[gG:] From Berlin to Greece – Fight the Police!

Wäh­rend sich inter­na­tio­nal Faschist*innen teils öffent­lich par­la­men­ta­risch, teils kon­spi­ra­tiv im Ver­bor­ge­nen nahe­zu unge­hin­dert orga­ni­sie­ren und immer schlag­kräf­ti­ger wer­den, fin­den vom Staat aus­ge­hen­de Repres­si­ons­schlä­ge gegen links­ra­di­ka­le und anar­chis­ti­sche Struk­tu­ren in immer kür­ze­ren Abstän­den statt.

Doch wir las­sen uns weder klein krie­gen oder spal­ten. Ihre Repres­si­on ist eine Ant­wort auf unse­re Kämp­fe, nicht umge­kehrt. Unse­re Ideen eines befrei­ten und soli­da­ri­schen Lebens wach­sen täg­lich. Offen­siv und ent­schlos­sen wol­len wir des­halb am Frei­tag dem 19.09 um 19 Uhr gemein­sam auf die Stra­ße gehen und den Betrof­fe­nen unse­re Soli­da­ri­tät zei­gen.

Wäh­rend sich inter­na­tio­nal Faschist*innen teils öffent­lich par­la­men­ta­risch, teils kon­spi­ra­tiv im Ver­bor­ge­nen nahe­zu unge­hin­dert orga­ni­sie­ren und immer schlag­kräf­ti­ger wer­den, fin­den vom Staat aus­ge­hen­de Repres­si­ons­schlä­ge gegen links­ra­di­ka­le und anar­chis­ti­sche Struk­tu­ren in immer kür­ze­ren Abstän­den statt.

Nur ein klei­ner Aus­schnitt, allein im bun­des­wei­ten Raum, zeigt bei­na­he täg­lich neue Fäl­le von Nazi­struk­tu­ren, die sich bewaff­nen, um an einem TagX damit zu begin­nen, ihre poli­ti­schen Gegner*innen zu ver­schlep­pen und zu exe­ku­tie­ren. Waf­fen wer­den bei der Bun­des­wehr ent­wen­det, weil Protagonist*innen der Nazis selbst als Soldat*innen die­nen. Daten poli­ti­schen Gegner*innen wer­den durch Zugriff auf behörd­li­che Daten­bän­ke von rech­ten Bul­len ermit­telt und ver­brei­tet, wäh­rend die Jus­tiz bei dem Gan­zen auch nicht feh­len darf, wie im Fall der immer noch nicht auf­ge­klär­ten faschis­ti­schen Anschlags­se­rie in Ber­lin – Neu­kölln.

Die Lis­te der Ver­stri­ckun­gen von Behör­den und Nazis ist lang und bil­det immer bedroh­li­che­re Ver­ei­ni­gun­gen. Wir sehen in all die­sen Bei­spie­len kei­ne Ein­zel­fäl­le und es wun­dert uns auch nicht, dass das Ermitt­lungs­en­ga­ge­ment gegen rech­te Netz­wer­ke weit unter dem gegen links­ra­di­ka­le oder anar­chis­ti­scher Struk­tu­ren liegt. Der Staat und sei­ne Behör­den wie das Ber­li­ner LKA oder das BKA sind sel­ber Teil rech­ter Netz­wer­ke und ermit­teln natür­lich nur ungern gegen sich selbst.

Der in den 1970er Jah­ren von der Sozi­al­li­be­ra­len Bun­des­re­gie­rung wegen der R.A.F gegrün­de­te §129 wird seit jeher dazu genutzt, rie­si­ge Ver­fah­ren auf­zu­bau­schen, Schlapp­hü­te in den Leben der Men­schen schnüf­feln zu las­sen, mit gezo­ge­nen Knar­ren Türen ein­zu­tre­ten und Ber­ge von Akten zu pro­du­zie­ren. Für die Betrof­fe­nen bedeu­tet dies lang­jäh­ri­ge Ermitt­lun­gen, doch oft auch ein immer lei­ser wer­den­der Appa­rat, des­sen letzt­end­li­che Erfolg­lo­sig­keit nach dem anfäng­li­chen media­len Knall vor der Öffent­lich­keit ver­sucht wird, zu ver­ste­cken.

Das gest­rig bekannt gewor­de­ne Ver­fah­ren hier in Ber­lin ist nicht das Ein­zi­ge – Sei es in Frank­furt anläss­lich eines Angriffs auf die Außen­stel­le des BGH in Leip­zig oder in Ham­burg gegen den Roten Auf­bau, in Baden-Würt­tem­berg und Leip­zig gegen Antifaschist*innen, die zahl­rei­chen §129b Ver­fah­ren gegen ver­meint­li­che Mitglieder*innen oder Unterstützer*innen der TKP/​ML, PKK oder DHKP‑C. In Ita­li­en, wo der Staat wie­der­holt gegen Anarchist*innen aus­holt, sie vor Gerich­te zerrt und hin­ter Git­ter sperrt, oder letz­tens in Wien. Die­se Auf­zäh­lung lie­ße sich sicher noch erwei­tern.

