[gG:] [B] Bericht mit Fotos von der Kundgebung gegen Repression

Am 5. Sep­tem­ber 2020 betei­lig­ten sich etwa 100 Men­schen an der Kund­ge­bung unter dem Mot­to „Unse­re Soli­da­ri­tät gegen ihre Repres­si­on“. Anlass waren die 28 Haus­durch­su­chun­gen gegen Lin­ke in Ham­burg am 31. August 2020. Den 22 Beschul­dig­ten wird vor­ge­wor­fen, Mit­glie­der der lin­ken Grup­pe Roter Auf­bau Ham­burg zu sein und eine kri­mi­nel­le Ver­ei­ni­gung nach Para­graf 129 gebil­det zu haben. Die Kri­mi­na­li­sie­rung einer gan­zen Grup­pe stellt eine neue Qua­li­tät der Repres­si­on gegen die bun­des­deut­sche Lin­ke dar.

Rede­bei­trä­ge gab es unter ande­rem von der Roten Hil­fe Ber­lin und dem Netz­werk Frei­heit für alle poli­ti­schen Gefan­ge­nen. Ulla Jel­pke von der Par­tei die Lin­ke hat­te ein Gruß­wort für die Kund­ge­bung ver­fasst. Dar­in heißt es: „Mei­ne Soli­da­ri­tät gehört den ver­folg­ten Lin­ken in Ham­burg – Anti­fa­schis­mus und Sozia­lis­mus sind nicht kri­mi­nell, son­dern not­wen­dig!“

Das Ber­li­ner Bünd­nis gegen Rechts ging auf die Anwen­dung des Para­gra­fen 129 gegen Antifaschist*innen wegen einer Fahr­rad­tour zu den Pro­tes­ten gegen den Rudolf-Heß-Marsch in Span­dau vor drei Jah­ren ein, wel­ches immer noch nicht ein­ge­stellt wur­de. Des Wei­te­ren hielt ein Ver­tre­ter der Radi­ka­len Lin­ken Ber­lin eine Rede, in der zur Soli­da­ri­tät mit dem Roten Auf­bau Ham­burg auf­ge­ru­fen und die Abschaf­fung der Para­gra­fen 129 gefor­dert wur­de. Der Ver­tre­ter vom kur­di­schen Rechts­hil­fe­fonds Aza­di ging auf die Repres­si­on gegen die kur­di­sche Frei­heits­be­we­gung mit­tels des Para­gra­fen 129b ein.

Außer­dem wur­de ein State­ment der bun­des­wei­ten Orga­ni­sie­rung Per­spek­ti­ve Kom­mu­nis­mus ver­le­sen, in dem sie schrei­ben, dass „Soli­da­ri­tät bedeu­tet den revo­lu­tio­nä­ren Anspruch, den die Genos­sIn­nen in Ham­burg for­mu­liert haben und der jetzt kri­mi­na­li­siert wer­den soll, zu ver­tei­di­gen“.

Die Kam­pa­gne „Gemein­schaft­li­cher Wider­stand“ ging auf die noch bevor­ste­hen­den Pro­zes­se im Ron­den­barg-Ver­fah­ren gegen bun­des­weit min­des­tens 86 lin­ke Aktivist*innen ein, die von der Staats­an­walt­schaft Ham­burg ange­klagt wer­den. Hin­ter­grund ist die Zer­schla­gung eines Demons­tra­ti­ons­zu­ges im Juli 2017 in Ham­burg, als Aktivist*innen gegen den G20-Gip­fel auf der Stra­ße waren.

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