[labournet:] “Sparprogramm” und Effizienzsteigerung dank E‑Auto auch bei Daimler – Leiharbeiter zuerst…

Dossier

Elektro-MobilitätDer Betriebs­rats­vor­sit­zen­de bei Daim­ler in Unter­türk­heim stellt fest: „Durch die E‑Mobilität steigt für die Auto­bau­er der Druck auf die zukünf­ti­gen Ren­di­ten und der Zwang zu Kos­ten­op­ti­mie­run­gen“. (…) Um dem ten­den­zi­el­len Sin­ken der Pro­fi­tra­te ent­ge­gen zu wir­ken und ange­sichts einer neu­en Stu­fe des inter­na­tio­na­len Kon­kur­renz­kamp­fes, sind die Mono­po­le zur Stei­ge­rung der Pro­fit­mas­se gezwun­gen. Daim­ler und Por­sche haben des­halb neue „Spar­pro­gram­me“ von vier bzw. sechs Mil­li­ar­den Euro auf­ge­legt. Wenn im Zen­trum der Pro­gram­me die „Stei­ge­rung der Effi­zi­enz in der Pro­duk­ti­on“ steht, dann ist das nur eine schö­ne Umschrei­bung zur Stei­ge­rung der Ratio­na­li­sie­rung und Arbeits­het­ze. Die Beschäf­ti­gen müs­sen sich des­halb auf eine Ver­schär­fung des Kur­ses ein­stel­len. Eine wesent­li­che Metho­de bei Daim­ler sind dabei Fremd­ver­ga­ben von Aggre­ga­ten und Pro­duk­ti­ons­schrit­ten in einem bis­her nicht gekann­ten Umfang. So soll in Met­tin­gen die Stahl­gie­ße­rei und Bear­bei­tung von Tur­bo­la­der­ge­häu­sen weg­kom­men, in Sin­del­fin­gen die Sitz­fer­ti­gung in Hulb. Statt den Bruch bis­he­ri­ger Ver­ein­ba­run­gen und Zusa­gen sei­tens der Werk­lei­tun­gen zu bekla­gen, wie es die Betriebs­rats­spit­ze macht, gilt es sol­chen Pro­gram­men den Kampf anzu­sa­gen; und zwar dort, wo es dem Kapi­tal weh tut: wenn näm­lich die Pro­duk­ti­on von Autos und Pro­fit auf­grund von Streiks nicht mehr läuft.“ Bei­trag vom 17.08.2018 bei Rote-Fah­ne-News externer Link: “Auto­kon­zer­ne reagie­ren auf sin­ken­de Pro­fi­tra­te – “Spar­pro­gram­me” ste­hen für Stei­ge­rung der Ratio­na­li­sie­rung und Arbeits­het­ze” – sie­he dazu:

  • Spar­pa­ket u.a. mit Arbeits­zeit­ver­kür­zung ohne Lohn­aus­gleich – Gesamt­be­triebs­rat: „deut­li­cher Bei­trag zur Siche­rung der Beschäf­ti­gung und Sta­bi­li­sie­rung unse­rer Finanz­la­ge“ New
    • [Gesamt­be­triebs­rat] Die ZuSi 2030 hält – es bleibt dabei: kei­ne betriebs­be­ding­ten Been­di­gungs­kün­di­gun­gen!
      Lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, wir haben in den letz­ten Wochen inten­siv und in schwie­ri­gen Gesprä­chen an einem Paket gear­bei­tet, das unse­ren Gesprächs­ver­pflich­tun­gen aus der Ver­ein­ba­rung zur Zukunfts­si­che­rung 2030 zum Ziel der Beschäf­ti­gungs­si­che­rung und der wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on im Unter­neh­men Rech­nung trägt. Die ver­ein­bar­ten Eck­punk­te die­nen dazu, der beson­de­ren wirt­schaft­li­chen Belas­tung durch die Coro­na-Pan­de­mie Rech­nung zu tra­gen und die Beschäf­ti­gung wei­ter zu sichern. Hier die wesent­li­chen Maß­nah­men im Über­blick: Für Tarif­be­schäf­tig­te in der Ver­wal­tung und in pro­duk­ti­ons­na­hen Berei­chen wird die Wochen­ar­beits­zeit vom 1. Okto­ber 2020 bis 30. Sep­tem­ber 2021 ohne Lohn­aus­gleich redu­ziert: Bei einer 35-Stun­den-Woche um 2 Stun­den, ansons­ten um einen Fak­tor von 5,71 Pro­zent der IRWAZ (indi­vi­du­el­le regel­mä­ßi­ge wöchent­li­che Arbeits­zeit). Davon aus­ge­nom­men sind Beschäf­ti­ge, bei denen seit dem 1. Juli 2019 unter­neh­mens­sei­tig die Arbeits­zeit min­des­tens im Umfang von 5,71 Pro­zent gekürzt wur­de oder die gemäß GBV MOVE eine Redu­zie­rung der Arbeits­zeit ver­ein­bart haben sowie Beschäf­tig­te in Alters­teil­zeit. Zudem ent­fällt die Ergeb­nis­be­tei­li­gung für alle Tarif­be­schäf­tig­ten für das Geschäfts­jahr 2020. Das tarif­li­che Zusatz­geld (T‑ZUG A) wird in 2021 ver­pflich­tend für alle in bezahl­te Frei­stel­lungs­ta­ge gewan­delt: Für bis­her anspruchs­be­rech­tig­te Beschäf­tig­te – in Schicht­ar­beit, für Betreu­ung von Kin­dern und Pfle­gen­de – sind es acht Tage, für alle ande­ren sie­ben Tage. Der tarif­li­che Zusatz­be­trag (T‑ZUG B) ent­fällt in 2021. Die Ver­ein­ba­rung gilt für die Beschäf­tig­ten der Daim­ler AG, der Mer­ce­des-Benz AG, der Daim­ler Truck AG, der Daim­ler Brand & IP Manage­ment GmbH & Co. KG sowie der Daim­ler Gas­tro­no­mie GmbH in Deutsch­land. Aus­ge­nom­men sind die Beschäf­tig­ten der Nie­der­las­sun­gen und Trucks­to­res…” GBR-News vom 28.07.2020 bei IG Metall@Daimler externer Link
    • Spar­pa­ket bei Auto­bau­er: Daim­ler-Beschäf­tig­te ver­zich­ten auf Gehalt
      Die Sor­ge der Daim­ler-Beschäf­tig­ten wegen betriebs­be­ding­ter Kün­di­gun­gen ist vor­erst vom Tisch. Gesamt­be­triebs­rat und Kon­zern haben ein gemein­sa­mes Spar­pa­ket an Ein­zel­maß­nah­men geschnürt. Die wich­tigs­te Ent­schei­dung: Daim­ler-Beschäf­tig­te arbei­ten künf­tig zwei Stun­den pro Woche weni­ger – es wur­de eine Arbeits­zeit­ver­kür­zung von 35 auf 33 Stun­den ver­ein­bart. Die Daim­ler-Mit­ar­bei­ter bekom­men ent­spre­chend auch weni­ger Gehalt. Dar­auf haben sich Vor­stand und Gesamt­be­triebs­rat geei­nigt. Die­se Maß­nah­me betrifft die Arbeits­zeit der Beschäf­tig­ten in der Ver­wal­tung und in soge­nann­ten pro­duk­ti­ons­na­hen Berei­chen – zum Bei­spiel in der Logis­tik – aber nicht die Pro­duk­ti­on. Die Kür­zung greift ab Okto­ber für ein Jahr. Außer­dem gibt es in die­sem Jahr kei­ne Ergeb­nis­be­tei­li­gung für alle Daim­ler-Beschäf­tig­ten – für 2019 waren das noch gut 1.000 Euro. Das tarif­li­che Zusatz­geld 2021 wird eben­falls für alle in bezahl­te Frei­stel­lungs­ta­ge gewan­delt. Im Gegen­zug bleibt die Beschäf­ti­gungs­ga­ran­tie für die Daim­ler-Mit­ar­bei­ter bis Ende 2029 bestehen. Das heißt, nie­mand wird ent­las­sen. Durch das Spar­pa­ket ist der Druck nun deut­lich gerin­ger, Arbeits­plät­ze abzu­bau­en, so der Gesamt­be­triebs­rat Micha­el Brecht gegen­über dem SWR. Mit den jetzt ver­ein­bar­ten Ein­spa­run­gen sol­len in den nächs­ten Jah­ren 450 Mil­lio­nen Euro ein­ge­spart wer­den. Doch ins­ge­samt muß Daim­ler min­des­tens 1,4 Mil­li­ar­den Euro ein­spa­ren. Des­halb gibt es ein umfang­rei­ches Abfin­dungs- und Vor­ru­he­stands­pro­gramm, damit mög­lichst vie­le Mit­ar­bei­ter das Unter­neh­men frei­wil­lig ver­las­sen…” Bei­trag vom 28.7.2020 beim SWR externer Link samt dem Video des Inter­views mit dem GBR
    • Daim­ler: Um uns sel­ber müs­sen wir uns sel­ber küm­mern!
