[de.indymedia:] Hausbesetzung und Eröffnung eines antirassistischen Zentrums in Essen

Wir, eine Grup­pe von Aktivist*innen, haben in der Nacht vom 06. auf den 07.09. ein Haus am Weber­platz in Essen besetzt. Wir wol­len damit kurz vor der Kom­mu­nal­wahl ein Zei­chen gegen die herr­schen­den Zustän­de in Deutsch­land und ins­be­son­de­re in Essen set­zen. Wäh­rend Poli­tik und Medi­en Hand in Hand Recht und Ord­nung zu ihrem Pro­gramm machen, fehlt es in Essen nicht erst seit ges­tern an selbst­ver­wal­te­ten Räu­men, in denen abseits von Kon­sum­zwang und Ver­wer­tungs­lo­gik Men­schen zusam­men­kom­men und sich ent­fal­ten kön­nen. Betrof­fen von dem Recht- und Ordungs­pro­gramm sind jedoch in Essen vor allem migran­ti­sier­te Per­so­nen. Unter dem Deck­man­tel der Bekämp­fung von Clan-Kri­mi­na­li­tät wer­den migran­ti­sche Treff­punk­te, ja gan­ze Vier­tel, wie bspw. die Esse­ner Nord­stadt von der Poli­zei dau­er­be­la­gert und ras­si­fi­zie­ren­de Raz­zi­en durch­ge­führt. Racial Pro­filing ist in die­sen Vier­teln die nor­ma­le Vor­ge­hens­wei­se, was auch immer Innen­mi­nis­ter See­hofer behaup­tet. Wei­te Tei­le der Esse­ner Stadt­ge­sell­schaft schei­nen von die­sem Recht-und-Ord­nungs­ras­sis­mus beseelt.

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