[gG:] Feuer und Flamme der Repression

Wir sen­den Kraft und Soli­da­ri­tät an die Betrof­fe­nen des staat­li­chen Angrif­fes durch die Repres­si­ons­be­hör­den. Uns ist bewusst, dass ein Ver­fah­ren nach §129 in den aller­we­nigs­ten Fäl­len dazu die­nen soll Ein­zel­ne zu belan­gen. Viel­mehr ist es der Ver­such, Struk­tur­er­mitt­lun­gen zu füh­ren und eine gesam­te Sze­ne ein­zu­schüch­tern, aus­zu­for­schen oder ein­zel­ne durch Angst zu iso­lie­ren. Ein aus­führ­li­cher Text zu den Raz­zi­en wur­de bereits von der anar­chis­ti­schen Biblio­thek Kala­ba­lik ver­öf­fent­licht: https://​de​.indy​m​e​dia​.org/​n​o​d​e​/​1​0​4​312

Die Raz­zi­en in Ber­lin und Athen durch die Bun­des­an­walt­schaft in Karls­ru­he und mit Hil­fe des LKA-Ber­lin zei­gen uns ein­mal mehr, dass links­ra­di­ka­le Poli­tik dem Staat ein Dorn im Auge ist.
Die Kon­troll­ver­lus­te des staat­li­chen Gewalt­mon­pols zei­gen wie rach­süch­tig und nach­tra­gend der deut­sche Staat ist. Ins­be­son­de­re die Pro­tes­te gegen den G20-Gip­fel in Ham­burg, die nächt­li­chen Ant­wor­ten auf die Bul­len-Beset­zung der Riga­er Str. 94 im Jahr 2016, die 3‑tägigen Riots zuletzt in Leip­zig oder der Kampf gegen Gen­tri­fi­zie­rung und Mie­ten­wahn­sinn durch mili­tan­te Aktio­nen im All­ge­mei­nen haben getrof­fen und lang­fris­ti­gen Scha­den im Selbst­be­wusst­sein der Repres­si­ons­be­hör­den bewirkt.

Dem Staat bleibt also nichts ande­res übrig als unse­re Momen­te der Stär­ke anzu­grei­fen und schwä­chen zu wol­len. Es ist daher umso wich­ti­ger die­se in unse­rem Gedäch­nis zu behal­ten. Momen­te, die uns Kraft und Selbst­ver­trau­en gege­ben haben, die uns zusam­men­ge­schweißt haben, die den all­täg­li­chen Wahn­sinn der deut­schen und inter­na­tio­na­len Poli­tik und die damit ein­her­ge­hen­den Ohn­machts­ge­füh­le bekämpft haben.

Wir appel­lie­ren daher an eine revo­lu­tio­nä­re und radi­ka­le Hal­tung, die schon immer dazu dien­te, jene Momen­te der eige­nen Stär­ke auf­zu­fri­schen und als Teil unse­rer Bewe­gungs­ge­schich­te unver­ges­sen zu machen. Die Freund*innen und Genoss*innen aus Leip­zig haben im Zuge ihrer Spon­tan­de­mons­tra­ti­on gute Wor­te gefun­den denen wir uns anschlie­ßen wol­len:

Wir sind alle 129, a und b. Das bedeu­tet, dass nicht nur ein­zel­ne Grup­pie­run­gen, son­dern unse­re gesam­te Poli­tik kri­mi­na­li­siert wird. Dewe­gen müs­sen wir der Repres­si­on auch gemein­sam begeg­nen. So sind wir auch für die Genos­sIn­nen auf die Stra­ße gegan­gen die gene­rell aber auch ins­be­son­de­re durch 129 Ver­fah­ren von Repres­si­on betrof­fen sind. Für die 3 von der Park­bank und dem Roten Auf­bau in Ham­burg, Jo, den Anti­fa­schis­tIn­nen in BaWü und Leip­zig, der TKP-ML und den Gefähr­tIn­nen in Frank­furt.

Heu­te (18.09.) wird eine Demons­tra­ti­on gegen die aktu­el­le staat­li­che Repres­si­on statt­fin­den. Wir rufen hier­mit alle dazu auf, sich zu betei­li­gen. Kommt zur Demo, seid soli­da­risch, macht eige­ne Aktio­nen in euren Städ­ten.

Erin­nern wir uns an unse­re Momen­te und an die Freu­de, die wir damals emp­fun­den haben. Die­se Stär­ke las­sen wir uns nicht mehr neh­men.

Soli­da­ri­tät und Kraft für der­zeit alle Betrof­fe­nen – wir sind alle 129, a und b!

Kommt zur Demons­tra­ti­on „From Ber­lin to Greece – Fight the Poli­ce!“ um 19 Uhr vor die anar­chis­ti­sche Biblio­thek Kala­ba­lik in der Rei­chen­ber­ger Stra­ße 63.

Demo­auf­ruf: https://​de​.indy​m​e​dia​.org/​n​o​d​e​/​1​0​4​414

Anti­fa­schis­ti­sche Koor­di­na­ti­on 36 | Sep­tem­ber 2020

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