[KgK:] [WORKSHOP] Arbeiterinnen in der ersten Reihe: Feminismus in der Coronakrise

Arbei­te­rin­nen stan­den in den letz­ten Mona­ten in der ers­ten Rei­he des Kamp­fes gegen das Coro­na-Virus – in Kli­ni­ken und Pfle­ge­hei­men, in der Rei­ni­gung, den Super­märk­ten und der Lebens­mit­tel­ver­sor­gung, aber auch Zuhau­se in der Betreu­ung von Kin­dern, die nun nicht mehr in Kitas und Schu­len kamen. Die Bedin­gun­gen, unter denen sie dabei arbei­ten müs­sen, sind kata­stro­phal: Wäh­rend es bei­spiels­wei­se für Reiserückkehrer*innen kos­ten­lo­se Tests gibt, gehen die Arbei­te­rin­nen all­zu oft leer aus. Beson­ders schlimm war dabei oft­mals die Situa­ti­on von Migran­tin­nen, zum Bei­spiel in der Ern­te wur­den kaum die not­wen­di­gen Hygie­ne­maß­nah­men ein­ge­hal­ten.

Und auch wenn es zwi­schen­zeit­lich so aus­ge­se­hen haben mag: Die Pan­de­mie ist noch nicht vor­bei, wäh­rend die ers­te Rei­he im Kampf gegen den Virus kei­ne bes­se­ren Arbeits­be­din­gun­gen bekom­men hat.

Gleich­zei­tig sind Arbei­te­rin­nen auch beson­ders stark von den sozia­len und wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen der Kri­se betrof­fen und sehen sich sexua­li­sier­ter Gewalt in der Fami­lie, Kün­di­gun­gen, Ent­las­sun­gen und immer mehr Stress bei der Arbeit aus­ge­setzt. Bei­spiels­wei­se bei der Kauf­haus­ket­te Kar­stadt, bei der im Zuge der Kri­se Schlie­ßun­gen und Mas­sen­ent­las­sun­gen statt­fin­den sol­len, sind beson­ders Frau­en betrof­fen, die sich nun auf Alters­ar­mut ein­stel­len kön­nen. Und gera­de in der Jugend arbei­ten die meis­ten unter pre­kä­ren Bedin­gun­gen, die nun mit der Kri­se immer pre­kä­rer wer­den.

Aber es gibt auch Hoff­nung: Gera­de die Jugend kämpft in vie­len Län­dern der Welt gegen Unter­drü­ckung, Aus­beu­tung und die Aus­wir­kun­gen der Kri­se, am sicht­bars­ten ist dies mit der Black Lives Mat­ter-Bewe­gung in den USA. Und die femi­nis­ti­sche Bewe­gung der letz­ten Jah­re hat wich­ti­ge Erfah­run­gen und Leh­ren für Frau­en auf der gan­zen Welt gelie­fert.

Wel­che femi­nis­ti­schen Ant­wor­ten kön­nen wir anknüp­fend dar­an heu­te auf die­se Kri­se geben? Wie schaf­fen wir es, dass Frau­en nicht nur in der ers­ten Rei­he gegen die Pan­de­mie kämp­fen, son­dern auch gegen die­se patri­ar­cha­len, ras­sis­ti­schen und aus­beu­te­ri­schen Ver­hält­nis­se? Dar­über wol­len wir in die­sem Work­shop dis­ku­tie­ren! Wir lesen dafür gemein­sam das inter­na­tio­na­le Mani­fest der sozia­lis­tisch-femi­nis­ti­schen Grup­pe Brot und Rosen, das anläss­lich der Coro­na-Kri­se in 14 Län­dern und auf 7 Spra­chen erschie­nen ist.

Der Work­shop (für alle Geschlech­ter) fin­det statt am Sonn­tag, 30. August, um 17 Uhr via Zoom. Du willst dabei sein? Dann schreib uns eine Nach­richt an brotundrosen@​klassegegenklasse.​org

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