[labournet:] Prism: US-Überwachungsaffäre und der NSA-Whistleblower Snowden

Dossier

Yes, we scan. Deal with it!? Plakat von Markus Beckedahl In die­sem Dos­sier geht es um die über die Washing­ton Post und die bri­ti­schen Zei­tung The Guar­di­an ver­öf­fent­lich­ten Ent­hül­lun­gen von Daten­samm­lung des NSA durch Edward Snow­den, wonach der US-Geheim­dienst NSA und die Bun­des­po­li­zei FBI direkt die zen­tra­len Rech­ner und damit die Kun­den­da­ten von fünf Inter­net-Fir­men anzap­fen. Hier doku­men­tie­ren wir die immer noch anhal­ten­den Ent­hül­lun­gen zum Aus­maß der Über­wa­chung sowie die Reak­tio­nen hier­auf. Zur Fra­ge eines Asyl­rechts für Edward Snow­den samt der Fra­ge, ob dies für ihn in Deutsch­land über­haupt sinn­voll wäre, sie­he unser Dos­sier Asyl für Edward Snow­den! und zur anläß­lich der Ent­hül­lun­gen von Edward Snow­den wie­der auf­ge­leb­te Fra­ge der Whist­leb­lower und ihres recht­li­chen Schut­zes sie­he das Dos­sier Whist­leb­lower-Debat­te anläss­lich Edward Snow­den. Hier zu den Inhal­ten:

  • Spä­ter Sieg für Snow­den: Gericht erklärt NSA-Vor­rats­da­ten­spei­che­rung für ille­gal New
    “… Ein Gericht in den USA hat am Mitt­woch ent­schie­den, dass die US-Vor­rats­da­ten­spei­che­rung des Geheim­diensts NSA ille­gal und mög­li­cher­wei­se ver­fas­sungs­wid­rig war. Geklagt hat­te unter ande­ren die ame­ri­ka­ni­sche Bür­ger­rechts­or­ga­ni­sa­ti­on ACLU. Das Urteil ent­hält gleich meh­re­re Hin­wei­se auf die Rol­le des ehe­ma­li­gen NSA-Mit­ar­bei­ters und Whist­leb­lo­wers Edward Snow­den bei der Ent­hül­lung des Über­wa­chungs­pro­gramms. Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass die „Mas­sen­samm­lung“ sol­cher Daten gegen den Gesetz zur Über­wa­chung in der Aus­lands­auf­klä­rung FISA ver­stößt. Das Gericht ent­schied aller­dings nicht, dass die Schnüf­fe­lei der NSA defi­ni­tiv ver­fas­sungs­wid­rig ist. Es wies aber Argu­men­te des Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums zurück, dass das Sam­meln der Meta­da­ten mit einem 40 Jah­re alten Prä­ze­denz­fall begrün­det hat­te und behaup­te­te, dass die Kund:innen sol­che Infor­ma­tio­nen frei­wil­lig an die Tele­fon­an­bie­ter wei­ter­ge­ben. Das Über­wa­chungs­pro­gramm, bei dem die NSA die Ver­bin­dungs­da­ten aller Tele­fon­ge­sprä­che von Mil­lio­nen Amerikaner:innen sam­mel­te, wur­de 2013 durch den Whist­leb­lower Edward Snow­den ent­hüllt. Mit sei­nen Leaks hat­te Snow­den den größ­ten Über­wa­chungs­skan­dal der Geschich­te an die Öffent­lich­keit gebracht. (…) Edward Snow­den freut sich über das Urteil: “Vor sie­ben Jah­ren, als in den Nach­rich­ten ver­kün­det wur­de, dass ich als Kri­mi­nel­ler ange­klagt wer­de, weil ich die Wahr­heit gesagt habe, hät­te ich mir nie vor­stel­len kön­nen, dass ich noch erle­ben wür­de, wie unse­re Gerich­te die Akti­vi­tä­ten der NSA als unge­setz­lich ver­ur­tei­len und mir in dem­sel­ben Urteil zugu­te hal­ten wür­den, dass ich sie auf­ge­deckt habe.Und doch ist die­ser Tag gekom­men. (unse­re Über­set­zung) Snow­den sitzt immer noch im rus­si­schen Exil fest, weil ihm ande­re Län­der wie Deutsch­land kein Asyl gewäh­ren und weil ihm Straf­ver­fol­gung in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten droht.” Bei­trag von Mar­kus Reu­ter vom 3. Sep­tem­ber 2020 bei Netz​po​li​tik​.org externer Link
  • Audio­bei­trä­ge] Now You Know. Vier Jah­re Snow­den 
    “Seit dem Juni 2013, als die ers­ten Ver­öf­fent­li­chun­gen aus den Snow­den-Unter­la­gen began­nen, haben wir in Zei­tun­gen, Zeit­schrif­ten und Büchern zahl­rei­che Tex­te zu die­sem The­men­kom­plex geschrie­ben: in der FAZ und FAS, im SPIEGEL, in Buch­bei­trä­gen. Davon haben wir etwa fünf­zig aus­ge­sucht, um den Rück­blick auf vie­le Details und die jeweils aktu­el­len Reak­tio­nen auf die zahl­rei­chen ent­hüll­ten NSA- und GCHQ-Pro­gram­me, die poli­ti­schen Fol­gen und die Stim­mung in der Öffent­lich­keit zum The­ma Mas­sen­über­wa­chung zu wagen. Dank der Mit­ar­beit von vie­len Frei­wil­li­gen, die uns im Tausch für ein „Arbeitsfrei“-Hardcover ihre Stim­me gelie­hen haben, kön­nen wir nun akus­tisch zurück­bli­cken auf mehr als vier Jah­re Snow­den-Ver­öf­fent­li­chun­gen. Über vier­zig frei­wil­li­ge Spre­cher haben sich betei­ligt, die in jeweils ihrer eige­nen Aus­drucks­wei­se und Inter­pre­ta­ti­on unse­re Tex­te lesen. Zusam­men erge­ben die vie­len Lesun­gen ein umfang­rei­ches Hör­buch. Wir haben noch einen ein­lei­ten­den Text auf­ge­nom­men und dar­in die vier Jah­re Snow­den-Ver­öf­fent­li­chun­gen aus unse­rer Sicht reflek­tiert und kom­men­tiert. Die ein­ge­spro­che­nen Tex­te kön­nen als voll­stän­di­ge Datei oder in Häpp­chen um die zwan­zig Minu­ten her­un­ter­ge­la­den wer­den. Außer­dem gibt es noch Jah­res­ver­sio­nen, die zwi­schen einer Stun­de und andert­halb lang sind. Die Gesamt­da­tei beginnt mit unse­rem Intro, gefolgt von den Tex­ten vom Juni 2013 bis März 2017, sie umfasst fünf­ein­halb Stun­den…” Audio-Doku der Tex­te von Con­stan­ze Kurz & Frank Rie­ger vom 22. Okto­ber 2017 bei Now You Know externer LinkAudio Datei
  • Nichts gefun­den: Auch der Gene­ral­bun­des­an­walt hat NSA-Affä­re been­det 
    “Es gebe kei­nen Anfangs­ver­dacht für Mas­sen­über­wa­chung durch bri­ti­sche und US-Geheim­diens­te in Deutsch­land. Mit die­ser Aus­sa­ge hat auch der Gene­ral­bun­des­an­walt die NSA-Affä­re für sich als been­det erklärt. Er hat sich damit reich­lich Zeit gelas­sen: Über vier Jah­re sind seit den ers­ten Anzei­gen ver­gan­gen. (…) Über­ra­schend kommt das nicht. Hin­sicht­lich der all­ge­mei­nen Spio­na­ge­vor­wür­fe ließ sich schon im Mai 2014 erah­nen, dass es wohl kei­ne Ermitt­lun­gen geben wür­de. Ermitt­lun­gen auf­grund der Spio­na­ge­af­fä­re um das Kanz­le­rin­nen-Han­dy stell­te der dama­li­ge GBA Harald Ran­ge 2015 ein. Ande­re Anzei­gen­stel­ler wie den CCC und ande­re NGOs hielt er über Jah­re immer wie­der hin, es feh­le an Anhalts­punk­ten. Die Grün­de damals ähneln den aktu­ell vor­ge­brach­ten. Die Snow­den­do­ku­men­te könn­ten zwar als authen­tisch ange­nom­men wer­den, sie schil­der­ten jedoch „all­ge­mein die Mög­lich­kei­ten und Maß­nah­men der stra­te­gi­schen Fern­mel­de­auf­klä­rung“ durch bri­ti­sche und US-Geheim­diens­te. Anfangs­ver­dacht auf rele­van­te Akti­vi­tä­ten in Bezug auf Deutsch­land fän­den sich dar­in nicht. Außer­dem sei­en die in den Doku­men­ten geschil­der­ten „Erfol­ge und Fähig­kei­ten“ nicht nach­prüf­bar. Kon­kre­te Hand­lun­gen, Tat­zei­ten oder ‑orte lie­ßen sich nicht erken­nen, es habe sich immer nur um die Schil­de­rung „all­ge­mei­ner tech­ni­scher Fähig­kei­ten“ gehan­delt. Kon­kre­te Abhör­pro­to­kol­le von Gesprä­chen aus dem Kanz­ler­amt schei­nen den GBA wenig beein­druckt zu haben. (…) Zuletzt nennt der GBA noch einen ande­ren Grund, wes­halb er kein Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­lei­ten wird: Es bestehe kei­ne Aus­sicht auf Erfolg, noch wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu bekom­men. Es erschei­ne „nach all­ge­mei­nen Erfah­run­gen und ein­schlä­gi­gen Gepflo­gen­hei­ten aus­ge­schlos­sen“, dass die ange­spro­che­nen Staa­ten Infor­ma­tio­nen über ihre Geheim­dienst­ak­ti­vi­tä­ten offen­le­gen wür­den…” Bei­trag von Anna Bisel­li vom 5. Okto­ber 2017 bei Netz­po­li­tik externer Link – wer hät­te auch ernst­haft erwar­tet, dass da die eine Krä­he der ande­ren eine Auge aus­kratzt…
  • BGH: NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss muss Snow­den nicht ein­la­den, weil die Oppo­si­ti­on zu klein ist
    Der Bun­des­ge­richts­hof revi­diert den Beschluss, dass der NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss Snow­den in Deutsch­land anhö­ren muss. Die Oppo­si­ti­on im Aus­schuss habe nicht das Recht, eine Ein­la­dung zu erzwin­gen. Dafür wären 25 Pro­zent aller Stim­men nötig…” Bei­trag von Anna Bisel­li vom 15. März 2017 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • [Snow­den ‑AUF GAR KEINEN FALL – Befra­gung]: Koali­ti­on legt Beschwer­de gegen BGH-Urteil ein
    … Die gro­ße Koali­ti­on hat am Don­ners­tag ver­hin­dert, dass sich die Bun­des­re­gie­rung in nächs­ter Zeit kon­kret mit der Fra­ge beschäf­ti­gen muss, ob und wie Edward Snow­den in Deutsch­land als Kron­zeu­ge vor dem NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­tags gehört wer­den könn­te. Schwarz-Rot habe am glei­chen Tag Rechts­mit­tel gegen ein von der Oppo­si­ti­on erfoch­te­nes Urteil des Bun­des­ge­richts­hof ein­ge­legt, erklär­te der Aus­schuss­vor­sit­zen­de Patrick Sen­s­burg (CDU) nach der nicht-öffent­li­chen Sit­zung des Aus­schus­ses. Der BGH hat­te ent­schie­den, dass das Gre­mi­um das ein­for­dern kön­nen dürf­te. Der von den Karls­ru­her Rich­tern gefor­der­te Beschluss sei damit aber nun auto­ma­tisch auf unbe­stimm­te Zeit ver­scho­ben wor­den…Bei­trag von Mar­tin Hol­land bei hei­se online vom 1. Dezem­ber 2016 externer Link
  • Bun­des­ge­richts­hof: NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss muss Snow­den per­sön­lich ein­la­den
    … Der Bun­des­ge­richts­hof hat heu­te (21.11.16) ent­schie­den, dass Edward Snow­den vom NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss per­sön­lich befragt wer­den muss. Die Oppo­si­ti­ons­frak­tio­nen im Bun­des­tag hat­ten im August einen Antrag an den Bun­des­ge­richts­hof (BGH) gestellt, um eine Anhö­rung von Edward Snow­den im NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss zu errei­chen. Der Beschluss des BGH bedeu­tet, dass der Unter­su­chungs­aus­schuss nun die Bun­des­re­gie­rung in einem Amts­hil­fe­er­su­chen anfra­gen muss, die Ein­la­dung Snow­dens als Zeu­gen zu ermög­li­chen. Dies zwingt die Bun­des­re­gie­rung zu reagie­ren und sich offi­zi­ell zum Fall zu äußern…Bei­trag von Mar­kus Reu­ter bei netz​po​li​tik​.org vom 21. Novem­ber 2016 externer Link
  • Droh­nen­krieg: BND sam­mel­te bei Asyl­be­wer­bern Tele­fon­num­mern und Geo­da­ten
    Ein ope­ra­tiv täti­ger, von der Öffent­lich­keit beson­ders abge­schirm­ter BND-Zeu­ge ließ sich im NSA-Aus­schuss aus der Nase zie­hen, dass der Geheim­dienst jah­re­lang von Flücht­lin­gen auch Infor­ma­tio­nen erfrag­te, die Droh­nen­schlä­ge unter­stütz­ten könn­ten. (…) “Aus­schlie­ßen kann ich gar nichts”, kon­sta­tier­te der 53-Jäh­ri­ge, der 2003 bis 2008 als Befra­ger und von 2009 bis Sep­tem­ber 2013 als Befra­ge­füh­rer und stell­ver­tre­ten­der Dienst­stel­len­lei­ter bei einer HBW-Nie­der­las­sung tätig war. Kol­le­gen von der Defen­se Intel­li­gence Agen­cy (DIA), einem Pen­ta­gon-Arm, hät­ten das ein­schlä­gi­ge Befra­gungs­we­sen schließ­lich vor über 50 Jah­ren hier­zu­lan­de erst ent­wi­ckelt und auch zu sei­ner Zeit teils noch allein die Gesprä­che mit Asy­be­wer­bern geführt, wenn dies etwa auf­grund deren Sprach­kennt­nis­se oder sons­ti­gen Eig­nung nahe gele­gen oder kein ande­rer zur Ver­fü­gung gestan­den habe. Die DIA sei “immer vor Ort prä­sent” gewe­sen und wie ein “Aus­tausch­schü­ler” in die “Befra­ger-Com­mu­ni­ty” voll­um­fäng­lich inte­griert gewe­sen, sag­te R. C. Drau­ßen gehal­ten wor­den sei­en die US-Geheim­dienst­ler nur, wenn es sich um Ange­le­gen­hei­ten des “natio­na­len Inter­es­ses” gehan­delt habe. 2007 sei­en für die DIA zudem Quel­len aus Isra­el, Jor­da­ni­en, Liba­non, Paläs­ti­na und Syri­en “gesperrt” wor­den…Bei­trag von Andre­as Wil­kens bei hei­se online vom 22. Sep­tem­ber 2016 externer Link. Sie­he dazu:
    • Wenn die Han­dy­num­mer das Todes­ur­teil bedeu­tet
      Allein mit einer Han­dy­num­mer kön­ne eine Droh­ne nicht orten und töten, sagt die Bun­des­re­gie­rung – und damit wohl die Unwahr­heit (…) Ame­ri­ka­ni­sche Kampf­droh­nen kön­nen allein mit Hil­fe einer Han­dy­num­mer eine Per­son auf weni­ge Meter genau orten. Zu die­sem Ergeb­nis kommt der Ham­bur­ger Infor­ma­tik­pro­fes­sor Han­nes Feder­rath in einem Gut­ach­ten für den NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges. In dem Gut­ach­ten, das netz​po​li​tik​.org am Diens­tag ver­öf­fent­lich­te. Feder­rath beschreibt dort, wie ame­ri­ka­ni­sche Droh­nen unab­hän­gig von loka­len Netz­be­trei­bern und ohne die Unter­stüt­zung durch GPS-Ortung Han­dys loka­li­sie­ren kön­nen. Dazu gebe sich die Droh­ne gegen­über dem Han­dy als eige­ner Han­dy­mast aus. “Die kon­kre­te Aus­ge­stal­tung des Mobil­funk­ver­kehrs in den Län­dern Afgha­ni­stan, Paki­stan, Jemen und Soma­lia wäh­rend des Unter­su­chungs­zeit­rau­mes ist für die hier beschrie­be­ne Loka­li­sie­rung mit­tels IMSI-Cat­cher bedeu­tungs­los”, schreibt Feder­rath. Auch das Mit­schnei­den von Tele­fo­na­ten sei dadurch mög­lich. Für die Ortung eines Han­dys rei­che schon eine Tele­fon­num­mer, die Gerä­te­num­mer oder Sim-Kar­ten­num­mer aus…Bei­trag von Fabi­an Köh­ler bei tele­po­lis vom 22. Sep­tem­ber 2016 externer Link
    • Gut­ach­ten für den NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss bei netz​po​li​tik​.org vom 20. Sep­tem­ber 2016 externer Link
    • Sie­he auch: Droh­nen: Ein ech­tes Trau­er­spiel – Dos­sier im Labour­Net Ger­ma­ny
  • Snow­den-Ver­neh­mung im NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss: Oppo­si­ti­on geht vor den Bun­des­ge­richts­hof
    Seit Ein­set­zung des NSA-Unter­su­chungs­aus­schus­ses wird um die Art und Wei­se der Ver­neh­mung von Edward Snow­den gerun­gen. Da sich Gro­ße Koali­ti­on und Bun­des­re­gie­rung wei­gern, eine Befra­gung von Snow­den in Deutsch­land vor­an­zu­brin­gen, gehen Grü­ne und Lin­ke nun vor den Bun­des­ge­richts­hof…Bei­trag von Simon Rebi­ger bei netz​po​li​tik​.org vom 25. August 2016 externer Link. Sie­he dazu:
  • Anti-Ter­ror-Kampf: De Mai­ziè­re treibt Daten­aus­tausch mit den USA vor­an
    Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) und die US-Jus­tiz­mi­nis­te­rin Loret­ta Lynch haben trotz des NSA-Skan­dals ein Abkom­men unter­zeich­net, um mehr Infor­ma­tio­nen über “Gefähr­der” wei­ter­zu­ge­ben. Deutsch­land und die USA wol­len trotz des ange­spann­ten Ver­hält­nis­ses in Sicher­heits­fra­gen durch den NSA-BND-Skan­dal um tau­sen­de rechts­wid­ri­ge Selek­to­ren die Zusam­men­ar­beit im Anti-Ter­ror-Kampf wei­ter aus­bau­en. Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) hat dazu am Mitt­woch in Washing­ton ein Abkom­men mit US-Jus­tiz­mi­nis­te­rin Loret­ta Lynch unter­zeich­net, das vor allem mehr Infor­ma­tio­nen über gewalt­be­rei­te Isla­mis­ten zwi­schen bei­den Län­dern flie­ßen las­sen soll…Bei­trag von Andre­as Wil­kens bei hei­se online vom 19.05.2016 externer Link
  • NSA-Skan­dal: Green­wald will kon­ti­nu­ier­lich Snow­den-Doku­men­te ver­öf­fent­li­chen
    … Nach drei Jah­ren ist es inzwi­schen recht ruhig gewor­den um die Snow­den-Ent­hül­lun­gen. Noch immer gibt es aber jede Men­ge her­aus geschmug­gel­ter Doku­men­te, über die nicht berich­tet wur­de. Auch des­we­gen wol­len Jour­na­lis­ten das Archiv nun teil­wei­se öff­nen. Das US-Online­ma­ga­zin The Inter­cept will fort­an mehr Doku­men­te aus dem Mate­ri­al des NSA-Whist­leb­lo­wers Edward Snow­den direkt ins Inter­net stel­len. Wie der Snow­den-Ver­trau­te Glenn Green­wald schreibt, sol­len in regel­mä­ßi­gen Abstän­den ein­zel­ne Aus­ga­ben des NSA-inter­nen News­let­ters SID­today ver­öf­fent­licht wer­den. Die umfas­sen dem­nach den Zeit­raum von 2003 bis 2012 und bestehen aus ganz ver­schie­de­nen Berich­ten über inter­ne Vor­gän­ge beim US-Geheim­dienst NSA. Damit sol­len Jour­na­lis­ten, Wis­sen­schaft­ler und ande­re Inter­es­sier­te die Mög­lich­keit erhal­ten, selbst das Mate­ri­al zu durch­su­chen…Bei­trag von Mar­tin Hol­land bei hei­se online vom 17.05.2016 externer Link
  • NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss: Oppo­si­ti­on stellt Antrag zur Erwei­te­rung des Unter­su­chungs­auf­tra­ges
    „Nicht Unter­su­chungs­ge­gen­stand!“ – Das ist eine der häu­figs­ten Äuße­run­gen im NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss von Zeu­gen und vor allem Phil­ipp Wolff vom Bun­des­kanz­ler­amt, wenn die Rede auf vom BND und der Regie­rung ver­ant­wor­te­te Miss­stän­de fällt. Das behin­dert und ver­zö­gert die Arbeit des Aus­schus­ses. Des­halb haben Grü­ne und Lin­ke heu­te einen gemein­sa­men Antrag vor­ge­stellt, um den Unter­su­chungs­ge­gen­stand zu erwei­tern und den zeit­rau­ben­den Dis­kus­sio­nen, was zum Unter­schungs­ge­gen­stand gehört und was nicht, ein Ende zu set­zen. (…) Als der Aus­schuss im März 2014 ein­ge­setzt wur­de, konn­te noch nie­mand ahnen, wie weit der BND selbst im Sumpf der unrecht­mä­ßi­gen Spio­na­ge steck­te. Vie­le Fra­gen erga­ben sich erst mit der scheib­chen­wei­se geleis­te­ten Auf­klä­rung aus dem Aus­schuss und Pres­se­ver­öf­fent­li­chun­gen…Bei­trag von Anna Bisel­li bei netz​po​li​tik​.org vom 18. Febru­ar 2016 externer Link
  • NSA-Aus­schuss: Oppo­si­ti­on macht Koali­ti­on neue schwe­re Vor­wür­fe
    Neu­er Eklat im NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­tags: Die Regie­rungs­frak­tio­nen bre­chen eine öffent­li­che Befra­gung eines BND-Refe­rats­lei­ters ab, als er gera­de Ein­bli­cke in den Umgang mit Selek­to­ren gewähr­te. Bei­trag von Andre­as Wil­kens bei hei­se online vom 17. Dezem­ber 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Es gebe aktu­ell “mas­sen­haft Fra­gen, die “die­sem inter­es­san­ten Zeu­gen” öffent­lich gestellt wer­den müss­ten, hielt der grü­ne Obmann Kon­stan­tin von Notz dem Ansin­nen der Koali­ti­on ver­geb­lich ent­ge­gen. Sein Par­tei­kol­le­ge Hans-Chris­ti­an Strö­be­le beklag­te “ganz neue Moden” der Regie­rungs­frak­tio­nen, um die Oppo­si­ti­on zu blo­ckie­ren. “So ein Gezo­cke” habe man sich nicht aus­ge­dacht, als die Regeln für den Aus­schuss erar­bei­tet wor­den sei­en. Er habe mit “die­ser Gemein­heit” der Koali­ti­on auch nicht gerech­net, die bei der letz­ten Sit­zung mit H. K. 80 Pro­zent der ver­füg­ba­ren Zeit für sich in Anspruch genom­men habe…
  • NSA-Skan­dal: EU-Par­la­ment for­dert Aus für Mas­sen­über­wa­chung und Schutz für Snow­den
    … Das EU-Par­la­ment hat den Druck auf die ande­ren Brüs­se­ler Gre­mi­en erhöht, Kon­se­quen­zen aus dem NSA-Skan­dal zu zie­hen. Es beklagt in einer am Don­ners­tag ange­nom­me­nen Ent­schlie­ßung, dass die Grund­rech­te der Bür­ger im Lich­te der Ent­hül­lun­gen über die Mas­sen­über­wa­chung durch Geheim­diens­te nach wie vor nicht hin­rei­chend geschützt sei­en. Die NSA, der bri­ti­sche GCHQ und ande­re west­li­che Geheim­diens­te grei­fen in gro­ßem Umfang inter­na­tio­na­le Kom­mu­ni­ka­ti­on ab, spio­nie­ren Unter­neh­men sowie staat­li­che Stel­len aus und ver­pflich­ten Dienst­leis­ter im Gehei­men zur Koope­ra­ti­on. Ein­zel­hei­ten die­ses tota­len Über­wa­chungs­sys­tems ent­hül­len streng gehei­me Doku­men­te, die der Whist­leb­lower und ehe­ma­li­ge NSA-Ana­lyst Edward Snow­den an sich gebracht und an Medi­en wei­ter­ge­ge­ben hat. Der EU-Kom­mis­si­on wer­fen die Abge­ord­ne­ten vor, dass sie auf ihre Emp­feh­lun­gen aus einem Unter­su­chungs­be­richt vom März 2014 “höchst unan­ge­bracht” reagiert habe. Die Brüs­se­ler Regie­rungs­in­stanz soll nun bis Ende des Jah­res den dar­in ent­hal­te­nen Appel­len nach­kom­men. Andern­falls behal­ten es sich die Volks­ver­tre­ter vor, den Rechts­weg ein­zu­schla­gen oder das lau­fen­de Bud­get der Kom­mis­si­on zu beschrän­ken. Sie folg­ten damit einem Vor­schlag des feder­füh­ren­den Innen­aus­schus­ses. Mit hauch­dün­ner Mehr­heit haben die Abge­ord­ne­ten einen Ände­rungs­an­trag der Grü­nen ange­nom­men, mit dem sie die Mit­glied­staa­ten dazu auf­for­dern, etwai­ge Straf­an­zei­gen gegen Edward Snow­den fal­len zu las­sen…Bei­trag von Axel Kan­nen­berg bei hei­se online vom 29.10.2015 externer Link Auch die Labour­Net-Redak­ti­on kann nai­ve Fra­gen stel­len: Sind es die sel­ben Abge­ord­ne­ten, die vor paar Tagen die Netz­neu­tra­li­tät abge­schafft haben?
  • Eine Bil­li­on Bewei­se sind zu wenig? Wiki­me­di­as Kla­ge gegen NSA-Mas­sen­über­wa­chung abge­wie­sen
    Ein US-Bezirks­ge­richt hat am ver­gan­ge­nen Frei­tag die Kla­ge eines brei­ten Bünd­nis­ses von Bür­ger­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen gegen die NSA-Mas­sen­über­wa­chung abge­wie­sen. Das Gericht begrün­de­te die Ent­schei­dung unter ande­rem mit einem Man­gel an Bewei­sen. Die Bür­ger­rechts­ver­ei­ni­gung ACLU hat­te im Namen der Wiki­me­dia Foun­da­ti­on, Amnes­ty Inter­na­tio­nal, Human Rights Watch und einer Viel­zahl ande­rer Orga­ni­sa­tio­nen gegen das Abschnor­cheln von Inter­net­ver­keh­ren durch die NSA geklagt.Für die Kla­gen­den lässt die Ent­schei­dung auf völ­li­ges Unver­ständ­nis des Gerichts schlie­ßen. Dort habe man igno­riert, wie Inter­net­ver­keh­re und ihre Über­wa­chung beschaf­fen sei­en. Statt­des­sen bezog das Gericht den Stand­punkt, dass die Vor­wür­fe gegen­über der NSA nur Mut­ma­ßun­gen und Spe­ku­la­tio­nen sei­en. Von offi­zi­el­ler Sei­te wur­de nie bestä­tigt, auf wel­che Wei­se die NSA ihre Über­wa­chungs­maß­nah­men umsetzt, folg­lich könn­ten die betref­fen­den Orga­ni­sa­tio­nen kei­ne Gewiss­heit dar­über haben, dass sie oder ihre Nut­ze­rIn­nen über­wacht wur­den. Jedoch ent­kräf­te­te die Wiki­me­dia Foun­da­ti­on schon vor­ab die­se aber­wit­zi­ge Kon­struk­ti­on…Bei­trag von Niko­lai Schnar­ren­ber­ger bei netz​po​li​tik​.org vom 26. Okto­ber 2015 externer Link
  • BND an die Kette – Demo am 5.9.2015: Kommen Sie zum Protest gegen Massenüberwachung!BND an die Ket­te – Demo am 5.9.2015: Kom­men Sie zum Pro­test gegen Mas­sen­über­wa­chung!