      Am 28. Juli wur­de das Ergeb­nis der Ver­hand­lun­gen zwi­schen dem Daim­ler-Vor­stand und dem Gesamt­be­triebs­rat (GBR) ver­öf­fent­licht. Die Arbeits­zeit aller indi­rek­ten Berei­che soll vom 1. Okto­ber 2020 bis 30. Sep­tem­ber 2021 um zwei Stun­den in der Woche redu­ziert wer­den – und zwar ohne Lohn­aus­gleich. Das sind min­des­tens 200 Euro weni­ger. Die soge­nann­te Ergeb­nis­be­tei­li­gung wird gestri­chen. Das tarif­li­che Zusatz­geld wird zwin­gend in acht freie Tage umge­wan­delt. Gesamt­be­triebs­rats­chef Micha­el Brecht sprach von einem „deut­li­chen Bei­trag zur Siche­rung der Beschäf­ti­gung und Sta­bi­li­sie­rung unse­rer Finanz­la­ge“. Nie­mand sol­le sich in sei­ner Exis­tenz bedroht füh­len. „Mehr noch: Beschäf­ti­gung bei Daim­ler bleibt bis 2030 gesi­chert, und betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen blei­ben aus­ge­schlos­sen“, sag­te Brecht. Von wegen! Sind die soge­nann­te natür­li­che Fluk­tua­ti­on, vor­zei­ti­ge Alters­teil­zeit, ein Abfin­dungs­pro­gramm, Nicht-Über­nah­me befris­tet ange­stell­ter Beschäf­tig­ter usw. kei­ne Arbeits­platz­ver­nich­tung? Die Arbeits­plät­ze sind weg, auch wenn dies vor­läu­fig ohne direk­te Kün­di­gun­gen von­stat­ten geht. Und: Einen „Auf­he­bungs­ver­trag“ unter­zeich­nen bedeu­tet Ver­zicht auf arbeits­recht­li­che Schrit­te, wie etwa einen Kün­di­gungs­schutz­pro­zess. (…) Per­so­nal­vor­stand Wil­fried Porth zufrie­den: „Wir dan­ken der Beleg­schaft für ihren wich­ti­gen zeit­lich befris­te­ten Bei­trag, um die­se Kri­se gemein­sam zu bewäl­ti­gen. Nur so kom­men wir gestärkt und sicher aus der Kri­se und sichern damit die Zukunft des Unter­neh­mens und der Arbeits­plät­ze“. Doch von Gemein­sam­keit kann kei­ne Rede sein. Viel­mehr wälzt Daim­ler damit die Las­ten der ver­schie­de­nen kapi­ta­lis­ti­schen Kri­sen auf die Beleg­schaft ab. Dazu wur­de die­se mit einem wah­ren Hor­ror­ka­ta­log erpresst (…) Gesi­chert ist jedoch nur, dass Daim­ler auch in der Kri­se Maxi­mal­pro­fi­te machen kann. (…) Ers­te Reak­tio­nen im Stamm­werk zei­gen, dass die Arbei­ter mit dem Ver­hand­lungs­er­geb­nis unzu­frie­den sind. Denn sie rech­nen in Bäl­de mit neu­en Erpres­sun­gen, wie Porth schon ange­deu­tet hat. Wäh­rend die Kol­le­gen in den indi­rek­ten Berei­chen die Redu­zie­rung der Arbeits­zeit selbst bezah­len sol­len, sol­len sie nach den Schul­fe­ri­en wei­ter Kurz­ar­beit machen, mit ent­spre­chen­den Lohn­ein­bu­ßen. Noch zu wenig sehen die Kol­le­gen, dass Daim­ler alle Beleg­schaf­ten angreift und es des­halb einer kon­zern­wei­ten Ant­wort bedarf.” Kor­re­spon­den­ten-Bericht vom 02.08.2020 bei Rote-Fah­ne-News externer Link
  • Daim­ler ver­dop­pelt Stel­len­ab­bau von 15.000 auf 30.000: Die Aktio­nä­re jubeln – der Akti­en­kurs steigt /​[GBR] Dis­kus­sio­nen über Stand­or­te sind tabu! 
    • Daim­ler ver­dop­pelt Stel­len­ab­bau von 15.000 auf 30.000: Die Aktio­nä­re jubeln – der Akti­en­kurs steigt
      Das Mana­ger Maga­zin berich­te­te am Mitt­woch, dass die Daim­ler AG mit vol­ler Unter­stüt­zung der IG-Metall den Arbeits­platz­ab­bau dras­tisch erhöht. Statt der bis­her ange­kün­dig­ten 15.000 sol­len nun welt­weit 30.000 Jobs ver­nich­tet wer­den. Die Aktio­nä­re reagier­ten begeis­tert. Kaum war die Nach­richt bekannt, schnell­te der Daim­ler-Akti­en­kurs in die Höhe. Nie­mand soll­te glau­ben, dass die Mas­sen­ent­las­sung bei Daim­ler mit die­ser Ankün­di­gung bereits den End­punkt erreicht haben. Die Daim­ler-Arbei­ter und Mil­lio­nen Beschäf­tig­te in Unter­neh­men, die mit der Auto­mo­bil­in­dus­trie ver­bun­den sind, müs­sen die­se Ent­las­sun­gen als Beginn einer breit ange­leg­ten Kam­pa­gne bei­spiel­lo­ser Angrif­fe ver­ste­hen. (…) Am sel­ben Tag gab die IG Metall bekannt, dass nach ihren Infor­ma­tio­nen in sehr vie­len Betrie­ben mas­siv Arbeits­plät­ze abge­baut wer­den. Sie gehe davon aus, dass in der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie min­des­tens 300.000 Jobs akut gefähr­det sei­en. Gleich­zei­tig kün­dig­te die Gewerk­schaft an, dass sie nichts dage­gen tun wer­de, außer die Zusam­men­ar­beit mit den Kon­zer­nen und der Regie­rung zu ver­stär­ken. Sie plä­diert vor allem dafür, „zur Ent­las­tung der Unter­neh­men“ die Kurz­ar­beit auf bis zu 24 Mona­te zu ver­län­gern. (…) Der Daim­ler-Chef erklär­te klar und deut­lich, dass es wei­te­re Ent­las­sun­gen und Spar­pro­gram­me geben wer­de. Das Mana­ger Maga­zin titel­te „Käl­le­ni­us macht ernst“ und zitier­te einen Auf­sichts­rat: „Der zieht das jetzt durch.“ Daim­ler-Finanz­chef Harald Wil­helm kom­men­tier­te: „Wir kön­nen unse­re Kos­ten­struk­tur lang­fris­tig nicht akzep­tie­ren.“ Die Kos­ten­ba­sis bei Daim­ler zu sen­ken, sei eine „Auf­ga­be für das gesam­te lau­fen­de Jahr­zehnt“. (…) Die wirk­li­chen Abbau­plä­ne des Kon­zerns wer­den von Betriebs­rats­chef Micha­el Brecht nur scheib­chen­wei­se bekannt gege­ben. Denn andern­falls wür­den Betriebs­rat und IG Metall die Kon­trol­le über die Beschäf­tig­ten ver­lie­ren. (…) Das Daim­ler-Manage­ment und die IG Metall wis­sen, dass sie einem Auf­stand der Arbei­ter ris­kie­ren, wenn das Aus­maß der Plä­ne, die sie hin­ter dem Rücken der Beschäf­tig­ten aus­ge­ar­bei­tet haben, sofort und in vol­lem Umfang bekannt wer­den. Des­halb spielt der Betriebs­rat bei der Bekannt­ga­be der Hiobs­bot­schaf­ten den Ahnungs­lo­sen und behaup­tet, er habe von nichts gewusst. In Wahr­heit sit­zen die füh­ren­den Betriebs­rä­te und Gewerk­schafts­funk­tio­nä­re im Auf­sichts­rat und Wirt­schafts­aus­schuss. Sie sind nicht nur bes­tens infor­miert, son­dern sie prä­sen­tie­ren ihre eige­nen Plä­ne für den Arbeits­platz- und Sozi­al­ab­bau, die vor­her von der gewerk­schaft­li­chen Hans-Böck­ler-Stif­tung aus­ge­ar­bei­tet wor­den sind. (…) Per­so­nal­chef Porth mach­te unmiss­ver­ständ­lich deut­lich, dass betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen auf dem Tisch lägen. Das Ziel kön­ne nicht aus­schließ­lich auf frei­wil­li­ger Basis erreicht wer­den. Brecht, Lüma­li und die IG Metall haben kei­ne Plä­ne, die­ser Dro­hung zu begeg­nen. Statt­des­sen zeigt ihre E‑Mail, dass sie voll­stän­dig auf der Sei­te des Vor­stands ste­hen und ihre Haupt­auf­ga­be dar­in sehen, die Beschäf­tig­ten zu beru­hi­gen und still zu hal­ten. Sie ver­trös­ten sie mit der „Betriebs­ver­ein­ba­rung zur Zukunfts­si­che­rung“, die angeb­lich eine Beschäf­ti­gungs­si­che­rung bis 2030 beinhal­tet. Tat­säch­lich sieht die Ver­ein­ba­rung vor, dass dies nicht mehr der Fall ist, wenn sich die wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen ver­än­dernArti­kel von K. Nesan vom 24. Juli 2020 bei wsws​.org externer Link, sie­he dazu:
    • [GBR] Dis­kus­sio­nen über Stand­or­te sind tabu!
      Lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, im Moment herrscht eine gro­ße Unru­he im Unter­neh­men. Die­se Unru­he wird ange­heizt durch immer neue Spe­ku­la­tio­nen und Sen­sa­ti­ons­mel­dun­gen der Pres­se. Die­se lau­fen schein­bar unter dem Mot­to “Wer bie­tet mehr?” und jeden Tag hört man neue Zah­len, wie vie­le Arbeits­plät­ze in unse­rem Unter­neh­men abge­baut wer­den sol­len. Dies führt natür­lich zu gro­ßer Ver­un­si­che­rung bei uns allen und das kön­nen wir nicht so ste­hen las­sen. Wir spre­chen nach wie vor nicht über Köp­fe! Dies haben wir von Anfang an so kom­mu­ni­ziert – auch gegen­über den Medi­en. Klar, wir befin­den uns mit­ten in der größ­ten Wirt­schafts­kri­se der Nach­kriegs­ge­schich­te. Die­se gilt es, gemein­sam zu bewäl­ti­gen. Damit nicht genug: Die Unter­neh­mens­lei­tung möch­te Pro­zes­se und Struk­tu­ren auf den Prüf­stand stel­len. Und die­ser Umbau soll am bes­ten so schnell wie mög­lich pas­sie­ren. Unser Per­so­nal­vor­stand schließt öffent­lich nicht ein­mal mehr betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen aus. Wir möch­ten Euch auf die­sem Wege noch­mals in aller Klar­heit sagen: Wir haben eine Beschäf­ti­gungs­si­che­rung bis 2030 – und wir haben eine Trans­for­ma­ti­ons­zu­sa­ge. Die­se haben wir in der Gesamt­be­triebs­ver­ein­ba­rung zu Pro­jekt Zukunft fest ver­ein­bart. Beschäf­ti­gungs­si­che­rung und Trans­for­ma­ti­ons­zu­sa­ge ste­hen für uns nicht zur Debat­te! Auch über Werks­schlie­ßun­gen spre­chen wir nicht! Über bei­de The­men wur­de in den Medi­en zuletzt aber häu­fig spe­ku­liert. Kei­nes die­ser The­men hat der Vor­stand uns gegen­über benannt. Wir erwar­ten daher von der Unter­neh­mens­lei­tung, den Spe­ku­la­tio­nen der Medi­en end­lich ent­schie­den ent­ge­gen­zu­tre­ten. (…) Ja, die wirt­schaft­li­che Situa­ti­on bei Daim­ler ist ernst. Ja, die unvor­her­seh­ba­re Situa­ti­on durch Covid-19 hat sie noch ver­schärft. Ja, wir haben in der Zukunfts­si­che­rung ver­ein­bart, dass sich in Zei­ten der Kri­se Unter­neh­mens­lei­tung und Gesamt­be­triebs­rat zusam­men­set­zen und Maß­nah­men ver­ein­ba­ren, die der ange­spann­ten Situa­ti­on Rech­nung tra­gen. Inmit­ten sol­cher Gesprä­che sind wir – und am Frei­tag geht es in die nächs­te Run­de. Unser Ziel ist: So schnell wie mög­lich für Klar­heit sor­gen. Alle Stand­or­te tra­gen ihren Teil zum Unter­neh­mens­er­folg bei und ein Erhalt aller ist für die Trans­for­ma­ti­on not­wen­dig. Alle Stand­or­te brau­chen eine Zukunfts­stra­te­gie und neue Zukunfts­bil­der. (…) Soll­ten wir bis zum Ende die­ser Woche kei­ne Eini­gung erzie­len, wer­den wir ab der nächs­ten Woche Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen bezie­hungs­wei­se Betriebs­ver­samm­lun­gen an allen Stand­or­ten pla­nen und zeit­nah durch­füh­ren. Ihr habt das Recht auf eine lücken­lo­se Infor­ma­ti­on. Wir sind über­zeugt von einer gemein­sa­men Zukunft. Wir haben gute Pro­duk­te und gute Geschäfts­ideen. Das stimmt uns zuver­sicht­lich…” GBR-News vom 23.07.2020 in IG Metall @ Daim­ler externer Link
  • Daim­ler: Ein Lehr­stück über die Kri­se 
    “Daim­ler muss spa­ren. 10 000 oder 15 000 Stel­len, hieß es zunächst. »Die neue Zahl ist auf jeden Fall grö­ßer als die bei­den«, sag­te Per­so­nal­vor­stand Wil­fried Porth dann zu Beginn der Woche. Bereits vor Coro­na hat­te der Auto­kon­zern geplant, 1,4 Mil­li­ar­den Euro an »Per­so­nal­maß­nah­men« ein­zu­spa­ren. Das Spar­pro­gramm und sei­ne Begrün­dung füh­ren bei­spiel­haft vor, wie die Kos­ten der Kri­se auf die Lohn­ab­hän­gi­gen abge­wälzt wer­den. (…) Im Gespräch mit der »Stutt­gar­ter Zei­tung« hat­te Porth klar­ge­stellt, dass die zuvor ver­ein­bar­te Beschäf­ti­gungs­si­che­rung unter den aktu­el­len Vor­zei­chen nicht mehr gül­tig sei, um gleich dar­auf das gemein­sa­me Inter­es­se mit den Ange­stell­ten zu beschwö­ren: »Unser Ziel bleibt, dass wir betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen ver­mei­den. Dies wird aber nur mög­lich sein, wenn wir gemein­sam mit dem Betriebs­rat alter­na­ti­ve Spar­mög­lich­kei­ten fin­den und umset­zen kön­nen.« Die Abhän­gig­keit der Daim­ler-Beschäf­ti­gen von ihrer Arbeit wird hier krea­tiv genom­men als das gemein­sa­me Inter­es­se, Kün­di­gun­gen zu ver­mei­den. (…) Gera­de bei der Ein­sicht in die­se Not­wen­dig­keit stellt der Per­so­nal­chef noch star­ken Nach­hol­be­darf bei der eige­nen Mann­schaft fest: »Wir sind in inten­si­ven Gesprä­chen, aber die Bereit­schaft der Arbeit­neh­mer­ver­tre­tung, signi­fi­kan­te Spar­bei­trä­ge zuzu­ge­ste­hen, ist der­zeit lei­der nicht beson­ders aus­ge­prägt.« Einen genaue­ren Blick wert sind die drei gro­ßen The­men, wel­che die Spar­maß­nah­men nach Anga­be von Daim­ler so not­wen­dig machen: die Coro­na-Pan­de­mie, die Elek­tro­mo­bi­li­tät und die »wett­be­werbs­fä­hi­ge Kos­ten­po­si­tio­nie­rung«. Letz­te­re ist ein Sprach­denk­mal eige­ner Art. (…) Auch wenn die Per­so­nal­kos­ten hier selbst nach eige­ner Aus­kunft schon lan­ge so weit gedrückt sind, dass die­se nur noch rund 15 Pro­zent der Gesamt­kos­ten aus­ma­chen, sieht Daim­ler eben noch »Spar­po­ten­zi­al«. (…) Im glo­ba­len Wett­be­werb um den Ver­kauf von Autos erhofft sich Daim­ler so den ent­schei­den­den Vor­teil gegen­über der Kon­kur­renz. Die besteht im Auto­mo­bil­sek­tor bereits seit Jah­ren in einem Ver­drän­gungs­kampf, weil es welt­weit eine Über­pro­duk­ti­on an Autos gemes­sen an der zah­lungs­fä­hi­gen Nach­fra­ge gibt. (…) Dass aus weni­ger Arbeit gleich weni­ger bezahl­te Arbei­ter fol­gen, die dafür dann inten­si­ver arbei­ten müs­sen, ent­springt aber nicht der Elek­tro­mo­bi­li­tät an sich, son­dern ihrer Nutz­bar­ma­chung für die Ren­dit­ein­ter­es­sen von Daim­ler. Auch hier soll­te man den Wor­ten des Per­so­nal­chefs von Ursa­che und Wir­kung also kri­tisch gegen­über­ste­hen. Nicht die Elek­tri­fi­zie­rung des Antriebs­strangs kos­tet Arbeits­plät­ze, son­dern der neue Antrieb ermög­licht es Daim­ler, an den Per­so­nal­kos­ten mas­siv zu spa­ren. (…) Dass die Pro­duk­ti­on nun bereits seit Wochen gestört ist, weil Zulie­fer­er­be­trie­be aus den ver­schie­de­nen Tei­len der Welt nicht oder nicht pünkt­lich lie­fern kön­nen, ist aller­dings auch nicht ganz unab­hän­gig vom Geschäfts­trei­ben des Auto­her­stel­lers. Immer­hin hat der über Jah­re sei­ne Wert­schöp­fungs­ket­te diver­si­fi­ziert, kauft über­all auf der Welt ein und ist somit jetzt beson­ders anfäl­lig gewor­den für die Pan­de­mie. Hin­zu kommt die Just-in-time-Pro­duk­ti­on, durch die an Lager­hal­len gespart wer­den konn­te. Wenn nun aber die Lie­fe­rung nur ein paar Stun­den zu spät kommt, ist sofort die Pro­duk­ti­on beein­träch­tigt, weil kei­ne Tei­le auf Hal­de sind. (…) Inso­fern geben die anste­hen­den Ent­las­sun­gen und die gleich­zei­ti­ge Arbeits­ver­dich­tung für die rest­li­che Mann­schaft bei Daim­ler kei­ne Aus­kunft über drei unver­schul­de­te Zwän­ge, son­dern sind viel­mehr ein Lehr­stück dar­über, wie Kapi­ta­lis­mus funk­tio­niert – vor einer Kri­se und wäh­rend einer Kri­se.“ Arti­kel von Peter Schadt vom 18.07.2020 in Neu­es Deutsch­land online externer Link
