[labournet:] Aktionen vor Schulen: Wie Rechte versuchen, Jugendliche anzuwerben

Kampagne "Schule ohne Rassismus"“Seit Jah­ren mobi­li­siert die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der NPD ver­ein­zelt vor Schu­len. So gesche­hen jüngst im hes­si­schen Wetz­lar. Dabei macht sie von einer Tar­nung Gebrauch. “Schülersprecher.info” – der Name, der auf Pla­ka­ten und Sti­ckern steht, die an man­chen deut­schen Schu­len kle­ben, klingt harm­los. Zuletzt waren Pla­ka­te mit Sprü­chen wie “Jugend ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund” und “Kampf­sport statt kif­fen” an zwei Schu­len im hes­si­schen Wetz­lar, einer der letz­ten NPD-Hoch­bur­gen im Bun­des­land, auf­ge­taucht. Dahin­ter steckt jedoch die Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on der rechts­ex­tre­men Natio­nal­de­mo­kra­ti­schen Par­tei Deutsch­lands (NPD), die “Jun­gen Natio­na­lis­ten”, die als noch radi­ka­ler als ihre Mut­ter­par­tei gilt. (…) Schülersprecher.info ver­sucht, jun­ge Men­schen über The­men zu errei­chen, die die Genera­ti­on bewe­gen. Die jun­gen Natio­na­lis­ten wan­der­ten mit Flag­gen von Schülersprecher.info in Frank­furt auf Fri­days for Future-Demos” mit. Ihre Web­site ist bunt gestal­tet, auf den ers­ten Blick wirkt es eher wie ein libe­ra­ler Blog als eine Kam­pa­gne jun­ger Rechts­ex­tre­mis­ten. (…) Tat­säch­lich sei es ein bekann­tes Nar­ra­tiv, dass Rechts­ra­di­ka­le zum Bei­spiel Anti­se­mi­tis­mus mit Kapi­ta­lis­mus­kri­tik kaschie­ren, dass hin­ter soge­nann­ter Glo­ba­li­sie­rungs­kri­tik schlicht Ras­sis­mus steht, so der Extre­mis­mus-For­scher Becker. “Wir wol­len kei­ne Auf­lö­sung der Kul­tu­ren, der Gemein­schaf­ten und Natio­nen”, schrei­ben die Jun­gen Natio­na­lis­ten auf Schülersprecher.info. Laut Becker ein Euphe­mis­mus: Dahin­ter ste­he der Gedan­ke einer Unver­ein­bar­keit von Kul­tu­ren, die Angst vor deren Durch­mi­schung und letzt­end­lich eine ras­sis­ti­sche Ideo­lo­gie…” Bei­trag von Marie Scholl vom 6. Sep­tem­ber 2020 beim ZDF externer Link mit eini­gen Vide­os dazu

Der Bei­trag Aktio­nen vor Schu­len: Wie Rech­te ver­su­chen, Jugend­li­che anzu­wer­ben erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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