    Am Sams­tag, dem 5. Sep­tem­ber, wol­len wir den BND an sei­ner neu­en Zen­tra­le in Ber­lin sym­bo­lisch an die Ket­te legen. Weni­ge Tage vor dem erneu­ten Start des NSA-Unter­su­chungs­aus­schus­ses for­dern wir eine sofor­ti­ge Auf­klä­rung des BND-Skan­dals und den Stopp der anlass­lo­sen Mas­sen­über­wa­chung…” Auf­ruf vom 19. August 2015 beim Whist­leb­lower-Netz­wert externer Link
  • Prü­fung der NSA-Selek­to­ren beginnt, BND-Mit­ar­bei­ter „hel­fen“ dem Son­der­be­auf­trag­ten Kurt Grau­lich
    Der Son­der­be­auf­trag­te für die Prü­fung der Selek­to­ren, mit­tels derer der BND der NSA Spio­na­ge­hil­fe leis­te­te, hat sei­ne Arbeit auf­ge­nom­men. Betraut mit der umstrit­te­nen Auf­ga­be ist Kurt Grau­lich, ehe­ma­li­ger Bun­des­ver­wal­tungs­rich­ter…Bei­trag von von Anna Bisel­li bei netz​po​li​tik​.org vom 21. Juli 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Grau­lichs Posi­ti­on ent­sprang aus der Wei­ge­rung der Bun­des­re­gie­rung, die Selek­to­ren direkt an die Mit­glie­der des NSA-Unter­su­chungs­aus­schus­ses zu geben, da sie die Geheim­schutz­ver­ein­ba­rung mit den USA nicht ver­let­zen will. (…) Da Grau­lich den Abge­ord­ne­ten nicht über Details aus sei­ner Prü­fung unter­rich­ten sol­len darf, ist Intrans­pa­renz vor­pro­gram­miert. Grau­lich selbst äußer­te in einem Inter­view, dass er eng mit der Bun­des­re­gie­rung abspre­chen wol­le, „[i]n wel­chem Umfang die­se Erkennt­nis­se dann erläu­tert wer­den kön­nen.“
  • Wiki­leaks-Grün­der Assan­ge bie­tet NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss Hil­fe an
    Juli­an Assan­ge, Grün­der der Ent­hül­lungs­platt­form Wiki­leaks, hat sich dem NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges als Zeu­ge ange­bo­ten. “Ich wür­de mich freu­en, wenn die Abge­ord­ne­ten zu mir kämen, um ihre Fra­gen zu stel­len”, sag­te Assan­ge dem Spie­gel. Er kön­ne ihnen ins­be­son­de­re über die US-Lis­ten mit über­wach­ten deut­schen Poli­ti­kern inklu­si­ve Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) und Außen­mi­nis­ter Frank-Wal­ter Stein­mei­er (SPD) Aus­künf­te ertei­len. Aus­schuss­mit­glie­dern wür­de er die unlängst von Wiki­leaks ver­öf­fent­lich­ten Lis­ten auch unge­schwärzt über­ge­ben, sag­te Assan­ge…Bei­trag von Andre­as Wil­kens bei hei­se online vom 17. Juli 2015 externer Link
  • Straf­an­zei­ge wegen NSA-Spio­na­ge: Die Ant­wort des Gene­ral­bun­des­an­walts
    Nach den kaum mehr zähl­ba­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen zur NSA-Spio­na­ge und der anhal­ten­den Kri­tik an der Untä­tig­keit des Gene­ral­bun­des­an­walts Harald Ran­ge und sei­ner Behör­de, gibt es nun erst­ma­lig eine Ant­wort auf die Straf­an­zei­ge meh­re­rer NGOs aus sei­nem Haus. Der CCC ver­öf­fent­licht das Schrei­ben, zusam­men mit einer Pres­se­mit­tei­lung: Gene­ral­bun­des­an­walt ver­schleppt Ermitt­lun­gen wegen NSA-Mas­sen­über­wa­chung. Bei­trag von Mar­kus Becke­dahl bei netz​po​li​tik​.org vom 14. Juli 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Um den Geheim­dienst-Schat­ten­wel­ten juris­tisch bei­zu­kom­men und die Gren­zen von deren rechts­frei­en Räu­men her­aus­zu­fin­den, hat­ten bereits im Febru­ar 2014 die Inter­na­tio­na­le Liga für Men­schen­rech­te, der CCC und Digi­tal­cou­ra­ge eine Straf­an­zei­ge gestellt. Dar­in wer­den Ermitt­lun­gen gegen US-ame­ri­ka­ni­sche, bri­ti­sche und deut­sche Geheim­dienst­agen­ten und ihre Vor­ge­setz­ten, die BND-Prä­si­den­ten, meh­re­re Bun­des­mi­nis­ter und die Bun­des­kanz­le­rin gefor­dert. Der Straf­an­zei­ge schlos­sen sechs wei­te­re NGOs und mehr als 1.800 Per­so­nen an. (…) Ran­ge schreibt nun in dem Schrei­ben an die NGOs, es feh­le wei­ter­hin „an zurei­chen­den und tat­säch­li­chen Anhalts­punk­ten“ für straf­ba­re Hand­lun­gen sowie an „Zugangs­mög­lich­kei­ten zu den von Edward Snow­den an ver­schie­de­ne Medi­en über­ge­be­nen ‚Original‘-Dokumenten“. Ob sich der Gene­ral­bun­des­an­walt auch in Zukunft wei­ter schüt­zend vor die Ver­ant­wort­li­chen der Geheim­dienst­skan­da­le stel­len und eine ernst­haf­te Unter­su­chung der mas­sen­haf­ten Über­wa­chung sabo­tie­ren wird, ist dem Schrei­ben aber nur mit­tel­bar zu ent­neh­men…“Sie­he dazu das Schrei­ben des Gene­ral­bun­des­an­walts und die zuge­hö­ri­ge Pres­se­er­klä­rung vom und beim Cha­os Com­pu­ter Club externer Link (bereits vom 11. Juli 2015)
  • NSA-Skan­dal: Snow­den-Doku­men­tar­fil­me­rin Lau­ra Poit­ras ver­klagt die US-Regie­rung
    Oscar-Preis­trä­ge­rin Lau­ra Poit­ras will vom US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um und Trans­port­be­hör­den wis­sen, war­um sie sechs Jah­re lang regel­mä­ßig bei Flü­gen in die USA spe­zi­el­le Sicher­heits­un­ter­su­chun­gen über sich erge­hen las­sen muss­te. Bei­trag von Ste­fan Krempl und Axel Kan­nen­berg bei hei­se online vom 14. Juli 2015 externer Link
    Aus dem Text: “… Sicher­heits­per­so­nal habe ihr dem­nach berich­tet, dass sie angeb­lich ein Straf­re­gis­ter habe und in Risi­ko­da­ten­ban­ken wie der “No-Fly”-Liste der US-Regie­rung auf­tau­che. Gegen­stän­de wie Lap­tops, Kame­ras, Mobil­te­le­fo­ne und sogar Notiz­blö­cke sei­en kon­fis­ziert und aus­ge­le­sen wor­den. (…) Im ver­gan­ge­nen Jahr hat Poit­ras erst­mals unter Ver­weis auf den Free­dom of Infor­ma­ti­on Act (Foia) Akten­ein­sicht bei ver­schie­de­nen Behör­den ver­langt. Dar­auf­hin hat sie aber ent­we­der kei­ne Ant­wort erhal­ten oder ihre Begeh­ren wur­den zurück­ge­wie­sen…
  • Repor­ter ohne Gren­zen ver­klagt den BND
    Repor­ter ohne Gren­zen ver­klagt den Bun­des­nach­rich­ten­dienst wegen Ver­let­zung des Fern­mel­de­ge­heim­nis­ses. Die Kla­ge wur­de am Diens­tag (30. Juni 2015) beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig ein­ge­reicht. Mel­dung von und bei den Repor­tern ohne Gren­zen vom 1. Juli 2015 externer Link.Aus dem Text: “… ROG wirft dem Bun­des­nach­rich­ten­dienst vor, den E‑Mail-Ver­kehr der Orga­ni­sa­ti­on mit aus­län­di­schen Part­nern, Jour­na­lis­ten und ande­ren Per­so­nen im Zuge sei­ner stra­te­gi­schen Fern­mel­de­über­wa­chung aus­ge­späht zu haben. Dies beein­träch­tigt mas­siv die Arbeit von ROG und ver­letzt die Inter­es­sen der Orga­ni­sa­ti­on. Für zahl­rei­che Jour­na­lis­ten aus Deutsch­land und aus auto­ri­tä­ren Staa­ten wie Usbe­ki­stan, Aser­bai­dschan oder Chi­na ist ROG ein regel­mä­ßi­ger und wich­ti­ger Ansprech­part­ner, an den sie sich mit schutz­wür­di­gen Anlie­gen oder ver­trau­li­chen Infor­ma­tio­nen wen­den. Die Aus­for­schung der Kom­mu­ni­ka­ti­on durch den BND bedeu­tet jedoch, dass sich die Jour­na­lis­ten mit ihren per­sön­li­chen Anlie­gen nicht mehr dar­auf ver­las­sen kön­nen, dass ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­trau­lich bleibt…” In einer Online-Peti­ti­on ruft ROG zur Unter­stüt­zung der Kla­ge externer Link auf.
  • Whist­leb­lower Dani­el Ells­berg: “Wir haben die Infra­struk­tur eines Poli­zei­staa­tes geschaf­fen”
    Dani­el Ells­berg ver­öf­fent­lich­te 1971 die Pen­ta­gon Papers. Der Whist­leb­lower for­dert Asyl für Snow­den und warnt vor gehei­mer Mas­sen­über­wa­chung, die alle recht­los mache. Inter­view von Yas­sin Mushar­bash bei Zeit online vom 9. Juni 2015 externer Link. Aus dem Text:
    • ZEIT ONLINE: Herr Ells­berg, 1971, vor fast 45 Jah­ren, gaben Sie die soge­nann­ten Pen­ta­gon Papers an Jour­na­lis­ten wei­ter, weil sie Lügen der US-Regie­rung über den Viet­nam­krieg offen­bar­ten. Waren Sie sich bewusst, dass Sie eine lan­ge Haft­stra­fe ris­kier­ten, als Sie zum Whist­leb­lower wur­den?
      Dani­el Ells­berg: Ja. Ich ging davon aus, dass ich für den Rest mei­nes Lebens ins Gefäng­nis kom­men wür­de. Mit guter Füh­rung wäre ich wohl nach 35 Jah­ren raus­ge­kom­men. Aber ich bin nicht sicher, wie ich mich geführt hät­te …
      Ich war aller­dings der ers­te Whist­leb­lower, der ange­klagt wur­de; es gab kei­nen Prä­ze­denz­fall. Aber die Wiki­Leaks-Infor­man­tin Chel­sea Man­ning soll­te eben­falls eine lebens­lan­ge Haft­stra­fe bekom­men. Und ich den­ke, wenn Edward Snow­den zurück­kä­me, dann wür­de auch er den Rest sei­nes Lebens in einer Ein­zel­zel­le ver­brin­gen.
      ZEIT ONLINE: Das macht Sie zu einer der weni­gen Per­so­nen, die nach­füh­len kön­nen, wie es Snow­den ergan­gen sein muss, als er vor zwei Jah­ren sein Mate­ri­al an Jour­na­lis­ten wei­ter­gab …
      Ells­berg: Ich iden­ti­fi­zie­re mich stark mit ihm. Eben­so mit Man­ning. Als Man­ning sag­te, für bestimm­te Din­ge müs­se man ein Leben in Haft und sogar eine Hin­rich­tung ris­kie­ren, spür­te ich eine gro­ße Ver­bun­den­heit. So hat­te ich mich damals auch gefühlt…
  • Zum Snow­den-Jubi­lä­um: Straf­an­zei­ge wegen Geheim­dienst-Über­wa­chung erwei­tert
    Der Cha­os Com­pu­ter Club und ver­bün­de­te NGOs haben zu ihrer Straf­an­zei­ge von 57 Sei­ten aus dem Jahr 2014 und der Erwei­te­rung der Vor­wür­fe heu­te ein drit­tes Mal nach­ge­legt und ver­lan­gen vom Gene­ral­bun­des­an­walt, end­lich mit Ermitt­lun­gen gegen Geheim­diens­te und Bun­des­re­gie­rung zu begin­nen. Es ste­he wei­ter­hin im Raum, dass die Bun­des­an­walt­schaft wegen straf­ba­rer geheim­dienst­li­cher Agen­ten­tä­tig­keit (nach § 99 Straf­ge­setz­buch) und Bei­hil­fe dazu sowie wegen Straf­ver­ei­te­lung im Amt tätig wer­den müs­se. Die Anwäl­te Hans-Eber­hard Schultz und Claus Förs­ter haben daher im Namen der Akti­vis­ten einen wei­te­ren Schrift­satz an die Bun­des­an­walt­schaft gerich­tet…Bei­trag von Mar­kus Becke­dahl bei netz​po​li​tik​.org vom 5. Juni 2015 externer Link
  • Ange­zapf­te Glas­fa­sern: BND und Kanz­ler­amt ver­schwei­gen zehn wei­te­re Ope­ra­tio­nen zur Inter­net-Über­wa­chung
    Der BND hört an min­des­tens zwölf Stel­len mas­sen­haft Inter­net­kom­mu­ni­ka­ti­on aus Glas­fa­sern ab. Der Unter­su­chungs­aus­schuss darf aber nur zwei längst ein­ge­stell­te Ope­ra­tio­nen unter­su­chen. Abge­ord­ne­te kri­ti­sie­ren die­se Infor­ma­ti­ons­po­li­tik – und for­dern Ein­blick in „Mon­keyshoul­der“ und „Wharpdri­ve“…Bei­trag von And­re Meis­ter bei netz​po​li​tik​.org vom 5. Juni 2015 externer Link. Aus dem­Text: “… Der Geheim­dienst-Unter­su­chungs­aus­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges soll die Über­wa­chung der „Five Eyes“ und die Betei­li­gung des BND auf­klä­ren. Doch Bun­des­re­gie­rung und Aus­lands­ge­heim­dienst behin­dern die Arbeit auf vie­len Ebe­nen: Akten wer­den geschwärzt und „ver­ges­sen“, Zeu­gen wer­den unter­bro­chen und dür­fen Aus­sa­gen nur nicht-öffent­lich täti­gen – und gan­ze Tätig­keits­fel­der wer­den ein­fach aus dem Unter­su­chungs­auf­trag her­aus­de­fi­niert. Beson­ders deut­lich zeig­te sich das in den letz­ten bei­den öffent­li­chen Anhö­run­gen. Wie alle ande­ren BND-Zeu­gen ver­such­te auch BND-Prä­si­dent Ger­hard Schind­ler den Ein­druck zu erwe­cken, dass der BND in Bad Aib­ling ledig­lich Satel­li­ten in Kri­sen­re­gio­nen wie Afgha­ni­stan über­wacht – und vor fast zehn Jah­ren mit der Ope­ra­ti­on „Eiko­nal“ auch mal Inter­net-Inhal­te aus Glas­fa­sern, aber das sei längst vor­bei. Erst auf pene­tran­te Nach­fra­ge und der Vor­hal­tung von Akten gaben die BND-ler zu, dass auch heu­te noch immer mas­sen­haft Inhalts­da­ten aus „Kabel­erfas­sun­gen“ in Bad Aib­ling ankom­men und bear­bei­tet wer­den…
  • “Die NSA kommt über­all rein”
    Was der US-Geheim­dienst NSA mache, sei atem­be­rau­bend und habe selbst Sicher­heits­ex­per­ten scho­ckiert, sagt PGP-Erfin­der Phil Zim­mer­mann im Inter­view mit der future­zo­ne. Inter­view von Patrick Dax für die future­zo­ne vom 4. Juni 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Sie sind vor kur­zem mit Ihrer Fir­ma Silent Cir­cle aus den USA in die Schweiz gezo­gen. War­um?
    Phil Zim­mer­mann: Wir haben die Schweiz gewählt, weil die Schwei­zer Ver­fas­sung ein Recht auf Pri­vat­sphä­re garan­tiert. Uns hilft das, die Pri­vat­sphä­re unse­rer Kun­den zu schüt­zen.
    Das ist in den USA nicht mehr mög­lich?
    Nein. Das recht­li­che Umfeld in den USA ist schlecht für die Pri­vat­sphä­re. Es gibt Natio­nal Secu­ri­ty Let­ters, mit denen wir zur Her­aus­ga­be der Daten unse­rer Kun­den gezwun­gen wer­den könn­ten. Wir wur­den zwar nie damit kon­fron­tiert, haben uns aber den­noch ent­schie­den in die Schweiz zu gehen…
  • NSA darf (vor­erst) kei­ne Tele­fo­nie-Meta­da­ten von US-Bür­gern mehr spei­chern
    In der Nacht von Sonn­tag, 31.5., auf Mon­tag, 1.6.15, “sind in den USA meh­re­re Bestim­mun­gen des Patri­ot-Act-Geset­zes aus­ge­lau­fen, die unter ande­rem dazu her­an­ge­zo­gen wur­den, mas­sen­haft Tele­fo­nie-Meta­da­ten US-ame­ri­ka­ni­scher Bür­ger durch den Geheim­dienst NSA zu sam­meln. Mitch McCon­nell, repu­bli­ka­ni­scher Mehr­heits­füh­rer im US-Senat, hat­te bis zuletzt dar­auf spe­ku­liert, dass sein Par­tei­kol­le­ge, der Sena­tor und Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat Rand Paul, sei­ne Blo­cka­de­hal­tung auf­ge­ben und es in letz­ter Minu­te doch noch zu einer Ver­län­ge­rung der rele­van­ten Pro­vi­sio­nen kom­men wer­de. Das ist offen­sicht­lich nicht gelun­gen, und auch die in den Start­lö­chern ste­hen­de Nach­fol­ge­re­ge­lung, der vom US-Reprä­sen­tan­ten­haus bereits abge­seg­ne­te „USA Free­dom Act,“ wur­de von Paul bis zumin­dest Diens­tag ver­zö­gert…Bei­trag von Tomas Rudl bei netz​po​li​tik​.org vom 1. Juni 2015 externer Link
  • BND/N­SA-Skan­dal: Offen­bar noch mehr kri­ti­sche Selek­to­ren ent­deckt
    Auf Rech­nern des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes sind angeb­lich Hun­dert­tau­sen­de neu­er Selek­to­ren der NSA gefun­den wor­den, die sich unter ande­rem gegen euro­päi­sche Insti­tu­tio­nen und Per­so­nen rich­ten. Das berich­tet der Spie­gel und ergänzt, die NSA-Such­be­grif­fe zeig­ten, dass das US-Inter­es­se an Kon­zer­nen “womög­lich weit­aus grö­ßer war”. Weil die Lis­ten aus der BND-Zen­tra­le in Pul­lach stamm­ten, kön­ne die neue Wen­dung des BND-Skan­dals auch nicht mehr auf den BND-Pos­ten in Bad Aib­ling und sein angeb­li­ches Eigen­le­ben gescho­ben wer­den. Von rund 459.000 neu iden­ti­fi­zier­ten kri­ti­schen Selek­to­ren aus den Jah­ren 2005 bis 2008 waren dem­nach ledig­lich 400 aus­sor­tiert wor­den…Bei­trag von Mar­tin Hol­land bei hei­se online vom 22. Mai 2015 externer Link
  • Inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on: Wie der BND die „Wei­ter­ga­be von Roh­da­ten in gro­ßem Umfang“ an die NSA ver­heim­licht
    Als der Bun­des­da­ten­schutz­be­auf­trag­te den BND frag­te, wie vie­le Daten er an die NSA über­mit­telt, war die Ant­wort: „580 Mel­dun­gen“ im Jahr 2012. Tat­säch­lich wer­den aber 1,3 Mil­li­ar­den Meta­da­ten über­mit­telt – jeden Monat. Das geht aus inter­ner Kom­mu­ni­ka­ti­on des Geheim­diensts her­vor, die wir ver­öf­fent­li­chen. Die BND-Daten­schutz­be­auf­trag­te kri­ti­sier­te die­se Ant­wort als „Falschaus­kunft“ – wur­de aber von BND-Lei­tung und Bun­des­kanz­ler­amt über­stimmt…Bei­trag von And­re Meis­ter bei netz​po​li​tik​.org vom 18. Mai 2015 externer Link
  • BND/N­SA-Skan­dal: Zehn­tau­sen­de ille­ga­le Selek­to­ren doch aktiv, Vor­wür­fe aus Öster­reich
    Von den 40.000 NSA-Selek­to­ren, die der BND als wider­recht­lich angeb­lich nicht in die eige­nen Über­wa­chungs­sys­te­me ein­ge­tra­gen hat, waren offen­bar doch 25.000 scharf geschal­tet. Das berich­tet zumin­dest der Spie­gel und erklärt, der BND habe also doch für die NSA Behör­den, Unter­neh­men und ande­re Zie­le in Euro­pa aus­ge­späht. Damit habe die NSA auch in grö­ße­rem Umfang gegen deut­sche und öster­rei­chi­sche Inter­es­sen spio­niert, als bis­lang bekannt. Der BND habe die Selek­to­ren erst abge­schal­tet, nach­dem bei einer inter­nen Über­prü­fung deren Pro­ble­ma­tik erkannt wor­den sei…Bei­trag von Mar­tin Hol­land bei hei­se online vom 15. Mai 2015 externer Link
  • NSA-Aus­schuss: “Es wird gemau­ert und ver­ne­belt”
    Die Oppo­si­ti­on hält Berich­te von BND-Ver­ant­wort­li­chen, dass sie die Behör­den­spit­ze und das Kanz­ler­amt nicht über die bri­san­ten NSA-Spio­na­ge­zie­le infor­miert hät­ten, für unglaub­wür­dig. Auch der SPD scheint noch nicht alles schlüs­sig…Bei­trag von Ste­fan Krempl und Mar­tin Hol­land auf hei­se online vom 8. Mai 2015 externer Link. Aus dem Text: “… Die Obleu­te der Oppo­si­ti­on im NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­tags haben nach der Ver­neh­mung meh­re­rer Zeu­gen vom BND schwe­re Vor­wür­fe gegen die Bun­des­re­gie­rung erho­ben. In den Sit­zun­gen ging es um den Umgang mit abspra­che- und rechts­wid­ri­gen Selek­to­ren im Rah­men der Koope­ra­ti­on mit der NSA. Die Bun­des­re­gie­rung erfül­le nicht ihre gesetz­li­che Ver­pflich­tung, “das Par­la­ment umfas­send zu infor­mie­ren”, wet­ter­te der Grü­ne Kon­stan­tin von Notz danach. Es sei­en wei­te­re Zwei­fel an der Behaup­tung ent­stan­den, dass nicht ein­mal BND-Prä­si­dent Ger­hard Schind­ler von dem Skan­dal gewusst habe. (…) An ech­ter Auf­klä­rung habe die Regie­rungs­spit­ze noch immer kein Inter­es­se, monier­te von Notz. So hät­ten die Aus­schuss­mit­glie­der die Lis­ten mit Ziel­vor­ga­ben, die der BND von der NSA bekom­me, nach wie vor nicht erhal­ten. Zudem inter­ve­nie­re das Kanz­ler­amt bei jeder rele­van­ten Fra­ge an die Zeu­gen und hal­te die­se von kla­ren Ant­wor­ten ab: “Es wird wei­ter gemau­ert und ver­ne­belt.” …
  • BND-Affä­re: Ange­la Mer­kels ehr­li­che Regie­rungs­er­klä­rung
    Es wird in die­sen Tagen oft kri­ti­siert, dass Ange­la Mer­kel sich lie­ber nicht per­sön­lich zur BND-Affä­re äußert. Unse­ren Kolum­nis­ten stört das auch, es wun­dert ihn aber nicht. Des­halb hat er auf­ge­schrie­ben, was Mer­kel eigent­lich sagen will…Kolum­ne von Sascha Lobo bei Spie­gel online vom 6. Mai 2015 externer Link. Und so, meint Sascha Lobo, wür­de Mer­kel sich äußern, wenn sie sich äußern wür­de: “… Wir sehen in der Über­wa­chung gleich­zei­tig einen Stroh­halm und eine Aus­re­de. Die zwei­te Funk­ti­on ist klar, nie­mand will sich nach einem Anschlag vor­wer­fen las­sen, man habe nichts unter­nom­men. Wir ahnen zwar anhand der Fak­ten­la­ge, dass die Rund­um-Über­wa­chung des Lan­des nicht so viel bringt wie behaup­tet. Aber abso­lu­te Sicher­heit gibt es nicht, und irgend­was poli­tisch Ver­markt­ba­res müs­sen wir ja tun. Wir sehen uns näm­lich gezwun­gen, Ihnen, lie­be Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger, das lei­der fal­sche Gefühl zu ver­mit­teln, wir hät­ten alles irgend­wie im Griff. Sie glau­ben schließ­lich, das sei unser Job. (…) Hier kommt die erwähn­te Stroh­halm-Funk­ti­on ins Spiel. Die For­schung kann gut abschät­zen, wie Ter­ro­ris­mus ent­steht. Armut, feh­len­de Per­spek­ti­ven, Min­der­wer­tig­keits­ge­füh­le zusam­men mit – oft durch unse­re eige­nen Inter­es­sen – desta­bi­li­sier­ten Gesell­schaf­ten erge­ben einen erst­klas­si­gen Nähr­bo­den für Ter­ro­ris­mus. Der IS ist die Spät­fol­ge der Irak-Inva­si­on, die ich sei­ner­zeit als Oppo­si­ti­ons­füh­re­rin ener­gisch unter­stüt­zen woll­te. Ich spre­che für die gan­ze Bun­des­re­gie­rung, wenn ich sage, dass wir den Ursa­chen des Ter­ro­ris­mus allen­falls kos­me­tisch begeg­nen – und viel lie­ber alle Kraft auf Abschre­ckung und die Bekämp­fung der Sym­pto­me kon­zen­trie­ren möch­ten. Unge­fähr wie beim Flücht­lings­pro­blem im Mit­tel­meer…
  • BND-Skan­dal: Aus­wär­ti­ges Amt gibt sich ahnungs­los
