[labournet:] Die bewaffneten Angriffe auf zapatistische Gemeinde gehen weiter: Soziale Bewegungen und Linke in Mexiko und ganz Amerika mobilisieren dagegen

Aktuelles mexikanisches Soliplakat mit den Zapatisten vom August 2020„… In der Ort­schaft Cuxul­já sind am ver­gan­ge­nen Sams­tag zwei der Zapa­tis­ti­schen Armee der Natio­na­len Befrei­ung (EZLN) gehö­ren­de Gebäu­de aus­ge­raubt und anschlie­ßend nie­der­ge­brannt wor­den. Nach Augen­zeu­gen­be­rich­ten waren die Angrei­fer Mit­glie­der der Regio­na­len Orga­ni­sa­ti­on der Kaf­fee­bau­ern von Oco­sin­go (Orcao), die die aus Holz gebau­ten Lager­hal­len für Mais und Kaf­fee in der Gemein­de Oco­sin­go anzün­de­ten. Mit dem Angriff auf die Gebäu­de an der Kreu­zung von Cuxul­já, wel­che die Städ­te San Cris­tó­bal de Las Casas, Alta­mi­ra­no und Oco­sin­go ver­bin­det, wur­de ein zen­tra­ler Umschlag­platz der Zapa­tis­tas aus der auto­no­men Gemein­de Moi­sés Gan­dhi und aus umlie­gen­den Dör­fern getrof­fen. Die EZLN posi­tio­niert sich seit 2001 an die­ser Kreu­zung, nach­dem der dor­ti­ge Poli­zei­pos­ten geräumt und des­sen Gebäu­de von den Zapa­tis­ten über­nom­men und in einen Laden für loka­le Pro­duk­te umge­wan­delt wur­de. Zwi­schen der EZLN und der Orcao gibt es seit Jah­ren Aus­ein­an­der­set­zun­gen um nach 1994 besetz­tes Land. Damals nahm die Kaffebau­er-Orga­ni­sa­ti­on am zapa­tis­ti­schen Auf­stand und an der Beset­zung von Rin­der­far­men in der Regi­on Oco­sin­go teil. Im Jahr 2001 akzep­tier­te die Orcao jedoch die Regie­rungs­pro­gram­me der Land­pri­va­ti­sie­rung, wäh­rend ihre zapa­tis­ti­schen Nach­barn eine Par­zel­lie­rung des ehe­ma­li­gen Groß­grund­be­sit­zes ver­wei­ger­ten und auf der kol­lek­ti­ven Land­wirt­schaft bestan­den. Die­ser Kon­flikt ist nun, inmit­ten der Pan­de­mie und der mit ihr ein­her­ge­hen­den öko­no­mi­schen Kri­se, erneut ent­flammt. Die EZLN hat sich bis­her nicht zu den Ereig­nis­sen geäu­ßert…“ – aus dem Bei­trag „Mexi­ko: Lager­hal­len der EZLN in Chia­pas geplün­dert und in Brand gesteckt“ von Phil­ipp Ger­ber am 29. August 2020 bei ame​ri​ka21​.de externer Link über die neu­es­ten Angrif­fe auf zapa­tis­ti­sche Gemein­den. Sie­he dazu eine wei­te­re aktu­el­le Mel­dung über die Fort­set­zung der Angrif­fe, eine inter­na­tio­na­le Soli­da­ri­täts­er­klä­rung von enor­mer Brei­te – und den Hin­weis auf unse­ren ers­ten Bei­trag zu den neu­en Angrif­fen in Chia­pas:

  • „ALTO A LA GUERRA CONTRA LXS ZAPATISTAS“ ist eine neu ein­ge­rich­te­te eige­ne Web­sei­te zum Soli­da­ri­täts­auf­ruf externer Link mit den zapa­tis­ti­schen Gemein­den (des­sen Unter­zeich­nen­den­lis­te kon­ti­nu­ier­lich erwei­tert wird). In der Erklä­rung wird nicht nur zur akti­ven Soli­da­ri­tät auf­ge­ru­fen und die sofor­ti­ge Been­di­gung der Angrif­fe gefor­dert, son­dern auch noch ein­mal nach­drück­lich unter­stri­chen, dass die EZLN welt­weit eine der Refe­ren­zen für den Kampf um eine bes­se­re Welt ist. Zu den unter­zeich­nen­den Per­so­nen und (getrennt auf­ge­führt) Orga­ni­sa­tio­nen gehö­ren Ver­tre­ten­de ins­be­son­de­re aus allen Län­dern zwi­schen Argen­ti­ni­en und Kana­da, inklu­si­ve zahl­rei­cher Migran­tIn­nen-Orga­ni­sa­tio­nen aus den USA.

Der Bei­trag Die bewaff­ne­ten Angrif­fe auf zapa­tis­ti­sche Gemein­de gehen wei­ter: Sozia­le Bewe­gun­gen und Lin­ke in Mexi­ko und ganz Ame­ri­ka mobi­li­sie­ren dage­gen erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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