[labournet:] Der rechtsradikale Einzelfall der Bundeswehr – beim Namen genannt: KSK. Endgültige und ersatzlose Auflösung der Munitionsbeschaffer statt „Bewährung“ und „Reform“ sind gefordert

Dossier

Der rechtsradikale Einzelfall der Bundeswehr – beim Namen genannt: KSK. Endgültige und ersatzlose Auflösung der Munitionsbeschaffer statt „Bewährung“ und „Reform“ sind gefordert (Grafik von @UnsereNeueSPD, wir danken!)„… Der Mili­tä­ri­sche Abschirm­dienst (MAD) sieht eine “neue Dimen­si­on” beim Pro­blem des Rechts­ex­tre­mis­mus in der Bun­des­wehr. Wie der Prä­si­dent der Behör­de, Chris­tof Gramm, im Bun­des­tag bei einer öffent­li­chen Anhö­rung des Par­la­men­ta­ri­schen Kon­troll­gre­mi­ums sag­te, sind die Ver­dachts­fäl­le von Rechts­ex­tre­mis­ten und soge­nann­ten Reichs­bür­gern erkenn­bar auf mehr als 600 ange­stie­gen. Das rührt aus ver­stärk­ter Beob­ach­tung her. “Wir schau­en genau­er hin auf Extre­mis­ten und auch auf Per­so­nen mit feh­len­der Ver­fas­sungs­treue. Dabei wer­den wir fün­dig”, sag­te Gramm. Schwer­punkt der Arbeit des MAD sei die Extre­mis­mus­ab­wehr, wenn­gleich die über­wie­gen­de Mehr­heit der Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten ver­fas­sungs­treu sei. Über­höh­ter Patrio­tis­mus ohne Bekennt­nis zum Grund­ge­setz, zum Staat des Grund­ge­set­zes und zur offe­nen Gesell­schaft wer­de in der Bun­des­wehr nicht gedul­det, sag­te Gramm. “Sol­che fal­schen Patrio­ten haben bei uns defi­ni­tiv nichts ver­lo­ren.”…“ aus der Mel­dung „Mili­tär­ge­heim­dienst sieht neue Dimen­si­on von Rechts­ex­tre­mis­mus“ am 29. Juni 2020 in der Zeit online externer Link wor­in, wie auch in ande­rem Mel­dun­gen vom Mon­tag, die Fra­ge aus­ge­blen­det bleibt, war­um der MAD sei­nen Kurs geän­dert hat, der vor­her in wir­kungs­lo­ser „Über­prü­fung“ (kom­bi­niert mit dem einen oder ande­ren Tipp an KSK-Nazis) bestand. Sie­he dazu wei­te­re aktu­el­le Bei­trä­ge – sowohl zum The­ma, wie nun „Scha­dens­be­gren­zung“ betrie­ben wer­den soll, als auch zu Kom­men­ta­ren und Posi­tio­nie­run­gen, für deren Autoren und Autorin­nen die­se Erkennt­nis­se nun kei­nes­wegs neu sind – und den Hin­weis auf unse­ren bis­her letz­ten (von sehr vie­len) Bei­trag zum KSK-Nazi­bio­top:

  • KSK: Neue alte Pro­ble­me New
    “Bei der Ent­las­sung des KSK-Sol­da­ten Dani­el K. gibt es offen­sicht­lich Pro­ble­me. Die­ser war bereits 2008 (!) mit einem Droh­brief an einen ande­ren Sol­da­ten auf­ge­fal­len, in dem er u.a. äußer­te: „Ich beur­tei­le Sie als Feind im Inne­ren und wer­de mein Han­deln danach aus­rich­ten, die­sen Feind im Schwer­punkt zu zer­schla­gen. […] Sie wer­den beob­ach­tet, nein nicht von impo­ten­ten instru­men­ta­li­sier­ten Diens­ten, son­dern von Offi­zie­ren einer