[gG:] Athen: Erklärung zum Angriff auf die Metro Station Petralona

(Ori­gi­nal: Indy­m­e­dia Athen bzw. Act for Free )

Die Zer­stö­rung eines Bahn­hofs für den Tod eines 20 Jah­re alten Spray­ers

Eine graue Stadt und neb­li­ge Züge fah­ren um die städ­ti­sche Metro­po­le Athen her­um, aber in die­ser Stadt gibt es Ein­zel­per­so­nen und Grup­pen, die die­se täg­li­che Wie­der­ho­lung nicht ertra­gen kön­nen und sich auf ihren grau­en und ver­rot­te­ten Wän­den und Zügen aus­drü­cken wol­len und dabei ein grö­ße­res Risi­ko ein­ge­hen, um ihre Bot­schaft in der gan­zen Stadt zu ver­brei­ten. Graf­fi­ti wur­de von der Gesell­schaft als Gan­zes nicht immer akzep­tiert, und der Staat betrach­tet das als Feind, der das, was sie für ein euro­päi­sches Stadt­mo­dell sau­ber haben wol­len, beschmutzt. Dies wird aus der ver­ba­len Atta­cke eines „respek­ta­blen“ Bür­gers des so genann­ten „Ruf­fia­nou“ deut­lich, der dich bedroht, indem er die Poli­zei ruft und oft kör­per­li­che Gewalt anwen­det.

Von der Ver­fol­gungs­jagd der Sicher­heits­kräf­te auf den Schie­nen bis zu den öffent­li­chen Posi­tio­nen von Poli­ti­kern, sie­he Bakoyan­nis (Bür­ger­meis­ter von Athen), wo er im Rah­men der Poli­tik der Agen­da für die Gen­tri­fi­zie­rung des Zen­trums, die­sen Men­schen den Krieg erklär­te. Das Malen an einer Wand, in einem Zug ist das Bedürf­nis, sich in der Öffent­lich­keit aus­zu­drü­cken, d.h. sie erlau­ben es einem nicht, sich offen aus­zu­drü­cken, denn wenn es etwas ande­res ist als das, was sie sagen, wirst du unter­drückt, und das ist ein erwie­se­nes Phä­no­men der Ankla­ge, sie wer­den dich vor Gericht brin­gen, weil du eine ein­fa­che Brü­cke bemalt hast.

Von 2008 bis heu­te zäh­len wir für ein ein­fa­ches Gemäl­de 5 Todes­fäl­le jun­ger Men­schen durch die Elek­tri­zi­tät der Schie­nen, auf­grund der Will­kür der Sicher­heits­kräf­te, die sich nicht an ihre Vor­schrif­ten hal­ten und beschlie­ßen, die Hel­den ihres pri­va­ten Unter­neh­mens zu spie­len und für die­se Mor­de ver­ant­wort­lich zu sein. Der Begriff „Mord“ kommt daher, weil allen Fäl­len eines gemein­sam ist. Nach­dem sie auf gefähr­li­chen Schie­nen gejagt wur­den, ohne dass es zu einer Strom­ab­schal­tung gekom­men ist, und in der Panik, die man durch­lebt, um den Spit­zeln der „ESA“ und jeder ande­ren Sicher­heits­fir­ma zu ent­kom­men, trifft sie der Strom. Es sind nicht nur die­se Vor­fäl­le. Wir haben den Tod von Tha­na­sis Kanaou­tis durch einen Kon­trol­leur in Peris­te­ri unter den Rädern eines Bus­ses, die Ver­fol­gungs­jagd eines migran­ti­schen Stra­ßen­händ­lers auf den Glei­sen von This­sio, in deren Fol­ge er in den Strom des Bahn­hofs geriet, und die mehr­fa­chen ras­sis­ti­schen Angrif­fe gegen Immi­gran­ten, die die Öffent­li­chen als Haupt­ver­kehrs­mit­tel benut­zen, die vor einem Monat in der Ermor­dung eines 20-Jäh­ri­gen auf den Schie­nen der Metro­sta­ti­on Atti­ka gip­fel­ten, nach­dem er von Sicher­heits­leu­ten ver­folgt wor­den war.

