[labournet:] Verkauf der Supermarktkette Real: Metro soll – so ver.di – Verantwortung für 32.000 Beschäftigte nach Lohnverzicht übernehmen

Dossier

Metro: Betriebsräte machen sich sehr schnell abhängig. Fangen Sie damit erst garnicht an!Im Zusam­men­hang mit dem Ver­kauf des SB Waren­hau­ses Real durch die Metro AG hat die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) hef­ti­ge Kri­tik am Manage­ment des Metro-Kon­zerns geübt. „Erst haben die Beschäf­tig­ten auf Lohn ver­zich­tet, um das Unter­neh­men zu ret­ten, dann hat das Unter­neh­men den bis dahin gül­ti­gen Tarif­ver­trag geschred­dert, und nun soll Real ver­kauft wer­den. Wir erwar­ten, dass die Metro AG wenigs­tens jetzt Ver­ant­wor­tung für die 32.000 Beschäf­tig­ten über­nimmt“, erklär­te Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger, ver.di Bun­des­vor­stands­mit­glied. „Fal­sche Ent­schei­dun­gen und Kon­zep­te des Manage­ments haben in der Ver­gan­gen­heit die Wert­hal­tig­keit des Unter­neh­mens mas­siv gefähr­det. Unser Inter­es­se ist es, dass Real als Gan­zes an ein seriö­ses Unter­neh­men ver­kauft wird, das ver­ant­wor­tungs­voll mit der Beleg­schaft umgeht“, so die Gewerk­schaf­te­rin. „Man muss kein Pro­phet sein um fest­zu­stel­len, dass der Real-Ver­kauf im Metro-Kon­zern anschei­nend schon lan­ge eine Rol­le spielt. In die­sem Zusam­men­hang sehen wir auch die kom­pro­miss­lo­se Alles-oder-Nichts-Stra­te­gie der Kon­zern­lei­tung bei den ver­gan­ge­nen Tarif­ver­hand­lun­gen. Die Kün­di­gung des Sanie­rungs­ta­rif­ver­tra­ges und damit der Beschäf­ti­gungs- und Stand­ort­si­che­rung stellt sich uns heu­te als Vor­be­rei­tung für den Ver­kauf des Unter­neh­mens dar“, so Nut­zen­ber­ger. Es rei­che nicht, „die Braut auf Kos­ten der Beschäf­tig­ten zum Ver­kauf auf­zu­hüb­schen.“ Die Betrof­fe­nen brauch­ten siche­re Arbeits­plät­ze und kei­ne Dum­ping­löh­ne“. Dass in SB-Waren­häu­sern die ver.di-Tarifverträge ein­ge­hal­ten wer­den, zeig­ten ande­re gro­ße Play­er der Bran­che. Es müs­se wie­der Ruhe bei Real ein­keh­ren, anstatt die Beschäf­tig­ten wei­ter zu gän­geln. „Mit einem neu­en Inves­tor, der eine moti­vier­te Beleg­schaft schätzt und auf eine siche­re Zukunft mit Tarif­ver­trä­gen setzt, kann das gelin­gen“, sag­te Nut­zen­ber­ger.“ Pres­se­mit­tei­lung von ver.di vom 14.09.2018 externer Link und umfang­rei­cher vei ver.di Han­del externer Link sowie zur Vor­ge­schich­te unser Dos­sier: Tarif­flucht von Real. Sie­he zum Ver­kauf:

  • Real fährt radi­ka­len Spar­kurs – befris­tet Beschäf­tig­te beson­ders betrof­fen New
    Der Super­markt-Ket­te real steht ein har­ter Spar­kurs bevor. Nach Infor­ma­tio­nen der Lebens­mit­tel­zei­tung will der neue Eigen­tü­mer, der rus­si­sche Inves­tor SCP, die Kos­ten um bis zu 350 Mil­lio­nen Euro pro Jahr sen­ken. Das Pro­gramm soll umge­setzt wer­den noch bevor vie­le der real-Filia­len wie geplant wei­ter­ver­kauft wer­den etwa an Kauf­land und Ede­ka. Auch wenn die Coro­na­kri­se real zuletzt mehr Umsatz ein­ge­bracht hat: Der rus­si­sche Eigen­tü­mer SCP rech­net den­noch mit anhal­ten­den Ver­lus­ten bei der Super­markt­ket­te. Des­we­gen soll jetzt auf die Kos­ten­brem­se getre­ten wer­den. Das wird dem Bericht zufol­ge ins­be­son­de­re die befris­tet Beschäf­tig­ten hart tref­fen. Die meis­ten Ver­trä­ge sol­len nicht ver­län­gert wer­den. (…) Die real-Beschäf­tig­ten sind laut Anga­ben der Gewerk­schaft zutiefst ver­un­si­chert. Sie wis­sen nicht, bei wem sie künf­tig arbei­ten wer­den, außer­dem sol­len rund 30 Märk­te dicht gemacht wer­den. Bereits bekannt sind Fili­al-Schlie­ßun­gen etwa in Bam­berg, Deg­gen­dorf und Augs­burg. In Bay­ern arbei­ten in 36 real-Filia­len der­zeit noch rund 3.600 Men­schen.” Bei­trag der Sen­dung Wirt­schaft kom­pakt vom 24.08.2020 beim BR externer Link
  • Real schließt noch vor Ver­kauf sie­ben Läden – 650 Mit­ar­bei­ter betrof­fen – ver.di appel­liert an die Erwer­ber von real 
    Die Super­markt­ket­te Real schließt noch vor dem Ver­kauf an den Inves­tor SCP sie­ben Filia­len – zwei davon in Nord­rhein-West­fa­len. Von der Schlie­ßung wären hun­der­te Beschäf­tig­te betrof­fen. Noch ist die Tin­te unter dem Kauf­ver­trag für die Super­markt­ket­te Real kaum getrock­net, da wird es ernst für die ers­ten Mit­ar­bei­ter des Unter­neh­mens. Bis spä­tes­tens Mit­te nächs­ten Jah­res sol­len nach Infor­ma­tio­nen der Deut­schen Pres­se-Agen­tur die sie­ben Geschäf­te in Bam­berg, Deg­gen­dorf, Augs­burg, Papen­burg, Rhei­ne, Bad Sobern­heim und in Wildau bei Ber­lin ihre Tore schlie­ßen. Ins­ge­samt sind davon 650 Beschäf­tig­te betrof­fen. Zuvor hat­ten Zei­tun­gen der Fun­ke-Grup­pe dar­über berich­tet. Die Schlie­ßun­gen sei­en mit den künf­ti­gen Real-Eigen­tü­mer, dem rus­si­schen Finanz­in­ves­tor SCP, bespro­chen, erfuhr dpa. (…) Bei der Gewerk­schaft Ver­di klin­geln ange­sichts der Situa­ti­on die Alarm­glo­cken. „Das ist ein bit­te­rer Tag für die Beschäf­tig­ten bei Real, und es sind wohl lei­der nicht die letz­ten schlech­ten Nach­rich­ten nach die­sem desas­trös geführ­ten Ver­kaufs­pro­zess“, bemerk­te Ver­di-Bun­des­vor­stands­mit­glied Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger am Mitt­woch. Sie hat­te am Vor­abend Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er (CDU) auf­ge­for­dert, end­lich aktiv zu wer­den und alle Betei­lig­ten an einen Tisch zu holen. „Es geht um 34.000 Men­schen mit ihren Fami­li­en, die nicht wis­sen, ob sie in einem Jahr noch Arbeit haben“, sag­te sie in Düs­sel­dorf. Hier sei die Bun­des­re­gie­rung gefor­dert. Die Gewerk­schaft sieht nach frü­he­ren Anga­ben im Zuge der Über­nah­me bis zu 10.000 Arbeits­plät­ze in Gefahr. Dabei geht es nicht nur um die 30 Filia­len, die geschlos­sen wer­den sol­len. Auch die Zukunft der Arbeits­plät­ze bei den 50 Filia­len, die als Real-Kern noch min­des­tens 24 Mona­te wei­ter­be­trie­ben wer­den sol­len, sei unge­wiss…” Mel­dung vom 04.03.2020 bei den Ruhr­nach­rich­ten online externer Link, sie­he dazu die “kämp­fe­ri­sche” Ansa­ge:
