[labournet:] Wirtschaften mit Plan – aber richtig

isw-report 98 vom September 2014Nach 250 Jah­ren kapi­ta­lis­ti­schen Wirt­schaf­tens bedroht die hem­mungs­lo­se Suche nach Nach­schub für die längst aus­ge­schöpf­ten Anla­ge­mög­lich­kei­ten für auf­ge­häuf­te gigan­ti­sche Kapi­tal­ber­ge nicht nur das Welt­kli­ma, son­dern auch den Welt­frie­den. Ein Aus­weg ist unmög­lich ohne eine neue Öko­no­mie (…) Das Pro­blem ist nicht ledig­lich, wie oft zu lesen, ein mora­li­sches; das Pro­blem des spä­ten, rei­fen, über­pro­duk­ti­ven Kapi­ta­lis­mus ist sein Reich­tum, sind die auf­ge­häuf­ten Mas­sen an “dry pow­der” bei den Ver­mö­gens­ver­wal­tern, und die “useless pro­fits” der Kon­zer­ne, die nicht wis­sen wohin mit dem Geld, und die etwa damit eige­ne Akti­en zurück­kau­fen, um so wenigs­tens die Akti­en­kur­se nach oben zu trei­ben, auch wenn dies kei­nen Cent an rea­ler Wert­schöp­fung bewir­ken kann. (…) Soll das Gewinn­mo­tiv in gan­zen Öko­no­mien weni­ger domi­nant sein, muss man den öffent­li­chen Sek­tor aus­wei­ten. Benö­tigt wer­den in die­ser spät­ka­pi­ta­lis­ti­schen Kri­sen-Situa­ti­on also mehr öffent­li­che Unter­neh­men, die kei­ne Gewin­ne gene­rie­ren, son­dern ledig­lich kos­ten­de­ckend arbei­ten sol­len; das macht Öko­no­mien ins­ge­samt resi­li­en­ter, sta­ti­scher und sta­bi­ler. (…) Hoher Auto­ma­ti­ons­grad und hohe Fle­xi­bi­li­tät ver­rin­gern die Pla­nungs­kom­ple­xi­tät, und machen ein Wirt­schaf­ten nach Plan – dann anhand weni­ger, abs­trak­ter, beherrsch­ba­rer Pla­nungs­pa­ra­me­ter – prin­zi­pi­ell mög­lich…” Arti­kel von Lud­ger Evers­mann vom 13. Sep­tem­ber 2020 bei tele­po­lis externer Link

Der Bei­trag Wirt­schaf­ten mit Plan – aber rich­tig erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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