[perspektive:] Hunderte blockieren Waffenfabrik in Kassel

Am vergangenen Freitag haben mehr als 600 Menschen an Aktionen des Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ teilgenommen. Mit Blockaden mehre Waffenfabriken, einer großen Demonstration und weiteren Aktionen haben sie gegen die Geschäfte der Rüstungsindustrie protestiert.

Bereits seit den frü­hen Mor­gen­stun­den blo­ckier­ten Akti­vis­tIn­nen des Bünd­nis „Rhein­me­tall Ent­waff­nen“ ver­schie­de­ne Zugän­ge des West-Werks von Krauss-Maff­ei Weg­mann (KMW). Ab 10 Uhr folg­te eine zwei­te Blo­cka­de­wel­le, mit der auch das Ost-Werk von KMW blo­ckiert wur­de.

Ein dort mit­ge­führ­ter selbst­ge­bau­ter Pan­zer trug die Auf­schrift vie­ler deut­scher Kriegs­pro­fi­teu­re, gegen die zum Wider­stand auf­ge­ru­fen wur­de. Auf zahl­rei­chen Trans­pa­ren­ten konn­ten anti­mi­li­ta­ris­ti­sche For­de­run­gen der Demons­tran­tIn­nen gele­sen wer­den: „Alle zusam­men gegen den Faschis­mus!“ „#Health­ca­re­Not­War­fa­re“ und „Gren­zen auf für Men­schen statt für Waf­fen“.

“Heu­te haben wir in Kas­sel ein star­kes Zei­chen gegen Krieg und Mili­ta­ri­sie­rung gesetzt. Wir machen auf die zer­stö­re­ri­schen Fol­gen von deut­schen Rüs­tungs­ex­por­ten auf­merk­sam: Der Tod ist ein Meis­ter aus Deutsch­land, und ins­be­son­de­re aus Kas­sel“, erklärt Adi­la Dila­ram vom Bünd­nis “Rhein­me­tall Ent­waff­nen”.

Akti­vis­tIn­nen blo­ckie­ren Waf­fen­fa­brik von Rhein­me­tall

Den Abschluss des Akti­ons­ta­ges bil­de­te die nach­mit­täg­li­che Demons­tra­ti­on für gren­zen­lo­se Soli­da­ri­tät gegen Krieg und Mili­ta­ri­sie­rung durch die Kas­se­ler Nord­stadt, in direk­ter Nähe zu den gro­ßen Rüs­tungs­stand­or­ten von Krauss-Maff­ei Weg­mann und Rhein­me­tall.

Adi­la Dila­ram vom Bünd­nis “Rhein­me­tall Ent­waff­nen”: „Krie­ge sind Flucht­ur­sa­chen, sie zu stop­pen bedeu­tet auch Flucht­ur­sa­chen zu bekämp­fen und der Zer­stö­rung unse­rer öko­lo­gi­schen Lebens­grund­la­ge ent­ge­gen­zu­tre­ten. Deut­sche Kon­zer­ne und die Bun­des­re­gie­rung sind mit ver­ant­wort­lich am welt­wei­ten Mor­den. Wir for­dern den Stopp von Waf­fen­ex­por­ten und Kriegs­pro­duk­ti­on.“

Das Bünd­nis „Rhein­me­tall Ent­waff­nen“ grün­de­te sich 2018 nach dem tür­ki­schen Angriff auf Afrin in Nord­sy­ri­en. Bereits 2018 gab es am Pro­duk­ti­ons­stand­ort von Rhein­me­tall in Unter­lüß ein Pro­test­camp und klei­ne­re Blo­cka­den. Letz­tes Jahr kamen dann mehr als dop­pelt so vie­le Akti­vis­tIn­nen und blo­ckier­ten Zufahr­ten zum dor­ti­gen Werk für mehr als 24 Stun­den.

Der Bei­trag Hun­der­te blo­ckie­ren Waf­fen­fa­brik in Kas­sel erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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