    • ver.di kri­ti­siert Fili­al­schlie­ßun­gen bei real
      “„Das ist ein bit­te­rer Tag für die Beschäf­tig­ten bei real und es sind wohl lei­der nicht die letz­ten schlech­ten Nach­rich­ten nach die­sem desas­trös geführ­ten Ver­kaufs­pro­zess“, kom­men­tiert Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger, Mit­glied im Bun­des­vor­stand der Ver­ein­ten Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di), die heu­te bekannt gewor­de­nen Schlie­ßun­gen von sie­ben real-Filia­len. Nut­zen­ber­ger for­der­te: „Wir erwar­ten, dass die Beschäf­tig­ten der Schließ­fi­lia­len alle nöti­ge Unter­stüt­zung bekom­men. Für die Beschäf­tig­ten und ihre Fami­li­en sind die heu­ti­gen Nach­rich­ten nie­der­schmet­ternd.“ Die Gewerk­schaf­te­rin beton­te: „Die Erwer­ber von real müs­sen alles tun, um die Zahl der Schließ­fi­lia­len klein zu hal­ten. Wir erwar­ten, dass die heu­te bekannt gewor­de­nen Schlie­ßun­gen nicht noch auf die ver­meint­lich 30 Fili­al­schlie­ßun­gen, die als Zahl kur­sie­ren, oben drauf­kom­men. Zudem for­dern wir von den Erwer­bern, dass sie den Über­gang bei real tarif­ver­trag­lich mit ver.di gestal­ten. Die Beschäf­tig­ten bei real brau­chen die Rück­kehr in die vol­le Tarif­bin­dung, sie brau­chen Sicher­heit für ihre Arbeits­plät­ze und exis­tenz­si­chern­de Ein­kom­men. Dafür muss sich end­lich auch vehe­men­ter die Poli­tik, etwa das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um, ein­set­zen. Es wäre ein Armuts­zeug­nis, wenn die Arbeits­plät­ze der vor allem weib­li­chen Beschäf­tig­ten im Ein­zel­han­del mal wie­der so viel weni­ger zäh­len als Arbeits­plät­ze in der Indus­trie.“ Pres­se­mit­tei­lung vom 04.03.2020 externer Link
  • Real-Ver­kauf „bit­te­rer Tag“ – ver.di kri­ti­siert Metro-Manage­ment und Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um – jetzt nach­hal­ti­ge Lösun­gen schaf­fen 
    “Den Ver­kauf der Super­markt­ket­te Real an die SCP Group hat die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) als „bit­te­ren Tag für die Real-Beschäf­tig­ten“ bezeich­net. „Das Metro-Manage­ment mit Olaf Koch an der Spit­ze lässt sich für die Ver­nich­tung von wahr­schein­lich mehr als 10.000 Arbeits­plät­zen fei­ern und das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um sieht taten­los zu, wie tau­sen­de Men­schen in die Arbeits­lo­sig­keit getrie­ben und Arbeits­be­din­gun­gen im Ein­zel­han­del geschlif­fen wer­den“, erklär­te ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger. „Der Metro-Kon­zern streicht 300 Mil­lio­nen ein, wäh­rend den Arbeits­lo­sen wie­der ein­mal auf Kos­ten der Gesamt­ge­sell­schaft gehol­fen wer­den muss“, sag­te die Gewerk­schaf­te­rin. Die Situa­ti­on bei Real hät­ten nicht die Beschäf­tig­ten, son­dern das Manage­ment her­bei­ge­führt. „An die sozia­le Ver­ant­wor­tung von Unter­neh­men kann man nur appel­lie­ren. Beim Metro-Kon­zern sehen wir sie der­zeit nicht. Jetzt kommt es auf die Erwer­ber an, Ver­ant­wor­tung für die 34.000 Beschäf­tig­ten und ihre Fami­li­en zu über­neh­men und mit ver.di trag­fä­hi­ge Lösun­gen für eine siche­re Zukunft zu fin­den. Die Über­nah­men müs­sen tarif­ver­trag­lich gestal­tet wer­den“, for­der­te Nut­zen­ber­ger.“ ver.di-Pressemitteilung vom 19.02.2020 externer Link, sie­he dazu auch:
    • „Real“ und die Arbeits­plät­ze von Frau­en: Sub­ven­tio­nen nur für Män­ner
      Ist das jetzt ein Skan­dal? Die Super­markt­ket­te Real wird ver­kauft, was 10.000 Arbeits­plät­ze gefähr­den könn­te, wie die Gewerk­schaf­ten war­nen. Doch nie­mand regt sich auf. Ganz anders ist es bei der Braun­koh­le: In den Tage­bau­en und Kraft­wer­ken arbei­ten noch 20.000 Men­schen – und ein Aus­stieg aus die­ser dre­cki­gen Ener­gie ließ sich poli­tisch erst durch­set­zen, nach­dem Sub­ven­tio­nen in Höhe von 40 Mil­li­ar­den Euro ver­spro­chen wur­den. In der Braun­koh­le ist also jeder gestri­che­ne Arbeits­platz zwei Mil­lio­nen Euro wert, wäh­rend bei Real kein Cent fließt. Da liegt der Ver­dacht nahe, dass das Geschlecht der Ange­stell­ten ent­schei­det. In der Braun­koh­le arbei­ten vor allem Män­ner, die sich zudem bes­tens in der Gewerk­schaft IG BCE ver­netzt haben. In den Super­märk­ten hin­ge­gen schuf­ten fast nur Frau­en, die meist nicht orga­ni­siert sind. Trotz­dem wäre es falsch, den Arbeits­plät­zen bei Real hin­ter­her­zu­trau­ern. Nie­mand pro­fi­tiert, wenn ver­lust­rei­che Fir­men künst­lich wei­ter exis­tie­ren. (…) Für Ange­stell­te ist es natür­lich bit­ter, wenn sie ihre Stel­le ver­lie­ren. Der rich­ti­ge Weg ist jedoch nicht, Plei­te­fir­men zu erhal­ten – son­dern Arbeits­lo­se gut abzu­si­chern. Struk­tur­wan­del muss mög­lich sein, darf aber nicht mit Hartz IV bestraft wer­den. Der deut­sche Sozi­al­staat ist eine Kata­stro­phe, aber zum Glück bahnt sich ein neu­er Trend an: Arbeits­kräf­te wer­den aller­or­ten knapp – der „Ver­grei­sung“ sei Dank. Auch Super­märk­te suchen drin­gend nach Per­so­nal, sodass vie­le Real-Mit­ar­bei­ter bald neue Stel­len fin­den dürf­ten. (…) Es ist drin­gend Zeit, Gleich­stel­lung ein­mal anders zu den­ken: Auch für Män­ner­do­mä­nen soll­te es kei­ne Sub­ven­tio­nen geben.” Kom­men­tar von Ulri­ke Herr­mann vom 19.2.2020 in der taz online externer Link
  • Metro-Chef: 30 Real-Läden schlie­ßen nach Ver­kauf 
