[perspektive:] Lesbos: 60 Geflüchtete im Hungerstreik

In einem Abschiebegefängnis auf der Insel Lesbos sitzen Menschen seit Monaten in Haft – ohne dass Abschiebungen stattfinden. Dagegen regt sich Widerstand.

Seit dem 5. März fin­den kei­ne umstrit­te­nen Abschie­bun­gen von Grie­chen­land in die Tür­kei mehr statt. Grund dafür ist die Ver­schär­fung der Coro­na-Pan­de­mie.
Trotz­dem sind wei­ter­hin wei­ter­hin Geflüch­te­te in der Abschie­be­an­stalt mit dem Namen „PRO.KE.K.A“ inhaf­tiert, wel­che zu dem Geflüch­te­ten­la­ger Moria gehört, wo momen­tan 28.000 bei unmensch­li­chen Bedin­gun­gen fest­sit­zen.
Seit dem 26. August sind in dem Gefäng­nis ca. 60 Geflüch­te­te im Hun­ger­streik.
Sie for­dern ihre Frei­las­sung, da ohne eine abseh­ba­re Abschie­bung kein Grund für den oft bereits über 170 Tage andau­ern­den Ver­bleib in der Ein­rich­tung bestän­de.
Laut dem Blog bor​der​mo​ni​to​ring​.eu gab es einen ähn­li­chen Ver­such bereits vom 5. bis zum 8. April die­ses Jah­res, wel­cher durch Poli­zei­ge­walt gebro­chen wur­de.
Eine Fol­ge der Haft­be­din­gun­gen sei­en fast wöchent­li­che Sui­zid­ver­su­che. So hat sich bei­spiels­wei­se ein 31-jäh­ri­ger Ira­ner das Leben genom­men, nach­dem er in Iso­la­ti­ons­haft saß und ihm Zugang zu psy­cho­lo­gi­scher Behand­lung ver­wei­gert wur­de.
Bor​der​mo​ni​to​ring​.eu schließt dar­aus: „Die­se Miss­bräu­che ver­schwin­den unter dem Schwei­ge­ko­dex der „PRO.KE.K.A“ bestimmt. Die Hun­ger­strei­ken­den haben beschlos­sen, die­ses Schwei­gen zu bre­chen“.

Der Bei­trag Les­bos: 60 Geflüch­te­te im Hun­ger­streik erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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