[labournet:] Trump mobilisiert: Die rassistischen Polizeitruppen, mörderische Nazi-Milizen – und die (dazu passende) Regierungspartei

USA: No Trump, no KKK, no racist USADer Nomi­nie­rungs-Kon­gress der Regie­rungs­par­tei der USA jubelt einem Nazi-Mör­der zu. So ist der Stand der Ent­wick­lung in den USA, die zwi­schen kata­stro­pha­len Epi­de­mie-Aus­wir­kun­gen und nie da gewe­se­nen anti­ras­sis­ti­schen Pro­tes­ten ein­ge­klemmt sind. Einer Ent­wick­lung, die vom Prä­si­den­ten der USA ganz bewusst so vor­an getrie­ben wird. Und wäh­rend die Wahl­kampf­pos­til­len der Oppo­si­ti­on (auch eini­ge davon in der BRD) neben­säch­li­che Geschich­ten aus Trumps All­tag ver­brei­ten, setzt er die­sen Kurs unge­niert fort. Der Schul­ter­schluss des Repu­bli­ka­ni­schen Par­tei­tags mit dem (von der Poli­zei zunächst nicht „behel­lig­ten“) Mord­schüt­zen Kyle Rit­ten­house ist der bis­he­ri­ge Höhe­punkt die­ser Ent­wick­lung, die sich auch in inzwi­schen andau­ern­den Auf­mär­schen bewaff­ne­ter Nazi-Ban­den quer durchs Land aus­drückt – oft genug nicht nur in (zuneh­mend offe­ner) Zusam­men­ar­beit mit der Poli­zei, son­dern auch mit loka­len repu­bli­ka­ni­schen Poli­ti­ke­rIn­nen. Zum Auf­schwung der Rech­ten in den USA, der Mobi­li­sie­rung von Mili­zen und der Poli­zei unse­re klei­ne aktu­el­le Mate­ri­al­samm­lung „USA: Die mobi­li­sier­te Rech­te“ vom 02. Sep­tem­ber 2020

USA: Die mobilisierte Rechte

„Trump schürt Selbst­jus­tiz gegen fried­li­che Pro­tes­te in Wis­con­sin“ von Joseph Kishore am 01. Sep­tem­ber 2020 bei wsws externer Link fasst die Bekun­dun­gen auf dem Repu­bli­ka­ner-Par­tei­tag so zusam­men: „…In der Woche, seit ein faschis­ti­scher Schüt­ze in Keno­sha (Wis­con­sin), zwei Demons­tran­ten töte­te und einen drit­ten schwer ver­wun­de­te, haben die Trump-Regie­rung und ihre Ver­bün­de­ten in den Medi­en und im poli­ti­schen Estab­lish­ment die Mor­de und den Mör­der ver­tei­digt. Die Taten von Kyle Rit­ten­house, einem 17-jäh­ri­gen Trump-Anhän­ger, der zuvor an Trump-Kund­ge­bun­gen teil­ge­nom­men hat­te, sind das direk­te Ergeb­nis der Het­ze durch die­se Regie­rung selbst. Es geschah in der Woche des Par­tei­tags der Repu­bli­ka­ner, als ein Red­ner nach dem ande­ren gegen die „radi­ka­le Lin­ke“ wet­ter­te und als Reak­ti­on auf die Pro­tes­te gegen die Erschie­ßung von Jacob Bla­ke durch die Poli­zei am ver­gan­ge­nen Sonn­tag in Keno­sha die Wie­der­her­stel­lung von „Recht und Ord­nung“ for­der­te. Als Trump am Wochen­en­de auf­ge­for­dert wur­de, zu den Mor­den Stel­lung zu neh­men, wei­ger­te er sich, sie zu ver­ur­tei­len. Er wie­der­hol­te eine frü­he­re Erklä­rung, dass in die­ser Sache „ermit­telt wer­de“ und dass die Regie­rung sie „sehr genau beob­ach­te.“ Trump füg­te jedoch hin­zu, die Schuld für die Pro­tes­te lie­ge bei den Demons­tran­ten, und sag­te, dass Wis­con­sin „sich nicht damit abfin­den soll­te, was es durch­ge­macht hat“. Dabei bezog er sich auf die Pro­tes­te. Ande­re inner­halb oder in direk­ter Umge­bung der Regie­rung haben Rit­ten­house noch deut­li­cher gelobt. Donald Trump Jr., Trumps ältes­ter Sohn, ret­wee­te­te einen Bei­trag des rech­ten Kom­men­ta­tors Tim Pool, der erklär­te, dass Rit­ten­house „ein gutes Bei­spiel dafür ist, war­um ich mich ent­schie­den habe, Trump zu wäh­len“. Pool lob­te ihn dafür, dass er sich ent­schie­den habe, „hin­zu­ge­hen und Unter­neh­men zu schüt­zen und den Leu­ten medi­zi­ni­sche Unter­stüt­zung [zu] bie­ten.