    Unter den offen­bar vom US-Geheim­dienst NSA zur Abschöp­fung der elek­tro­ni­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Hil­fe des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes (BND) ver­wen­de­ten Begrif­fe hat einer beson­de­re Bri­sanz: Denn über die Domain “diplo​.de” wickelt das Aus­wär­ti­ge Amt den gesam­ten E‑Mail-Ver­kehr mit sei­nen an die 200 Aus­lands­ver­tre­tun­gen ab. Alter­na­tiv funk­tio­niert zwar auch die offi­zi­el­le Adres­se “aus​wa​er​ti​ges​-amt​.de” als Mail-Endung für die elek­tro­ni­sche Dienst­post der Diplo­ma­ten. Aber weil die so lang ist, erfreut sich die Kurz­form unter den Mit­ar­bei­tern des Aus­wär­ti­gen Diens­tes deut­lich höhe­rer Beliebt­heit. Und aus­ge­rech­net das Kür­zel “diplo” gehör­te offen­bar zu den bri­san­ten Selek­to­ren der NSA für die Abschöp­fung der vom BND gesam­mel­ten Infor­ma­tio­nen. (…) Aus­kunft dazu, ob es nach der Ent­de­ckung die­ses Such­be­grif­fes in den NSA-Abfra­gen durch einen BND-Mit­ar­bei­ter von offi­zi­el­ler Sei­te über die mög­li­che Aus­spä­hung unter­rich­tet wor­den ist, moch­te das Außen­amt nicht ertei­len…Bei­trag von Tim Ger­ber auf hei­se online vom 6. Mai 2015 externer Link
  • Bun­des­re­gie­rung zum NSA-BND-Skan­dal: „Nichts hin­zu­zu­fü­gen“
    Seit nicht mehr zu leug­nen ist, dass die NSA mit Hil­fe der BND-Hand­lan­ger mit tau­sen­den Selek­to­ren, die inhalt­lich Indus­trie­spio­na­ge und das Aus­spä­hen poli­ti­scher und behörd­li­cher Daten nahe­le­gen, deut­sche und euro­päi­sche Daten­strö­me durch­fors­te­te, war­ten alle gespannt auf die Kon­se­quen­zen. Denn da es auch um die Spio­na­ge etwa gegen EADS und ande­re Rüs­tungs­fir­men sowie euro­päi­sche staat­li­che Ämter und Behör­den geht, erwar­tet die Öffent­lich­keit Ant­wor­ten und Auf­klä­rung über die absicht­li­che Täu­schung des Par­la­ments durch den BND. Mag auch ihr Tele­fon jah­re­lang abge­schnor­chelt wor­den sein, Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel hat zu ihrem eigen­mäch­ti­gen Aus­lands­ge­heim­dienst BND und der befreun­de­ten NSA mal wie­der nichts zu sagen und ist abge­taucht. Ersatz­wei­se wur­den die Spre­cher der Bun­des­re­gie­rung und der Minis­te­ri­en heu­te (24. April 2015) in der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz ein­ge­hend zum aktu­el­len NSA-BND-Skan­dal befragt und hat­ten alle Mühe, mög­lichst nichts Inhalt­li­ches in ihren Ant­wor­ten zu ver­laut­ba­ren. Alles sei geheim, man könn­te über die dür­re Pres­se­er­klä­rung hin­aus nichts sagen…Bei­trag von Con­stan­ze Kurz bei netz​po​li​tik​.org vom 24. April 2015 externer Link. Sie­he dazu:
  • Am Don­ners­tag (19.3.15): Netz­po­li­tik bei­tet wie­der Live-Blog aus NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss
    Am Don­ners­tag gibt es die nächs­te Sit­zung des Geheim­dienst-Unter­su­chungs­aus­schus­ses im Deut­schen Bun­des­tag. Wir wer­den wie immer vor Ort sein und ein Live­b­log-Pro­to­koll des Ver­hörs machen. Wer sich das mal aus nächs­ter Nähe anse­hen will: Es gibt noch Plät­ze, und der Ein­tritt ist frei…” Mel­dung von Mar­kus Becke­dahl von 16. März 2015 externer Link. Dort wird aus der Ankün­di­gung beim Bun­des­tag externer Link zitiert: “Als Zeu­ge gela­den ist Harald Fech­ner, von 2008 bis 2009 beim BND Abtei­lungs­lei­ter für tech­ni­sche Auf­klä­rung. Aus­sa­gen soll auch der BND-Jurist A. F., der von 2009 bis 2014 mit den sich aus dem Grund­ge­setz-Arti­kel 10 über den Schutz des Fern­mel­de­ge­heim­nis­ses für den BND erge­ben­den Kon­se­quen­zen befasst war…
  • NSA-Skan­dal: US-Geheim­ge­richt ver­län­gert erneut Über­wa­chungs­be­fug­nis­se
    Die NSA kann drei wei­te­re Mona­te Ver­bin­dungs- und Stand­ort­da­ten sam­meln und aus­wer­ten. Einen ent­spre­chen­den Antrag der US-Regie­rung hat das gehei­me US-Spio­na­ge­ge­richt FISC abge­seg­net. Die Kom­pe­ten­zen lau­fen dann aber aus…Bei­trag von Ste­fan Krempl und Mar­tin Hol­land auf hei­se online vom 2. März 2015 externer Link
  • Netz​po​li​tik​.org bie­tet Live-Blog aus NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss
    “… Don­ners­tag, den 26.2., gibt es wie­der von uns ein Live­b­log aus dem Geheim­dienst-Unter­su­chungs­aus­schuss im Deut­schen Bun­des­tag. Dann fin­det die nächs­te öffent­li­che Anhö­rung statt, für die man sich auch noch als Gast anmel­den kann. Und dar­um gehts: BND-Koope­ra­ti­on mit US-Geheim­diens­ten im Blick…Mel­dung von Mar­kus Becken­dahl auf netz​po​li​tik​.org vom 19. Febru­ar 2015 externer Link. Außer­dem: Link zum recht aus­führ­li­chen Ter­min­hin­weis beim Bun­des­tag externer Link. Sie­he dazu:
    • Live-Blog aus dem Geheim­dienst-Unter­su­chungs­aus­schuss: „Jeden Tag eine hal­be Mil­li­on Tele­fo­na­te mit­ge­schnit­ten.“
      … Die Bun­des­re­gie­rung ver­sucht noch immer, Auf­klä­rung über das Pro­jekt Glotaic zu behin­dern, bei dem der BND in der Außen­stel­le Rhein­hau­sen Tele­fon-Lei­tun­gen des US-Unter­neh­mens MCI (2006 von Veri­zon gekauft) ange­zapft und Daten dar­aus an die CIA gege­ben hat. Die Abge­ord­ne­ten dür­fen weder den Namen des Pro­jekts („Glotaic“ statt „Glo…“), noch den den Part­ner­dienst (CIA) nen­nen, obwohl bei­de Anga­ben auch auf bun​des​tag​.de ste­hen. Bei Eiko­nal waren BND und Regie­rung offe­ner, auch die SPD fin­det die unter­schied­li­che Ein­stu­fung „nicht nach­voll­zieh­bar“. Bei der Ope­ra­ti­on Glotaic sam­mel­te der BND in der Außen­stel­le Rhein­hau­sen (frü­her: „Iono­sphä­ren­in­sti­tut“) Meta­da­ten „im knap­pen Mil­lio­nen­be­reich“ und meh­re hun­dert­tau­send Inhal­te von Tele­fon­ge­sprä­chen – jeden Tag. Die­se wur­den mit tech­ni­schen Aus­wer­tungs­sys­te­men geras­tert, um „dar­aus neue Infor­ma­tio­nen zu gene­rie­ren“. Strö­be­le deu­te­te an, dass der BND ver­mei­den woll­te, dass das Par­la­men­ta­ri­sche Kon­troll­gre­mi­um von die­ser Ope­ra­ti­on erfährt…Aus dem Live-Blog von And­re Meis­ter bei Netz­po­li­tik zum Geheim­dienst-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­tags vom 26. Febru­ar 2015 externer Link
  • Geheim­diens­te unter­wan­dern SIM- und Kre­dit­kar­ten
    Seit Jah­ren kopie­ren NSA und GCHQ bei den Her­stel­lern von SIM-Kar­ten und Smart Cards die zuge­hö­ri­gen Schlüs­sel ab. Damit kön­nen sie die über­tra­ge­nen Infor­ma­tio­nen mit­le­sen und mani­pu­lie­ren. Auch die Rech­nungs­sys­te­me vie­ler Mobil­fun­ker sind unter­wan­dert…Bei­trag von Dani­el AJ Sokolov beim hei­se new­sti­cker vom 20. Febru­ar 2015 externer Link. Aus dem­Text: “… Der bri­ti­sche Geheim­dienst GCHQ und die US-ame­ri­ka­ni­sche NSA haben schon vor Jah­ren die Sicher­heits­vor­keh­run­gen der Chip­her­stel­ler aus­ge­he­belt. Also sind SIM-Kar­ten, elek­tro­ni­sche Rei­se­päs­se, Kre­dit- und Debit­kar­ten, elek­tro­ni­sche Tür­öff­ner, TAN-Gene­ra­to­ren und so wei­ter unsi­cher. Den dar­in ver­bau­ten Chips und den mit ihnen fix ver­bun­de­nen Schlüs­seln kann nicht mehr ver­traut wer­den. Die Diens­te kön­nen bei­spiels­wei­se mobi­le Über­tra­gun­gen ein­fach mit­le­sen oder rück­wir­kend ent­schlüs­seln…” Sie­he dazu auch den Bei­trag Daten­schüt­zer for­dern Stopp der Gesund­heits­kar­te nach Geheim­dienst-Angriff auf Kar­ten­her­stel­ler
  • NSA-Skan­dal: GCHQ-Über­wa­chung bri­ti­scher Bür­ger ille­gal
    Zum ers­ten Mal muss­te der bri­ti­sche Geheim­dienst GCHQ vor dem für ihn zustän­di­gen Gericht eine Schlap­pe hin­neh­men. Die Über­wa­chung bri­ti­scher Bür­ger mit­hil­fe von NSA-Daten hat gegen die Euro­päi­sche Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on ver­sto­ßen…Bei­trag von Mar­tin Hol­land vom 6. Janu­ar 2015 externer Link
  • NSA-Skan­dal: US-Über­wa­chung von Aus­län­dern etwas ein­ge­schränkt
    … Was bereits vor­ab durch­ge­si­ckert war, wur­de nun bestä­tigt: Die US-Geheim­diens­te schrän­ken die Spei­che­rung von Aus­län­dern etwas ein. Künf­tig sol­len die Ver­bin­dungs­da­ten von Aus­län­dern nach fünf Jah­ren gelöscht wer­den, wenn es kei­ne Sicher­heits­be­den­ken gibt. Das geht aus einem am Diens­tag ver­öf­fent­lich­ten Bericht des Natio­nal Intel­li­gence Agen­cy her­vor – das ist die Dach­be­hör­de der ver­schie­de­nen US-Geheim­diens­te. Bei der Aus­spä­hung poli­ti­scher Füh­rer aus dem Aus­land soll­ten neben natio­na­len Sicher­heits­in­ter­es­sen auch die Fol­gen für die diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen berück­sich­tigt wer­den, heißt es…Bei­trag von Mar­tin Hol­land auf hei­se online vom 4. Febru­ar 2015 externer Link
  • NSA-Skan­dal: BND greift täg­lich 220 Mil­lio­nen Ver­bin­dungs­da­ten ab
    Einem Medi­en­be­richt zufol­ge sam­melt der BND noch viel mehr Tele­fon­ver­bin­dungs­da­ten als bis­lang bekannt. Nicht nur eine son­dern fünf Dienst­stel­len sei­en betei­ligt. Gleich­zei­tig behin­de­re der Dienst gezielt die Arbeit der par­la­men­ta­ri­schen Kon­trol­leu­re…Bei­trag von Mar­tin Hol­land auf hei­se online vom 30. Janu­ar 2015 externer Link
  • NSA-Skan­dal: Aktua­li­sier­te Zeit­leis­te zu den Snow­den-Ent­hül­lun­gen
    Andert­halb Jah­re nach Beginn der Snow­den-Ent­hül­lun­gen ist der NSA-Skan­dal nicht been­det. Kon­se­quen­zen gab es aber fast kei­ne. Als Über­blick sam­melt hei­se online alle rele­van­ten Mel­dun­gen in inzwi­schen zwei Time­li­nes. Die haben mehr als 1300 Ein­trä­ge.Mel­dung von Mar­tin Hol­land bei hei­se online vom 19. Dezem­ber 2014 externer Link. Direkt zur aktu­el­len Time­li­ne externer Link
  • Bericht: BND und CIA haben gemein­sam Pro­vi­der in Deutsch­land ange­zapft
    Der Bun­des­nach­rich­ten­dienst (BND) hat bei der Über­wa­chung in Deutsch­land auch mit dem US-Geheim­dienst CIA zusam­men­ge­ar­bei­tet, berich­tet der Spie­gel. Dem­nach hat der BND im Jahr 2005 das deut­sche Toch­ter­un­ter­neh­men eines US-Netz­be­trei­bers auf­ge­for­dert, “Zugang zu Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­bin­dun­gen des Unter­neh­mens in Düs­sel­dorf” zu gewäh­ren. Das Unter­neh­men und der BND hät­ten sich dann auf eine Zusam­men­ar­beit unter Ein­bin­dung der CIA geei­nigt, und zwar unter dem Code­na­men “Glo­be”.Bei­trag von Chris­ti­an Wöl­bert auf hei­se online vom 14. Dezem­ber 2014 externer Link
  • NSA-Aus­schuss: Bun­des­re­gie­rung ver­wei­gert Amts­hil­fe
    Das SPD-geführ­te Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ver­wei­gert nach einem Vier­tel­jahr Bear­bei­tungs­zeit die Her­aus­ga­be eines Schrei­bens des US Depart­ment of Jus­ti­ce, in dem es mög­li­cher­wei­se um die Aus­lie­fe­rung von Edward Snow­den geht.” Bei­trag von Chris­toph Wind­eck auf hei­se online vom 7. Dezem­ber 2014 externer Link. Aus dem Text:
    • Staats­se­kre­tä­rin Dr. Ste­fa­nie Hubig teilt dem NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss (…) mit, ein Schrei­ben des US Depart­ment of Jus­ti­ce vom 5. Sep­tem­ber 2014 nicht her­aus­zu­ge­ben. Die­ses Doku­ment hat­te der Unter­su­chungs­aus­schuss im Rah­men eines Amts­hil­fe­er­su­chens ange­for­dert, weil er sich die Klä­rung der Fra­ge erhofft, ob Edward Snow­den im Fal­le einer Ein­rei­se nach Deutsch­land an die USA aus­ge­lie­fert wer­den könn­te. Doch nach mona­te­lan­ger Prü­fung kommt das Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um zu dem Schluss, dass “die Beant­wor­tung der Fra­ge, ob Herr Snow­den (…) an die USA aus­ge­lie­fert wer­den kann, (…) nicht zwangs­läu­fig erfor­der­lich [ist] für die Klä­rung der Sach­ver­hal­te, für die der Unter­su­chungs­aus­schuss ein­ge­setzt wur­de”. Ver­mut­lich wür­de das der Unter­su­chungs­aus­schuss lie­ber selbst beur­tei­len.
  • Snow­den-Doku­men­te sol­len zugäng­lich wer­den
    Die Snow­den-Doku­men­te, die den NSA-Skan­dal aus­ge­löst haben, sol­len für alle inter­es­sier­ten Jour­na­lis­ten zugäng­lich gemacht wer­den. Das kün­dig­te Glenn Green­wald an. Er habe das Gefühl, sei­ne Arbeit sei getan und es sei Zeit, “los­zu­las­sen”.Bei­trag von Mar­tin Hol­land auf hei­se online vom 3. Dezem­ber 2014 externer Link. Aus dem Text:
    • Der Jour­na­list und Snow­den-Ver­trau­te Glenn Green­wald will die Doku­men­te des NSA-Whist­leb­lo­wers nun auch ande­ren Jour­na­lis­ten zugäng­lich machen. Wie er dem Münch­ner Mer­kur in einem Inter­view erklär­te, soll dazu ein Daten­raum in New York ein­ge­rich­tet wer­den, wo Jour­na­lis­ten die Doku­men­te ein­se­hen kön­nen. Er selbst sei nun an einem Punkt ange­langt, an dem er sage, sei­nen Teil der Arbeit habe er erle­digt. Nun soll­ten Kol­le­gen mit einem “unver­brauch­ten Blick” mit den Doku­men­ten arbei­ten.
  • NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss: BND hat zwei­ten Pro­vi­der neben der Tele­kom hier­zu­lan­de ange­zapft
    Der Lei­ter der Ope­ra­ti­on Eiko­nal hat im NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss ein­ge­räumt, dass der Bun­des­nach­rich­ten­dienst den Betrei­ber eines wei­te­ren Netz­kno­tens jen­seits der Deut­schen Tele­kom mit ähn­li­chen Mit­teln aus­ge­späht hat.Bericht von Ste­fan Krempl und Mar­tin Hol­land auf hei­se online vom 4. Dezem­ber 2014 externer Link. Aus dem Text:
    • Die Obfrau der Lin­ken im NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­tags, Mar­ti­na Ren­ner, muss­te bei der Ver­neh­mung des tech­ni­schen Lei­ters des Pro­jekts Eiko­nal beim Bun­des­nach­rich­ten­dienst (BND) am Don­ners­tag gehö­rig nach­boh­ren, bis die­ser auf das Anzap­fen eines wei­te­ren Netz­be­trei­bers zu spre­chen kam. “Es gab noch einen zwei­ten Ansatz, in dem Mel­dun­gen an einen aus­län­di­schen Nach­rich­ten­dienst wei­ter­ge­lei­tet wor­den sind”, ließ sich der Zeu­ge schließ­lich ent­lo­cken.
  • Doch kei­ne Über­ra­schung: BND wuss­te seit Jah­ren von US-Spio­na­ge
    Als die Snow­den-Ent­hül­lun­gen began­nen, will die Bun­des­re­gie­rung von nichts gewusst haben. Als das Mer­kel­fo­ne einen kon­kre­ten Spio­na­ge­fall auf­deck­te hieß es, man habe sich bis­her nicht mit Über­wa­chung durch unse­re Freun­de beschäf­tigt. (…) Heu­te berich­tet der Spie­gel von einem BND-Pro­to­koll, das bereits Anfang 2005 dar­über auf­klär­te, dass auch befreun­de­te und ver­bün­de­te Natio­nen uns über­wa­chen…Bericht von von Mar­kus Becke­dahl auf netz​po​li​tik​.org vom 30. Novem­ber 2014 externer Link. Die zwei inter­es­san­tes­ten Wen­dun­gen im Text: “Ver­ant­wort­lich im Kanz­ler­amt für die Geheim­dienst­auf­sicht im Früh­jahr 2005 war übri­gens der heu­ti­ge Außen­mi­nis­ter Frank-Wal­ter-Stein­mei­er. Aber kei­ne Panik: Die Bun­des­re­gie­rung tut jetzt was! Nach­dem der Gene­ral­bun­des­an­walt die Ermitt­lun­gen wegen des Mer­kel­fon ein­ge­stellt hat, wird jetzt das Kanz­ler­amt aktiv: Man geht jetzt mit Straf­an­zei­ge gegen Whist­leb­lower aus dem eige­nen Haus vor, um die­je­ni­gen ein­zu­schüch­tern und mit Sicher­heits­be­hör­den zu ver­fol­gen, die dazu bei­tra­gen, Licht ins Dun­kel zu brin­gen und über die­se Ver­ne­be­lungs­ak­tio­nen auf­zu­klä­ren…
  • Geheim­dienst-Span­ner: Die NSA sitzt in den Net­zen der Deut­schen Tele­kom
    „Die NSA sitzt offen­sicht­lich auch in den Net­zen der Deut­schen Tele­kom und ande­ren deut­schen Pro­vi­dern. Das berich­tet der SPIEGEL in sei­ner aktu­el­len Aus­ga­be und bezieht sich auf die soge­nann­te Tre­a­su­re Map. Die­ses Doku­ment aus den Snow­den-Ent­hül­lun­gen zeich­net eine Welt­kar­te der Netz­wer­ke und doku­men­tiert u.a. die Ein- und Aus­gän­ge in unter­schied­li­che Net­ze über das sich die Über­wa­cher von NSA & Co bewe­gen. Die Tre­a­su­re Map ist dabei nicht neu, bereits vor einem Jahr berich­te­te die New York Times dar­über. Und dazu gab es die Info, dass die NSA in über 50.000 Netz­wer­ken sit­zen will. Aber jetzt gibt es kon­kre­te Namen deut­scher Unter­neh­men…Arti­kel von Mar­kus Becke­dahl auf Netz​po​li​tik​.org vom 15. Sep­tem­ber 2014 externer Link. Sie­he dazu:
    • Tele­kom stellt Kun­den Daten­über­tra­gung an die NSA in Rech­nung
      „Tele­kom-Kun­den müs­sen sich in der nächs­ten Zeit auf saf­ti­ge Nach­zah­lun­gen gefasst machen. Wie das Unter­neh­men mit­teil­te, sol­len die jüngst bekannt gewor­de­nen Daten­zu­grif­fe durch die NSA und den bri­ti­schen Geheim­dienst GHCQ auf das Netz der Tele­kom ab sofort sowie rück­wir­kend über die betrof­fe­nen Nut­zer selbst abge­rech­net wer­den. Die­ser Schritt sei not­wen­dig, weil der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kon­zern Geheim­diens­te befreun­de­ter Staa­ten auf Anwei­sung der Bun­des­re­gie­rung wirt­schaft­lich nicht belan­gen kön­ne. (…) Um ihren Kun­den künf­tig unan­ge­neh­me Über­ra­schun­gen zu erspa­ren, bie­tet die Tele­kom zudem ab Okto­ber eine umfas­sen­de Secret-Ser­vice-All­net-Flat­rate für 79,99 € monat­lich an. Damit kön­nen bis zu fünf Geheim­diens­te befreun­de­ter Demo­kra­tien zeit­gleich auf Nut­zer­da­ten zugrei­fen, ohne dass für den End­ver­brau­cher Mehr­kos­ten anfal­len.“ Bei­trag auf der Pos­til­li­on vom 15. Sep­tem­ber 2014 externer Link
  • »Regie­rung han­delt grob rechts­wid­rig«
    NSA-Unter­su­chungs­aus­schuß des Bun­des­tags bekommt weit­ge­hend geschwärz­te Doku­men­te. Ein Inter­view von Ben Men­del­son mit Hans-Chris­ti­an Strö­be­le in der jun­gen Welt vom 15.09.2014 externer Link Aus dem Text: „(…) Völ­lig absurd wird es, wenn in einer Geheim­ak­te, die nur in der Geheim­schutz­stel­le ein­ge­se­hen wer­den kann, nach der absen­den­den Stel­le steht: »Sehr geehr­te Damen und Her­ren« und dann kom­men vier kom­plett geschwärz­te Sei­ten. Dar­un­ter steht nur noch »MfG«. Da fühlt man sich natür­lich auf den Arm genom­men und total frus­triert. Es gibt durch­aus ver­ständ­li­che Grün­de wie die Gefähr­dung von noch täti­gen Leu­ten oder wirk­lich inter­ne Regie­rungs­be­lan­ge. Aber gar nicht nach­voll­zie­hen kann ich, daß alles geschwärzt ist, was aus­län­di­sche Diens­te betrifft. Denn dar­un­ter kön­nen ja nicht nur Schrift­stü­cke fal­len, son­dern auch Gesprächs­in­hal­te zwi­schen Deut­schen und Ame­ri­ka­nern oder Bri­ten, die auf­ge­schrie­ben wur­den. Und genau das inter­es­siert den Aus­schuß nach sei­nem Auf­trag: Was ist eigent­lich mit der NSA oder ande­ren Diens­ten bespro­chen wor­den, und was wuß­te der BND, an wen hat er was wei­ter­ge­tra­gen? Hier steht ins­be­son­de­re die Bun­des­re­gie­rung im Fokus…“
  • Neue Ent­hül­lun­gen durch Edward Snow­den: “NSA arbei­tet an Cyber­war-Pro­gramm”
    „Der US-Mili­tär­ge­heim­dienst NSA arbei­tet nach Anga­ben des frü­he­ren NSA-Mit­ar­bei­ters Edward Snow­den an einem Cyber­kriegs-Pro­gramm, das ohne mensch­li­ches Zutun auf Angrif­fe reagie­ren kann. In einem Gespräch mit dem US-Maga­zin “Wired” sag­te Snow­den, das Pro­gramm namens “Mons­ter­Mind” (Mons­t­er­ge­hirn) kön­ne eines Tages der­art wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den, dass es auto­ma­tisch zurück­schießt. Damit wäre das Risi­ko ent­stan­den, dass Soft­ware ver­se­hent­lich einen Krieg hät­te aus­lö­sen kön­ne, hieß es wei­ter…Bei­trag auf Tages​schau​.de vom 14.08.2014 externer Link
  • NSA-Aus­schuss im Bun­des­tag: Snow­den-Ver­trau­ter Green­wald lehnt Aus­sa­ge ab
    Der US-Jour­na­list Glenn Green­wald soll­te im Sep­tem­ber vom deut­schen NSA-Aus­schuss befragt wer­den. Jetzt sagt er den Ter­min ab – und kri­ti­siert das Gre­mi­um scharf. Nach Edward Snow­den fällt damit schon der zwei­te wich­ti­ge Zeu­ge aus…” Arti­kel von Hubert Gude vom 01.08.2014 bei Spie­gel online externer Link. Aus dem Text: “… Er wol­le den Bun­des­tag ger­ne dabei unter­stüt­zen, wenn es um eine “ernst­haf­te Unter­su­chung” der Aus­for­schung von Deut­schen durch die NSA gehe, schreibt Green­wald. Durch die Ableh­nung, den “Schlüs­sel­zeu­gen” Snow­den zu ver­neh­men, hät­ten deut­sche Poli­ti­ker jedoch gezeigt, dass es ihnen wich­ti­ger sei, die USA nicht zu ver­är­gern, statt die NSA-Spio­na­ge ernst­haft auf­klä­ren zu wol­len. Dar­um sei er nicht bereit, “an einem Ritu­al mit­zu­wir­ken, das den Anschein einer Unter­su­chung erwe­cken soll”, so Green­wald wei­ter. Tat­säch­lich sol­le eine wirk­li­che Unter­su­chung ver­mie­den wer­den, kri­ti­sier­te er. Es han­de­le sich um “lee­re Sym­bo­lik”. Falls das deut­sche Par­la­ment doch noch die Cou­ra­ge fin­den soll­te, Snow­den auf deut­schem Boden zu befra­gen, wür­de er sei­ne Hal­tung noch ein­mal über­den­ken…”
  • Snow­den im Guar­di­an-Inter­view: “Die Regie­rung fängt eure intims­ten Lebens­aus­schnit­te ab.”
