen. Die Klä­ger hat­ten Ver­wand­te im Jemen durch US-Droh­nen­an­grif­fe auf Zivi­lis­ten ver­lo­ren. Die per Hell­fire-Rake­te aus­ge­führ­ten Liqui­da­tio­nen töten häu­fig eine Viel­zahl Unbe­tei­lig­ter, die sich in der Nähe der Ziel­per­son fin­den. Auch bei Ziel­per­so­nen sind Ver­wechs­lun­gen etwa wegen Namens­gleich­heit vor­ge­kom­men, zumal die Tötungs­be­feh­le auf Ver­dachts­la­gen basie­ren…Bei­trag von Mar­kus Kom­pa bei tele­po­lis vom 27. Mai 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln bezwei­fel­te das Vor­lie­gen eines gericht­lich durch­setz­ba­ren Anspruchs auf die Unter­sa­gung der Nut­zung von Ram­stein durch die Bun­des­re­gie­rung. Die Urteils­be­grün­dung ist noch nicht bekannt. Offen­bar berie­fen sich die Klä­ger direkt auf die Men­schen­wür­de­ga­ran­tie aus Art. 1 GG. Zu einer Beweis­auf­nah­me zum offe­nen Geheim­nis, dass von Ram­stein aus getö­tet wird, kam es daher gar nicht erst. Dem Klä­ger­an­walt Wolf­gang Kal­eck zufol­ge erlau­be das heu­ti­ge Urteil der Bun­des­re­gie­rung, wei­ter die Rol­le der Ahnungs­lo­sen ein­zu­neh­men. Mit die­ser Stra­te­gie wer­de die Bun­des­re­gie­rung auch künf­tig ihrer Ver­pflich­tung nicht gerecht, Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen, die die USA von deut­schem Boden aus bege­hen, zu unter­bin­den. Das Gericht hat die Beru­fung zuge­las­sen…
    • Die Bun­des­re­gie­rung auf der Ankla­ge­bank
      Erst­ma­lig muss sich die Bun­des­re­gie­rung für einen Droh­nen­an­griff im Jemen vor einem Gericht ver­ant­wor­ten, bei dem fünf Per­so­nen getö­tet wur­den. Ange­hö­ri­ge beschul­di­gen sie der Mit­schuld am Tod ihrer Ver­wand­ten. Die vom US-ame­ri­ka­ni­schen Mili­tär aus­ge­führ­te Droh­nen­at­ta­cke sei über den US-ame­ri­ka­ni­schen Stütz­punkt in Ram­stein digi­tal aus­ge­führt wor­den sein, dar­auf basiert der Vor­wurf der Ange­hö­ri­gen. Am kom­men­den Mitt­woch, den 27. Mai, wird im Köl­ner Ver­wal­tungs­ge­richt über die Ver­ant­wor­tung und Betei­li­gung der Bun­des­re­gie­rung bei Ein­sät­zen von Kampf­droh­nen durch das US-ame­ri­ka­ni­sche Mili­tär ver­han­delt. Drei Ange­hö­ri­ge von Per­so­nen, die bei einem von US-ame­ri­ka­ni­schen Streit­kräf­ten aus­ge­führ­ten Droh­nen­an­griffs umka­men, haben im Okto­ber 2014 ihre Kla­ge ein­ge­reicht. Unter­stützt wer­den die Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen von der bri­ti­schen NGO Reprie­ve und dem Euro­pean Cen­ter for Con­sti­tu­tio­nal und Human Rights (ECCHR)…Bei­trag von Jani­na Mit­wal­li bei tele­po­lis vom 25. Mai 2015 externer Link
    • Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Fall der jeme­ni­ti­schen Fami­lie beim ECCHR externer Link
    • Flug­blatt zur Kund­ge­bung zum Down­load externer Link
  • Jetzt erst recht: Aktiv wer­den gegen Kampf­droh­nen!
