[labournet:] „Zwei-Klassen-Lohnsystem“ und Betriebsratsbehinderung bei ProMinent

Fight Union Busters!“Bei der Ser­vice- und Ver­triebs­ge­sell­schaft Pro­mi­nent Deutsch­land GmbH des Hei­del­ber­ger Dosier­pum­pen­her­stel­lers Pro­mi­nent GmbH gibt es seit län­ge­rem Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen dem enga­gier­ten Betriebs­rat und der Geschäfts­füh­rung (…). Das Unter­neh­men bezahlt die 93 Mit­ar­bei­ter der Ver­triebs­ge­sell­schaft seit Jah­ren in gro­ßem Maße unter­schied­lich. So haben 43 Mit­ar­bei­ter älte­re Ver­trä­ge mit einem Gehalt nach Tarif­ver­trag und die ande­ren 50 Mit­ar­bei­ter nicht, wodurch die­se „beträcht­lich weni­ger“ Gehalt bekom­men. Der Betriebs­rat ver­sucht nun alle Mit­ar­bei­ter nach einem ein­heit­li­chen Lohn­sys­tem bezah­len und den Tarif­ver­trag auf alle Mit­ar­bei­ter anwen­den zu las­sen. Da die Geschäfts­füh­rung sich quer stell­te, muss­te das Arbeits­ge­richt Mann­heim dar­über ent­schei­den. Am 25.06.2020 ent­schied das Gericht zuguns­ten von Pro­mi­nent, da es kein ein­heit­li­ches Lohn­sys­tem sehe und die Anzahl der Mit­ar­bei­ter, deren Lohn sich nicht nach dem Tarif­ver­trag bemisst höher sei als anders­her­um. (…) In einem wei­te­ren Ver­fah­ren wirft der Betriebs­rat der Geschäfts­füh­rung vor, Dro­hun­gen gegen ihn und sei­ne Arbeit aus­ge­spro­chen zu haben. Kon­kret geht es um den fol­gen­den Satz, den die Geschäfts­füh­rung auf einer Mit­ar­bei­ter­ver­an­stal­tung gesagt haben soll: „Der Betriebs­rat ris­kiert mit sei­nen For­de­run­gen einen Stel­len­ab­bau in Deutsch­land.“ Außer­dem wirft Pro­mi­nent dem Betriebs­rat vor zu viel Zeit mit Sit­zun­gen und Bespre­chun­gen zu ver­brin­gen und das dadurch ande­re Mit­ar­bei­ter die Arbei­ten der Betriebs­rats­kol­le­gen mit­tra­gen müss­ten…“ Aus Front­be­richt 09/​2020 vom 04.09.2020 bei Arbeits­un­recht externer Link

Der Bei­trag „Zwei-Klas­sen-Lohn­sys­tem“ und Betriebs­rats­be­hin­de­rung bei Pro­Mi­nent erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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