    Schon­mal Fotos in der Cloud gespei­chert, die nie­man­den etwas ange­hen? Schon­mal pri­va­te Sky­pe-Akti­vi­tä­ten betrie­ben? Es über­rascht wohl nie­man­den mehr, dass die NSA das alles abfan­gen kann. Aber es gibt immer neue Ebe­nen der Anschau­lich­keit…“ Arti­kel von Eli­sa­beth Pohl vom 18. Juli 2014 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • NSA-Skan­dal: Cha­os Com­pu­ter Club will Straf­an­zei­ge gegen Bun­des­re­gie­rung erwei­tern
    Weil sei­ne IP-Adres­se 193.23.244.244 in einem der NSA zuge­schrie­be­nen Quell­code-Fet­zel auf­ge­taucht ist, will der Cha­os Com­pu­ter Club sei­ne Straf­an­zei­ge gegen die Bun­des­re­gie­rung und Geheim­diens­te erwei­tern….” Arti­kel von Det­lef Bor­chers vom 16.07.2014 im hei­se-New­sti­cker externer Link
  • Ulti­ma­tum für Ermitt­lun­gen gegen NSA. Ber­li­ner Rechts­an­wäl­te machen Druck auf Gene­ral­bun­des­an­walt /​Dienst­auf­sichts­be­schwer­de ange­droht
    Bis Ende kom­men­der Woche haben die Ber­li­ner Rechts­an­wäl­te Hans-Eber­hard Schultz und Claus Förs­ter dem Gene­ral­bun­des­an­walt Harald Ran­ge in Sachen NSA-Ermitt­lun­gen eine Frist gesetzt. Sie wol­len vom dem obers­ten Ermitt­ler der Repu­blik wis­sen, war­um des­sen Behör­de kein Ver­fah­ren wegen der offen­kun­dig von der NSA betrie­ben Total­über­wa­chung der Bevöl­ke­rung auf­nimmt…” Arti­kel von René Hei­lig im ND online vom 16.07.2014 externer Link
  • Erneu­ter Korb für NSA-Aus­schuss: Snow­den lehnt Videobe­fra­gung ab
    Seit sei­ner Ein­set­zung strei­tet der Unter­su­chungs­aus­schuss zur NSA-Affä­re dar­über, ob und wie Edward Snow­den befragt wird. Nun erteilt der ehe­ma­li­ge NSA-Mit­ar­bei­ter einer Vari­an­te eine Absa­ge. Vie­le Mög­lich­kei­ten gibt es damit nicht mehr…” Mel­dung vom 08. Juli 2014 bei N‑TV externer Link
  • NSA-Skan­dal: Die aller­meis­ten Über­wach­ten sind kei­ne Ziel­per­so­nen
    Ent­ge­gen anders­lau­ten­der Aus­sa­gen der US-Regie­rung hat­te Edward Snow­den auch Zugriff auf Daten, die die NSA abge­grif­fen hat. Aus denen geht her­vor, dass die über­wie­gen­de Mehr­heit der Über­wa­chungs­op­fer kei­ne Ziel­per­so­nen sind. Nur ein Bruch­teil der von der NSA abge­grif­fe­nen und gespei­cher­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on stammt tat­säch­lich von recht­mä­ßi­gen Ziel­per­so­nen, 9 von 10 sei­en dage­gen nor­ma­le Inter­net­nut­zer. Das berich­tet die Washing­ton Post unter Beru­fung auf eine mona­te­lang aus­ge­wer­te­te Daten­bank mit rund 160.000 abge­grif­fe­nen E‑Mails und Chat­mit­schrif­ten – “teil­wei­se Hun­der­te Sei­ten lang” – aus dem Archiv Edward Snow­dens…” Arti­kel vom 07.07.2014 im hei­se-new­sti­cker externer Link
  • NSA-Aus­schuss: BND-Mit­ar­bei­ter unter Spio­na­ge­ver­dacht
    Ein Mit­ar­bei­ter des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes hat nach eige­nen Anga­ben den NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss aus­spio­niert – angeb­lich im Auf­trag der USA. Das erfuh­ren NDR, WDR und “Süd­deut­sche Zei­tung” aus Regie­rungs­krei­sen. Zuvor hat­te die Bun­des­an­walt­schaft die Fest­nah­me eines 31-jäh­ri­gen Deut­schen bekannt­ge­ge­ben…” Arti­kel in Süd­deut­sche Zei­tung online vom4. Juli 2014 externer Link. Aus dem Text: “… Der 31-Jäh­ri­ge war unter dem Ver­dacht fest­ge­nom­men wor­den, Kon­takt zum rus­si­schen Geheim­dienst gesucht zu haben. In Ver­neh­mun­gen soll der BND-Mit­ar­bei­ter dann aber gestan­den haben, Infor­ma­tio­nen an einen US-Dienst gelie­fert zu haben. Die Ermitt­ler über­prü­fen der­zeit die Aus­sa­ge des Ver­däch­ti­gen. Sicher­heits­be­hör­den schlie­ßen nicht aus, dass der Mann in der Ver­neh­mung fal­sche Anga­ben gemacht hat. Soll­te sich jedoch der Spio­na­ge­ver­dacht bestä­ti­gen, wäre dies der bis­her größ­te Skan­dal um einen deutsch-ame­ri­ka­ni­schen Dop­pel­agen­ten in der Nach­kriegs­zeit…” Sie­he dazu:
    • Mut­maß­li­cher Dop­pel­spi­on: Ver­fas­sungs­schutz woll­te Agen­ten beim BND mit US-Hil­fe ent­tar­nen
      Ein BND-Mit­ar­bei­ter soll für die Ame­ri­ka­ner spio­niert haben. Als ihm Ver­fas­sungs­schüt­zer auf die Spur kamen, schal­te­ten sie nach SPIE­GEL-Infor­ma­tio­nen aus­ge­rech­net US-Kol­le­gen ein. Offen­bar nicht ohne Fol­gen…” Arti­kel vom 05.07.2014 beim Spie­gel online externer Link
    • BND wird durch Spi­on infil­triert – Schein­em­pö­rung und “Lösungs­vor­schlä­ge”
      Kom­men­tar von Anna Bisel­li vom 07. Jul 2014 bei Netz­po­li­tik externer Link
    • Regie­rung plant Ein­rich­tung von NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss­spio­na­ge­un­ter­su­chungs­aus­schuss
      Ber­lin (dpo) – Nach den heu­te bekannt gewor­de­nen Spio­na­ge­vor­wür­fen gegen einen Mit­ar­bei­ter des Bun­des­nach­rich­ten­diens­tes BND, der offen­bar im Dienst der NSA stand, soll ein neu­er NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss­spio­na­ge­un­ter­su­chungssaus­schuss Klar­heit schaf­fen. Das gab die Bun­des­re­gie­rung am Frei­tag bekannt. Wie Regie­rungs­spre­cher Stef­fen Sei­bert mit­teil­te, sol­le das Gre­mi­um mit mini­ma­lem Infor­ma­ti­ons­auf­wand klä­ren, ob und in wel­chem Umfang die Ame­ri­ka­ner an Spio­na­ge­ak­ti­vi­tä­ten gegen den NSA-Unter­su­chungs­sau­schuss betei­ligt waren oder sind…” Pos­til­lon-Mel­dung vom 4. Juli 2014 externer Link
  • Bin­ney: NSA-Pra­xis ist tota­li­tär
    Mas­si­ve Kri­tik am US-Geheim­dienst NSA übt des­sen ehe­ma­li­ger Tech­nik-Chef Wil­liam Bin­ney. Der 70jährige warf am Don­ners­tag zum Auf­takt der Sit­zung des Unter­su­chungs­aus­schus­ses, der die mas­sen­haf­te Über­wa­chung von Bür­gern, Unter­neh­men und Poli­ti­kern bis hin­auf zur Kanz­le­rin durch­leuch­ten soll, der NSA einen „tota­li­tä­ren Ansatz“ vor: „So etwas ist ansons­ten nur von Dik­ta­tu­ren bekannt.“ Mit der nach den Atten­ta­ten vom 11. Sep­tem­ber 2001 gestar­te­ten Pra­xis der Mas­sen­über­wa­chung habe die NSA einen „fal­schen Weg“ ein­ge­schla­gen, beklag­te der Zeu­ge, der nach sei­nen Anga­ben über 30 Jah­re für den US-Nach­rich­ten­dienst tätig war. Die­ses Vor­ge­hen rich­te sich auch gegen die eige­ne Bevöl­ke­rung und stel­le die „größ­te Bedro­hung der Demo­kra­tie seit dem ame­ri­ka­ni­schen Bür­ger­krieg“ dar, gefähr­de aber zudem welt­weit Demo­kra­tien. Was die NSA mache, „wider­spricht unse­rer Ver­fas­sung“, beton­te Bin­ney…” Pres­se­mel­dung des Unter­su­chungs­aus­schuss (NSA) vom 03.07.2014 externer Link. Sie­he dazu:
    • “Der BND ist Wurm­fort­satz der NSA”
      NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss: Der ehe­ma­li­ge US-Geheim­dienst­mit­ar­bei­ter Tho­mas Dra­ke wirft dem BND “schreck­li­ches Schwei­gen” über die enge Zusam­men­ar­beit mit der NSA vor, Grund­ge­setz­ver­let­zun­gen und Daten­lie­fe­run­gen an die USA für den Droh­nen­krieg
      Bis­lang hat die Bun­des­re­gie­rung alles ver­sucht, um über die Zusam­men­ar­beit zwi­schen NSA und BND ein dickes Tuch zu legen; es wur­de geleug­net, beschwich­tigt und so getan, als wis­se man nichts. Durch die jüngs­ten bei­den Zeu­gen­auf­trit­te vor dem Unter­su­chungs­aus­schuss zur NSA-Affä­re wird dies nun schwie­ri­ger. Zumal sich nun auch bei Mit­glie­dern des Aus­schus­ses, wie beim SPD-Obmann Chris­ti­an Fli­sek, die Erkennt­nis durch­setzt, dass es nicht um Spio­na­ge geht, son­dern um “ein Phä­no­men der glo­ba­len Mas­sen­über­wa­chung”. Bun­des­ge­ne­ral­an­walt Harald Ran­ge, so Fli­seks Fol­ge­rung, soll­te mög­lichst schnell Ermitt­lun­gen wegen mas­sen­haf­ter Daten­über­wa­chung ein­lei­ten
      …” Arti­kel von Tho­mas Pany in tele­po­lis vom 04.07.2014 externer Link
    • NSA-Vete­ran Bin­ney vor Aus­schuss: Da staunt selbst der NSA-Aus­schuss
      Ein US-Infor­mant auf der Zeu­gen­bank des NSA-Aus­schus­ses – und es ist nicht Edward Snow­den. Der frü­he­re NSA-Tech­nik­chef Bin­ney schil­dert die NSA als Behör­de, die beim Sam­meln von Daten jedes Maß ver­lo­ren hat und mas­sen­haft die Frei­heits­rech­te der Bür­ger ver­letzt…” Bericht von Jochen Zier­hut, WDR, vom 03.07.2014 bei tages​schau​.de externer Link
  • Deut­sche im Visier des US-Geheim­diens­tes: Von der NSA als Extre­mist gebrand­markt
    Die NSA späht gezielt Deut­sche aus, die sich mit Ver­schlüs­se­lung im Inter­net beschäf­ti­gen. Das geht aus einem gehei­men Quell­code her­vor, der NDR und WDR vor­liegt. NSA-Opfer las­sen sich damit nament­lich iden­ti­fi­zie­ren. Einer von ihnen ist ein Stu­dent aus Erlan­gen…” Arti­kel von Lena Kampf, Jacob Appel­baum und John Goe­tz, NDR, vom 03.07.2014 bei tages​schau​.de externer Link. Aus dem Text: “… Die Bericht­erstat­tung des “Guar­di­an” über Power­point-Prä­sen­ta­tio­nen aus dem Snow­den-Archiv hat im ver­gan­ge­nen Jahr gezeigt, dass das Tor-Netz­werk der NSA ein beson­de­rer Dorn im Auge ist. Die Top-Secret-Doku­men­te und der hier erst­mals ver­öf­fent­lich­te Quell­code zei­gen, dass die NSA erheb­li­che Ver­su­che unter­nimmt, Nut­zer des Tor-Netz­werks zu dean­ony­mi­sie­ren. Recher­chen von NDR und WDR zei­gen: Deut­sche IP-Adres­sen sind im Quell­code der NSA als ein­deu­ti­ges Ziel defi­niert. (…) Iro­ni­scher­wei­se sind es nach den spe­zi­el­len Regeln, die NDR und WDR vor­lie­gen, also aus­ge­rech­net Per­so­nen mit dem Wunsch nach Anony­mi­sie­rung, die zum Ziel der NSA wer­den. In den Augen des Geheim­diens­tes: Extre­mis­ten. Das ist kei­ne Rhe­to­rik, kei­ne jour­na­lis­ti­sche Zuspit­zung. Der Begriff befin­det sich sogar in der Kom­men­tar­spal­te des Quell­texts, notiert von Pro­gram­mie­rern der NSA…” Sie­he dazu:
    • Digi­ta­le Ver­schlüs­se­lung: Wer sich schützt, ist ver­däch­tig
      Die NSA über­wacht einen 27-jäh­ri­gen Deut­schen. Offen­bar allein des­halb, weil er sich mit Ver­schlüs­se­lung befasst. Die ein­zi­ge Kon­se­quenz kann da nur sein, dass sich jeder Ein­zel­ne im Netz selbst bes­ser schützt…” Arti­kel von Andri­an Kreye in der Süd­deut­schen online vom 3. Juli 2014 externer Link
  • Noch nicht auf Augen­hö­he
    Ein ehe­ma­li­ger hoch­ran­gi­ger Mit­ar­bei­ter der NSA kün­digt neue Ent­hül­lun­gen über die Koope­ra­ti­on des US-Mili­tär­ge­heim­diens­tes mit dem BND an. Wie Tho­mas Dra­ke, ein frü­he­rer NSA-Com­pu­ter­spe­zia­list, mit­teilt, will er am Don­ners­tag vor dem NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges “gehei­me Abspra­chen” zwi­schen den Diens­ten offen­le­gen, die “extrem weit­ge­hend” sei­en. Schon in den ver­gan­ge­nen Wochen sind Doku­men­te bekannt­ge­wor­den, die das Aus­maß der Spio­na­ge­zu­sam­men­ar­beit zum bei­der­sei­ti­gen Nut­zen deut­li­cher denn je erken­nen las­sen. Laut der NSA ist der BND zuletzt “risi­ko­freu­di­ger” gewor­den; auch exis­tiert inzwi­schen eine for­mel­le Über­ein­kunft zur US-Koope­ra­ti­on mit dem deut­schen Inlands­ge­heim­dienst (Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz). Ber­lin nutzt den NSA-Skan­dal, um sich par­ti­ell von den US-Diens­ten zu lösen und die eige­nen Spio­na­ge­kom­pe­ten­zen zu stär­ken, zuletzt mit Vor­ha­ben zur Echt­zeit­spio­na­ge in sozia­len Netz­wer­ken. Auch sucht es den US-Zugriff auf deut­sche Stel­len zu schwä­chen, etwa durch die Kün­di­gung eines Regie­rungs­ver­trags mit dem US-Kon­zern Veri­zon, der von der NSA abge­grif­fen wird. Zugleich inten­si­viert die Bun­des­re­gie­rung die Spio­na­ge­ko­ope­ra­ti­on in Berei­chen, in denen sie sich eine Stär­kung der eige­nen Posi­ti­on erhofft…” Redak­tio­nel­ler Bericht vom 1.7.2014 von und bei Ger­man-For­eign-Poli­cy externer Link
  • NSA-Skan­dal: Deutsch­land zapft angeb­lich für NSA Glas­fa­ser­ka­bel an
    Auch weni­ger enge Part­ner der NSA grei­fen angeb­lich für den US-Geheim­dienst Kom­mu­ni­ka­ti­on an Glas­fa­ser­ka­beln ab. Dazu gehö­ren Medi­en zufol­ge auch Deutsch­land und Däne­mark. Der Daten­schutz wird dem­nach gezielt aus­ge­höhlt…” Mel­dung vom 19.06.2014 im hei­se-New­sti­cker externer Link
  • Snow­den-Doku­men­te: Hier sitzt die NSA in Deutsch­land
    Hier sitzt die NSA in DeutschlandNir­gend­wo in Euro­pa ist die NSA so aktiv wie in Deutsch­land. Dut­zen­de Doku­men­te aus dem Archiv von Edward Snow­den, die SPIEGEL ONLINE nun ver­öf­fent­licht, offen­ba­ren Details der Spio­na­ge – und die Koope­ra­ti­on mit den Deut­schen.
    Auf einer baye­ri­schen Wie­se, unter der hes­si­schen Erde oder mit­ten in Ber­lin: Die Spio­ne der NSA sit­zen direkt in unse­rer Nach­bar­schaft. Das zeigt ein Satz von NSA-Doku­men­ten, die der SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE jetzt ver­öf­fent­li­chen. Die Doku­men­te stam­men aus dem Fun­dus des Whist­leb­lo­wers Edward Snow­den, sie sind qua­si sei­ne Deutsch­land-Akte
    …” Arti­kel vom 18.6.2014 bei Spie­gel online externer Link von Sven Becker, Hubert Gude, Judith Hor­chert, Andy Mül­ler-Mag­uhn, Lau­ra Poit­ras, Ole Reiß­mann, Mar­cel Rosen­bach, Jörg Schind­ler, Fide­li­us Schmid, Micha­el Sont­hei­mer und Hol­ger Stark. Sie­he dazu:
    • Die Doku­men­te in Snow­dens Deutsch­land-Akte externer Link
    • Abkür­zun­gen erklärt: So lesen Sie die NSA-Doku­men­te externer Link
    • Snow­den-Doku­men­te: Deut­sche Diens­te kann­ten die NSA sehr genau
      In zahl­rei­chen Doku­men­ten beschreibt die NSA ihre Koope­ra­ti­on mit BND und Ver­fas­sungs­schutz. Alle tun jetzt über­rascht, doch die Diens­te kann­ten ihren Part­ner sehr genau…“ Arti­kel von Patrick Beuth /​Zeit Online, Kai Bier­mann vom 19.6.2014 bei Golem externer Link
    • NSA, BND, BSI und Ver­fas­sungs­schutz unter einer Decke
      End­lich hat sich der Spie­gel auf­ge­rafft, die von Snow­den gele­ak­ten Doku­men­te über die Zusam­men­ar­beit der NSA mit deut­schen Behör­den zu ver­öf­fent­li­chen – aller­dings mit Schwärzun­gen…” Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer in tele­po­lis vom 20.06.2014 externer Link
    • Kom­men­tar von Fefe vom 18.6.2014 externer Link : “… Jetzt ist natür­lich die Fra­ge, was genau die da koope­riert haben. Auch die offi­zi­el­le Zusam­men­ar­beit bei der Kryp­to-Stan­dar­di­sie­rung ist ja eine Koope­ra­ti­on. Aber das eigent­li­che Lügen­ge­bäu­de, das jetzt end­lich ein­stürzt, ist das hier: “Vor allem aber belegt das Deutsch­land-Dos­sier die enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen NSA und BND. Nicht nur abge­fan­ge­ne Infor­ma­tio­nen wer­den geteilt: Die NSA ver­an­stal­tet Lehr­gän­ge, man zeigt sich gegen­sei­tig Späh­fä­hig­kei­ten und tauscht unter­ein­an­der Über­wa­chungs­soft­ware aus. So haben die Deut­schen das mäch­ti­ge XKeys­core bekom­men, die Ame­ri­ka­ner durf­ten MIRA4 und VERAS aus­pro­bie­ren.” Damit fal­len die gan­zen Argu­men­te in sich zusam­men, bei uns habe nie­mand von irgend­was gewusst. Nicht nur Mit­wis­ser sind wir, son­dern Kol­la­bo­ra­teu­re! Das ist jetzt nicht mehr zu leug­nen. Außer vom Gene­ral­bun­des­an­walt, natür­lich.”
  • NSA-Affä­re: “Ihr braucht einen Snow­den aus dem BND!”
    Der lang­jäh­ri­ge CIA- und NSA-Agent Tho­mas Dra­ke ent­hüll­te die ille­ga­le Mas­sen­über­wa­chung der USA bereits vor Snow­den – und wur­de dafür ver­folgt, rui­niert, ver­ur­teilt. Nun soll er als Zeu­ge vor dem NSA-Aus­schuss im Bun­des­tag aus­sa­gen…” Inter­view von Ste­ven Gey­er in der FRon­line vom 09. Juni 2014 externer Link
  • Dreis­te Aus­sa­gen des Jus­tiz­mi­nis­ters: Maas ist gegen die Auf­klä­rung der NSA-Affä­re
    Der Jus­tiz­mi­nis­ter tut so, als habe er von der Debat­te um Edward Snow­den nichts mit­be­kom­men – und ent­larvt sich damit selbst. Die Bun­des­re­gie­rung will die wei­te­re Auf­klä­rung der NSA-Affä­re offen­bar ver­hin­dern…” Ein Kom­men­tar von Chris­toph Her­wartz vom 09. Juni 2014 bei N‑TV externer Link
  • NSA-Ent­hül­lun­gen: Akti­ons­tag “Reset The Net” am 5. Juni
    Aktionstag "Reset The Net" am 5. JuniVor einem Jahr erschien der ers­te Bericht über die Mas­sen­über­wa­chung der NSA, der auf Doku­men­ten von Edward Snow­den beruh­te. Zum Jah­res­tag for­dern Inter­net­fir­men und Bür­ger­recht­ler die Rück­erobe­rung des Inter­nets…” Arti­kel von Ste­fan Krempl vom 31.05.2014 im hei­se New­sti­cker externer Link. Sie­he den Auf­ruf zu dem Akti­ons­tag externer Link und die Akti­ons­sei­te mit dem Mobi-Video externer Link. Sie­he auch:
    • Ein Jahr NSA-Skan­dal und nichts pas­siert – Auf zur Kund­ge­bung mor­gen am Bun­des­kanz­ler­amt!
      Vor einem Jahr, am 5. Juni 2013, tauch­ten die ers­ten Ent­hül­lun­gen vom damals noch unbe­kann­ten Edward Snow­den auf – zuerst über die Veri­zon-Gerichts­an­ord­nung zur Daten­samm­lung, dann über PRISM. Seit­dem sind poli­tisch erschre­ckend wenig, qua­si gar kei­ne, wirk­sa­me Kon­se­quen­zen gezo­gen wor­den und unse­re Bun­des­re­gie­rung glänzt durch Untä­tig­keit. Auch was die Kon­trol­le und die Auf­klä­rung der Akti­vi­tä­ten uns­rer eige­nen Geheim­diens­te angeht. Wir wol­len daher Bun­des­re­gie­rung und Bun­des­tag dazu auf­for­dern, end­lich aktiv zu wer­den und zei­gen, dass uns die Mas­sen­über­wa­chung gehö­rig gegen den Strich geht. Daher ruft die Digi­ta­le Gesell­schaft auf: Kommt mor­gen um 9 Uhr zur Kund­ge­bung vor dem Bun­des­kanz­ler­amt und bringt Ban­ner, Pla­ka­te und eure Freun­de mit. Wir wol­len ernst­haf­te Auf­klä­rung, wirk­sa­men Schutz uns­rer Grund­rech­te und eine kla­re Posi­tio­nie­rung gegen aus­ufern­de Geheim­dienst­be­fug­nis­se.Auf­ruf vom 03.06.2014 von und bei Digi­ta­le Gesell­schaft externer Link
  • NSA-Skan­dal: Bun­des­an­walt will nur wegen abge­hör­tem Mer­kel­han­dy ermit­teln
    Also doch: Gene­ral­bun­des­an­walt Ran­ge will laut Berich­ten in der NSA-Affä­re Ermitt­lun­gen auf­neh­men. Gegen­stand soll aber nicht das Aus­spä­hen deut­scher Kom­mu­ni­ka­ti­ons­da­ten, son­dern nur das abge­hör­te Han­dy der Kanz­le­rin sein…” Mel­dung vom 03.06.2014 im hei­se New­sti­cker externer Link
  • Bericht: NSA durch­sucht das Netz nach Gesich­tern
    Laut der “New York Times” fängt der ame­ri­ka­ni­sche Geheim­dienst täg­lich meh­re­re Mil­lio­nen Fotos im Inter­net ab, um sie per Gesichts­er­ken­nung zu prü­fen. Die NSA scannt Mails, Text­nach­rich­ten, sozia­le Net­ze wie Face­book sowie Video­kon­fe­ren­zen und ande­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge auch nach Fotos, um die­se durch ihre Gesichts­er­ken­nungs-Soft­ware “Tun­dra Free­ze” zu schi­cken. Das berich­tet die New York Times. Der Geheim­dienst erhof­fe sich dadurch “das Auf­fin­den von Ziel­per­so­nen rund um die Welt zu revo­lu­tio­nie­ren”. Täg­lich wür­den meh­re­re Mil­lio­nen Bil­der abge­fan­gen, davon sei­en rund 55.000 ver­wert­bar…” Mel­dung vom 01.06.2014 bei hei­se news externer Link
  • Bun­des­an­walt­schaft will nicht in NSA-Affä­re ermit­teln. Spit­ze­lei ohne straf­recht­li­che Fol­gen
    Die Späh­ak­tio­nen gegen deut­sche Bür­ger durch den US-Geheim­dienst NSA blei­ben juris­tisch wohl ohne grö­ße­re Fol­gen. Nach Infor­ma­tio­nen von NDR, WDR und der “Süd­deut­schen Zei­tung” lei­tet Gene­ral­bun­des­an­walt Harald Ran­ge kei­ne Ermitt­lungs­ver­fah­ren gegen aus­län­di­sche Geheim­diens­te ein. Auch wegen der jah­re­lan­gen Über­wa­chung eines Han­dys von Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel ist dem­nach kein Ermitt­lungs­ver­fah­ren geplant…” Mel­dung vom 27. Mai 2014 bei tages​schau​.de externer Link. Sie­he dazu:
    • Digi­tal­cou­ra­ge kri­ti­siert Arbeits­ver­wei­ge­rung des Gene­ral­bun­des­an­wal­tes bei NSA-Ermitt­lun­gen
      Pres­se­mit­tei­lung vom 28. Mai 2014 externer Link. Aus dem Text: “… Rena Tan­gens von Digi­tal­cou­ra­ge kom­men­tiert die Mel­dung so: „Einer­seits den wich­tigs­ten Zeu­gen – Edward Snow­den – nicht zur Ver­neh­mung ein­zu­la­den, obwohl der sei­ne Bereit­schaft zur Aus­sa­ge klar signa­li­siert hat, ande­rer­seits zu behaup­ten, es gäbe kei­ne Zeu­gen und kei­ne Doku­men­te, um die NSA-Über­wa­chung zu bele­gen, ist gro­tesk. Soll­te der Gene­ral­bun­des­an­walt tat­säch­lich ableh­nen, ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­zu­lei­ten, grenzt das an Arbeits­ver­wei­ge­rung.“ Dabei haben Jus­tiz­mi­nis­ter Maas und Außen­mi­nis­ter Stein­mei­er dem Gene­ral­bun­des­an­walt signa­li­siert, dass er freie Hand habe und kei­ne Rück­sicht auf außen­po­li­ti­sche Erwä­gun­gen neh­me müs­se. Digi­tal­cou­ra­ge for­dert den Gene­ral­bun­des­an­walt auf, sei­ne Arbeit ernst zu neh­men und end­lich tätig zu wer­den. Die Wei­ge­rung, ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren ein­zu­lei­ten, wür­de ein schlech­tes Bild auf unse­ren Rechts­staat wer­fen und Zwei­fel an der Unab­hän­gig­keit der Jus­tiz und der Sou­ve­rä­ni­tät unse­res Lan­des beför­dern.”
    • Gene­ral­bun­des­an­walt und NSA-Affä­re: Kotau der Ermitt­ler
      Ein ehr­li­ches, offi­zi­el­les Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen der NSA-Akti­vi­tä­ten in Deutsch­land wäre ein star­kes Sym­bol. Doch die Chan­ce ist ver­tan…” Ein Kom­men­tar von Heri­bert Prantl vom 28. Mai 2014 in der Süd­deut­schen online externer Link
  • NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss stimmt für Ver­neh­mung von Snow­den
    Edward Snow­den soll vor dem NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss aus­sa­gen. Das wur­de heu­te mit den Stim­men aller Frak­tio­nen beschlos­sen. Doch wie und wo die Befra­gung ablau­fen soll, ist völ­lig unge­klärt…” Arti­kel von Achim Sawall vom 8.5.2014 bei Golem externer Link. Sie­he dazu:
    • Streit um Edward Snow­den: “Die Regie­rung ver­sucht, uns für dumm zu ver­kau­fen”
      “Der NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss hat beschlos­sen, Edward Snow­den zu befra­gen. Aber müss­te man ihn, käme er dafür nach Deutsch­land, an die USA aus­lie­fern? Oder knickt die Regie­rung vor den USA ein? Fra­gen an den Ex-Bun­des­rich­ter und frü­he­ren Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Wolf­gang Neš­ko­vić.” Inter­view von Mar­kus C. Schul­te von Drach vom 8. Mai 2014 in der Süd­deut­schen online externer Link. Aus dem Text: “… Das Aus­lie­fe­rungs­ab­kom­men mit den USA sieht aus­drück­lich vor, dass die Rechts­hil­fe in bestimm­ten Fäl­len ver­wei­gert wer­den kann. Zum Bei­spiel wenn “wesent­li­che Inter­es­sen” des ersuch­ten Staa­tes, also der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, beein­träch­tigt wür­den. Es geht hier um die Auf­klä­rung einer mil­lio­nen­fa­chen, anlass­lo­sen Über­wa­chung der Deut­schen durch US-Geheim­diens­te, die dar­auf aus­ge­rich­tet ist, umfas­sen­de Per­sön­lich­keits- und Bewe­gungs­pro­fi­le zu erstel­len. Das stellt einen bei­spiel­lo­sen Angriff auf die Pri­vat­sphä­re dar. Es ist ein Angriff auf das Herz unse­rer Ver­fas­sung: Die Wür­de des Men­schen, die nach Arti­kel 1 unse­res Grund­ge­set­zes unan­tast­bar ist. Ihr Schutz ist eine zen­tra­le Auf­ga­be aller staat­li­chen Gewalt. Des­halb wür­de einer Aus­lie­fe­rung ein “wesent­li­ches Inter­es­se” der BRD ent­ge­gen­ste­hen: Das Inter­es­se, die Aus­späh­maß­nah­men der US-Ame­ri­ka­ner umfas­send auf­zu­klä­ren…”
  • Machen sich Abge­ord­ne­te straf­bar? Wir ver­öf­fent­li­chen die Regie­rungs-Gut­ach­ten zur Snow­den-Befra­gung
    Die Bun­des­re­gie­rung will eine Befra­gung von Edward Snow­den in Deutsch­land ver­hin­dern. Zur Unter­stüt­zung hat sie ein Gut­ach­ten ein­ge­holt, das Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten mit Straf­ver­fol­gung in den USA droht. Ein bri­ti­sches Gut­ach­ten sieht kei­ne Straf­bar­keit der Abge­ord­ne­ten. Die Oppo­si­ti­on im Unter­su­chungs­aus­schuss kri­ti­siert das als “Gefäl­lig­keits­gut­ach­ten” und “Ein­schüch­te­rungs­ver­such”…” Arti­kel von And­re Meis­ter vom 02.05.2014 bei Netz­po­li­tik externer Link. Sie­he dazu wei­te­re Bei­trä­ge und Kom­men­ta­re:
    • Thi­lo Wei­chert: Wes­halb Deutsch­land Edward Snow­den um Ein­rei­se bit­ten muss
      Die­ser Text von Thi­lo Wei­chert erschien zunächst am 23. April als recht­li­che Begrün­dung auf der Web­sei­te des Unab­hän­gi­gen Lan­des­zen­trum für Daten­schutz Schles­wig-Hol­stein. Doku­men­ta­ti­on vom 02.05.2014 bei Netz­po­li­tik externer Link
    • Snow­den-Ver­neh­mung: US-Schüt­zen­hil­fe für die Bun­des­re­gie­rung
      Die Bun­des­re­gie­rung setzt den NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss mit einem Rechts­gut­ach­ten aus den USA unter Druck, um eine Ver­neh­mung von Edward Snow­den offen­bar zu ver­hin­dern. Selbst Abge­ord­ne­te der Regie­rungs­par­tei­en sind empört. (…)Die Gro­ße Koali­ti­on hat kei­ner­lei Inter­es­se, dem Aus­lö­ser der NSA-Affä­re, Edward Snow­den, über­gro­ße Auf­merk­sam­keit zu ver­schaf­fen oder ihn gar ein­rei­sen zu las­sen. Das Papier aus Washing­ton lie­fert dafür wei­te­re Argu­men­te. Es warnt die deut­schen Mit­glie­der des NSA-Unter­su­chungs­aus­schus­ses näm­lich unver­hoh­len davor, sich durch eine Befra­gung Snow­dens womög­lich straf­bar zu machen…” Arti­kel von Hubert Gude und Jörg Schind­ler vom 01.05.2014 bei Spie­gel online externer Link
    • US-Kanz­lei: Befra­gung Snow­dens ist “kri­mi­nel­le Ver­ab­re­dung”
      Bei einer Anhö­rung Snow­dens könn­ten die Mit­glie­der des Aus­schus­ses mit Straf­ver­fol­gung rech­nen; die sind auf die Regie­rung sau­er, weil sie eine US-Kanz­lei für ein Gut­ach­ten beauf­tragt hat…” Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer in tele­po­lis vom 01.05.2014 externer Link
    • Gast­ge­schenk für Oba­ma: Bun­des­re­gie­rung geht mit Staats­wohl gegen Edward Snow­den vor
      Die Bun­des­re­gie­rung hat eine 27-sei­ti­ges Stel­lung­nah­me zu einer mög­li­chen Ver­neh­mung von Edward Snow­den durch den NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss im Deut­schen Bun­des­tag vor­ab an ver­schie­de­ne Medi­en gele­akt. Mit­glie­der des NSA-Unter­su­chungs­aus­schus­ses kön­nen als Zaun­gäs­te damit schon­mal vor­ab in Bild, SZ, NDR und WDR lesen, was sie Frei­tag per Post erhal­ten sol­len. Das ist auch ein Zei­chen des Respekts der Bun­des­re­gie­rung für die­sen Unter­su­chungs­aus­schuss…” Arti­kel von Mar­kus Becke­dahl vom 01.05.2014 bei Netz­po­li­tik externer Link
    • NSA-Affä­re: Snow­den und das Staats­wohl
      Ange­la Mer­kel bringt den Ame­ri­ka­nern ein Gast­ge­schenk mit: Der Auf­klä­rer Edward Snow­den soll nicht vor dem NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss in Deutsch­land ver­nom­men wer­den. Die dafür not­wen­di­gen Papie­re will man ihm nicht geben. So ver­lan­ge es, sagt die Bun­des­re­gie­rung, das deut­sche Staats­wohl. Wer bestimmt das Staats­wohl? Darf die Bun­des­re­gie­rung defi­nie­ren und dekre­tie­ren, wor­in es besteht und was es ver­langt? Und steht die­se Defi­ni­ti­on dann über Recht, Gesetz und Ver­fas­sung?…” Ein Kom­men­tar von Heri­bert Prantl vom 1. Mai 2014 in der Süd­deut­schen online externer Link
    • Vor Mer­kels USA-Rei­se: Bun­des­re­gie­rung beer­digt No-Spy-Abkom­men
      Ein klei­ner Aus­tausch zu den Dif­fe­ren­zen in Sachen NSA-Skan­dal – mehr wird wohl nicht pas­sie­ren, wenn Mer­kel an die­sem Don­ners­tag nach Washing­ton fliegt. Dabei hat US-Prä­si­dent Oba­ma der Kanz­le­rin erstaun­lich viel Zeit ein­ge­räumt. Für ande­re The­men…” Arti­kel von Thors­ten Denk­ler, Ber­lin, vom 29. April 2014 in der Süd­deut­schen online externer Link
  • Snow­den-Ver­trau­ter Glenn Green­wald: Es geht nur um die Macht
    Der Jour­na­list Glenn Green­wald ist der Mann, der Edward Snow­dens Doku­men­te hütet, sich­tet, schließ­lich ver­öf­fent­licht. Er sagt, das Schlimms­te kom­me erst noch. Ein Gespräch über den Kampf gegen die Über­wa­chung und die Moti­ve der Über­wa­cher. Das Inter­view von Harald Staun in der FAZ vom 12.04.2014 externer Link Aus dem Inter­view: „(…) Es wäre unglaub­lich unver­ant­wort­lich, die Spio­na­ge der NSA in Deutsch­land zu unter­su­chen, ohne den Men­schen zu befra­gen, der mehr dar­über weiß als jeder ande­re auf die­sem Pla­ne­ten. Man muss sich dar­über im Kla­ren sein, dass nur ein win­zi­ger Teil der Doku­men­te, die er uns gege­ben hat, bis­her ver­öf­fent­licht wur­de. Außer­dem ver­fügt er über enorm vie­le Infor­ma­tio­nen, weil er fast ein Jahr­zehnt in die­sem Bereich gear­bei­tet hat, Infor­ma­tio­nen, die nicht ein­mal wir haben. Wer die­se Infor­ma­tio­nen nicht prüft, kann nicht von einer ernst­haf­ten Unter­su­chung spre­chen…
  • NSA und die Heart­bleed-Lücke: Wucht des Miss­trau­ens
    Wer lügt, wer sagt die Wahr­heit? Unge­nann­te Quel­len behaup­ten, dass die NSA die Heart­bleed-Lücke schon seit zwei Jah­ren kann­te und auch aus­nutz­te. Der US-Geheim­dienst­chef lässt umge­hend demen­tie­ren. Doch die Vor­wür­fe könn­ten Ame­ri­kas Aus­lands­ge­heim­dienst in sei­ne bis­lang größ­te Kri­se stür­zen. Arti­kel von Johan­nes Kuhn, San Fran­cis­co, in der Süd­deut­schen Zei­tung vom 12.04.2014 externer Link
  • Snow­den ent­zweit NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss. Der Vor­sit­zen­de Bin­nin­ger (CDU) trat wegen der “ein­sei­ti­gen Fixie­rung” der Oppo­si­ti­on zurück
    Kaum hat­te sich der NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss kon­sti­tu­iert, tritt schon des­sen Vor­sit­zen­der Cle­mens Bin­nin­ger (CDU und Ex-Kom­mis­sar) genervt zurück. Er habe wie im NSU-Aus­schuss, wo er als Obmann fun­gier­te, “über­par­tei­lich” arbei­ten wol­len, sag­te er in sei­ner Erklä­rung aber es habe sich schon bei der ers­ten Sit­zung gezeigt, “dass eine sol­che sach­dien­li­che Zusam­men­ar­beit aller Frak­tio­nen nicht mög­lich sein wird“…” Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer in tele­po­lis vom 09.04.2014 externer Link. Sie­he dazu auch:
    • Streit wegen Snow­den-Ver­neh­mung: Vor­sit­zen­der des NSA-Aus­schus­ses tritt zurück
      Schon weni­ge Tage nach der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung des NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss­ses gibt Cle­mens Bin­nin­ger den Vor­sitz auf. Spe­ku­la­tio­nen, er wer­de neu­er BKA-Chef, weist der CDU-Poli­ti­ker zurück. Die Grü­nen ver­mu­ten: Dahin­ter steckt das Kanz­ler­amt…” Arti­kel vom 09.04.2014 bei der FAZ online externer Link
  • Mas­sen­über­wa­chung: Bun­des­tag einigt sich auf NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss
    Nach mona­te­lan­gem Hin und Her haben sich Koali­ti­on und Oppo­si­ti­on doch noch auf einen Unter­su­chungs­aus­schuss zur NSA ver­stän­digt. Die­ser soll auch die Fra­ge klä­ren, wie die pri­va­te Kom­mu­ni­ka­ti­on siche­rer gemacht wer­den kann…” Arti­kel von Fried­helm Greis vom 14.3.2014 bei Golem externer Link
  • Neue NSA-Ent­hüll­lung Das Ziel ist die Kon­trol­le über das gesam­te Netz
    NSA und GCHQ kön­nen sich in Sekun­den­schnel­le Zugriff auf Spei­cher, Tas­ten, Mikro­fon und Kame­ra unse­rer Com­pu­ter ver­schaf­fen. Die Auto­ma­ti­sie­rung sol­cher Angrif­fe erfolgt über das Pro­gramm „Tur­bi­ne“…” Arti­kel von Ste­fan Schulz in der FAZ online vom 13.03.2014 externer Link
  • NSA-Affä­re: EU-Par­la­ment droht mit Blo­cka­de von Frei­han­dels­ab­kom­men
    Das EU-Par­la­ment wirft den Geheim­diens­ten eine Über­wa­chung in “gigan­ti­schem Aus­maß” vor. Die gefor­der­ten Kon­se­quen­zen gehen Netz­ak­ti­vis­ten aber längst nicht weit genug.