    Rund 30 der noch bestehen­den 276 Real-Märk­te sol­len nach dem bevor­ste­hen­den Ver­kauf der Super­markt­ket­te an den Finanz­in­ves­tor SCP geschlos­sen wer­den. Das sag­te Olaf Koch, der Chef des Real-Mut­ter­kon­zerns Metro Bör­sen-Chart zei­gen , am Don­ners­tag in Düs­sel­dorf bei einer Tele­fon­kon­fe­renz zu den Zah­len des ers­ten Quar­tals. Der Mana­ger berich­te­te, die Ver­kaufs­ver­hand­lun­gen sei­en “sozu­sa­gen abge­schlos­sen”. Es sei geplant, dass die Gre­mi­en bei­der Unter­neh­men noch am Don­ners­tag ihre Zustim­mung zum aus­ge­han­del­ten Ver­trag geben. (…) Nach dem Ver­kauf soll die Super­markt­ket­te mit aktu­ell rund 34.000 Beschäf­ti­gen zer­schla­gen wer­den. Zwar wol­len die Käu­fer einen Kern von 50 Real-Märk­ten für min­des­tens 24 Mona­te wei­ter betrei­ben. Der größ­te Teil der Filia­len soll jedoch an ande­re Händ­ler wie Ede­ka oder Kauf­land ver­kauft wer­den. Von den neu­en Betrei­bern wer­de die Zusi­che­rung erwar­tet, Real-Mit­ar­bei­ter wei­ter zu beschäf­ti­gen, sag­te Koch. Filia­len ohne Zukunfts­per­spek­ti­ven sol­len geschlos­sen wer­den…” Agen­tur­mel­dung vom 13.02.2020 beim Mana­ger Maga­zin online externer Link, sie­he dazu:
    • Angriff auf Real-Beschäf­tig­te: Metro ist sich für Kon­zern­toch­ter mit Inves­to­ren han­dels­ei­nig
      “Der Ver­kauf der Super­markt­ket­te Real rückt in greif­ba­re Nähe. Der Mut­ter­kon­zern Metro hat sich mit einem Kon­sor­ti­um um den Finanz­in­ves­tor SCP und den Immo­bi­li­en­in­ves­tor X‑Bricks grund­sätz­lich über den Ver­kauf sei­ner Super­markt­toch­ter geei­nigt, wie Metro am Diens­tag mit­teil­te. (…) Nach dem Ver­kauf soll die Super­markt­ket­te mit 277 Märk­ten und rund 34.000 Beschäf­ti­gen zer­schla­gen wer­den. Zwar wol­len die Käu­fer einen »Kern von min­des­tens 50 Real-Märk­ten« für min­des­tens 24 Mona­te wei­ter betrei­ben, wie Koch schreibt. Der größ­te Teil der Filia­len soll jedoch an ande­re Händ­ler wie Ede­ka oder Kauf­land ver­kauft wer­den. »Die neu­en Betrei­ber wer­den ver­pflich­tet, die Real-Mit­ar­bei­ter auf der jewei­li­gen Flä­che zu über­neh­men«, gab Koch in sei­nem Brief an. Einer Rei­he von Stand­or­ten ohne über­zeu­gen­de wirt­schaft­li­che Per­spek­ti­ve droht aller­dings die Schlie­ßung. Die Käu­fer gin­gen aber davon aus, »dass die Zahl der zu schlie­ßen­den Stand­or­te unter 30 lie­gen wird«, schrieb Koch. Wo es betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen geben wird, soll Koch zufol­ge eine bereits Ende ver­gan­ge­nen Jah­res abge­schlos­se­ne Betriebs­ver­ein­ba­rung sozia­le Här­ten mil­dern. Sie sieht nach frü­he­ren Anga­ben des Betriebs­rats Abfin­dun­gen von maxi­mal zwölf bis 14 Monats­ge­häl­tern vor. Ver­di teil­te am Diens­tag mit, die Gewerk­schaft nut­ze »alle Mög­lich­kei­ten, um die Inter­es­sen der Real-Beschäf­tig­ten im Ver­kaufs­pro­zess zu ver­tre­ten und abzu­si­chern«. Es sei klar, dass an ers­ter Stel­le Metro und die Erwer­ber von Real in der Pflicht stün­den. »Wir blei­ben bei unse­ren For­de­run­gen, dass die Betei­lig­ten ihrer sozia­len Ver­ant­wor­tung gerecht wer­den und für eine nach­hal­ti­ge Beschäf­ti­gungs­si­che­rung sowie den Schutz durch Ver­di-Tarif­ver­trä­ge sor­gen.« Die Arbeit der Betriebs­rä­te müs­se gesi­chert wer­den, es dür­fe kei­ne Aus­glie­de­rung an selb­stän­di­ge Kauf­leu­te erfol­gen…“ dpa Mel­dung vom 12.02.2020 in der jun­gen Welt externer Link
  • Betriebs­rat warnt vor Kahl­schlag: 10.000 real-Jobs in Gefahr /​Gegen­wehr muss unmit­tel­bar orga­ni­siert wer­den
    “Bis Ende Janu­ar will der Han­dels­rie­se Metro die Super­markt­ket­te real an ein deutsch-rus­si­sches Kon­sor­ti­um ver­kau­fen. (…) Kurz vor dem geplan­ten Ver­kauf der Super­markt­ket­te real warnt der Gesamt­be­triebs­rats­vor­sit­zen­de Wer­ner Klock­haus vor einem Kahl­schlag beim Per­so­nal. “Der Gesamt­be­triebs­rat rech­net mit etwa 10.000 Arbeits­lo­sen”, sag­te Klock­haus in einem Inter­view mit der “Süd­deut­schen Zei­tung”. “Das heißt, fast jede drit­te Stel­le ist in aku­ter Gefahr. Es wird ein Dra­ma.” Die meis­ten Mit­ar­bei­ter wür­den laut Klock­haus durch Fili­al­schlie­ßun­gen ihre Stel­le ver­lie­ren. Er rech­ne damit, dass rund 50 Märk­te geschlos­sen wür­den. Bei 120 Mit­ar­bei­tern pro Markt ver­lö­ren allein dadurch 6000 Men­schen ihren Arbeits­platz. (…) Der­zeit beschäf­tigt real etwa 34.000 Mit­ar­bei­ter. (…) Der Plan des Kon­sor­ti­ums sieht aber auch den Ver­kauf und die Schlie­ßung von Filia­len der mit sin­ken­den Umsät­zen und Ver­lus­ten kämp­fen­den Ket­te vor. Klock­haus befürch­tet, dass die Käu­fer der wei­ter­ge­reich­ten Filia­len Abtei­lun­gen schlie­ßen könn­ten. Vor dem Aus stün­den auch die Zen­tral­ver­wal­tung in Düs­sel­dorf, die Logis­tik, Wer­bung und IT-Abtei­lung. “Nach dem Ver­kauf wird nichts mehr so sein, wie es war”, pro­phe­zeit Klock­haus, der auch stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Metro-Auf­sichts­rats ist. Er kri­ti­siert auch, dass die Bun­des­re­gie­rung die Ent­wick­lung untä­tig ver­fol­ge…” Mel­dung vom 14. Janu­ar 2020 bei tages​schau​.de externer Link , sie­he dazu:
    • Zeit der Angst bei Real. Arbeits­platz­ver­lust für 10.000 Beschäf­tig­te mög­lich: Ver­kauf der SB-Waren­haus­ket­te durch Mut­ter­kon­zern Metro rückt näher
