[labournet:] Der Unterschied zwischen der Justiz in Kanada und in der BRD beläuft sich auf: 16 Millionen Dollar. Schadensersatz – für die Opfer des Polizeikessels beim G20-Treffen in Toronto 2010

Protest gegen G20-Treffen in Toronto 2010Rund 24.000 Dol­lar Scha­dens­er­satz bekom­men jeder und jede, die beim Pro­test gegen die Orga­ni­sier­te Kri­mi­na­li­tät, dem G 20 Tref­fen in Toron­to 2010, von der kana­di­schen Poli­zei ein­ge­kes­selt wor­den waren – in einem ille­ga­len Akt der Poli­zei. Stun­den­lang hiel­ten sie unge­fähr 1.100 Men­schen im Kes­sel gefan­gen und das geht gar nicht, befand die kana­di­sche Jus­tiz im Sett­le­met-Ver­fah­ren. (Und jetzt kei­ne Hoff­nung auf­kom­men las­sen, Ham­burg kön­ne nach Kana­da aus­wan­dern…) Und bevor jetzt lin­ke Lese­rin­nen und Leser des Labour­Net Ger­ma­ny aus Kana­da (ja, die gibt es) uns dar­auf hin­wei­sen, dass auch in Kana­da die bür­ger­li­che Klas­sen­jus­tiz ihres Amtes wal­tet: Gehen wir von aus. Unter­schie­de im Fort­schrei­ten zum Poli­zei­staat gibt es aller­dings offen­sicht­lich schon – was weni­ger für die Men­schen in Kana­da wich­tig sein mag und mehr hier­zu­lan­de, spe­zi­ell für all jene, die so oft an die bun­des­re­pu­bli­ka­ni­sche Demo­kra­tie appel­lie­ren mögen. In dem Arti­kel „Toron­to poli­ce pay $16.5m to pro­tes­ters wrong­ful­ly held at 2010 G20 sum­mit“ von Tra­cy Lin­de­mann am 18. August 2020 im Guar­di­an externer Link wird die Ver­ein­ba­rung (das juris­ti­sche Instru­ment des „sett­le­ment“, das in Kana­da wie in den USA im Vor­feld von Pro­zes­sen exis­tiert) als his­to­risch bewer­tet – da die Poli­zei neben Scha­dens­er­satz auch zu einer ent­spre­chen­den öffent­li­chen Erklä­rung ver­pflich­tet wur­de (die sich bis­her mit ver­gleich­ba­ren Argu­men­ten wie hier­zu­lan­de recht­fer­tig­te – „bren­nen­de Autos“, „Mas­kier­te“ und ähn­li­che Vor­komm­nis­se – „wir muss­ten die Stadt wie­der unter Herr­schaft des Geset­zes brin­gen“ und wei­te­re Argu­men­te im Bil­d/­See­hofer/­Kret­sch­mann-Stil). Sie­he für Hin­ter­grün­de unse­re Berich­te zu Pro­tes­ten gegen G20-Gip­fel in Toron­to im Labour­Net-Archiv und die lau­fen­den Pro­zes­se (nicht gegen die Poli­zei) in Deutsch­land in unse­rem Dos­sier: Kommst Du mit ins Gefah­ren­ge­biet? Ham­burg: Gip­fel der G20 7./8. Juli 2017

Der Bei­trag Der Unter­schied zwi­schen der Jus­tiz in Kana­da und in der BRD beläuft sich auf: 16 Mil­lio­nen Dol­lar. Scha­dens­er­satz – für die Opfer des Poli­zei­kes­sels beim G20-Tref­fen in Toron­to 2010 erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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