[IL:] Mit deutschen Waffen: Krieg in Kurdistan

Info-Ver­an­stal­tung über die aktu­el­le Lage in Kur­di­stan und deut­sche Rüs­tungs­ex­por­te in die Tür­kei

Die Tür­kei führt in Kur­di­stan gegen­wär­tig einen Krieg an meh­re­ren Fron­ten gleich­zei­tig. Seit Mit­te Juni führt die tür­ki­sche Armee nun auch eine Luft­lan­de-Boden­of­fen­si­ve in Süd­kur­di­stan (Nord­irak). Neben den Qen­dîl-Ber­gen, in denen sich neben PKK-Camps auch von Zivilist*innen bewohn­te Dör­fer befin­den, gehö­ren auch das Geflüch­te­ten­camp Mach­mur (kurd. Mex­mûr) und die von der Reli­gi­ons­ge­mein­schaft der Ezid*innen bewohn­te Sind­schar-Regi­on (kurd. Şen­gal) zu den Angriffs­zie­len der tür­ki­schen Armee. In Roja­va (Nord­sy­ri­en) wur­den im Rah­men meh­rer völ­ker­rechts­wid­ri­ger Besat­zungs­ope­ra­tio­nen das nord­sy­ri­schen Kan­tons Efrîn 2018 sowie Girê Spî (Tall Abyad) und Serê Kanîyê (Ras al-Ain) im Okto­ber 2019 besetzt.

Der aktu­el­le Völ­ker­rechts­bruch der Tür­kei in Süd­kur­di­stan und Roja­va erregt prak­tisch kei­ne Auf­merk­sam­keit. Es gibt weder Sank­tio­nen, geschwei­ge denn ernst­haf­te und schar­fe Ver­ur­tei­lun­gen etwa durch die EU. Auch die deut­sche Regie­rung schweigt. Und wie immer ver­dient die deut­sche Rüs­tungs­in­dus­trie kräf­tig mit.

Eine Ver­tre­te­rin von Cenî (Kur­di­sches Frau­en­bü­ro für den Frie­den) und ein Mit­ar­bei­ter von Civa­ka Azad (Kur­di­sches Zen­trum für Öffent­lich­keits­ar­beit) berich­ten über die lau­fen­de Mili­tär­ope­ra­ti­on im Nord­irak, die aktu­el­le Situa­ti­on in Roja­va, den Wider­stand der kur­di­schen Frei­heits­be­we­gung sowie die zwei­fel­haf­te Rol­le der deut­schen Regie­rung. Außer­dem gibt es Infos zur Umge­hung von Export­be­schrän­kun­gen durch die deut­sche Rüs­tungs­in­dus­trie vom Bünd­nis Rhein­me­tall Ent­waff­nen.

Rhein­me­tall Ent­waff­nen

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