neu­en Genera­ti­on, die han­deln wer­den, wenn es die Zeit erfor­der­lich macht. […] Es lebe das hei­li­ge Deutsch­land“. Ernst­haf­te Kon­se­quen­zen hat­te die­ser Vor­fall damals nicht, K. stieg sogar noch wei­ter inner­halb des KSK auf. Erst elf Jah­re spä­ter – im Febru­ar 2019 soll­te Dani­el K. ent­las­sen wer­den, weil dem MAD auf­ge­fal­len war, dass er mut­maß­lich rechts­ex­tre­me Bezü­ge auf­wei­se und Kon­tak­te in die Reichs­bür­ger­sze­ne habe. Ent­las­sen wur­de er bis zum heu­ti­gen Tage immer noch nicht. Die Mar­ba­cher Zei­tung berich­tet: „Im Streit um die Ent­las­sung eines poli­tisch in die Schlag­zei­len gera­te­nen frü­he­ren Offi­ziers des Kom­man­dos Spe­zi­al­kräf­te (KSK) stößt das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um auf juris­ti­sche Hür­den. Der Oberst­leut­nant muss nach einer Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Sig­ma­rin­gen zunächst in der Bun­des­wehr wei­ter­be­schäf­tigt wer­den, ist aber nicht im Dienst und „KzH“ – Krank zu Hau­se. Nach Infor­ma­tio­nen der Deut­schen Pres­se-Agen­tur hat das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um in der ver­gan­ge­nen Woche Beschwer­de beim Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Würt­tem­berg gegen die Anord­nung des Gerichts ein­ge­legt.“ Dani­el K. erhält also wei­ter Bezü­ge von der Bun­des­wehr – obwohl er schon (damals bereits zu spät) vor 19 Mona­ten ent­las­sen wer­den soll­te.” Mel­dung von IMI-Aktu­ell 2020/​561 vom 25. August 2020 externer Link
  • „Kramp-Kar­ren­bau­er will KSK refor­mie­ren und in Tei­len auf­lö­sen“ am 30. Juni 2020 bei der SZ online externer Link mel­det die Ope­ra­ti­on Scha­dens­be­gren­zung unter ande­rem so: „… Die Miss­stän­de beim Kom­man­do Spe­zi­al­kräf­te (KSK) sind noch weit gra­vie­ren­der als bis­lang bekannt. Inter­nen Ermitt­lun­gen der Bun­des­wehr zufol­ge sind dort 48 000 Schuss Muni­ti­on und 62 Kilo­gramm Spreng­stoff ver­schwun­den. Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (CDU) sag­te der Süd­deut­schen Zei­tung, die­se Erkennt­nis­se sei­en “beun­ru­hi­gend” und “alar­mie­rend”. Nun müs­se drin­gend geklärt wer­den, ob nur über Jah­re hin­weg schlam­pig Buch geführt oder ob in gro­ßem Stil Kriegs­ma­te­ri­al ent­wen­det wor­den sei. Die Minis­te­rin sieht sich nun zu dras­ti­schen Schrit­ten gezwun­gen. Sie will den Eli­te­ver­band der Bun­des­wehr, der zuletzt durch rechts­ex­tre­me Vor­fäl­le erschüt­tert wur­de, refor­mie­ren und in Tei­len auf­lö­sen. (…) Ende Okto­ber soll eine ers­te Bilanz gezo­gen wer­den. Bei einem Besuch beim KSK am Stand­ort in Calw in Baden-Würt­tem­berg teil­te die Minis­te­rin am Mon­tag mit: Es habe nun jeder die Chan­ce zu ent­schei­den, ob er “Teil des Pro­blems