“ In der ver­gan­ge­nen Woche lob­te Fox-News-Mode­ra­tor Tucker Carl­son Rit­ten­house dafür, dass er ver­sucht habe, „die Ord­nung auf­recht­zu­er­hal­ten, als es sonst nie­mand tat.“ Auf CNN wei­ger­te sich der repu­bli­ka­ni­sche Sena­tor Ron John­son aus Wis­con­sin am Sonn­tag wie­der­holt, Rit­ten­house zu ver­ur­tei­len, und pran­ger­te statt­des­sen die „Gewalt“ und „wirt­schaft­li­che Zer­stö­rung“ in der Woche seit Blakes Erschie­ßung an. Auf die Ent­wick­lun­gen in Wis­con­sin folg­te eine aus­ufern­de Kam­pa­gne der Trump-Regie­rung für ein här­te­res Vor­ge­hen von Poli­zei und Mili­tär in Port­land (Ore­gon). Rech­te Grup­pen – dar­un­ter Patri­ot Pray­er, das Ver­bin­dun­gen zur Poli­zei in Port­land hat – patrouil­lier­ten in der ver­gan­ge­nen Woche in den Stra­ßen der Stadt und atta­ckier­ten Demons­tran­ten und Jour­na­lis­ten mit Pfef­fer­spray und Paint­ball-Waf­fen...“

„US-Prä­si­dent Trump ver­tei­digt Todes­schüt­zen von Keno­sha“ am 01. Sep­tem­ber 2020 im Tages​spie​gel​.de externer Link mel­det dazu: „…US-Prä­si­dent Donald Trump hat einen wei­ßen Schüt­zen ver­tei­digt, der bei einem Pro­test gegen Ras­sis­mus in der Stadt Keno­sha zwei Men­schen erschos­sen haben soll. Trump sug­ge­rier­te, die­ser habe in Not­wehr gehan­delt: Die Demons­tran­ten hät­ten ihn „sehr gewalt­tä­tig“ ange­grif­fen und er „wäre wohl getö­tet wor­den“, sag­te Trump am Mon­tag­abend (Orts­zeit) im Wei­ßen Haus. „Er hat ver­sucht, von ihnen weg­zu­kom­men und dann ist er gefal­len und dann haben sie ihn sehr hef­tig ange­grif­fen“, sag­te Trump zu dem Vor­fall. „Ich den­ke, er war in gro­ßer Not, er wäre wahr­schein­lich getö­tet wor­den.“ Die Unter­su­chun­gen lie­fen noch, füg­te er hin­zu. Trump woll­te die Stadt in Wis­con­sin am Diens­tag besu­chen – obwohl ihn der demo­kra­ti­sche Gou­ver­neur des Bun­des­staats und der Bür­ger­meis­ter gebe­ten haben, nicht zu kom­men...“

„Repu­bli­ka­ner ver­tei­di­gen Amok­schüt­zen von Keno­sha, lan­des­wei­te Pro­tes­te hal­ten an“ von Jacob Cros­se am 31. August 2020 bei wsws externer Link zu den Hal­tun­gen von Par­tei und Par­tei­tag und hier eben auch mit dem „Umfeld“ unter ande­rem: „…Am Don­ners­tag­abend hielt Trump eine mehr als ein­stün­di­ge Rede, in der er die Nomi­nie­rung der Repu­bli­ka­ner annahm. Dar­in erwähn­te er weder die Ereig­nis­se in Keno­sha noch die Tat­sa­che, dass einer sei­ner Anhän­ger auf der Grund­la­ge von Trumps poli­ti­schen Paro­len das Feu­er auf Demons­tran­ten eröff­net und zwei von ihnen ermor­det hat­te. Es besteht ein direk­ter Zusam­men­hang zwi­schen den faschis­ti­schen Hetz­ti­ra­den, die Trump in den letz­ten vier Jah­ren gehal­ten hat und die beim Par­tei­tag der Repu­bli­ka­ner letz­te Woche end­los wie­der­holt wur­den, und Kyle Rit­ten­houses Selbst­jus­tiz­mor­den in Keno­sha. Der 17-jäh­ri­ge ist ein begeis­ter­ter Trump-Anhän­ger und ehe­ma­li­ger Poli­zei­schü­ler, der im Janu­ar erfolg­los ver­sucht hat, sich bei den Mari­ne Corps zu ver­pflich­ten. Der­zeit befin­det er sich in Illi­nois in Gewahr­sam, nach­dem der Rich­ter am Frei­tag­mor­gen eine Aus­lie­fe­rungs­an­hö­rung um einen Monat ver­scho­ben hat­te, damit Rit­ten­house wei­ter­hin einen Pri­vat­an­walt bean­spru­chen kann. Er wird in fünf Punk­ten ange­klagt, dar­un­ter vor­sätz­li­che Tötung ers­ten Gra­des von Antho­ny Huber (26) aus Sil­ver Lake, fahr­läs­si­ge Tötung ers­ten Gra­des von Joseph Rosen­baum (36) aus Keno­sha und ver­such­te vor­sätz­li­che