[labournet:] NS-Skandal bei Heckler & Koch – Kritische Aktionär*innen H&K fordern völlige Neuorientierung beim führenden deutschen Kleinwaffenhersteller

Enthüllungsbuch »NETZWERK DES TODES. DIE KRIMINELLEN VERFLECHTUNGEN VON WAFFENINDUSTRIE UND BEHÖRDEN« von Jürgen Grässlin, Daniel Harrich und Danuta Harrich-Zandberg im Heyne Verlag München“Ein Drei­vier­tel-Jahr­hun­dert nach Ende des Zwei­ten Welt­kriegs kommt die tief­brau­ne Ver­gan­gen­heit des Fir­men­grün­ders der Heck­ler & Koch GmbH, Edmund Heck­ler, ans Licht der Öffent­lich­keit. Damit ist das vom Waf­fen­pro­du­zen­ten Heck­ler & Koch über mehr als 70 Jah­re lang schön­ge­färb­te Bild des Fir­men­grün­ders von 1949 nicht län­ger halt­bar: Edmund Heck­ler war zuvor ver­ant­wort­li­cher Betriebs­füh­rer eines „NS-Mus­ter­be­triebs“, in dem sich bes­tia­li­sche Gescheh­nis­se zutru­gen. Nach Recher­chen der „Bild am Sonn­tag“ vom 6. Sep­tem­ber 2020 avan­cier­te Ober­inge­nieur Edmund Heck­ler in den Drei­ßi­ger­jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts zum Werks­lei­ter der „Hugo Schnei­der AG“ (HASAG) in Tau­cha in Sach­sen. Unter dem Werks­lei­ter Edmund Heck­ler muss­ten bei der HASAG mehr als ein­tau­send KZ-Insas­sen – unter ihnen Juden, Sin­ti und Roma – Pan­zer­fäus­te her­stel­len. Die Zwangs­ar­bei­ter stamm­ten aus den Kon­zen­tra­ti­ons­la­gern Ausch­witz, Buchen­wald und Ravens­brück. Bei der HASAG wur­den unter Edmund Heck­lers Füh­rung laut Aus­sa­gen von Zwangsarbeiter*innen „immer wie­der Häft­lin­ge erschla­gen und erschos­sen“ (sie­he FOCUS​.DE vom 07.09.2020). Ande­re wur­den gehängt oder zu Tode getre­ten. Die Kri­ti­schen Aktionär*innen Heck­ler & Koch (KA H&K) for­dern des­halb von Vor­stand und Auf­sichts­rat der heu­ti­gen Heck­ler & Koch GmbH bzw. der H&K AG: 1. In einem unab­hän­gi­gen His­to­ri­ker­be­richt zur Fir­men­ge­schich­te muss sowohl die tief­brau­ne Ver­gan­gen­heit des Fir­men­grün­ders Edmund Heck­ler als auch die blut­ro­te Ver­gan­gen­heit des Unter­neh­mens Heck­ler & Koch mit viel­zäh­li­gen Rüs­tungs­ex­por­ten in Kri­sen- und Kriegs­ge­bie­te und Mil­lio­nen von Opfern auf­ge­ar­bei­tet und publik gemacht wer­den. 2. Die KA H&K erwei­tern ihre For­de­rung nach finan­zi­el­ler Unter­stüt­zung eines Fonds für die Opfer der H&K‑Rüstungsexporte nun­mehr auch auf die Zwangs­ar­bei­ter in der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus…“ Pres­se­mit­tei­lung vom 07.09.2020 bei Akti­on Auf­schrei – Stoppt den Waf­fen­han­del externer Link

Der Bei­trag NS-Skan­dal bei Heck­ler & Koch – Kri­ti­sche Aktionär*innen H&K for­dern völ­li­ge Neu­ori­en­tie­rung beim füh­ren­den deut­schen Klein­waf­fen­her­stel­ler erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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