[labournet:] Tönnies enteignen: für Klima, Tier und Mensch

16.7.2020: Greenpeace-Protest am Fleischwerk Tönnies in Rheda“… Zwan­zig Jah­re ist es her, dass SPD-Kanz­ler Ger­hard Schrö­der die struk­tu­rel­len Pro­ble­me in der Tier­hal­tung lösen woll­te. Aus­lö­ser damals war eben­falls eine Seu­che: BSE, der „Rin­der­wahn“. (…) Wäh­rend zu Zei­ten Schrö­ders Fleisch noch impor­tiert wer­den muss­te, ist Deutsch­land nun fünft­größ­ter Fleisch­ex­por­teur der Welt, bei Schwei­ne­fleisch liegt es sogar auf Platz zwei. Die deut­sche Fleisch­in­dus­trie ist mitt­ler­wei­le ent­kop­pelt von ihrer eigent­li­chen Funk­ti­on, die Bevöl­ke­rung zu ver­sor­gen: 40 Pro­zent des Schwei­ne­fleischs wer­den expor­tiert. Dar­un­ter lei­den auch die Tie­re, denen in der Fleisch­in­dus­trie rou­ti­ne­mä­ßig Schmerz und Leid zuge­fügt wird, wie der Deut­sche Ethik­rat erst im Juni kri­ti­sier­te. Der Export­ori­en­tie­rung zum Opfer gefal­len sind auch die Arbeits­be­din­gun­gen. (…) Nicht zuletzt belas­tet das Geschäft mit der Tötung und Ver­ar­bei­tung von Tie­ren das Kli­ma. Ein Fünf­tel aller Treib­haus­gas­emis­sio­nen geht auf die welt­wei­te Tier­hal­tung zurück, die damit zu den wich­tigs­ten Ver­ur­sa­chern der glo­ba­len Erwär­mung zählt. (…) Die Rekom­mu­na­li­sie­rung der Fleisch­in­dus­trie könn­te sich an den kom­mu­na­len Schlacht­hö­fen ori­en­tie­ren, die es noch vor Jahr­zehn­ten über­all in West­deutsch­land gab. Sie fie­len vor allem in den 1970er und 1980er Jah­ren Pri­va­ti­sie­run­gen zum Opfer. In pri­va­ten Kon­zer­nen aber steht der Pro­fit grund­sätz­lich über dem All­ge­mein­in­ter­es­se. In Zei­ten des Kli­ma­wan­dels, der Seu­che und der Rück­be­sin­nung auf das Gemein­wohl liegt die Lösung doch auf der Hand: Tön­nies und Co. ent­eig­nen!Arti­kel von Sebas­ti­an Fried­rich vom 12.08.2020 beim Frei­tag online externer Link (Aus­ga­be 32/​2020)

Der Bei­trag Tön­nies ent­eig­nen: für Kli­ma, Tier und Mensch erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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