[FRN:] Die Architektur der Widerstandsdelikte wurde auf den Kopf gestellt (Serie 347: Mittagsmagazin)

Wäh­rend in ande­ren Län­dern nach dem Tod von Geor­ge Floyd über­trie­be­ne und ras­sis­ti­sche Poli­zei­ge­walt The­ma ist, domi­niert in Deutsch­land die angeb­lich stei­gen­de Gewalt gegen Polizist*innen die öffent­li­che Dis­kus­si­on. Angeb­lich nimmt sie stän­dig zu, wofür sowohl ein­zel­ne Ereig­nis­se als Beleg ins Feld geführt wer­den als auch Poli­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik. Dabei wur­den die Stra­fen für Wider­stand gegen bzw. Angrif­fe auf Polizeibeamt*innen gera­de erst deut­lich erhöht, natür­lich in der Absicht, die Beamt*innen im Ein­satz bes­ser zu schüt­zen. War­um klappt das ein­fach nicht? Der Ver­dacht liegt nahe, dass viel­leicht die Taten gar­nicht zuge­nom­men haben, aber die Straf­bar­keit. Radio Dreyeck­land frag­te des­halb den Frei­bur­ger Pro­fes­sor für Kri­mi­no­lo­gie und Straf­recht Roland Hefen­dehl. Die­ser äußert einen ähn­li­chen Ver­dacht und zeigt zugleich auf, wel­che absur­de Umkehr bei den Wider­stands­de­lik­ten statt­ge­fun­den hat. Soll­te ursprüng­lich berück­sich­tigt wer­den, dass Kon­fron­ta­tio­nen der Bürger*innen mit der Poli­zei leicht emo­tio­nal ablau­fen und die Beamt*innen genau auf sol­che Kon­fron­ta­tio­nen aus­ge­bil­det und aus­ge­rüs­tet sind, hat sich der Gesetz­ge­ber nun ein­sei­tig auf die Sei­te der Poli­zei geschla­gen. Außer­dem plä­diert Hefen­dehl für dees­ka­lie­ren­de Maß­nah­men und dass es Alter­na­ti­ven für die von Coro­na-Ein­schrän­kun­gen hart getrof­fe­ne Jugend gibt. Read More