      Seit über einem Jahr will das Han­dels­un­ter­neh­men Metro AG sei­ne SB-Waren­haus­toch­ter Real ver­kau­fen. Nun könn­te die Ver­äu­ße­rung an ein aus den Invest­ment­un­ter­neh­men »X‑Bricks« und »SCP Group« bestehen­des Kon­sor­ti­um bevor­ste­hen. Metro-Chef Olaf Koch hat­te bereits Mit­te Dezem­ber laut Mana­ger-Maga­zin online erklärt, er zweif­le nicht dar­an, Ende Janu­ar 2020 einen Kauf­ver­trag mit die­sem Bie­ter unter Dach und Fach zu haben. Nun warnt der Gesamt­be­triebs­rats­vor­sit­zen­de von Real, Wer­ner Klock­haus, vor einem mas­sen­haf­ten Arbeits­platz­ver­lust durch den Ver­kauf. In einem Inter­view mit der Süd­deut­schen Zei­tung (Diens­tag­aus­ga­be) äußer­te er die Befürch­tung, dass rund 10.000 der zur Zeit noch 34.000 Real-Beschäf­tig­ten ihre Jobs ver­lie­ren könn­ten. Nach Ein­schät­zung des GBR-Vor­sit­zen­den wird das Kon­sor­ti­um nach der Über­nah­me der SB-Waren­haus­ket­te 50 oder mehr Märk­te schlie­ßen, wodurch allein um die 6.000 Mitarbeiter/​innen ihren Arbeits­platz ver­lie­ren wür­den. Oben­drein sei mit der Wei­ter­ga­be etli­cher Märk­te an Kon­kur­ren­ten wie Kauf­land zu rech­nen, die ver­mut­lich nicht alle Real-Beschäf­tig­ten über­neh­men wür­den. Und außer­dem fie­len künf­tig die Zen­tral­ver­wal­tung, die Logis­tik und wei­te­re Abtei­lun­gen weg. (…) Gesamt­be­triebs­rats­chef Klock­haus kri­ti­sier­te im Inter­view mit der Süd­deut­schen Zei­tung auch die Untä­tig­keit der Bun­des­re­gie­rung. Zwar hät­te es Gesprä­che mit Poli­ti­kern, etwa Bun­des­ar­beits­mi­nis­ter Huber­tus Heil (SPD), gege­ben – aber ohne prak­ti­schen Effekt. Und Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er (CDU) hät­te sich über­haupt nicht zum Ver­kauf von Real und der damit ver­bun­de­nen wei­te­ren Kon­zen­tra­ti­on im bun­des­deut­schen Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del geäu­ßert. »Letzt­end­lich sind wir, die Beschäf­tig­ten von Real, von der Poli­tik ent­täuscht«, lau­te­te Klock­haus’ Fazit.” Arti­kel von Gud­run Gie­se in der jun­gen Welt vom 16.01.2020 externer Link
    • Real: 10.000 Arbeits­plät­ze in Gefahr – Gegen­wehr muss unmit­tel­bar orga­ni­siert wer­den
      Die Süd­deut­sche Zei­tung ver­öf­fent­lich­te am 14. Janu­ar 2020 ein Inter­view mit dem Vor­sit­zen­den des Gesamt­be­triebs­ra­tes real, Wer­ner Klock­haus, indem er zu den aktu­el­len Ver­kaufs­plä­nen befragt wur­de. Nach­dem ver­schie­de­ne Bie­ter ihre Ange­bo­te für die Über­nah­me eines Teils der real-Han­dels­ket­te zurück­zo­gen, ver­kün­de­te der Chef des Mut­ter­kon­zerns Metro AG, Olaf Koch, nun den Ver­kauf aller 277 Filia­len an den Immo­bi­li­en­fonds x‑bricks. Die­ser plant, das Unter­neh­men zu zer­schla­gen, Tei­le davon wei­ter zu ver­kau­fen und einen Teil der Märk­te nach der Gewinn­op­ti­mie­rung zu Las­ten der Beschäf­tig­ten selbst wei­ter zu füh­ren. Seit der Flucht der real GmbH aus dem Flä­chen­ta­rif­ver­trag des Ein­zel­han­dels vor fast fünf Jah­ren ver­die­nen die 34.000 Beschäf­tig­te nun mitt­ler­wei­le bis zu 25 Pro­zent weni­ger pro Monat. Die­ser Lohn­ver­zicht wur­de im Aus­tausch für eine ver­meint­li­che Beschäf­ti­gungs­si­che­rung durch­ge­führt. (…) Zu lan­ge muss­ten die Kolleg*innen zuse­hen, wie sie und ihr Leben zum Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt wur­den, zu wenig kam von der Sei­te der ver.di-Führung im Fach­be­reich Han­del. Wie der Kol­le­ge Dan­ny Albrecht kürz­lich in einem Inter­view mit soli​da​ri​ta​et​.info sag­te: „Mit­ar­bei­ter spie­len da kei­ne Rol­le“ und „Flug­blät­ter hat­ten wir genü­gend.“ Damit ist gemeint, dass ver.di in Akti­on tre­ten muss, statt nur zu infor­mie­ren. Lei­der haben die Ver­ant­wort­li­chen in der Bun­des­ebe­ne beim letz­ten Kampf der Beschäf­tig­ten von Kar­stadt Kauf­hof im Dezem­ber und beim Streik des Ein­zel­han­dels im Juli bewie­sen, dass sie kei­ne Vor­stel­lung davon geben kön­nen und wol­len, wie Streiks mit vol­ler Kraft durch­ge­führt wer­den kön­nen. (…) Ent­spre­chend ver­rin­gert sich das Ver­trau­en von Kolleg*innen in eine Fach­be­reichs­füh­rung, die immer wie­der Kämp­fe und Kri­tik an ihrem Vor­ge­hen unter­bun­den hat. Kolleg*innen bei real soll­ten des­halb unmit­tel­bar Tref­fen von Kolleg*innen in den Filia­len orga­ni­sie­ren, sich unter­ein­an­der ver­net­zen und Fili­al-über­grei­fen­de Tref­fen orga­ni­sie­ren, ihre For­de­run­gen dis­ku­tie­ren und ver.di auf­for­dern, sie kon­se­quent mit der Orga­ni­sie­rung von Kampf­maß­nah­men zum Erhalt der Arbeits­plät­ze zu unter­stüt­zen . Genau­so soll­te ver.di eine öffent­li­che Soli­da­ri­täts­kam­pa­gne auf­le­gen, die über den Betrieb, die Bran­che und die Gewerk­schaft hin­aus in den DGB geht…” Bei­trag von René Arns­burg vom 15. Janu­ar 2020 bei Sol – Sozia­lis­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on Soli­da­ri­tät externer Link
  • [Inter­view] „Mit­ar­bei­ter spie­len da kei­ne Rol­le“ – “… Es ist uner­träg­lich gewor­den, des­halb ist Abwar­ten sinn­los und spielt dem Arbeit­ge­ber in die Hän­de…”
    “… Die Situa­ti­on bei Real ist für alle Beschäf­tig­ten unge­wiss. Kei­ner weiß, wie es wei­ter geht. Vie­le haben Angst und ande­re for­dern einen ent­schlos­se­nen Arbeits­kampf bei Real. Fakt ist, dass es so nicht wei­ter gehen darf. Wir Real-Beschäf­tig­te ste­hen unter Druck und die Arbeits­ver­dich­tung nimmt auch zu. Vie­le wer­den krank oder kün­di­gen, weil sie es ein­fach nicht mehr aus­hal­ten. Es ist uner­träg­lich gewor­den, des­halb ist Abwar­ten sinn­los und spielt dem Arbeit­ge­ber in die Hän­de. Von ver.di soll­te eine Kampf­an­sa­ge kom­men. Flug­blät­ter (von ver.di, Anm. d. Red.) hat­ten wir genü­gend. Die Kri­tik ist berech­tigt und ich ken­ne so eini­ge, die das genau­so sehen. (…) Real soll bis Ende Janu­ar an x‑Bricks ver­kauft wer­den. Dann dürf­te die Zer­schla­gung begin­nen. Die Situa­ti­on für uns Real-Beschäf­tig­te bleibt trotz­dem im Schwe­be­zu­stand. Redos und X‑Bricks sind Pro­fit­haie, denen es nur um die Grund­stü­cke und den Ver­kauf geht. Mit­ar­bei­ter spie­len da kei­ne Rol­le, eher sind sie läs­ti­ge Kos­ten für die­se Kapi­ta­lis­ten. Zur Zeit sieht die Zukunft für die 34000 Real-Beschäf­tig­ten düs­ter aus. Unge­wiss­heit und Angst sind da. Ob wir unse­re Arbeits­plät­ze 2020 und dar­über hin­aus behal­ten wer­den, ist unsi­cher. Ein