    Über die Zei­tung “BILD” erfuh­ren wir aus dem geheim tagen­den Ver­tei­di­gungs­aus­schuss, dass die Bun­des­re­gie­rung angeb­lich pla­ne, noch die­ses Jahr bewaff­ne­te Droh­nen samt Muni­ti­on anzu­schaf­fen. Zuvor war wie­der­holt ange­kün­digt wor­den, vor einer sol­chen Ent­schei­dung eine brei­te gesell­schaft­li­che Debat­te über die hoch­um­strit­te­nen Waf­fen­sys­te­me abzu­war­ten. Dabei wur­de immer wie­der behaup­tet, bewaff­ne­te Droh­nen wür­den von Deutsch­land allen­falls zur “Gefechts­feld­un­ter­stüt­zung” ein­ge­setzt und nicht wie von den USA für sog. “geziel­te Tötun­gen”. In der Pra­xis jedoch ist die­se Tren­nung eher theo­re­ti­scher Natur und scheint die Bun­des­re­gie­rung auch mit den völ­ker­rechts­wid­ri­gen “geziel­ten Tötun­gen”, wel­che die USA über Infra­struk­tur in Deutsch­land durch­führt, kei­ne Pro­ble­me zu haben. Die plötz­li­che Ent­schei­dung der Bun­des­re­gie­rung ist umso ent­schie­de­ner zurück­zu­wei­sen, als ein Gefechts­feld, auf dem bewaff­ne­te Droh­nen zur Anwen­dung kom­men könn­ten, gegen­wär­tig über­haupt nicht exis­tiert…IMI-Mit­tei­lung vom 27. März 2015 zur gemein­sa­men Erklä­rung der Infor­ma­ti­ons­stel­le Mili­ta­ri­sie­rung und des Bun­des­aus­schus­ses Frie­dens­rat­schlag externer Link.
    • IMI und Frie­dens­rat­schlag erin­nern dar­in an den im März 2013 in Han­no­ver ver­fass­ten Appell “Kei­ne Kampf­droh­nen” externer Link: “… Wir rufen dazu auf, wie­der ver­stärkt Unter­schrif­ten unter die­sen Appell zu sam­meln und die geplan­te Anschaf­fung von Droh­nen bei Aktio­nen wie den Oster­mär­schen ent­schie­den zurück­zu­wei­sen. Nur weil die Regie­rung die Debat­te für been­det erklärt, ist sie das noch lan­ge nicht!
  • Skan­dal-Droh­ne Euro Hawk ver­schlingt wei­te­re Mil­lio­nen
    Vor 16 Mona­ten wur­de die Skan­dal-Droh­ne “Euro Hawk” ein­ge­mot­tet, weil die Zulas­sung für den deut­schen Luft­raum zu teu­er gewor­den wäre. Jetzt soll sie zu Test­zwe­cken aus der Gara­ge geholt wer­den. Ob sich das bezahlt macht, ist noch unklar…Bei­trag von Axel Kan­nen­berg auf hei­se online vom 9. Febru­ar 2015 externer Link. Aus dem­Text: “… Die Reak­ti­vie­rung der skan­dal­be­las­te­ten Bun­des­wehr-Droh­ne Euro Hawk kos­tet den Steu­er­zah­ler einen wei­te­ren Mil­lio­nen­be­trag. Seit Mit­te Janu­ar wird geprüft, ob das aus dem Ver­kehr gezo­ge­ne unbe­mann­te Auf­klä­rungs­flug­zeug zu Test­zwe­cken wie­der flie­gen kann. Allei­ne der 15 Wochen dau­ern­de War­tungs­pro­zess kos­tet aber 2,6 Mil­lio­nen Euro, wie das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um auf Anfra­ge der Grü­nen-Frak­ti­on im Bun­des­tag mit­teil­te. (…) Für eine Ent­wick­lung die­ses Sys­tems bis zur Seri­en­rei­fe wür­den nach Schät­zung des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums wei­te­re 255 Mil­lio­nen Euro fäl­lig. In wel­chem Flug­zeug die Tech­nik genutzt wer­den soll, ist aber wei­ter unklar…
  • Kei­ne US-Droh­nen-Test­stre­cke in Bay­ern!