Tötung ers­ten Gra­des für die Schüs­se auf Gai­ge Gross­kreutz (26) aus West Allis. Zwei wei­te­re Ankla­ge­punk­te betref­fen die rück­sichts­lo­se Gefähr­dung der öffent­li­chen Sicher­heit. Rit­ten­house wird momen­tan von einem Pflicht­ver­tei­di­ger und dem Pri­vat­an­walt Lin Wood ver­tre­ten. Letz­te­rer bekennt sich in sei­nem Twit­ter-Pro­fil stolz zu der faschis­ti­schen Ver­schwö­rungs­theo­rie QAnon mit dem Hash­tag #WWG1WGA („Wenn einer von uns geht, gehen wir alle“, einer Paro­le von QAnon). Rit­ten­house ist auf dem bes­ten Weg, zu einem Sym­bol für Faschis­ten zu wer­den. Fox-News-Per­sön­lich­kei­ten wie Tucker Carl­son, des­sen Sen­dung jeden Abend von etwa vier Mil­lio­nen Men­schen gese­hen wird, und Ann Coul­ter (2,2 Mil­lio­nen Zuschau­er) haben für ihn Stim­mung gemacht. Am Mitt­woch erhielt Coul­ter eine Nach­richt von einem Fol­lower, der Rit­ten­house als sei­nen Leib­wäch­ter haben woll­te. Dar­auf ant­wor­te­te sie: „Ich will ihn als mei­nen Prä­si­den­ten.“ Am Abend nach der Schie­ße­rei frag­te die bekann­te loka­le Radio­mo­de­ra­to­rin Vicki McKen­na (52), deren mor­gend­li­che Talk­show in Madi­son und Mil­wau­kee – den bei­den größ­ten Städ­ten von Wis­con­sin – gehört wird, ihre Zuhö­rer: „Haben Sie genug Muni­ti­on? … Berei­ten Sie sich vor, indem Sie ein altes wei­ßes Bett­tuch suchen, das Sie als Kapi­tu­la­ti­ons­flag­ge benut­zen kön­nen? Oder wer­den Sie bereit sein, Ihren Besitz, Ihr Volk gegen die Gewalt zu ver­tei­di­gen, die von Men­schen droht, deren End­ziel die völ­li­ge Ver­nich­tung unse­rer Lebens­wei­se ist?“ Carl­son benutz­te am Mitt­woch einen gan­zen Abschnitt sei­ner Prime­time-Show, um den faschis­ti­schen Amok­schüt­zen zu ver­tei­di­gen und der „Füh­rung“ und den „Behör­den“ vor­zu­wer­fen, sie hät­ten Keno­sha im Stich gelas­sen und zuge­las­sen, dass es „in die Anar­chie abglei­tet“. Zum Schluss stell­te er die rhe­to­ri­sche Fra­ge: „Sind wir wirk­lich so scho­ckiert dar­über, dass 17-Jäh­ri­ge mit Geweh­ren ent­schie­den haben, dass sie die Ord­nung auf­recht­erhal­ten müs­sen, wenn es doch sonst nie­mand tut?“ Tat­säch­lich haben Gou­ver­neur Tony Evers und Bür­ger­meis­ter John Ant­ara­mi­an (bei­de Demo­kra­ten) die Stadt nicht im Stich gelas­sen, son­dern viel­mehr ihre Bereit­schaft deut­lich gemacht, die Pro­tes­te mit allen Mit­teln zu unter­drü­cken. Bis zum Sams­tag­mor­gen sind mehr als 1.000 Mili­tär­po­li­zis­ten der Natio­nal­gar­de aus vier Bun­des­staa­ten, Hun­der­te von Bun­des­agen­ten und loka­le Poli­zis­ten in die Stadt geströmt, um auf Demons­tran­ten los­zu­ge­hen. Gleich­zei­tig erlaubt die Poli­zei selbst­er­nann­ten Mili­zen wie der Keno­sha Guard, gegen die Aus­gangs­sper­re zu ver­sto­ßen und Demons­tran­ten ein­zu­schüch­tern oder sogar zu töten…“

„”Run Them Over”: Rechts­ex­tre­mis­ten ram­men Demons­tran­ten mit Autos“ von Flo­ri­an Röt­zer am 24. Juni 2020 bei tele­po­lis externer Link zur wach­sen­den rechts­ra­di­ka­len Gewalt bereits damals: „…Die von Isla­mis­ten über­nom­me­ne Anschlags­tech­nik wur­de nach Trumps Amts­an­tritt pro­pa­giert und jetzt in meh­re­ren Städ­ten gegen Black-Lives-Mat­ter-Demons­tran­ten von Poli­zis­ten und Rechts­ex­tre­mis­ten ein­ge­setzt. Die USA sind ein gespal­te­nes Land, das durch Donald Trump wei­ter gespal­ten wird. Er setzt auf Kon­fron­ta­ti­on, die ihm eine Büh­ne schaf­fen soll, auf Wut, Ärger sowie gehäs­si­ger Pro­vo­ka­ti­on und Demü­ti­gung der poli­ti­schen Geg­ner. Und