klei­ner Teil, etwa fünf­zig Real-Märk­te, soll angeb­lich erhal­ten blei­ben. Aber seit der Tarif­flucht im Juni 2015 glau­be ich die­ser Geschäfts­füh­rung kein Wort mehr. Es wur­de immer ver­spro­chen und pas­siert ist genau das Gegen­teil. Wahr­schein­lich wer­den wir für Sozi­al­plä­ne und Abfin­dun­gen noch kämp­fen müs­sen. Momen­tan gibt es noch 280 Märk­te. (…)ver.di hat immer Vie­les ange­kün­digt, aber am Ende den Arbeits­kampf bei Real immer wie­der abge­bro­chen. Aus heu­ti­ger Sicht war der Abschluss des Zukunfts­ta­rif­ver­tra­ges ein Rie­sen­feh­ler. Real hat ihn gekün­digt und somit hat­te man end­lich einen Grund ver.di raus­zu­ki­cken. Das hat der Arbeit­ge­ber schon vor lan­ger Zeit geplant. Es war nichts Ande­res als ein Ster­ben auf Raten. Das Glei­che pas­siert gera­de bei Kauf­hof. Man darf in einer Gewerk­schaft auch Feh­ler machen, aber man soll­te sie nicht wie­der­ho­len und auch mal Kri­tik anneh­men und den Dia­log suchen. Für mich ist es nie zu spät, aber ich erwar­te jetzt von den ver.di-Verantwortlichen eine pas­sen­de Ant­wort. In 18 Mona­ten habe ich über drei­ßig Aktio­nen orga­ni­siert und Ver­di hat zwei Streiks hin­be­kom­men. Das muss sich ändern und zwar drin­gend. (…) Von ver.di erwar­te ich kla­re Ant­wor­ten gegen­über der Geschäfts­füh­rung und dass die­ses sinn­lo­se Abwar­ten been­det wird und man auf­hört zu reden und end­lich für die Inter­es­sen der Kol­le­gen kämpft. „ver.di sind wir Mit­glie­der“ hat als Stan­dard­satz längst aus­ge­dient. Es kann nicht sein das man selbst Pro­test orga­ni­sie­ren muss. Für eine Zukunft muss man kämp­fen und nicht Kuschel­kurs oder Streiki­l­ein­chen machen. Die Ver­ur­sa­cher müs­sen unse­re For­de­run­gen erfül­len und dazu brau­chen wir eine ver.di, die kämpft ohne Wenn und Aber. Das ist mei­ne ehr­li­che Mei­nung dazu und auch Betriebs­rä­te bei Real könn­ten viel mehr machen. Jetzt oder nie!“
    Inter­view von René Arns­burg mit Dan­ny Albrecht vom 18.12.2019 bei Soli­da­ri­tät Info externer Link– Dan­ny Albrecht ist Kreis­vor­sit­zen­der des DGB Land­kreis Dah­me-Spree­wald, ver.di-Vertrauensmann bei real und aktiv bei „Die Akti­on“
  • Metro wech­selt die Pfer­de bei Real-Ver­kauf vom Immo­bi­li­en­kon­zern Redos zum Inves­tor X+Bricks
    “… Der Ver­kauf der Super­markt­ket­te Real mit ihren rund 35.000 Mit­ar­bei­tern wird immer mehr zur Hän­ge­par­tie. Der Han­dels­kon­zern Metro hat die Ver­kaufs­ver­hand­lun­gen mit dem Immo­bi­li­en­kon­zern Redos gestoppt und will jetzt mit einem Kon­sor­ti­um um den Inves­tor X+Bricks ins Geschäft kom­men. Die Unter­zeich­nung eines Kauf­ver­trags wer­de bis zum 30. Janu­ar kom­men­den Jah­res ange­strebt, teil­te Metro mit. (…) Die Ver­hand­lun­gen mit Redos zogen sich seit Mai hin. X+Bricks und die SCP Group wol­len Real als Gan­zes über­neh­men – ein­schließ­lich des Online-Markt­plat­zes und der 80 im Eigen­tum der Metro befind­li­chen Immo­bi­li­en. Der Groß­teil der Stand­or­te soll an ande­re Händ­ler abge­ge­ben wer­den. Dies soll aber unab­hän­gig von dem Ver­kauf von Real an das Kon­sor­ti­um erfol­gen. Ein Teil der Real-Märk­te soll wei­ter­ge­führt, eini­ge Stand­or­te sol­len geschlos­sen wer­den. Metro könn­ten nach dem momen­ta­nen Ver­hand­lungs­stand durch den Ver­kauf etwa 500 Mil­lio­nen Euro net­to zuflie­ßen, so der Kon­zern. Was ein Ver­kauf an zu X+Bricks für die Real-Beschäf­tig­ten bedeu­ten könn­te, ist noch unklar. Von Metro hieß es ledig­lich, es sei Ziel, die Händ­ler ver­trag­lich zur Über­nah­me der Real-Mit­ar­bei­ter zu ver­pflich­ten. Die Gewerk­schaft Ver­di for­der­te Sicher­hei­ten für die Arbeit­neh­mer. Man wer­de “jedem infra­ge kom­men­den Käu­fer klar machen, dass es hier nicht nur um Immo­bi­li­en geht, son­dern um die Exis­tenz von 34.000 Men­schen und ihren Fami­li­en”, sag­te Ver­di-Bun­des­vor­stands­mit­glied Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger. Die For­de­run­gen der Gewerk­schaft änder­ten sich bei einem neu­en Kauf­in­ter­es­sen­ten nicht. “Wir wol­len eine nach­hal­ti­ge Siche­rung der Arbeits­plät­ze, den Schutz der Ver­di-Tarif­ver­trä­ge, Sicher­heit für die Beschäf­tig­ten durch die gewähl­ten Betriebs­rä­te und kei­ne Aus­glie­de­rung an selb­stän­di­ge Kauf­leu­te…“ Mel­dung vom 05.12.2019 bei n‑tv externer Link
  • Unge­wiss­heit für 34.000 Men­schen wird wei­ter ver­grö­ßert – ver.di for­dert Klar­heit für die Beschäf­tig­ten der Han­dels­ket­te real
    “Die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) kri­ti­siert die man­geln­de Infor­ma­ti­ons­po­li­tik der Metro und des Immo­bi­li­en­un­ter­neh­men Redos, die über den Ver­kauf der Han­dels­ket­te real ver­han­deln. „In die Details des Ver­kaufs­pro­zes­ses sind vie­le ein­ge­weiht, Metro, Redos, wei­te­re am Erwerb inter­es­sier­te Unter­neh­men und das Bun­des­kar­tell­amt. Aber die eigent­lich Betrof­fe­nen, die rund 34.000 Beschäf­tig­ten und ihre Fami­li­en, sind seit Mona­ten im Unkla­ren und erfah­ren heu­te aus den Medi­en, dass Ede­ka den Erwerb von etwa 100 Filia­len von Redos zur Prü­fung beim Kar­tell­amt ange­mel­det hat. Wir for­dern die Unter­neh­men dazu auf, den Beschäf­tig­ten end­lich mehr als nur ein paar Häpp­chen von Infor­ma­tio­nen hin­zu­wer­fen oder sie zu ver­trös­ten. Sie müs­sen wis­sen, wie ihre Zukunft aus­sieht und ver.di als Ver­tre­tung der Beschäf­tig­ten muss am Ver­fah­ren betei­ligt wer­den“, for­der­te ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger. Die Gewerk­schaf­te­rin ver­wies auf die dro­hen­de Zer­schla­gung des Unter­neh­mens: „Die Beschäf­tig­ten haben die kla­re und berech­tig­te Erwar­tung, dass Arbeit­ge­ber und Poli­tik dafür sor­gen, dass die Arbeits­plät­ze zu guten Bedin­gun­gen erhal­ten blei­ben. Im Han­del ero­diert die Tarif­bin­dung seit Jah­ren und der Ver­drän­gungs­wett­be­werb der Unter­neh­men wird gna­den­los auf dem Rücken der Beschäf­tig­ten aus­ge­tra­gen. Bei real dür­fen nicht ein­fach 34.000 Men­schen und ihre Fami­li­en im Stich gelas­sen wer­den“, so Nut­zen­ber­ger. Sie kün­dig­te an, dass die Tarif­kom­mis­si­on von real sich zeit­nah tref­fen wird, um das wei­te­re Vor­ge­hen zu bera­ten.“ ver­di-Pres­se­mit­tei­lung vom 29.10.2019 externer Link
