[perspektive:] Wirtschaftskrise: Media Markt und Saturn wollen 3.500 Stellen streichen

Bei Media Markt und Saturn sollen in den nächsten Jahren massiv Arbeitsplätze abgebaut werden. 3.500 Stellen und 14 Märkte stehen vor dem Aus. Dahinter steht eine Umstrukturierung des Konzerns.

Wie der Mehr­heits­eig­ner „Ceco­no­my“ nach einer Auf­sichts­rats­sit­zung mit­teil­te, sol­len vor­wie­gend im euro­päi­schen Aus­land 3.500 der 45.000 Voll­zeit­stel­len der Elek­tronik­han­dels­ket­ten Media Markt und Saturn gestri­chen wer­den.

Auch 14 Märk­te ste­hen vor der Schlie­ßung. Die­se Zahl könn­te jedoch noch stei­gen. Die Plä­ne wer­den außer­dem durch den Min­der­heits­ak­tio­när Con­ver­gen­ta Invest“ unter­stützt.
Die Plä­ne des Kon­zerns sol­len inner­halb der nächs­ten zwei bis drei Jah­re umge­setzt wer­den.

Als Grund dafür wird unter ande­rem der mas­si­ve Kon­kur­renz­druck durch Online­händ­ler wie Ama­zon genannt, mit dem schon zuvor Stel­len­strei­chun­gen gerecht­fer­tigt wor­den waren. Er habe sich außer­dem wäh­rend der Coro­na-Kri­se durch behörd­lich ange­ord­ne­te Schlie­ßun­gen der Filia­len des Kon­zerns noch ein­mal ver­schärft. Im zwei­ten Quar­tal des Jah­res wur­de ein Ver­lust von 309 Mil­lio­nen Euro ver­zeich­net.

Die Lösung sieht das Unter­neh­men in einer – gera­de in Wirt­schafts­kri­sen belieb­ten – Spar­kur. Dazu zäh­len unter ande­rem Stel­len­strei­chun­gen und Markt­schlie­ßun­gen. Außer­dem sol­len euro­pa­weit Abläu­fe und Pro­zes­se stan­dar­di­siert wer­den. Auch die Füh­rungs­struk­tu­ren sol­len ver­ein­heit­licht wer­den.

Mit die­sem Umbau des Unter­neh­mens wer­den Ein­spa­run­gen von 100 Mil­lio­nen Euro erwar­tet, die ab dem Geschäfts­jahr 2022/​23 grei­fen sol­len. Jetzt bringt er erst ein­mal Kos­ten mit sich: 180 Mil­lio­nen Euro für den Kon­zern und die Exis­ten­zen tau­sen­der Arbei­te­rIn­nen.

Der Bei­trag Wirt­schafts­kri­se: Media Markt und Saturn wol­len 3.500 Stel­len strei­chen erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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