[labournet:] Streikwelle im Iran: Zehntausende Zeitarbeiter bestreiken Öl- und Gasfelder

Beginn der Streikwelle der Ölarbeiter im Südiran am 1.8.2020Es begann Anfang des Monats August 2020 im Süden des Iran: Rund 10.000 Beschäf­tig­te zahl­rei­cher Ver­trags­un­ter­neh­men im größ­ten natür­li­chen Gas­feld der Welt leg­ten nach dem Hit­ze­tod eines Kol­le­gen die Arbeit nie­der. Der Streik rich­te­te sich gegen die Arbeits­be­din­gun­gen – und, wie so oft im Iran der letz­ten Jah­re, gegen die Nicht­aus­be­zah­lung von Löh­nen. Nur dass es eben die­ses Mal nicht lokal begrenzt blieb: Nach dem Streik­be­ginn im South Pars Feld tra­ten auch die Ölar­bei­ter der Raf­fi­ne­rie von Isfa­han und Beschäf­tig­te im nord­öst­li­chen Mash­had-Feld in den Streik. Da die Ver­trags­ar­bei­ter das Recht haben, ihren Ver­trag auf­zu­kün­di­gen und zu gehen taten dies auch vie­le – laut der Mel­dung „Huge strike wave hits Ira­ni­an ener­gy sec­tor“ am 04. August 2020 bei Indus­tri­All externer Link ver­lie­ßen rund 2.000 die Wohn­con­tai­ner an den Pro­duk­ti­ons­or­ten und mach­ten sich auf den Heim­weg, wäh­rend die ande­ren vor den Ver­wal­tungs­ge­bäu­den sowohl der Sub­un­ter­neh­men, als auch der staat­li­chen Gas­ge­sell­schaft, die das Groß­pro­jekt Pars lei­tet, demons­trier­ten. Sie­he zur aktu­el­len Ent­wick­lung der Streik­be­we­gung im Iran auch vier wei­te­re aktu­el­le Mel­dun­gen, inklu­si­ve eines Streik­vi­de­os:

  • „Third day of oil and petro­che­mi­cal workers’ strikes“ am 03. August 2020 bei der SZAC externer Link berich­tet eben­falls von der Ent­wick­lung der aktu­el­len Streik­be­we­gung und unter­streicht dabei ins­be­son­de­re die Betei­li­gung der Ölar­bei­ter der „frei­en Wirt­schafts­zo­ne“ in Qeshm, die – wie die Bezeich­nung auch in ande­ren kapi­ta­lis­ti­schen Län­dern nahe legt – unter beson­ders üblen Bedin­gun­gen unter­neh­me­ri­scher Will­kür arbei­ten müs­sen.

Der Bei­trag Streik­wel­le im Iran: Zehn­tau­sen­de Zeit­ar­bei­ter bestrei­ken Öl- und Gas­fel­der erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

Read More