[FRN:] Feminismus braucht Hausbesetzung – Hausbesetzung braucht Feminismus (Serie 1006: CX – Corax – Feminismus – Gender)

Lin­ke Kämp­fe um Wohn­raum und Häu­ser­be­set­zun­gen blei­ben aktu­ell. Haus­be­set­zun­gen wer­den aus ver­schie­de­nen Moti­ven durch­ge­führt, die sich oft­mals über­lap­pen: Zu Grun­de liegt der Wunsch nach bezahl­ba­rem Wohn­raum, Woh­nungs­man­gel oder sogar Obdach­lo­sig­keit, Pro­test gegen spe­ku­la­ti­ven Leer­stand und Pro­test gegen hohe Mie­ten. Akteur*innen im Häu­ser­kampf geht es dane­ben auch dar­um Räu­me zu schaf­fen, die frei von öko­no­mi­schen Logi­ken sind, aber auch von Ras­sis­men und Sexis­men.

Dass lin­ke Kämp­fe um Wohn­raum und anti-patri­ar­cha­le Kämp­fe zusam­men gedacht wer­den, ist in ers­ter Linie femi­nis­ti­schen Bewe­gun­gen anzu­rech­nen – bis heu­te. Die ers­te Beset­zungs­wel­le begann fast par­al­lel zur zwei­ten Frau­en-Bewe­gung in den spä­ten 1960er Jah­ren.

In dem Buch Gen­der und Häu­ser­kampf, das 2011 im Unrast Ver­lag erschie­nen ist, setzt sich ama­ti­ne mit Debat­ten um Gen­der, Sexis­mus, Homo­pho­bie und anti-patri­ar­cha­le Kämp­fe in den Häu­ser- und Wagen­platz­be­we­gun­gen der BRD zwi­schen 1970 und 2010 aus­ein­an­der. aman­ti­ne ist Aktivist*in, lebt in Ber­lin und bewegt sich seit Jah­ren in anar­chis­ti­schen und auto­no­men Zusam­men­hän­gen und Häu­ser­struk­tu­ren. Radio Corax kam mit ama­ti­ne dar­über ins Gespräch. Read More