[KgK:] Zur Aktualität des Übergangs­programms

Der fol­gen­de Text erschien am 21. August 2012 als Vor­wort zur Neu­aus­ga­be des „Über­gangs­pro­gramms“ von Leo Trotz­ki. Damals haben wir von RIO eini­ge zen­tra­le Tex­te von Leo Trotz­ki in Bro­schü­ren­form neu ver­öf­fent­licht. Seit 2012 hat sich die Ein­schät­zung, dass wir in einer Epo­che von „Kri­sen, Krie­gen und Revo­lu­tio­nen“ leben, immer wie­der neu bestä­tigt. Die Schluss­fol­ge­run­gen, die wir im fol­gen­den Text zie­hen, haben heu­te, 80 Jah­re nach der Ermor­dung Leo Trotz­kis und am Beginn der mög­li­cher­wei­se größ­ten Kri­se des Kapi­ta­lis­mus in sei­ner Geschich­te, vol­le Gül­tig­keit. Die Rebel­lio­nen der ver­gan­ge­nen Mona­te zei­gen in aller Deut­lich­keit die Not­wen­dig­keit des Wie­der­auf­baus der IV. Inter­na­tio­na­le auf.

War­um brin­gen wir das pro­gram­ma­ti­sche Mani­fest der IV. Inter­na­tio­na­le, „Die Todes­ago­nie des Kapi­ta­lis­mus und die Auf­ga­ben der IV. Inter­na­tio­na­le“, fast 75 Jah­re nach sei­nem Erschei­nen neu her­aus? Wel­che Bedeu­tung hat die­ses Doku­ment, bes­ser bekannt unter sei­nem Kurz­na­men „Über­gangs­pro­gramm“, heu­te noch als Hand­lungs­an­lei­tung für revo­lu­tio­nä­re Mar­xis­tIn­nen?

Das Über­gangs­pro­gramm steht – kurz vor dem Zwei­ten Welt­krieg – am Ende einer Peri­ode der ver­schärf­ten Klas­sen­aus­ein­an­der­set­zun­gen, die die Zeit seit Beginn des Ers­ten Welt­krie­ges, und ins­be­son­de­re seit dem Aus­bruch der Welt­wirt­schafts­kri­se 1929, geprägt haben. Die Erfah­run­gen, die die welt­wei­te Arbei­te­rIn­nen­klas­se seit der Okto­ber­re­vo­lu­ti­on 1917 machen konn­te – pro­le­ta­ri­sche Revo­lu­ti­on in Russ­land, sta­li­nis­ti­sche Dege­ne­ra­ti­on der Sowjet­uni­on, revo­lu­tio­nä­re Erfah­run­gen in der kolo­ni­sier­ten Welt mit der Chi­ne­si­schen Revo­lu­ti­on ab 1925, der Kampf gegen den Faschis­mus in meh­re­ren euro­päi­schen Län­dern – ermög­lich­ten die his­to­ri­sche und pro­gram­ma­ti­sche Erwei­te­rung des Mar­xis­mus, wie es kei­ne ande­re his­to­ri­sche Peri­ode vor­her ver­moch­te.

Die­ses revo­lu­tio­nä­re Erbe droh­te jedoch mit der voll­stän­di­gen Durch­set­zung des Sta­li­nis­mus – die büro­kra­ti­sche Reak­ti­on auf der Grund­la­ge der Revo­lu­ti­on – und sei­ner phy­si­schen Ver­nich­tungs­kam­pa­gne gegen die “alte Gar­de” der Revo­lu­tio­nä­rIn­nen; mit dem Auf­stieg des Faschis­mus und der kom­plet­ten Zer­schla­gung der Arbei­te­rIn­nen­be­we­gung in ver­schie­de­nen Län­dern; und mit der unmit­tel­bar bevor­ste­hen­den Gefahr des Zwei­ten Welt­krie­ges, wel­che Dut­zen­den Mil­lio­nen von Arbei­te­rIn­nen und den bes­ten Köp­fen des revo­lu­tio­nä­ren Mar­xis­mus das Leben kos­ten soll­te, im Sog der Geschich­te ver­lo­ren zu gehen.

Vor die­sem Hin­ter­grund ent­schied sich die Bewe­gung für die IV. Inter­na­tio­na­le unter Füh­rung von Leo Trotz­ki, einem der letz­ten Bol­sche­wi­ki der Okto­ber­re­vo­lu­ti­on, für die Grün­dung der IV. Inter­na­tio­na­le, um das pro­gram­ma­ti­sche Erbe der Arbei­te­rIn­nen­klas­se vor der Ver­nich­tung zu ret­ten. Der Trotz­ki-Bio­graph Isaac Deut­scher belä­chel­te den Ver­such, eine im dama­li­gen Ver­gleich mit kaum mehr als 5.000 Mit­glie­dern ver­schwin­dend klei­ne inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­ti­on auf­zu­bau­en, doch die her­an­rü­cken­de Kata­stro­phe erfor­der­te die erneu­te Kris­tal­li­sie­rung der Erfah­run­gen des revo­lu­tio­nä­ren Mar­xis­mus, damit die­se nicht zwi­schen Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern, Schau­pro­zes­sen und Auf­trags­mor­den ver­lo­ren gehen wür­den.