  • Weg­fall der Nacht­schicht bei Daim­ler Düs­sel­dorf: „Beschlos­se­ne Sache: Mas­sen­ent­las­sun­gen – jetzt Kampf um jeden Arbeits­platz!“ 
    “… Wir haben die Fabrik wie­der hoch­ge­fah­ren und dazu Belas­tun­gen in Kauf genom­men. Zum Dank will Daim­ler in Düs­sel­dorf ab Okto­ber die Nacht­schicht strei­chen! Das wur­de letz­te Woche vom Vor­stand beschlos­sen. Es geht erst mal um rund 1500 Arbeits­plät­ze! … Kon­kret sol­len alle Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen aus der Leih­ar­beit ent­las­sen wer­den. Für vie­le wei­te­re fal­len plötz­lich die Schicht­zu­schlä­ge weg … Wir sind fast 8000 Beschäf­tig­te in Düs­sel­dorf – wir sind eine Beleg­schaft! … Leih­ar­beit dient ein­zig und allein der Spal­tung der Beleg­schaft … Es war nicht rich­tig, dass der Betriebs­rat 2016 der Öff­nung der Leih­ar­beits­quo­te zuge­stimmt hat. Wir müs­sen Leih­ar­beit grund­sätz­lich ableh­nen! … Daim­ler hat allein in den letz­ten zehn Jah­ren rund 100 Mil­li­ar­den Euro an Gewin­nen geschef­felt … Auch im Gesamt­kon­zern sol­len wei­te­re Arbeits­plät­ze ver­nich­tet wer­den … Es kann also kei­nen Weg „gemein­sam durch die Kri­se“ geben. Um uns sel­ber, müs­sen wir uns sel­ber küm­mern! … Wir brau­chen drin­gend eine Betriebs­ver­samm­lung, um die­se Fra­ge zu dis­ku­tie­ren…“ Aus der Kol­le­gen­zei­tung „Stoß­stan­ge“ vom 15.07.2020 bei Rote Fah­ne News externer Link
  • [Die berühmt berüch­tig­te Aus­stiegs­klau­sel…] Daim­ler will noch mehr Stel­len strei­chen 
    Bis­her hieß es in Berich­ten, Daim­ler wol­le 15.000 Arbeits­plät­ze abbau­en. Nun kün­dig­te der Auto­bau­er noch dras­ti­sche­re Ein­schnit­te an. Bis­lang war in den Medi­en die Rede von 10.000 und bis 15.000 Arbeits­plät­zen. Per­so­nal­vor­stand Wil­fried Porth nennt zwar wei­ter­hin kei­ne Zahl, sag­te jedoch, dass man mit den der­zeit kur­sie­ren­den Zah­len nicht aus­kom­men wer­de. “Die neue Zahl ist auf jeden Fall grö­ßer als die bei­den”, sag­te er der Nach­rich­ten­agen­tur dpa. “Und die bräuch­ten wir, um betriebs­be­ding­te Been­di­gungs­kün­di­gun­gen zu ver­hin­dern.” Dem Betriebs­rat warf er man­geln­des Ent­ge­gen­kom­men vor. (…) Bis­lang setzt Daim­ler vor allem auf natür­li­che Fluk­tua­ti­on, auf Alters­teil­zeit­re­ge­lun­gen und Abfin­dungs­an­ge­bo­te – aus­schließ­lich in der Ver­wal­tung, es kön­ne aber sein, dass die­se nun auch auf ein­zel­ne Pro­duk­ti­ons­be­rei­che aus­ge­wei­tet wür­den. Etwa 700 Mit­ar­bei­ter hät­ten das Ange­bot bis­her ange­nom­men. Zudem gebe es Gesprä­che dar­über, den IT-Ser­vice an eine exter­ne Fir­ma aus­zu­la­gern, wovon etwa 2000 Stel­len betrof­fen wären. Dass es bis zum Ende des Jahr­zehnts kei­ne betriebs­be­ding­ten Kün­di­gun­gen geben soll, hat­ten Kon­zern und Betriebs­rat im Zusam­men­hang mit dem Kon­zern­um­bau in der “Zukunfts­si­che­rung 2030” ver­ein­bart – intern “ZuSi” genannt. Dar­in ste­he aber auch, sag­te Porth, dass neu ver­han­delt wer­de, wenn sich die wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen signi­fi­kant ver­än­dern…” Mel­dung vom 11.07.2020 beim Spie­gel online externer Link – die berühmt berüch­tig­te Aus­stiegs­klau­sel… Sie­he zum Hin­ter­grund: GBV: “Daim­ler ver­län­gert Zukunfts­si­che­rung für Beschäf­tig­te bis Ende 2020”
  • Urlaubs­sper­re bei Daim­ler: Siche­rung von „Arbeits­plät­zen und Liqui­di­tät” durch Kurz­ar­beit 
    “… Für Beschäf­tig­te von Daim­ler gilt bis Ende Juni eine Urlaubs­sper­re – womög­lich auch, um die Liqui­di­tät des Kon­zerns zu scho­nen. Für Mai und Juni dür­fen „kei­ne neu­en Abwe­sen­hei­ten“ wie etwa Urlaub „ins Zeit­sys­tem ein­ge­tra­gen wer­den“, heißt es in einem inter­nen Schrei­ben an die Mit­ar­bei­ter. (…) Aus­nah­men gel­ten etwa für Kin­der­be­treu­ung. Ein Hin­ter­grund könn­te sein, dass Arbeit­ge­ber für Urlaubs­ta­ge das vol­le Gehalt zah­len müs­sen und kein Kurz­ar­bei­ter­geld bekom­men. Gesamt­be­triebs­rats­chef Micha­el Brecht sag­te der Wirt­schafts­Wo­che, dass er Daim­ler „momen­tan in einer ernst­haf­ten Situa­ti­on“ sehe. Klar sei daher, dass man die Kurz­ar­beit für genau das nut­ze, wofür sie gedacht sei: „Die Siche­rung von Arbeits­plät­zen und Liqui­di­tät.“ (…) Den Rück­schluss auf die Liqui­di­tät legt jedoch auch ein ande­res Daim­ler-Doku­ment nahe. Ein Kurz­ar­beits­tag dür­fe nicht durch einen Abwe­sen­heits­tag ersetzt wer­den, weil das eine „nega­ti­ve Cash-Wir­kung“ habe, sich also nega­tiv auf die Liqui­di­tät aus­wir­ke, heißt es dort. Prio­ri­tät habe wei­ter ein „mög­lichst hoher Grad an Kurz­ar­beit ins­be­son­de­re in den indi­rek­ten Berei­chen und der Ver­wal­tung“. Arti­kel von Anni­na Rei­mann vom 28.04.2020 in der Wirt­schafts­Wo­che online externer Link
  • Stel­lung­nah­me des Gesamt­be­triebs­rats zu Bericht­erstat­tung zur Füh­rung von Aus­schei­dungs­ge­sprä­chen 
    Lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, in der Wochen­end­aus­ga­be der Stutt­gar­ter Nach­rich­ten wur­de ein Daim­ler inter­nes Papier des Per­so­nal­be­reichs zitiert, in dem unter ande­rem ste­hen soll, wie Füh­rungs­kräf­te mög­lichst schnell und erfolg­reich Aus­schei­dungs­ge­sprä­che mit Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern abschlie­ßen. Es gehe dar­um, die Tren­nungs­ab­sicht unmiss­ver­ständ­lich zu kom­mu­ni­zie­ren und jeden Ein­druck zu ver­mei­den, dass es Spiel­raum gebe. Außer­dem sol­len die Gesprä­che inner­halb von 15 Minu­ten mög­lichst been­det sein. Wenn das Ange­bot nicht ange­nom­men wer­de, sol­len es die betrof­fe­nen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen im beruf­li­chen Umfeld schwer haben und es dro­hen gar nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen in der Leis­tungs­be­ur­tei­lung. So nicht! Nach wie vor gel­ten zwei unver­rück­ba­re Fak­ten, die wir mit der Unter­neh­mens­lei­tung ver­ein­bart haben: 1. Es gilt die Gesamt­be­triebs­ver­ein­ba­rung zu Pro­jekt Zukunft mit dem Fokus auf die Zukunfts­si­che­rung bis Ende 2029 – dar­in ist gere­gelt, dass bis dahin betriebs­be­ding­te Been­di­gungs­kün­di­gun­gen aus­ge­schlos­sen sind. Außer­dem wer­den durch die ver­ein­bar­te Trans­for­ma­ti­ons­zu­sa­ge allen, deren Funk­tio­nen im Zuge der Trans­for­ma­ti­on weg­fal­len sol­len, alter­na­ti­ve Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten ange­bo­ten. 2. Für indi­rek­te und Ver­wal­tungs­be­rei­che: Die Gesamt­be­triebs­ver­ein­ba­rung “Move” regelt glas­klar, dass bei Aus­schei­dun­gen grund­sätz­lich die dop­pel­te Frei­wil­lig­keit gilt. Nie­mand muss gehen! Durch Druck­auf­bau wird eine rote Linie über­tre­ten. Soll­te die Bericht­erstat­tung vom Wochen­en­de inhalt­lich stim­men, stellt das die bis­her gute Zusam­men­ar­beit mit der Unter­neh­mens­lei­tung auf eine Bewäh­rungs­pro­be…” Stel­lung­nah­me vom 27.04.2020 bei IG Metall bei Daim­ler externer Link, sie­he auch:
    • Füh­rungs­kräf­te sol­len Druck auf Mit­ar­bei­ter aus­üben? +++ Der Betriebs­rat for­dert Auf­klä­rung und Stel­lung­nah­me!
