[perspektive:] Nach Razzien: Bundesweit Solidaritätsaktionen mit dem „Roten Aufbau“

Am Montagmorgen kam es zu 28 Hausdurchsuchungen gegen 22 mutmaßliche Mitglieder der linken Gruppe „Roter Aufbau“. Ein Schwerpunkt lag in Hamburg, wo mehrere Beschuldigte einer „kriminellen Vereinigung“ zugerechnet werden. Seit dem kam es in ganz Deutschland zu Solidaritätsbekundungen in Form von Demonstrationen und Soli-Botschaften mit den Betroffenen.

In meh­re­ren deut­schen Städ­ten ist es nach den bun­des­wei­ten Raz­zi­en gegen die Grup­pe „Roter Auf­bau“ zu Soli­da­ri­täts­ak­tio­nen gekom­men. Am Mon­tag­mor­gen fan­den die Haus­durch­su­chun­gen statt – schon am Abend zogen etwa 600 Per­so­nen unter dem Mot­to „Kampf der Klas­sen­jus­tiz“ von der Roten Flo­ra durch das Schan­zen­vier­tel.

Am Diens­tag kam es dann Spon­tan­de­mons­tra­tio­nen unter ande­rem in Mag­de­burg und Stutt­gart bei der auch Pyro­tech­nik gezün­det wur­de und Pas­san­tIn­nen über die Situa­ti­on in Ham­burg infor­miert wur­den. In Stutt­gart gab es zu dem eine Soli­dar­täts­kund­ge­bung. Am Mitt­woch wur­de im Köl­ner Stadt­teil Kalk in Soli­da­ri­tät mit den Betrof­fe­nen des Repres­si­ons­schlags demons­triert.

In einem ers­ten State­ment auf sei­ner Face­book-Sei­te bedank­te sich der Rote Auf­bau bei all denen die bis­her auf die Stra­ße gegan­gen waren. „Dies gibt uns Kraft in dun­keln Zei­ten“, erklär­te die Orga­ni­sa­ti­on. „Beson­ders wich­tig fan­den wir, dass spek­tren­über­grei­fend auf­ge­ru­fen wur­de, denn wir begrei­fen den Angriff auf uns als den Ver­such die gesam­te radi­ka­le Lin­ke zu kri­mi­na­li­sie­ren. Des­we­gen bedan­ken wir uns auch über die gro­ße Soli­da­ri­tät und Grü­ße aus den ande­ren Städ­ten.“

Zudem geht die Orga­ni­sa­ti­on von einer lang­wie­ri­gen anti­re­pres­si­ons­ar­beit aus: „Wir wis­sen aber auch, dass der Kampf gegen die­se Repres­si­ons­wel­le erst beginnt und vie­le Kapa­zi­tä­ten kos­ten wird. Wir wer­den uns aber auch ver­tei­di­gen und räu­men nicht ein­fach das Feld. Wir sind Kom­mu­nis­tIn­nen und wer­den uns nie­mals den Herr­schen­den beu­gen, es ist unse­re Pflicht uns und unse­re Geschich­te zu ver­tei­di­gen.“

Neben den Spon­tan­de­mons­tra­tio­nen kam es zu Soli­da­ri­täts­bot­schaf­ten von ver­schie­de­nen lin­ken Struk­tu­ren, unter ande­rem von „ums gan­ze“, der „Inter­ven­tio­nis­ti­schen Lin­ken“, der „Roten Hil­fe“, dem Redak­ti­ons­kol­lek­tiv „Dem Vol­ke Die­nen“, dem „Kom­mu­nis­ti­schen Auf­bau“, der „Kom­mu­nis­ti­schen Orga­ni­sa­ti­on“ und der Struk­tur „Per­spek­ti­ve Kom­mu­nis­mus“.

Für kom­men­den Sams­tag ist eine wei­te­re Soli­da­ri­täts­ak­ti­on in Ber­lin ange­kün­digt.

Der Bei­trag Nach Raz­zi­en: Bun­des­weit Soli­da­ri­täts­ak­tio­nen mit dem „Roten Auf­bau“ erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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