[KgK:] [VIDEO] Rassistische Angriffe auf Indigene in Chile: Solidarität mit dem Kampf der Mapuche!

In der Nacht auf den 2. August grif­fen bewaff­ne­te Grup­pen im Süden Chi­les Indi­ge­ne an und zün­de­ten Stadt­ge­bäu­de an. Die­se waren von Mapu­ches besetzt wor­den, die für die Frei­las­sung poli­ti­scher Gefan­ge­ner kämp­fen, die sich seit mehr als 90 Tagen im Hun­ger­streik befin­den. In einer Soli­da­ri­täts­bot­schaft weist Robert Sams­tag von der Revo­lu­tio­nä­ren Inter­na­tio­na­lis­ti­schen Orga­ni­sa­ti­on (RIO) die­se ras­sis­tisch moti­vier­ten Angrif­fe zurück, die in Kom­pli­zen­schaft mit Poli­zei und Mili­tär began­gen wur­den, und soli­da­ri­siert sich mit dem Kampf der Mapu­che und ihren his­to­ri­schen For­de­run­gen.

Unter dem Video fin­det ihr den voll­stän­di­gen Rede­text:

Ras­sis­ti­sche Angrif­fe auf Indi­ge­ne in Chi­le: Soli­da­ri­tät mit dem Kampf der Mapu­che!

In der Nacht auf den 2. August grif­fen bewaff­ne­te Grup­pen im Süden Chi­les Mapu­che-Indi­ge­ne an und zün­de­ten Stadt­ge­bäu­de an. Die­se waren von Mapu­ches besetzt wor­den, die für die Frei­las­sung poli­ti­scher Gefan­ge­ner kämp­fen, die sich seit mehr als 90 Tagen im Hun­ger­streik befinden.Robert von der Revo­lu­tio­nä­ren Inter­na­tio­na­lis­ti­schen Orga­ni­sa­ti­on (RIO) weist die­se ras­sis­tisch moti­vier­ten Angrif­fe zurück, die in Kom­pli­zen­schaft mit Poli­zei und Mili­tär began­gen wur­den, und soli­da­ri­siert sich mit dem Kampf der Mapu­che und ihren his­to­ri­schen Forderungen.Für mehr Infor­ma­tio­nen auf Spa­nisch folgt der Schwes­ter­sei­te von Klas­se Gegen Klas­se, La Izquier­da Dia­rio Chi­le, die für einen Gene­ral­streik der Arbeiter*innen, Jugend­li­chen und Frau­en kämpft, um den staat­li­chen Ras­sis­mus, die Mili­ta­ri­sie­rung und Ver­fol­gung der Mapu­che und die rechts­ex­tre­me Gewalt zu been­den.

Slået op af Klas­se Gegen Klas­se i Tirs­dag den 11. august 2020

Hal­lo, ich bin Robert von der Revo­lu­tio­nä­ren Inter­na­tio­na­lis­ti­schen Orga­ni­sa­ti­on, die die Online-Zei­tung Klas­se Gegen Klas­se her­aus­gibt. Wir haben hier in Deutsch­land von den bru­ta­len ras­sis­ti­schen Angrif­fen gegen Mapu­ches gehört und ver­ur­tei­len die­se Angrif­fe aufs Schärfs­te und soli­da­ri­sie­ren uns mit dem Kampf der Mapu­ches.

Die­se hat­te meh­re­re Rat­häu­ser in der chi­le­ni­schen Regi­on La Araucanía besetzt, um sich mit dem Kampf der inhaf­tier­ten Mapu­ches zu soli­da­ri­sie­ren, die seit mehr als 90 Tagen im Hun­ger­streik sind und gegen ihre Inhaf­tie­rung durch die Piñe­ra-Regie­rung kämp­fen. Die­se Beset­zun­gen wur­den von bewaff­ne­ten Grup­pen in der Nacht auf den 2. August ange­grif­fen und in Brand gesetzt.
Die­se Grup­pen ste­hen in direk­ter Ver­bin­dung mit rechts­ex­tre­men Orga­ni­sa­tio­nen und den Großgrundbesitzer*innen der Regi­on, und wur­den von der Poli­zei und dem Mili­tär in ihren Angrif­fen gedeckt.
Die­se Großgrundbesitzer*innen und rech­ten Grup­pen im Süden Chi­les sind häu­fig auch Per­so­nen deut­scher Vor­fah­ren, die his­to­risch immer mit Rech­ten der Regi­on unter ande­rem auch mit der Mili­tär­dik­ta­tur von Augus­to Pino­chet in Ver­bin­dung stan­den.

Die­se ras­sis­ti­sche Gewalt gegen die Mapu­ches wird von der Poli­tik der Regie­rung von Sebas­tián Piñe­ra gestützt, im Inter­es­se der Forst­un­ter­neh­men das Gebiet mili­ta­ri­siert und das Mapu­che-Volk ter­ro­ri­siert.
Erst vor kur­zem ernann­te er mit Vic­tor Pérez Vare­la als neu­en Innen­mi­nis­ter einen beken­nen­den Pino­chet-Anhän­ger, der die Exis­tenz poli­ti­scher Gefan­ge­ner leug­ne­te, dir selbst von inter­na­tio­na­len NGOs wie Amnis­ty Inter­na­tio­nal aner­kannt und ange­klagt wird.

Des­halb war die Erin­ne­rung an den von der Poli­zei ermor­de­ten Mapu­che-Akti­vis­ten Cami­lo Catril­lan­ca und die Mapu­che-Fah­ne ein wich­ti­ger Bestand­teil der sozia­len Revol­te, die in Chi­le seit Okto­ber letz­ten Jah­res anhält und die Grund­fes­ten des neo­li­be­ra­len Kapi­ta­lis­mus und sei­ne ihm intrinsi­schen ras­sis­ti­schen Poli­zei­ge­walt infra­ge stellt.

Auch hier in Deutsch­land erle­ben wir wie es in den letz­ten Mona­ten eine Wel­le rechts­ex­tre­mer Gewalt gibt, die sich gegen Migrant*innen, Frau­en und lin­ke Aktivist*innen rich­tet und in direk­ter Ver­bin­dung mit den Repres­si­ons­or­ga­nen des Staa­tes wie der Poli­zei oder dem Ver­fas­sungs­schutz steht.
Doch vie­le jun­ge Men­schen, die sich in den Soli­da­ri­täts­be­we­gun­gen mit Black Lives Mat­ter oder der Kli­ma­be­we­gung von Fri­days for Future orga­ni­siert haben, stel­len sich gegen die­sen staat­li­chen Ras­sis­mus und die Poli­zei­ge­walt.
Auch in Chi­le sind drei Vier­tel der Bevöl­ke­rung für die Rück­ga­be der his­to­ri­schen Ter­ri­to­ri­en an die Mapu­ches.

Des­halb soli­da­ri­sie­ren wir uns hier aus Deutsch­land mit dem Kampf der Mapu­ches und ihren his­to­ri­schen For­de­run­gen nach Rechts auf Selbst­be­stim­mung.
Wir for­dern die Frei­las­sung des Machi Celesti­no und aller inhaf­tier­ten Mapu­ches und den­ken, dass nur ein gemein­sa­mer Kampf der Mapu­ches zusam­men mit den Arbeiter*innen, den Jugend­li­chen und den Frau­en im gan­zen Land, die in den letz­ten Mona­ten auf die Stra­ßen gegan­gen sind, dem Kapi­ta­lis­mus und damit auch dem Ras­sis­mus in Chi­le ein Ende set­zen kann.

Hoch die inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­tät!

Klas­se Gegen Klas­se