sei­ne Anhän­ger, die das toll und lus­tig fin­den, als eine unter­halt­sa­me Per­for­mance beklat­schen, oder der Mob, dem die aggres­si­ven Paro­len Türen öff­nen, gehen zuneh­mend zum Angriff über. Schwer bewaff­net mar­schie­ren sie wie in Michi­gan ins Par­la­ment und tre­ten ein­schüch­ternd bei Demons­tra­tio­nen auf, schie­ßen da auch schon mal wie in Albu­quer­que auf Demons­tran­ten oder berei­ten sich wie drei noch recht­zei­tig in Las Vegas fest­ge­nom­me­ne rech­te ras­sis­ti­sche Extre­mis­ten auf einen Anschlag vor, um Cha­os und Unru­hen zu pro­vo­zie­ren. Mög­li­cher­wei­se Anhän­ger der rechts­ex­tre­mis­ti­schen Boo­ga­loo-Bewe­gung, die sich auf einen Bür­ger­krieg vor­be­rei­ten. Die Angst besteht, dass die Gewalt von rechts­ex­tre­men, schwer bewaff­ne­ten Ban­den auf­bre­chen könn­te, wenn Donald Trump die Prä­si­dent­schafts­wahl ver­lie­ren soll­te. Schon im Vor­feld über­neh­men auf­ge­hetz­te rech­te Fana­ti­ker das Law & Order-Man­tra von Donald Trump und gehen gegen Demons­tran­ten vor, die der Prä­si­dent als Links­ex­tre­me, Anar­chis­ten und Ter­ro­ris­ten bezeich­net. In Mode gekom­men ist eine Anschlags­art, die von Isla­mis­ten pro­pa­giert und von IS-Anhän­gern aus­ge­führt, aber auch eine Zeit­lang von Paläs­ti­nen­sern im West­jor­dan­land gegen israe­li­sche Sol­da­ten prak­ti­ziert wur­de. Autos wer­den auf unge­schütz­te Fuß­gän­ger gefah­ren…“

„US-Repu­bli­ka­ner: Wie die Rech­ten die Par­tei unter­war­fen“ von Doug Hen­wood am 24. August 2020 im Jaco­bin Maga­zin externer Link hier zu den Rah­men­be­din­gun­gen des Pro­zes­ses in der Repu­bli­ka­ni­schen Par­tei hin zur heu­ti­gen Situa­ti­on: „…Und den­noch sind die reak­tio­nä­ren Kräf­te auf­ge­bracht und para­no­id. Für einen gro­ßen Teil der Rech­ten, nicht nur für die offen­sicht­lich Über­ge­schnapp­ten, war Barack Oba­ma ein Mann mit sozia­lis­ti­schen Bestre­bun­gen. Sie wur­den auf­ge­peitscht vom Wider­stand gegen den soge­nann­ten Afford­a­ble Care Act, bes­ser bekannt als »Oba­ma­ca­re« – einem Maß­nah­men­pa­ket, das sei­ne Wur­zeln in den Über­le­gun­gen eines bri­ti­schen Kon­ser­va­ti­ven, Stuart But­ler, der in den 1980ern und frü­hen 1990ern für die Heri­ta­ge Foun­da­ti­on, ein kon­ser­va­ti­ver ame­ri­ka­ni­scher Think­tank, gear­bei­tet hat­te. Einen Pro­be­lauf hat­te das Kon­zept übri­gens in Mas­sa­chu­setts unter Gou­ver­neur Mitt Rom­ney, sei­nes Zei­chens Invest­ment-Ban­ker und Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat der Repu­bli­ka­ner 2012. Wäh­rend der bes­se­re Teil der Maß­nah­men – der Aus­bau des Medi­caid-Ange­bots und ein gemein­sa­mes Pro­gramm von Bun­des­staa­ten und Zen­tral­re­gie­rung, um auch Armen den Zugang zu Kran­ken­ver­si­che­run­gen zu ermög­li­chen – in der Tat eine Aus­wei­tung des öffent­li­chen Sek­tors bedeu­tet, ist das Gros der Maß­nah­men sehr an den Inter­es­sen der Ver­si­che­rungs­in­dus­trie aus­ge­rich­tet – was nicht wirk­lich über­ra­schend ist, wenn man sich klar macht, dass ein ehe­ma­li­ger Ver­si­che­rungs­lob­by­ist die ursprüng­li­che Geset­zes­vor­la­ge zu wesent­li­chen Tei­len ent­wor­fen hat­te. Mit ande­ren Wor­ten: Oba­ma­ca­re war ein Maß­nah­men­pa­ket im Inter­es­se des Kapi­tals, ursprüng­lich aus der Feder der poli­ti­schen Rech­ten, das nun von eben­je­ner poli­ti­schen Rech­ten als zu staats-inter­ven­tio­nis­tisch bekämpft wird. Das ist eine tref­fen­de Illus­tra­ti­on zwei­er Aspek­te der momen­ta­nen poli­ti­schen