[labournet:] Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen stellt Antirassismus Agenda 2025 vor: Wir brauchen einen politischen Neustart und keine halbherzigen Maßnahmen

Refugees Welceome -staatlichen Rassismus stoppen! Titelbild der Gewantifa-Broschüre "Staatlicher Terror und Nazi-Terror gegen Refugees 2015/16" vom Mai 2016“… Nach den Anschlä­gen in Hal­le und Hanau und dem Mord an Wal­ter Lüb­cke wur­de auf Druck von Migrant*innenorganisationen ein „Kabi­netts­aus­schuss zur Bekämp­fung von Ras­sis­mus und Rechts­ex­tre­mis­mus“ gegrün­det. Am 2. Sep­tem­ber 2020 trifft er sich unter der Lei­tung der Bun­des­kanz­le­rin mit zivil­ge­sell­schaft­li­chen und wis­sen­schaft­li­chen Akteur*innen sowie wei­te­ren Ver­bän­den. (…) Aller­dings reicht es nicht, sich mit Extre­mis­mus und Gewalt zu beschäf­ti­gen. Wer die Ungleich­be­hand­lung von Men­schen aus Ein­wan­de­rer­fa­mi­li­en bekämp­fen will, muss einen radi­ka­len Para­dig­men­wech­sel in der poli­ti­schen Rhe­to­rik und der Migra­ti­ons- und Teil­ha­be­po­li­tik vor­neh­men. In die­sem Sinn ist für uns nicht nach­voll­zieh­bar, war­um die Res­sorts für Gesund­heit und Arbeit nicht im Ras­sis­mus-Kabi­nett ein­ge­bun­den sind. Wir haben es mit einem gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Pro­blem und Quer­schnitts­the­ma zu tun. Im Juli hat die BKMO einen Expert*innenkreis ein­ge­rich­tet, der die Arbeit des Kabi­netts­aus­schus­ses kri­tisch beglei­tet. Er hat eine „Anti­ras­sis­mus-Agen­da 2025“ erar­bei­tet, ein umfas­sen­des Reform­pa­ket für eine ras­sis­mus­freie Gesell­schaft. Dar­in fin­den sich kon­kre­te For­de­run­gen an die Poli­tik, mit Zie­len und Indi­ka­to­ren für die nächs­ten fünf Jah­re, damit im Ein­wan­de­rungs­land Deutsch­land end­lich Ras­sis­mus, auch insti­tu­tio­nel­ler und struk­tu­rel­ler Ras­sis­mus, effek­tiv bekämpft wird. Mit der Agen­da stel­len wir sicher, dass zukünf­ti­ge Beschlüs­se der Bun­des­re­gie­rung fort­wäh­rend mit den For­de­run­gen von Migrant*innen- und post­mi­gran­ti­schen Orga­ni­sa­tio­nen abge­gli­chen wer­den kön­nen. (…) 1. Wir for­dern eine gesetz­lich ver­an­ker­te Defi­ni­ti­on von Ras­sis­mus auch in insti­tu­tio­nel­ler und struk­tu­rel­ler Form, um den Staat und die Behör­den hand­lungs­fä­hi­ger zu machen. 2. Wir for­dern eine dau­er­haf­te, insti­tu­tio­nel­le Ver­an­ke­rung der The­men auf allen poli­ti­schen Ebe­nen. (…) 3. Der Dis­kri­mi­nie­rungs­schutz muss gestärkt wer­den (…) 4. Neu­es Staats­ziel – Bekennt­nis zur Ein­wan­de­rungs­ge­sell­schaft und Anti­ras­sis­mus (…) 5. Poli­ti­sche Teil­ha­be­chan­cen von Drittstaatler*innen erwei­tern…” Mel­dung vom 31. August 2020 bei neue​deut​sche​.org externer Link zur 32-sei­ti­gen Anti-Ras­sis­mus Agen­da 2025 externer Link

Der Bei­trag Bun­des­kon­fe­renz der Migran­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen stellt Anti­ras­sis­mus Agen­da 2025 vor: Wir brau­chen einen poli­ti­schen Neu­start und kei­ne halb­her­zi­gen Maß­nah­men erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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