    Im Novem­ber war eine US-Droh­ne in der Nähe von Hohen­fels abge­stürzt. Zustän­dig ist das „Joint Mul­ti­na­tio­nal Trai­ning Com­mand“ (JMTC) in Vils­eck, mit den Flü­gen trai­niert das Kom­man­do den töd­li­chen Droh­nen­krieg. Die benö­tig­ten Auf­stiegs­ge­neh­mi­gun­gen wur­den vom Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um für die Typen „Raven“, „Shadow“ und „Hun­ter“ erteilt. Die Geneh­mi­gun­gen haben laut der Bun­des­re­gie­rung trotz des kürz­lich erfolg­ten Abstur­zes wei­ter­hin Bestand.Pres­se­mit­tei­lung von Andrej Hun­ko (MdB) vom 9. Dezem­ber 2014 externer Link. Aus dem Text:
    • Bis­lang dür­fen die Droh­nen ledig­lich über dem Gelän­de der US-Basen auf­stei­gen. Nun haben die US-Mili­tärs bean­tragt, Flü­ge in Kor­ri­do­ren zwi­schen den Basen Gra­fen­wöhr und Hohen­fels vor­zu­neh­men. Laut dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um habe der jet­zi­ge Absturz kei­nen Ein­fluss auf das erwei­ter­te Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren. Auch dies kann nicht hin­ge­nom­men wer­den. In einer frü­he­ren Ant­wort bestä­tig­te das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um, dass die für die Kor­ri­do­re vor­ge­se­he­ne Droh­ne des Typs ‚Hun­ter‘ bewaff­nungs­fä­hig ist. In der Ober­pfalz wer­den also Kampf­ein­sät­ze geprobt. Dies müs­sen wir mit allen Mit­teln ver­hin­dern: Ich for­de­re die Bun­des­re­gie­rung auf, sich klar gegen den völ­ker­rechts­wid­ri­gen US-Droh­nen­krieg zu posi­tio­nie­ren. Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um darf der Ein­rich­tung einer US-Droh­nen-Test­stre­cke in Bay­ern nie­mals zustim­men“.
  • “Kampf­droh­nen äch­ten!” – Inter­na­tio­na­ler Akti­ons­tag am 04. Okto­ber 2014
    "Kampfdrohnen ächten!" - Internationaler Aktionstag am 04. Oktober 2014Anti-Droh­nen-Kam­pa­gnen in USA, GB, und Kon­ti­nen­tal­eu­ro­pa orga­ni­sie­ren am 4. Okto­ber den ers­ten Glo­ba­len Akti­ons­tag gegen Kampf- und Über­wa­chungs­droh­nen. Es wer­den mehr als 40 Aktio­nen in meh­re­ren Län­dern stattfinden.Bei einem inter­na­tio­na­len Tref­fen in Ber­lin im ver­gan­ge­nen Dezem­ber gegrün­det, arbei­tet “Glo­bal Action Day” zusam­men mit dem Net­work to Stop Dro­ne Sur­veil­lan­ce and War­fa­re in USA, der Akti­ons­wo­che der bri­ti­schen Dro­ne Cam­pai­gn Net­work, und “Keep Space for Peace Week” von Glo­bal Net­work. Die­se Akti­ons­wo­chen begin­nen auch bei­de am 4. Okto­ber…” Pres­se­mit­tei­lung vom 29. Sep­tem­ber 2014 externer Link. Sie­he dazu:
    • loka­le Ter­mi­ne welt­weit und in Deutsch­land auf der Home­page der Droh­nen-Kam­pa­gne externer Link
    • Die inter­na­tio­na­le Kam­pa­gnen­sei­te externer Link : Glo­bal Action Day Against the Use of Dro­nes for Sur­veil­lan­ce & Kil­ling
    • Über Recht und Par­la­ment hin­weg. Kam­pa­gne gegen Droh­nen will Anschaf­fung des Waf­fen­sys­tems in Deutsch­land ver­hin­dern
      Die BRD braucht kein neu­es Mord­werk­zeug. Das sagt die »Kam­pa­gne gegen Eta­blie­rung der Droh­nen­tech­no­lo­gie für Krieg, Über­wa­chung und Unter­drü­ckung«. Am Mitt­woch stell­te sie in Ber­lin ihre Vor­be­hal­te gegen das Waf­fen­sys­tem vor, am 4. Okto­ber sol­len bun­des­weit über 20 Pro­test­ver­an­stal­tun­gen im Rah­men eines glo­ba­len Akti­ons­tags gegen das Waf­fen­sys­tem fol­gen. Kon­text der Kam­pa­gne ist die geplan­te Anschaf­fung von 16 bewaff­nungs­fä­hi­gen Droh­nen durch die Bun­des­re­gie­rung bis 2025…”Arti­kel von Johan­nes Supe in jun­ge Welt vom 02.10.2014 externer Link
  • Droh­nen-Tötungs­ro­bo­ter und die unüber­schau­ba­ren Fol­gen – Serie –