    Mit gro­ßer Mehr­heit hat das EU-Par­la­ment den Abschluss­be­richt zur Auf­klä­rung der NSA-Mas­sen­über­wa­chung gebil­ligt. 544 Abge­ord­ne­te stimm­ten am Mitt­woch in Straß­burg für den Bericht, 78 waren dage­gen. In dem 73-sei­ti­gen Doku­ment ver­ur­teilt das Par­la­ment “die in gigan­ti­schem Aus­maß erfolg­te sys­te­ma­ti­sche und pau­scha­le Erfas­sung der per­so­nen­be­zo­ge­nen, oft auch inti­men per­sön­li­chen Daten unschul­di­ger Men­schen”. Zudem wer­den die Daten­schutz­be­hör­den der EU-Län­der auf­ge­for­dert, “von ihren bestehen­den Befug­nis­sen Gebrauch zu machen, um die Daten­über­mitt­lung an Unter­neh­men, die sich öffent­lich zur Ein­hal­tung der Grund­sät­ze der ‘Safe-Harbour’-Vereinbarung mit den USA ver­pflich­tet haben, unver­züg­lich aus­zu­set­zen”. Das soge­nann­te Swift-Abkom­men soll­te außer­dem vor­über­ge­hend gestoppt wer­den
    …” Arti­kel von Fried­helm Greis vom 12.3.2014 bei Golem externer Link
  • Auf Druck der NSA ein­ge­knickt. Snow­den macht Ber­lin Vor­wür­fe
    Der Whist­leb­lower Edward Snow­den sieht in der Abhör­af­fä­re durch den US-Geheim­dienst NSA eine Mit­schuld der Bun­des­re­gie­rung. Unter dem Druck der NSA habe die Regie­rung ein Gesetz auf­ge­weicht – zum Scha­den der Bür­ger – und deren Aus­spä­hung erleich­tert…” Mel­dung vom 07.03.2014 bei der Tages­schau externer Link. Sie­he dazu:
    • Das Doku­ment der Snow­den-Aus­sa­ge externer Link (eng­lisch)
    • Snow­den zu EU-Par­la­ment: Deutsch­land ver­än­der­te auf Druck der USA G10-Gesetz
      Edward Snow­den hat auf die schrift­li­chen Fra­gen des LIBE-Aus­schuss zur Unter­su­chung der geheim­dienst­li­chen Mas­sen­über­wa­chung geant­wor­tet. Auf das schrift­li­che Vor­ge­hen zur Befra­gung hat­te man sich erst in der letz­ten Woche eini­gen kön­nen…” Arti­kel von Anna Bisel­li vom 07.03.2014 bei Netz­po­li­tik externer Link
    • Snow­dens Aus­sa­ge bringt Bun­des­re­gie­rung in Erklä­rungs­not
      Der Innen­aus­schuss des EU-Par­la­ments (LIBE) hat im Rah­men sei­ner Unter­su­chung zur anlass­lo­sen Mas­sen­über­wa­chung durch Nach­rich­ten­diens­te wie NSA und GCHQ heu­te die Zeu­gen­aus­sa­ge von Edward Snow­den ver­öf­fent­licht. Dar­in beschreibt der Whist­leb­lower aus­führ­lich, wie die Diens­te vor­ge­hen, um fun­da­men­ta­le Rech­te und rechts­staat­li­che Prin­zi­pi­en in Zusam­men­ar­beit mit den Regie­run­gen euro­päi­scher Staa­ten unter dem Vor­wand der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung aus­zu­he­beln. “Die von Edward Snow­den geschil­der­ten Vor­gän­ge wer­fen schwer­wie­gen­de Zwei­fel an der Ver­fas­sungs­treue deut­scher Staats­or­ga­ne und der Sou­ve­rä­ni­tät der Bun­des­re­pu­blik auf. Wenn es zutrifft, dass aus­län­di­sche Nach­rich­ten­diens­te akti­ven Ein­fluss auf die Gestal­tung und Aus­le­gung von Geset­zen zur Über­wa­chung der Men­schen in Deutsch­land neh­men, und sodann Zugriff auf den Daten­be­stand deut­scher Behör­den erhal­ten, liegt dar­in ein unge­heu­er­li­cher Ver­stoß gegen ele­men­ta­re demo­kra­ti­sche Grund­sät­ze.”, sagt Vol­ker Tripp, poli­ti­scher Refe­rent des Digi­ta­le Gesell­schaft e.V…” Pres­se­mit­tei­lung vom 7. März 2014 externer Link
  • Euro­pa nach Snow­den: Wo die Debat­te auf sich war­ten lässt (und die Kon­se­quen­zen sowie­so)
    Wie­so gab es eigent­lich – vom Euro­pa­par­la­ment abge­se­hen – in kei­nem euro­päi­schen Staat eine par­la­men­ta­ri­sche Unter­su­chung des Über­wa­chungs­skan­dals? Und wie sehen Men­schen und Medi­en in den ande­ren Staa­ten die Ent­hül­lun­gen von Edward Snow­den?...” Arti­kel von Kili­an Froitz­hu­ber vom 26.02.2014 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • NSA-Skan­dal: Euro­pa reagiert gespal­ten
    Um zu erfah­ren, wie Euro­pa auf die Snow­den-Ent­hül­lun­gen um die tota­le Über­wa­chung durch NSA und Co. reagiert hat, hat sich hei­se online umge­hört. Es zei­gen sich gro­ße Unter­schie­de, nur wirk­li­che Kon­se­quen­zen hat­te der NSA-Skan­dal nir­gends…” Arti­kel vom 26.02.2014 bei hei­se news externer Link
  • NSA-Skan­dal: Geheim­diens­te mani­pu­lie­ren und dis­kre­di­tie­ren im Netz
    Der GCHQ und die NSA ver­su­chen Debat­ten im Inter­net zu infil­trie­ren, zu kon­trol­lie­ren und zu mani­pu­lie­ren, um ihre Zie­le durch­zu­set­zen. Das erge­be sich aus Doku­men­ten des NSA-Whist­leb­lo­wers Edward Snow­den, die der US-Fern­seh­sen­der NBC in den ver­gan­ge­nen Wochen ent­hüllt hat, erklärt Glenn Green­wald. Auf The Inter­cept fasst er die ver­schie­de­nen Doku­men­ten­samm­lun­gen zusam­men und beleuch­tet, wie der GCHQ etwa fal­sches Mate­ri­al ins Inter­net lädt, um die Repu­ta­ti­on einer Ziel­per­son zu zer­stö­ren. Außer­dem nutz­ten die Bri­ten Erkennt­nis­se der Sozi­al­wis­sen­schaf­ten, um Debat­ten im Inter­net zu beein­flus­sen und einen gewünsch­ten Aus­gang her­bei­zu­füh­ren…“ Arti­kel vom 25.02.2014 bei hei­se news externer Link. Aus dem Text: „… Die­se neue Zusam­men­fas­sung muss auch im Kon­text aller bereits ver­öf­fent­lich­ten Snow­den-Doku­men­te gese­hen wer­den. Immer­hin ist bereits klar, dass west­li­che Geheim­diens­te wei­te Tei­le der Online-Infra­struk­tur unter ihre Kon­trol­le gebracht haben. Bereits am Anfang war abzu­se­hen, dass dies nicht nur geschieht, um welt­weit Infor­ma­tio­nen und Kom­mu­ni­ka­ti­on zu über­wa­chen, son­dern auch um aktiv dar­in ein­zu­grei­fen. Ange­sichts der Doku­men­te über die Akti­vi­tä­ten des bri­ti­schen GCHQ kris­tal­li­siert sich nun ein Bild her­aus, in dem dies bereits geschieht…“
  • Auf bes­tem Weg zum tota­li­tä­ren Poli­zei­staat. NSA-Whist­leb­lower Wil­liam Bin­ney über die Fol­gen der mas­sen­haf­ten Aus­spä­hung durch den US-Geheim­dienst
    Wil­liam Bin­ney arbei­te­te mehr als 30 Jah­re lang bei der Natio­nal Secu­ri­ty Agen­cy (NSA – Agen­tur für Natio­na­le Sicher­heit). Dem US-Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um unter­stellt, ist die NSA heu­te der größ­te Geheim­dienst der USA. (…) Nach jah­re­lan­gen Bemü­hun­gen, eine Unter­su­chung der NSA durch die US-Behör­den zu ver­an­las­sen, ging Bin­ney am 20. April 2012 mit einem Inter­view in der Fern­seh­sen­dung »Demo­cra­cy Now« erst­mals an die Öffent­lich­keit. Durch die Ent­hül­lun­gen Edward Snow­dens im ver­gan­ge­nen Jahr sehen sich Bin­ney und die ande­ren frü­he­ren NSA-Whist­leb­lower in ihren For­de­run­gen bestä­tigt. Im Febru­ar war Bin­ney in Ber­lin, um sei­ne Erfah­run­gen und Ansich­ten der deut­schen Öffent­lich­keit bekannt zu machen. Elsa Rass­bach nutz­te die Gele­gen­heit für ein Gespräch…” Inter­view aus neu­es deutsch­land vom 20. Febru­ar 2014, doku­men­tiert beim Frie­dens­rat­schlag externer Link
  • “Über­wach­tes Netz” – Der Sam­mel­band zum NSA-Skan­dal
    “Überwachtes Netz” – Der Sammelband zum NSA-SkandalWir ver­schen­ken unser Buch: Mit­te Novem­ber ist unser Buch “Über­wach­tes Netz. Edward Snow­den und der größ­te Über­wa­chungs­skan­dal der Geschich­te” als eBook in ver­schie­de­nen Stores erschie­nen, kurz vor Weih­nach­ten erschien eine gedruck­te Ver­si­on. Rund 50 Autorin­nen und Autoren aus aller Welt reflek­tie­ren in dem Sam­mel­band die Fol­gen des NSA-Über­wa­chungs­skan­dals und schau­en vor­aus: Wie müs­sen wir als Gesellschaft(en) dar­auf reagie­ren, dass Geheim­diens­te im Hin­ter­grund in den ver­gan­ge­nen Jah­ren das Netz zu einer glo­ba­len Über­wa­chungs­in­fra­struk­tur umge­baut haben? Was sind kon­kre­te Fol­gen die­ser Über­wa­chung? Und was muss tech­nisch und poli­tisch jetzt getan wer­den, damit wir unser Netz und unse­re Pri­vat­sphä­re zurück erobern kön­nen?…” Bekannt­ga­be von Mar­kus Becke­dahl vom 19.02.2014 bei Netz­po­li­tik und das Buch zum Down­load externer Link ebd.
  • Straf­an­zei­ge gegen Bun­des­re­gie­rung im NSA-Skan­dal
    Der Bür­ger­rechts­ver­ein Digi­tal­cou­ra­ge hat heu­te zusam­men mit der Inter­na­tio­na­len Liga für Men­schen­rech­te und dem Cha­os Com­pu­ter Club Straf­an­zei­ge gegen die Bun­des­re­gie­rung und Geheim­dienst­mit­ar­bei­ter erstat­tet. Sie for­dern die Ver­neh­mung von Edward Snow­den als sach­ver­stän­di­gem Zeu­gen. Die Anzei­ge rich­tet sich unter ande­rem gegen die Bun­des­re­gie­rung sowie gegen in Deutsch­land täti­ge Geheim­dienst­agen­ten, gegen den Bun­des­nach­rich­ten­dienst und des­sen Prä­si­den­ten, gegen den amtie­ren­den Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­zè­re, sei­nen Amts­vor­gän­ger Hans-Peter Fried­rich und deren Amts­vor­gän­ger. Die Bür­ger­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen wer­fen den Ange­zeig­ten vor, ver­bo­te­ner­wei­se in Geheim­dienst­tä­tig­kei­ten invol­viert zu sein, den per­sön­li­chen Lebens- und Geheim­be­reich der Men­schen in Deutsch­land ver­letzt, sowie Straf­ver­ei­te­lung im Amt began­gen zu haben. (…) Digi­tal­cou­ra­ge ruft Orga­ni­sa­tio­nen und Ein­zel­per­so­nen auf, sich der Straf­an­zei­ge anzu­schlie­ßen und sie öffent­lich­keits­wirk­sam zu unter­stüt­zen.” Pres­se­mit­tei­lung vom 3.2.2014 externer Link und neu:
    • Straf­an­zei­ge gegen Bun­des­re­gie­rung im NSA-Skan­dal – Mit­ma­chen leicht­ge­macht
      Auf­grund gro­ßer Nach­fra­ge kann man sich der Straf­an­zei­ge gegen die Bun­des­re­gie­rung und den Geheim­diens­ten jetzt auch online anschlie­ßen. Digi­tal­cou­ra­ge e.V. stellt ein Online-For­mu­lar bereit, auf der man sich der Straf­an­zei­ge gegen die Bun­des­re­gie­rung anschlie­ßen kann. Ein­fach aus­fül­len, das erzeug­te PDF aus­dru­cken, unter­schrei­ben und an die ange­ge­be­ne Adres­se schi­cken. Das Online­for­mu­lar externer Link
  • Snow­deni­um und die deut­sche Lethar­gie
    Das deutsch­na­tio­na­le Nar­ra­tiv in der NSA-Debat­te erschwert eine glo­ba­le Bewe­gung gegen Über­wa­chung. Arti­kel von Peter Nowak in tele­po­lis vom 10.02.2014 externer Link. Aus dem Text: “… Durch das deutsch­na­tio­na­le Nar­ra­tiv in der NSA-Debat­te wird gera­de ver­hin­dert, dass gene­rell über Über­wa­chung dis­ku­tiert wird und sich viel­leicht eine glo­ba­le Bewe­gung dage­gen orga­ni­siert, wobei das Inter­net eine gute Hil­fe­stel­lung leis­ten könn­te. Welt­weit orga­ni­sier­te Aktio­nen wie der Inter­na­tio­nal Pri­va­cy Day aber fin­den in Deutsch­land gera­de des­we­gen so wenig Beach­tung, weil die Debat­te natio­na­lis­tisch geführt wird. Es geht dabei nicht um Über­wa­chung gene­rell, son­dern gegen aus­län­di­sche Über­wa­chung. (…) Bereits in den fünf­zi­ger Jah­ren gab es in der BRD die flä­chen­de­cken­de Kom­mu­nis­ten­ver­fol­gung, in die alle ein­be­zo­gen wur­den, die in Oppo­si­ti­on zum Ade­nau­er­staat stan­den. In den 1960er Jah­ren kam die Bespit­ze­lung der neu­en Lin­ken hin­zu. In den 1970er Jah­ren kam mit dem Radi­ka­len­er­lass, von Kri­ti­kern im In- und Aus­land als “Berufs­ver­bot” bezeich­net, eine neu­er Über­wa­chungs­an­lass hin­zu. Den heu­ti­gen Kri­ti­kern der aus­län­di­schen Über­wa­chung sind sol­che his­to­ri­sche Details nicht der Rede wert…”
  • NSA-Skan­dal: CCC-Spre­che­rin stellt Straf­an­zei­ge gegen die Bun­des­re­gie­rung (Update)
    Con­stan­ze Kurz vom Cha­os Com­pu­ter Club (CCC) hat ange­kün­digt, nament­lich Mit­glie­der der Bun­des­re­gie­rung und Chefs deut­scher Geheim­diens­te wegen heim­li­cher Agen­ten­tä­tig­keit und Bei­hil­fe zur umfas­sen­den Netz­spio­na­ge der NSA anzu­zei­gen…” Arti­kel von Ste­fan Krempl vom 29.01.2014 (mit updates) im hei­se ticker externer Link
  • NSA-Skan­dal: Oba­ma legt Geheim­diens­te ein biss­chen an die Lei­ne
    Par­al­lel zu lan­ge erwar­te­ten Grund­satz­re­de zur Über­wa­chungs­pra­xis der US-Geheim­diens­te von US-Prä­si­dent Barack Oba­ma hat das Wei­ße Haus ein Dekret (PDF-Datei) ver­öf­fent­licht, mit dem den Geheim­diens­ten eini­ge Gren­zen gesetzt wer­den sol­len. NSA und Kon­sor­ten sol­len “die Pri­vat­sphä­re und Bür­ger­rech­te aller Men­schen schüt­zen, wel­che Natio­na­li­tät sie auch immer haben und wo immer sie sich auch auf­hal­ten”, sag­te Oba­ma am Frei­tag in Washing­ton. Zugleich warb der Prä­si­dent um Ver­trau­en in die Geheim­diens­te…” Bei­trag vom 17.01.2014 im Hei­se New­sti­cker externer Link. Sie­he dazu:
    • US-Prä­si­dent zur NSA-Affä­re: Wie Oba­ma die Maß­stä­be ver­schiebt
      Barack Oba­ma zeigt Ver­ständ­nis für die deut­schen Ängs­te, doch er über­sieht einen ent­schei­den­den Punkt: Die Gefahr der NSA-Pro­gram­me liegt nicht in ihrem Miss­brauch, son­dern in ihrer Logik. Weil der US-Prä­si­dent sie kri­tik­los über­nimmt, macht er den Ein­griff in die Pri­vat­sphä­re salon­fä­hig…” Ein Kom­men­tar von Johan­nes Kuhn vom 19. Janu­ar 2014 in der Süd­deut­schen online externer Link
  • NSA-Skan­dal: EU-Dele­ga­ti­on durf­te in der USA kei­ne Fra­gen zur NSA stel­len
    Eine EU-Dele­ga­ti­on, die ver­gan­ge­nen Som­mer in den USA euro­päi­sche Sor­gen über die NSA-Über­wa­chung dis­ku­tie­ren soll­te, durf­te Geheim­dienst­an­ge­le­gen­hei­ten über­haupt nicht anspre­chen. Das geht aus einem Rats­do­ku­ment her­vor, von dem bis­lang nur eine zen­sier­te Fas­sung öffent­lich gemacht wur­de, des­sen unzen­sier­te Fas­sung hei­se online aber vor­liegt. Dar­in steht: “Sämt­li­che Fra­gen zur Nach­rich­ten­samm­lung durch Geheim­diens­te und die zuge­hö­ri­gen Kon­troll­me­cha­nis­men wer­den vom Ver­hand­lungs­man­dat die­ser EU-US-Grup­pe aus­ge­nom­men, da dies unter die Kom­pe­tenz der Mit­glieds­staa­ten fällt.” Damit konn­ten die Exper­ten das The­ma, um das es bei ihrer Rei­se eigent­lich gehen soll­te über­haupt nicht zur Spra­che brin­gen…” Mel­dung vom 10.01.2014 bei hei­se online externer Link
  • Schwärzun­gen dür­fen nicht miss­braucht wer­den
    Eine EU-Dele­ga­ti­on darf in den USA nur über Din­ge ver­han­deln, die auch in die Kom­pe­tenz der EU fal­len – also zum Bei­spiel nicht über die NSA. Aber das soll die Öffent­lich­keit nicht wis­sen und so wur­de die­se Fest­stel­lung in einem Doku­ment des Rates der Euro­päi­schen Uni­on ein­fach geschwärzt. Das Geheim­hal­tungs­recht darf aber nicht dazu miss­braucht wer­den, eine uner­wünsch­te öffent­li­che Debat­te zu ver­hin­dern…” Kom­men­tar vom 10.01.2014 bei hei­se online externer Link
  • “Machen Sie nie den Feh­ler, Ihren Regie­rungs­ver­tre­tern völ­lig zu ver­trau­en”
    Der Exper­ten­rat zur NSA-Über­wa­chung gibt zwar nur unver­bind­li­che Emp­feh­lun­gen aus, aber er stellt ein Sys­tem bloß
    Eine blo­ße For­ma­lie mit brav-amt­li­chen, ange­pass­ten Emp­feh­lun­gen ist der mehr als 300 Sei­ten star­ke Exper­ten-Bericht zur NSA-Daten­schlepp­netz­fi­sche­rei nicht. Es fin­den sich dar­in ein paar bemer­kens­wer­te Stel­len und For­mu­lie­run­gen, wie etwa auf Sei­te 114, wo es heißt: “Ame­ri­ka­ner dür­fen auf kei­nen Fall den Feh­ler machen, unse­ren Staats­ver­tre­tern ‘kom­plett’ zu ver­trau­en.