Situa­ti­on in den USA: Auf der einen Sei­te der kon­ti­nu­ier­li­chen Rechts­ver­schie­bung der poli­ti­schen Rech­ten selbst, der auf der ande­ren Sei­te die Demo­kra­ten bereit­wil­lig hin­ter­he­rei­len, was die­se Ver­schie­bung dau­er­haft erst mög­lich macht. Wäh­rend es heu­te so scheint, als ob die poli­ti­sche Domi­nanz der Rech­ten sich gar nicht von ihrer Beherr­schung der Repu­bli­ka­ner ablö­sen lässt, waren für einen Groß­teil des 20. Jahr­hun­derts die bei­den gro­ßen Par­tei­en ideo­lo­gisch jeweils durch­aus divers: Die Repu­bli­ka­ner waren zwar, beson­ders in öko­no­mi­schen Fra­gen, für gewöhn­lich ins­ge­samt kon­ser­va­ti­ver, die Par­tei hat­te aber durch­aus einen libe­ra­len Flü­gel, so wie die Demo­kra­ten einen kon­ser­va­ti­ven Flü­gel hat­ten. Sicher­lich, es gab schon lan­ge rechts-außen Ten­den­zen bei den Repu­bli­ka­nern, wie den berüch­tig­ten Sena­tor von Wis­con­sin, Joseph McCar­thy, der nach einem kome­ten­haf­ten Auf­stieg in den 1950ern in Ungna­de fiel, des­sen lei­den­schaft­li­che Beses­sen­hei­ten, wie sein Hass auf in Har­vard aus­ge­bil­de­te Ober­schich­ten-Libe­ra­le bereits viel von sei­nen heu­ti­gen Nach­fah­ren vor­weg­nahm. Aber die Repu­bli­ka­ni­sche Par­tei der 1950er war noch von den soge­nann­ten WASPs (wei­ßen, anglo-säch­si­schen Pro­tes­tan­ten, die regie­ren­de Eli­te wäh­rend des Groß­teils des 19. und 20. Jahr­hun­derts) im Nord-Osten des Lan­des domi­niert. Auch wenn es heu­te vor dem Hin­ter­grund des­sen, dass die Repu­bli­ka­ni­sche Par­tei regel­mä­ßig ver­sucht, Ras­sis­tin­nen und Ras­sis­ten für sich zu gewin­nen, schwer zu glau­ben ist, hat­te die Par­tei in den 1950er und 1960er Jah­ren oft ein fort­schritt­li­che­res Pro­fil in Bezug auf die schwar­ze Bür­ger­rechts­be­we­gun­gen, weil die Demo­kra­ten noch eine star­ke Süd­staa­ten-Frak­ti­on berück­sich­ti­gen muss­ten...“

„Aus­wei­tung der Kampf­zo­ne“ von Nils Mark­wardt am 09. Juni 2020 im Phi­lo­so­phie-Maga­zin externer Link zur Mili­ta­ri­sie­rung der Poli­zei (nicht nur) in den USA und wie Typen a la Trump die­se 30-Jah­re-Tra­di­ti­on aus­nut­zen: „…In den USA rei­chen die Anfän­ge der Auf­rüs­tungs­of­fen­si­ve des law enfor­ce­ments bis in die 1980er Jah­re zurück, als man begann, Ein­hei­ten im „war on drugs“ mas­si­ver aus­zu­stat­ten. Dies mün­de­te 1990 dann in das „The Depart­ment of Defen­se Excess Pro­per­ty Pro­gram“, wel­ches oft nur als 1033-Pro­gramm fir­miert und es dem US-Mili­tär ermög­licht, sein (aus­ran­gier­tes) Equip­ment an loka­le Poli­zei­be­hör­den wei­ter­zu­ge­ben. Nach den Ter­ror­an­schlä­gen vom 11. Sep­tem­ber 2001 wur­de das Pro­gramm aber­mals aus­ge­wei­tet, weil die Ein­satz­kräf­te nun auch im hei­mi­schen Kampf gegen Ter­ror mit­hal­ten soll­ten. Um es in kon­kre­ten Zah­len aus­zu­drü­cken: Allein zwi­schen 2006 und 2014 über­stell­te das US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um Equip­ment im Wert von andert­halb Mil­li­ar­den Dol­lar an die Poli­zei­be­hör­den, dar­un­ter über 600 gepan­zer­te Fahr­zeu­ge, fast 80 000 Sturm­ge­weh­re, 50 Flug­zeu­ge und 422 Hub­schrau­ber. Die prak­ti­sche Fol­ge die­ser Auf­rüs­tung: Die US-Poli­zei trat zuneh­mend nicht nur beim „war on drugs“ und beim „war on ter­ror“ in mili­tä­ri­schem Stil auf, son­dern auch bei „nor­ma­len“ Ein­sät­zen, etwa bei der Suche nach flüch­ti­gen Kri­mi­nel­len oder Demons­tra­tio­nen. Denn im 1033-Pro­gramm ist vor­ge­se­hen, dass das Mili­tär­ge­rät, will die