    „Die Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin will die bewaff­ne­ten Kampf­droh­nen. Das ist seit ges­tern klar. Rüs­tungs­ex­per­te Hil­ma Lin­nen­kamp sieht dar­in ein Instru­ment, des­sen inne­re Logik am Ende zur Auto­ma­ti­sie­rung von mili­tä­ri­schen Ein­sät­zen führt. In einer zwei­tei­li­gen Mini-Serie habe ich mich gene­rell mit den unüber­schau­ba­ren Fol­gen die­ser Rüs­tungs­po­li­tik beschäf­tigt. Da in einer sol­chen Dis­kus­si­on auch immer Zukunfts­ängs­te eine Rol­le spie­len, habe ich die gegen­wär­ti­ge Dis­kus­si­on mit der Sci­ence-Fic­tion Serie “Batt­le­star Galac­ti­ca ver­knüpft…“ Bei­trag von von Mar­ty Ludisch­bo auf Die Netz­schau vom 07.07.2014 externer Link
  • Frie­dens­be­we­gung: Stoppt Droh­nen-Minis­te­rin! Erklä­run­gen des Bun­des­aus­schus­ses Frie­dens­rat­schlag und der IPPNW zur Posi­tio­nie­rung der Bun­des­re­gie­rung pro Kampf­droh­nen
    Im Fol­gen­den doku­men­tie­ren wir zwei Pres­se­er­klä­run­gen aus der Frie­dens­be­we­gung zur aktu­el­len Droh­nen­de­bat­te der Regie­rungs­ko­ali­ti­on: Bun­des­re­gie­rung posi­tio­niert sich in Sachen Kampf­droh­nen. Frie­dens­be­we­gung: Stoppt von der Ley­en! Auf lei­sen Soh­len – aber unver­hoh­len /​Ursu­la von der Ley­en setzt auf Kampf­droh­nen /​Sie funk­tio­niert Exper­ten­an­hö­rung zu Ali­bi­ver­an­stal­tung um…” Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­aus­schus­ses Frie­dens­rat­schlag vom 2. Juli 2014 externer Link
  • Stel­lung­nah­me für die öffent­li­che Anhö­rung des Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses zu Droh­nen
    IMI-Vor­stands­mit­glied Chris­toph Marisch­ka war als Sach­ver­stän­di­ger für die öffent­li­che Anhö­rung des Ver­tei­di­gungs­aus­schus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges am 30. Juni 2014: „Völker‑, ver­fas­sungs­recht­li­che sowie sicher­heits­po­li­ti­sche und ethi­sche Fra­gen im Zusam­men­hang mit unbe­mann­ten Luft­fahr­zeu­gen, die über Auf­klä­rung hin­aus auch wei­ter­ge­hen­de Kampf­fä­hig­kei­ten haben“ ein­ge­la­den.” Stel­lung­nah­me von Chris­toph Marisch­ka als IMI-Stand­punkt 2014/​034 vom 1. Juli 2014 externer Link
  • Von der Ley­en will bewaff­nungs­fä­hi­ge Droh­nen für die Bun­des­wehr
    Die Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin drückt sich damit vor einer Ent­schei­dung, die dem Par­la­ment in der Zukunft über­las­sen wird
    Die Anhö­rung über bewaff­ne­te Droh­nen am Mon­tag im Bun­des­tag galt vie­len als Schein­ver­an­stal­tung (Die Auto­ma­ti­sie­rung des Krie­ges). Man ging davon aus, dass Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin von der Ley­en, egal, was die Exper­ten vor­tra­gen und zu beden­ken geben, ihre Ent­schei­dung schon getrof­fen hat­te. Und natür­lich lag man da rich­tig. Von der Ley­en übt sich im Spiel, einer wirk­li­chen Debat­te und Ent­schei­dung aus­zu­wei­chen und Droh­nen für die Bun­des­wehr beschaf­fen zu wol­len, die mit Waf­fen aus­ge­stat­tet wer­den kön­nen
    …“ Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer in tele­po­lis vom 02.07.2014 externer Link
  • Inter­na­tio­na­le Äch­tung bewaff­ne­ter Droh­nen. IPPNW for­dert: Kei­ne Kampf­droh­nen für die Bun­des­wehr
    Anläss­lich der aktu­el­len Beschaf­fungs­de­bat­te for­dert die IPPNW-Vor­sit­zen­de Susan­ne Gra­ben­horst, bewaff­ne­te Droh­nen völ­ker­recht­lich zu äch­ten. Sie appel­liert an die Bun­des­re­gie­rung, ein Signal für inter­na­tio­na­le Rüs­tungs­kon­trol­le und Abrüs­tung zu set­zen und auf den Ankauf bewaff­ne­ter oder nach­träg­lich zu bewaff­nen­der Droh­nen grund­sätz­lich zu ver­zich­ten. Laut einer Stu­die von Medact (Bri­ti­sche IPPNW-Sek­ti­on) wur­den in Paki­stan, Soma­lia und Jemen seit 2001 zwi­schen 3.000–4.500 Men­schen durch US-Droh­nen getö­tet, dar­un­ter vie­le Zivi­lis­ten…” IPPNW-Pres­se­mit­tei­lung vom 1.7.2014 externer Link
  • Bun­des­wehr: Mehr Ver­ant­wor­tung über­neh­men mit bewaff­ne­ten Droh­nen?