Die his­to­ri­sche Situa­ti­on, in der das Über­gangs­pro­gramm ver­fasst wur­de, ist die Epo­che des Impe­ria­lis­mus, in der die gesell­schaft­li­chen Wider­sprü­che in Form von „Kri­sen, Krie­gen und Revo­lu­tio­nen“ (Lenin) immer wie­der auf die Spit­ze getrie­ben wer­den. In die­ser Epo­che der ver­schärf­ten Wider­sprü­che sind plötz­li­che Wen­dun­gen der Situa­ti­on auf der Basis der Kräf­te­ver­hält­nis­se zwi­schen den Klas­sen mög­lich. Für die impe­ria­lis­ti­sche Epo­che ist es cha­rak­te­ris­tisch, dass „Über­gangs­si­tua­tio­nen“ ent­ste­hen, die weder rei­ne kon­ter­re­vo­lu­tio­nä­re noch rei­ne revo­lu­tio­nä­re Situa­tio­nen sind, son­dern eben Über­gän­ge zwi­schen bei­den bil­den. Nach 30 Jah­ren des Nach­kriegs-Booms und wei­te­ren 30 Jah­ren der ”Bür­ger­li­chen Restau­ra­ti­on” zeigt uns die aktu­el­le Welt­wirt­schafts­kri­se seit 2007/​8, deren momen­ta­nes Epi­zen­trum die Kri­se der Euro­zo­ne ist, dass die Epo­che des Impe­ria­lis­mus noch nicht vor­bei ist.

Gleich­zei­tig mit der Ver­schär­fung der objek­ti­ven Situa­ti­on ist klar, dass das Bewusst­sein der Arbei­te­rIn­nen­klas­se – nach drei Jahr­zehn­ten bür­ger­li­cher Restau­ra­ti­on und der Durch­set­zung der neo­li­be­ra­len Paro­le “Es gibt kei­ne Alter­na­ti­ve” – sich auf einem deut­lich nied­ri­ge­ren Stand befin­det als zu den Zei­ten des Über­gangs­pro­gramms. Die von Trotz­ki kon­sta­tier­te „Kri­se der pro­le­ta­ri­schen Füh­rung“, die ver­hin­der­te, dass sich die Mas­sen in Rich­tung der Revo­lu­ti­on ent­wi­ckeln konn­ten, ver­tief­te sich zu einer Kri­se der pro­le­ta­ri­schen Sub­jek­ti­vi­tät, die über Jahr­zehn­te hin­weg die Mög­lich­keit oder gar Not­wen­dig­keit des Kamp­fes in Fra­ge stell­te. Dies führ­te zu einem unglaub­li­chen Ver­lust der akku­mu­lier­ten Kampf­erfah­run­gen der Arbei­te­rIn­nen­klas­se. Doch die­ser Pro­zess beginnt sich durch die aktu­el­le Welt­wirt­schafts­kri­se wie­der umzu­keh­ren.

Lang­sam ent­wi­ckeln sich wie­der Erfah­run­gen des Kamp­fes, Erfah­run­gen der eige­nen Stär­ke. Die ein­drucks­volls­ten Bei­spie­le davon sind der Ara­bi­sche Früh­ling und die euro­päi­sche Kri­se, ins­be­son­de­re in Grie­chen­land, Spa­ni­en, Ita­li­en und Por­tu­gal. Die anfäng­li­chen Kampf­erfah­run­gen zei­gen das gro­ße Poten­ti­al der Arbei­te­rIn­nen­klas­se und die Abschwä­chung der Bin­dun­gen an die tra­di­tio­nel­len refor­mis­ti­schen Par­tei­en – doch dies hat noch nicht zur Her­aus­bil­dung einer tat­säch­li­chen revo­lu­tio­nä­ren Alter­na­ti­ve geführt.