      Dass der Vor­stand ent­schie­den hat Stel­len im Ver­wal­tungs­be­reich (MV/​Mn) abzu­bau­en, ist kei­ne neue Nach­richt. Die Rah­men­be­din­gun­gen und Kon­di­tio­nen wur­den mit dem Betriebs­rat klar ver­ein­bart – dazu gehört ins­be­son­de­re die FREIWILLIGKEIT der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, Abfin­dungs­an­ge­bo­te und Aus­schei­dungs­ver­ein­ba­run­gen anzu­neh­men. Jetzt aber sol­len Füh­rungs­kräf­te schein­bar dazu geschult wer­den, in Per­so­nal­ge­sprä­chen in Manier von Drü­cker­ko­lon­nen, die­ses Ziel zu errei­chen. Die Stutt­gar­ter Nach­rich­ten berich­ten in der Sams­tags­aus­ga­be (25.4.2020) davon, dass Füh­rungs­kräf­te laut einem inter­nen Papier ler­nen sol­len, emo­tio­na­len Druck auf Beschäf­tig­te aus­zu­üben, um sie dazu zu bewe­gen, Aus­schei­dungs­ver­ein­ba­run­gen zu unter­schrei­ben. Solch eine Vor­ge­hens­wei­se hat mit Ech­ter Ent­schei­dungs­frei­heit und Frei­wil­lig­keit der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen nichts mehr zu tun und ist voll­kom­men inak­zep­ta­bel. Nie­mand darf dazu gezwun­gen wer­den, das Unter­neh­men gegen sei­nen Wil­len zu ver­las­sen! Als Betriebs­rat wis­sen wir aktu­ell nicht, ob die im Zei­tungs­be­richt ange­spro­che­nen Sach­ver­hal­te stim­men und ob ein sol­ches, inter­nes Papier tat­säch­lich exis­tiert. Wir erwar­ten des­halb umge­hend eine Auf­klä­rung und Stel­lung­nah­me des Unter­neh­mens. Soll­te sich her­aus­stel­len, dass die Vor­wür­fe stim­men und tat­säch­lich Füh­rungs­kräf­te im beschrie­be­nen Sin­ne geschult wer­den sol­len, for­dern wir den Vor­stands­vor­sit­zen­den Ola Käl­le­ni­us umge­hend dazu auf, dies sofort zu unter­bin­den und klar zu stel­len, dass unse­re Ver­ein­ba­run­gen Bestand und Gül­tig­keit haben. Denn eines ist klar: Mit unse­rer Ver­ein­ba­rung “Future” haben wir betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen bis zum 31.12.2029 aus­ge­schlos­sen Aus­schei­dungs­ver­ein­ba­run­gen kön­nen und dür­fen nur mit dem Prin­zip der dop­pel­ten Frei­wil­lig­keit getrof­fen wer­den! Jeg­li­ches unmo­ra­li­sches Vor­ge­hen, um “Frei­wil­lig­keit” zu erzwin­gen, ver­ur­tei­len wir aufs Schärfs­te! Alle unse­re Ver­ein­ba­run­gen sei es die GBV “Future” oder “Coro­na”, sowie die momen­ta­ne Kurz­ar­beit, haben das Ziel, für fai­re Rah­men­be­din­gun­gen, die Sicher­heit unse­rer Arbeits­plät­ze und den Schutz der Beschäf­tig­ten zu sor­gen. Wir erwar­ten, dass der Vor­stand sich im vol­len Umfang an sei­ne Zusa­gen hält und für Auf­klä­rung sorgt…” Schei­ben­wi­scher Extra April 26.04.2020 externer Link bei IG Metall bei Daim­ler
    • Zum Hin­ter­grund: Die IGM und der BR haben dem Abbau von 10.000 Arbeits­plät­zen über Auf­lö­sungs­ver­trä­ge zuge­stimmt – seit dem Aus­bruch der Coro­na-Kri­se will aber offen­sicht­lich kaum mehr jemand unter­schrei­ben… Sie­he hier unten:
  • Daim­ler schult Chefs für Tren­nung von Mit­ar­bei­tern – Betriebs­rat lehnt „Droh­ku­lis­se“ ab 
    • Daim­ler schult Chefs für Tren­nung von Mit­ar­bei­tern
      “Über 10 000 Mit­ar­bei­ter will der Daim­ler-Kon­zern abbau­en. Ein inter­nes Papier deu­tet dar­auf hin, dass er dabei mit hef­ti­ger Gegen­wehr rech­net. Denn ange­sichts der Coro­na­kri­se sinkt die Bereit­schaft der Mit­ar­bei­ter zum frei­wil­li­gen Aus­schei­den offen­bar rapi­de. (…) In einem inter­nen Papier, das unse­rer Zei­tung exklu­siv vor­liegt, wer­den die Füh­rungs­kräf­te auf­ge­for­dert, die Tren­nungs­ab­sicht unmiss­ver­ständ­lich zu kom­mu­ni­zie­ren und jeden Ein­druck zu ver­mei­den, dass es noch einen Spiel­raum für Ver­hand­lun­gen gebe. Die Gesprä­che sei­en mög­lichst nach 15, spä­tes­tens aber nach 30 Minu­ten zu been­den. In die­ser Zeit sol­le ein Ver­tre­ter der Per­so­nal­ab­tei­lung bereits den wei­te­ren Ablauf der Tren­nung erläu­tert haben. Drin­gend wird den Chefs davon abge­ra­ten, sich von der Ent­schei­dung zum Per­so­nal­ab­bau zu distan­zie­ren, obwohl sie auch selbst noch davon betrof­fen sein könn­ten. (…) Die Füh­rungs­kräf­te soll­ten respekt­voll auf­tre­ten, sich aber zugleich dar­über im Kla­ren sein, wie wich­tig es ist, die Mit­ar­bei­ter tat­säch­lich zur Unter­schrift unter einen Auf­he­bungs­ver­trag zu bewe­gen. Wer stur bleibt, dem sol­le die Bot­schaft über­mit­telt wer­den, es kön­ne sein, dass sich „alles für dich ver­än­dert. Dann musst du in Zukunft sehen, wie du mit die­ser Unsi­cher­heit im beruf­li­chen Umfeld umge­hen kannst.“ Zudem müs­se dann die Fra­ge geprüft wer­den, wel­che Aus­wir­kun­gen die Situa­ti­on „auf die nächs­ten Per­for­mance-Gesprä­che und Feed­backs“ habe. Somit wirkt sich die Ver­wei­ge­rung einer Unter­schrift mög­li­cher­wei­se auf künf­ti­ge Leis­tungs­be­ur­tei­lun­gen des Mit­ar­bei­ters aus…“ Arti­kel von Klaus Kös­ter vom 24.04.2020 in den Stutt­gar­ter Nach­rich­ten online externer Link, sie­he dazu:
    • Job­ab­bau bei Daim­ler: Betriebs­rat lehnt „Droh­ku­lis­se“ ab
      Der Daim­ler-Betriebs­rat lehnt „Droh­ku­lis­sen“ beim geplan­ten Stel­len­ab­bau des Kon­zerns ab. Es gel­te nach wie vor: „Nie­mand muss gehen und es zählt die dop­pel­te Frei­wil­lig­keit“, erklär­te Gesamt­be­triebs­rats­chef Micha­el Brecht. Droh­ku­lis­sen wer­de man nicht zulas­sen. (…) Brecht rät Beschäf­tig­ten, bei den Gesprä­chen einen Betriebs­rat hin­zu­zu­zie­hen. „Wir wer­den ver­mei­den, dass Mit­ar­bei­ter sich schutz­los aus­ge­lie­fert füh­len“, so Brecht…” Arti­kel von Klaus Kös­ter vom 26.04.2020 in den Stutt­gar­ter Nach­rich­ten online externer Link
    • Video­bot­schaft: Daim­ler-Chef ver­packt Angrif­fe auf Beleg­schaft in sal­bungs­vol­le Wor­te
      “„Ich zäh­le auf Sie, das Unter­neh­men gesund durch den Covid-19-Sturm zu brin­gen“. In einem neu­en Video-Update vom 16. April wen­det sich der Vor­stands­vor­sit­zen­de Ola Käl­le­ni­us an die Daim­ler-Beleg­schaft. Natür­lich beginnt auch er mit dem Dank an die „lie­ben Mit­ar­bei­ter“ und lobt deren tol­len „Team­spi­rit“. Aber natür­lich zielt das Video dar­auf ab, die Beleg­schaft auf die geän­der­te Stra­te­gie von Daim­ler ein­zu­schwö­ren. Das Wich­tigs­te sei der Cash, also der Pro­fit, um das Unter­neh­men zu erhal­ten und es gesund durch den Covid-19-Sturm zu brin­gen. Käl­le­ni­us ver­liert kein Wort zur Gesund­heit der Arbei­ter. Die­se Pan­de­mie habe die Achil­les­ver­se der Auto­in­dus­trie und von Daim­ler offen­ge­legt: “Des­halb müs­sen wir unse­ren Kurs und unser Busi­ness-Modell anpas­sen“. (…) Des­halb brau­che es ein höhe­res Tem­po bei der Ent­schei­dungs­fin­dung, Umset­zung und Fle­xi­bi­tät. Vie­le Beschäf­tig­te wer­den sich dabei fra­gen, wie das noch gestei­gert wer­den kann, ohne dass man dabei krank wird. Und dann kommt die Kern­bot­schaft des Vor­stan­des: „Mar­ge geht vor – wir müs­sen pro­fi­ta­bel wach­sen“. Doch was die Groß­ak­tio­nä­re erfreu­en und den Bör­sen­kurs ver­bes­sern soll, stößt selbst unter den „Mer­ce­des-Fans“ im Inter­net auf mas­si­ve Kri­tik (…) Des­halb ver­sucht Käl­le­ni­us, die Beleg­schaft dafür zu gewin­nen, mit Daim­ler „als Gewin­ner der auto­mo­bi­len Zukunft“ aus der Coro­na-Kri­se zu kom­men. „Dazu brau­chen wir alle Mann an Deck“ sagt der Mann, der Ende letz­ten Jah­res bereits die Ver­nich­tung von 10.000 bis 15.000 Arbeits­plät­zen ange­kün­digt hat…” Mel­dung vom 18.04.2020 bei Rote-Fah­ne-News externer Link der MLPD