    Par­al­lel zur Dis­kus­si­on über die Aus­wei­tung der Bun­des­wehr­ein­sät­ze lan­cie­ren Plä­ne des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums nun erneut die Debat­te über die Auf­rüs­tung der Armee mit bewaff­nungs­fä­hi­gen Droh­nen…” Arti­kel von Tho­mas Pany in tele­po­lis vom 28.06.2014 externer Link
  • Prin­zi­pi­ell feu­er­be­reit: Offen­bar Kauf waf­fen­fä­hi­ger Droh­nen geplant
    Bis­lang hat Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin von der Ley­en zum Kauf von bewaff­ne­ten Droh­nen kei­ne Posi­ti­on bezo­gen. Statt­des­sen betont sie die Not­wen­dig­keit einer “brei­ten gesell­schaft­li­chen Debat­te”. Ihr Minis­te­ri­um plant aber offen­bar schon fest den Kauf “bewaff­nungs­fä­hi­ger” Droh­nen…” Arti­kel von Chris­ti­an Thiels vom 24.06.2014 bei tages​schau​.de externer Link
  • Droh­nen: Unfäl­le, Abstür­ze, Bei­na­he-Zusam­men­stö­ße
    Schon Ende des nächs­ten Jah­res soll der zivi­le Luft­raum in den USA für Droh­nen aller Grö­ßen geöff­net wer­den, in der EU ist 2016 vor­ge­se­hen – ein Sicher­heits-Alb­traum? Seit 2001 sind, wie die Washing­ton Post berich­tet, 418 grö­ße­re US-Droh­nen des Pen­ta­gon abge­stürzt bzw. “ver­schwun­den”. Beson­ders häu­fig hat es Pre­d­a­tor- bzw. Rea­per-Droh­nen erwischt, die die Bun­des­wehr womög­lich kau­fen will, aber auch 5 Glo­bal-Hawk-Droh­nen, die der “Euro Hawk” ent­spre­chen…” Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer in tele­po­lis vom 24.06.2014 externer Link
  • Welt­weit mehr als 400 US-Droh­nen abge­stürzt
    In offi­zi­el­len Ver­laut­ba­run­gen wer­den sie als sicher bezeich­net, doch tat­säch­lich stel­len die Droh­nen der US-Streit­kräf­te laut einem Bericht der “Washing­ton Post” auch unbe­waff­net eine ziem­lich rea­le Gefahr dar. Mehr als 400 gro­ße US-Droh­nen sind welt­weit nach einem Bericht der Washing­ton Post seit dem Jahr 2001 abge­stürzt. Die Zei­tung unter­such­te mehr als 50.000 Sei­ten mit Unfall­be­rich­ten…” Mel­dung vom 21.06.2014 im hei­se-New­sti­cker externer Link
  • Skunk, die Droh­ne gegen Auf­ruhr
    Ein süd­afri­ka­ni­scher Her­stel­ler hat eine Droh­ne im Ange­bot, mit der sich aus dem Ruder lau­fen­de Mas­sen­an­samm­lun­gen wie­der unter Kon­trol­le brin­gen las­sen sol­len. Dafür ist “Skunk” mit Laut­spre­cher, Laser­licht und nicht-leta­len Druck­luft­waf­fen aus­ge­stat­tet…” Mel­dung vom 19.06.2014 im hei­se-New­sti­cker externer Link. Aus dem Text: “… Der Her­stel­ler bewirbt sei­ne Droh­ne damit, dass mit ihrer Hil­fe aus dem Ruder lau­fen­de Mas­sen­an­samm­lun­gen wie­der unter Kon­trol­le gebracht wer­den kön­nen, ohne dass sich Sicher­heits­per­so­nal in Gefahr bege­ben müss­te. Einem Bericht der BBC zufol­ge hat der Her­stel­ler bereits 25 Exem­pla­re davon ver­kau­fen kön­nen – an einen nicht genann­ten inter­na­tio­nal ope­rie­ren­den Berg­bau­kon­zern. Eben­falls soll es dem­nach wei­te­re Bestel­lun­gen unter ande­rem von Minen­be­trei­bern aus Süd­afri­ka sowie Sicher­heits­fir­men inner­halb und außer­halb Süd­afri­kas geben…”