    “…” Arti­kel von Tho­mas Pany in tele­po­lis vom 19.12.2013 externer Link. Sie­he dazu:
  • 23.12. Auf­ruf zur Ver­öf­fent­li­chung des Gut­ach­tens “Schutz vor Ver­haf­tung von Zeu­gen vor einem Unter­su­chungs­aus­schuss”
    stopwatchingus: Schutz vor Verhaftung von Zeugen vor einem Untersuchungsausschuss”wie kann es sein, dass es qua­si an der deut­schen Öffent­lich­keit vor­bei­ge­gan­gen ist, dass es KEIN recht­li­ches Pro­blem ist, Edward Snow­den nach Deutsch­land zu brin­gen und zu schüt­zen? Dem Bun­des­tag lie­gen min­des­tens seit Ende Okto­ber zwei Gut­ach­ten der eige­nen Haus­ju­ris­ten vor, dass dem so ist. – es gab nur einen ein­zi­gen Zei­tungs­ar­ti­kel dazu. (…) Des­we­gen for­dert #stop­watchin­gus von den Abge­ord­ne­ten des Bun­des­ta­ges: Ver­öf­fent­li­chung der Rechts­gut­ach­ten, Schutz vor Ver­haf­tung von Zeu­gen vor einem Unter­su­chungs­aus­schuss, Zuläs­si­ge Grün­de für die Ableh­nung eines Aus­lie­fe­rungs­er­su­chens nach dem Aus­lie­fe­rungs­ab­kom­men zwi­schen der EU und den USA bis zum 23.12.2013. Wir rufen alle dazu auf, an die­ser Akti­on teil­zu­neh­men und sie zu ver­brei­ten.” Auf­ruf von und bei stop­watchin­gus externer Link, dort Infor­ma­tio­nen zu den Hin­ter­grün­den, ein Mus­ter­schrei­ben an die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten und die aktu­el­le Lis­te der email-Adres­sen der MdBs
  • »Es sieht gut aus«: EU-Abge­ord­ne­te wol­len Snow­den anhö­ren. Zeit­ver­setz­te Video-Befra­gung soll NSA-Spio­na­ge ver­hin­dern
    In Ber­lin will man ihn nicht, in Straß­burg soll er nun ange­hört wer­den: Noch im Dezem­ber will das EU-Par­la­ment den Whist­leb­lower Edward Snow­den befra­gen. Doch nicht nur der US-Geheim­dienst NSA könn­te das Vor­ha­ben ver­ei­teln…” Arti­kel von Fabi­an Köh­ler in Neu­es Deutsch­land vom 06.12.2013 externer Link
  • Advents­zeit mit der NSA – Die vor­weih­nacht­li­che Über­wa­chungs-Über­ra­schung
    Der Advents­ka­len­der externer Link des Arbeits­krei­ses Vor­rats­da­ten­spei­che­rung (AKV)
  • NSA-Affä­re: Snow­den gibt State­ment vor EU-Par­la­ment ab
    Was in Deutsch­land noch dis­ku­tiert wird, hat das Euro­päi­sche Par­la­ment schon geschafft: US-Whist­leb­lower Edward Snow­den will vor dem dor­ti­gen Unter­su­chungs­aus­schuss zur NSA-Affä­re aus­sa­gen…” Arti­kel von Fried­helm Greis vom 5.11.2013 bei golem externer Link
  • Glo­ba­le Vor­rats­da­ten­spei­che­rung: NSA sam­melt glo­bal 5 Mil­li­ar­den Funk­ze­l­len­da­ten pro Tag
    Der US-Geheim­dienst NSA sam­melt im Rah­men sei­ner glo­ba­len Vor­rats­da­ten­spei­che­rung rund fünf Mil­li­ar­den Funk­ze­l­len­da­ten von hun­der­ten Mil­lio­nen Han­dy­be­sit­zern – pro Tag, das sind rund 27 TB Daten. Dies berich­tet die Washing­ton Post und beruft sich auf Doku­men­te, die Edward Snow­den befreit hat…” Arti­kel von Mar­kus Becke­dahl vom 04.12.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link. Sie­he dazu:
    • Han­dy­da­ten-Spei­cher der NSA: Archiv für die Ver­däch­ti­gen der Zukunft
      Das Aus­maß der Daten­mas­se ist enorm, über­for­dert offen­bar sogar die NSA-Ser­ver. Der US-Geheim­dienst sam­melt welt­weit Mil­li­ar­den von Han­dy-Stand­ort­da­ten ein, Tag für Tag. Die neu­en Snow­den-Ent­hül­lun­gen zei­gen, wie anfäl­lig das Mobil­funk­sys­tem ist – und wie dies die Pri­vat­sphä­re des Ein­zel­nen gefähr­det…” Kom­men­tar von Johan­nes Kuhn in Süd­deut­sche online vom 5. Dezem­ber 2013 externer Link. Aus dem Text: “… Bei­de Infor­ma­ti­ons­si­los spei­chern Daten von Mil­lio­nen Bür­gern welt­weit, ohne dass die­se in Ver­dacht ste­hen, ter­ro­ris­tisch aktiv zu sein. Viel­mehr geht es offen­bar dar­um, ein Archiv zu auf­zu­bau­en: Wer in Zukunft ein­mal ver­däch­tig wird, hat in der NSA-Daten­bank bereits eine aus­wert­ba­re Ver­gan­gen­heit, inklu­si­ve Bezie­hungs­ge­flecht. Der größ­te Vor­rats­da­ten­spei­cher der Welt, wenn man so will. Oder, in der Phi­lo­so­phie von NSA-Chef Keith Alex­an­der: Ver­giss die Nadel, samm­le den Heu­hau­fen…”
  • Ihre Stim­me an die Ver­ein­ten Natio­nen
    In die­sem Jahr ist klar gewor­den, dass die inter­na­tio­na­le Über­wa­chung kei­ne Gren­zen kennt. Zusam­men mit fast 300 wei­te­ren Orga­ni­sa­tio­nen, dar­un­ter die EFF, EDRi und Access haben wir 13 Grund­sät­ze für die Anwen­dung der Men­schen­rech­te in der Über­wa­chung unter­schrie­ben. Sie kön­nen sich jetzt dar­an betei­li­gen, die Über­wa­cher in die Schran­ken zu wei­sen. Weh­ren Sie sich mit uns und geben Sie Ihre Stim­me gegen Über­wa­chung! Unter­stüt­zen Sie die „necessa­ry and proportionate“-Grundsätze jetzt und unter­schrei­ben Sie auf der Kam­pa­gnen­sei­te.” Auf­ruf, Link und Hin­ter­grün­de bei digi­tal­cou­ra­ge externer Link
  • EU-Kom­mis­si­on will aus­ge­rech­net das Ver­trau­en in den Daten­schutz durch enge Koope­ra­ti­on mit den USA stär­ken
    Brüs­sel wei­gert sich, wegen der NSA-Affä­re das umstrit­te­ne Swift-Bank­da­ten­ab­kom­men mit den USA aus­zu­set­zen. Auch an der “Safe-Harbour”-Vereinbarung wird nicht gerüt­telt – jeden­falls nicht vor der Euro­pa­wahl
    Die EU denkt nicht dar­an, irgend­wel­che Kon­se­quen­zen aus dem NSA-Spio­na­ge­s­kan­dal zu zie­hen. Zwar müs­se man “Ver­trau­en wie­der­her­stel­len” und das trans­at­lan­ti­sche Daten­schutz­ni­veau heben. Doch dar­un­ter soll weder die Geheim­dienst­zu­sam­men­ar­beit noch der Aus­tausch pri­va­ter Daten zu kom­mer­zi­el­len Zwe­cken lei­den. Dies geht aus neu­en Arbeits­pa­pie­ren der EU-Kom­mis­si­on her­vor, die am Mitt­woch ver­ab­schie­det wer­den sol­len. Die Brüs­se­ler Behör­de lehnt dar­in zen­tra­le For­de­run­gen des Euro­pa­par­la­ments ab und bekräf­tigt die enge trans­at­lan­ti­sche Zusam­men­ar­beit
    …” Arti­kel von Eric Bon­se in tele­po­lis vom 26.11.2013 externer Link
  • Reso­lu­ti­on gegen Abhör­ak­tio­nen: Die Uno kuscht vor der NSA
    Die Ver­ein­ten Natio­nen wer­den an die­sem Diens­tag eine Reso­lu­ti­on gegen inter­na­tio­na­le Abhör- und Späh­ak­tio­nen ver­ab­schie­den. Das von Deutsch­land initi­ier­te Papier hat jedoch nur Sym­bol­wert, aus Rück­sicht auf die USA wur­den wich­ti­ge Pas­sa­gen abge­schwächt…” Arti­kel von Marc Pitz­ke, New York, in Spie­gel online vom 26.11.2013 externer Link
  • “Das Gol­de­ne Zeit­al­ter von Sig­int”
    Ein gele­ak­tes NSA-Doku­ment macht noch ein­mal klar, dass die NSA letzt­end­lich Zugriff auf die Daten “von jedem zu jeder Zeit und über­all” will
    Spä­tes­tens seit 11/​9 ist der Daten­hun­ger der US-Geheim­diens­te gren­zen­los gewor­den. Schon zuvor war er eher auf tech­ni­sche, per­so­nel­le und finan­zi­el­le Gren­zen gesto­ßen, weni­ger auf poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che. Dann aber wur­den die Schleu­sen geöff­net. Ex-Prä­si­dent Bush woll­te selbst Tech­ni­ken för­dern, die den Men­schen aus der Fer­ne in das Inne­re ihre Gehirns sehen kön­nen, um zu erken­nen, ob jemand etwas Böses anstel­len will (Sys­te­me zum Erken­nen der bösen Absich­ten von Ter­ro­ris­ten), wäh­rend das Pro­jekt Total Infor­ma­ti­on Awa­reness (TIA) eben die tota­le “Auf­klä­rung” woll­te
    …” Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer 24.11.2013 externer Link
  • NSA soll 50.000 Com­pu­ter-Netz­wer­ke infi­ziert haben
    Der Über­wa­chungs­skan­dal um die NSA geht wei­ter: Einem Medi­en­be­richt zufol­ge hat der ame­ri­ka­ni­sche Geheim­dienst welt­weit 50.000 Com­pu­ter-Netz­wer­ke mit Schad­soft­ware infi­ziert. Die­se Tech­nik dient dazu, beson­ders sen­si­ble Daten aus­zu­spä­hen…” Arti­kel in Süd­deut­sche online vom 23. Novem­ber 2013 externer Link
  • NSA-Stra­te­gie­pa­pier: Mis­si­on abso­lu­te Abschöp­fung
    Als hät­te es ein McK­in­sey-Prak­ti­kant geschrie­ben: “Revo­lu­tio­nie­ren”, “kol­la­bo­ra­tiv arbei­ten”, die “Mis­si­on syn­chro­ni­sie­ren”, ein Umfeld für “Risi­ko­be­reit­schaft” schaf­fen – all das will die NSA eines nun ver­öf­fent­lich­ten Stra­te­gie­pa­piers zufol­ge bis 2016 errei­chen. Vor allem aber will der Geheim­dienst wei­ter­hin sei­ner Mis­si­on treu blei­ben: Die Daten abschöp­fen, die man braucht. “Von jedem, jeder­zeit, über­all” Es ist eine prot­zi­ge Bot­schaft, das aus dem von den renom­mier­ten Repor­tern Lau­ra Poit­ras und James Risen in der New York Times ana­ly­sier­ten Doku­ment aus dem Febru­ar 2012 her­vor­geht. Natür­lich stammt es aus dem Fun­dus von Edward Snow­den und erwar­tungs­ge­mäß ist es das Zeug­nis eines Geheim­diens­tes, der sich längst ent­grenzt hat…” Arti­kel von Johan­nes Kuhn in Süd­deut­sche vom 24. Novem­ber 2013 externer Link
  • CDU und CSU wol­len Inter­net im NSA-Stil über­wa­chen
    CDU und CSU drän­gen im Rah­men der Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen mit der SPD in der Arbeits­grup­pe Inne­res auf eine deut­li­che Ver­schär­fung und Aus­wei­tung der Inter­net­über­wa­chung: Innen­ex­per­ten der Uni­on schwebt dazu eine “Aus­lei­tung” des Daten­ver­kehrs an “Netz­kno­ten” vor, wie sie etwa der zen­tra­le Aus­tausch­punkt DE-CIX in Frank­furt oder klei­ne­re Zusam­men­schal­tungs­punk­te ein­zel­ner Pro­vi­der sowie wei­te­rer Inter­net­kon­zer­ne dar­stel­len. Dies erklär­te der Vor­sit­zen­de der Dienst­leis­tungs­ge­sell­schaft ver.di, Frank Bsirs­ke, unter Beru­fung auf ein umfas­sen­des For­de­rungs­pa­pier der kon­ser­va­ti­ven Innen­po­li­ti­ker gegen­über hei­se online…” Mel­dung vom 03.11.2013 bei hei­se news externer Link
  • Strö­be­le zur NSA-Affä­re: Snow­den wür­de in Deutsch­land aus­sa­gen – und blei­ben
    Arti­kel vom 01.11.2013 bei hei­se news externer Link Sie­he dazu:
    • Doku­men­ta­ti­on: Der Brief von Edward Snow­den an Mer­kel
      Er sei grund­sätz­lich zu einem Gespräch mit deut­schen Behör­den bereit, schreibt der ehe­ma­li­ge NSA-Mit­ar­bei­ter. Zuvor müs­se jedoch sei­ne Situa­ti­on geklärt wer­den. Doku bei Zeit online vom 1. Novem­ber 2013 externer Link
  • MUSCULAR: So ver­schafft sich die NSA Zugang zu Yahoo und Goog­le
    MUSCULAR: So verschafft sich die NSA Zugang zu Yahoo und GoogleEs gibt neue Doku­men­te aus Snow­dens Fun­dus. Die Pres­se hat lan­ge über­legt, wie sich die NSA Zugang zu den Clouds bzw. den Benut­zer­da­ten von Goog­le und Yahoo ver­schafft. Ob eine enge Koope­ra­ti­on zwi­schen den Unter­neh­men und der NSA besteht, oder nicht. Ver­öf­fent­li­chun­gen der Washing­ton Post brin­gen nun etwas Licht ins Dun­kel. MUSCULAR nennt sich das Pro­gramm, mit dem NSA und GCHQ den inter­nen Daten­ver­kehr zwi­schen den Rechen­zen­tren von Yahoo und von Goog­le abhö­ren, spei­chern und ent­schlüs­seln…” Arti­kel von Jan-Peter Klein­hans vom 30.10.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • Feu­dal-Sys­tem. NSA: Mer­kel gerät in Panik, lässt die Bür­ger über die Klin­ge sprin­gen
    Die Bun­des­re­gie­rung will angeb­lich ein Abkom­men mit den Ame­ri­ka­nern schlie­ßen. Danach sol­len Regie­run­gen, Behör­den und Diplo­ma­ten nicht aus­ge­späht wer­den. Die Bür­ger dage­gen sind in dem Abkom­men nicht vor­ge­se­hen. Sie sind wei­ter Frei­wild. Der Grund für die Panik der Eli­ten: Sie fürch­ten die gro­ße Erpres­sung – und haben offen­bar begrün­de­te Sor­ge, dass eini­ges auf­flie­gen könn­te…” Arti­kel in Deut­sche Wirt­schafts Nach­rich­ten online vom 30.10.13 externer Link. Aus dem Text: “… Es fehlt das grund­le­gen­de Unrechts­be­wusst­sein, dass unter der seit Jah­ren schlei­chend ein­ge­führ­ten, glo­ba­len „Ter­ror-Gesetz­ge­bung“ heu­te welt­weit jeder Bür­ger ohne den gerings­ten Ver­dacht, ohne gericht­li­chen Beschluss und erst Recht ohne die Mög­lich­keit zum Wider­spruch aus­ge­forscht wer­den kann – und aus­ge­forscht wird. NSA-Chef Keith Alex­an­der hat klar­ge­stellt, dass das so blei­ben wird. (…) Die Steu­er­zah­ler sol­len dage­gen wei­ter über­wacht wer­den – ganz legal. Dar­an haben auch Mer­kel und Schäub­le ein Inter­es­se. Nicht, weil alle Deut­schen Ter­ro­ris­ten sind. Son­dern weil die Schul­den­kri­se die Poli­tik auf die wahn­wit­zi­ge Idee gebracht hat, die Bür­ger so genau aus­zu­h­or­chen, dass sie kei­nen ein­zi­gen Cent mehr am Fis­kus vor­bei­sch­leu­sen kön­nen. (…) Es geht um ein Kli­ma der Angst, das die Leu­te gefü­gig machen soll: Im Grun­de reicht es, wenn der Bür­ger denkt, dass er aus­spio­niert wird – dann wird er jeden Taxi-Beleg in zwei­fa­cher Aus­fer­ti­gung archi­vie­ren…”
  • Doku­men­te von Edward Snow­den: Came­ron warnt Medi­en vor wei­te­ren Spio­na­ge-Ver­öf­fent­li­chun­gen
    “”Es wird schwer für die Regie­rung, sich zurück­zu­hal­ten”: Der bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­ter Came­ron warnt Zei­tun­gen davor, wei­te­re Ent­hül­lun­gen des ehe­ma­li­gen US-Geheim­dienst­mit­ar­bei­ters Edward Snow­den zu ver­öf­fent­li­chen. Und appel­liert an das “gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl” der Medi­en­schaf­fen­den…” Arti­kel vom 29. Okto­ber 2013 in der Süd­deut­schen online externer Link
  • Sicher­heits­for­scher: “Alle Deut­schen wer­den voll­stän­dig abge­hört”
    Die Geheim­diens­te die­ser Welt hören alle in Deutsch­land leben­den Per­so­nen voll­stän­dig ab, ist Hart­mut Pohl von der Gesell­schaft für Infor­ma­tik über­zeugt. Über­wa­chungs­tech­nik wer­de auch bei Wirt­schafts­spio­na­ge ver­wen­det, sagt er wei­ter. Das BSI-Gesetz kri­ti­siert er…” Arti­kel von Ingo Pakal­ski vom 27.10.2013 bei golem externer Link
  • #Mer­kel­pho­ne
    Ange­la Mer­kel empört, dass sie von USA behan­delt wird, als wäre sie ein deut­scher Bür­ger“, “Innen­mi­nis­ter Fried­rich erklärt Abhör­si­cher­heit von Kanz­le­rin­nen­han­dy zum Super­du­per­grund­recht” und “Pofal­la will wis­sen, wel­chen Teil von “die NSA-Affä­re ist been­det” Mer­kel nicht ver­stan­den hat” – die­se Schlag­zei­len in der Pos­til­lon externer Link vom 24. Okto­ber 2013 rei­chen u.E. voll­kom­men aus. Wer vom bit­te­ren Lachen aller­dings noch nicht genug hat, sei ver­wie­sen auf: Zita­te von Uni­ons­po­li­ti­kern zur NSA-Affä­re Vom Tisch? Von wegen!Kanz­le­rin Mer­kel, Kanz­ler­amts­chef Pofal­la, Innen­mi­nis­ter Fried­rich: Über Mona­te hin­weg ver­si­cher­te die Bun­des­re­gie­rung, die USA wür­den nichts Ver­bo­te­nes tun. Süddeutsche.de doku­men­tiert die Zita­te, die plötz­lich unfrei­wil­lig komisch wir­ken…” Zusam­men­ge­stellt von Micha­el König, Ber­lin, in Süd­deut­sche online vom 24. Okto­ber 2013 externer Link
  • NSA-Abhör­skan­dal: Hol­lan­des Wut, Mer­kels Schwei­gen
    Frank­reichs Prä­si­dent holt Oba­ma ans Tele­fon, Bra­si­li­en baut Infra­struk­tur gegen die NSA auf – nur die Mer­kel-Regie­rung igno­riert den Über­wa­chungs­skan­dal seit Mona­ten. Die­se Regie­rung tut nichts für die Grund­rech­te, die Gro­ße Koali­ti­on dürf­te wenig ändern…” Eine Kolum­ne von Sascha Lobo vom 22.10.2013 bei Spie­gel online externer Link
  • Aus­späh-Ent­hül­lun­gen: Frank­reich reagiert scho­ckiert auf Aus­maß der NSA-Spio­na­ge
    Mehr als 70 Mil­lio­nen Tele­fon­ver­bin­dun­gen: Laut einem Zei­tungs­be­richt soll der US-Geheim­dienst NSA mas­sen­haft die Tele­fon­da­ten fran­zö­si­scher Bür­ger aus­ge­späht haben. Mit einer Erklä­rung will sich Paris die­ses Mal nicht zufrie­den­ge­ben.
    Der US-Nach­rich­ten­dienst NSA späht offen­bar mas­siv die Tele­fo­na­te fran­zö­si­scher Bür­ger aus. Die fran­zö­si­sche Tages­zei­tung Le Mon­de berich­te­te am Mon­tag unter Beru­fung auf Doku­men­te des frü­he­ren US-Geheim­dienst­mit­ar­bei­ters Edward Snow­den, dass allein inner­halb eines Monats – näm­lich zwi­schen Anfang Dezem­ber 2012 und Anfang Janu­ar 2013 – 70,3 Mil­lio­nen Tele­fon­ver­bin­dun­gen auf­ge­zeich­net wor­den sei­en. Paris for­der­te von Washing­ton umge­hend eine Erklä­rung und bestell­te den US-Bot­schaf­ter in Paris ein
    …” Arti­kel in Süd­deut­sche online vom 21. Okto­ber 2013 externer Link
  • Spio­na­ge: Die Bun­des­re­gie­rung will die Lügen der NSA glau­ben
    Snow­dens Mate­ri­al belegt: Die NSA betreibt Wirt­schafts­spio­na­ge und späht Poli­ti­ker aus. Nur die Bun­des­re­gie­rung geht davon aus, es gehe dabei allein um Ter­ror­be­kämp­fung. Ein Kom­men­tar von Patrick Beuth vom 21. Okto­ber 2013 in der Zeit online externer Link. Aus dem Text: “… Ein­deu­ti­ger könn­ten die Berich­te nicht sein: Die NSA betreibt poli­ti­sche und Wirt­schafts­spio­na­ge im gro­ßen Stil. Und doch stellt sich ihr Chef Keith Alex­an­der immer wie­der vor die Öffent­lich­keit und sagt Sät­ze wie: “Unse­re Absich­ten sind nobel. Unser Job ist es, die­se Nati­on und unse­re bür­ger­li­chen Frei­hei­ten und die Pri­vat­sphä­re zu ver­tei­di­gen.” Alex­an­der sagt so etwas, um die US-Bevöl­ke­rung zu beru­hi­gen, weil die NSA auch ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on über­wacht. Doch der NSA-Direk­tor und der obers­te Geheim­dienst­ko­or­di­na­tor James Clap­per belü­gen sogar ihre Lands­leu­te, zuletzt über die Zahl der Anschlags­ver­su­che, die dank der NSA ver­ei­telt wer­den konn­ten. Über Wirt­schafts­spio­na­ge und das Aus­for­schen befreun­de­ter Regie­run­gen sagen sie kein Wort. Kon­se­quen­zen hat das für sie nicht…”
  • “Die NSA wird immer noch unter­schätzt”
    The Nati­on Die Macht des Geheim­diensts NSA wird auch nach der Flut der Snow­den-Ent­hül­lun­gen noch unter­schätzt, warnt der ame­ri­ka­ni­sche Mili­tär­re­por­ter Jere­my Sca­hill. Sca­hill berich­tet seit Jah­ren über die Kehr­sei­te der US-Sicher­heits­po­li­tik. “Die NSA ist nicht ein Hau­fen Com­pu­ter­nerds, die in Fort Mea­de her­um­sit­zen und Tele­fo­na­te abhö­ren”, sagt er gegen­über dpa. “Die NSA ist ein mas­si­ves Biest von einer Orga­ni­sa­ti­on, die eine von Grund auf mili­tä­ri­sche Mis­si­on hat.” Es gebe kei­ne kla­re Gren­ze zwi­schen Geheim­dienst und Mili­tär. Wer glau­be, bei der NSA arbei­te­ten nur “Geeks mit Kopf­hö­ren”, ver­ste­he den ame­ri­ka­ni­schen Sicher­heits­ap­pa­rat nicht…” Inter­view von Jes­si­ca Binsch, dpa, vom 22.10.2013 bei Hei­se news externer Link
  • Unter­su­chungs­aus­schuss im Euro­pa­par­la­ment fin­det her­aus: Total­über­wa­chung nicht so rich­tig legal
    Ges­tern nach­mit­tag befass­te sich der Unter­su­chungssaus­schuss des Euro­päi­schen Par­la­ments mit recht­li­chen Fra­gen rund um die Über­wa­chungs­pro­gram­me der Geheim­diens­te. Die gela­de­nen Exper­ten, dar­un­ter die EGMR-Beschwer­de­füh­rer Con­stan­ze Kurz und Nick Pick­les von Big Bro­ther Watch, waren sich weit­ge­hend einig, dass die Pro­gram­me von NSA und GCHQ gegen ver­schie­de­ne recht­li­che Vor­ga­ben ver­sto­ßen – sowohl auf natio­na­ler wie auch auf supra­na­tio­na­ler Ebe­ne…” Arti­kel von Kili­an Froitz­hu­ber vom 15.10.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • NSA macht Vor­rats­da­ten­spei­che­rung auch über eMail-Adress­bü­cher und IM-Lis­ten
    Kei­ne gro­ße Über­ra­schung: Die Washing­ton­Post hat auf Basis von Edward Snow­den gele­ak­ten Doku­men­ten her­aus­ge­fun­den, dass die NSA im gro­ßen Stil im Rah­men ihrer heim­li­chen glo­ba­len Vor­rats­da­ten­spei­che­rung Adress­bü­cher von eMail-Kon­ten und Kon­takt­lis­ten (“Bud­dy-Lists”) von Instant-Mes­sen­ger-Kon­ten kopiert und spei­chert…” Arti­kel von Mar­kus Becke­dahl vom 15.10.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • NSA sam­melt Daten aus Mil­lio­nen von Kon­takt­lis­ten und E‑Mail-Adress­bü­chern
    Neue Details aus den Doku­men­ten des NSA-Whist­leb­lo­wers Edward Snow­den: Der US-Geheim­dienst NSA sam­melt dem­nach welt­weit Hun­der­te Mil­lio­nen von Kon­takt­lis­ten von per­sön­li­chen E‑Mail- und Instant-Messaging-Kon­ten, berich­tet die Washing­ton Post unter Beru­fung auf die Snow­den-Doku­men­te und auf Infor­ma­tio­nen von hohen Geheim­dienst­mit­ar­bei­tern. Vie­le Kon­ten gehör­ten Ame­ri­ka­nern, wobei die Geheim­dienst­mit­ar­bei­ter zwar kei­ne genau­en Zah­len genannt, aber auch nicht bestrit­ten hät­ten, dass allein in den USA Mil­lio­nen Bür­ger betrof­fen sein könn­ten…” Mel­dung vom 15.10.2013 bei hei­se news externer Link
  • Wiki­leaks ver­öf­fent­licht Snow­den-Video. Ers­te Auf­nah­men seit Ankunft in Mos­kau /​Whist­leb­lower warnt vor »rie­si­gem Über­wa­chungs­netz«
    Die Ent­hül­lungs­platt­form Wiki­leaks hat die nach eige­nen Anga­ben ers­ten Video­se­quen­zen mit dem US-Geheim­dienst­ent­hül­ler Edward Snow­den ver­öf­fent­licht, seit die­ser Unter­schlupf in Russ­land gefun­den hat. In der kur­zen Auf­nah­me, die in der Nacht zu Sams­tag ver­brei­tet wur­de, warnt Snow­den vor der Staats­spio­na­ge, die wie »eine Art rie­si­ges Netz gan­ze Bevöl­ke­run­gen unter Über­wa­chung stellt«…” Arti­kel in Neu­es Deutsch­land vom 12.10.2013 externer Link
    • Video­bot­schaft von Edward Snow­den: „Wer lügt, dem pas­siert nichts“
      Erst­mals seit Mona­ten äußert sich der NSA-Ent­hül­ler Snow­den. Er greift die US-Regie­rung an. Das Aus­spä­hen von Daten scha­de den Men­schen, so Snow­den…” Agen­tur­mel­dung vom 12.10.2013 bei der taz online externer Link
    • Edward Snow­den speaks about government trans­pa­ren­cy at Sam Adams award pre­sen­ta­ti­on in Moscow. Das Video bei Wiki­leaks externer Link
  • Nach Kri­tik an NSA: USA ver­wei­gern deut­schem Schrift­stel­ler Ein­rei­se
    Dem deut­schen Schrift­stel­ler Ili­ja Tro­ja­now ist über­ra­schend die Ein­rei­se in die USA ver­wei­gert wor­den. Der Schrift­stel­ler­or­ga­ni­sa­ti­on PEN for­dert nun die Bun­des­re­gie­rung auf, den Fall auf­zu­klä­ren. Ein Schelm, wer hier Böses denkt: Ende Sep­tem­ber noch ist der Schrift­stel­ler Ili­ja Tro­ja­now, gemein­sam mit knapp sech­zig ande­ren Autoren, zum Kanz­ler­amt mar­schiert und hat aus einem offe­nen Brief vor­ge­le­sen, in dem die Bun­des­re­gie­rung dazu auf­ge­for­dert wird, Deutsch­land vor der Spio­na­ge durch aus­län­di­sche Geheim­diens­te zu beschüt­zen. Am Mon­tag, dem 30. Sep­tem­ber, wird ihm, ohne Anga­be von Grün­den, die Ein­rei­se in die USA ver­wei­gert…” Arti­kel von Dana Buchz­ik in der Welt online vom vom 1.10.2013 externer Link. Sie­he dazu:
  • NSA-Skan­dal: Geheim­dienst-Whist­leb­lower sehen Gren­ze zum auto­ri­tä­ren Staat über­schrit­ten
    Frü­he­re Agen­ten der NSA und des bri­ti­schen Inlands­ge­heim­diensts MI5, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren öffent­lich die Alarm­glo­cken wegen Miss­stän­den in ihren Insti­tu­tio­nen läu­te­ten, spre­chen ange­sichts der Ent­hül­lun­gen ihres “Nach­fol­gers” Edward Snow­den vom Auf­bau eines gehei­men Über­wa­chungs­staats im Namen einer falsch ver­stan­den natio­na­len Sicher­heit. In den USA habe sich eine “wei­che Tyran­nei” her­aus­ge­bil­det, die Grund­rech­te mit Füßen tre­te, erklär­te der NSA-Whist­leb­lower Tho­mas Dra­ke bei einer Anhö­rung im ein­schlä­gi­gen Unter­su­chungs­aus­schuss des EU-Par­la­ments. Die­se Herr­schafts­form sei beson­ders gefähr­lich, da sie “im Schat­ten des Rechts­staats” aus­ge­übt wer­de…” Arti­kel von Ste­fan Krempl vom 01.10.2013 bei hei­se news externer Link
  • “Tra­vels­With, has­F­a­ther, sent­Fo­rum­Mes­sa­ge, employs” – NSA nutzt Pas­sa­gier­da­ten zur per­ma­nen­ten Ras­ter­fahn­dung
    Der US-Mili­tär­ge­heim­dienst NSA greift unter ande­rem auf Pas­sa­gier­da­ten zu, die Air­lines vor jedem inter­na­tio­na­len Flug an Behör­den der USA wei­ter­ge­ben müs­sen. Dies geht aus einem vor­ges­tern erschie­nen Arti­kel in der New York Times her­vor. James Risen und Lau­ra Poit­ras haben dort beschrie­ben wie die Meta­da­ten über Rei­sen­de hel­fen sol­len, zusam­men mit Infor­ma­tio­nen aus ande­ren Daten­sät­zen sozia­le Netz­wer­ke von Betrof­fe­nen nach­zu­zeich­nen. Gemeint sind Bezie­hun­gen unter Per­so­nen, Objek­ten oder auch Vor­gän­gen…” Arti­kel von Mat­thi­as Mon­roy vom 30.09.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • Snow­den-Ent­hül­lun­gen: NSA legt umfas­sen­de Per­so­nen­pro­fi­le an