blei­ben oder Teil der Lösung wer­den” wol­le. Der SZ sag­te die Minis­te­rin: “Wenn aber die Ange­hö­ri­gen des KSK die­sen Schuss jetzt nicht gehört haben, wird sich unaus­weich­lich die Fra­ge nach einer Neu­ord­nung des KSK stel­len.” Aus­lö­ser für ihr Ein­schrei­ten war der Waf­fen­fund auf dem Pri­vat­grund­stück eines KSK-Sol­da­ten in Sach­sen, der zuvor durch rech­te Gesin­nung auf­ge­fal­len war. Der 45-jäh­ri­ge Ober­stabs­feld­we­bel Phil­ipp Sch. hat­te zwei Kilo Spreng­stoff, Tau­sen­de Patro­nen, dazu Schuss­waf­fen und Waf­fen­tei­le – dar­un­ter auch ein Schall­dämp­fer – bei sich gebun­kert. Er gehör­te zu einem Kreis von KSK-Sol­da­ten, die bei einer Abschieds­fei­er eines Offi­ziers 2017 Rechts­rock gehört und den Hit­ler­gruß gezeigt haben sol­len. An der Fei­er nah­men etwa 70 KSK-Ange­hö­ri­ge teil. Bei dem Ver­such, die Vor­gän­ge auf­zu­klä­ren, sei man laut Kramp-Kar­ren­bau­er auf eine “Mau­er des Schwei­gens” gesto­ßen. Nur weni­ge auf­fäl­lig gewor­de­ne Sol­da­ten wur­den bis­her vom KSK abge­zo­gen. Kom­man­deur Mar­kus Kreit­mayr, der seit 2018 den Ver­band führt und die Pro­ble­me deut­lich ange­spro­chen hat, soll das KSK durch den Reform­pro­zess beglei­ten...“
  • „Kramp-Kar­ren­bau­er krem­pelt KSK um“ von Mar­kus Decker und Danie­la Vates am 30. Juni 2020 in der FR online externer Link bewer­tet die­ses Vor­ge­hen so: „… Die Aus­bil­dung des KSK wird künf­tig vom Heer über­nom­men. Rei­ne KSK-Kar­rie­ren schließt das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um aus. Erwo­gen wird schließ­lich eine schär­fe­re Sicher­heits­über­prü­fung für KSK-Sol­da­ten. Die Eli­te­ein­heit wird einer Gene­ral­in­ven­tur unter­zo­gen, um den Ver­bleib von 37 000 Schuss Muni­ti­on und 62 Kilo Spreng­stoff zu klä­ren. Die Auf­lö­sung des KSK lässt das Minis­te­ri­um wei­ter offen. Am 31. Okto­ber wer­de Kramp-Kar­ren­bau­er bewer­ten, wie die bis dahin vor­ge­nom­me­nen Maß­nah­men wirk­ten, heißt es. Er war Mit­glied einer Arbeits­grup­pe, die Kramp-Kar­ren­bau­er ein­ge­setzt hat­te, um Reform­vor­schlä­ge zu machen. Die Minis­te­rin wird deren Bericht mit den beschrie­be­nen Kon­se­quen­zen am Mitt­woch im Ver­tei­di­gungs­aus­schuss und dann der Öffent­lich­keit prä­sen­tie­ren. Aus der ins­ge­samt 1600-köp­fi­gen Ein­heit hat­te es seit 2017 immer wie­der Schlag­zei­len über rechts­ex­tre­mis­ti­sche Vor­fäl­le gege­ben. Im Janu­ar gab der Mili­tä­ri­sche Abschirm­dienst (MAD) bekannt, dass beim KSK 20 Sol­da­ten unter Rechts­ex­tre­mis­mus-Ver­dacht ste­hen – und damit rela­tiv zu ande­ren Ein­hei­ten über­pro­por­tio­nal vie­le. Erst am Mon­tag hat­te der „Spie­gel“ über­dies berich­tet, dass der MAD einen bri­san­ten neu­en Fall von Rechts­ex­tre­mis­mus in der Trup­pe auf­ge­deckt habe…
