[labournet:] Rote Innovation

Effizienz macht hässlich“Oft heißt es, der Sozia­lis­mus wür­de Inno­va­tio­nen ersti­cken. Aber das ist Quatsch (…) Eines der stärks­ten Argu­men­te für den Kapi­ta­lis­mus war schon immer, dass er wie kein ande­res Sys­tem Inno­va­tio­nen her­vor­bringt. Doch lässt die­ses Argu­ment ein ent­schei­den­des Detail aus: Unter­neh­mer, Inves­to­rin­nen oder gro­ße Kon­zer­ne haben am tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt nur einen gerin­gen Anteil. Im Kapi­ta­lis­mus ist es ris­kant, in For­schung zu inves­tie­ren, da die­se nicht zwangs­läu­fig Ergeb­nis­se lie­fert. Selbst wenn die For­schung zu guten Ergeb­nis­sen kommt, ist damit noch nicht gesagt, dass sie zur Ent­wick­lung von ren­ta­blen Pro­duk­ten genutzt wer­den kön­nen. Hin­zu kommt, dass es mit­un­ter Jahr­zehn­te dau­ern kann bis man mit einem neu­en Pro­dukt wirk­lich Gewin­ne erzie­len kann. Schließ­lich ver­dient am Ende nicht unbe­dingt die­je­ni­ge am Pro­dukt, die am Anfang das Geld in die For­schung gesteckt hat. (…) Der Kapi­ta­lis­mus hin­dert den Groß­teil der Welt dar­an, zum tech­no­lo­gi­schen Fort­schritt bei­zu­tra­gen. Gan­ze Regio­nen der Welt­wirt­schaft haben nicht die Mit­tel, um Inno­va­tio­nen vor­an­zu­trei­ben. (…) Der Teu­fels­kreis der Ungleich­heit ist jedoch kei­ne not­wen­di­ge Fol­ge des tech­no­lo­gi­schen Wan­dels; er ist eine not­wen­di­ge Fol­ge des tech­no­lo­gi­schen Wan­dels im Kapi­ta­lis­mus. Wer ihn durch­bre­chen will, muss den Kapi­ta­lis­mus über­win­den – auch wenn wir bis­lang nur wenig Ahnung davon haben, was das kon­kret bedeu­ten könn­te. (…) Im Sozia­lis­mus kön­nen wir das vol­le Poten­zi­al mensch­li­chen Erfin­dungs­geis­tes ent­fes­seln. Der tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt ist schon jetzt öffent­lich finan­ziert. Nun müs­sen wir die Sache noch zu Ende brin­gen – sodass die Ergeb­nis­se allen Men­schen zugu­te­kom­men.” Arti­kel von Tony Smith in der Über­set­zung von Mar­tin Pfaf­fen­zel­ler vom 30. Juli 2020 bei Jaco­bin externer Link

Der Bei­trag Rote Inno­va­ti­on erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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