    ‘”Neu­en NSA-Doku­men­ten zufol­ge ver­knüpft der Geheim­dienst Orts‑, Tele­fon- und Inter­net­da­ten etwa mit Bank- und Flug­gast­da­ten sowie Ver­si­che­rungs­in­for­ma­tio­nen. So ent­ste­hen umfas­sen­de Per­so­nen­pro­fi­le. Die NSA spei­chert täg­lich Mil­li­ar­den Tele­fon­ver­bin­dun­gen…” Mel­dung vom 30.09.2013 bei Spie­gel online externer Link
  • NSA rekon­stru­iert umfas­send die sozia­len Net­ze, in denen Men­schen ein­ge­bet­tet sind
    Nach neu­en NSA-Doku­men­ten wer­den dafür die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­ta­da­ten auch von US-Bür­gern mit einer Viel­zahl wei­te­rer Infor­ma­tio­nen ange­rei­chert
    Wenn es heißt, dass nur Meta­da­ten der Kom­mu­ni­ka­ti­on gesam­melt und aus­ge­wer­tet wer­den, nicht aber die Inhal­te von Tele­fon­ge­sprä­chen oder Emails, dann klingt dies rela­ti­ve harm­los. Die NSA hat, wie die New York Times auf­grund von Doku­men­ten von Edward Snow­den und Gesprä­chen mit Geheim­dienst­an­ge­hö­ri­gen berich­tet, seit 2010 mit Meta­da­ten die Bezie­hungs­net­ze auch von Ame­ri­ka­nern rekon­stru­iert, wobei die Ana­ly­se noch durch Hin­zu­zie­hung von öffent­lich vor­han­de­nen Infor­ma­tio­nen, etwa aus sozia­len Netz­wer­ken, ver­knüpft wird. Das heißt dann “social gra­phing”
    …” Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer in tele­po­lis vom 29.09.2013 externer Link
  • Snow­den-Ent­hül­lun­gen: NSA kann Inter­net-Ver­schlüs­se­lung kna­cken
    Die NSA ist in der Lage, ver­schlüs­sel­te Daten­über­tra­gun­gen im Inter­net zu kna­cken. Dazu nut­ze sie gro­ße Rechen­ka­pa­zi­tä­ten, arbei­te mit Her­stel­lern zusam­men, um Hin­ter­tü­ren zu plat­zie­ren, und schwä­che gezielt Ver­schlüs­se­lungs­stan­dards, berich­ten die New York Times, der Guar­di­an und Pro­Pu­bli­ca gemein­sam auf Basis der Unter­la­gen von Edward Snow­den…” Arti­kel von Jens Ihlen­feld vom 6.9.2013 bei golem externer Link
  • Das Neu­sprech-Lexi­kon der NSA: Natür­lich über­wa­chen wir die gesam­te Mensch­heit, wir behaup­ten nur das Gegen­teil
    Die west­li­chen Geheim­diens­te und poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen recht­fer­ti­gen die größ­te Über­wa­chungs­ma­schi­ne­rie der Mensch­heits­ge­schich­te mit vie­len rhe­to­ri­schen Tricks. Über­wa­chung und Daten­samm­lung sei­en nicht flä­chen­de­ckend, Daten­spei­che­rung pas­sie­re nur gezielt und von rele­van­ten Daten und ver­wen­det wer­den sie nur gegen Ter­ror. Bei genaue­rer Betrach­tung ent­pup­pen sich all die­se Wort­ge­bil­de als Lügen…” Arti­kel von And­re Meis­ter vom 03.09.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • Cyber-Angrif­fe: USA infi­zie­ren Zehn­tau­sen­de Com­pu­ter mit NSA-Tro­ja­nern
    Die Hacker­an­grif­fe durch US-Geheim­diens­te errei­chen eine neue Dimen­si­on: Bald sol­len welt­weit 85.000 Sys­te­me mit Spio­na­ge-Soft­ware infi­ziert sein, berich­tet die “Washing­ton Post”. Die NSA plant, die befal­le­nen Com­pu­ter als eine Art Bot-Netz zu kon­trol­lie­ren…” Arti­kel von Kon­rad Lisch­ka und Julia Stanek vom 31.08.2013 bei Spie­gel online externer Link
  • Cyber­spio­na­ge: Snow­den-Doku­ment beweist offen­si­ve US-Cyber­ope­ra­tio­nen
    Ein von Edward Snow­den wei­ter­ge­ge­be­nes Doku­ment zeigt, dass die USA nicht nur Ziel von Cyber­spio­na­ge sind, son­dern auch selbst kräf­tig in dem Bereich mit­mi­schen. Aller­dings, so betont die NSA, spio­nie­ren die USA anders als Chi­na…” Arti­kel von Wer­ner Plu­ta vom 31.8.2013 bei golem externer Link
  • Der unsi­che­re Hafen der EUN­SA-Affä­re: Brüs­sel ver­tuscht Stu­die
    Der EU-Kom­mis­si­on ist seit mehr als zehn Jah­ren bekannt, dass US-Geheim­diens­te Zugriff auf per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten von EU-Bür­gern haben – wegen des soge­nann­ten Safe-Har­bor-Abkom­mens. Brüs­sel hät­te sei­ne Bür­ger vor dem Späh-Pro­gramm Prism schüt­zen kön­nen…” Arti­kel von Issio Ehrich vom 04. August 2013 bei N‑TV online externer Link
  • Über­wa­chung: BND lei­tet mas­sen­haft Meta­da­ten an die NSA wei­ter
    Die NSA ver­fügt über Mil­lio­nen Ver­bin­dungs­da­ten aus Deutsch­land – nach SPIE­GEL-Recher­chen über­mit­telt der Bun­des­nach­rich­ten­dienst vie­le der Infor­ma­tio­nen. Auch die tech­ni­sche Koope­ra­ti­on der bei­den Geheim­diens­te ist enger als bis­lang bekannt…” Arti­kel vom 03.08.2013 bei Spie­gel online externer Link
  • Bun­des­da­ten­schüt­zer: Auch Pro­fi­le deut­scher Online­käu­fer lan­den bei der NSA
    Staat­li­che Stel­len in den USA grei­fen auch auf die Pro­fi­le deut­scher Online­käu­fer zu. Das kann laut Peter Schaar im NSA-Skan­dal als sicher gel­ten…” Arti­kel von Achim Sawall vom 3.8.2013 bei golem externer Link
  • 207 US-Fir­men über­wa­chen in Deutsch­land auch das Inter­net
    Fron­tal 21 hat aus­ge­bud­delt, dass diver­se US-Fir­men mit Geneh­mi­gung der Bun­des­re­gie­rung in Deutsch­land nach­rich­ten­dienst­lich tätig sind. Dazu gehört auch Level 3 Com­mu­ni­ca­ti­ons, ein Tier‑1 Inter­net-Pro­vi­der aus den USA. Klaus Lan­de­feld vom De-Cix sagt in dem Bei­trag sehr offen, dass die Pro­vi­der aus den USA sich auch in Frank­furt an US-Recht hal­ten.“ Mel­dung von Ralf Bend­rath vom 01.08.2013 bei Netz­po­li­tik samt Video externer Link
  • NSA: Drei statt nur zwei Prisms
    Laut der Erklä­rung der NSA, die durch BND-Geheim­dienst­chef Ger­hard Schind­ler dem Par­la­men­ta­ri­schen Kon­troll­gre­mi­um (PKGr) über­ge­ben wur­de, exis­tie­ren nicht zwei, son­dern sogar drei Prism-Pro­gram­me….” Arti­kel von Jörg Tho­ma vom 25.7.2013 bei golem externer Link
  • NSA und FBI: Über­wa­cher ver­lan­gen Zugang zu ver­schlüs­sel­ten htt­ps-Ver­bin­dun­gen
    Online-Ban­king, Bücher­kauf, E‑Mail-Ver­kehr: US-Behör­den könn­ten dem­nächst über­all mit­le­sen. Laut der Zeit­schrift “Cnet” ver­lan­gen sie von Unter­neh­men einen Gene­ral­schlüs­sel für gesi­cher­te htt­ps-Ver­bin­dun­gen – auch Pass­wör­ter wür­den damit aus­ge­he­belt…” Mel­dung bei Spie­gel online vom 25.07.2013 externer Link
  • Über­ra­schung: Ver­fas­sungs­schutz und BND arbei­ten eng mit NSA zusam­men (Update)
    Der SPIEGEL berich­tet in einer Vor­ab­mel­dung, dass der Bun­des­nach­rich­ten­dienst BND und das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz (BfV) eng mit der Natio­nal Secu­ri­ty Agen­cy (NSA) zusam­men­ar­bei­ten. Das ist kei­ne gro­ße Über­ra­schung, wir haben das bereits ver­mu­tet. Aller­dings ver­such­te unse­rer Bun­des­re­gie­rung in den ver­gan­ge­nen Wochen, vor allem unser Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Fried­rich, etwas ande­res zu sug­ge­rie­ren…” Arti­kel von Mar­kus Becke­dahl vom 20.07.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link (Update: Unten fin­den sich jetzt noch Prä­sen­ta­ti­ons­fo­li­en zu “Xkeys­core”)
  • “For­men des Wider­stands gewin­nen eine Schlüs­sel­be­deu­tung”
    PRISM: Was bleibt, ist allein die Uto­pie eines glo­ba­len Grund­rechts auf digi­ta­le Frei­heit: der Sozio­lo­ge Ulrich Beck über Edward Snow­den und die Fol­gen. Das Inter­view von Cas­par Boeh­me in der TAZ online vom 20.07.2013 externer Link. Aus dem Text: ” … In der Dra­ma­tur­gie der Sicher­heit droht das Frei­heits­ri­si­ko unter­zu­ge­hen. Das ist die fun­da­men­ta­le Fra­gi­li­tät die­ser glo­ba­len digi­ta­len Bedro­hung der Frei­heit: Wir haben eine lau­fen­de Revo­lu­ti­on der IT-Bran­che und der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­en in Koope­ra­ti­on mit dem mili­tä­risch-indus­tri­el­len Kom­plex, die per­ma­nent die Grund- und Frei­heits­rech­te rela­ti­viert, aus­höhlt oder auf­hebt und gleich­sam an der Per­fek­ti­on die­ser Nicht-Kata­stro­phe arbei­tet. (…) Wir haben heu­te so etwas wie eine tota­li­tär-tota­le glo­ba­le Kon­trol­le, die völ­lig abge­löst ist von den natio­nal­staat­lich demo­kra­ti­schen Kon­troll­mög­lich­kei­ten, die die Gesell­schaft bis­her über die­se Art von Pro­zes­sen hat­te. Und es gibt dabei die­se Dop­pel­deu­tig­keit, die­se Ambi­va­lenz: auf der einen Sei­te die Unvor­stell­bar­keit die­ser neu­en Kon­troll­mög­lich­kei­ten, zugleich aber die Unvor­stell­bar­keit der Ver­letz­lich­keit die­ses Sys­tems. (…) Was mich am meis­ten erschüt­tert hat, ist, dass aus­ge­rech­net Oba­ma, der die Rhe­to­rik der Frei­heit, der Demo­kra­tie und der Min­der­hei­ten eigent­lich zu den Schlüs­sel­merk­ma­len sei­ner Poli­tik gemacht hat, nun offen­bar sei­ne poli­ti­sche Legi­ti­ma­ti­on dafür her­gibt, die­se wirk­lich ekla­tan­te Frei­heits­be­dro­hung zu legi­ti­mie­ren. Dass die Nati­on, die Frei­heit als die Prio­ri­tät ihres Selbst­ver­ständ­nis­ses in der gan­zen Welt behaup­tet und auch wirk­lich auf sehr ein­drucks­vol­le Wei­se doku­men­tiert hat, vor die­sem digi­ta­len Frei­heits­ri­si­ko kuscht. Ein Frie­dens­no­bel­preis­trä­ger jagt eine Per­son, die den Frie­dens­no­bel­preis wirk­lich ver­dient hät­te…”
  • NSA Chro­no­lo­gie der Ent­hül­lun­gen von Edward Snow­den
    Seit Anfang Juni hält Whist­leb­lower Edward Snow­den mit sei­nen Ent­hül­lun­gen über die Späh­pro­gram­me der Geheim­diens­te die Welt in Atem. Golem​.de doku­men­tiert die wich­tigs­ten Ereig­nis­se im Über­blick. Dos­sier von Fried­helm Greis vom 16.7.2013 externer Link
  • Innen­mi­nis­ter Fried­rich über Über­wa­chungs-Erfolg: “Viel­leicht waren es mehr Anschlä­ge, viel­leicht waren es weni­ger.”
    Unser gelieb­ter Innen­mi­nis­ter Fried­rich erzählt gera­de dem gehei­men “Kon­troll­gre­mi­um” des Bun­des­ta­ges über sei­ne USA-Rei­se. Die gran­dio­sen Resul­ta­te hat er schon heu­te mor­gen dem ARD Mor­gen­ma­ga­zin gesagt…” Arti­kel von And­re Meis­ter vom 16.07.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • Geheim­diens­t­er­kennt­nis­se durch Prism Anschlags­plä­ne, die kei­ne waren
    Die Bun­des­re­gie­rung gerät unter Druck: Durch das Späh­pro­gramm Prism sol­len nun doch nicht fünf Anschlä­ge in Deutsch­land ver­hin­dert wor­den sein, wie Innen­mi­nis­ter Fried­rich behaup­tet hat­te, son­dern ledig­lich “Über­le­gun­gen” durch­kreuzt wor­den sein…” Arti­kel in Süd­eut­sche online vom 15. Juli 2013 externer Link
  • Gefahr von “Ver­ei­nig­ten Sta­si von Ame­ri­ka”
    Anmer­kun­gen von Vol­ker Bahl zu dem Arti­kel “Die Ver­ei­nig­te Sta­si von Ame­ri­ka” von Dani­el Ells­berg in der Süd­deut­schen Zei­tung, erschie­nen ebd. am 11. Juli 2013
  • Neue NSA-Doku­men­te ent­hül­len die Zusam­men­ar­beit von Micro­soft mit der NSA
    „Die von Snow­den an den Guar­di­an über­ge­be­nen NSA-Doku­men­te haben wei­te­res zu bie­ten. Zwar war schon Ende der 1990er Jah­re durch Zufäl­le bekannt gewor­den, dass die NSA in Soft­ware von US-Kon­zer­nen wie Micro­soft (Win­dows) oder Lotus (Notes) Hin­ter­tü­ren ein­baut (Pein­li­cher Feh­ler deckt die Unter­wan­de­rung von Win­dows durch die NSA auf, Nur die NSA kann zuhö­ren, das ist OK), nun wei­sen die von Snow­den wei­ter gereich­ten Doku­men­te dar­auf hin, wie Micro­soft mit der NSA zusam­men­ar­bei­tet, um dem Geheim­dienst zu ermög­li­chen, etwa die Umge­hung der eige­nen Ver­schlüs­se­lung für Chats oder für Emails zu umge­hen…“ Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer auf Tele­po­lis vom 12.07.2013 externer Link
  • NSA-Über­wa­chungs­skan­dal: PRISM, Tem­po­ra und Co. – was bis­her geschah
    “Vor fünf Wochen haben der Guar­di­an und die Washing­ton Post damit begon­nen, Doku­men­te zu ver­öf­fent­li­chen, die ihnen der ehe­ma­li­ge NSA-Mit­ar­bei­ter Edward Snow­den über­ge­ben hat­te. Die ermög­li­chen einen Blick hin­ter die Fas­sa­den des US-Aus­lands­ge­heim­diens­tes NSA und zei­gen ein umfang­rei­ches Pro­gramm der tota­len Über­wa­chung, dem poten­zi­ell alle Men­schen aus­ge­lie­fert sind. Nach­dem zwi­schen­zeit­lich das Schick­sal des Whist­leb­lo­wers Snow­den, der auf sei­ner Flucht noch immer in Mos­kau fest­sitzt, stär­ker in den Vor­der­grund gerückt ist, hat hei­se online ein­mal zusam­men­ge­fasst, was bis­lang bekannt gewor­den ist…” Eine Zusam­men­fas­sung im Hei­se New­sti­cker vom 10.07.2013 externer Link
  • His­to­ri­ker Fosche­poth über US-Über­wa­chung “Die NSA darf in Deutsch­land alles machen”
    Geschichts­pro­fes­sor Josef Fosche­poth hat doku­men­tiert, wie umfang­reich die USA seit den Anfän­gen der Bun­des­re­pu­blik die Kom­mu­ni­ka­ti­on kon­trol­lie­ren. Im Inter­view erklärt er, wie­so die US-Geheim­diens­te auch nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung freie Hand haben – und war­um NSA-Whist­leb­lower Edward Snow­den auf kei­nen Fall nach Deutsch­land kom­men soll­te. Das Inter­view von Oli­ver Das Gupta in der Süd­deut­schen Zei­tung vom 09.07.2013 externer Link
  • “Team Telecom”: US-Behör­den haben sich durch Ver­trä­ge beson­ders schnel­le und unbü­ro­kra­ti­sche Zugriffs­mög­lich­kei­ten bei Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­fir­men gesi­chert
    „Wenn man “Team Telecom” hört, dann denkt man in Deutsch­land an gedop­te Rad­fah­rer. In ame­ri­ka­ni­schen Geheim­dienst­krei­sen weckt die­ser Aus­druck laut Washing­ton Post ganz ande­re Asso­zia­tio­nen: Dort bezeich­net er Anwäl­te, die im Auf­trag von US-Behör­den wie dem FBI, dem Pen­ta­gon, dem Hei­mat­schutz und dem Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um Son­der­rech­te bei Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­fir­men aus­han­deln, wenn die­se bei der Regu­lie­rungs­be­hör­de FCC Lizen­zen bean­tra­gen…“ Arti­kel von Peter Mühl­bau­er auf Hei­se-Blogs vom 10.07.2013 externer Link
  • Snow­den im Video-Inter­view: “Ame­ri­ka ist ein gutes Land”
    „(…) Nun legt der “Guar­di­an” nach, ver­öf­fent­licht einen zwei­ten Teil des Video-Inter­views. Wie­der Snow­den in die­sem Hotel­zim­mer. Die Auf­nah­me datiert vom 6. Juni, gut vier Wochen liegt das jetzt zurück. Snow­den ist längst nicht mehr in Hong­kong, son­dern sitzt wohl im Tran­sit­be­reich des Mos­kau­er Flug­ha­fens fest. Gejagt von den USA. Nun wur­de bekannt, dass er in Vene­zue­la Asyl bean­tragt hat…Arti­kel von Sebas­ti­an Fischer auf Spie­gel-Online vom 09.07.2013 externer Link
  • His­to­ri­ker Fosche­poth über US-Über­wa­chung: “Die NSA darf in Deutsch­land alles machen”
    Geschichts­pro­fes­sor Josef Fosche­poth hat doku­men­tiert, wie umfang­reich die USA seit den Anfän­gen der Bun­des­re­pu­blik die Kom­mu­ni­ka­ti­on kon­trol­lie­ren. Im Inter­view erklärt er, wie­so die US-Geheim­diens­te auch nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung freie Hand haben – und war­um NSA-Whist­leb­lower Edward Snow­den auf kei­nen Fall nach Deutsch­land kom­men soll­te…” Inter­view von Oli­ver Das Gupta in Süd­deut­sche online vom 9. Juli 2013 externer Link. Aus dem Text: “… Die NSA darf in Deutsch­land alles machen. Nicht nur auf­grund der Rechts­la­ge, son­dern vor allem auf­grund der inten­si­ven Zusam­men­ar­beit der Diens­te, die schließ­lich immer gewollt war und in wel­chen Aus­ma­ßen auch immer poli­tisch hin­ge­nom­men wur­de. (…) Auf­grund des Zusatz­ver­trags zum Trup­pen­sta­tut und einer wei­te­ren gehei­men Ver­ein­ba­rung von 1955 hat die Bun­des­re­gie­rung den alli­ier­ten Mäch­ten sogar den Ein­griff in das Sys­tem der Straf­ver­fol­gung gestat­tet. Wenn eine rele­van­te Infor­ma­ti­on im Rah­men eines Straf­ver­fah­rens an die Öffent­lich­keit gelan­gen könn­te, heißt es in Arti­kel 38, “so holt das Gericht oder die Behör­de vor­her die schrift­li­che Ein­wil­li­gung der zustän­di­gen Behör­de dazu ein, dass das Amts­ge­heim­nis oder die Infor­ma­ti­on preis­ge­ge­ben wer­den darf”. Gemäß der gehei­men Ver­ein­ba­rung wur­de sogar der Straf­ver­fol­gungs­zwang der west­deut­schen Poli­zei bei Per­so­nen auf­ge­ho­ben, die für den ame­ri­ka­ni­schen Geheim­dienst von Inter­es­se waren. Statt­des­sen muss­te die Poli­zei den Ver­fas­sungs­schutz und die­ser umge­hend den ame­ri­ka­ni­schen Geheim­dienst infor­mie­ren. Dann hat­ten die Ame­ri­ka­ner min­des­tens 21 Tage lang Zeit, die betref­fen­de Per­son zu ver­hö­ren und gege­be­nen­falls außer Lan­des zu schaf­fen. Was nicht sel­ten geschah. (…) Die Beschrän­kun­gen sind inzwi­schen so zahl­reich, dass es ein Grund­recht auf Unver­letz­lich­keit des Post- und Fern­mel­de­ge­heim­nis­ses nicht mehr gibt. (…) Wenn ich als Geschäfts­füh­rer einer pri­va­ten Fir­ma Steu­ern hin­ter­zie­he, wer­de ich dafür ange­klagt. Wenn ein Kanz­ler von ver­fas­sungs­wid­ri­gen Vor­gän­gen weiß und es hin­nimmt, dann kann er allen­falls abge­wählt, aber nicht per­sön­lich dafür haft­bar gemacht wer­den. Letzt­lich ist es nur Sache der Öffent­lich­keit und der Zivil­ge­sell­schaft, den nöti­gen Druck zu erzeu­gen, der in der Lage ist, die beschä­dig­te Ver­fas­sung, die teils schlim­men gesetz­li­chen Rege­lun­gen und Para­gra­fen, nicht zuletzt die noch gel­ten­den deutsch-alli­ier­ten gehei­men Ver­ein­ba­run­gen zu ändern bezie­hungs­wei­se abzu­schaf­fen…”
  • US-Geheim­dienst in der Bun­des­re­pu­blik: Deutsch­land erlaub­te den Ame­ri­ka­nern das Schnüf­feln
    Regie­rungs­spre­cher Sei­bert ver­langt, dass sich aus­län­di­sche Geheim­diens­te an deut­sche Geset­ze und Regeln hal­ten. Dar­über dürf­ten sich Ame­ri­ka­ner und Bri­ten freu­en: Kanz­ler Ade­nau­er hat der­einst Washing­ton und Lon­don erlaubt, für Späh­an­grif­fe das Grund­ge­setz zu bre­chen. Ein Frei­bur­ger His­to­ri­ker hat her­aus­ge­fun­den, dass die gehei­men Ver­ein­ba­run­gen noch heu­te gel­ten…” Arti­kel von Oli­ver Das Gupta in Süd­deut­sche online vom 8. Juli 2013 externer Link
  • Inter­view mit Edward Snow­den: NSA lie­fert BND Werk­zeu­ge für Lausch­an­griff
    Wel­che Macht hat die US-Lausch­be­hör­de NSA? Nach SPIE­GEL-Recher­chen ist die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Ame­ri­ka­nern und BND offen­bar inten­si­ver als bis­lang bekannt. Geheim­dienst-Ent­hül­ler Edward Snow­den sagt in einem Inter­view: Die NSA-Leu­te steck­ten “unter einer Decke mit den Deut­schen”. Zusam­men­fas­sen­der Arti­kel auf Spie­gel-Online vom 07.07.2013 externer Link
  • Unse­re Daten wer­den nie sicher sein
    Eine Kon­trol­le der staat­li­chen Schnüf­fe­lei im Netz ist not­wen­dig, aber schwie­rig. Da soll­te man sich nichts vor­ma­chen. Zehn Gedan­ken zur NSA-Affä­re von Lud­wig Gre­ven auf Zeit-Online vom 06.07.2013 externer Link Aus dem Text: „(…) Die Oppo­si­ti­on in Deutsch­land, die der Regie­rung vor­wirft, von dem ame­ri­ka­ni­schen und bri­ti­schen Späh­ope­ra­tio­nen gewusst zu haben, müss­te sich wahr­schein­lich an die eige­ne Nase fas­sen. Denn 2001, als das Echo­lon-Pro­gramm bekannt und dem BND der gro­ße Inter­net­lausch­an­griff gestat­tet wur­de, regier­te Rot-Grün. Als Kanz­ler­amts­chef war damals der jet­zi­ge SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Frank-Wal­ter Stein­mei­er für die Kon­trol­le der Geheim­diens­te zustän­dig. Hat er nicht gewusst, dass der BND seit jeher eng mit dem ame­ri­ka­ni­schen und ande­ren Geheim­diens­ten koope­riert und von ihnen Infor­ma­tio­nen bezieht? Hat er nie­mals nach­ge­fragt, wie die Sicher­heits­be­hör­den zum Bei­spiel an Hin­wei­se auf Ter­ror­plä­ne etwa der Sauer­land­grup­pe aus abge­fan­ge­nen Tele­fon­ge­sprä­chen gelang­ten? ..“
  • Washing­ton regis­triert gesam­ten Brief­ver­kehr
    Das Wei­ße Haus soll Brief­um­schlä­ge von Mil­lio­nen Ame­ri­ka­nern abfo­to­gra­fiert haben. Ist das Aus­maß der Über­wa­chung durch ame­ri­ka­ni­sche Behör­den noch grö­ßer als bis­lang ver­mu­tet? Arti­kel in der FAZ vom 04.07.2013 externer Link Aus dem Text: „(…) Rund 160 Mil­li­ar­den Post­sen­dun­gen sol­len in dem ver­meint­li­chen Über­wa­chungs­pro­gramm „Mail Iso­la­ti­on Con­trol and Tracking“ (MICT) ver­gan­ge­nes Jahr foto­gra­fiert wor­den sein. Auf die­sem Wege soll die ame­ri­ka­ni­sche Regie­rung die Brief­kon­tak­te von Mil­lio­nen Ame­ri­ka­nern zurück­ver­fol­gen kön­nen. Wie lan­ge die Daten gespei­chert wer­den, geht aus dem Bericht nicht her­vor…
  • NSA/​PRISM: Anzei­gen gegen euro­päi­sche Toch­ter­un­ter­neh­men von Face­book, Apple, Micro­soft, Sky­pe und Yahoo ein­ge­bracht
    „In einer koor­di­nier­ten Akti­on haben heu­te meh­re­re Mit­glie­der von “euro​pe​-​v​-face​book​.org” und Nut­zer der Diens­te von Face­book, Apple, Micro­soft und Sky­pe und Yahoo Anzei­gen nach EU-Daten­schutz­recht, wegen der poten­zi­el­len Zusam­men­ar­beit mit dem US Geheim­dienst NSA, ein­ge­bracht. Die Beschwer­den in Irland (gegen­Face­book und Apple), Luxem­burg (gegen Sky­pe und Micro­soft) und Deutsch­land (gegen Yahoo) rich­ten sich gegen den Trans­fer von Nut­zer­da­ten der euro­päi­schen Toch­ter­un­ter­neh­men in die USA…“ Sie­he dazu die Pres­se­info der Initia­ti­ve Euro­pe ver­sus face­book vom 26.06.2013 externer Link
  • Anti-Spio­na­ge-Reso­lu­ti­on: EU-Par­la­ment ver­langt Stopp aller US-Späh­pro­gram­me
    Das EU-Par­la­ment hat die Späh­ak­tio­nen des US-Geheim­diens­tes mit gro­ßer Mehr­heit scharf ver­ur­teilt. Eine Arbeits­grup­pe soll die Schnüf­fel­at­ta­cken nun über­prü­fen. Einen Unter­su­chungs­aus­schuss wird es aber nicht geben…” Agen­tur­mel­dung bei Spie­gel online vom 04.07.2013 externer Link
  • Anti­prism-Peti­ti­on
    Wir sind bestürzt und ent­setzt über das noch nie da gewe­se­ne Aus­maß der Über­wa­chung von Inter­net­be­nut­ze­rin­nen und ‑benut­zern welt­weit durch PRISM und ähn­li­che Pro­gram­me. Der­ar­ti­ge Über­wa­chungs­mög­lich­kei­ten, die auf jede ver­füg­ba­re Infor­ma­ti­on zugrei­fen, bedeu­ten eine ech­te Gefahr für das Men­schen­recht auf freie Rede und das auf Pri­vat­sphä­re und damit für die Grund­fes­ten unse­rer Demo­kra­tien, vor allem, wenn sie ohne Trans­pa­renz und Nach­voll­zieh­bar­keit für die Wäh­ler imple­men­tiert und exe­ku­tiert wer­den. Wir spen­den dem Whist­leb­lower Edward Snow­den Bei­fall für das, was er getan hat. (…) Wir for­dern daher:
    1. Poli­ti­sches Asyl und Schutz für Whist­leb­lower
    2. Alle Fak­ten offen­le­gen
    3. Euro­päi­schen Daten­schutz stär­ken
    4. Inter­na­tio­na­les Abkom­men zur Frei­heit des Inter­nets
    5. Soft­ware zum Schutz der Pri­vat­sphä­re för­dern
    6. Ein euro­päi­sches PRISM ver­hin­dern
    …” Peti­ti­on der euro­päi­schen Pira­ten­par­tei­en externer Link
  • Snow­den: Mei­ne Über­zeu­gun­gen sind unge­bro­chen
    Erklä­rung des 30-Jäh­ri­gen: US-Regie­rung fürch­te sich nicht vor Whist­leb­lower, son­dern vor infor­mier­ter und kri­ti­scher Öffent­lich­keit
    Der frü­he­re US-Geheim­dienst­mit­ar­bei­ter und Whist­leb­lower Edward Snow­den hat der US-Regie­rung vor­ge­wor­fen, »Staats­bür­ger­schaft als Waf­fe zu ver­wen­den«. In einer Erklä­rung des 30-Jäh­ri­gen, wel­che von der Platt­form Wiki­leaks ver­öf­fent­licht wur­de, kri­ti­sier­te Snow­den, obwohl er kei­nes Ver­bre­chens ver­ur­teilt sei, habe die US-Regie­rung »mei­nen Rei­se­pass ein­sei­tig annul­liert, und mich dadurch zum Staa­ten­lo­sen gemacht. Ohne jeg­li­che rich­ter­li­che Anord­nung ver­sucht die Regie­rung jetzt, mich davon abzu­hal­ten, ein Grund­recht aus­zu­üben. Ein Recht, das allen Men­schen zusteht. Das Recht, um Asyl anzu­su­chen.