So konn­te der Ara­bi­sche Früh­ling, des­sen fort­ge­schrit­tens­te Aus­prä­gung sich in Ägyp­ten ent­wi­ckel­te, trotz mas­sen­haf­ter Pro­tes­te und Zusam­men­stö­ßen mit dem Staats­ap­pa­rat kei­ne grund­le­gen­de Umwäl­zung der Gesell­schaft durch­set­zen. Die „Demo­kra­ti­sie­rung“ Muba­rak-Ägyp­tens ist so schnell ste­cken geblie­ben, wie sie begon­nen hat­te, weil die halb­ko­lo­nia­len Eigen­tums­ver­hält­nis­se nicht ange­tas­tet wur­den. In Grie­chen­land, Spa­ni­en, Por­tu­gal, Ita­li­en usw. wer­den die Arbei­te­rIn­nen, Jugend­li­chen und armen Mas­sen zer­quetscht von den Spar­pro­gram­men der von Ange­la Mer­kel geführ­ten Troi­ka. Das bedeu­tet Elend und mas­si­ve mate­ri­el­le Ver­schlech­te­run­gen für die Mehr­heit der Bevöl­ke­rung. In die­ser Situa­ti­on rei­chen selbst links­re­for­mis­ti­sche Per­spek­ti­ven der Umwand­lung der EU in Rich­tung eines „soli­da­ri­schen Euro­pa“ viel zu kurz, denn sie las­sen die Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nis­se unan­ge­tas­tet: Die ein­zi­ge Alter­na­ti­ve zur wei­te­ren Ver­elen­dung der Mas­sen besteht in der Über­win­dung der kapi­ta­lis­ti­schen Pro­duk­ti­ons­ver­hält­nis­se, was nur als Teil des Kamp­fes für die Ver­ei­nig­ten Sozia­lis­ti­schen Staa­ten von Euro­pa durch­ge­setzt wer­den kann.

So unter­schied­lich die Situa­tio­nen in Ägyp­ten und Euro­pa sein mögen, so ähn­lich ist doch ihre grund­le­gen­de Schwä­che: Es gibt kei­ne revo­lu­tio­nä­re Par­tei, die die begin­nen­den Kampf­erfah­run­gen der Mas­sen in Rich­tung der sozia­lis­ti­schen Revo­lu­ti­on len­ken könn­te. Und so besteht die Gefahr, dass der sich for­mie­ren­de Wider­stand nicht über das Sta­di­um von ver­ein­zel­ten Aktio­nen oder von ein­drucks­vol­len, aber ange­sichts einer feh­len­den Stra­te­gie unge­fähr­li­chen Macht­de­mons­tra­tio­nen hin­aus gelangt, und die­se Aktio­nen wie­der zu Apa­thie, Demo­ra­li­sie­rung und somit zu refor­mis­ti­schen oder gar reak­tio­nä­ren Illu­sio­nen füh­ren, wie wir es heu­te in Grie­chen­land – und nicht nur dort – beob­ach­ten kön­nen, wo die Faschis­tIn­nen zu einem Anzie­hungs­pol für ent­täusch­te Sek­to­ren wer­den.

Hier­aus ergibt sich für uns von der Trotz­kis­ti­schen Frak­ti­on – Vier­te Inter­na­tio­na­le (FT-CI) die Aktua­li­tät und Not­wen­dig­keit des Über­gangs­pro­gramms. Denn die Cha­rak­te­ris­tik der Epo­che von Kri­sen, Krie­gen und Revo­lu­tio­nen besteht dar­in, dass die Zuspit­zung der gesell­schaft­li­chen Wider­sprü­che das Pro­gramm der sozia­lis­ti­schen Revo­lu­ti­on zu einer abso­lu­ten Not­wen­dig­keit für das Über­le­ben der Arbei­te­rIn­nen­be­we­gung macht. Gleich­zei­tig kommt das Bewusst­sein der Mas­sen in der aktu­el­len Situa­ti­on aber kaum über ein defä­tis­ti­sches Mini­mal­pro­gramm hin­aus. An die­sem Punkt will das Über­gangs­pro­gramm anset­zen. Es ist kei­ne Zau­ber­for­mel, wel­che auf jede kon­kre­te Situa­ti­on die pas­sen­de kon­kre­te Ant­wort hat. Das Über­gangs­pro­gramm ist aber ein pro­gram­ma­ti­sches Mani­fest, des­sen inhalt­li­cher Kern aber die Metho­de zur Vor­be­rei­tung der Mas­sen auf die Mach­te­robe­rung ist. Ent­schei­dend sind hier­bei zwei Punk­te: Die Her­aus­bil­dung eines revo­lu­tio­nä­ren Mas­sen­be­wusst­seins und die Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on der Arbei­te­rIn­nen, gip­felnd in einer revo­lu­tio­nä­ren Par­tei der Avant­gar­de der Klas­se.

