[EMRAWI:] Erneuter Prozess gegen unser Haus!

Über­ra­schend kommt das erneu­te Urteil nicht, hier wird wie­der im Sin­ne des Eigen­tü­mers und sei­ner Kapi­tal­in­ter­es­sen agiert und ein Wohn­raum als Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt ver­han­delt. Im Sin­ne von Pado­vicz soll die Lie­big zeit­nah geräumt wer­den. Außer­dem soll der Immo­bi­li­en­hai von uns noch­mal 20.000 Euro in sei­nen Rachen gesteckt krie­gen. Nur eine hal­be Stun­de brauch­te die Ber­li­ner Jus­tiz um wie­der mal über das Schick­sal von den Men­schen in der Lie­big zu urtei­len.

Eine hal­be Stun­de um zu ent­schei­den, ob Men­schen auf die Stra­ße gesetzt wer­den sol­len, oder nicht.

Der Ver­ein wird in Beru­fung gehen und damit den Fall vors Kam­mer­ge­richt brin­gen. Geräumt wer­den kön­nen wir trotz­dem jeder­zeit, aber Pado­vicz müss­te eine erheb­li­che „Sicher­heits­leis­tung“ von 60.000 € auf­brin­gen. Bei sei­nem Ver­mö­gen nicht unwahr­schein­lich.

Wir erken­nen die­ses Urteil sowohl poli­tisch als auch juris­tisch nicht an. Rad­u­ga e.V. sitzt lan­ge nicht mehr in den Räu­men der Liebigstraße34 und gegen den aktu­el­len Ver­ein „Mittendrin.kommunikation und ande­res e.V.“ liegt kein Räu­mungs­ti­tel vor. Außer­dem leben und woh­nen in unse­rem Haus ech­te Men­schen, gegen die sich auch kein Titel rich­tet, ledig­lich gegen einen Ver­ein , der nicht mehr da ist. Außer­dem wird die Lie­big als Gewer­be behan­delt. Es han­delt sich jedoch um Wohn­raum und muss im Rah­men des Wohn­raum­miet­rechts betrach­tet wer­den. Im durch­gen­tri­fi­zier­ten Ber­lin der Rei­chen müs­sen immer mehr Räu­me, die außer­halb von Kon­sum­zwang und Pro­fit­gier klei­ne Uto­pien im Her­zen der Bes­tie auf­bau­en, wei­chen. Die­ser Dyna­mik wol­len und wer­den wir uns nicht wider­stands­los erge­ben.

Und wenn noch 100 Gerich­te ent­schei­den, dass unser queer­fe­mi­nis­ti­sches Haus­pro­jekt zu einem wei­te­ren gesichts­lo­sen Beton­klotz wer­den soll, wir blei­ben. Femi­nis­tisch, unan­ge­passt, unbe­quem und unver­söhn­lich.

Die Akti­ons­ta­ge vom 7.–13. Sep­tem­ber sind eine Mög­lich­keit, dass wir über­all zei­gen, dass die Lie­big bleibt und dass wir unse­re Wut über die Zustän­de jetzt und immer auf die Stra­ße tra­gen wer­den (https://​defendlie​bi​g34​.noblogs​.org/).

Kein Räu­mungs­ver­such ohne (Re)Aktion! Liebig34 bleibt!

Sie haben die Macht, wir haben die Nacht!

http://​lie​bi​g34​.blog​sport​.de

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