    «…” Arti­kel in Neu­es Deutsch­land online vom 02.07.2013 externer Link
  • PRISM: neue Foli­en gewäh­ren tie­fe­ren Ein­blick ins Spio­na­ge­pro­gramm
    Nicht nur der Spie­gel hat die­ses Wochen­en­de neue Details rund um PRISM und die Spio­na­ge der NSA bekannt gege­ben, auch die Washing­ton Post hat am Sams­tag vier neue Foli­en der NSA ver­öf­fent­licht. Die­se Foli­en ver­an­schau­li­chen eini­ge inter­ne Vor­gän­ge der NSA und deu­ten dar­über hin­aus an, dass die NSA Anwen­der in Echt­zeit über­wa­chen kann…” Arti­kel von Nico­las Fen­nen vom 01.07.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • Geheim­do­ku­men­te: NSA über­wacht 500 Mil­lio­nen Ver­bin­dun­gen in Deutsch­land
    Deutsch­land wird noch umfang­rei­cher von der NSA aus­ge­späht als ange­nom­men: Nach SPIE­GEL-Infor­ma­tio­nen über­wacht der US-Geheim­dienst jeden Monat rund eine hal­be Mil­li­ar­de Tele­fo­na­te, Mails und SMS. In Geheim­do­ku­men­ten bezeich­net die NSA die Bun­des­re­pu­blik als Angriffs­ziel…” Arti­kel von Lau­ra Poit­ras, Mar­cel Rosen­bach und Hol­ger Stark in Spon vom 30.06.2013 externer Link
  • Edward Snow­den: NSA hat IT-Netz­werk der EU in Washing­ton ange­grif­fen
    Neue Doku­men­te, die Edward Snow­den von der NSA mit­ge­bracht hat, zei­gen, dass die NSA Com­pu­ter und Gebäu­de der EU und Washing­ton ange­grif­fen haben soll. Sie wer­den als “Angriffs­ziel” bezeich­net…” Arti­kel von Achim Sawall vom 29.6.2013 bei golem externer Link
  • Die Welt der Daten­spio­ne: taz-Gra­fik zur Inter­net-Über­wa­chung
    Alle paar Tage lie­fert der Whist­leb­lower Snow­den neue Erkennt­nis­se über die Über­wa­chung des Inter­nets durch Geheim­diens­te. Wir zei­gen den Daten­fluss…” Arti­kel von Lalon San­der in der taz online vom 29.06.2013 externer Link
  • NSA sam­melt noch mehr Daten. Gehei­me Doku­men­te bele­gen weit­rei­chen­de Inter­net­über­wa­chung
    Das Aus­maß der US-Geheim­dienstüber­wa­chung ist offen­bar weit grö­ßer als gedacht. Dies legen wei­te­re durch »The Guar­di­an« gele­ak­te Doku­men­te nahe. US-Behör­den regie­ren unter­des­sen auf den Skan­dal wie man es von einem Über­wa­chungs­staat erwar­tet: Sie zen­sier­ten die Web­site der Zei­tung…” Arti­kel von Fabi­an Köh­ler in ND vom 29.06.2013 externer Link
  • Neu­er NSA-Leak: Oba­mas Vor­rats­da­ten­spei­che­rung
    Oba­ma hat die de fac­to Vor­rats­da­ten­spei­che­rung von Geor­ge W. Bush bis 2011 fort­ge­führt. Zudem gibt es Hin­wei­se auf neue US-Ras­ter­pro­gram­me für Ver­kehrs­da­ten. Das geht aus den neu­es­ten Ent­hül­lun­gen von Glenn Green­wald und sei­nem Kol­le­gen Spen­cer Acker­man her­vor. Die­se basie­ren ver­mut­lich auf dem Sta­pel an gele­ak­ten Doku­men­ten von Edward Snow­den, auf denen Green­wald sitzt…” Arti­kel von Ben­ja­min Ber­ge­mann vom 27.06.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • NSA-Whist­leb­lower: “Sie errich­ten einen tota­li­tä­ren Staat”
    Der Whist­leb­lower Wil­liam Bin­ney ver­sucht schon seit Jah­ren, auf die Daten­sam­mel­wut der NSA auf­merk­sam zu machen. Als ehe­ma­li­ger NSA-Mit­ar­bei­ter war er an der Ent­wick­lung der Über­wa­chungs­pro­gram­me betei­ligt…” Arti­kel von Jörg Tho­ma vom 28.6.2013 bei golem externer Link
  • Daten­schutz im Geheim­dienst­ver­kehr: Macht­los gegen die USA
    Daten­schüt­zer for­dern ein ent­schlos­se­nes Han­deln der Bun­des­re­gie­rung. Doch die hat kei­ne Hand­ha­be und ande­re Inter­es­sen. Arti­kel von Chris­ti­an Rath in der taz online vom 26.06.2013 externer Link. Aus dem Text: “… Gegen eine anlass­lo­se Über­wa­chung des inter­na­tio­na­len Tele­fon- und Inter­net-Ver­kehrs kann die deut­sche Regie­rung schon des­halb nicht glaub­haft pro­tes­tie­ren, weil der Bun­des­nach­rich­ten­dienst (BND) seit Jahr­zehn­ten eben das tut. Und weil US- und bri­ti­schen Diens­te leis­tungs­fä­hi­ger sind als der BND, hat Ber­lin eher ein Inter­es­se an Koope­ra­ti­on als am Rück­bau von deren Fähig­kei­ten. Deut­sche Sicher­heits­be­hör­den erhal­ten stän­dig Infor­ma­tio­nen von „Part­ner-Diens­ten“ im Aus­land… Daten­schutz spielt im Geheim­dienst­ver­kehr kei­ne Rol­le. Dass auch deut­sche Gesprä­che nach Eng­land und in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten flä­chen­de­ckend über­prüft wer­den, dürf­ten die Part­ner­diens­te wohl mit dem Ver­weis kon­tern, dass die Anschlä­ge vom 11. 9. 2001 in Ham­burg vor­be­rei­tet wur­den…”
  • Beim Deutsch­land­be­such von Barack Oba­ma zupft ein klei­ner Jun­ge ihn am Ärmel: “Mein Papi sagt, du kannst in unse­ren Com­pu­ter hin­ein­schau­en, stimmt das?” “Nein,” ant­wor­tet der US-Prä­si­dent, “aber der Mann ist nicht dein Vater”.
  • Straf­recht­ler zum Fall Snow­den: “Spio­na­ge­vor­wurf ist frag­wür­dig”
    Die For­de­rung der USA im Fall Snow­den ist unmiss­ver­ständ­lich: Er soll aus­ge­lie­fert wer­den – egal, wo er sich auf­hält. “Dabei sind die recht­li­chen Hür­den dafür sehr hoch”, sagt Straf­recht­ler Kai Ambos im Gespräch mit tages​schau​.de. Und auch der Vor­wurf der Spio­na­ge sei frag­wür­dig…” Inter­view von San­dra Sta­lin­ski vom 25.06.2013 bei tages​schau​.de externer Link. Aus dem Text: “… Die Tat­be­stän­de, die die USA hier auf­füh­ren, beru­hen auf einem Gesetz von 1917, das vor allem im Zwei­ten Welt­krieg eine Rol­le spiel­te. Dabei ging es um klas­si­sche Spio­na­ge, wenn also jemand Staats­ge­heim­nis­se an eine frem­de, feind­li­che Macht lie­fert. Unter Oba­ma hat die­ses Gesetz lei­der wie­der mehr Bedeu­tung erlangt. Es ist schon ein wenig para­dox, dass die US-Regie­rung jeman­den wegen Spio­na­ge ver­folgt, der das Aus­spio­nie­ren ihrer Bür­ger auf­ge­deckt hat. Es ist sehr frag­lich, ob das Ver­hal­ten Snow­dens über­haupt unter Spio­na­ge fällt, denn er hat ja kei­ner frem­den Macht Infor­ma­tio­nen gelie­fert und dafür ja auch kei­ne finan­zi­el­len Vor­tei­le erhal­ten. Er hat die Öffent­lich­keit über ein Inter­view mit dem “Guar­di­an” über einen Miss­stand infor­miert. Für mich ist er daher eher ein klas­si­scher Whist­leb­lower als ein Lan­des­ver­rä­ter…”
  • Infor­mant Snow­den bekräf­tigt Vor­wür­fe zu US-Über­wa­chung
    Edward Snow­den, der den aktu­el­len Skan­dal um US-Spio­na­ge im Inter­net ins Rol­len brach­te, hat sei­ne Vor­wür­fe aus­drück­lich bekräf­tigt. US-ame­ri­ka­ni­sche Geheim­dienst-Ana­lys­ten könn­ten Zugang zu Infor­ma­tio­nen bekom­men, egal wonach sie suchen, erklär­te Snow­den am Mon­tag in einem Chat. “Tele­fon­num­mer, E‑Mail, Benut­zer­na­me, Han­dy-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer – es ergibt kei­nen Unter­schied.” Die Ein­schrän­kun­gen sei­en nicht tech­ni­scher, son­dern poli­ti­scher Natur. Kon­trol­len sei­en sehr lücken­haft. Snow­den ver­sprach wei­te­re kon­kre­te Details dazu…” Mel­dung bei hei­se-news vom 18.06.2013 externer Link
  • YES WE SCAN: Impres­sio­nen von der Kund­ge­bung
    Um Barack Oba­ma bei sei­ner Ankunft in Ber­lin auch gebüh­rend zu emp­fan­gen, gab es heu­te von 13 bis 14 Uhr eine Kund­ge­bung am Check­point Char­lie. Die­se soll­te auch als klei­ne Erin­ne­rung an Frau Mer­kel die­nen, dass doch bit­te nicht ver­ges­sen wer­den soll, den Herrn Prä­si­den­ten Oba­ma auf die Spio­na­ge­tä­tig­kei­ten sei­nes Geheim­diens­tes NSA anzu­spre­chen. Für alle die nicht an der Kund­ge­bung teil­ge­nom­men haben, gibt es hier ein paar Impres­sio­nen…” Bericht von Nico­las Fen­nen vom 18.06.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link. Sie­he dazu:
    • Über­wa­chungs­skan­dal PRISM: Digi­ta­le Gesell­schaft e. V. erstat­tet Anzei­geYES WE SCAN: Impressionen von der Kundgebung
      Wegen des Ver­dachts auf Geheim­dienst­li­che Agen­ten­tä­tig­keit und Lan­des­ver­rä­te­ri­sche Agen­ten­tä­tig­keit (§§ 98, 99 StGB) hat der Digi­ta­le Gesell­schaft e. V. ges­tern Anzei­ge bei der Poli­zei erstat­tet. „Wir gehen davon aus, dass es sich bei PRISM um staat­li­che Spio­na­ge han­delt, bei der sowohl pri­va­te als auch staat­li­che Geheim­nis­se aus­ge­forscht wur­den“, so Mar­kus Becke­dahl, Vor­stand des Digi­ta­le Gesell­schaft e. V. „Es liegt nahe, dass es für die ent­spre­chen­den Spio­na­ge­pro­gram­me Unter­stüt­zer im In- und Aus­land gege­ben hat. Bei­des ist nach dem Straf­ge­setz­buch kein Kava­liers­de­likt, son­dern eine Straf­tat. Poli­zei und Staats­an­walt­schaft müs­sen nun ermit­teln, ob es auch Täter in Deutsch­land gab.“…” Pres­se­mit­tei­lung vom 18. Juni 2013 externer Link
    • Bil­der & Berich­te von “Yes, we scan!”-Aktion externer Link bei Digi­ta­le Gesell­schaft
  • Das Ziel lau­tet Total­über­wa­chung
    Bereits vor knapp zwei Wochen habe ich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Prism kein ori­gi­när ame­ri­ka­ni­sches Phä­no­men ist und wir uns auch mit dem beschäf­ti­gen soll­ten, was die deut­schen Geheim­diens­te so trei­ben. Und kur­ze Zeit spä­ter konn­te man auch schon lesen, dass der BND die Inter­net­über­wa­chung mas­siv aus­bau­en will. Das wird flan­kiert von Aus­sa­gen des Bun­des­in­nen­mi­nis­ters Hans-Peter Fried­rich, der sich bei den USA für Prism bedank­te und beton­te, man müs­se Kon­troll­ver­lus­te über die Kom­mu­ni­ka­ti­on von Kri­mi­nel­len durch neue recht­li­che und tech­no­lo­gi­sche Mit­tel aus­glei­chen. Damit wird hin­rei­chend deut­lich, dass der BND und die deut­sche Innen­po­li­tik das Inter­net und die Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on ger­ne in den­sel­bem Umfang über­wa­chen wür­den wie die USA und, dass dies der­zeit nur an den begrenz­ten tech­no­lo­gi­schen und per­so­nel­len Mit­teln des BND schei­tert…” Arti­kel von und bei Tho­mas Stad­ler vom 18.6.13 externer Link
  • Fried­rich ist den USA dank­bar für die Über­wa­chung
    Dank den Hin­wei­sen aus den USA sei­en in Deutsch­land Anschlä­ge ver­hin­dert wor­den, sagt der Innen­mi­nis­ter. Kri­tik an der Daten­über­wa­chung durch den NSA sei unan­ge­bracht. Agen­tur­mel­dung bei Zeit online vom 15.06.2013 externer Link. Sie­he dazu:
    • Der Bun­des­über­wa­chungs­mi­nis­ter infor­miert: Unse­re US-Freun­de dür­fen uns natür­lich über­wa­chen
      Wenn die NSA flä­chen­de­ckend das Netz über­wacht, dann muss man sie ein­fach vor Kri­tik in Schutz neh­men, dach­te sich wohl unser Bun­des­über­wa­chungs­mi­nis­ter Hans-Peter Fried­rich und dank­te zugleich für die “gute Zusam­men­ar­beit”(…) Was aus­sieht, wie schlech­te Sati­re, ist lei­der Ernst gemeint. Ich weiß, es ist naiv, aber kön­nen wir mal einen Bun­des­in­nen­mi­nis­ter bekom­men, der auch unse­re Grund­rech­te schützt?…” Kom­men­tar von Mar­kus Becke­dahl vom 15.06.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • EU-Daten­schutz­re­form: Klau­sel gegen NSA-Spio­na­ge gestri­chen
    Die USA haben ver­hin­dert, dass der Ent­wurf der EU-Daten­schutz­re­form die Her­aus­ga­be von euro­päi­schen Nut­zer­da­ten an die NSA unter­sagt. Das berich­tet die Finan­cial Times in ihrer heu­ti­gen Aus­ga­be. Dem­nach hät­te die “Anti-FISA-Klau­sel” die Wei­ter­ga­be der Daten auf Basis des For­eign Intel­li­gence Sur­veil­lan­ce Act (FISA) ver­hin­dert. Die­ses Gesetz erlaubt es dem US-Geheim­dienst NSA, die Über­wa­chung einer Per­son anzu­ord­nen und etwa von einem Inter­net-Dienst wie Face­book die Her­aus­ga­be ihrer Daten zu ver­lan­gen. Die­ses Ver­fah­ren erregt der­zeit beson­ders viel Auf­merk­sam­keit, bil­det es doch offen­bar die recht­li­che Grund­la­ge für das Spio­na­ge­pro­gramm PRISM…” Bericht bei hei­de-news vom 13.06.2013 externer Link
  • NSA und Prism: Unge­lös­te Rät­sel des Über­wa­chungs­skan­dals
    Die Wahr­heit ist in der Welt, doch vie­les bleibt unklar: Wie groß ist das Aus­maß der digi­ta­len Über­wa­chung durch den US-Geheim­dienst NSA? Wie sehr ist Deutsch­land betrof­fen? Und wie steht es eigent­lich um die Über­wa­chungs­fä­hig­kei­ten der deut­schen Behör­den? Ant­wor­ten auf die wich­tigs­ten Fra­gen…” Arti­kel von Johan­nes Kuhn in Süd­deut­sche online vom 11. Juni 2013 externer Link
  • EU-Par­la­men­ta­ri­er for­dern Auf­klä­rung der US-Inter­net­über­wa­chung
    Ver­tre­ter fast aller Frak­tio­nen im Euro­pa­par­la­ment haben sich alar­miert über die Ent­hül­lun­gen zur Über­wa­chung des Inter­net-Daten­ver­kehrs von EU-Bür­gern durch US-Geheim­diens­te gezeigt. Ver­tre­ter von Kon­ser­va­ti­ven, Sozia­lis­ten, Libe­ra­len und Grü­nen for­der­ten die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on auf, die USA auf dem Gip­fel­tref­fen Ende der Woche zur Rechen­schaft zu zie­hen. Auch müs­se die geplan­te EU-Daten­schutz­ver­ord­nung rasch vor­an­ge­trie­ben wer­den. Durch sie wer­de klar­ge­stellt, dass EU-Stan­dards für US-Fir­men, die Daten von EU-Bür­gern ver­ar­bei­ten, bin­dend sei­en…” Arti­kel von Moni­ka Ermert vom 11.06.2013 bei hei­se online externer Link
  • Tailo­red Access Ope­ra­ti­ons: Die NSA klaut jede Stun­de zwei Mil­lio­nen Giga­byte an Daten aus gehack­ten Net­zen
    Der ame­ri­ka­ni­sche Geheim­dienst hat eine Grup­pe, die in gro­ßem Stil in frem­de Rech­ner und Netz­wer­ke ein­dringt und Daten kopiert. Das berich­tet Bloom­berg unter Beru­fung auf Geheim­dienst-Quel­len sowie zwei ehe­ma­li­ge NSA-Chefs. Das Team “Tailo­red Access Ope­ra­ti­ons” erbeu­tet zwei Mil­lio­nen Giga­byte an Daten – pro Stun­de…” Arti­kel von And­re Meis­ter vom 11.06.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • Snow­den über die Macht der NSA: “Sie wer­den nie­mals sicher sein, egal wel­che Sicher­heits­maß­nah­men sie ergrei­fen.”
    Nach all den Erkennt­nis­sen über die mas­sen­haf­te Über­wa­chung der ame­ri­ka­ni­schen NSA stellt sich immer wie­der die Fra­ge: wie schützt man sich? Die ein­fa­che, wenn auch wenig befrie­di­gen­de Ant­wort: gar nicht. Wenn das eige­ne Bedro­hungs­sze­na­rio den mäch­tigs­ten Geheim­dienst der Welt beinhal­tet, hat man kei­ne Chan­ce…” Arti­kel von And­re Meis­ter vom 11.06.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • Prism-Infor­mant Snow­den auf der Flucht Oba­mas Jagd auf die Wach­hun­de
    Einst nann­te Barack Oba­ma Whist­leb­lower “Wach­hun­de gegen Rechts­ver­let­zun­gen”, als US-Prä­si­dent geht er uner­bitt­lich gegen Geheim­nis­ver­rä­ter jeg­li­cher Art vor. Auch den Prism-Infor­man­ten Edward Snow­den dürf­te der Zorn der Regie­rung tref­fen. Trotz­dem hat er Hoff­nung…” Arti­kel von Johan­nes Kuhn in Süd­deut­sche online vom 10. Juni 2013 externer Link
  • Video: NSA whist­leb­lower Edward Snow­den: ‘I don’t want to live in a socie­ty that does the­se sort of things’. Video bei The Gar­di­an externer Link im Rah­men des Inter­views mit ihm: ‘If they want to get you, in time they will’ und in deut­scher Über­set­zung aus dem Reu­ters-Video­ka­nal bei der Süd­deut­schen online externer Link : “Ich will nicht in einer Gesell­schaft leben, die so etwas macht”: Der 29-jäh­ri­ge Tech­ni­ker Edward Snow­den erklärt sich zum Urhe­ber der jüngs­ten Ent­hül­lun­gen über die Daten­samm­lung der US-Geheim­diens­te – und ist sich der Kon­se­quen­zen bewusst.
  • “Wir hacken jeden über­all”. Der NSA-Whist­leb­lower hat sich zu erken­nen gege­ben, er wol­le nicht, dass die USA mit einer rie­si­gen Über­wa­chungs­ma­schi­ne die Pri­vat­sphä­re und die Inter­net­frei­heit zer­stö­ren
    Die NSA hat die Washing­ton Post und den Guar­di­an nicht nur gerügt, mit der Auf­de­ckung des gehei­men Abhör­sys­tems Prism (Die Rück­kehr von Eche­lon oder dem Pro­jekt Total Infor­ma­ti­on Awa­reness) die Ter­ror­ab­wehr zu gefähr­den und fal­sche Infor­ma­tio­nen zu ver­brei­ten. Der Geheim­dienst hat auch eine Unter­su­chung ein­ge­lei­tet, um den Whist­leb­lower zu fin­den und bestra­fen (Heat Map der glo­ba­len Lausch­an­grif­fe der NSA). Das Schick­sal von Brad Man­ning und die Lage von Wiki­Leaks-Grün­der Juli­an Assan­ge dürf­ten jeden als Abschre­ckung gedient haben. Es war also schon todes­mu­tig, Geheim­do­ku­men­te aus dem geheims­ten der US-Geheim­diens­te, den man auch “No Such Agen­cy” nennt, den Medi­en zu über­ge­ben…” Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer in tele­po­lis vom 10.06.2013 externer Link
  • Inter­net­über­wa­chung durch NSA: “Guar­di­an“ legt Quel­le für US-Über­wa­chungs­pro­gramm offen
    Die Berich­te über die Daten-Samm­lung der US-Geheim­diens­te bei Inter­net-Fir­men gehö­ren zu den bis­her größ­ten Ent­hül­lun­gen gehei­mer Infor­ma­tio­nen. Dahin­ter steckt ein jun­ger Mann, der sich öffent­lich zu sei­ner Tat bekennt – und sich der Kon­se­quen­zen bewusst ist. Ein 29-jäh­ri­ger Tech­ni­ker ist die Quel­le der jüngs­ten Ent­hül­lun­gen über die mas­si­ve Daten-Samm­lung des US-Geheim­diensts bei ame­ri­ka­ni­schen Inter­net-Diens­ten. Er trat am Sonn­tag­abend mit einem Inter­view mit der bri­ti­schen Zei­tung „Guar­di­an“ aus dem Schat­ten. Der jun­ge Mann namens Edward Snow­den war nach eige­nen Anga­ben die ver­gan­ge­nen vier Jah­re als Mit­ar­bei­ter ande­rer Unter­neh­men in dem US-Geheim­dienst NSA tätig. „Sie haben kei­ne Ahnung, was alles mög­lich ist“, sag­te er über die Spio­na­ge-Mög­lich­kei­ten der NSA-Sys­te­me…” Agen­tur­mel­dung in Tages­spie­gel online vom 9. Juni 2013 externer Link. Aus dem Text: “… „Ich will nicht in einer Gesell­schaft leben, die so etwas macht“, sag­te Snow­den dem „Guar­di­an“. „Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles was ich mache und sage auf­ge­nom­men wird.“ Er beschrieb eine noch grö­ße­re Dimen­si­on der Daten­samm­lung als die von ihm ent­hüll­ten Doku­men­te andeu­ten: „Die NSA hat eine Infra­struk­tur auf­ge­baut, die ihr erlaubt, fast alles abzu­fan­gen.“ Damit wer­de der Groß­teil der mensch­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on auto­ma­tisch auf­ge­saugt. „Wenn ich in ihre E‑Mails oder in das Tele­fon ihrer Frau hin­ein­se­hen woll­te, müss­te ich nur die abge­fan­ge­nen Daten auf­ru­fen. Ich kann ihre E‑Mails, Pass­wör­ter, Gesprächs­da­ten, Kre­dit­kar­ten­in­for­ma­tio­nen bekom­men.“ Snow­den war mit den Doku­men­ten nach Hong­kong geflo­hen und sprach dort mit dem „Guar­di­an“…”
  • Heat Map der glo­ba­len Lausch­an­grif­fe der NSAPrism: US-Überwachungsaffäre und der NSA-Whistleblower
    NSA-Doku­men­te ent­hül­len die welt­wei­te Lausch­ak­ti­vi­tät der NSA, Deutsch­land ist in Euro­pa das Land, aus dem am meis­ten Daten abge­saugt wer­den
    Nach Infor­ma­tio­nen des Guar­di­an hat die NSA schon vor der Eröff­nung ihres gigan­ti­schen Daten­zen­trums die Mög­lich­keit ent­wi­ckelt, welt­weit rie­si­ge Daten­man­gen zu sam­meln und zu ana­ly­sie­ren. Das Data­mi­ning-Pro­gramm, das den nicht unbe­schei­de­nen Namen Bound­less Infor­mant trägt, zählt und kate­go­ri­siert die Daten, die der Geheim­dienst von Com­pu­ter- und Tele­fon­netz­wer­ken absaugt und kar­tiert die­se auch
    …” Arti­kel von Flo­ri­an Röt­zer in tele­po­lis vom 09.06.2013 externer Link. Sie­he dazu:
  • Fefes Kom­men­tar vom 9.6.2013 externer Link : “Oh, der NSA-Whist­leb­lower hat sich der Öffent­lich­keit gestellt. Es ist wie­der ein recht jun­ger Mann. Das fin­de ich sehr ermu­ti­gend, denn es heißt, dass Anstand und Moral in der Tech­nik-Sze­ne kein alt­mo­di­sches Relikt sind, das nur bei Fos­si­li­en aus den Kryp­to-Krie­gen eine Rol­le spielt. Wir schei­nen es als Sze­ne geschafft zu haben, dass der Nach­wuchs mit einem star­ken Gefühl für rich­tig und falsch auf­wächst. Auch BKA und BND sind ja offen­kun­dig nicht in der Lage, Nach­wuchs anzu­heu­ern. Das fin­de ich sehr ermu­ti­gend.”
  • Spio­na­ge­s­kan­dal NSA: ver­rät Details zu Prism
    Der US-Geheim­dienst­chef James Clap­per hat eini­ge Details zum Spio­na­ge­pro­gramm Prism ent­hüllt und bestä­tigt dabei die Dar­stel­lung der US-Inter­net­kon­zer­ne. Der­weil legt der Guar­di­an nach und ver­öf­fent­licht wei­te­res Beweis­ma­te­ri­al….” Arti­kel von Jens Ihlen­feld vom 9.6.2013 bei Golem externer Link
  • US-Geheim­dienst: “Wir hacken über­all und jeden”
    Oba­ma hat eine Lis­te für Cyber­war-Zie­le im Aus­land zusam­men­stel­len las­sen. Einer sei­ner Geheim­dienst­agen­ten sagt offen, dass es im Hin­blick auf IT-Angrif­fe auf Geg­ner zwi­schen den USA und Chi­na kei­nen Unter­schied gebe…“ Arti­kel von Achim Sawall vom 8.6.2013 bei golem externer Link
  • “Wir hacken alle über­all”: US-Prä­si­dent erlaubt und führt US-Hacker­an­grif­fe auf der gan­zen Welt
    Die USA haben ein offen­si­ves Cyber-Angriffs-Pro­gramm, dass Zie­le auf der gan­zen Welt angreift und hackt. Das geht aus einer prä­si­dia­len Direk­ti­ve zum Cyber­space her­vor, aus der der bri­ti­sche Guar­di­an zitiert. Dem­nach hat Prä­si­dent Oba­ma hat einen Plan ange­for­dert, um hoch­ran­gi­ge poten­ti­el­le Zie­le zu iden­ti­fi­zie­ren, gegen die die USA offen­siv vor­ge­hen kön­nen…“ Arti­kel von And­re Meis­ter vom 07.06.2013 bei Netz­po­li­tik externer Link
  • Poli­zei­ge­werk­schaft sieht US-Über­wa­chung als Vor­bild
    Der Chef der Deut­schen Poli­zei­ge­werk­schaft bezeich­net die Ver­tei­di­gung des NSA-Über­wa­chungs­pro­gramms Prism durch Oba­ma als mutig und ent­schlos­sen. “Man kann nicht 100 Pro­zent Sicher­heit und 100 Pro­zent Pri­vat­sphä­re haben”, erklär­te Oba­ma…“ Arti­kel von Achim Sawall vom 8.6.2013 bei golem externer Link
  • Poli­zei-Gewerk­schaft: Über­wa­chung ist das wert­volls­te Bür­ger­recht
    Der Chef der Deut­schen Poli­zei­ge­werk­schaft wünscht sich Über­wa­chungs-Metho­den wie in den USA auch für Deutsch­land. Er kri­ti­siert den „über­zo­ge­nen Daten­schutz“. Denn das wert­volls­te Bür­ger­recht sei der Schutz vor Ter­ror und Kri­mi­na­li­tät…“ Arti­kel in Deut­sche Wirt­schafts Nach­rich­ten vom 09.06.13 externer Link
  • US-Regie­rung zapft Kun­den­da­ten von Inter­net-Fir­men an
    Die Serie von Berich­ten über angeb­li­che Spio­na­ge­ak­tio­nen der US-Regie­rung gegen die eige­ne Bevöl­ke­rung reißt nicht ab. Nach Infor­ma­tio­nen der Washing­ton Post und der bri­ti­schen Zei­tung The Guar­di­an zap­fen der US-Geheim­dienst NSA und die Bun­des­po­li­zei FBI direkt die zen­tra­len Rech­ner und damit die Kun­den­da­ten von fünf Inter­net-Fir­men an – mit deren Zustim­mung. Eines der angeb­lich betei­lig­ten Unter­neh­men, Apple, wies das aber post­wen­dend zurück…“ hei­se/d­pa-Mel­dung vom 07.06.2013 externer Link

Der Bei­trag Prism: US-Über­wa­chungs­af­fä­re und der NSA-Whist­leb­lower Snow­den erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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