  • Knapp 600 Betriebs­rä­te der real GmbH ver­fas­sen Peti­ti­on an die Bun­des­po­li­tik “für einen sozi­al­ver­träg­li­chen Ver­kauf von real” 
    wir die Betriebs­rä­te von real appel­lie­ren ein­dring­lich an Sie, unter­stüt­zen Sie unse­re Inter­es­sen im Ver­kaufs­pro­zess von real! Fest steht: real wird ver­kauft. Nach dem heu­ti­gen Stand sieht es nach einer Zer­schla­gung aus. Die Zukunft von über 34 000 Beschäf­tig­ten und ihren Fami­li­en ist unge­wiss. Wenn zum Bei­spiel in der Auto­in­dus­trie Arbeits­plät­ze zur Dis­kus­si­on ste­hen, ist die Empö­rung groß, und das zu Recht. Sind wir weni­ger wert? NEIN! Auch wir haben das Recht, mit Ihnen zusam­men, die Sie in der Bun­des­re­gie­rung sind und vie­le Fäden in Ihren Hän­den hal­ten, mit uns für unse­re Arbeits­plät­ze zu kämp­fen. Im Ein­zel­han­del tra­gen die Beschäf­tig­ten seit Jah­ren die Nach­tei­le eines mas­si­ven Ver­drän­gungs- und Ver­nich­tungs­wett­be­werbs. Es wer­den Arbeits­plät­ze ver­nich­tet und die Arbeits- und Rah­men­bin­dun­gen ver­schlech­tern sich zuneh­mend durch das Feh­len von all­ge­mein­ver­bind­li­chen Tarif­ver­trä­gen. Feh­len­de sinn­vol­le Kon­zep­te wer­den durch Lohn­dum­ping und Per­so­nal­ab­bau kom­pen­siert. Ein Wett­be­werb auf den Schul­tern der Beschäf­tig­ten, kann und darf nicht die Lösung sein! Wir wol­len nicht die nächs­ten sein, die dem zum Opfer fal­len. Die Betriebs­rä­te für 34 000 Beschäf­tig­te for­dern Sie auf: Unter­stüt­zen Sie uns im Kampf für einen sozi­al­ver­träg­li­chen Ver­kauf von real. Sie haben es in der Hand und Sie haben die Unter­stüt­zung von vie­len tau­send Men­schen. Unse­re For­de­run­gen sind:
    Schutz durch ver.di Tarif­ver­trä­ge
    Sicher­heit durch Betriebs­rä­te und die­se stär­ken
    Nach­hal­ti­ge Siche­rung der Arbeits­plät­ze
    Kei­ne Aus­glie­de­rung an selbst­stän­di­ge Kauf­leu­te
    Wenn das Ver­hal­ten der Unter­neh­mens­lei­tung real Schu­le macht, sehen wir nicht nur die Arbeits­plät­ze im Ein­zel­han­del bedroht. Stel­len Sie sich Ihrer Ver­ant­wor­tung und unter­stüt­zen Sie uns, denn 34 000 Kolleg*innen zäh­len auf Sie und Ihr Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein!
    ” Peti­ti­on von ca 600 BR-Mit­gli­dern auf der Betriebs­rä­te­ver­samm­lung von real in Wil­lin­gen vom 2.–4.7.2019, doku­men­tiert im real-Blog von ver.di externer Link
  • Soli­da­ri­tät mit den Kolleg*innen bei real: Die Zukunft von 34.000 Beschäf­tig­ten ist kein Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt! Beschäf­ti­gungs­si­che­rung durch Ver­staat­li­chung! 
    Seit Jah­ren wird ver­kün­det, dass die Toch­ter des Han­del­rie­sen Metro, real, mit rund 280 Filia­len in Deutsch­land, rote Zah­len schreibt. Wäh­rend die 34.000 Kolleg*innen kei­ne Ver­ant­wor­tung für die Ent­schei­dun­gen des Manage­ments und die Umstän­de eines auf Pro­fit getrimm­ten Mark­tes tra­gen, müs­sen sie doch die Aus­wir­kun­gen ertra­gen. Wie es wirk­lich aus­sieht, kann nie­mand beur­tei­len, da die Geschäfts­bü­cher ver­schlos­sen blei­ben. Das Schick­sal von zehn­tau­sen­den Beschäf­tig­ten ist aber kei­ne Pri­vat­sa­che, wes­halb die Bücher unmit­tel­bar geöff­net wer­den müs­sen. Bereits 2018 ver­ab­schie­de­te sich die real GmbH aus dem mit ver.di ver­han­del­ten Flä­chen­ta­rif des Ein­zel­han­dels. Sie schloss einen neu­en Tarif­ver­trag mit der unter­neh­mer­na­hen Gewerk­schaft DHV, was Gehalts­ein­bu­ßen bis zu einem Vier­tel bei neu ein­ge­stell­ten Kolleg*innen bedeu­tet. Schon vor einem Jahr hät­te auf die­se Tarif­flucht mit einem unbe­fris­te­ten Streik, orga­ni­siert durch ver.di, reagiert wer­den müs­sen. Jetzt wird klar, dass die Zer­schla­gung des Fili­al­net­zes und der Ver­kauf der Betrie­be das erklär­te Ziel der Metro AG ist. Die Lohn­sen­kung im Jahr 2018 soll­te das „Ange­bot“ nur noch attrak­ti­ver machen. (…) Es darf zu kei­ner Ver­schlech­te­rung der Arbeits­be­din­gun­gen für die Kolleg*innen kom­men und jede Stel­le muss erhal­ten blei­ben! Das ist nicht abzu­se­hen und ver.di soll­te jetzt alles in die Vor­be­rei­tung ste­cken, um Kolleg*innen in den Aus­stand zu holen – wenn es sein muss, unbe­fris­tet. Nicht nur, um Ver­schlech­te­run­gen abzu­weh­ren, son­dern auch, um den Flä­chen­ta­rif des Ein­zel­han­dels für real wie­der her­zu­stel­len. Die gera­de lau­fen­de Tarif­run­de im Ein­zel­han­del und die Kampf­be­reit­schaft der Kolleg*innen in ande­ren Berei­chen ist eine gute Vor­aus­set­zung, um alle Kämp­fe mit­ein­an­der zu ver­bin­den und zu syn­chro­ni­sie­ren und die maxi­ma­le Soli­da­ri­tät her­zu­stel­len…” Bei­trag von René Arns­burg vom 20. Juni 2019 bei der SAV externer Link
  • Mys­te­riö­ses »Pro­jekt Car­ta­ge­na«: Metro schwenkt um 