Poli­zei es behal­ten, spä­tes­tens ein Jahr nach der Anschaf­fung ein­ge­setzt wer­den muss. In aller Deut­lich­keit bekam die Welt­öf­fent­lich­keit solch sol­da­ti­sches Auf­tre­ten der US-Poli­zei bereits 2014 in Fer­gu­son, Mis­sou­ri, zu sehen, als nach der Erschie­ßung des schwar­zen Micha­el Brown durch einen wei­ßen Beam­ten Pro­tes­te und Unru­hen in der Stadt aus­bra­chen und Poli­zei­ein­hei­ten im Sti­le einer Armee in die Stadt ein­mar­schier­ten und die Lage eska­lie­ren lie­ßen. Nicht zuletzt des­halb schränk­te die Oba­ma-Admi­nis­tra­ti­on das 1033-Pro­gramm 2015 ein, was jedoch nur von kur­zer Dau­er war. 2017 wur­de es von Donald Trump wie­der­be­lebt. (…) Dass sich aus solch einer Eska­la­ti­on von Freund-Feind-Logi­ken indes auch poli­ti­sches Kapi­tal schla­gen lässt, zeigt sich wie­der­um para­dig­ma­tisch in den USA. Denn pola­ri­sie­ren­de Amts­trä­ger wie Donald Trump wis­sen sehr genau, dass ihre Macht­ba­sis nicht in allen Bevöl­ke­rungs­schich­ten glei­cher­ma­ßen liegt, son­dern vor allem auf einer res­sen­ti­ment­ge­la­de­nen wie angst­lüs­ter­nen Ein­schwö­rung wei­ßer Kon­ser­va­ti­ver beruht. Und die­se lässt sich nicht zuletzt durch die – poten­ti­ell selbst­er­fül­len­de – Pro­phe­zei­ung bür­ger­kiegs­ähn­li­cher Zustän­de errei­chen“.

„«Weis­se Ras­sis­ten und Mili­zen haben US-Poli­zei infil­triert»“ von Tobi­as Tscher­rig am 31. August 2020 im Info­sper­ber externer Link fasst ver­schie­de­ne ent­spre­chen­de Berich­te zusam­men: „…Gemäss einem neu­en Bericht des «Brenn­an Cen­ter for Jus­ti­ce», in dem die Ver­bin­dun­gen zwi­schen US-Poli­zei­kräf­ten und rechts­ex­tre­men Bür­ger­wehr­grup­pen unter­sucht wer­den, haben weis­se ras­sis­ti­sche Grup­pen in den letz­ten zwei Jahr­zehn­ten die US-Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den in allen Regio­nen der USA infil­triert. Aus­ser­dem hat ein ehe­ma­li­ger FBI-Agent seit dem Jahr 2000 in mehr als einem Dut­zend Staa­ten Ver­stri­ckun­gen von dienst­tu­en­den Beam­ten in ras­sis­ti­sche mili­tan­te Akti­vi­tä­ten doku­men­tiert. In der neu­en Ana­ly­se doku­men­tiert der ehe­ma­li­ge FBI-Agent Micha­el Ger­man aus­ser­dem, wie bereits Hun­der­te von Poli­zei­be­am­ten dabei erwischt wur­den, wie sie ras­sis­ti­sche und von über­trie­be­nem Glau­bens­ei­fer gepräg­te Inhal­te in sozia­len Medi­en ver­öf­fent­lich­ten. Das berich­tet «The Guar­di­an». Micha­el Ger­man ist kein Unbe­kann­ter: Am 16. August leg­te er in einem aus­führ­li­chen Text im «The Guar­di­an» dar, wie US-Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den in der Ver­gan­gen­heit nicht auf rechts­ex­tre­me inner­staat­li­che Ter­ror­be­dro­hun­gen reagiert haben. Der Bericht legt dar, dass im Lau­fe der Jah­re in Staa­ten wie Ala­ba­ma, Kali­for­ni­en, Con­nec­ti­cut, Flo­ri­da, Illi­nois, Loui­sia­na, Michi­gan, Nebras­ka, Okla­ho­ma, Ore­gon, Texas, Vir­gi­nia, Washing­ton und West Vir­gi­nia jeweils poli­zei­li­che Ver­bin­dun­gen zu Mili­zen und weis­sen ras­sis­ti­schen Grup­pen auf­ge­deckt wur­den. Wie aus den Auf­zeich­nun­gen her­vor­geht, soll die Poli­zei in Sacra­men­to im Jahr 2018 gar mit Neo­na­zis zusam­men­ge­ar­bei­tet haben, um Ankla­ge gegen anti­ras­sis­ti­sche Akti­vis­ten erhe­ben zu kön­nen. Dar­un­ter auch eini­ge, die laut Auf­zeich­nun­gen von Ras­sis­ten mit Mes­sern atta­ckiert wor­den waren. Spe­zi­ell in die­sem Som­mer, sei­en zum Bei­spiel ein stell­ver­tre­ten­der She­riff aus Oran­ge Coun­ty sowie