Natür­lich gibt es bei all dem eine tadel­lo­se Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Poli­zei und den Sicher­heits­fir­men, was wir mit der Instal­la­ti­on der auto­ma­ti­schen Türen an den Ein­gän­gen der Bahn­hö­fe, der Sta­tio­nie­rung von Bul­len inner­halb der Bahn­hö­fe sehen, wo sie jede Bewe­gung von uns kon­trol­lie­ren. In all dem sehen wir den Zweck der Auf­recht­erhal­tung von Ord­nung und Sicher­heit und die Schaf­fung eines euro­päi­sier­ten Stadt­zen­trums, dass zur Errei­chung die­ses Zie­les viel­fäl­ti­ge ras­sis­ti­sche Pogro­me statt­fin­den lässt, die Ver­schie­bung von Dro­gen­ab­hän­gi­gen von Regi­on zu Regi­on, um sie als Mit­tel der Abwer­tung von Kiezen zu benut­zen, wo immer sie wol­len, die Zunah­me der Repres­sio­nen im gesam­ten Zen­trum, von der will­kür­li­chen Gewalt der DEL­TA-Grup­pen vor allem im Gebiet von Exar­chia bis hin zu den Schlä­gen gegen Migran­tIn­nen auf dem Vic­to­ria Squa­re und ihre Ver­brin­gung in Gefan­ge­nen­la­ger, Höl­len­lö­cher und sogar Depor­ta­tio­nen und all dies, sowie vie­les wei­te­re mit dem Zei­chen der Auf­wer­tung des Omo­nia-Plat­zes. Ihr Bemü­hen, alles zu unter­drü­cken, was außer­halb des gesetz­li­chen Rah­mens liegt, die Ein­rich­tung von lan­gen Spa­zier­we­gen und einer sau­be­ren und ste­ri­len Stadt.

All dies und noch viel mehr sind der Grund, so zu han­deln und zwar zu han­deln wie in Chi­le und Bra­si­li­en, wo die Ver­teue­rung des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs der Grund für Auf­stän­de war, denn in dem bereits bestehen­den Elend kön­nen wir „sau­be­re“ Städ­te und ste­ri­le Zen­tren für die rei­chen und ruhi­gen Bür­ger nicht ertra­gen. Wir wol­len Bür­ger­stei­ge vol­ler Stra­ßen­händ­le­rIn­nen, bun­te Züge und Mau­ern, über­all Haus­be­set­zun­gen und Räu­me des Kamp­fes.

In der Nacht vom 27. Juli ent­schie­den wir uns also zumin­dest dafür, die Metro Sta­ti­on Petra­lo­na wäh­rend der Öff­nungs­zei­ten anzu­grei­fen und zu zer­stö­ren, wobei wir beson­ders Zugangs­sper­ren und Auto­ma­ten zer­bra­chen, und um zu zei­gen, dass es kein wei­te­rer Tod war, der ohne eine Ant­wort ver­ge­hen wür­de.

PS: Wir dan­ken den Fahr­gäs­ten, die uns Zuspruch gaben und applau­dier­ten. Wir sind glück­lich, gemein­sam für eine län­ge­re Zeit, durch die­se Akti­on­die Bahn hier kos­ten­los nut­zen zu kön­nen.

Anar­chis­tIn­nen

FÜR EIN ENDE DER APATHIE

SAUBERE STÄDTE – NUR MIT SCHMUTZIGEM GEIST

SECURITIES NEHMT DIE HÄNDE VON DEN SPRAYE­RiN­NEN

SOLIDARITY WITH THE SQUATS

A CITY ON FIRE IS A FLOWER BLOOMING

MOVEMENT WITHOUT TICKETS FOR EVERYONE

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