[labournet:] [16.9.20 in Hamburg und online] Zwischen Heilsversprechen und Apokalypse: Arbeit 4.0 – Zur Entmystifizierung der Digitalisierung von Arbeit

isw-report 106: Digitale Arbeit und Industrie 4.0“… Wir haben im letz­ten Jahr ver­sucht, uns „der Digi­ta­li­sie­rung“ in ihren unter­schied­li­chen Facet­ten zu nähern. Dabei tei­len wir weder die Per­spek­ti­ve pau­scha­ler Unter­gangs­sze­na­ri­en von ster­ben­den Bran­chen und Mas­sen­er­werbs­lo­sig­keit, noch die eines neo­li­be­ral-grü­nen Hype vom gesell­schaft­li­chen Inno­va­ti­ons­po­ten­zi­al der „digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on“. Tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen sind nie­mals wert­frei, sie sind in kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaf­ten immer und in ers­ter Linie Instru­ment der Pro­duk­ti­vi­täts­stei­ge­rung, der Pro­fit­ma­xi­mie­rung und der Kon­trol­le über die Arbeit. Mit ande­ren Wor­ten: Auch die so genann­te Digi­ta­li­sie­rung soll­te zunächst ein­mal als ein Herr­schafts­in­stru­ment ana­ly­siert wer­den. In vie­len Berei­chen des unmit­tel­ba­ren Pro­duk­ti­ons­pro­zes­ses kommt sie gar als eine Art Hyper­tay­lo­ris­mus daher. Weit davon ent­fernt, ein end­gül­ti­ges, abge­schlos­se­nes Bild von der Digi­ta­li­sie­rung zu haben, wol­len wir den­noch den Ein­stieg in eine öffent­li­che, kapi­ta­lis­mus­kri­ti­sche Dis­kus­si­on zu eini­gen Fra­gen wagen, die uns beschäf­ti­gen: Wel­che rea­len mate­ri­el­len Ver­än­de­run­gen in unter­schied­li­chen Bran­chen, in Büros und Fabri­ken ste­hen eigent­lich wirk­lich hin­ter die­sem Begriff? Wie unter­schied­lich, wider­sprüch­lich und hete­ro­gen erle­ben Arbeiter*innen und Ange­stell­te „Digi­ta­li­sie­rung“ an ihren Arbeits­plät­zen? Wel­che Ver­än­de­run­gen gibt es in der betrieb­li­chen Orga­ni­sa­ti­on von Arbeits­ab­läu­fen? Wie berüh­ren digi­ta­le Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten gesell­schaft­li­che Berei­che wie Kon­sum- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men, Mobi­li­tät etc.?…” Aus der Ein­la­dung zur Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung der Grup­pe Blau­er Mon­tag in Koope­ra­ti­on mit der W3 externer Link – Werk­statt für inter­na­tio­na­le Kul­tur und Poli­tik am Mitt­woch, den 16. Sep­tem­ber 2020 um 19 Uhr in der W3 – Werk­statt für inter­na­tio­na­le Kul­tur und Poli­tik, Nernst­weg 32 – 34, 22765 Ham­burg Die Ver­an­stal­tung fin­det sowohl ana­log im W3_​Saal als auch digi­tal über Big­Blue­But­ton statt (Die Gesprächs­run­de fin­det im digi­ta­len Raum statt. Die Zugangs­da­ten für die Ver­an­stal­tung ver­schi­cken wir am Tag der Ver­an­stal­tung an alle, die teil­neh­men möch­ten, per E‑Mail. Wir bit­ten des­halb um Anmel­dung zur Ver­an­stal­tung bis Diens­tag, den 15.09.2020, 18 Uhr an blauermontag@​mailbox.​org)

Der Bei­trag [16.9.20 in Ham­burg und online] Zwi­schen Heils­ver­spre­chen und Apo­ka­lyp­se: Arbeit 4.0 – Zur Ent­mys­ti­fi­zie­rung der Digi­ta­li­sie­rung von Arbeit erschien zuerst auf Labour­Net Ger­ma­ny.

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