[EMRAWI:] LVT ermittelt mal wieder

Wenn du eine Ladung bekom­men hast, mel­de dich beim Rechts­in­fo­kol­lek­tiv oder der Roten Hil­fe Wien.

Auf­grund der poli­ti­schen Schlag­sei­te der Behör­den und der Erfah­run­gen der letz­ten Jah­re hal­ten wir es für wahr­schein­lich, dass die Poli­zei auch oder vor allem gegen Lin­ke ermit­telt. Um der Gefahr einer Selbst­be­las­tung zu ent­ge­hen, hal­ten wir es daher für sinn­voll, auch als Zeug_​in die Aus­sa­ge zu ver­wei­gern.

hier die Pres­se­aus­sen­dung, der SJ Wien, vom 9.3.20:

Wien (OTS) – Ges­tern wur­de eine Ver­teil-Akti­on der Sozia­lis­ti­schen Jugend Wien, die zum heu­ti­gen Frau­en­kampf­tag mobi­li­sier­te, im Res­sel­park von bewaff­ne­ten Rechts­ex­tre­men ange­grif­fen. Die Rechts­ex­tre­men waren am Weg zu ihrer Kund­ge­bung vor der grie­chi­schen Bot­schaft und mach­ten bei unse­rem Akti­ons­stand halt, um unse­re Akti­vis­tIn­nen zu bedro­hen und mit Pfef­fer­spray zu atta­ckie­ren. Die Poli­zei griff viel zu spät ein und schaff­te es nicht, die Sicher­heit bei unse­rer Ver­teil-Akti­on wie­der her­zu­stel­len. „Wir sind froh, dass auch ande­re Anti­fa­schis­tIn­nen vor Ort waren, die unse­re Akti­on als Sam­mel­punkt für einen Gegen­pro­test nutz­ten. Sie stell­ten sich dort zwi­schen unse­re Akti­vis­tIn­nen und die Angrei­fer, wo es die Poli­zei ver­säumt hat“, sagt Fio­na Her­zog, die Vor­sit­zen­de der Sozia­lis­ti­schen Jugend Wien.

„Was ges­tern pas­siert ist, ist auf jeden Fall eine neue Dimen­si­on an rechts­ex­tre­mer Gewalt“, erklärt Her­zog. „Die gesell­schafts­po­li­ti­schen Aktio­nen der Sozia­lis­ti­schen Jugend sind für jun­ge Men­schen ein Raum, um das ers­te Mal poli­tisch aktiv zu wer­den und sich in der Öffent­lich­keit für Anlie­gen ein­zu­set­zen, die ihnen wich­tig sind. Dass jun­ge Akti­vis­tIn­nen dabei offen von Rechts­ex­tre­men ange­grif­fen wer­den, ist eine scho­ckie­ren­de Ent­wick­lung, die wir so noch nie erle­ben muss­ten.“

„Wir bedan­ken uns an die­ser Stel­le auch für die Unter­stüt­zung und die Soli­da­ri­täts­be­kun­dun­gen, die uns ges­tern nach dem Vor­fall erreicht haben“, sagt Her­zog. „Für uns ist klar: In Wien darf kein Platz für mör­de­ri­sches Gedan­ken­gut sein, wir wer­den uns des­halb auch wei­ter­hin nicht von rechts­ex­tre­mer Gewalt ein­schüch­tern las­sen. Wir wer­den laut und ent­schie­den für Frau­en­rech­te und gegen Faschis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus auf­tre­ten.“

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