  • Deutsch­land: Schalt­zen­tra­le im Droh­nen­krieg
    Die US-Basis in Ram­stein spielt eine weit bedeu­ten­de­re Rol­le im welt­wei­ten Droh­nen-Krieg der USA als bis­lang bekannt. Nach Recher­chen von NDR, WDR und Süd­deut­scher Zei­tung wer­den auf der Mili­tär­ba­sis Live-Bil­der der völ­ker­recht­lich umstrit­te­nen Droh­nen­ein­sät­ze ana­ly­siert und mit nach­rich­ten­dienst­li­chen Erkennt­nis­sen abge­gli­chen. Zudem wird Ram­stein als Relais­sta­ti­on genutzt, um Steue­rungs­be­feh­le an die welt­weit ope­rie­ren­de Droh­nen­flot­te zu über­mit­teln…” Text des Bei­trags von R. Bon­gen, S. Buchen, J. Goe­tz, V. Kabisch, A. Kemp­mann in der NDR-Pan­ora­ma­sen­dung vom 03.04.14 externer Link. Sie­he dazu:
    • US-Droh­nen­krieg: “Immer flie­ßen die Daten über Ram­stein”
      Ohne den Stütz­punkt in Rhein­land-Pfalz wäre der Droh­nen­krieg des US-Mili­tärs nicht mög­lich. Der ehe­ma­li­ge Droh­nen­pi­lot Bran­don Bryant wirft der Bun­des­re­gie­rung Nai­vi­tät im Umgang mit den Ame­ri­ka­nern vor: Sein Land miss­brau­che das Ver­trau­en der Deut­schen…” Arti­kel von John Goe­tz und Fre­de­rik Ober­mai­er in der Süd­deut­schen online vom 4. April 2014 externer Link
    • Ram­stein ist offen­bar ein zen­tra­ler Puz­zle­stein im US-Droh­nen­krieg
      Die deut­sche Regie­rung hat immer wie­der bestrit­ten, an geziel­ten Tötun­gen im Rah­men des US-Droh­nen­kriegs betei­ligt zu sein. Aber nun wird berich­tet, dass eine US-Basis auf deut­schem Boden für die Droh­nen­ein­sät­ze unver­zicht­bar ist…” Mel­dung vom 04.04.2014 im hei­se-Ticker externer Link
  • Aus­flug einer US-Droh­ne in den zivi­len Luft­raum in der Ober­pfalz
    Pas­send zum angeb­lich ver­se­hent­li­chen Irr­flug einer Hun­ter­droh­ne über bewohn­tem Gebiet, ant­wor­tet die Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge der Links­frak­ti­on
    Es ist zwar schon zwei Wochen her, sorgt aber doch wei­ter­hin für Auf­merk­sam­keit. Eine der in der Ober­pfalz sta­tio­nier­ten US-Droh­nen vom Typ Hun­ter hat sich ver­flo­gen, glaubt man zumin­dest, und ist, wie der Baye­ri­sche Rund­funk jetzt berich­tet, über ein Wohn­ge­biet der Stadt Vils­eck in nied­ri­ger Höhe mit gro­ßem Lärm geflo­gen, wozu aber kei­ne Geneh­mi­gung vor­lag
    …” Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer in tele­po­lis vom 27.02.2014 externer Link
  • Eine Hoch­zeits­ge­sell­schaft und ein paar unge­klär­te Todes­fäl­le. Ein wei­te­rer US-Droh­nen­an­griff im Jemen spricht gegen die Ver­läss­lich­keit von Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen
    Die US-ame­ri­ka­ni­schen Geheim­diens­te begrün­den ihren gegen Grund­rech­te ver­sto­ßen­den weit umfas­sen­den Zugriff auf Pri­vat­da­ten damit, dass dies zur Ter­ror­be­kämp­fung nötig sei. Immer wie­der zeigt sich dem­ge­gen­über, dass die Behaup­tung, wonach aus mehr Infor­ma­tio­nen die Fähig­keit erwach­se, genau­er zuzu­grei­fen, in auf­fäl­li­gem Gegen­satz zur Wirk­lich­keit steht…” Arti­kel von Tho­mas Pany in tele­po­lis vom 21.02.2014 externer Link
  • EU gibt min­des­tens 315 Mil­lio­nen Euro für Droh­nen­for­schung aus. Bis 2028 sol­len Droh­nen voll­um­fäng­lich in die zivi­le Luft­fahrt inte­griert wer­den. Das Par­la­ment wird nicht gefragt
    Unter dem Titel “Euro­dro­nes, Inc.” haben das hol­län­di­sche Trans­na­tio­nal Insti­tu­te und die bri­ti­sche Bür­ger­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on State­watch eine umfas­sen­de Abhand­lung über die Droh­nen­po­li­tik der Euro­päi­schen Uni­on vor­ge­legt. Die Ver­fas­ser kri­ti­sie­ren immense finan­zi­el­le Mit­tel für die betei­lig­ten Fir­men, wor­über sich die Ein­woh­ner der Mit­glied­staa­ten kaum im Kla­ren sein dürf­ten. Der Rüs­tungs- und Sicher­heits­in­dus­trie sei es dem­nach gelun­gen, die Ver­ant­wort­li­chen bei der EU für ihre Poli­tik zu gewin­nen. Jedoch hät­ten die Ent­wick­lun­gen weit­rei­chen­de Aus­wir­kun­gen auf die Pri­vat­heit und die Men­schen­rech­te…” Arti­kel von Mat­thi­as Mon­roy in tele­po­lis vom 12.02.2014 externer Link
  • US-Droh­nen im Anti-Ter­ror­kampf: NSA lie­fert Daten zur Tötung von Zivi­lis­ten
    US-Droh­nen in Paki­stan, Jemen und Soma­lia sol­len bereits Hun­der­te Zivi­lis­ten getö­tet haben, weil sich CIA und US-Armee auf die Meta­da­ten der NSA ver­las­sen. Manch­mal reicht eine fal­sche Sim-Kar­te im Han­dy. Talib­an­füh­rer kon­tern die Todes­ma­schi­nen der US-Streit­kräf­te mit Ver­wir­rungs­tak­ti­ken…” Arti­kel von Roland Peters vom 10. Febru­ar 2014 bei N‑TV externer Link
  • NSA-Späh­skan­dal: “Tod durch unzu­ver­läs­si­ge Meta­da­ten”
    Jere­my Sca­hill und Glenn Green­wald schau­en sich die Zusam­men­ar­beit zwi­schen NSA und CIA beim Droh­nen­pro­gramm an und ent­de­cken eine Fort­set­zung von Bra­zil
    Die Fall­hö­he zwi­schen Anspruch und Wirk­lich­keit ist beträcht­lich. Aber­wit­zig. “So ver­wir­ren sie uns”, erklärt ein frü­he­res Mit­glied der US-Kom­man­do­zen­tra­le für Ver­bund­ope­ra­tio­nen von Spe­zi­al­ein­hei­ten (JSOC), Arbeits­ge­biet Droh­nen: “Sie tref­fen sich, wer­fen alle Sim-Kar­ten in eine Tüte, mischen sie und jeder zieht eine Kar­te, wenn sie das Tref­fen ver­las­sen.” Dem simp­len Ritu­al steht ein futu­ris­ti­scher Geheim­dienst­ap­pa­rat gegen­über, das raf­fi­nier­tes­te, gigan­tischs­te Geheim­dienst­pro­gramm aller Zei­ten, eine Super­macht, deren Prä­si­dent in der Sache Droh­nen­an­grif­fe von den “höchs­ten Stan­dards” spricht, die man set­zen kann. Dann trifft es doch den fal­schen
    …” Arti­kel von Tho­mas Pany in tele­po­lis vom 10.02.2014 externer Link