    SB-Toch­ter Real soll vor Abga­be schön­ge­macht wer­den. Mut­ter­kon­zern prä­sen­tiert »Plan B« für geplan­ten Ver­kauf. Immo­bi­li­en­haie außen vor? Kann ein Han­dels­un­ter­neh­men so schlecht daste­hen, dass des­sen Eigen­tü­mer es mal eben ver­schenkt? Wie im Han­dels­blatt vom Mitt­woch zu lesen war, bahnt sich im Fall der kri­sen­ge­schüt­tel­ten SB-Waren­haus­ket­te Real eine über­ra­schen­de Wen­de an. Noch vor einer Woche hat­te die Zei­tung zwei Inves­to­ren als letz­te ver­blie­be­ne Bie­ter im Ver­kaufs­po­ker um den Super­markt­be­trei­ber aus dem Metro-Kon­zern gehan­delt und über des­sen Zer­schla­gung spe­ku­liert. Viel­leicht kommt nun doch alles anders: Nach dem neu­es­ten Bericht füh­re Metro-Chef Olaf Koch Gesprä­che mit dem Ein­kaufs­ver­bund Mar­kant dar­über, nur die rund 280 Märk­te abzu­ge­ben und sämt­li­che Real-Immo­bi­li­en im Mut­ter­kon­zern zu belas­sen. Der mög­li­che zwei­te Deal soll »Pro­jekt Car­ta­ge­na« hei­ßen, wobei sich nur rät­seln lässt, was das alles mit einer der gleich­na­mi­gen Städ­te zu tun hat. So merk­wür­dig wie der Name erscheint auch der Inhalt von »Plan B«. Weil Real seit Jah­ren rote Zah­len schreibt, will Koch angeb­lich sogar Geld drauf­le­gen, um sich der Toch­ter zu ent­le­di­gen. (…) Jetzt der Clou: Schlägt Mar­kant ein und ver­zich­tet auf die Immo­bi­li­en, wol­le die Metro noch vor Ver­trags­ab­schluss 300 Mil­lio­nen Euro in das Unter­neh­men ste­cken, um es fit für die Zukunft zu machen. Damit lie­fe die Sache auf ein Minus­ge­schäft von 200 Mil­lio­nen Euro hin­aus, es sei denn, Mar­kant über­nimmt auch das ver­gleichs­wei­se gut lau­fen­de Online­seg­ment Real​.de. (…) Aber was steckt hin­ter dem ver­meint­li­chen Sin­nes­wan­del von Metro-Chef Koch? Laut Medi­en­be­rich­ten will er Real als Gesamt­un­ter­neh­men vor einer File­tie­rung bewah­ren. So sol­le der Betrieb mit den offe­rier­ten 300 Mil­lio­nen Euro für min­des­tens drei Jah­re gesi­chert wer­den. Den zur Schau gestell­ten Altru­is­mus nimmt man dem Mann indes nicht ab. Im Vor­jahr war Real aus dem Flä­chen­ta­rif­ver­trag mit Ver­di aus­ge­stie­gen und unter­liegt seit­her den min­der­wer­ti­gen Stan­dards der unter­neh­mer­na­hen Gewerk­schaft »Deut­scher Han­dels­ge­hil­fen­ver­ein« (DHV). Seit­her wer­den Neu­ein­ge­stell­te zu einem Fünf­tel weni­ger Lohn und schlech­te­ren Arbeits­be­din­gun­gen beschäf­tigt. (…) Auch die Neu­ig­kei­ten ver­trei­ben Ver­di nicht die Sor­gen. »An den Gerüch­ten betei­li­gen wir uns nicht«, erklär­te Bun­des­vor­stands­mit­glied Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger am Mitt­woch in einer Stel­lung­nah­me. »Aber unse­re For­de­run­gen sind klar: Wir ver­lan­gen den Erhalt des Unter­neh­mens als Gan­zes, denn eine Zer­schla­gung bedeu­tet für die Arbeits­plät­ze nichts Gutes.« Herr Koch müs­se sei­ner sozia­len Ver­ant­wor­tung für Tau­sen­de Mit­ar­bei­ter und deren Fami­li­en gerecht wer­den. »Alles ande­re wäre eine gro­ße Schwei­ne­rei«, bekräf­tig­te die Gewerk­schaf­te­rin und ver­wies auf die »enge Abstim­mung« mit dem Gesamt­be­triebs­rat: »Auch Streiks schlie­ße ich nicht aus.«Arti­kel von Ralf Wurz­ba­cher in der jun­gen Welt vom 11.04.2019 externer Link
  • Betriebs­rat will Zer­schla­gung von Real ver­hin­dern 
    Die Gesprä­che über einen Ver­kauf der defi­zi­tä­ren Super­markt­ket­te sind in der hei­ßen Pha­se. Die Arbeit­neh­mer war­nen vor einer Zer­tei­lung von Real. Die Arbeit­neh­mer­ver­tre­ter bei Real war­nen ange­sichts des Inter­es­ses von Immo­bi­li­en-Inves­to­ren an der Metro-Toch­ter vor einer Zer­tei­lung der Super­markt­ket­te. „Eine Zer­schla­gung von Real darf es nicht geben“, sag­te der Real- Gesamt­be­triebs­rats­vor­sit­zen­de Wer­ner Klock­haus am Frei­tag der Nach­rich­ten­agen­tur Reu­ters. (…) „Die Berich­te über einen Ver­kauf an Immo­bi­li­en-Inves­to­ren ver­un­si­chern die Mann­schaft“ beklag­te Klock­haus, der auch Chef des Metro-Gesamt­be­triebs­rats ist. „Der Kran­ken­stand steigt in einer Zeit, in der wir Real vor­an­brin­gen wol­len“, berich­te­te er: „Die Kol­le­gen haben Exis­tenz­ängs­te.“ Von einem Ver­kauf sei­en mehr als 34.000 Men­schen betrof­fen, denn eine Tren­nung von Real habe auch Aus­wir­kun­gen etwa auf gemein­sam mit Metro betrie­be­ne Lager. Klock­haus plant nun in der kom­men­den Woche eine Tele­fon­kon­fe­renz mit 300 Real-Betriebs­rä­ten. „Wir geben nicht auf“, kün­dig­te er an. „Bei Real wird es nicht so ein­fach gehen wie bei Schle­cker“, sag­te er: „Wir wer­den geeig­ne­te Maß­nah­men fin­den, um auf uns auf­merk­sam zu machen.“…” Mel­dung vom 05. April 2019 bei der Wirt­schafts­Wo­che online externer Link
  • Aus­beu­tung real. Nach kräf­ti­gen Lohn­sen­kun­gen will die Super­markt­ket­te Real ihre Märk­te jetzt ver­kau­fen 
    “… Die Ankün­di­gung des Ver­kaufs ist ein wei­te­res Bei­spiel, wie Unter­neh­men zuerst ver­su­chen, sich auf Kos­ten der Beschäf­tig­ten gesund­zu­sa­nie­ren und Risi­ken auf Beschäf­tig­te umzu­wäl­zen, um sie dann im Regen ste­hen zu las­sen. Real steht schon seit län­ge­rem unter wirt­schaft­li­chem Druck. Der Ein­zel­han­del ist eine der Bran­chen, in der ein uner­bitt­li­cher Ver­drän­gungs­wett­be­werb herrscht. Nur noch 30 Pro­zent sind in der Tarif­bin­dung. Durch Fran­chise­mo­del­le bei den Markt­rie­sen Ede­ka und Rewe und Gewerk­schafts­be­kämp­fer wie Lidl steht eine gewerk­schaft­li­che Erschlie­ßung vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen. Der Online­han­del tut sein übri­ges, um den Wett­be­werb wei­ter zu ver­schär­fen. (…) Die Bör­se reagier­te erfreut, die Beschäf­tig­ten sau­er und ver­un­si­chert. Der Fall zeigt erneut, dass all die Zuge­ständ­nis­se der letz­ten Jah­re nicht für die Beschäf­tig­ten da waren, son­dern ein­zig um die Märk­te für den Ver­kauf auf­zu­hüb­schen. Oder, wie es in der Pres­se­mit­tei­lung von Real heißt, die den Ver­kauf anpreist: «Mit der Umset­zung des neu­en Tarif­mo­dells hat real die Grund­la­ge für wett­be­werbs­fä­hi­ge Kos­ten­struk­tu­ren geschaf­fen.» ver.di for­dert seit län­ge­rem die All­ge­mein­ver­bind­lich­keit der Tarif­ver­trä­ge im Han­del. Doch auch wenn Real die Höhe der Per­so­nal­kos­ten als Wett­be­werbs­nach­teil nennt, unter­stützt es die For­de­rung nach All­ge­mein­ver­bind­lich­keit nicht. In einer aus­führ­li­chen Stel­lung­nah­me, die Real auf­grund eines ange­kün­dig­ten Moni­tor­be­richts auf sei­ne Inter­net­sei­te gestellt hat, und in der Real vor allem Ver.di eine Blo­cka­de­hal­tung vor­wirft, nimmt das Unter­neh­men auch zur All­ge­mein­ver­bind­lich­keit Stel­lung. Der ers­te Satz lau­tet: «Die All­ge­mein­ver­bind­lich­keit ist eine Idee, die zu mehr Fair­ness im Wett­be­werb füh­ren wür­de.» Danach wird aus­führ­lich erklärt, war­um real den­noch dage­gen ist.Arti­kel von Vio­let­ta Bock in der Soz Nr. 10/​2018 externer Link