    • Sie­he dazu auch: [Fun­ke bei Daim­ler Bre­men vom April 2020] Her­aus auf die Stra­ße am 1. Mai: Gegen die größ­te Seu­che der Mensch­heit, den Kapi­ta­lis­mus
  • Über 200 Daim­ler-Beschäf­tig­te in Düs­sel­dorf mar­schie­ren zum Betriebs­rat 
    “Am Diens­tag, den 11. März, haben 200 bis 250 Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen bei Daim­ler in Düs­sel­dorf die Arbeit für etwa 45 Minu­ten nie­der­ge­legt. Der selb­stän­di­ge Streik hat­te die Form einer „Betriebs­rats-Info“. Aus allen drei gro­ßen Gewer­ken, dem Roh­bau, der Lackie­rei und der Fahr­zeug­mon­ta­ge mar­schier­ten sie zum Betriebs­rats­bü­ro. Auch ein­zel­ne Ange­stell­te nah­men teil. Offi­zi­el­ler Anlass war das Bedürf­nis, sich zu „infor­mie­ren“, auch weil die regu­lä­re Betriebs­ver­samm­lung ver­scho­ben wur­de. Den meis­ten Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen ging es dar­um, ein Zei­chen zu set­zen, vor allem gegen die zuneh­men­de Fle­xi­bi­li­sie­rung und die Erpres­sung der Beleg­schaft, das Unter­druck­set­zen der Leih­ar­beits­kol­le­gen und wei­te­rer befris­te­ter Beschäf­tig­ter durch die Werks­lei­tung und den Daim­ler-Vor­stand. Dem gin­gen unzäh­li­ge und inten­si­ve Dis­kus­sio­nen vor­aus. Meist waren es die Ver­trau­ens­leu­te der IG Metall, die dafür Über­zeu­gungs­ar­beit leis­te­ten. Im Düs­sel­dor­fer Sprin­ter­werk arbei­ten rund 1.700 Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen als Leih­ar­bei­ter bzw. mit Zeit­ver­trä­gen. Die Werks­lei­tung hat die Ver­trä­ge nur noch drei Mona­te, bis Ende März 2020, ver­län­gert. Der Vor­stand will damit zugleich wei­te­re Zuge­ständ­nis­se erpres­sen. Dabei ist im Düs­sel­dor­fer Werk die „Fle­xi-Quo­te“ (Anteil von Leih­ar­bei­tern und Zeit­ver­trä­ge an der Beleg­schaft in der Pro­duk­ti­on) seit Jah­ren extrem hoch. Je nach Rechen­art zwi­schen 30 und 40 Pro­zent. Und das, obwohl eigent­lich eine Gesamt­be­triebs­ver­ein­ba­rung im Gesamt­kon­zern die­se auf 8 Pro­zent begrenzt. Einer Abwei­chung davon stimm­te der Betriebs­rat mit knap­per Mehr­heit zu. Die­se endet Ende 2020…“ Bei­trag vom 14.03.2020 bei Rote Fah­ne News externer Link
  • Daim­ler ver­schärft sei­nen Spar­kurs: Bis zu 15.000 Mit­ar­bei­ter sol­len gehen /​4,3 Mil­li­ar­den Euro Pro­fit – für Daim­ler viel zu wenig 
    • Daim­ler ver­schärft sei­nen Spar­kurs: Bis zu 15.000 Mit­ar­bei­ter sol­len gehen
      Vor­stands­chef Ola Käl­le­ni­us will weit­aus mehr Stel­len strei­chen als bis­her bekannt und Inves­ti­tio­nen in Zukunfts­fel­der redu­zie­ren. Die Kri­tik an sei­ner Füh­rung wächst. (…) Gegen die wach­sen­de Kri­tik will Käl­le­ni­us einen ambi­tio­nier­ten Zukunfts­plan vor­le­gen. Wie das Han­dels­blatt aus Kon­zern­krei­sen erfah­ren hat, setzt der Schwe­de auf einen Mix aus Inves­ti­tio­nen in nach­hal­ti­ge Luxus-Fahr­zeu­ge und har­tem Spar­kurs. Anders als bis­her kol­por­tiert will er nicht 10.000 Stel­len strei­chen, son­dern sich von bis zu 15.000 Mit­ar­bei­tern über Abfin­dun­gen, Früh­pen­sio­nie­run­gen und Alters­teil­zeit tren­nen. Das Spar­vo­lu­men soll den bekann­ten Umfang von 1,4 Mil­li­ar­den Euro deut­lich über­stei­gen, hieß es (…) Die Unru­he bei den Arbeit­neh­mern ist groß. Betriebs­rats­chef Micha­el Brecht for­dert, Käl­le­ni­us müs­se neben einem Spar­pro­gramm vor allem eine kla­re Vor­wärts­stra­te­gie prä­sen­tie­ren: „Wir haben eine Stim­mung zwi­schen Wut und Ent­täu­schung in der Beleg­schaft. Die Leu­te wol­len Ori­en­tie­rung und Klar­heit“, sag­te er dem Han­dels­blatt. Es sei nun Auf­ga­be des Vor­stands, die Kon­zern­stra­te­gie sicht­ba­rer zu machen…” Arti­kel von Mar­tin Mur­phy und Franz Hubik vom 10.2.2020 beim Han­dels­blatt online externer Link, sie­he dazu ers­te Kri­tik:
    • Nach Gewinn­ein­bu­ßen: Daim­ler ver­schärft Angriff auf Arbei­ter
      “… Am Diens­tag gab der Vor­stands­vor­sit­zen­de Ola Käl­le­ni­us dann aber kei­ne kon­kre­te Zah­len bekannt, wie er dies im Novem­ber getan hat­te. Aber sei­ne Aus­sa­ge, zu den Spar­maß­nah­men gehö­re der Abbau einer „nied­ri­gen fünf­stel­li­gen Zahl“ bis Ende 2022, zeigt, dass das Unter­neh­men in naher Zukunft wei­te­re Mas­sen­ent­las­sun­gen plant. Der­zeit beschäf­tigt Daim­ler welt­weit 300.000 Mit­ar­bei­ter, davon 180.000 in Deutsch­land. (…) Im letz­ten Jahr ging das Net­to­er­geb­nis um fast 60 Pro­zent auf 2,7 Mil­li­ar­den Euro zurück. 2018 hat­te es noch bei 7,6 Mil­li­ar­den Euro gele­gen. Der Gewinn vor Steu­ern und Zin­sen sank von 11,1 auf 4,3 Mil­li­ar­den Euro – und das, obwohl der Umsatz stieg. Der Gesamt­kon­zern erwirt­schaf­te­te im Jahr 2019 einen Umsatz von 172 Mil­li­ar­den Euro, 5 Mil­li­ar­den mehr als im Jahr 2018. Allein die Daim­ler-Kern­mar­ke Mer­ce­des-Benz erziel­te mit über 2,3 Mil­lio­nen ver­kauf­ten Autos einen Ver­kaufs­re­kord. Der Rück­gang des Gewinns ist einer­seits den hohen Inves­ti­tio­nen in die Elek­tro­mo­bi­li­tät geschul­det, ande­rer­seits der Bereit­stel­lung eines erheb­li­chen Betrags zur Abwehr von behörd­li­chen und gericht­li­chen Ver­fah­ren sowie für Buß­gel­der für die kri­mi­nel­len Die­sel-Emis­si­ons­ma­ni­pu­la­tio­nen. Der Kon­zern stell­te dafür über 2,3 Mil­li­ar­den Euro zurück. Den­noch bleibt Käl­le­ni­us der alten Leit­li­nie im Inter­es­se der Aktio­nä­re treu, nach der 40 Pro­zent des Gewinns für Divi­den­den ver­wen­det wer­den. (…) Seit der Ankün­di­gung von 10.000 Ent­las­sun­gen im Novem­ber wächst der Zorn der Arbei­ter über die Zusam­men­ar­beit der IG Metall mit dem Vor­stand rasant. Daim­ler-Betriebs­rats­chef Micha­el Brecht reagier­te auf den Bericht des Han­dels­blatts über 15.000 Ent­las­sun­gen mit einer arro­gan­ten Ant­wort, wie sie für Büro­kra­ten typisch ist. Er kri­ti­sier­te nicht die Ent­las­sun­gen, son­dern die man­geln­de Ein­be­zie­hung des Betriebs­rats. „Mit mir ist kei­ne Ver­schär­fung des Spar­pro­gramms bespro­chen wer­den“, sag­te er der Stutt­gar­ter Zei­tung. Im