Um aber ein revo­lu­tio­nä­res Bewusst­sein ent­wi­ckeln zu kön­nen, muss die Arbei­te­rIn­nen­klas­se prak­ti­sche Erfah­run­gen sam­meln. Die­se Erfah­run­gen in Kämp­fen um Mini­mal­for­de­run­gen kön­nen aber – durch die objek­ti­ve Situa­ti­on der kapi­ta­lis­ti­schen Kri­se – von einer revo­lu­tio­nä­ren Kraft über sich hin­aus getrie­ben wer­den, in dem die Arbei­te­rIn­nen sich unab­hän­gig von allen Flü­geln der Bour­geoi­sie und ihren büro­kra­ti­schen Agen­tIn­nen in der Arbei­te­rIn­nen­be­we­gung orga­ni­sie­ren.

Wich­tig hier­bei ist vor allem, dass das Bewusst­sein – ähn­lich wie die objek­ti­ve Situa­ti­on – Über­gangs­er­schei­nun­gen und Mög­lich­kei­ten für Sprün­ge und Brü­che auf­weist. In der Tat, der Kampf für den Sozia­lis­mus, ver­stan­den als die “revo­lu­tio­nä­re Dik­ta­tur des Pro­le­ta­ri­ats” (Marx) und nicht eines ver­wäs­ser­ten „demo­kra­ti­schen Sozia­lis­mus“ auf der Grund­la­ge des Pri­vat­ei­gen­tums, wie etwa von der Links­par­tei pro­pa­giert wird, erfor­dert einen Bruch mit der herr­schen­den Logik und den herr­schen­den Insti­tu­tio­nen. Die­ser Bruch kann nur durch die Ver­bin­dung des revo­lu­tio­nä­ren Ziels mit den Erfah­run­gen der Selbst­or­ga­ni­sie­rung in den tag­täg­li­chen Kämp­fen vor sich gehen. Dies ist die Essenz des Über­gangs­pro­gramms.

Das Über­gangs­pro­gramm will – basie­rend auf der Über­zeu­gung, dass die sozia­lis­ti­sche Revo­lu­ti­on nur durch die Mobi­li­sie­rung der bewuss­ten Mas­sen funk­tio­nie­ren kann – die Ele­men­te der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on der Arbei­te­rIn­nen­klas­se ent­wi­ckeln, die letzt­lich in einem Sys­tem der Sowjets (zu deutsch: Räte) gip­feln, die die Basis der Ent­ste­hung von Dop­pel­macht zum Sturz des bür­ger­li­chen Staa­tes sind. Wir von RIO und der FT-CI hal­ten die­se Ele­men­te der Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on für die fun­da­men­ta­le Vor­aus­set­zung der Wie­der­erlan­gung der pro­le­ta­ri­schen Sub­jek­ti­vi­tät. Daher nen­nen wir unse­re Vor­stel­lung eine „sowje­ti­sche Stra­te­gie“:

Aller­dings reicht die Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on der Mas­sen an sich nicht aus, da sie sich nicht not­wen­di­ger­wei­se eine ver­ein­heit­lich­te Stra­te­gie und ein revo­lu­tio­nä­res Pro­gramm stützt. Die demo­kra­ti­sche Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on der Mas­sen ist ein Ansatz zur Bekämp­fung der jet­zi­gen refor­mis­ti­schen Füh­rung der Arbei­te­rIn­nen­klas­se, aber nur der Auf­bau einer revo­lu­tio­nä­ren Par­tei mit einer kohä­ren­ten Stra­te­gie der Mach­te­robe­rung kann die revo­lu­tio­nä­re Klas­se zum Sieg füh­ren. Daher ver­sucht das Über­gangs­pro­gramm, nicht nur die Mas­sen für Über­gangs­for­de­run­gen zu mobi­li­sie­ren, son­dern mit­tels die­ser For­de­run­gen die stra­te­gi­sche Fra­ge der Revo­lu­ti­on auf die Tages­ord­nung zu set­zen und eine revo­lu­tio­nä­re Par­tei auf­zu­bau­en, die die gemach­ten Erfah­run­gen syn­the­ti­sie­ren und mit der akku­mu­lier­ten Erfah­rung der Geschich­te der Arbei­te­rIn­nen­klas­se ver­bin­den kann. Die­ser Kampf ist letzt­lich ein Kampf für den Sturz der alten klas­sen­ver­söhn­le­ri­schen Füh­run­gen der Arbei­te­rIn­nen­klas­se und der Eta­blie­rung einer neu­en, die von allen Flü­geln der herr­schen­den Klas­se unab­hän­gig ist. Für die­se neue revo­lu­tio­nä­re Füh­rung der welt­wei­ten Arbei­te­rIn­nen­klas­se kämp­fen wir.

Für den Wie­der­auf­bau der IV. Inter­na­tio­na­le!

Wei­ter zu „Der Todes­kampf des Kapi­ta­lis­mus und die Auf­ga­ben der IV. Inter­na­tio­na­le“

Klas­se Gegen Klas­se