  • US-Prä­si­dent Barack Oba­ma ließ in den fünf Jah­ren sei­ner Amts­zeit welt­weit mehr als 3000 Men­schen bei 390 Angrif­fen unbe­mann­ter Flug­kör­per töten
    Mehr als 3000 Men­schen wur­den durch Rake­ten unbe­mann­ter Flug­kör­per getö­tet, seit Barack Oba­ma vor fünf Jah­ren ins Wei­ße Haus ein­zog. Welt­weit ließ der Frie­dens­no­bel­preis­trä­ger rund 390 Droh­nen­an­grif­fe flie­gen – fast acht­mal so viel wie sein Vor­gän­ger Geor­ge W. Bush im glei­chen Zeit­raum. Oba­ma brauch­te vol­le drei Jah­re, bis er im Janu­ar 2012 erst­mals die Tat­sa­che die­ser Atta­cken öffent­lich ein­ge­stand: in mage­ren zwei Sät­zen, ohne auf kon­kre­te Ein­zel­hei­ten ein­zu­ge­hen. Seit­her ist zwar die Zahl der Angrif­fe stark gesun­ken. Aber nach wie vor ver­wei­gert die US-Regie­rung alle sach­li­chen Aus­künf­te zum The­ma. Angeb­lich aus Sicher­heits­grün­den. Obwohl meh­re­re pri­va­te Insti­tu­tio­nen lau­fend detail­lier­te Sta­tis­ti­ken, Opfer­zah­len und Ana­ly­sen publi­zie­ren…” Arti­kel von Knut Mel­lent­hin aus jun­ge Welt vom 31. Janu­ar 2014, doku­men­tiert beim Frie­dens­rat­schlag externer Link
  • Kampf­droh­nen der Bun­des­wehr – ein gefähr­li­cher Irr­weg!
    Will man die anzu­neh­men­de Uner­fah­ren­heit des neu­en Kop­fes des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums aus­nut­zen, um ein schon oft dis­ku­tier­tes The­ma jetzt in eine ande­re Rich­tung len­ken zu kön­nen? Wenn sich jetzt Bun­des­wehr­ver­band, Wehr­be­auf­trag­te und Spit­zen­mi­li­tärs für die Anschaf­fung von Kampf­droh­nen aus­spre­chen, kann man die­sen Ein­druck gewin­nen…” Gast­kom­men­tar von Uwe Lam­pe, Oberst­leut­nant d.R., vom 29.01.2014 bei tele­po­lis externer Link
  • Droh­nen: Ein ech­tes Trau­er­spiel. Frie­dens­rat­schlag for­dert Stopp der Kampf­droh­nen und Abwick­lung des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums
    Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­aus­schus­ses Frie­dens­rat­schlag vom 5. Juni 2013 externer Link. Aus dem Text: “… Die Frie­dens­be­we­gung, die vor weni­gen Wochen eine gemein­sa­me Droh­nen-Kam­pa­gne ins Leben geru­fen hat, bleibt auch dabei: Kampf­droh­nen sen­ken die Schwel­le zu bewaff­ne­ten Aggres­sio­nen; der Ein­satz von Kampf­droh­nen bedeu­tet die geziel­te Tötung von Men­schen inner­halb und außer­halb von Krie­gen ohne Ankla­ge, Ver­fah­ren und Urteil; Kampf­droh­nen ter­ro­ri­siert die Bevöl­ke­rung betrof­fe­ner Land­stri­che und gefähr­det deren Men­schen an Leib und Leben; die Ein­füh­rung von Kampf­droh­nen beför­dert die Ent­wick­lung auto­no­mer Kil­ler-Robo­ter und wird schließ­lich noch schreck­li­che­re Krie­ge zur Fol­ge haben; die Bewaff­nung der Bun­des­wehr mit Kampf­droh­nen wird eine neue Rüs­tungs­spi­ra­le in Gang set­zen….”

Der Bei­trag Droh­nen: Ein ech­tes Trau­er­spiel erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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