Novem­ber hat­te der­sel­be Brecht der Unter­neh­mens­lei­tung vor­ge­wor­fen, dass sie die Arbei­ter über die gehei­men Ver­ein­ba­run­gen mit der IG-Metall infor­miert habe, was zu Unru­he unter ihnen geführt habe. (…) Ein Inter­view, das Brecht am 23. Janu­ar dem Han­dels­blatt gab, ist ein Para­de­bei­spiel dafür, dass die IG Metall jeg­li­chen Anspruch, die Inter­es­sen der Arbei­ter zu ver­tre­ten, auf­ge­ge­ben hat. Das Inter­view ist ein natio­na­lis­ti­scher Angriff auf die asia­ti­schen Arbei­ter sowie eine Auf­for­de­rung zu Han­dels­krieg und Pro­tek­tio­nis­mus an die deut­sche Regie­rung und die Euro­päi­sche Uni­on. Brecht warf im Gespräch mit dem Finanz­blatt Daim­ler und der euro­päi­schen Auto­in­dus­trie vor, sie ver­lie­ßen sich bei Elek­tro­au­tos auf asia­ti­sche Bat­te­rie­her­stel­ler. „Wir machen uns gefähr­lich abhän­gig von Her­stel­lern in Chi­na und Korea. CATL oder LG Chem [füh­ren­de chi­ne­si­sche bzw. süd­ko­rea­ni­sche Bat­te­rie­her­stel­ler] bil­den mäch­ti­ge Oli­go­po­le; sie kön­nen Ver­füg­bar­keit und Prei­se der Zel­len steu­ern“, warn­te er. …“ Bei­trag von K. Nesan vom 13.02.2020 bei World Socia­list Web Site externer Link
    • 4,3 Mil­li­ar­den Euro Pro­fit – für Daim­ler viel zu wenig
      “Angeb­lich steckt der Daim­ler-Kon­zern in einer “tie­fen Kri­se”. Sicher ist sein Pro­fit zurück­ge­gan­gen. Das heißt aber noch lan­ge nicht, dass er am Hun­ger­tuch nagt. Im Jahr zuvor betrug der Gewinn von Daim­ler noch 11,1 Mil­li­ar­de. Bei der gest­ri­gen Bilanz­pres­se­kon­fe­renz beton­te Daim­ler-Chef Ola Käl­le­ni­us: „Die finan­zi­el­len Ergeb­nis­se für 2019 sind nicht die Ergeb­nis­se, die wir für die Zukunft sehen wol­len.“ Kla­re Ansa­ge: „Das reicht nicht!“ Und kla­re Kon­se­quenz: Min­des­tens 10.000 Arbeits­plät­ze sol­len ver­nich­tet wer­den, das Han­dels­blatt berich­te­te sogar von 15.000 Arbeits­plät­zen. Außer­dem soll auch die „Ergeb­nis­be­tei­li­gung“, also die Prä­mi­en, dra­ma­tisch gestri­chen wer­den – von bis zu 4965 Euro im Vor­jahr auf 1097 Euro. Die meis­ten Daim­ler-Beschäf­tig­ten sind ver­är­gert bis empört. „Das soll ‘sozi­al­ver­träg­li­che Zukunfts­si­che­rung’ sein“, mein­te ein Kol­le­ge sar­kas­tisch. Ein gro­ßer Teil des 2 Mil­li­ar­den Euro teu­ren Kon­zern­um­baus geht in ein Pro­gramm für Auf­he­bungs­ver­trä­ge und früh­zei­ti­ge Alters­teil­zeit. Das macht Daim­ler jedoch nur, damit mög­lichst vie­le Beschäf­tig­te anfan­gen zu rech­nen, ob sie damit „aus dem Laden raus­kom­men“, statt sich zusam­men­zu­schlie­ßen und gegen die Arbeits­platz­ver­nich­tung zu kämp­fen – auch im Inter­es­se und gemein­sam mit der Jugend. So wer­den jetzt schon fast alle Aus­ler­ner im Stamm­werk Stutt­gart-Unter­türk­heim nur noch in der Mon­ta­ge ein­ge­setzt und es gibt Plä­ne der Werks­lei­tung, 16 Pro­zent der Aus­bil­dungs­plät­ze zu ver­nich­ten…“ Bei­trag vom 12.02.2020 bei Rote Fah­ne News externer Link
  • Mil­li­ar­den­schwe­res Spar­pro­gramm: Daim­ler will welt­weit mehr als 10.000 Stel­len strei­chen – heu­te Betriebs­ver­samm­lung in Stutt­gart zu gehei­men “Eck­punk­ten”
    Nach Audi und BMW hat nun auch Daim­ler ein gro­ßes Spar­pro­gramm ver­kün­det. Es sieht einen welt­wei­ten Stel­len­ab­bau vor. Bis 2022 sol­len rund 1,4 Mil­li­ar­den Euro ein­ge­spart wer­den. Das Spar­pro­gramm beim Auto­bau­er Daim­ler wird in den kom­men­den drei Jah­ren welt­weit Tau­sen­de Arbeits­plät­ze kos­ten. Gestri­chen wer­den min­des­tens 10.000 Stel­len. Es gehe um eine nied­ri­ge fünf­stel­li­ge Zahl, sag­te Per­so­nal­vor­stand Wil­fried Porth am Frei­tag. Zuerst hat­te das „Han­dels­blatt“ die Zahl berich­tet. Vor allem will Daim­ler frei­wer­den­de Stel­len nicht nach­be­set­zen, dazu sol­len die Alters­teil­zeit aus­ge­wei­tet und Mit­ar­bei­tern in der Ver­wal­tung in Deutsch­land Abfin­dun­gen ange­bo­ten wer­den. Betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen sind an den deut­schen Stand­or­ten bis Ende 2029 aus­ge­schlos­sen – dabei bleibt es. (…) „Mit den jetzt gemein­sam mit dem Betriebs­rat beschlos­se­nen Eck­punk­ten zur Ver­schlan­kung des Unter­neh­mens kön­nen wir die­ses Ziel bis Ende 2022 errei­chen“, beton­te Per­so­nal­vor­stand Wil­fried Porth in der Mit­tei­lung. „Wir wer­den die Maß­nah­men so sozi­al­ver­träg­lich wie mög­lich gestal­ten.“ Wie genau die Eck­punk­te umge­setzt wer­den sol­len, wer­de in den kom­men­den Wochen aus­ge­ar­bei­tet. Daim­ler kün­dig­te auch an, aus­lau­fen­de Ver­trä­ge von Zeit­ar­bei­tern in der Ver­wal­tung nur noch sehr restrik­tiv zu ver­län­gern. Ähn­lich spar­sam will der Kon­zern künf­tig mit 40-Stun­den-Ver­trä­gen umge­hen und damit Kos­ten spa­ren. Zudem will der Auto­bau­er die Beschäf­tig­ten mit Anrei­zen dazu brin­gen, ihre Arbeits­zeit selbst zu redu­zie­ren…” Mel­dung vom 29.11.2019 beim Focus online externer Link, sie­he dazu auch:
    • “… Porth gab kei­ne wei­te­ren Details über das Abkom­men mit der IG Metall und dem Betriebs­rat bekannt. Er erklär­te nur, die Umset­zung der Eck­punk­te wer­de in den kom­men­den Wochen aus­ge­ar­bei­tet. Laut Medi­en­be­rich­ten haben sich Daim­ler und der Betriebs­rat jedoch neben den Ver­schlan­kungs­maß­nah­men auch auf die wei­te­re Absen­kung von Per­so­nal­kos­ten geei­nigt. Unter ande­rem soll den Beschäf­tig­ten eine Ver­rin­ge­rung der wöchent­li­chen Arbeits­zeit ange­bo­ten wer­den. Arbei­ter mit einer 40-Stun­den-Woche wür­den damit gezwun­gen, weni­ger Stun­den für weni­ger Geld zu arbei­ten. Die aus­lau­fen­den Ver­trä­ge von befris­tet Beschäf­tig­ten in der Ver­wal­tung sol­len nur in sehr begrenz­tem Umfang ver­län­gert wer­den. Ein­schrän­kun­gen wird es auch für die 40-Stun­den-Ver­trä­ge von fest ange­stell­ten Kräf­ten geben. Zwei Daim­ler-Arbei­ter erklär­ten gegen­über der World Socia­list Web Site, sie hät­ten erst aus den Medi­en von den Kür­zun­gen erfah­ren. Bei­de berich­te­ten, dass das Manage­ment und die IG Metall inten­si­ve Ver­hand­lun­gen füh­ren, seit Käl­le­ni­us vor sechs Mona­ten die Stel­le als Vor­stands­vor­sit­zen­den ange­tre­ten hat. Die Arbei­ter waren über­zeugt, dass das Unter­neh­men die Kür­zun­gen bewusst am Frei­tag bekannt­ge­ge­ben hat, um Unru­he unter den Fabrik­ar­bei­tern zu ver­hin­dern. Die IG Metall hat für Mon­tag eine Betriebs­ver­samm­lung in der Hans-Mar­tin-Schley­er-Hal­le orga­ni­siert, einer der größ­ten Ver­samm­lungs­hal­len in Stutt­gart…” Aus dem Bei­trag “Daim­ler streicht mehr als 10.000 Stel­len” von K. Nesan vom 2. Dezem­ber 2019 bei wsws externer Link
  • [Kol­le­gen­zei­tung “Die Stoß­stan­ge”] Daim­ler: Heu­te Mas­sen­ent­las­sun­gen von Leih­ar­bei­tern – und mor­gen? 