  • „Gewach­se­nes Braun“ von And­res Förs­ter am 29. Juni 2020 im Frei­tag online externer Link (Aus­ga­be 26/​2020) bewer­tet dies grund­sätz­li­cher und erin­nert an eini­ge der zahl­lo­sen Tat­sa­chen: „… Im KSK sei eine Art Son­der­be­wusst­sein her­an­ge­wach­sen, kon­sta­tiert Klaus Nau­mann, Mili­tär­his­to­ri­ker und Mit­glied des Bei­ra­tes für Fra­gen der Inne­ren Füh­rung des Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums. Auch des­halb, weil die „Schrumpf­pe­ri­ode“ in der Aus­stat­tung der Bun­des­wehr nahe­zu spur­los am KSK vor­bei­ge­gan­gen sei. „Im Gegen­teil, das Aus­stat­tungs- und Aus­bil­dungs­ni­veau des Kom­man­dos ist bestän­dig gewach­sen“, sag­te Nau­mann im Deutsch­land­funk. „Man hat eine gute Per­so­nal­stär­ke, eine gro­ße Füh­rungs­dich­te, sie genießt in Aus­stat­tung, Aus­bil­dung, Ver­weil­dau­er, Bin­nen­struk­tur einen Son­der­sta­tus inner­halb der Bun­des­wehr. Das wirft aber and­rer­seits Pro­ble­me auf, etwa die Iso­lie­rung von der übri­gen Trup­pe und ein Eli­te­den­ken.“ Hin­zu kommt das Selbst­ver­ständ­nis, das dem Ver­band von der Füh­rung vor­ge­ge­ben wird. Kla­re Wor­te dazu hat­te der zeit­wei­li­ge KSK-Chef, Bri­ga­de­ge­ne­ral Rein­hard Gün­zel, gefun­den. Gün­zel hat­te das Kom­man­do von 2000 bis 2003 gelei­tet, bevor ihn der dama­li­ge Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Peter Struck (SPD) feu­er­te, weil er auf Bun­des­wehr-Brief­pa­pier eine von anti­se­mi­ti­schen und völ­ki­schen Ste­reo­ty­pen durch­setz­te Rede des CDU-Abge­ord­ne­ten Mar­tin Hoh­mann gelobt hat­te. 2006 berich­te­te Gün­zel im Bild­band Gehei­me Krie­ger offen vom Wehr­machts-Tra­di­ti­ons­be­wusst­sein sei­nes ehe­ma­li­gen KSK. „Das Selbst­ver­ständ­nis der deut­schen Kom­man­do­trup­pen hat sich seit dem Zwei­ten Welt­krieg nicht geän­dert“, schrieb Gün­zel in dem von einem rech­ten Ver­lag ver­öf­fent­lich­ten Buch. So wür­den sich die Eli­te­kämp­fer des Kom­man­dos Spe­zi­al­kräf­te vor allem in der Tra­di­ti­on der – an zahl­rei­chen Kriegs­ver­bre­chen betei­lig­ten – Son­der­ein­heit „Bran­den­bur­ger“ sehen: „Die Kom­man­do­sol­da­ten des KSK wis­sen genau, wo ihre Wur­zeln lie­gen. Die Ein­sät­ze der ‚Bran­den­bur­ger‘ (…) gel­ten in der Trup­pe als gera­de­zu legen­där.“ Mit der Mit­glied­schaft im KSK sei zudem ein „Ordens­ge­dan­ke“ ver­bun­den, ver­gleich­bar dem Selbst­ver­ständ­nis der SS als Eli­te­or­den, als „ein­ge­schwo­re­ner Män­ner­bund“…“