  • The Real Deal 
    „Die meis­ten der rund 34.000 fest­an­ge­stell­ten Beschäf­tig­ten und meh­re­re tau­send Leih­ar­bei­ter der Super­markt­ket­te Real dürf­ten spä­tes­tens seit dem 13. Sep­tem­ber kla­rer sehen. Sie wur­den Opfer eines Täu­schungs- und Betrugs­ma­nö­vers, das ver­mut­lich legal, aber des­halb nicht weni­ger hin­ter­trie­ben ist. Die Metro AG gab bekannt, dass sie Real schnellst­mög­lich ver­kau­fen will. Ziel sei kei­ne Zer­schla­gung, son­dern eine Kom­plett­über­nah­me. Die Wirt­schafts­pres­se nennt Ama­zon, die Schwei­zer Ket­te Migros oder die übli­chen Finanz­heu­schre­cken als mög­li­che Inter­es­sen­ten. (…) Als hei­ßes­ten Über­nah­me­kan­di­da­ten nennt der ein­fluss­rei­che Finanz­ana­lyst Bru­no Mon­tey­ne (»Bern­stein Rese­arch«) Ama­zon: »Der deut­sche Lebens­mit­tel­markt im E‑Commerce ist stark unter­ent­wi­ckelt, und Deutsch­land ist für Ama­zon sehr wich­tig.« Die Bun­des­re­pu­blik ist nach den USA der welt­weit umsatz­stärks­te Markt des Online­mo­no­po­lis­ten. Am 28. August 2017 kauf­te Ama­zon für 13,7 Mil­li­ar­den Dol­lar die US-Bio-Super­markt­ket­te Who­le Foods Gro­ce­ry mit 473 Filia­len, so dass eine Mil­li­ar­de für Real gera­de­zu lach­haft wirkt. Reu­ters spe­ku­lier­te sogar, dass die her­un­ter­ge­wirt­schaf­te­te Ket­te für null Euro über die The­ke gehen kön­ne. Die Frank­fur­ter Rund­schau brach­te am Sonn­abend die Schwei­zer Ket­te Migros ins Gespräch, ohne wei­te­re Grün­de zu nen­nen. Die übli­chen Ver­däch­ti­gen, Finanz­haie wie KKR, Bain Capi­tal etc., dürf­ten nach der ver­hee­ren­den Toys-R-Us-Plei­te 2017 vom Ein­zel­han­del der­zeit abge­schreckt sein, der in Deutsch­land durch einen bru­ta­len Kon­kur­renz­kampf zwi­schen Aldi und Lidl geprägt ist. Auf Ama­zon deu­ten auch zwei beson­de­re Merk­ma­le der stra­te­gi­schen Gestal­tung der Arbeits­be­zie­hun­gen bei Real hin, die Ama­zon den Deal womög­lich schmack­haft machen soll­ten oder gar als Vor­be­din­gung gefor­dert wur­den: ers­tens enor­me Aus­wei­tung der Leih­ar­beit, selbst an den Kas­sen und in der Kun­den­be­ra­tung. Zwei­tens kalt­schnäu­zi­ge Feind­schaft gegen­über Gewerk­schaf­ten. Ama­zon lehnt als klas­si­scher US-Uni­on-Bus­ter Ver­hand­lun­gen mit Gewerk­schaf­ten kate­go­risch ab…“ Arti­kel von Elmar Wigand in der jun­gen Welt vom 17.09.2018 externer Link
  • Metro will Super­markt­ket­te Real ver­kau­fen
    Han­dels­kon­zern plant Abtren­nung aller 34 000 Beschäf­tig­ten /​Kri­tik von Mit­ar­bei­tern, ver.di und Links­par­tei. (…) Schon seit län­ge­rer Zeit steht Real unter wirt­schaft­li­chem Druck. 2015 hat­te der Mut­ter­kon­zern Metro den Flä­chen­ta­rif­ver­trag gekün­digt, im Früh­jahr been­de­te er den 2016 beschlos­se­nen Zukunfts­ta­rif­ver­trag mit ver.di. Real wech­sel­te zum haus­ei­ge­nen Arbeit­ge­ber­ver­band »Unter­neh­mer­ver­ei­ni­gung für Arbeits­be­din­gun­gen im Han­del und Dienst­leis­tungs­ge­wer­be«, um so einen Tarif­ver­trag mit der arbeit­ge­ber­na­hen Kleinst­ge­werk­schaft »Deutsch­na­tio­na­ler Han­dels­ge­hil­fen­ver­band« umset­zen zu kön­nen. Alle Mit­ar­bei­ter wur­den in das Unter­neh­men »Metro Ser­vices GmbH« aus­ge­la­gert, die Löh­ne san­ken bei neu­en Arbeits­ver­trä­gen um 25 Pro­zent. Im Juli kam es zu Warn­streiks und Pro­test­ak­tio­nen in Dut­zen­den Städ­ten gegen die Tarif­flucht. Mit der Ent­schei­dung, Real zu ver­kau­fen, setzt die Metro den Aus­ein­an­der­set­zun­gen erst mal ein abrup­tes Ende…” Arti­kel von Sebas­ti­an Bähr vom 14.09.2018 beim ND online externer Link
  • Olaf Koch, Vor­stands­vor­sit­zen­der des Metro-Kon­zerns: Pro­fi-Aus­beu­ter
    „Der Chef des Metro-Kon­zerns Olaf Koch bekräf­tig­te noch im Mai, an der Ein­zel­han­dels­ket­te Real unbe­dingt fest­hal­ten zu wol­len. Um die Zukunft zu sichern, müs­se man jedoch »wett­be­werbs­fä­hi­ge Per­so­nal­kos­ten« errei­chen. Die Lösung hieß für Koch Tari­flucht. Der 48-Jäh­ri­ge Top-Mana­ger kün­dig­te kur­zer­hand den Zukunfts­ta­rif­ver­trag mit ver.di und lager­te alle 34 000 Mit­ar­bei­ter in ein neu­es Unter­neh­men aus. Die Löh­ne konn­te er dadurch bei neu­en Arbeits­ver­trä­gen um rund 25 Pro­zent sen­ken, sie lie­gen mitt­ler­wei­le knapp über dem Min­dest­lohn. Offen­bar sieht der Metro-Chef trotz des bru­ta­len Ein­schnitts jetzt aber doch kein Poten­zi­al mehr für die bun­des­weit über 280 Filia­len. Jüngst ver­kün­de­te er den Ver­kauf der Super­markt­ket­te. Man wol­le sich auf den Groß­han­del fokus­sie­ren. Im Gegen­satz zu den Real-Mit­ar­bei­tern braucht sich zumin­dest Koch kei­ne Sor­gen um sei­ne Zukunft zu machen. Laut einer Stu­die der Deut­schen Schutz­ver­ei­ni­gung für Wert­pa­pier­be­sitz und der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen ver­dien­te der in Hes­sen gebo­re­ne Mana­ger 2017 etwa 3,4 Mil­lio­nen Euro…“ Arti­kel von Sebas­ti­an Bähr in neu­es Deutsch­land vom 14.09.2018 externer Link

Der Bei­trag Ver­kauf der Super­markt­ket­te Real: Metro soll – so ver.di – Ver­ant­wor­tung für 32.000 Beschäf­tig­te nach Lohn­ver­zicht über­neh­men erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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