Die wie­der­hol­ten und stei­gen­den Angrif­fe gegen links­ra­di­ka­le und anar­chis­ti­sche Struk­tu­ren wer­ten wir als eine Stra­te­gie der faschis­ti­schen Ten­denz des bür­ger­li­chen Staa­tes, die­je­ni­gen zu bedro­hen, die ihre Stim­me gegen die­sen Poli­zei­staat erhe­ben. Ange­sichts der Ver­an­ke­rung neu­er Geset­ze und Ver­bo­te, die den Aus­nah­me­zu­stand nut­zen um die Nor­ma­li­tät von Mor­gen zu schaf­fen, ist es für die Auf­recht­erhal­tung der sozia­len Ord­nung not­wen­dig, die wider­stän­di­gen Kei­me in der Gesell­schaft zu ersti­cken. Ange­sichts der aktu­el­len Räu­mungs­wel­le anti-auto­ri­tä­rer Struk­tu­ren in Ber­lin ist die Repres­si­on als ein Ver­such anzu­se­hen, den sich orga­ni­sie­ren­den Wider­stand gegen den Aus­ver­kauf der Stadt ein­zu­schüch­tern, zu spal­ten und von kom­men­den Kämp­fen abzu­hal­ten. Mit der bereits gesche­he­nen Räu­mung der Kiez­knei­pe Syn­di­kat als auch den ange­droh­ten des Knei­pen­kol­lek­tivs Meu­te­rei, des Jugend­zen­trums Pot­se und dem Räu­mungs­ter­min vom 9. Okto­ber des anar­cha-queer­fe­mi­nis­ti­schen Pro­jek­tes Liebig34 gibt der Ber­li­ner Senat ein deut­li­ches Zei­chen. Selbst­ver­wal­te­te Räu­me als poli­ti­scher Kör­per unse­rer Kämp­fe sol­len ein für alle mal den Städ­ten der Rei­chen wei­chen.

Wie­der­holt dient auch der brei­te Wider­stand gegen den G20-Gip­fel in Ham­burg 2017 den Behör­den als Anlass, zu Repres­si­ons­schlä­gen aus­zu­ho­len. Zu star­ke Ris­se bekam ihre gewalt­vol­le Ord­nung, die sie nicht auf­recht­erhal­ten konn­ten ange­sichts der tau­sen­den Men­schen auf der Stra­ße.

Wir ste­hen ent­schlos­sen und soli­da­risch mit unse­ren Freund*innen, die ges­tern mit gezo­ge­nen Waf­fen aus den Bet­ten geholt wur­den. In Athen ver­schlepp­ten sie unse­re Freun­de für unbe­stimm­te Zeit und hiel­ten sie unter noch faden­schei­ni­ge­ren Begrün­dun­gen, als die im Ver­fah­ren genann­ten, fest.

Doch wir las­sen uns weder klein krie­gen oder spal­ten. Ihre Repres­si­on ist eine Ant­wort auf unse­re Kämp­fe, nicht umge­kehrt. Unse­re Ideen eines befrei­ten und soli­da­ri­schen Lebens wach­sen täg­lich. Offen­siv und ent­schlos­sen wol­len wir des­halb am Frei­tag dem 19.09 um 19 Uhr gemein­sam auf die Stra­ße gehen und den Betrof­fe­nen unse­re Soli­da­ri­tät zei­gen.

Es wird kei­nen Laut­spre­cher­wa­gen geben, unse­re Inhal­te tra­gen wir laut­stark auf die Stra­ße. Wir wün­schen uns, dass ihr Eigen­in­itia­ti­ve mit­bringt, es liegt an uns allen dafür zu sor­gen, dass wir aus­drucks­stark durch unse­re Kieze lau­fen kön­nen.

United we stand!

Liebig34 ver­tei­di­gen!

Demo: 19:00 Uhr /​/​vor der Anar­chis­ti­schen Büche­rei Kalabal!k, Rei­chen­ber­ger­str. 63A

Rou­te: Kalabal!k – Ohlau­er Str. – Lau­sit­zer Platz – Wal­de­mar­str. – Man­teu­f­fel­str. – Naun­yn­str. – Mari­an­nen­str. – Ska­lit­zer­str. – Kott­bus­ser Tor – Adal­bert­str. – Wal­de­mar­str. – Mari­an­nen­platz – Mari­an­nen­str. – Rei­chen­ber­ger­str. /​Ohlau­er­str.

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