  • „Kon­se­quen­zen statt Sym­bol­po­li­tik“ bereits am 01. Juni 2020 in neu­es deutsch­land online externer Link war ein Gespräch von Dani­el Lücking mit Flo­ri­an Pfaff (Arbeits­kreis „Darm­städ­ter Signal“) zum Zeit­punkt, da die Muni­ti­ons­be­schaf­fungs­ak­tio­nen im KSK bekannt wur­den – wor­in die­ser zur Beför­de­rung rech­ten Ver­hal­tens unter ande­rem aus­führ­te: „… Für mich liegt einer der Grün­de dar­in, dass von Sol­da­ten immer häu­fi­ger auch Din­ge ver­langt wer­den, die nicht legal sind. Das kri­ti­sie­ren wir. Vie­le Auf­trä­ge beim Kom­man­do Spe­zi­al­kräf­te KSK sind nicht legal durch­führ­bar. Zugriffs­ope­ra­tio­nen in Afgha­ni­stan, bei denen Gefan­ge­ne gemacht und an die US-Trup­pen über­ge­ben wer­den und der Irak­krieg sind da nur Bei­spie­le. Da ist jedem klar, dass die nach Guan­ta­na­mo oder in Geheim­ge­fäng­nis­se kom­men. Wer sol­che Auf­trä­ge akzep­tiert und dar­an mit­wirkt, der muss schon einen gewis­sen Man­gel an Ver­fas­sungs­treue mit­brin­gen. (…) Ins­be­son­de­re, dass es laut dem Prä­si­den­ten des Mili­tä­ri­schen Abschirm­diens­tes nicht nur um Rechts­ra­di­ka­lis­mus, son­dern auch man­geln­de Ver­fas­sungs­treue gehen soll. Wie soll man Bun­des­wehr­an­ge­hö­ri­gen ver­mit­teln, dass Rechts­ra­di­ka­lis­mus und Anti­se­mi­tis­mus tabu, aber völ­ker­rechts­wid­ri­ge Angriffs­krie­ge, wie gegen Sad­dam Hus­sein, schon in Ord­nung sei­en? Das kann nicht funk­tio­nie­ren. Die Bun­des­wehr muss ins­ge­samt auf den Boden der Ver­fas­sung zurück­ge­bracht wer­den. Nur dann kann auch der Rechts­ra­di­ka­lis­mus in der Trup­pe ein­ge­dämmt wer­den. (…) Lei­der gibt es die­se Ten­denz. Das habe ich selbst erle­ben müs­sen, als ich mich gegen einen Ein­satz im Irak gewehrt habe. Ich habe mich geset­zes­treu ver­hal­ten und wur­de dar­auf­hin nicht mehr beför­dert. Wenn die Bun­des­wehr der­ar­tig abstraft, dann blei­ben natür­lich nur noch die übrig, die sich so ver­hal­ten, wie wir das jetzt beim KSK sehen. Dar­über darf sich die Bun­des­wehr­füh­rung, solan­ge sie selbst auf­for­dert, die Geset­ze zu igno­rie­ren, nicht wun­dern…“
  • „KSK regel­recht durch­setzt von rech­ten Akteu­ren“ am 29. Juni 2020 im Deutsch­land­funk externer Link ist ein Inter­view von Jür­gen Zur­hei­de mit Tobi­as Pflü­ger, wor­in vom Lin­ken-Abge­ord­ne­ten unter ande­rem unter­stri­chen wird: „… Es ist tat­säch­lich so, dass wir seit län­ge­rem, seit Jah­ren dar­auf hin­wei­sen, dass es die­se Rech­ten inner­halb der Bun­des­wehr gibt, rechts­ex­tre­me, Neo­na­zis­ti­sche Netz­wer­ke. Und über Jah­re hin­weg wur­de uns gesagt: Nein, es sind kei­ne Netz­wer­ke, son­dern das sind qua­si Ein­zel­fäl­le, und es ist unan­ge­nehm, dass es die­se Ein­zel­fäl­le gibt. Heu­te hat jetzt Herr Grimm vom Mili­tä­ri­schen Abschirm­dienst erst­mals selbst expli­zit davon gespro­chen, dass es Netz­wer­ke von neo­na­zis­ti­schen Rechts­ex­tre­mis­ten gibt inner­halb der Bun­des­wehr, und inso­fern füh­len wir uns bestä­tigt. Es ist erschre­ckend, dass