[perspektive:] MAN will 9.500 Stellen streichen

Der zum VW-Konzern gehörende LKW und Bus-Hersteller MAN will deutlich mehr Stellen Streichen als bisher bekannt. Rund 9.500 Arbeitsplätze sollen bis 2023 abgebaut werden. Ganze Standorte könnten geschlossen werden.

MAN will durch einen radi­ka­len Kon­zern­um­bau Ein­spa­run­gen von rund 1,8 Mil­li­ar­den Euro errei­chen. Für den Umbau ver­an­schlagt MAN jedoch zunächst ein­mal Kos­ten im mitt­le­ren bis obe­ren drei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­reich.

Der Pro­duk­ti­ons­stand­ort im öster­rei­chi­schen Steyr und die Betrie­be in Plau­en (Sach­sen) und Witt­lich (Rhein­land-Pfalz) könn­ten nach aktu­el­len Infor­ma­tio­nen den Umbau­plä­nen ganz zum Opfer fal­len. Nun sol­len zeit­nah Ver­hand­lun­gen mit Betriebs­rat und Gewerk­schaft auf­ge­nom­men wer­den. Die­se kün­dig­ten bereits Wider­stand gegen die Spar­plä­ne an.

„Die beab­sich­tig­te Neu­aus­rich­tung wird eine grund­le­gen­de Restruk­tu­rie­rung des MAN Truck & Bus-Geschäfts in allen Berei­chen, ein­schließ­lich einer Neu­auf­stel­lung des Ent­wick­lungs- und Pro­duk­ti­ons­netz­werks sowie einen signi­fi­kan­ten Stel­len­ab­bau erfor­dern“, hieß es in der Mit­tei­lung des Kon­zerns. Bereits vor der Coro­na-Pan­de­mie rech­ne­te MAN mit einem Umsatz-Rück­gang um 10 bis 20 Pro­zent in die­sem Jahr in Euro­pa.

MAN gehört zusam­men mit dem schwe­di­schen Lkw-Bau­er Sca­nia zum Volks­wa­gen-Kon­zern und ist einer der füh­ren­den Nutz­fahr­zeug-Kon­zer­ne in Euro­pa. Der Umsatz im ver­gan­ge­nen Jahr betrug rund elf Mil­li­ar­den Euro. Das Unter­neh­men beschäf­tig­te 2019 knapp 39.000 Men­schen. Auch bei Sca­nia sol­len rund 5.000 Jobs gestri­chen wer­den.

Par­al­lel zu den Stel­len­strei­chun­gen will VW den US-ame­ri­ka­ni­schen LKW-Her­stel­ler Navistar kom­plett über­neh­men. Bis­her hält VW 16,8 Pro­zent an dem Unter­neh­men. 3,6 Mil­li­ar­den Dol­lar will sich VW die Über­nah­me kos­ten las­sen.

Der Bei­trag MAN will 9.500 Stel­len strei­chen erschien zuerst auf Per­spek­ti­ve.

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