[de.indymedia:] Warum der § 129 StGB von Übel ist

Laut einer Mel­dung des Tages­spie­gel von heu­te 9:15 Uhr geht die „Bun­des­an­walt­schaft […] seit dem Mor­gen in Ber­lin mit Durch­su­chun­gen gegen mut­maß­li­che Links­ex­tre­mis­ten vor. Den fünf Ver­däch­ti­gen wer­de die Grün­dung einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung vor­ge­wor­fen, sag­te ein Spre­cher am Mitt­woch der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Karls­ru­he.“ (vgl. auch de.indymedia vom 16.09.2020; 08:49 Uhr)

Es ist der § 129 Straf­ge­setz­buch der den Titel „Bil­dung kri­mi­nel­ler Ver­ei­ni­gun­gen“ trägt. Des­sen Absatz 1 Satz 1 lau­tet: „Mit Frei­heits­stra­fe bis zu fünf Jah­ren oder mit Geld­stra­fe wird bestraft, wer eine Ver­ei­ni­gung grün­det oder sich an einer Ver­ei­ni­gung als Mit­glied betei­ligt, deren Zweck oder Tätig­keit auf die Bege­hung von Straf­ta­ten gerich­tet ist, die im Höchst­maß mit Frei­heits­stra­fe von min­des­tens zwei Jah­ren bedroht sind.“

Auf die­se Norm wur­de sich auch schon kürz­lich beru­fen, als sich Haus­su­chun­gen gegen den Roten Auf­bau in Ham­burg rich­te­ten (s. labour​net​.de vom 01.09.2020 und Auto­moie Maga­zin vom 31.08.2020).

2008 hat­te ich – aus Anlaß des dama­li­gen Ver­fah­rens gegen ver­meint­li­che Mit­glie­der der Mit­glie­der der mili­tan­ten grup­pe (mg) – eine Ana­ly­se des um die §§ 129, 129a StGB grup­pier­ten Son­der­rechts­sys­tems vor­ge­legt.

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