es so ist, aber es ist tat­säch­lich eine Bestä­ti­gung. (…) Man muss gleich­zei­tig wis­sen, dass eine gan­ze Rei­he von Infor­ma­tio­nen aus dem Mili­tä­ri­schen Abschirm­dienst ans Kom­man­do Spe­zi­al­kräf­te abge­flos­sen sind, und zwar auch offen­sicht­lich über Jah­re wie jetzt gera­de. Offen­sicht­lich sind eine gan­ze Rei­he von Kom­man­do Spe­zi­al­kräf­te Sol­da­ten vor­ge­warnt wor­den, dass da qua­si ent­spre­chen­de Unter­su­chun­gen lau­fen, und wir hat­ten die ver­rück­te Situa­ti­on, dass eine zen­tra­le Haupt­per­son selbst Quel­le des Mili­tä­ri­schen Abschirm­diens­tes beim Kom­man­do Spe­zi­al­kräf­te war. Das heißt, der Mili­tä­ri­sche Abschirm­dienst ist nun tat­säch­lich nicht die Grup­pe, die sich da beson­ders mit Ruhm bekle­ckert hat. Nichts­des­to­trotz ist es gut, dass da jetzt Stück für Stück tat­säch­lich die Tat­sa­chen ans Licht kom­men...“
  • „»Das KSK ist nicht refor­mier­bar«“ am 23. Juni 2020 bei IMI-Online externer Link doku­men­tiert ein Gespräch eben­falls mit Tobi­as Pflü­ger in der jun­gen welt, wor­in zur „Refor­mier­bar­keit“ und zur „Not­wen­dig­keit“ des KSK aus­ge­führt wird: „… Das KSK ist nicht refor­mier­bar, die Feh­ler sind sys­te­mi­scher Natur. Die Trup­pe muss auf­ge­löst wer­den. So wie das jetzt ange­gan­gen wer­den soll, mit inter­nen Arbeits­grup­pen – das wird nicht viel brin­gen. /​Braucht die Bun­des­wehr eine sol­che Spe­zi­al­trup­pe über­haupt? /​Nein. Das ist eine ganz inter­es­san­te Kon­tro­ver­se. Im Ver­tei­di­gungs­aus­schuss sagen alle ande­ren Frak­tio­nen: Spe­zi­al­kräf­te braucht es unbe­dingt. Dann muss man aber auch akzep­tie­ren, dass man sich das Pro­blem rech­ter Netz­wer­ke damit ins Haus holt. Das ist einer der Grün­de dafür, dass ich sage: Sol­cher Spe­zi­al­ein­hei­ten bedarf es eben nicht. Ins­ge­samt bekom­me ich vie­le Rück­mel­dun­gen, dass die For­de­rung nach Auf­lö­sung des KSK sinn­voll ist und unter­stützt wird. Selbst in Foren, in denen Bun­des­wehr-Ange­hö­ri­ge und mili­tär­na­he Krei­se sich aus­tau­schen, bekommt die For­de­rung übri­gens auch ziem­lich viel Zustim­mung...“
  • Sie­he dazu auch: „Die rechts­ra­di­ka­le Kader­trup­pe KSK: Sofort auf­lö­sen!“ am 19. Juni 2020 im Labour­Net Ger­ma­ny – wor­in unter ande­rem der „Insi­der-Brief“ eine wesent­li­che Rol­le spielt, der nicht unwe­sent­lich zur Stei­ge­rung (und Ände­rung) der MAD-Akti­vi­tä­ten bei­getra­gen haben dürf­te…

Der Bei­trag Der rechts­ra­di­ka­le Ein­zel­fall der Bun­des­wehr – beim Namen genannt: KSK. End­gül­ti­ge und ersatz­lo­se Auf­lö­sung der Muni­ti­ons­be­schaf­fer statt „Bewäh­rung“ und „Reform“ sind gefor­dert erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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