    In den bür­ger­li­chen Medi­en wur­de berich­tet, dass Daim­ler, wie bereits VW und ande­re, ein neu­es ‘Spar­pro­gramm’ fah­ren will.” So lei­tet die Zei­tung von Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen für Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen bei Daim­ler “Die Stoß­stan­ge” ihre aktu­el­le Aus­ga­be ein. Wei­ter schreibt sie: “Alles halb so schlimm, sagt der Gesamt­be­triebs­rats­vor­sit­zen­de Micha­el Brecht: ‘Ent­las­sun­gen sei­en nicht geplant und wegen der Beschäf­ti­gungs­si­che­rung bis 2029 aus­ge­schlos­sen.’ Doch was ist mit dem Raus­schmiss von rund 2500 Leih­ar­bei­tern in Ras­tatt, Düs­sel­dorf und ande­ren im letz­ten Jahr und dem geplan­ten Abbau von wei­te­ren 3500 Leih­ar­bei­tern, davon allein 900 in Unter­türk­heim im Jahr 2019? (…) Wir haben die Kri­sen und Auf­trags­rück­gän­ge nicht zu ver­ant­wor­ten. Unse­re Ver­ant­wor­tung gilt nur unse­rer Klas­se und unse­ren Fami­li­en. Wir ver­kau­fen kei­ne Autos, son­dern unse­re Arbeits­kraft. In die­sem Sin­ne ist es genau rich­tig, dass im Werk ver­schie­de­ne kämp­fe­ri­sche Aktio­nen statt­ge­fun­den haben. So haben 540 IG-Metal­ler einen Antrag an den Gewerk­schafts­tag unter­stützt, zum gemein­sa­men Kampf für die Über­nah­me der Leih­ar­bei­ter; Ver­trau­ens­leu­te gin­gen zur Ver­trau­ens­kör­per­lei­tung, um sie zum Kampf auf­zu­for­dern. Vor allem haben 30 Kol­le­gen für kur­ze Zeit die Arbeit nie­der­ge­legt und ein Streik-Zei­chen gesetzt, was sich schnell her­um­ge­spro­chen hat. Denn das ist die ein­zi­ge Spra­che, die die Werks­lei­tung und der Vor­stand ver­ste­hen. Über­win­den wir die Spal­tung von Leih- und Stamm­ar­bei­tern, indem wir gemein­sam für die Über­nah­me aller Leih­ar­bei­ter kämp­fen. Denn die ‘Stamm­ar­bei­ter’ wer­den die nächs­ten sein!...” Aus­zü­ge aus Kol­le­gen­zei­tung “Die Stoß­stan­ge” am 01.04.2019 bei den Rote-Fah­ne-News externer Link
  • Inter­na­tio­na­lis­ti­sches Bünd­nis: Arbei­ter­platt­form gegen die Ver­nich­tung von Arbeits­plät­zen bei Daim­ler 
    Die Arbei­ter­platt­form des Inter­na­tio­na­lis­ti­schen Bünd­nis­ses in der Regi­on Stutt­gart hat eine Akti­on bei Daim­ler in Unter­türk­heim durch­ge­führt – genau­er: vor einem Werks­tor des Werks­tei­les Hedel­fin­gen. Anlass ist die Ent­las­sung von 1200 Leih­ar­bei­te­rin­nen und Leih­ar­bei­tern im Lau­fe des Jah­res. Davon ein Groß­teil schon Ende März. Es wur­den Dis­kus­sio­nen geführt, ob es über­haupt mög­lich ist, einen Kampf zu orga­ni­sie­ren. Vie­le Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen befür­wor­te­ten dies. Nicht weni­ge zeig­ten sich aber skep­tisch, ob das gelingt. Gut an kam auch die Losung „heu­te die, mor­gen wir“. Das war auch die Erfah­rung von Opel. Vie­le haben Angst, dass wenn man sich betei­ligt als ers­ter fliegt. Man muss aber heu­te mehr Angst um die Zukunft unse­rer Kin­der und Enkel haben. Man muss auch kom­men­de Aktio­nen so orga­ni­sie­ren, dass die Mas­se der Kol­le­gen ein­zel­ne schüt­zen. Der Ver­trag, dass es kei­ne betriebs­be­ding­ten Ent­las­sun­gen geben soll beru­higt noch man­che Kol­le­gin und man­chen Kol­le­gen. (…) Das Inter­na­tio­na­lis­ti­sche Bünd­nis hat ver­schie­de­ne Auf­kle­ber gegen Leih­ar­beit und Spal­tung, für Zusam­men­halt und Arbei­ter­ein­heit ent­wor­fen. Hier kann man sie anschau­en externer Link.” Bericht aus Stutt­gart am 02.03.2019 bei Rote-Fah­ne-News externer Link
  • Daim­ler: Vor­stand plant „umfas­sen­de Gegen­maß­nah­men“ 
    Auf der Jah­res­pres­se­kon­fe­renz ver­kün­de­te Daim­ler-Chef Die­ter Zet­sche, dass trotz erneu­ter Absatz­re­kor­de der Pro­fit vor Steu­ern um 22 Pro­zent auf 11,1 Mil­li­ar­den Euro zurück­ge­gan­gen ist. Ein Ergeb­nis der Über­aus­beu­tung der Arbei­te­rin­nen und Arbei­ter. Für Zet­sche und die Bör­se ist das Ver­feh­len des Maxi­mal­pro­fits bereits ein „Gewinn­ein­bruch“ und Anlass, ein x‑tes „Spar“programm zur wei­te­ren Stei­ge­rung der Aus­beu­tung anzu­kün­di­gen. (…) Mit der Kür­zung der soge­nann­ten „Ergeb­nis­be­tei­li­gung“ für die „Stamm“-Beschäftigten von zuletzt 5.700 auf 4.965 Euro wur­de der Beginn gemacht. Da vie­le Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen dies noch als „frei­wil­li­ge Son­der­zah­lung“, statt als Lohn­be­stand­teil sehen, der aus der Aus­beu­tung ihrer Arbeit bezahlt wird, hält sich der Unmut dar­über in Gren­zen. Nicht jedoch, dass sich der schei­den­de Daim­ler-Chef eine Ren­te von 4.250 Euro am Tag geneh­migt hat! Für Unru­he sorgt die Ankün­di­gung von „umfas­sen­den Gegen­maß­nah­men“ durch Zet­sche. In Ras­tatt sind bereits 1.200, in Düs­sel­dorf 1.000 Leih­ar­bei­ter ent­las­sen wor­den und in Unter­türk­heim will Daim­ler alle etwa 1.200 Leih­ar­bei­ter raus­wer­fen. Dass Gesamt­be­triebs­rats­chef Micha­el Brecht dafür „Ver­ständ­nis“ hat, fin­den kämp­fe­ri­sche Gewerk­schaf­ter unmög­lich. Auch dass er sich nur für die Stamm­be­leg­schaft ver­ant­wort­lich fühlt. Auf der IG-Metall-Ver­trau­ens­leu­te-Voll­ver­samm­lung dort hat des­halb ein Kol­le­ge einen von vie­len Kol­le­gen mit­ge­tra­ge­nen Antrag an den Gewerk­schafts­tag vor­ge­stellt, der die IG Metall zur Orga­ni­sie­rung des gemein­sa­men Kamp­fes gegen die­se Mas­sen­ent­las­sun­gen auf­for­dert. Dar­über soll auf der nächs­ten Ver­samm­lung abge­stimmt wer­den.” Bericht vom 15.02.2019 bei den Rote-Fah­ne-News externer Link
  • Daim­ler-Bilanz: „Wir sind nicht zufrie­den“ – BRV Brecht auch nicht: “Wir müs­sen die Effi­zi­enz erhö­hen”
    Daim­ler muss­te im ver­gan­ge­nen Jahr deut­lich Federn beim Gewinn las­sen – fast 30 Pro­zent. Die­ter Zet­sches letz­te Bilanz ist ernüch­ternd. Die Hoff­nung liegt nun wie so oft auf den Zukunfts­the­men Con­nec­ted, Auto­no­mous, Shared und Electric (CASE). (…) Schon vor der Ver­kün­dung der Geschäfts­zah­len berich­te­te das „Han­dels­blatt“ aus Kon­zern­krei­sen, dass es Druck gäbe, die Fer­ti­gungs­tie­fe zu ver­rin­gern. Die Kos­ten sei­en schlicht zu hoch. Im Inter­view mit der Wirt­schafts­zei­tung kri­ti­sier­te Daim­lers Betriebs­rats­chef Micha­el Brecht, der Her­stel­ler bie­te zu vie­le unter­schied­li­che Fahr­zeu­ge an: „Die Zahl der Modell­va­ri­an­ten ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf 40 ange­stie­gen. Das bringt über­mä­ßig viel Kom­ple­xi­tät in die Pro­duk­ti­on und die Ent­wick­lung“. Wenn bei stei­gen­den Stück­zah­len die Ergeb­nis­se schlech­ter wür­den, müss­te Daim­ler die Effi­zi­ent erhö­hen, beton­te Brecht. Das opti­ma­le Maß zu fin­den zwi­schen best­mög­li­cher Markt­aus­schöp­fung und sel­bi­ger Kos­ten­si­tua­ti­on sei nun kei­ne neue Fra­ge, sagt Zet­sche, und auch kein The­ma, das durch die E‑Mobilität neue Bri­sanz erfah­re. Er sieht das aus­ge­wach­se­ne Port­fo­lio als Erfolgs­trei­ber. „Wir haben weni­ge Fahr­zeu­ge, die nicht im Markt erfolg­reich waren“, sag­te der schei­den­de Daim­ler-Chef auf der Jah­res­pres­se­kon­fe­renz. Was die­se Ent­wick­lung für die Zulie­fe­rer hei­ßen könn­te, bleibt abzu­war­ten. Den E‑Antriebsstrang müs­se Daim­ler selbst her­stel­len, sag­te der Betriebs­rats­chef Micha­el Brecht dem Han­dels­blatt. Es stim­me, dass Daim­ler für ein­zel­ne Model­le wie dem GLC den E‑Motor von Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer ZF habe ent­wi­ckeln las­sen. Doch „das wird zum Schluss nicht mehr so sein. Wir sind hier im Dia­log mit dem Vor­stand“, sag­te Brecht und ver­wies gleich­zei­tig auf eine „Beschäf­ti­gungs­per­spek­ti­ve“ für die 170.000 Daim­ler-Mit­ar­bei­ter in Deutsch­land…” Arti­kel von Sven­ja Gelo­wicz und Tho­mas Gün­nel vom 06.02.19 bei Auto­mo­bil Indus­trie online externer Link

Der Bei­trag “Spar­pro­gramm” und Effi­zi­enz­stei­ge­rung dank E‑Auto auch bei Daim­ler – Leih­ar­bei­ter zuerst… erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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