ein Poli­zist aus Chi­ca­go dabei erwischt wor­den, wie sie Logos von rechts­ex­tre­men Mili­zen tru­gen. Ein Poli­zist aus Olym­pia sei dabei foto­gra­fiert wor­den, wie er mit einer rechts­ex­tre­men Miliz­grup­pe posiert habe. Poli­zei­be­am­te aus Phil­adel­phia sei­en dabei gefilmt wor­den, wie sie untä­tig her­um­stan­den, wäh­rend ein bewaff­ne­ter Mob Pro­tes­tie­ren­de und Jour­na­lis­ten ange­grif­fen habe. Das genaue Aus­mass der Ver­bin­dun­gen zwi­schen Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den und Mili­zen sei schwer zu bestim­men, sagt Ger­man gegen­über «The Guar­di­an». «Nie­mand sam­melt die Daten und nie­mand sucht aktiv nach die­sen Geset­zes­hü­tern.» Die ras­sis­ti­schen Akti­vi­tä­ten der Beam­ten sei­en inner­halb ihrer Abtei­lun­gen oft bekannt und führ­ten in der Regel erst nach öffent­li­chen Skan­da­len zu Bestra­fun­gen oder Ent­las­sun­gen, ist im Bericht zu lesen. Nur weni­ge Poli­zei­be­hör­den hät­ten Richt­li­ni­en instal­liert, in denen die Zuge­hö­rig­keit zu weis­sen ras­sis­ti­schen Grup­pen expli­zit ver­bo­ten sei. Wenn dann Poli­zei­be­am­te dis­zi­pli­niert wür­den, führ­ten die Mass­nah­men oft zu lang­wie­ri­gen Gerichts­ver­fah­ren…“

„Die Auf­trags­mör­der – Töd­li­che Poli­zei­ge­walt wie im Fall Geor­ge Floyd ist Teil eines sys­te­ma­ti­schen Kriegs des US-Estab­lish­ments gegen die Armen“ von Rob Urie am 06. Juli 2020 beim Gewerk​schafts​fo​rum​.de externer Link zur Rol­le der Poli­zei in der Geschich­te der USA und den Ein­schnitt der Nixon-Ära: „…Die­se „poli­ti­sche“ Erklä­rung des Gefäng­nis-Poli­zei­staa­tes stra­pa­ziert die Hir­ne der Demo­kra­ten, die vier Jahr­zehn­te lang die Poli­zei bewaff­net, mili­ta­ri­siert und unter­stützt haben, um „Kri­mi­na­li­tät“ zu bekämp­fen. Dass über­wie­gend Arme und Arbei­ter im Gefäng­nis sind, die wegen Dro­gen­de­lik­ten beschul­digt wur­den, bestä­tigt Baums The­se. Sei­ne Quel­le, der Nixon-Ver­trau­te John Ehr­lich­man, füg­te hin­zu, dass Nixon ganz klar ver­stan­den hat­te, dass ers­tens „Kri­mi­na­li­tät“ mit Dro­gen­be­zug eine poli­ti­sche Bezeich­nung war, mit dem Ziel, zwei­tens, die kom­plet­te Gegen­kul­tur — wel­che zu der Zeit eine gro­ße schwar­ze, natio­na­lis­ti­sche Bewe­gung umfass­te — ins Gefäng­nis zu brin­gen. Die poli­ti­sche Fra­ge­stel­lung bezüg­lich „Kri­mi­na­li­tät“ war nicht: Wel­ches sozi­al-destruk­ti­ve Ver­hal­ten soll bestraft wer­den? Sie lau­te­te: Wel­che Geset­ze kön­nen erlas­sen wer­den, die spe­zi­ell auf die poli­ti­schen Geg­ner der Inter­es­sen des Estab­lish­ments abzie­len, um sie davon abzu­hal­ten, effek­ti­ve poli­ti­sche Her­aus­for­de­run­gen für die­se Inter­es­sen auf­zu­bau­en? Um das Offen­sicht­li­che zu erwäh­nen: Eini­ge der gefähr­lichs­ten und sozi­al destruk­tivs­ten Dro­gen (Alko­hol und Tabak) wur­den in der Lega­li­tät belas­sen und zur Gewinn­erzie­lung ver­kauft. Eine „Ver­schwö­rungs­theo­rie“ — wie der Vor­wurf noch immer lau­tet — stuft Bewei­se aus meh­re­ren Jahrz­en­ten die CIA als das Ver­teil­zen­trum des ame­ri­ka­ni­schen Dro­gen­han­dels ein. Was Nixon voll­brach­te, war zwei­fäl­tig: Er schaff­te das größ­te Gulag-Sys­tem der Welt­ge­schich­te und er gab den Poli­zei­be­hör­den, die auf der ande­ren Sei­te ganz unter­schied­lich und lokal finan­ziert sind, ein bun­des­ein­heit­li­ches Ziel. Hier schloss Bill Clin­ton an. Durch die libe­ra­le Rah­men­er­zäh­lung waren Clin­tons Dere­gu­lie­rung der Ban­ken, Kür­zung der Sozi­al­aus­ga­ben und Aus­bau des Gefäng­nis­staats von­ein­an­der unab­hän­gi­ge Vor­gän­ge. Aber selbst im neo­li­be­ra­len Umfeld sind sie in einem Zucker­brot-und-Peit­sche-Ansatz ver­bun­den, um die Men­schen zu zwin­gen, die auf­kom­men­de neo­li­be­ra­le Ord­nung auf­recht zu erhal­ten. Die Anfor­de­rung, zu arbei­ten oder zu hun­gern, hat­te zum Ziel, die Dickens’schen Bedin­gun­gen des Früh­ka­pi­ta­lis­mus wie­der zu bele­ben, in einer Art und Wei­se, von der Ronald Rea­gan nur träu­men konn­te. Eine ande­re Mög­lich­keit zum Ver­ständ­nis von Dere­gu­lie­rung ist die Ver­min­de­rung von Anzahl, Umfang und Gel­tungs­be­reich von Geset­zen, wel­che die Hand­lungs­mög­lich­kei­ten von Kon­zer­nen ein­schrän­ken. Das Kapi­tal wur­de von Bill Clin­ton befreit, indem er stell­ver­tre­tend für die Klas­sen­zu­ge­hö­rig­keit die „Kri­mi­na­li­tät“ dafür nutz­te, gewalt­tä­ti­ge staat­li­che Repres­si­on von armen und arbei­ten­den Men­schen zu erhö­hen. Durch die Ver­lei­hung der Immu­ni­tät für ihre Taten mach­te Clin­ton Gewalt­kri­mi­na­li­tät zu einer staat­lich geför­der­ten Unter­neh­mung. Er redu­zier­te Sozi­al­aus­ga­ben in armen Vier­teln im Bereich des Mög­li­chen und ent­schied sich statt­des­sen für die Kri­mi­na­li­sie­rung der Armut. Die Demo­kra­ten waren schon immer die Par­tei der Wall Street. Änhlich wie die Ras­sen­zu­ge­hö­rig­keit in früh­rer Zeit wur­de ein Gefäng­nis­auf­ent­halt zur Kenn­zeich­nung einer Klas­se, die extrem gut aus­zu­beu­ten war. Die Ein­ge­sperr­ten — über­wie­gend Arme und Ange­hö­ri­ge der Arbei­ter­klas­se — wur­den für ihre Inhaf­tie­rung zur Kas­se gebe­ten, häu­fig durch Arbeit für Pri­vat­fir­men zu Löh­nen unter­halb des Markt­ni­veaus; sie waren die zuletzt Ein­ge­stell­ten und zuerst Gekün­dig­ten nach ihrer Ent­las­sung aus dem Gefäng­nis, und sie waren von poli­ti­scher Par­ti­zi­pa­ti­on aus­ge­schlos­sen durch das Ver­bot der Stimm­ab­ga­be für Ver­bre­cher…“

„Trump, neo-fascism, and the COVID-19 Pan­de­mic“ von Micha­el D. Yates und John Bel­l­a­my Fos­ter am 11. April 2020 bei MR Online externer Link ist ein Bei­trag, der ver­sucht, die­sen gesam­ten Pro­zess zu ana­ly­sie­ren und bewer­ten, sowohl was die Mobi­li­sie­rung der Poli­zei, als auch der rech­ten Mili­zen-Ban­den betrifft. Es ist ein Gespräch von Yates mit Pro­fes­sor Fos­ter über des­sen Buch „Trump in the White House“ das bereits 2017 erschien und die­sen Faschi­sie­rungs­pro­zess zum zen­tra­len The­ma hat­te – eine The­se, die der Autor in dem Gespräch durch die seit­he­ri­ge Ent­wick­lung bestä­tigt sieht…

„Trump’s far-right lega­cy will remain regard­less of the elec­tion“ von Cree­de New­ton am 25. August 2020 bei Al Jaze­e­ra externer Link ist ein Bei­trag, in dem unter­stri­chen wird, dass die aktu­el­le Mobi­li­sie­rung des mili­tan­ten Rechts­ra­di­ka­lis­mus in den USA blei­ben wird – unab­hän­gig vom Ergeb­nis der kom­men­den Prä­si­dent­schafts­wahl. Und dies sowohl wegen der fak­ti­schen Stär­kung der Mili­zen, als auch wegen der Ein­set­zung von rechts­ra­di­ka­len „Trump-Fans“ in zahl­rei­che öffent­li­che Ämter, sowie schließ­lich auch wegen der Anru­fung der (reak­tio­nä­ren) Tra­di­tio­nen in Zei­ten wach­sen­der Kri­se.

Der Bei­trag Trump mobi­li­siert: Die ras­sis­ti­schen Poli­zei­trup­pen, mör­de­ri­sche Nazi-Mili­zen – und die (dazu pas­sen­de) Regie­rungs­par­tei erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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